Schweiz

Macht beim Atomausstieg das Netz schlapp?

Bei einem Ja am 27. November müssten bereits 2017 drei AKW abgeschaltet werden. Das erfordert den Umbau des Stromnetzes.

Publiziert: 15.11.16, 08:24 Aktualisiert: 15.11.16, 10:44

Jonas Schmid / Nordwestschweiz

Stromdrehscheibe Mühleberg: In der Umschaltstation will Swissgrid bis 2019 einen dritten Transformator einbauen. Bild: KEYSTONE

Die fünf Schweizer AKW verfügen über keine Laufzeitbeschränkung. Sie dürfen so lange weiterbetrieben werden, wie sie sicher sind, so das Gesetz. Auch in der Energiestrategie 2050 des Bundes ist kein fixes Abschaltdatum vorgesehen. Verboten wäre allerdings der Bau von neuen AKW. Gleichwohl hat die Betreiberin BKW 2013 angekündigt, Mühleberg aus wirtschaftlichen Gründen 2019 vom Netz zu nehmen.

Auch die Axpo dürfte bei Beznau 1, das derzeit vom Netz ist, zur Erkenntnis kommen, dass die notwendigen Reparaturen zu teuer sind. Das jedenfalls glaubt Energieministerin Doris Leuthard. Laut der Initiative vom 27. November müssten Mühleberg, Beznau 1 und 2 bereits im nächsten Jahr stillgelegt werden. Gösgen würde 2024 folgen, Leibstadt 2029.

Die Gegner der Atomausstiegsinitiative warnen: der Ausstieg aus der Kernenergie erfolge zu rasch. Das führe im Stromnetz zu Engpässen und gefährde die Versorgungssicherheit.

Importe aus dem Ausland

Technisch wäre es durchaus machbar, im nächsten Jahr Mühleberg und Beznau 1 und 2 vom Netz zu nehmen, ohne dass es zu einem Blackout kommt. Der Atomstrom müsste aber durch Importe aus dem Ausland oder durch mehr inländisch produzierten Strom kompensiert werden.

Das erfordert den Umbau des Stromnetzes. Sprich: Leitungen müssten gebaut oder umgerüstet und zusätzliche Transformatoren installiert werden. Letztere transformieren die Stromspannung von Höchst- zu Hoch-, zu Niederspannung. Wie im Strassennetz die Autobahn zur Hauptstrasse führt und diese weiter in Nebenstrassen mündet, transformieren Trafos den Strom hinunter, bis er zum einzelnen Haushalt geführt werden kann.

Beznau 1 und 2 (sofern dieses dann wieder am Netz wäre) könnten per November 2017 relativ problemlos auch mit ausländischem Strom kompensiert werden. «Der dafür notwendige Trafo kann voraussichtlich rechtzeitig installiert werden», sagt Irene Fischbach, Sprecherin der Netzwerkbetreiberin Swissgrid.

Ungleich schwieriger gestaltet sich die Situation am Knotenpunkt Mühleberg. Dort ist laut Swissgrid ein dritter Trafo nötig, um die wegfallende Produktion mit ausländischem Strom zu kompensieren. Die Beschaffung sei eingeleitet und die Inbetriebnahme gemäss derzeitiger Planung für 2019 vorgesehen, sagt Fischbach.

Normalerweise dauert der Beschaffungsprozess für einen neuen Trafo zwei bis drei Jahre. Könnte man diesen – wie im letzten Winter zur Not in Beznau so geschehen – beschleunigt beschaffen, wäre auch in Mühleberg rechtzeitig ein Trafo vorhanden.

Lange Bewilligungsverfahren

Komplizierter hingegen ist die Aufrüstung der Stromleitung Bassecourt-Mühleberg auf 380 kV Strom, um die Region Bern mit genügend Strom zu versorgen. Die Leitung aus dem Jahr 1978 wurde zwar für 380 kV gebaut. Seit ihrer Inbetriebnahme werden beide Stränge jedoch nur mit 220 respektive 132 kV Spannung betrieben. Um die Linie mit 380 kV betreiben zu können, muss Swissgrid ein Plangenehmigungsverfahren durchführen.

Heute gelten im Vergleich zu den 70er Jahren strengere Auflagen. Das macht gewisse bauliche Anpassungen nötig. Normalerweise dauert das Verfahren zwei bis drei Jahre. Potenzielle Einsprachen können eine Baubewilligung jedoch um Jahre hinauszögern.

Grundsätzlich denkbar ist auch, den wegfallenden Strom aus Mühleberg statt aus dem Norden, mit Strom aus Italien oder inländischem Strom zu kompensieren. So könnte etwa Wasserkraft aus dem Walliser Kraftwerk Nant de Drance in den Grossraum Bern transportiert werden.

Doch auch hier kommt das rechtsstaatliche Bewilligungsverfahren einer raschen Energiewende in die Quere: Zwischen Chamoson und Chippis entlang den Hängen am linken Rhône-Ufer ist der Bau einer neuen Freileitung von 30 Kilometern Länge schon seit Jahren juristisch blockiert. Derzeit befasst sich das Bundesverwaltungsgericht mit einer Beschwerde.

Faktisch läuft alles auf eine Güterabwägung hinaus: Um die AKW rasch vom Netz zu nehmen und damit das Risiko eines Atomunfalls zu minimieren, müsste der Bund beim Bewilligungsverfahren Abstriche machen. Er müsste sich über geltendes Recht hinwegsetzen, um praktisch über Nacht das Netz für die Energiewende fit zu machen.

Sicherheit oder Rechtsstaat? Welches Gut höher einzuschätzen ist, darüber entscheidet das Stimmvolk Ende November. (aargauerzeitung.ch)

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  • _kokolorix 16.11.2016 19:29
    Highlight Wenn man bedenkt wieviele Verletzungen des Rechtsstaates begangen wurden um die AKWs überhaupt in Betrieb nehmen zu können, sollte ein weiterer für die Stillegung eigentlich kein Problem sein.
    Dass die Verantwortlichen das Netz vernachlässigen ist logisch, daraus lassen sich nämlich keine unmittelbaren Profite generieren. Das läuft genau wie beim englischen Schienenetz, da muss immer erst eine Katastrophe passieren bis etwas investiert wird.
    Lassen wir uns nicht belügen, ohne Druck werden die AKWs laufen bis zum ersten GAU. Wollen wir das wirklich?
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  • The Ref 15.11.2016 14:04
    Highlight Aus meiner Sicht ist jeder Schritt, der die Unwelt entlastet, gut. Unsere verwöhnte Kulturgesellschaft möchte sich einfachnichz damit abfinden, dass dadurch minime Einschränkungen enstehen könnten. Auch ich bin kein ökologisches Vorbild. Doch ich bin bereit gemeinsam dazu zu werden. Zugunsten unseres Planeten und der nächsten Generationen.

    Die angesprochene Problematik von wegen importiertem Strom ist eine Farce, da ohnehin schon importiert wird. Aber wir könnten auch einfach einmal den Finger aus dem A**** (sorry) und Windkraftwerke bauen, aber nein die werden ja bekämpft.
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  • Kaffo 15.11.2016 13:57
    Highlight Lasst euch nicht Angst machen. Der Atomausstieg ist zu schaffen. Und zwar jetzt und nicht erst in 25 Jahren. Das Buch ( Kraftwerk Schweiz) hat mich restlos überzeugt. Die Stromlobby spielt ein falsches Spiel.
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  • Aged 15.11.2016 10:34
    Highlight Ich dachte, bereits heute seien zwei AKW temporär nicht am Netz?
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  • Wilhelm Dingo 15.11.2016 10:25
    Highlight Es ja seit längerem bekannt, dass AKWs abgeschaltet werden müssen bei Annahme der Initiative. Warum haben die Verantwortlichen Topmanager sich nicht früher damit befasst? Das riecht nach Angstmache seitens der Stromwirtschaft.
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    • 7immi 15.11.2016 11:25
      Highlight oder aus der anderen perspektive gesehen: weshalb rechnet das initiativkomitee nicht mit realistischen zeitspannen?
      hier war die ideologie stärker als der realitätssinn...
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    • Wilhelm Dingo 15.11.2016 15:45
      Highlight @7immi: Ja, das hätte ich auch besser gefunden, dann wären die Annahmechancen bestimmt höher.
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    • 7immi 16.11.2016 09:42
      Highlight definitiv. für mich war die zu kurze zeit der ablehnungsgrund.
      man kann von unternehmen nicht verlangen, dass sie bereits eine leitung bauen, bevor ein gesetz überhaupt in kraft tritt. wenn sie dann abgelehnt würde wäre diese leitung unnötig und verschlänge eine menge geld. das wäre absolut stumpfsinnig und nicht realistisch.
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  • Madison Pierce 15.11.2016 10:08
    Highlight Wie soll man da als normaler Bürger zu einer seriösen Entscheidung kommen? Die Befürworter sagen es ist kein Problem, die Gegner behaupten das Gegenteil. Viel "kann", "sollte", "möglicherweise" und "wahrscheinlich" für eine so wichtige Entscheidung. Da kann man doch als Laie gar nicht vernünftig entscheiden.

    Der Bund sollte eine unabhängige Studie in Auftrag geben, welche die Fragen nach der Umsetzbarkeit und den Kosten beantworten. Aufgrund dieser könnte man dann entscheiden.
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    • D(r)ummer 15.11.2016 11:17
      Highlight Ich fahre bei Initiativen der linken Seite immer die Schiene: "Was möchte ich, was halte ich für gut?"
      Mit Wirtschaft kenne ich mich leider zu wenig aus und finde, dass es zu sehr ums Geld geht (welch Ironie^^).
      Bin mit dieser Schiene zwar gut gefahren, habe aber oft verloren (wie z.B. beim Nachrichtendienstgesetz).
      Wir sind ja schliesslich das Land der Innovation und haben viel Wasser & Wind, darum ein JA von mir. :)
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  • E. Edward Grey 15.11.2016 10:07
    Highlight Wenn ich einen Trafo online bestelle geht das innert einer Woche. Jemand sollte dem Bund das Internet zeigen.
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    • Fumo 15.11.2016 11:21
      Highlight Ein Handy Trafo benötigt aber auch keine Baubewilligung zur Nutzung...
      3 1 Melden
    • Pasch 15.11.2016 11:23
      Highlight Du meinst da wohl die kleinen Pupsdinger, ich will mal sehn wer dir so ein Teil in einer Woche liefert!
      Bild ist nur a Beispiel...
      2 0 Melden
    • 7immi 15.11.2016 11:34
      Highlight ein trafo mit diesen massen braucht 6-9 monate für die produktion. ausserdem sind wir nicht die einzigen, die trafos möchten, also gibt es auftragsbücher mit wartelisten.
      die produktion ist nicht zu vergleichen mit trafos für den heimgebrauch. alleine der guss der komponenten dauert 2-3 monate. formenbau, guss, abkühlen (mehrere wochen!!!), auspacken, bearbeiten, ... und das waren erst kern und gehäuse. da steckt deutlich mehr dahinter als man denkt... der bund hat seine fachkräfte, keine angst.
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    • E. Edward Grey 15.11.2016 12:52
      Highlight Echt jetzt?
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    • HansDampf_CH 15.11.2016 18:03
      Highlight Ja stimmt, größere Trafos haben teilweise Wartezeiten bis zu einem jahr
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  • Walter Sahli 15.11.2016 09:37
    Highlight Nein, ein Speicherkraftwerk (Nant de Drance, Spitzenstrom) kann nicht ein AKW (Mühleberg, Bandstrom) ersetzen!

    Das Ganze ist ein Trauerspiel, das sehr schön aufzeigt, wie Politik und EW die letzten Jahrzehnte Vogel Strauss gespielt haben!
    12 4 Melden
    • fcsg 15.11.2016 11:11
      Highlight Mühleberg geht ja 2019 sowieso vom Netz. Natürlich produzieren Wasserkraftwerke Bandstrom. Sie haben sogar den Vorteil, dass sie viel besser ihre Leistung anpassen können als ein AKW.
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    • Walter Sahli 15.11.2016 12:55
      Highlight Flusskraftwerke schon, aber nicht Speicherkraftwerke!
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  • Regas 15.11.2016 09:18
    Highlight Dieser seriöse Artikel und ähnliche Informationen kommen leider viel zu spät. Die meisten Stimmbürger haben sich schon entschieden und das Couvert bereits eingeworfen. Mit Angstmache und unseriösen Angaben wurde der Stimmbürger von der Grünen Lobby bewusst mit Fehlinformationen überhäuft. Die Netzausbau und die Speicherproblematik welche fast die ganze Solarstromproduktion kurzzeitig und saisonal zwischenspeichern muss wurde einfach ausgeklammert.
    8 15 Melden
    • Walter Sahli 15.11.2016 11:28
      Highlight Ausgeklammert, und zwar seit Jahrzehnten, wurden die Tatsachen, dass AKW nicht ewig laufen und dass das Hauptproblem die Stromspeicherung ist und nicht die Stromerzeugung.
      Jetzt auf überraschtes Vernunftwesen zu machen, ist heuchlerisch!
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    • HansDampf_CH 15.11.2016 12:31
      Highlight So ein Blödsinn. Es wird immer angst gemacht und dann geht es doch, weil es muss.
      3 0 Melden
    • Regas 15.11.2016 14:39
      Highlight @Walter Sahli: Vor Fukushima wurden neue KKW geplant(Atomdoris). Da genügten die vorhandenen Speicherwerke. Wenn wirklich auf Alternativenergie umgestellt werden soll, müssen Stromerzeugung und Speicheranlagen Hand in Hand geplant und gebaut werden, eine Aufgabe für mindestens eine Generation. Kopflos wird Heute vor allem in DE Wind und Solaranlagen dazu gebaut. Während die Speicherproblematik ungelöst ist.
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    • Walter Sahli 15.11.2016 15:06
      Highlight Die Frage ist, wie lange die Speicherproblematik noch ungelöst bleibt. Wenn man sich die Fortschritte in den letzten 20 Jahren anschaut, dann ist zu erwarten, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird (hoffentlich!). Und wir täten gut daran, den Finger rauszunehmen und so intensiv wie möglich mitzuforschen...Musk pennt nicht und er wird sich auch nicht mit seinen Haussystemen zufrieden geben.
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  • EFSBolli 15.11.2016 09:12
    Highlight Warum sollten wir diese initiative annehmen, wenn wir danach den Atomstrom vo anderen Ländern importieren müssen???
    Die Atomkraftwerke in der Schweiz sind einige der sichersten der Welt.
    Also wieso abschalten??
    Das ist nur wieder eine weitere initiative um die schweiz abhängiger von der EU zu machen.

    Deshalb mit Sicherheit NEIN am 27.11
    11 24 Melden
    • fcsg 15.11.2016 11:08
      Highlight 1. Weil AKW nicht rentabel sind, die Betreiber wollen sie gar verschenken!
      2. Weil das Abfallproblem noch nicht gelöst ist, vorallem langfristig
      3. Wir das älteste AKW der Welt haben
      4. Weil AKW immer wieder ausfallen (heute sind 2 AKW nicht am Netz, wegen technischen Problemen)
      5. Weil ein Unfall massive Auswirkungen auf unseren Lebensraum hat, für Jahrtausende
      6. Weil nicht alle AKW sicher vor Flugzeuabstürzen, Erdbeben und Hochwasser sind.
      7. Weil nur verbindliche Abschaltdaten eine Planbarkeit ermöglichen.
      9 5 Melden
    • HansDampf_CH 15.11.2016 12:31
      Highlight Sichersten der Welt? Zu welcher PR Firma gehören Sie denn? Dumm&Gierig AG ?
      5 3 Melden
    • EFSBolli 15.11.2016 13:06
      Highlight haben sie sich schon überlegt woher sie denn strom nehmen wenn wir die AKW's abschalten

      1. warum nicht rentabel, sie sind weniger umweltschödlich wie kohlekraftwerke, und bringen immer strom unabhängig von der naturbeeinflussung

      2. die endlagerung wird so oder so gebaut, ob wir sie nun brauchen oder nicht...( in der schweiz)

      3. das ältese noch betriebene AKW... ja und es hat noch keine zwischenfall gegeben

      4. 2 AKW nicht am Netz? In der schweiz....

      5. wenn es zu so einem zwischenfall kommt , dann ja, die chance ist sehr gering

      6. hochwasser in der schweiz?
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    • EFSBolli 15.11.2016 13:08
      Highlight Ich bin nicht grundsätzlich für akw's jedoch sind sie ein guter stromlieferant...
      Sicher sowie geringer co2 ausstoss

      Sie sollten abgeschalten werden ABER noch nicht heute und morgen sondern erst dann wenn mann weiss wie man diese riesige stromlücke füllt....
      0 1 Melden
    • Regas 15.11.2016 14:58
      Highlight @fcsg:
      1. Weil die Alternativenergie nicht rentabel ist und Quersubventioniert werden muss.
      2. Weil das Abfallproblem der Produktion von Solarzellen nicht gelöst ist, Sickerwässer von Chinesischen Deponien werden die Menschen noch 1000Jahre vergiften.
      3. Weil die Rohstoffe für die Solarpanels bald zur neige gehen.
      4. Weil Solar und Wind nur Flatterstrom liefert.
      5. Hiroshima und Nagasaki sind wieder Aufgebaut und Besiedelt.
      6. Unsere KKW's sind sicher.
      7. Die Betreiber der KKW's wissen selber am besten wenn sich ein weiterbetrieb nicht mehr lohnt.
      1 2 Melden
    • fcsg 15.11.2016 18:12
      Highlight AKW sind in einer Gesamtkostenrechnung unrentabel und werden selt jeher subventioniert (keine Haftpflichtdeck, Entsorgungskosten nicht voll umfänglich gedeckt etc.) Sauberer Atomstrom? Das ist nicht der Fall.
      Der Abbau belastet die Umwelt extrem und der Abfall ist hochschädlich für Jahrtasusende.
      Ja es gibt in der CH Hochwasser und alle AKW sind an Flüsse, daher ist das Szenario nicht so unwahrscheinlich.
      Rohstoffe für Solarpanels neigen sich nicht zu Neige. Silicium wird aus Sand gewonnen und wir haben mehr als ge nug davon. Bitte informieren Sie sich.
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    • Regas 15.11.2016 19:38
      Highlight @fcsg: Wind und Solarkraftwerke sind in einer Gesamtkostenrechnung wesentlich unrentabler als KKW's wenn man die Kosten für Pumpspeicherwerke + Leitungsausbau mitberücksichtigt. Wieso sonst braucht es eine Umlage ?
      Neben Reinsilizium wird für die Produktion der Solarzellen auch Gallium, Indium, Selen, und Tellur verwendet. Und in China etwa 400Kg Kohle pro m2 für die Herstellung verbrannt.

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    • EFSBolli 15.11.2016 21:51
      Highlight @fcsg grundsätzlich spielt es keine rolle wie rentabel die akw's sind ( obwohl wir alle wissen das sie rentabler sind als alternative energien, denn man kann auch den preis steigern und er ist immernoch unter dem preis der alternativen energien, also wir reden hier im "einkauf" der benutzer) aber was mich an dieser initiative am meisten stört ist das man die lücke wieder füllen muss...
      Ansonsten sind wir noch abhängiger von der EU als wir sonst schon sind
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  • fcsg 15.11.2016 09:12
    Highlight Bezüglich Mühleberg stellt sich mir dann aber die Frage: Was würde denn jetzt passieren, falls Mühleberg unvorhergesehen aufgrund eines Defektes ausfallen würde? Blackout im Bundeshaus?
    7 3 Melden
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  • Raphael Merz 15.11.2016 09:10
    Highlight Letztere transformieren die Stromspannung von Höchst- zu Hoch-, zu Niederspannung. Wie im Strassennetz die Autobahn zur Hauptstrasse führt und diese weiter in Nebenstrassen mündet, transformieren Trafos den Strom hinunter, bis er zum einzelnen Haushalt geführt werden kann.

    Statt Stromspannung bitte nur Spannung und "transformieren Trafos die Spannung hinunter"

    Komplizierter hingegen ist die Aufrüstung der Stromleitung Bassecourt-Mühleberg auf 380 kV Strom

    "auf 380kV Spannung"

    Guter Artikel aber wenn man vom Fach ist bekommt man beim lesen dieser Stellen Pickel :'D
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