Schweiz

Nach vier Monaten auf der Flucht, Schweizer in Kroatien verhaftet

Publiziert: 24.11.16, 17:29 Aktualisiert: 24.11.16, 17:56

Ein 59-jähriger Schweizer ist am Mittwoch in Kroatien festgenommen worden, wie die St.Galler Kantonspolizei am Donnerstag mitteilt. Der Mann war im Sommer aus dem Gefängnis geflüchtet und hatte sich ins Ausland abgesetzt.

In der Strafanstalt Gmünden AR sass der Mann seit Anfang April 2016 eine Strafe unter anderem wegen Immobilienbetrugs ab. Das Kantonsgericht St.Gallen hatte ihn wegen gewerbsmässigen Betrugs und weiterer Vermögensdelikte zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Vom Ausgang nicht zurückgekehrt

Am 1. August 2016 kehrte er von einem Ausgang nicht in die Strafanstalt zurück. Mit einem öffentlichen Aufruf und einer internationalen Ausschreibung hatte das St.Galler Amt für Justizvollzug nach dem Flüchtigen gefahndet. Dieser ist dem Kanton nämlich nicht zuletzt noch eine stattliche Geldsumme schuldig.

Die vom Gericht festgelegte Ersatzforderung und weitere kleinere Beträge ergeben total Forderungen von 1,8 Millionen Franken. Der Kanton versucht, mit einem Betreibungsverfahren an das Geld zu kommen. Vorderhand wird nun zusammen mit den Bundesbehörden ein Auslieferungsverfahren eingeleitet. (whr/sda)

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  • Stromer5 24.11.2016 22:07
    Highlight Ausgang... Urlaub...
    Wenn ich diese Wörter im Zusammenhang mit Gefängnis nur schon lese wird mir schlecht.
    Das muss für die Opfer von Verbrechen (egal welches) der blanke Hohn sein; dass ein Insasse "Urlaub" oder "Ausgang" bekommt. Was haben sie den tolles geleistet, dass sie das verdient haben? Mal einen Tag lang keine Schlägerei gehabt? Oder die Spaghetti im Teller mal ausgegessen?
    Es ist schon viel zu viel in der Ausgangs- und Urlaubszeit passiert und jeder Fall ist einer zu viel!!
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    • Deverol 25.11.2016 09:43
      Highlight Und was ist nach dem Verbüssen der Strafe? Sollen sie ohne irgend eine Vorbereitung einfach auf die Strasse gestellt werden. Länder die das tun, haben eine "hübsche" Rückfallquote.

      Wieso eine wegen Vermögensdelikten inhaftierte Person Schlägereien haben soll, erschliesst sich mir nicht. Aber das ist nicht weiter verwunderlich, deine Aussage über Spagethi essen sagt ja schon alles.
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    • Jaing 25.11.2016 11:15
      Highlight Stromer, sie haben völlig recht. Diese Leute sollten von Tag 1 bis Tag Entlassung in ihrer Zelle gehalten werden. Am Tag der Entlassung stellt man sie dann mit ihrem Hab und Gut vor die Tore des Gefängnisses. Sie können dann selbst schauen, wie sie sich wieder integrieren. Wird schon klappen. Auf jeden Fall viel besser als wenn man sie langsam an die kommende Freiheit gewöhnt hätte.
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    • Stromer5 25.11.2016 12:11
      Highlight Also, das wir uns recht verstehen: Du gibst einem, welcher seit April sitzt bereits Urlaub, damit er sich wieder in die Zivilisation eingliedern kann?

      Ich kenne übrigens das "Business", habe meinen Zivildienst in einer offenen Anstalt gemacht.
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    • Confused Dingo #teamhansi 25.11.2016 12:16
      Highlight Im ersten Augenblick kann "Ausgang/Urlaub von Haftstrafe" schon bedenklich klingen. Aber Deverol sagt sehr schön, warum sowas nötig ist.

      Wenn man die Personen wieder resozialisieren will und zurück in unsere Gesellschaft eingliedern will, ist es unumgänglich.
      Wie werden aber "Ausgänger" überwacht?
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