Schweiz

Tessiner FDP setzt auf Einerkandidatur für Burkhalter-Nachfolge

30.06.17, 12:30

Die FDP des Kantons Tessin will nur eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrat Didier Burkhalter vorschlagen. Interessierte können sich bis zum 10. Juli melden. Am 1. August will die Kantonalpartei ihr Einerticket präsentieren.

Wenn das Tessin zwei Kandidaturen einreichen würde, «weiss man nicht, welche Priorität hätte», sagte Bixio Caprara, Präsident der Tessiner FDP, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «Das wäre strategisch falsch» – zumal ein schweizerisches Zweierticket mit einem/einer Romand/e und einem/einer Tessiner/in wahrscheinlich sei.

Namen wollte Caprara noch nicht nennen. Die Tessiner Sektion wolle aber eine Kandidatur präsentieren, welche die besten Wahlchancen habe. Das sei aber nicht notwendigerweise «der oder die absolut Beste».

Umfrage

Wer soll Didier Burkhalter ersetzen?

  • Abstimmen

1,886 Votes zu: Wer soll Didier Burkhalter ersetzen?

  • 31%Ignazio Cassis
  • 5%Isabelle Moret
  • 1%Christan Lüscher
  • 4%Pierre Maudet
  • 2%Jacqueline de Quattro
  • 1%Raphaël Comte
  • 7%Andrea Caroni
  • 19%Karin Keller-Sutter
  • 5%Fulvio Pelli
  • 15%Hauptsache ein Tessiner
  • 2%Hauptsache ein Welscher
  • 7%Hauptsache ein Deutschschweizer

Gefragt sind Personen mit einer «soliden» politischen Erfahrung – im Idealfall Bundespolitiker –, die fähig sind, parteiintern und -extern zu mobilisieren. Zudem sollten sie hartnäckig ihre Projekte und Ziele verfolgen können. So steht es in einer Mitteilung der FDP Tessin vom Donnerstag, über welche das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS berichtet hat.

Spannung bis zum 20. September

Als Kronfavorit gilt bislang aber der Tessiner Nationalrat und FDP-Fraktionspräsident Ignazio Cassis. Er hat Interesse bekundet, aber offen gelassen, ob er kandidiert. Auch die ehemalige Tessiner Nationalrätin und Regierungsrätin Laura Sadis interessiert sich für das Amt. Vor rund einer Woche abgesagt hat dagegen der Tessiner FDP-Ständerat Fabio Abate. Die Aufgabe interessiere ihn nicht, erklärte er der SDA.

Die FDP-Kantonalparteien, die FDP-Frauen und die Jungfreisinnigen haben bis am 11. August Zeit, Kandidierende vorzuschlagen. Danach wird der Vorstand die Kandidaturen analysieren und der Fraktion die Ergebnisse mitteilen. Die Auswahl für das Bundesratsticket ist für den 1. September angesetzt. Die Bundesratswahl findet voraussichtlich am 20. September statt. (sda)

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