Schweiz

«Es geht ihm gut, er ist einfach müde» – Cassis zu den Gerüchten um Schneider-Ammanns Gesundheit

Gerüchte um die Gesundheit von Johann Schneider-Ammann machen die Runde. Ist der Bundespräsident erschöpft? Muss gar mit seinem Rücktritt gerechnet werden? FDP-Fraktionspräsident Ignazio Cassis verneint.

Publiziert: 17.09.16, 13:35 Aktualisiert: 17.09.16, 13:49

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann gehe es gut, aber er sei «tatsächlich müde». So schätzt FDP-Fraktionspräsident Ignazio Cassis Schneider-Ammanns Gesundheitszustand ein, der derzeit für Spekulationen sorgt.

Das Bundespräsidium sei kein leichter Job, sagte der Tessiner Nationalrat und Fraktionspräsident Ignazio Cassis in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Zudem habe Schneider-Ammann in den vergangenen Jahren viel reisen müssen und zu Beginn des Sommers einen Unfall mit Rippenbruch erlitten.

«Er ist tatsächlich müde», sagte Cassis. In seinen letzten Auftritten im Parlament habe er aber den Eindruck erweckt, voller Kraft zu sein. «Ich glaube, es geht ihm wirklich gut – er ist einfach müde wie jeder Mensch müde ist, wenn man zu viel macht.»

Ignazio Cassis mit Petra Gössi und Doris Fiala im Nationalratssaal. Bild: KEYSTONE

These vom frühzeitigen Rücktritt

Der Gesundheitszustand des 64-jährigen freisinnigen Bundespräsidenten hat in den vergangenen Tagen zu einigen Spekulationen geführt. Parlamentarier und Medien teilen Cassis' Einschätzung von Schneider-Ammanns kraftvollem Auftritt nicht.

So berichtete etwa die Westschweizer Zeitung «La Liberté» am Mittwoch, der Bundespräsident habe am Vortag im Ständerat extrem müde gewirkt und Aussetzer gehabt. Der «Blick» fragte am Samstag, ob er «einfach müde oder amtsmüde» sei und zitierte besorgte Parlamentarier.

Diese denken auch laut über einen frühzeitigen Rücktritt des bis 2019 gewählten Wirtschaftsministers nach. Er könnte bereits 2017 – nach Ende seines Präsidialjahrs – aufhören, so die These.

Schneider-Ammann trifft sich am Montag in Zürich mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Beim Treffen dürfte es unter anderem um die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative gehen. (dwi/sda)

Schneider-Ammanns Vorgänger: Das waren die Bundespräsidenten der letzten 20 Jahre

Meistgelesen

1

Schlecht gelaunt und im Pendlerstress? Diese Zug-Durchsagen bringen …

2

Clinton erringt Punktsieg gegen Trump: Die 16 wichtigsten Fragen und …

3

So schützt du deine Privatsphäre vor dem Geheimdienst

4

«Donald, ich weiss, dass Sie in Ihrer eigenen Realität leben» – …

5

Zum Glück spielt Basel in der Bundesliga: Die Super League ist die …

Meistkommentiert

1

Nassim Ben Khalifa trainiert beim FC Lausanne +++ Gladbach verlängert …

2

Krankenkassenprämien steigen 2017 im Schnitt um 4,5 Prozent

3

NDG angenommen – 4 Dinge, die sich jetzt ändern und die man wissen …

4

Balthasar Glättli nach dem Ja zum NDG: «Sogar Parlamentarier haben …

5

Die besten Sportlerpics auf Social Media: Happy Birthday, Granit …

Meistgeteilt

1

Roman Josi, Superstar! Jetzt wartet auf den Dauerbrenner die …

2

Schlittschuhtor in der Overtime bringt Team Europa ins …

3

Nach dem Ja zum Hockey-Tempel werden die ZSC Lions zum FC Basel des …

4

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die Kontrolleure des NDB ihre …

5

Wandern in Island: Atemberaubend schön und überraschend einfach zu …

4 Kommentare anzeigen
4
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • paulyD 17.09.2016 15:40
    Highlight Er soll abtreten.
    5 5 Melden
    600
  • Luca Brasi 17.09.2016 14:10
    Highlight Die Gesundheitsdebatte in den USA schwabt anscheinend nun auch nach Europa. Bei der Schweiz mit 7 Bundesräten gar nicht mal eine abwegige Frage. V.a. hatte ich das Gefühl, dass Bundesräte früher eher bereit waren den Stuhl zu räumen.
    9 1 Melden
    • Violeta 17.09.2016 17:37
      Highlight Es schwabt sich ennet dem Bodensee oder so im Fall: hier eher um schwappen.
      3 0 Melden
    • Luca Brasi 17.09.2016 19:07
      Highlight Hoppla!😅 Besten Dank.
      1 0 Melden
    600

DSI-«Arena»: Ein alter Berner Secondo sagt, wie's ist – und Guts und Amstutz' Abend ist gelaufen

Die zweite «Arena» zur Durchsetzungs-Initiative drohte zu einer nervigen Paragrafenreiterei zu werden. Dann hatte der Star des Abends seinen Auftritt. 

Die Abstimmung über die Durchsetzungs-Initiative findet eine Woche zu spät statt und sollte auf den morgigen Sonntag vorverschoben werden. 

Das ist der vorrangigste Erkenntnisgewinn für den geneigten Zuschauer der gestrigen zweiten «Arena» zur Durchsetzungs-Initiative. Denn weder «Weltwoche»-Vizechef Philipp Gut noch SVP-Nationalrat Adrian Amstutz noch SP-Ständerat Daniel Jositsch noch watson-Mitarbeiter David Kohler alias Knackeboul konnten mit irgendeinem in den letzten Wochen noch …

Artikel lesen