Schweiz

Italien ist überfordert: Flüchtlinge in Como warten auf die Essensausgabe. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Amnesty wirft Italien Misshandlung von Migranten vor – jetzt soll die Schweiz handeln

Publiziert: 03.11.16, 03:44 Aktualisiert: 03.11.16, 06:09

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International legt der italienischen Polizei schwere Misshandlungen von Flüchtlingen zur Last. Sicherheitskräfte hätten Migranten mit Schlägen und Elektroschockgeräten zur Abgabe von Fingerabdrücken gezwungen.

Die Misshandlungen «liefen in einigen Fällen auf Folter hinaus», heisst es in einer Untersuchung, die Amnesty am Donnerstag vorlegte. Schläge, Elektroschocks sowie sexuelle Erniedrigung gehörten dabei zu den dokumentierten Fällen, schrieb die Organisation.

Mit diesen Mitteln wolle Italien die strengen EU-Richtlinien zur Registrierung von neu ankommenden Migranten umsetzen. Zudem warf Amnesty den italienischen Behörden auch unerlaubte Abschiebungen von Migranten vor. Der Bericht basiert auf Befragung von 170 Migranten.

«An die Grenze des Legalen getrieben»

Unter anderem sollen Flüchtlinge in den Hotspots in Haftzellen gesperrt worden sein, wenn sie ihre Fingerabdrücke nicht abgeben wollten. Die Fingerabdrücke werden gespeichert, um sicherzustellen, dass die Flüchtlinge nicht in einem anderen EU-Land Asyl beantragen. Manche Flüchtlinge wehren sich deshalb dagegen, den Fingerabdruck abzugeben.

Nicht alle wollen ihre Fingerabdrücke abgeben: Flüchtlinge bei der Ankunft in Palermo.  Bild: EPA/ANSA

«Die EU-Chefs haben die italienischen Behörden an die Grenzen des Legalen – und darüber hinaus – getrieben», kritisierte der Amnesty-Italienexperte Matteo de Bellis. «Als Konsequenz werden die traumatisierten Menschen fehlerhaften Verfahren und in einigen Fällen abstossenden Misshandlungen durch die Polizei ausgesetzt.»

Elektroschock eingesetzt

Insgesamt dokumentierte Amnesty im Zuge der Untersuchung 24 Fälle von Misshandlungen. In 16 davon habe die Polizei Flüchtlinge geschlagen. In mehreren Fällen sei auch ein Elektroschockgerät zum Einsatz gekommen, in einem Fall gegen einen 16-jährigen Sudanesen. Ein 27-Jähriger habe berichtet, er habe sich ausziehen müssen und sei an den Genitalien gequält worden.

Amnesty könne nicht jedes Detail der Berichte auf Echtheit überprüfen, betonte de Bellis. «Wir können aber mit Gewissheit sagen, dass es ein Problem mit dem übermässigen Einsatz von Gewalt durch die Polizei gibt.»

Migranten vor einer überfüllten Flüchtlingsunterkunft in Mailand: Bis zu 500 Personen sollen hier leben.  Bild: Luca Bruno/AP/KEYSTONE

Appell an die Schweiz

Amnesty fordert insbesondere von der Schweiz Solidarität: Aufgrund der hohen Anzahl an Flüchtlingen und Migrantinnen, die in Italien ankommen, müsse sie selbst mehr Asylverfahren durchführen und ihre Dublin-Überstellungen reduzieren.

Denn fast die Hälfte aller Rückführungen nach Italien kommen aus der Schweiz: Von den 2436 Personen, die im vergangenen Jahr nach Italien überstellt wurden, stammten demnach 1196 aus der Schweiz.

Seit Anfang des Jahres wurden den italienischen Behörden zufolge bereits mehr als 153'000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht – so viele wie im gesamten Vorjahr. Im Rekordjahr 2014 lag die Gesamtzahl bei 170'000 Flüchtlingen. Nach UNO-Angaben kamen seit Jahresbeginn mehr als 3700 Menschen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben. (sda/afp/dpa)

Welche Rolle spielt die Schweiz? Mehr dazu hier: 

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  • Angelo C. 03.11.2016 13:48
    Highlight Es ist nicht einsehbar, wieso die Schweiz plötzlich wieder mehr Flüchtlinge aufnehmen sollte, nur um einen fehlenden EU-internen Verteilschlüssel und die damit im Zusammenhang stehende mangelhafte Solidarität zu kompensieren 🙄!

    Entweder bleibt es beim Schengen/Dublin-Abkommen und den bilateralen Verträgen, oder man ändert diese...

    Abgesehen davon, hat man nicht selten das Gefühl, dass AI-Stellen massiv übertreiben, um ihrer Klientel zu besseren Konditionen zu verhelfen.

    Bleibt so oder so aber erst mal abzuwarten, wie sich Italien offiziell zu derart gravierenden Vorwürfen äussern wird 🤔!
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  • Olaf! 03.11.2016 09:18
    Highlight Folter geht natürlich nicht, aber festhalten bis ein Fingerabdruck abgegeben wurde, wieso nicht? Wenn ich mich nicht ausweisen kann, werde ich auch auf die Polizeiwache mitgenommen. Es gibt Verträge welche die Italiener zur Aufnahme dieser Abdrücke verpflichtet. Im Rahmen der Terrorprävention ist es sicher auch nicht das blödeste, wenn die Migranten wenigstens Ansatzweise identifizieren kann.
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  • FrancoL 03.11.2016 09:14
    Highlight Die Polizeigewalt ist wie in ALLEN Ländern sehr unterschiedlich ausformuliert und wie bei allen Beamten haben wir das erkennbare Gefälle zwischen "guten" und "einfältigen" Beamten.
    Das Hauptproblem liegt in der Tatsache dass Italien an der Aussengrenze liegt, für viele Flüchtlinge der erste und manchmal auch der einfachste Anlaufpunkt darstellt, die Flüchtlinge ABER NICHT IT als Flüchtlingsland "haben" wollen. So versuchen sie sich um eine Registrierung zu drücken, was der Polizei die ohnehin nicht einfache Arbeit zusätzlich erschwert. Lösung: Kontingente für alle EU Staaten.
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  • Lowend 03.11.2016 08:34
    Highlight Das üble Verhalten der Italiener, dass durch die üble Politik von BR Maurer und seines Grenzwachkorps erst möglich wurde, scheint ein Steilpass für alle rechtsnationalen Hassmenschen zu sein, ihr tägliches Touret-Geschrei gegen das Fremde auf uns niederprasseln zu lassen.
    Da scheint BR Maurer für die seinen ein echtes politisches Perpetuum Mobile auf dem Rücken dieser Verfolgten gefunden zu haben?
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    • roterriese 03.11.2016 15:03
      Highlight Hauptsache gegen die SVP hetzen :)
      14 1 Melden
    • Stipps 03.11.2016 17:54
      Highlight Danke Gutmenschin Lowend für deinen Beitrag. In China fällt ein Sack Reis um, der die grasenden Einhörnern erschreckt.
      11 1 Melden
    • Lowend 03.11.2016 18:52
      Highlight Meine Verfolger aus der rechten Fankurve überbieten sich ja wieder mal mit ihren trolligen Kommentaren, aber wie wir wissen haben die ausser destruktivem Gelaber nie etwas zur Diskussion beizusteuern.
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    • Stipps 03.11.2016 21:09
      Highlight Ach Lowend, sei doch nicht eingeschnappt :-D Geniesse hier am Meer ein feines bretonisches Käsli für dich.
      3 1 Melden
    • Lowend 03.11.2016 22:11
      Highlight Wer es lustig findet, Namen zu verweiblichen, disqualifiziert sich eh nur als übler Sexist. #Aufschrei
      1 6 Melden
    • Stipps 03.11.2016 22:24
      Highlight #kreisch!
      5 1 Melden
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  • LaPaillade #BringBackHansi 03.11.2016 08:18
    Highlight Und nirgends wird erwähnt, dass die italienischen Behörden ab und zu auch gerne mal froh sind, wenn sie kkeie Fingerabdrücke nehmen müssen, respektive dde Registrierung nicht machen und die Flüchtlinge direkt nach Norden weiterleiten.
    14 0 Melden
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  • Joey Madulaina 03.11.2016 08:05
    Highlight Wieso sie die Fingerabdrücke nicht geben wollen? Weil sie nicht in Italien bleiben wollen. Wieso nicht? Italien ist völlig überfordert, die Flüchtlinge müssen auf der Strasse leben, werden kaum unterstützt. Natürlich will niemand in einem Land bleiben mit solchen Bedingungen. Ausserdem haben viele Familie in anderen Ländern, bei der sie wohnen möchten. Schengen verunmöglicht das. Wir brauchen endlich europäische Verteilquoten! Jedes Land muss seinen Beitrag leisten!
    PS: wir reden hier von MENSCHEN. Überlegt euch das, bevor ihr antwortet oder blitzt...
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    • Pisti 03.11.2016 09:22
      Highlight Die europäische Verteilquote wird niemals klappen. Kein Flüchtling wird freiwillig nach Ungarn, Lettland, Polen etc.. gehen.
      Was wir brauchen ist ein effektiver Grenzschutz. Dazu soll Europa endlich die Schlepperdienste einstellen.
      22 0 Melden
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  • roterriese 03.11.2016 07:36
    Highlight Was sagt eigentlich die SP oder Juso dazu? Refugees welcome?
    30 37 Melden
    • FrancoL 03.11.2016 07:52
      Highlight Etwas einfältige Frage; Die Flüchtlinge flüchten ob mit oder ohne "Einladung", das war im Mittelmeer schon seit Jahrezehnten so.
      24 14 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 03.11.2016 08:15
      Highlight Zu was genau soll die SP etwas sagen?
      Kannst du eigentlich auch etwas anderes als hetzen?
      24 27 Melden
    • demokrit 03.11.2016 08:39
      Highlight Die SP hatte noch nie eine konstruktive Position zur Migrationsproblematik (Flüchtlinge sind es in der Mehrheit auch gemäss den SEM-Zahlen nicht). Ein Grund, warum die Gewerkschafts-Partei von Arbeitnehmern links liegen gelassen wird.
      31 11 Melden
    • herschweizer 03.11.2016 08:52
      Highlight Er sollte zumindest die Würde besitzen zwischen sp und Juso zu differenzieren... zwischen SVP und pnos wird es ja auch gemacht...
      10 24 Melden
    • roterriese 03.11.2016 09:10
      Highlight Da muss man nicht differenzieren. Die Juso ist die Jugendpartei der SP und hat grosses Mitspracherecht. Hingegen ist die Pnos nicht die Jugendpartei der Svp und hat auch nichts mit der Svp zu tun. Bleiben Sie bei den Fakten
      15 1 Melden
    • FrancoL 03.11.2016 09:16
      Highlight @demokrit; Wer hat denn schon eine konstruktive Position zur Migrationspolitik? und bItte nicht einige Kürzel sondern Kurzbeschrieb der Lösung.
      5 6 Melden
    • roterriese 03.11.2016 09:50
      Highlight Scheinbar wurde mein Kommentar nicht veröffentlicht, also noch einmal:
      @Herschweizer, wieso sollte ich zwischen JUSO und SP differenzieren? Die Juso IST die Jugendpartei der SP und hat ein sehr grosses Mitspracherecht bei der Mutterpartei (dank der JUSO steht ja jetzt das mit dem Kapitalismus überwinden im Parteiprogramm der SP). Die SVP und die PNOS sind zwei verschiedene eigenständige Parteien, die absolut gar nichts miteinander zu Tun haben. Sie vergleichen hier zwei absolut unterschiedliche Sachverhalte.
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    • demokrit 03.11.2016 10:01
      Highlight Die Pnos ist nicht die Jungpartei der SVP.
      19 0 Melden
    • demokrit 03.11.2016 12:49
      Highlight FrancoL: Die konstruktive Position steht in unserem Recht, dafür ist es ja auch da. Es gibt schon pragmatischere Parteien.
      2 3 Melden
    • herschweizer 03.11.2016 13:58
      Highlight Sorry hab ich mal gehört bin zu schlecht informiert. Wird ja manchmal viel behauptet
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    • FrancoL 03.11.2016 17:14
      Highlight @demokrit; Du versuchst aber nicht eine rechtliche Grundlage die für den durchschnittlichen Anfall von Flüchtlingen gedacht wurde als eine stützende Lösung für das jetzige Flüchtlingsproblem anzuführen.
      So einfach willst Du es Dir machen, ja dann einen schönen Abend, ohne besondere Vorkommnisse ;-)
      3 0 Melden
    • demokrit 03.11.2016 17:54
      Highlight @FrancoL: "Durchschnittlich"? Die Genfer Flüchtlingskonvention ist doch klar:

      "Flüchtlinge im Sinne der Konvention werden als Personen definiert, die sich aufgrund einer begründeten Furcht vor Verfolgung außerhalb des Staates aufhalten, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, sowie Staatenlose, die sich deshalb außerhalb ihres gewöhnlichen Aufenthaltsstaates befinden."

      http://www.unhcr.ch/mandat/genfer-fluechtlingskonvention.html

      https://de.wikipedia.org/wiki/Abkommen_%C3%BCber_die_Rechtsstellung_der_Fl%C3%BCchtlinge#Inhalt_der_Konvention_von_1951
      3 2 Melden
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  • Töfflifahrer 03.11.2016 07:05
    Highlight Die Zustände sind schlimm, ja! Der italienische Staat versagt, ja! Aber nur weil weder der italienische Staat (sofern es den noch gibt) noch die EU das auf die Reihe kriegen, kann die Schweiz nicht einfach Gesetze und Abkommen ausser Kraft setzen. Es ist auch gar nicht möglich, dass wir die Probleme der gesamten EU lösen.
    Amnesty, ihr solltet auf die EU, die Kommision und die EU Mitglieder Druck ausüben, die können sich ja nicht mal auf einen Schlüssel einigen. Wir sind jedenfalls der falsche Adressat.
    76 10 Melden
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  • Toninio 03.11.2016 06:50
    Highlight Also sie kommen nach Italien, aber wollen sich nicht registrieren lassen? Warum erkundigt sich Amnesty International nicht mal bei den Flüchtlingen, warum sie sich weigern. Anstatt den Italienern die Schuld zugeben, dass sie tausende vor dem ertrinken retten und gezwungen sind diese zu registrieren.
    127 12 Melden
    • Wuschelhäschen 03.11.2016 07:15
      Highlight Das wäre wirklich interessant zu erfahren. Bisher hört man nur Mutmassungen.
      35 4 Melden
    • FrancoL 03.11.2016 07:50
      Highlight Bitte den Artikel genau lesen!
      "Die Fingerabdrücke werden gespeichert, um sicherzustellen, dass die Flüchtlinge nicht in einem anderen EU-Land Asyl beantragen"
      Die Flüchtlinge wollen Italien nur als Transitland benutzen. Wenn sie in IT registriert werden dann müssen sie in IT bleiben.
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    • Joshuuaa 03.11.2016 08:03
      Highlight Wird ein Flüchtling in Italien registriert, wird es ihm verunmöglicht in einem anderen Land Asyl zu beantragen. So sind dir Abkommen. Deshalb möchte einer, der zu seiner Familie nach Deutschland will, seine Fingerabdrücke nicht abgeben. (Umd die kommen über Italien, weil die Kriegs- und Krisengebiete dort unten in Afrika sind)
      18 11 Melden
    • Arden 03.11.2016 08:11
      Highlight Steht im Artikel:
      . Die Fingerabdrücke werden gespeichert, um sicherzustellen, dass die Flüchtlinge nicht in einem anderen EU-Land Asyl beantragen. Manche Flüchtlinge wehren sich deshalb dagegen, den Fingerabdruck abzugeben."
      11 4 Melden
    • ahaok 03.11.2016 09:00
      Highlight Es ist ganz einfach, die Flüchtlinge können nur an dem Ort Asyl beantragen wo sie als erstes registriert wurden, da viele Flüchtlinge weiter in den Norden wollen z.B. nach Deutschland oder England lassen sie sich nur ungern registrieren. Italien hingegen sind die Hände gebunden durch das Dublin Abkommen muss das Land in welchem die Flüchtlinge ankommen diese auch registrieren/aufnehmen. Das Dublin Abkommen ist ein Witz, die Südeuropäischen Länder sind die Verlierer denn es wird kaum einen Flüchtling geben der über die Nordsee nach Europa flüchtet.
      20 3 Melden
    • gnp286 03.11.2016 17:25
      Highlight @Joshuuaa: Für etwas gibt es die Möglichkeit der Faminienzusammenführung im Schengen/Dublin. Ansonsten ist es halt kein Wunschkonzert wo sie hin wollen. Da gilt es sich an die Abkommen zu halten (auch wenn die im Moment nicht gerade supi funktionieren).
      1 0 Melden
    • FrancoL 03.11.2016 17:31
      Highlight @gnp286; Wenn man nicht zu den benachteiligten der Regelung gehört lässt es sich einfach auf dem hohen Ross sitzen.
      0 1 Melden
    • Nevermind 03.11.2016 17:51
      Highlight Die Familienzusammenführung gilt nur für Ehepartner und für Eltern und Kinder.
      Bruder und Schwester = Nein!
      Onkel/Tante und Neffe/Nichte = Nein!
      Grosseltern und Enkelkinder = Nein!

      Das System ist unmenschlich und missachtet tief verwurzelte menschliche Bedürfnisse. Aus diesem Grund kann es nicht funktionieren.
      2 2 Melden
    • Toninio 04.11.2016 08:33
      Highlight Franco wenn ich auf der Flucht bin vor Elend, Krieg und Not bin, kann ich mir den Luxus nicht leisten, noch auszusuchen in welchem Land "das was mehr Zahlt", zu wählen. Australien USA usw. schicken Flüchtlinge konsequent zurück ohne weitere Prüfung, da ist die EU vorallem Italien sehr human, welche die Flüchtinge aus dem Mittelmeer retet, sie aufnimt etc. Ich habe schon verstanden, dass die Flüchtlinge sich deswegen nicht registrieren lassen weil sie weiter ziehen wollen aber dazu haben sie kein RECHT.
      4 1 Melden
    • FrancoL 04.11.2016 09:51
      Highlight @Tonino; Ich ist doch sehr billig das alles am Wunsch der Flüchtlinge fest zu zurren. Italien kann schlichtwegs nicht alle Flüchtlinge aufnehmen, das sollet klar sein. Das wissen die Flüchtlinge auch und wissen dass sie eine grösser Chance haben dem Schlamassel zu entfliehen wenn sie sich nicht registrieren lassen. Es ist nicht nur eine Rechenaufgabe der Flüchtlinge es ist eine logische Konsequenz aus der Tatsache dass ein Land an der Aussengrenze nicht alle aufnehmen kann.
      1 3 Melden
    • FrancoL 04.11.2016 09:54
      Highlight @Tonino: Darum funktioniert dies in Italien ja auch wie üblich ganz pragmatische; da ein wenig Druck damit alle den guten Willen sehen und dort lässt man ungehindert passieren um nicht alle registriert in Italien zu haben im Wissen dass die EU sich mit Kontingenten schwer tut. Der Artikel ist insofern verfälscht weil er nicht ansatzweise berücksichtig dass die Behörden eine "Doppelstrategie" fahren: Rigoroses Durchgreifen manifestieren und Durchwinken dort wo es unauffällig ist.
      1 1 Melden
    • FrancoL 04.11.2016 09:56
      Highlight @Tonino; Es tauchen in Italien Tausende unter, die dann im Laufe der Zeit den Weg in den Norden finden und ich muss sagen ich habe völliges Verständnis für Italien und für die Flüchtlinge die diese Strategie fahren.
      1 0 Melden
    • Toninio 04.11.2016 10:08
      Highlight Franco es ist mir auch klar, dass die Italien nicht alles stemmen kann. Da können auch wir uns an den Ohren packen (siehe Como). Aber die Flüchtlinge haben eine Einstellung, indem sie es für selbstverständlich halten, einfach mal nach Europa zu kommen und sich dort niederlassen zu wollen wo sie möchten. Dafür habe ich kein Verständnis, ich kann ja auch nicht einfach in ein Land gehen ohne Papiere und mich dort nieder lassen.
      2 1 Melden
    • FrancoL 04.11.2016 16:17
      Highlight @Tonino; Soll ich Dir einmal aufzählen wieviele westliche Firmen einfach mal in die Fremde gefahren sind sich dort niedergelassen haben, ihr Geschäft erledigt und den Gewinn außer Landes gebracht haben? Ohne viel zu fragen!
      Oder soll ich Dir erläutern was die Raffinerie Collombey (CH) für die Oilinvest AG alles an Gelder für die Lybische Spitze ausser Landes gebracht hat? Alles legal, nein so ziemlich alles illegal aber schön gedeckt von der CH.
      Ich mag es überhaupt nicht wie sich teilweise die Flüchtlinge benehmen, aber ich mag es noch weniger wenn wir die Scheinheiligen spielen.
      3 1 Melden
    • Wuschelhäschen 04.11.2016 16:59
      Highlight FrancoL das sind zwei absolut unterschiedliche Themen, die nichts miteinander zu tun haben. Du scheinst dies auf der emotionalen Ebene zu diskutieren, so macht eine sachliche Diskussion 0 Sinn.
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    • FrancoL 04.11.2016 17:29
      Highlight @Wuschelhäschen; Wenn Du ein wenig auf dieser Welt unterwegs wärst (mit Deinem Post muss ich annehmen dass Du das nicht bist) würdest Du merken dass diese Flüchtlinge sehr wohl auch etwas von unserem Verhalten im Ausland "gelernt" haben. Das hat eben gar nichts mit emotional zu tun sondern mit dem offen Halten der Augen und auch werten können wie es zu solchen Verhalten kommt. Das Verhalten der Flüchtlinge ist nicht Gott gegeben oder als Gen bei den Flüchtlingen im Erbgut, es ist ein Resultat von dem was sie gesehen und erlebt haben. Verurteilen kann man schnell verstehen wohl eher nicht.
      0 0 Melden
    • FrancoL 04.11.2016 17:34
      Highlight @Wuschelhäschen; Wer diesen Zusammenhang nicht erkennt und nicht verstehen kann dass auch Flüchtlinge ihre Erkenntnisse aus ihrer Umgebung ziehen der kann wohl kaum an einer sachlichen Diskussion teilnehmen. ES ist immer wieder interessant wie man in unseren Breitengraden versucht die Entwicklung der Flüchtlinge in deren Herkunftsländer zu übersehen. Wieso eigentlich? Könnte es sein dass man dann eine Verantwortung mit übernehmen müsste? Wer sich diesen Argumenten versperrt ist NICHT sachlich und nicht die die diese Argument mit einbringen. Vermutlich geht es um Deine persönliche Sachlichkeit.
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  • Wilhelm Dingo 03.11.2016 06:48
    Highlight Warum veröffentlicht AI einen Bericht welcher nur Aussagen von Flüchtlingen enthält? Und ...wenn sie ihre Fingerabdrücke nicht abgeben wollten... dann werden sie halt ein wenig härter angefasst. Das ist in Zürich nicht anders.
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    • Wisegoat 03.11.2016 07:05
      Highlight "Amnesty könne nicht jedes Detail der Berichte auf Echtheit überprüfen".

      Das ist der Anspruch der heutigen Medien an seriösen Journalismus.
      53 10 Melden
    • Fabio74 03.11.2016 07:06
      Highlight Manche haben ein seltsames Bild wie man mit Menschen umgeht, und was das Recht der Staatsgewalt sein soll
      24 44 Melden
    • Wilhelm Dingo 03.11.2016 08:22
      Highlight @Fabio74: Ich sage ja nicht das er alles darf. Die Handlungen müssen sicher immer im Rahmen der demokratisch legitimeirten Gesetze sein. So darf der Staat z.B. jemanden gegen seienen Willen kontrollieren oder ins Gefängnis transportieren. Was darf der Staat aus Deiner Sicht und was nicht?
      25 3 Melden
    • Bruno S. 88 03.11.2016 09:34
      Highlight Es handelt sich hier um Folter...das möchtest du verharmlosen? Wie würdest du als Flüchtling reagieren? Ist schon geil, für die Länder aus Nordeuropa, dass die Flüchtlinge entweder aus dem Süden oder dem Osten kommen und auch gleich dort bleiben müssen. Flüchtlingsproblem gelöst?! Genau bei diesem Problem müsste die EU als Bündniss und Union reagieren und eine GEMEINSAME Lösung durchsetzen aber sie versagen komplett...Schon wieder!
      4 13 Melden
    • roterriese 03.11.2016 10:03
      Highlight Der Staat darf recht viel, auch wenn das Fabio74 nicht gefallen wird. Gemäss EMRK darf der Staat sogar tödliche Gewalt anwenden um jemanden an der Flucht zu hindern.
      12 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 03.11.2016 11:38
      Highlight @Bruno S. 88: jemanden zur Abgabe der Fingerabdrücke zu zwingen ist sicher keine Folter.
      12 2 Melden
    • Bruno S. 88 03.11.2016 12:59
      Highlight @Wilhelm Dingo. Jemand durch Gewaltanwendung (Elektroschocks) zu etwas bestimmtem zu zwingen IST Folter.
      3 10 Melden
    • roterriese 03.11.2016 13:56
      Highlight @Bruno S.88 Nein ist es nicht.
      3 3 Melden
    • Bruno S. 88 03.11.2016 14:33
      Highlight Ich komme mir hier langsam vor wie bei der 20min Kommentarfunktion...
      2 7 Melden
    • roterriese 03.11.2016 14:45
      Highlight Zwangsmassnahmen sind keine Folter.
      4 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 03.11.2016 15:36
      Highlight @Bruno S. 88: Was wären aus Deiner Sicht angemssene Mittel für den Staat um Personen unfreiwillig ins Gefängnis zu transportieren oder seinen Fingerabdruck unfreiwillig zu bekommen?
      5 0 Melden
    • Bruno S. 88 03.11.2016 17:18
      Highlight Es handelt sich hier nicht Verbrecher (!!) sondern um Flüchtlinge die vor Krieg flüchten und eine lebensgefährliche Reise über dem Mittelmeer hinter sich haben! Elektroschocks anwenden wegen der Abgabe von Fingerabdrücken ist mit 100% Sicherheit NICHT VERHÄLTNISSMÄSSIG! Jeder mit gesundem Menschenverstand versteht das! Ihr beide habt es wohl nicht. Insbesondere "roterriese" nicht. Er hat ja auch das Nazikonzert in St.Gallen vehement verteidigt! Also gebt mir weiterhin fleissig eure blitze ab. Ist einfacher als sich in die Lage der Flüchtlinge zu versetzen!
      3 5 Melden
    • roterriese 03.11.2016 18:01
      Highlight Migranten, in Afrika herrscht nicht Krieg
      5 3 Melden
    • gnp286 03.11.2016 18:02
      Highlight @Bruno: Schau, die Polizei wird auch unmittelbaren Zwang gegen Dich ausüben, wenn Du ihren Anweisungen nicht Folge leistest. Das muss auch nicht heissen, dass Du deshalb ein Krimineller bist. Das ist per Definition keine Folter, auch wenn sich hier die Frage nach Verhältnismässigkeit stellt.

      Des weiteren kennen wir die Hintergründe nicht! Vielleicht griff einer körperlich jemanden an und die Situation liess sich nur mittels Taser entschärfen.

      Gleich mit der Nazikeule zu kommen hilft auch niemandem. Aber sich in die Lage versetzen bedeutet auch sich in die Lage der Polizei zu versetzen.
      3 0 Melden
    • Bruno S. 88 03.11.2016 18:34
      Highlight @roterriese
      Ich schenke ihnen ein Flugticket nach Lybien. Interesse?
      @gnp286
      Wenn ich bei den Behörden meine Geburtsurkunde nicht einreichen möchte ist der Einsatz von Elektroschocks gerechtfertigt?! Es soll per Definition kein Folter sein?! Warum hat sich dann Amnesty International zu Wort gemeldet?

      Und übrigens, ich habe niemanden als Nazi bezeichnet.
      3 4 Melden
    • gnp286 03.11.2016 19:17
      Highlight @Bruno: Wenn Sie eine Aufforderung der Polizei nicht folge leisten, kann sogar tödliche Gewalt gerechtfertigt und rechtstaatlich sein. Beispiel: Sie greifen einen Polizisten tätlich an, sie werden in der Folge getasert. Das ist eine rechtstaatliche Handlung. Keine Folter.

      Nochmals: Wir kennen die Umstände und die Aussagen der Grenzwächter nicht. Und DAS ist m.E. das Entscheidende. Im Moment haben wir nur eine einseitige Anklage.

      Betreffend Nazi: Wegen dem Konzert haben Sie's ihm indirekt unterstellt...
      2 0 Melden
    • Bruno S. 88 03.11.2016 20:10
      Highlight @gnp286
      Nein. Es muss verhätlnissmässig sein und eine direkte Gefahr für den Polizisten bestehen! Und das blose Verweigern der Fingerabdruckabgabe stellt (bei weitem) keinen Grund dar, um eine Person mit dem Elektroschocker zu misshandeln! Ja, wir kennen die Umstände nicht. Aber wenn es sich tatsächlich nur um einen Einzelfall handeln würde, wo der Geschädigte nachweislich auch noch Handgreiflich wurde, würde sich Amnesty International kaum einmischen!
      PS: ich habe blos gesagt, dass er das Nazikonzert verharmlost hat. Wo ist hier die indirekte Unterstellung?
      2 0 Melden
    • gnp286 03.11.2016 20:59
      Highlight Wenns sich wirklich so zugetragen hat, bin ich vollkommen Deiner Meinung! Dann ist es sicher nicht verhältnismässig und gehört geahndet.

      Die Alternative ist festhalten, bis die Person sich registrieren lässt. Das passt aber anscheinend auch nicht... Einfach laufen lassen ist meiner Meinung nach keine Option, oder wie siehst Du das? Was ist Dein Vorschlag?
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  • Z&Z 03.11.2016 06:33
    Highlight Flüchtlinge oder Migranten, das ist hier die Frage. Flüchtling = jemandem wird vorübergehend Schutz gewährt, er kehrt nach einer gewissen Zeit wieder zurück, Migrant = hat die Absicht, sich langfristig niederzulassen. Bei diesem Thema habe ich auch bei uns gewaltig Mühe. Was sind denn nun all die Personen, die zu uns kommen? Flüchtlinge oder Migranten? Flüchtlingen soll man helfen, so gut es geht. Diese müssen aber auch nicht "integriert" werden, denn sie gehen ja wieder zurück.
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    • Anam.Cara 03.11.2016 07:30
      Highlight Dann sollten wir wieder sogenannte Internierungslager bauen (wie im 2. Weltkrieg) und die Leute dort zwischenlagern, bis wir sie wieder nach hause schiken können? Schon abeschottet, damit die sorgrngeplachten CH-Einwohner (Bürger und legitime Migranten) nicht mit dem Flüchtlingselend konfrontiert werden und weiterhin heile Welt spielen können?
      Nach jeder Flüchtlingswelle gab es Menschen, die zurück kehrten und jene, die sich hier integriert haben und einen Beitrag an unseren Wohlstand leisten. Und auch ein paar schwarze Schafe. Aber das ist eher die Ausnahme.
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    • lilie 03.11.2016 08:35
      Highlight @Z&Z: Diese Unterscheidung finde ich auch wichtig. Allerdings würde ich die Abgrenzung anders setzen: Flüchtlinge sind Menschen, die in ihren Heimatländern an Leib und Leben bedroht sind.

      Migranten sind hingegen in meinem Verständnis Leute, die sich in einem anderen Land mehr Entfaltungsmöglichkeiten versprechen.

      Ob sie in ihr Land zurückkehren wollen/können/werden oder nicht, ist mE kein Kriterium.
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    • Z&Z 03.11.2016 08:56
      Highlight Bitte, @Anam.Cara seien Sie nicht so empfindlich, es ist nicht notwendig, gleich die Ethik-Keule hervor zu holen, wenn jemand kritische Fragen stellt. So können Themen nicht bearbeitet werden. Niemand redet von Internierungslager, Gott bewahre, ich verabscheue sogar allein schon dieses Wort. Meiner Ansicht nach kann man aber das Thema Flüchtlingswelle, oder wie man es nennen will, nicht korrekt behandeln, wenn man nicht mal die Grundlagen festlegt. Das Ganze ist im Moment ein Chaos und es wird nicht besser, wenn man kritische Themen totschweigt.
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    • Bruno S. 88 03.11.2016 09:37
      Highlight Es geht hier aber um Menschen! Genau deswegen kann und soll die Ethik nicht aussen vor gelassen werden!
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    • Zuagroasta 03.11.2016 09:59
      Highlight Z&Z, du gleich die Antworten auf deine "kritischen" Fragen geliefert hast, musst du dir die "Ethik-Keule" wohl oder übel gefallen lassen.
      Besonders die Antworten sagen ziemlich viel aus.

      Jetzt hab ich mal einen Gegenfrage an dich.
      Du sitzt in einem armen Land, hast keine Arbeit, keine Aussicht auf einen Zukunft und auch nichts zum Essen. Was machst du? Bleibst du sitzen und hungerst oder gehts du dahin wo die Menschen in einem, fast perversen, Überfluss leben?

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    • Anam.Cara 03.11.2016 10:34
      Highlight @Z&Z: Mag sein, dass ich etwas überempfindlich bin...
      Eine stufenweise Integration (z.B. mittels Sprachkurse) finde ich auch dann wichtig, wenn diese Menschen später zurück kehren werden. Immerhin wissen wir nicht, wie lange ihre Herkunfts-Regionen instabil sind.
      Und: ich möchte nicht z.B. 3 Jahre in einem fremden land leben, in dem ich nicht mit Einheimischen in Kontakt treten kann.
      Die Entscheidung über den Asylstatus fällt das SEM aufgrund von Informationen, die mir nicht zur Verfügung stehen. Ich gehe davon aus, dass die Leute dort seriös arbeiten.
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    • Pisti 03.11.2016 12:45
      Highlight Zuagrosta wer tausende Franken für Schlepperdienste ausgeben kann, der hungert sicher nicht Zuhause.
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    • Zuagroasta 03.11.2016 14:09
      Highlight Pisti, woher weisst du, dass es deren persönliches Geld ist?
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    • Z&Z 03.11.2016 17:59
      Highlight @Zuagroasta das ist eine schwierige Frage, die ich sicher nicht so einfach beantworten kann. Ich würde für mein Land einstehen, etwas aufbauen. Nichts Anderes mache ich auch hier in der Schweiz. Ich baue mir eine Existenz auf, mache Weiterbildungen, verbessere mich, damit ich mir mehr leisten kann (Generation Y). Denn auch hier gibt es nichts geschenkt. Natürlich ist das Niveau (mir fällt kein besseres Wort ein) ein Anderes, leugne ich nicht, aber das Prinzip ist das Selbe. Aber ob das dann stimmt, wenn ich in dieser Situation bin... ich weiss es nicht.
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    • Zuagroasta 03.11.2016 20:00
      Highlight @Z&Z: Du hast im gewissen Sinne Recht, nur geniessen wir hier "Hilfestellungen", die es dort nicht gibt. Rechtssicherheit, alle erdenklichen Einrichtungen für Bildung, ein wesentlich höheres Niveau der Absicherung, usw.
      Wir, die wirklich alles haben, müssen lernen ein Stück von unserem Kuchen abzugeben.
      Im Endeffekt würden wir das nicht mal richtig merken, aber für diese Menschen wäre es eine Revolution. Sich hinzustellen und zu sagen, "wollen wir nicht/keine Integration, usw.", ist ziemlich arrogant. Besonders weil die Europäer vor 150 Jahren die "Wirtschaftmigranten" waren. Ist so.
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    • Z&Z 04.11.2016 10:17
      Highlight Deine Argumentation hat Hand und Fuss, ich kann sie nachvollziehen und auch zustimmen. Dennoch würde ich das gerne von einem anderen Blickwinkel anschauen, nämlich vom Emigrierten Land aus. Was bedeutet es für ein Land, wenn es Teile seiner arbeitsfähigen Bevölkerung verliert? Hat das eine Zukunft? Wird dadurch nicht die Abwärtsspirale verstärkt? Mehr Emigranten, noch weniger Wohlstand, Verlust der Möglichkeit nur ansatzweise Grundstrukturen zu erhalten. Ich sehe Gesamthaft (global) einfach nicht, dass das Alles eine Zukunft hat und das verunsichert mich.
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    • Anam.Cara 04.11.2016 13:42
      Highlight @Z&Z:
      Ja, das verunsichert mich auch. Die Geschichtsbücher der Zukunft werden diese Entwicklung vielleicht als "Postindustrielle Völkerwanderung bezeichnen.
      Wir sollten jede Möglichkeit ergreifen, die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern zu verbessern. Aber nicht um den eigenen Profit zu maximieren (wie das leider viel zu oft vorkommt).
      Das ist IMHO der einzige Weg um Wirtschaftsmigration längerfristig einzudämmen.
      Letztlich können wir es drehen wie wir wollen: Auf irgend eine Art werden wir einen Teil unseres Wohlstandes teilen müssen.
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    • Zuagroasta 04.11.2016 17:41
      Highlight @Z&Z: Merci. Der Punkt "etwas von unserem Kuchen abgeben" ist genau das, was du ausgeführt hast. Es ist immer eine Kettenreaktion.
      Ein Beispiel, über das ich neulich erst gestolpert bin. Guinea, ein Land sehr reich an Aluminiumerzen. Eine westl. Firma bekam durch Bestechung der Regierung die Rechte zum Schürfen und hätte im Gegenzug den ganzen Gewinn des Abbaus bzw. Verkaufs bekommen.
      Das dann die schon arme Bevölkerung weiterhin arm bleibt ist leider logisch.
      Und auch der brain drain ist ein Folge diesen Verhaltens, von dem wir hier mehr oder weniger profitieren.
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  • Bear.88 03.11.2016 06:31
    Highlight Meine Wurzeln liegen in Kalabrien. Die Missstände welche dort mit und gegenüber den Flüchtlingen herrschen sind unglaublich. Die Bevölkerung ist arm, die Mafia nutzt die Situation aus und versklavt die Flüchtlinge praktisch. Leider ist Italien als Staat gefallen und die jungen in meinem Alter zwischen 18 - 30 haben eine völlig falsche Einstellung. Alles wird akzeptiert. Keine Kämpfer mehr. Dem Staat wird die Schuld an allem gegeben und keinen reisst sich mehr den Arsch auf. Mich schmerzt diese Ignoranz, diese Einstellung und diese selbst auferlegte Hoffnungslosigkeit...
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    • Fumo 03.11.2016 08:03
      Highlight "Leider ist Italien als Staat gefallen und die jungen in meinem Alter zwischen 18 - 30 haben eine völlig falsche Einstellung. Alles wird akzeptiert. Keine Kämpfer mehr."

      Das ist Italien seit fast 160 Jahren, wenn nicht schon länger.
      Ein opportunistisches Volk der zu allem Ja sagt nur um selbst keine Verantwortung tragen zu müssen. Unser Volk hat sich noch nie den Arsch aufgerissen oder um irgendwas gekämpft.
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  • roterriese 03.11.2016 06:30
    Highlight "Amnesty fordert insbesondere von der Schweiz Solidarität: Aufgrund der hohen Anzahl an Flüchtlingen und Migrantinnen, die in Italien ankommen, müsse sie selbst mehr Asylverfahren durchführen und ihre Dublin-Überstellungen reduzieren."

    Nein, das Schengen/Dublin abkommen ist einzuhalten, es pochen ja auch sonst immer alle darauf, dass wir die Staatsverträge einhalten.
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    • Fabio74 03.11.2016 07:07
      Highlight Lassen wir Italien allein. Solidaritöt à la SVP. Falsch und verlogen wie immer
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    • roterriese 03.11.2016 07:39
      Highlight Tja die EU will die Personenfreizügigkeit ja auch nicht verhandeln. Verträge sind eben einzuhalten.
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    • Bruno S. 88 03.11.2016 09:41
      Highlight Warum ist die Schweiz für Italien verantwortlich? Wegen der geografischen Nähe? Italien ist ein Land der EU. Und die EU muss sich für Italien einsetzen. Wenn es ums wirtschaftliche geht, mischt sich die EU ja auch sehr gerne ein!
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  • M@tt Di11on 03.11.2016 06:20
    Highlight Warum geht Italien diese Migranten vor der Küste Lybiens auflesen und nach Italien importieren, wenn sie schon überfordert sind?
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    • Anam.Cara 03.11.2016 07:17
      Highlight Weil die Menschlichkeit gebietet, dass man andere Menschen nicht im Meer ertrinken lässt?

      Sorry Leute, ich verstehe nicht, wie so ein Kommentar zu "Herzli" kommt.
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    • Bear.88 03.11.2016 07:28
      Highlight Weil diese Menschen bei der Überfahrt sonst mit grosser Wahrscheinlichkeit ertrinken würden. Es geht um Menschenleben, welche man retten will. Egal ob Flüchtling, Migrant oder was auch immer, ein Leben bleibt ein Leben und wenn es Gefahr läuft, muss man es Retten.
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  • Wisegoat 03.11.2016 05:54
    Highlight Dass Amnesty längst nur noch zur subjektiven Klientelpolitik zwecks Spendengeldern fähig ist, ist schade.
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    • herschweizer 03.11.2016 06:49
      Highlight Meinst du jetzt echt sie kommen dich holen nur weil es eine amerikanische ngo ist? Ich spende dort auch regelmässig um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen.
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  • gnp286 03.11.2016 05:28
    Highlight Gewalt gegen diese Menschen kann ich ja nicht gutheissen, aber warum geben die Leute die Fingerabdrücke nicht? Die Alternative zu Fingerabdrücke geben wäre ja eigentlich festgehalten zu werden bis das passiert, oder?
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    • roterriese 03.11.2016 06:27
      Highlight Wenn sie die Fingerabdrücke geben, sind sie registriert. Schengen/Dublin besagt, dass dann Italien für sie zuständig ist. Da es sich bei diesen Menschen aber zum grössten Teil um Wirtschaftsmigranten und nicht Flüchtlinge nach der Genfer Konvention, passt ihnen das eben nicht. Die wollen lieber nach Deutschland.
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    • Knut Atteslander 03.11.2016 06:47
      Highlight Diese Leute haben nichts getan, warum sollten sie Ihre Fingerabdrücke den Bullen geben?
      Wieso sollte man sie festhalten?
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    • gnp286 03.11.2016 07:06
      Highlight @Knut: Klar haben sie nichts getan. Im Schengen/Dublin wird es jedoch mit Fingerabdrücken gehandhabt. Du hast Dich auch auszuweisen und die Polizei darf Dich im Zweifelsfall auch festhalten bis Deine Identität feststeht.

      Es ist ja nicht so, dass den Menschen etwas angetan oder ihnen etwas verwehrt wird wenn sie ihre Fingerabdrücke geben. Drum: Warum tun sies nicht einfach? Nur ein pubertierendes 'Bullen sind doof' lasse ich als Antwort nicht gelten.
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    • Anam.Cara 03.11.2016 07:23
      Highlight @roterriese: Pauschalisierungen wie "zum grössten Teil Wirtschaftsmigranten" sind genau das, was Europa zu diesem Thema braucht. Dieser Satz ist ausfürlich recherchiert, statistisch belegt und löst das Problem in Italien ein für alle Mal.
      /ironie off
      Auch schon mal daran gedacht, dass ein "echter" Flüchtling zuhause durch Staatsgewalt traumatisiert wurde und deshalb seine Fingerabdrücke verweigert?
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    • HotShot 03.11.2016 07:24
      Highlight Kunt? Hallo?
      Du als Schweizer hast auch deine Fingerabdrücke geben müssen beim erstellen des Passes!
      Und es ist nichts logischer als dass die Migranten/Flüchtlinge dies auch müssen, zwecks Dokumente und Idendifikation.
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