Schweiz

Schweizer Raser in Deutschland mit 1250 Euro bestraft – hier müsste er dafür in den Knast 

Publiziert: 25.02.16, 13:16 Aktualisiert: 25.02.16, 13:34

Ein 64-jähriger Schweizer Autofahrer ist mit seinem Porsche unweit der Schweizer Landesgrenze durch die deutsche Provinz gebrettert. Im Visier einer Videostreife der deutschen Polizei raste er mit mehr als 140 km/h auf einer Umfahrung – erlaubt sind dort nur 70 km/h. Der Schweizer musste eine Sicherheitsleistung in der Höhe von 1250 Euro bezahlen.

«Sicherlich hätte er sich ein solches Verhalten auf Strassen in der Schweiz nicht zugetraut, da ihm bekannt ist, dass dabei ganz andere Konsequenzen als hier in Deutschland gedroht hätten», schreibt die deutsche Polizei. In der Tat: Gemäss der Schweizer Raser-Strafnorm wäre der Mann mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu vier Jahren bestraft worden. Und das Auto wäre wohl beschlagnahmt worden. 

«Sicherlich hätte er sich ein solches Verhalten auf Strassen in der Schweiz nicht zugetraut, da ihm bekannt ist, dass dabei ganz andere Konsequenzen als hier in Deutschland gedroht hätten.»

Deutsche Polizei

Der Autolenker überholte am Mittwochnachmittag zunächst ein vor ihm fahrendes Auto. Danach drückte er kräftig aufs Gaspedal: Bei der Ortsumfahrung von Schallbach im Landkreis Lörrach fuhr er trotz einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 140 km/h. Das teilte das Polizeipräsidium Freiburg am Donnerstag mit.

Nach Aufhebung der Tempobegrenzung beschleunigte der Lenker des Autos mit 608 PS erneut – auf mehr als 170 km/h. Eine Auswertung der Videoaufzeichnung der Polizei ergab nach Abzug des Toleranzwertes eine Überschreitung von 76 km/h. Die Polizei hielt den 64-jährigen Raser an. Dieser musste eine Sicherheitsleistung in der Höhe von 1250 Euro bezahlen. «In Anbetracht des Kaufpreises für solch ein Auto dürfte dies für den Fahrer jedoch keine besonders schmerzhafte Ahndung darstellen», schreibt die Freiburger Polizei in ihrer Pressemeldung. (whr/sda)

Wenn die Jugend gegen Raserei aufruft, dann kommt die Botschaft garantiert an

Das könnte dich auch interessieren:

Ich verstehe diese Swiss-Werbung nicht. Und ihr?

«Das traurigste Foto, das ich je geschossen habe» – altes Ehepaar muss sich nach 62 Jahren trennen

Was trägt sie drunter? Eine Fotografin gibt die ultimative Antwort

Schweizer Grenze ist, wo Kinder auf dem Boden schlafen – weh dir, Helvetia!

Held des Tages! Wie dieser Zürcher Polizist dem kleinen Levi Max den ersten Chindsgi-Tag rettete

Wenn Tiere andere Tiere adoptieren: Die Katze und ihr Baby-Äffchen

Alle Artikel anzeigen

Meistgelesen

1

Armeesprecher: Vermisste F/A-18 gefunden – Pilot noch nicht entdeckt

2

Das sind die letzten SMS, die wir unseren Ex-Partnern geschickt haben

3

«Wer im Jahr 2015 Pornos schaut, muss wissen, dass seine …

4

Vierjähriger von acht Meter hoher Brücke in Fluss geworfen – …

5

Neue, fiese Mieter-Falle – «das ist an Dreistigkeit fast nicht zu …

Meistkommentiert

1

Es hat genug Platz in der Verfassung: 9 islamische Dinge, die wir auch …

2

Transfer-Schlussspurt: Springt Lichtsteiner zu Inter ab +++ Der …

3

Die Schweiz wird immer unbeliebter bei den Expats

4

Samsung sponsert Halle für Schweizer Freikirche ICF

5

Das Burkaverbot spaltet die Schweiz

Meistgeteilt

1

Am 7. September präsentiert Apple die neuen iPhones

2

«Bappi, i wott no go baade!» – klein Stucki wird in Estavayer der …

3

Mini-Hamster bricht seinen Arm und erhält natürlich einen ... …

4

SCB-Meistertrainer Lars Leuenberger: «Ich würde auch einen NLB-Klub …

5

Liebe Kafi. Unter welchen Umständen würdest du einen Burkini tragen? 

12 Kommentare anzeigen
12
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • malu 64 26.02.2016 03:33
    Highlight Den Wagen beschlagnahmen pressen und
    dem Besitzer vor die Haustüre stellen, dazu noch eine Packung Nastücher, um die Tränen zu trocknen.
    3 1 Melden
    600
  • Sugarbaby 25.02.2016 18:06
    Highlight 1250.-Euro !!! zum Teufel mit ihm.
    5 1 Melden
    600
  • kurt3 25.02.2016 17:15
    Highlight Die Schweizer hassen das Ausland ,aber gehen trotzdem hin . Alles ist billiger auch die Bussen .
    12 2 Melden
    600
  • Plöder 25.02.2016 16:25
    Highlight Ausschaffen diesen Rentner! ;-)
    17 3 Melden
    600
  • malu 64 25.02.2016 16:22
    Highlight In Deutschland gilt das Auto als
    Grundrecht. Die paar Toten, die es durch zu schnelles Fahren und
    den fehlenden Sicherheitsabstand
    gibt, gehören zur deutschen gib
    Gas ich will Spass Gesellschaft.
    Deshalb sind die Strafen auch lächerlich.
    8 8 Melden
    600
  • Trader 25.02.2016 16:07
    Highlight Wenn einer mit 140kmh auf einer Umfahrung, wo 70kmh erlaubt ist, fährt - ist er für mich ein Krimineller.
    19 4 Melden
    • Grufti 25.02.2016 20:48
      Highlight Für die Schweizer Justiz auch. Für die deutsche Justiz leider nicht.
      4 1 Melden
    600
  • evo_enthusiast 25.02.2016 14:59
    Highlight Max. 1-3 Jahren Freiheitsstrafe und nicht 4 ;)
    3 7 Melden
    600
  • Grufti 25.02.2016 14:42
    Highlight ein rasender alter Sack. Auch das gibt es.
    13 3 Melden
    • Sille 25.02.2016 17:27
      Highlight :-) auch Sie werden einmal ein alter Sack.. ob rasend.. sei dahingstellt :-D
      6 1 Melden
    • Grufti 25.02.2016 20:48
      Highlight @Sille: Ich bin schon ein alter Sack. Nein rasen tue ich nicht. Ich mähe nicht mal den Rasen.
      4 0 Melden
    • Sille 25.02.2016 21:10
      Highlight Grufti... alter Sack ist interpretationssache grins... schade dann können Sie nicht mal für zu schnelles Rasenmähen gebüsst werden ;-)
      3 0 Melden
    600

«Hafturlaube sind zwingend» – Psychiater Knecht erklärt, warum der «Hönggerberg-Mörder» in Zürich herumläuft

Es ist einer der unbegreiflichsten Mordfälle der Schweiz: 2007 erschoss der damals 23-jährige Luis W. eine junge Frau an der Bushaltestelle Hönggerberg. Ohne Grund. Nun wurde dem Straftäter Hafturlaub gewährt. Warum, und ob Luis W. therapierbar ist, erklärt Thomas Knecht im Interview.

Der «Hönggerberg-Mörder» Luis W. erschoss 2007 eine 16-Jährige. Brutal und ohne Grund. Trotzdem hat er jetzt Hafturlaub bekommen. Warum?Thomas Knecht*: Hafturlaube sind zwingend. Es gehört zur Philosophie unseres Justizsystems, möglichst wenig Menschenleben zu verlieren.

>>> Wer entscheidet über die Gewähr von Hafturlaub? Und wie? Fünf Fragen und Antworten.

Das müssen Sie erklären.Würde man Insassen bis zum Ende der Strafe hinter Gitter behalten, würden sie sich von der Realität …

Artikel lesen