Schweiz

Selbstmordgefahr: Vierfach-Mörder von Rupperswil wurde rund um die Uhr bewacht

Um den Selbstmord des Vierfachmörders von Rupperswil in der Untersuchungshaft zu verhindern, gab der Kanton viel Geld aus.

Publiziert: 14.10.16, 17:41 Aktualisiert: 15.10.16, 14:06

Im Mai war der mutmassliche Vierfachmörder von Rupperswil verhaftet worden. Im Zentralgefängnis in Lenzburg wartet Thomas N. auf seinen Prozess. Erst vor wenigen Wochen wurde die Verlängerung der Untersuchungshaft bewilligt. 

Erst per Anfang Oktober wurde die 24-Stundenüberwachung von Thomas N. durch die Polizei und den Sicherheitsdienst aufgehoben. montage: az

Jetzt zeigen Recherchen der az und von TeleM1: Weil befürchtet wurde, Thomas N. könnte sich im Gefängnis das Leben nehmen, trafen die Verantwortlichen von Beginn weg umfassende Überwachungs- und Präventionsmassnahmen. Dies sagen mehrere mit dem Fall betraute Personen unabhängig voneinander.

So hätten Sicherheitsleute den 33-Jährigen rund um die Uhr aus einem Nebenraum in einem Drei-Schichten-Betrieb überwacht. Zudem habe man dem Inhaftierten spezielle Kleidung gegeben, die einen Suizid verunmöglichen oder erschweren soll. Die Mahlzeiten seien jeweils so serviert worden, dass Thomas N. Geschirr und Besteck nicht dazu habe verwenden können, sich selber etwas anzutun.

Vier Monate lang wurde er rund um die Uhr bewacht. Das kostete rund 50'000 Franken pro Monat. Erst per Anfang Oktober wurde die 24-Stundenüberwachung durch die Polizei und den Sicherheitsdienst aufgehoben.

 (aargauerzeitung.ch)

21 Kommentare anzeigen
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  • Redly 14.10.2016 20:58
    Highlight Was wäre so schlimm, wenn er Selbstmord macht?
    Wenn er das wirklich will, finde ich keinen Grund, warum das verhindert werden soll.
    38 18 Melden
    • Radesch 15.10.2016 10:08
      Highlight Bitte nicht blizen, aber Sachlich ist das so:
      Wir sind in einem Rechtsstaat und egal was für eine Tat er begangen hat, man will ihm seiner Strafe zuführen. Bei Selbstmord geht das halt nicht...
      Ausserdem kann der Staat Selbstmord nicht unterstützen nicht mal bei einem Mörder. Das Geschrei wäre gross.
      4 4 Melden
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  • Fischra 14.10.2016 20:09
    Highlight Ein sehr vorbildliches Verhalten unserer Polizei. Dieser Typ soll für das was er getan hat Sitzen. Das ist schlimmer als durch Suizid davon zu kommen.
    36 15 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 15.10.2016 00:03
      Highlight Und die Gemeinde darf bezahlen? :-/
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  • Spooky 14.10.2016 19:54
    Highlight Die Insassen von Gefängnissen sind Arbeitgeber. Die Gefangenen geben vielen Leuten Arbeit - und damit Verdienst.

    Es wäre eine interessante Sache für mutige Journalisten zu recherchieren, wer wieviel an den Gefängnissen und ihren Insassen verdient.
    12 30 Melden
    • Judge Dredd 14.10.2016 23:07
      Highlight Was genau sollte daran nochmals mutig sein?
      9 3 Melden
    • Spooky 16.10.2016 23:12
      Highlight Eine solche Recherche wäre mutig, weil es vielen Leuten nicht klar ist, wer wieviel von so einem Gefängnis profitiert. Es gäbe Proteste. Der recherchierende Journalist würde sich in die Nesseln setzen.
      0 1 Melden
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  • Wuschelhäschen 14.10.2016 19:37
    Highlight Wie sieht Kleidung aus, die einen Selbstmord verhindern soll? Zwangsjacke?
    20 5 Melden
    • Swarup 15.10.2016 08:16
      Highlight Ich hoffes
      7 2 Melden
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  • Danyboy 14.10.2016 19:36
    Highlight So hart es klingt, aber ich frage mich schon, ob es der Gesellschaft so viele Unkosten wert sein muss, einen Mörder vor sich selbst zu schützen (was den Selbstmord angeht)? Geht es evtl darum, dass viele Leute das Gefühl haben, er soll nicht sterben, bevor er irgendwie auf der Welt dafür gebüsst hat. Ich finde das sollte es und nicht wert sein...
    24 19 Melden
    • Monti_Gh 15.10.2016 07:31
      Highlight Sollten wir Mordverdächtige auf Scheitterhaufen verbrennen oder was?
      6 10 Melden
    • Danyboy 15.10.2016 08:16
      Highlight Moment mal, ich habe nichts, aber auch gar nichts von einer Todesstrafe gesagt! Oder dass man gleich einen Strick in die Zelle legt. Aber der Aufwand, um einen möglichen Suizid zu verhindern, ist schon gewaltig.
      13 2 Melden
    • Monti_Gh 15.10.2016 17:36
      Highlight Was ist die Alternative bei einem modernen, demokratischen und liberalen Rechtsstaat?
      1 1 Melden
    • Danyboy 15.10.2016 21:33
      Highlight Gehört es zu einem modernen, demokratischen und liberalen Rechtsstaat, wortwörtlich um jeden Preis einen Suizid zu verhindern? Ich glaube nein. Man kann Vorsichtsmassnahmen treffen (Zellenmöblierung etc), aber warum muss man für einen sehr wahrscheinlichen Mörder mehr Geld ausgeben zur Suizidprävention als bei einem Depressionserkrankten...?
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  • Wurst 14.10.2016 19:11
    Highlight ...zumal die Frage offen bleibt ob die Kosten zusätlich entstanden sind oder der Anteil der sowieso bestehenden Kosten einfach für ihn berechnet wurden. Vom Zivildiensteinsatz in einem Untersuchungsknast weiss ich das diese überwachungsmassnahme jederzeit umgesetzt werden können muss, die resourcen also sowieso da sind...
    27 12 Melden
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  • Madison Pierce 14.10.2016 18:33
    Highlight Man fragt sich schon, ob sich der Aufwand lohnt. Natürlich hat der Staat ein Interesse, den Täter seiner Strafe zuzuführen. Aber ich zweifle, ob man einen grenzenlosen Aufwand treiben soll, zumal das Geld an anderen Orten knapp ist.
    49 35 Melden
    • Django Ryffel 14.10.2016 19:06
      Highlight Jap sehe ich auch so, bei Sachen der KESB heisst es, dass das Günstigste genügen muss, aber hier klotzt man 50k pro Monat hin, hmm...
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    • Darkside 14.10.2016 19:28
      Highlight Es geht weniger um den Staat. Es geht um die Angehörigen der Opfer, dass sie Gerechtigkeit erfahren. In unserem System gibts keine Todesstrafe, wenn es sie gäbe müsste ich Dir recht geben, warum den Täter noch lange durchfüttern. Hier ist nunmal eine lange Gefängnisstrafe mit eventueller Verwahrung das härteste Urteil. Und das soll der Täter dann auch erleiden ohne sich mit einem billigen Suizid davon erlösen zu können. Bin auch kein Freund dieser "Auge für Auge" Rache Mentalität, aber irgendwo kann ich es aus Sicht der Opferfamilien durchaus verstehen.
      26 9 Melden
    • MichaelTs 14.10.2016 20:29
      Highlight Die Alternative ist halt, was gerade eben erst in Sachsen passiert ist. Lieber einmal zu viel als zuwenig überwachen, meine ich.
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  • anai 14.10.2016 17:56
    Highlight das geld hätte man besser investieren können..
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    • maxi 14.10.2016 18:54
      Highlight belohnung erhöhen?
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