Schweiz

Thayngen SH: Ausbrecher nach elf Jahren in Freiheit verhaftet

17.05.16, 14:07

In Thayngen SH trafen Polizisten einen alten Bekannten. Bild: KEYSTONE

Ein Syrer ist im August 2005 von einem bewilligten Freigang nicht mehr in die Justizvollzugsanstalt Lenzburg AG zurückgekehrt. Jetzt, elf Jahre danach, muss er dorthin zurück. Der 38-Jährige wurde am Freitag von Grenzwächtern in Thayngen SH kontrolliert und verhaftet.

Der in Deutschland unter einer falschen Identität wohnhafte Mann wollte in die Schweiz einreisen. Die Überprüfung seiner Fingerabdrücke ergab, dass der Mann in der Schweiz zur Verhaftung ausgeschrieben ist.

Der Syrer wurde im April 2004 wegen Betäubungsmittelhandels zu vier Jahren Haft verurteilt. Nachdem er davon rund ein Jahr abgesessen hatte und danach elf Jahre auf Freigang war, muss er nun den Rest der Freiheitsstrafe in Lenzburg verbüssen, wie die Grenzwachtregion II am Dienstag mitteilte.

(sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2Alle Kommentare anzeigen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Flunderchen 17.05.2016 17:26
    Highlight Schon blöd, wenn man über einen bewachten Grenzübergang geht, noch dümmer seine Flucht, hat sich sicher ein neues Leben aufgebaut und kann jetzt wieder 4 Jahre in den Knast und wieder neu anfangen. Selber Schuld.
    1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 17.05.2016 14:42
    Highlight 11 Jahre Freigang ist nicht schlecht. Nun fehlt dem Herrn nur noch eine romantisch veranlagte Wärterin, dann klappt es ev auch mit einem unbewilligten Freigang a la Kiko.
    12 2 Melden

«Ein Fehler im System» – Mohamed Wa Baile und sein Kampf gegen das «Racial Profiling»

Jung + schwarz = verdächtig. Gegen dieses Vorurteil kämpft Mohamed Wa Baile. Er will dem «Racial Profiling» von Polizisten ein Ende setzen. Und geht dafür bis vor Bundesgericht.   

Sein Fall sorgte für Aufsehen. Der 43-jährige Schweiz-Kenianer Mohamed Wa Baile wurde am 5. Februar 2015 am Zürcher Hauptbahnhof von zwei Stadtpolizisten kontrolliert. Wa Baile liess sich widerstandslos kontrollieren, weigerte sich aber, seinen Ausweis zu zeigen, weil er sich diskriminiert fühlte. Dafür kassierte der 43-Jährige eine Busse von 150 Franken, wegen Nichtbefolgens polizeilicher Anordnungen. 

Wa Baile war mit dem Strafbefehl nicht einverstanden und verlangte eine gerichtliche …

Artikel lesen