Schweiz

SRG-Trendumfrage sagt: 57 Prozent sind für den Atomausstieg

Publiziert: 21.10.16, 17:00 Aktualisiert: 22.10.16, 14:16

Würde derzeit über die Atomausstiegs-Initiative abgestimmt, gäbe es ein Ja. Gemäss der SRG-Trendumfrage sind 57 Prozent der Stimmenden bestimmt oder eher dafür. Politologen von gfs.bern bezeichnen die Initiative deshalb als «potenziell mehrheitsfähig».

Die Mehrheit der Teilnahmewilligen stehe «wenigstens zu Beginn des Abstimmungskampfes auf der Ja-Seite», begründet das Institut, das die Umfrage durchgeführt hat, seine Einschätzung.

Gemäss der am Freitag publizierten Studie sind nur 36 Prozent der zwischen dem 3. und 14. Oktober Befragten bestimmt gegen oder eher gegen fixe Laufzeiten für Atomkraftwerke. Mit diesem Ergebnis hat die Ja-Seite einen Vorsprung von 21 Prozentpunkten. Sieben Prozent der Befragten hatten sich noch nicht entschieden. Doch auch diese neigten mehrheitlich einem Ja zu, hiess es.

Alte AKW machen Angst

Die Atomkraft weckt Ängste. Dies haben die Reaktionen nach dem Super-GAU im japanischen AKW Fukushima 2011 ebenso gezeigt wie der über drei Jahrzehnte andauernde Kampf der Bevölkerung gegen ein mögliches Atommüll-Endlager im Wellenberg NW.

Umfrage

Sind Sie für die Energiewende?

  • Abstimmen

1'234 Votes zu:Sind Sie für die Energiewende?

  • 89%Ja, die Schweiz muss aus der Atomenergie aussteigen.
  • 11%Nein, sie ist zu teuer.

Solche Ängste widerspiegeln sich auch in der ersten SRG-Trendumfrage zur Abstimmung am 27. November. Bei Gegnern wie Befürwortern spielten derzeit «emotional aufgeladene Kampagnenbotschaften» eine tragende Rolle.

Die AKW-Gegner punkten dabei mit dem Alter der Atomkraftwerke: 62 Prozent der Teilnahmewilligen seien einverstanden, dass Schweizer Atomkraftwerke mit jedem zusätzlichen Jahr Betrieb noch älter und damit noch gefährlicher würden.

Das populärste Argument hat aber mit der Energiewende zu tun, dessen erster Teil, das Energiegesetz, im September vom Parlament verabschiedet worden war. Gegen dieses hat die SVP das Referendum ergriffen.

Gemäss Umfrage stimmen 76 Prozent der Befragten dem Argument zu, dass die Energiewende nur mit einem geordneten Ausstieg aus der Atomkraft Realität werde. 68 Prozent halten einen solchen für machbar, weil sich neue Technologien bewährt hätten.

Die Initiative verlangt eine maximale Laufzeit von 45 Jahren für Schweizer AKW. Das vom Parlament verabschiedete Gesetz nennt demgegenüber kein konkretes Ausstiegsdatum. AKW sollen so lange laufen dürfen, wie diese vom Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) als sicher erachtet werden.

Gegner fürchten Stromlücke

Auf der Seite der Initiativgegner dominiert die Angst vor der sogenannten Stromlücke. 54 Prozent rechnen gemäss SRG-Trendumfrage bei Abschalten der AKWs mit Engpässen in der Versorgung. Noch stärker in der Kritik stehen aber mögliche Stromimporte aus klimaschädlichen Kohle- und Gaskraftwerken, um den Wegfall des Atomstroms zu kompensieren: 67 Prozent der Teilnahmewilligen kritisieren dies.

Tschernobyl, Fukushima und Co.: Die 15 teuersten Störfälle in AKWs

Eine dritte Botschaft der Initiativgegner verunsichert die Befragten: Zur Frage, ob fixe Laufzeiten zu hohen Schadenersatzforderungen an den Bund führten, hatten 21 Prozent der Teilnahmewilligen keine Meinung. Vom Rest war die ein Hälfte einverstanden und die andere nicht.

CVP dagegen, FDP gespalten

In der Umfrage kristallisierte sich innerhalb der CVP-Wählerschaft ein Konflikt zwischen Basis und Parteielite heraus. 58 Prozent der CVP-Wählerinnen und Wähler wollten in der ersten Oktoberhälfte der Initiative zustimmen. Die Parteiführung hat aber bereits die Nein-Parole ausgegeben. Auch CVP-Energieministerin Doris Leuthard lehnt die Initiative ab.

Doch auch der Widerstand habe mit 35 Prozent innerhalb der CVP ein «relevantes Ausmass», schreiben die Meinungsforscher. Zudem habe sich erst knapp die Hälfte der befragten CVP-Wähler festgelegt.

Gespalten zeigt sich in der Umfrage die FDP-Basis: 46 Prozent stellten sich auf die Befürworterseite, 47 Prozent auf die Gegnerseite. Die Wähler den anderen Parteien befanden sich auf Linie: Wähler der Grünen (95 Prozent) und der SP (80) waren klar dafür, 56 Prozent der SVP-Anhänger waren dagegen.

Eingereicht worden war die Initiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» von den Grünen und von weiteren Organisationen.

Für die Umfrage befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von gfs.bern am Telefon 1200 repräsentative ausgewählte stimmberechtigte Personen in allen Landesteilen. (sda)

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  • Masche 23.10.2016 00:57
    Highlight Für eine zukünftige sichere Energieversorgung braucht es innovative Lösungen. AKWs verhindern solche Lösungen, also müssen sie weg, je schneller umso besser.
    9 2 Melden
    600
  • Andreas Späti (1) 22.10.2016 20:40
    Highlight Eigntlich wollte niemand ein AKW. Ich war damals auch an der friedlichen Demo in Graben und konnten das AKW an diesem Ort verhindern. Es war schon damals bekannt, wie gefärlich dies Technologie ist. Damals wude den Leuten erzählt, dass der radioaktive Abfall kein Problem sei (das Problem konnte man damals noch einfach ins umliegende Ausland exportieren) und es 100% sicher sei. Für den Abfall sind wir so nebenbei bemerkt immer noch am suchen. Nach dem Prinzip nach uns die Sinnflut, das können dann unsere Nachkommen regeln! - Mich dünkt das nich fair.
    8 1 Melden
    600
  • Lowend 22.10.2016 13:45
    Highlight Bei den ewiggestrigen AKW-Fans gibt es eher eine grosse Phantasielücke, als dass es irgend wann mal so etwas wie eine Stromlücke gäbe. Strom ist die einzige Energie, die in Europa im Überfluss vorhanden ist und wenn jetzt noch jemand mit dem anderen Schlagwort "Dreckstrom" kommt, dann kann ich dazu nur sagen, dass Atomstrom vermutlich der dreckigste Strom ist, denn die Erzeugung ist so dreckig und gefährlich, dass weder die Endlagerung des Mülls geregelt ist, noch dass es Versicherungen gäbe, die das Risiko decken und darum gehört diese Uralt-Technologie auf den Müllhaufen der Tech-Geschichte.
    14 8 Melden
    • Starfox 22.10.2016 16:30
      Highlight und wieso werden weltweit immer mehr AKWs gebaut? Du bist ein Träumer, aber träumen ist ja nicht verboten.
      5 15 Melden
    • Lowend 22.10.2016 17:58
      Highlight Und warum gibt es weltweit keine AKW's die von Privaten betrieben werden, wenn diese Form der Energieerzeugung derart gut und billig ist, wäre es sicher ein Riesengeschäft.
      Dass Private die Finger davon lassen und sogar die staatlichen AKW-Betreiber vor den finanziellen Folgen warnen, zeigt deutlich, dass Atomstrom ein absoluter Irrweg ist und Tagträumer sind ja wohl eher die Befürworter, die blind mit der Gesundheit und dem Leben der Schweizer und Schweizerinnen spielen!
      12 4 Melden
    • rolf.iller 22.10.2016 19:23
      Highlight Und warum sind die AKW Betreiber weitgehend von der Haftpflicht befreit?
      10 2 Melden
    • Moti_03 22.10.2016 19:36
      Highlight Ah ja lowend, AKW s zahlen keine Versicherungen? So was blödes habe ich noch nie gehört. Für die Entsorgung, wenn es dann mal so weit ist, gibt es einen Milliarden schweren Fonds. Bitte besser informieren und nicht immer solch utopische reisserische Kommentare.
      4 10 Melden
    • rolf.iller 23.10.2016 03:24
      Highlight @Moti: AKWs haben eine Deckungsobergrenze von 1.5 Mia CHF. Ein Super-Gau in der Schweiz beliefe sich auf 8'400 Mia CHF. Da gibt es dann so ca, etwa 8'398.5 Mia für die niemand aufkommt:
      http://www.nzz.ch/schweiz/beim-super-gau-helfen-versicherungen-wenig-1.18465681

      Der Deckungsfonds hat damit gar nix zu tun und ist massiv zu klein.
      http://www.srf.ch/play/radio/echo-der-zeit/audio/reichen-die-budgetierten-akw-stillegungskosten?id=1e6c1537-69e0-49c2-9e0e-d5bba8aa385a

      Ja, ich informiere mich, lieber Moti_00. Facts, keine Utopie.
      10 3 Melden
    • Moti_03 23.10.2016 10:57
      Highlight Risiko wird halt abgeschätzt und dqss gibt die Beiträge. Vile hier haben gar keine Ahnung was genau ein AKW ist. Und jeder weiss dass noch keinem AKW wegen erbeben was passierte. Es warvwegen einen tsunami. AKW s sind immer sicher genug wegen Nachrüstung. Wenn etwas keine Zukunft mehr hat, wird man von alleine stilllegen.
      2 6 Melden
    • rolf.iller 23.10.2016 15:57
      Highlight Ja eben lieber Moti_00. AKWs haben keine Zukunft, deshalb werden wir die jetzt stilllegen. Geh doch mal den Gugel fragen, wodurch Tsunamies ausgelöst werden. Ich weiss zwar nicht weshalb jetzt die Erbebenfrage besonders relevant sein soll, nach meinem Geschmack behaubtest du aber zuviel, was sich zu einfach widerlegen lässt.
      5 1 Melden
    • Moti_03 23.10.2016 17:34
      Highlight Naja, die Initiative wird abgelehnt. 100% sicher. Wenn man das Thema versteht, für den Ausstieg ist, aber für geordnet. Das werden die meisten so finden.
      1 2 Melden
    600
  • Schneider Alex 22.10.2016 07:19
    Highlight Atomausstieg: Wir sollten dieses Experiment wagen!

    Warum keinen Versuch mit mehr Energieeffizienz, mehr neuen erneuerbaren Energien und neuen Stromabkommen mit dem Ausland wagen? Falls das nicht genügt für eine sichere Energieversorgung in der Schweiz, könnten wir innert kurzer Frist Gaskraftwerke erstellen. Als eines der reichsten Länder der Welt sollten wir dieses Experiment wagen.
    15 4 Melden
    • Platinum 22.10.2016 11:06
      Highlight Gibt es eigentlich irgendeine Initiative, die Sie nicht unterstützen, Herr Schneider? Eine wirklich ernst gemeinte Frage.
      6 3 Melden
    • Schneider Alex 23.10.2016 07:41
      Highlight @Platinum
      Sie haben Recht, fast keine! Ich setze mich ein für umwelt- und sozialpolitsche Anliegen, aber auch für mehr Effektivität und Effizienz beim Staat. Daneben bekämpfe ich den ideologisch geprägten Internationalismus der Linken und Grünen.
      3 4 Melden
    • Platinum 23.10.2016 10:31
      Highlight Alles klar, wirklich interessant. :D Meistens kann man sich ja ins links-grüne oder bürgerliche Lager einordnen. Man stimmt dann dementsprechend auch ab, bei Ihnen ist das aber anscheinend nicht der Fall.
      2 0 Melden
    600
  • Kaffo 21.10.2016 20:11
    Highlight Die Aussage, AKW's werden so lange Betrieben wie Sie sicher sind, hinkt. Da wird so viel Geld reingebuttert damit das ENSI keine Beanstandungen erkennt. Rentabel sind die AKW schon lange nicht mehr. Für den Rückbau zahlt dann die Algemeinheit.
    37 4 Melden
    • Regas 21.10.2016 22:42
      Highlight Nein! Die Allgemeinheit bezahlt wenn die Initiatve angenommen wird! Die KKW Betreiber werden Vergütungen mehrstelligen Milliarden Einfordern weil die Laufzeiten gegenüber den heutigen gesetzlichen Zusagen nicht mehr eingehalten werden.
      Ob die Kraftwerke noch rentabel sind wissen die Betreiber selber am besten, wenn nicht wird stillgelegt. Mühleberg zu Beispiel wird 2019 vom BKW ausser Betrieb genommen, weil sich eine Nachrüstung nicht mehr lohnt. Der Rückbau bezahlt das BKW und zwar mit dem Stillegungsfond.
      8 28 Melden
    • JackMac 21.10.2016 23:51
      Highlight Der Stillegungsfond wird nur nicht reichen! Und dann?
      12 5 Melden
    • asp@bluewin.ch 22.10.2016 07:34
      Highlight Super, hoffentlich stimmt das, dass die Betreiber das gefährliche Ding und den strahlenden Rest selbst Entsorgen und bezahlen. Ich hate nämlich auch Angst, dass plötzlich unsere Generation den früheren Fehlentscheid selbst bezahlen müssen. Wenn wir jetzt aussteigen überlassen wir das Desaster wenigstens nicht unseren Nachkommen.
      14 2 Melden
    • lilas 22.10.2016 09:32
      Highlight Erst wird einem etwas aufgedrückt das man nie haben wollte und dann muss man dafür bezahlen es wieder loszuwerden..
      12 1 Melden
    • Hopp Langnou!!! 22.10.2016 11:08
      Highlight leider wollte es damals die Mehrheit der Schweiz.
      3 1 Melden
    • rolf.iller 22.10.2016 19:28
      Highlight Natürlich wird der stillegungsfonds nicht reichen. Die bei uns geschäzte Summe ist drei mal kleiner, als was man basierend auf den deutschen Erfahrungswerten annehmen müsste. Ein Grund mehr ja zu stimmen.
      7 0 Melden
    • Regas 22.10.2016 20:11
      Highlight @rolf.iller Die Kosten werden sicher nicht höher wenn man die KKW noch etwas länger laufen lässt.
      Wird in De mit dem Rückbau noch ein paar jahre erfahrung gesammelt könnten die Kosten sogar noch sinken. Ein grosses Problem ist jedoch die Entsorgung. Niemand will den als ungefährlich eingestuften Bauschutt übernehmen. Leider regiert hier immer noch die Angst anstelle der Vernunft.
      0 6 Melden
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  • Rendel 21.10.2016 19:35
    Highlight Diese Trendumfragen find ich nicht gut. Dann können sich die Interssenvertreter recht gut abschätzen, wieviel Geld sie in die Kampagnen zu ihren Gunsten ausgeben müssen.
    18 4 Melden
    600
  • meine senf 21.10.2016 19:21
    Highlight Manche sagen ja, der Zeitplan sei überrissen.
    Wenn, dann ist das aber nur theoratisch. Praktisch würde die Initiave für die Stromversorgung 2017 nämlich gar nichts ändern.
    Beznau 1 und 2 und Mühleberg müssten 2017 stillgelegt werden.
    Beznau 1 läuft momentan sowieso nicht. Ausserdem musste Leibstadt unerwartet in eine längere Pause geschickt werden.
    Wenn Leibstadt, das mehr Leistung als die obengenannten zusammen hat, aller Voraussicht nach notdürftig repariert werden kann, steht 2017 trotzdem mehr AKW-Strom zur Verfügung als heute.
    Angst vor Stromknappheit ist also unbegründet.
    17 6 Melden
    600
  • Andreas Späti (1) 21.10.2016 18:26
    Highlight Schön dass das Thema Atomenergie so viele Leute interessiert.

    Wenn ich die verschiedenen Meinungen lese freut es mich, dass viele der Meinung sind, dass die Welt nicht gleich unter geht, wenn wir möglichst rasch aus der nicht 100% sichren Atomstromproduktion aussteigen würden.

    Sicher ist es, dass es infolge der französischen AKWs immer noch nicht gut ist. Wir sind aber Schweizer und können selbständig entscheiden für uns gut oder schlecht ist.
    17 6 Melden
    • Hopp Langnou!!! 22.10.2016 11:11
      Highlight über französische AKWs können wir uns beschweren wenn alle schweizer vom Netz sind. bis dahin müssen wir allerdings den Mund halten.
      9 0 Melden
    600
  • 7immi 21.10.2016 17:34
    Highlight wenn ich mich nicht irre, ist der atomausstieg sicher, da er inhalt der energiestrategie 2050 ist. somit geht es bei der abstimmung nur um das wann. der bundesrat will keine fixen laufzeiten, die initiative schon. somit gibt es nicht nur atomgegner bei den ablehnern, sondern auch die "mir ist es zu schnell" position. somit ist diese umfrage nicht eindeutig, da man auch für den atomausstieg sein kann aber gegen die initiative und umgekehrt...
    19 4 Melden
    • 7immi 21.10.2016 18:18
      Highlight *atombefürworter, nicht gegner 🙊
      3 4 Melden
    600
  • Platinum 21.10.2016 17:24
    Highlight 55% bzw. 57% Ja ist m.M.n. wenig. Normalerweise haben Initiativen in der ersten Umfrage einen relativ hohen Ja-Anteil, der dann i.d.R. bis zum Abstimmungstermin abnimmt. Wenn die Initiative bereits jetzt nur eine eher knappe Mehrheit hat, wird das vermutlich ähnlich wie bei der Grünen Wirtschaft ablaufen...
    23 1 Melden
    600
  • René Obi (1) 21.10.2016 17:20
    Highlight Die AKW-Betreiber haben berechnet, dass ein paar wenige Milliarden reichen, um alle 5 AKW-Reaktoren in der Schweiz zurückzubauen. Erste Erfahrungen in Deutschland zeigen, dass ein paar Milliarden für ein einziges AKW bereits knapp berechnet sind. Ich hoffe bloss, dass sie beim Betrieb der AKW genauer arbeiten.
    34 3 Melden
    600
  • meine senf 21.10.2016 17:14
    Highlight Zum "Stromlücke"-Argument, dass man offenbar aufwärmen will:

    Wann ist die Gefahr einer Stromlücke grösser?

    - Wenn man einen Zeitplan hat, nach dem man sich richten kann

    - Oder wenn man bei "Larifari" bleibt und die AKWs einfach auf gut Glück weiterbetreibt, bis sie plötzlich abgeschaltet werden müssen, ohne dass man vorbereitet ist. Siehe Beznau und Leibstadt.
    41 6 Melden
    600
  • Pokus 21.10.2016 17:10
    Highlight ähh zur Umfrage, sollte es da nicht statt "Nein, sie ist zu teuer." korrekterweise "Nach mir die Sintflut" heissen?
    27 3 Melden
    600
  • zzZüri 21.10.2016 15:16
    Highlight Ich frag mich, wie man als normalsterblicher mensch FÜR AKW's sein kann! Man kann doch fast nur verlieren, ausser man verdiennt daran( ok, aber auch die verlieren bei einem GAU)!
    58 24 Melden
    • Regas 21.10.2016 16:24
      Highlight Ich sammle Blitze und warte sehnlichst auf den nächsten GAU Au Au
      3 10 Melden
    • Oberon 21.10.2016 16:53
      Highlight Naja ganz einfach, der Wirkungsgrad ist bei modernen AKW's halt super.
      Eins der grössten Übel ist einfach die Endlagerung der Kernbrennstoffe.

      Du meinst dann wohl auch, das wenn in der Schweiz kein AKW mehr steht, wir vor einem Atom-Supergau geschützt sind?
      Dir ist aber schon klar das im nahen Ausland auch AKW's stehen. Aber vielleicht glaubst du wirklich das Frankreich mit den ca. 60 AKW's es besser im Griff haben?

      Einzig mit dem Atomausstieg bin ich bei dir, aber natürlich aus rationalen Gründen.
      Die Schweiz als Beispiel benötigt keine AKW's, denn wir haben bessere alternativen.
      14 12 Melden
    • meine senf 21.10.2016 19:29
      Highlight Das mit dem Ausland stimmt schon, aber jemand muss halt den ersten Schritt tun. Oder besser gesagt, den zweiten, denn Österreich und Italien haben ja schon keine AKWs.
      Momentan heisst es in Beznau: "Ach was, dieser Waggis-Schrott in Fessenheim ist viel gefährlicher".
      Und in Fessenheim heisst es: "Ach was, das älteste AKW der Welt steht in Beznau, das ist viel gefährlicher" und niemand macht den ersten Schritt.
      16 2 Melden
    • zzZüri 21.10.2016 19:52
      Highlight Ich meine gar nichts. Die frage bezieht sich auf ALLE menschen, also auch die franzosen..

      2 4 Melden
    • _kokolorix 21.10.2016 21:20
      Highlight @oberon
      Der Wirkungsgrad eines AKWs liegt bei 30%, wie bei allen thermischen Energieumwandlungen liegt hier nicht mehr drin. Das bedeutet, dass 70% der Energie weggekühlt werden müssen! Echt super sieht für mich anders aus. Bei Wasserkraftwerken liegt der WG bei 80% und höher
      15 3 Melden
    • deleted_904825345 22.10.2016 16:08
      Highlight Italien als Beispiel ohne AKWs bezieht rund 80% seines Stromes aus Erdgas, Kohle und Erdöl.
      2 1 Melden
    600
  • Regas 21.10.2016 13:16
    Highlight Dieses Forum ist voll falscher Behauptungen:

    Die Atomlobby ist gegen den Ausstieg. Falsch! Die KKW Betreiber sind eher dafür, bei einer Annahme können für Rückbau und Verluste Beträge in Milliardenhöhe vom Staat eingefordert werden.

    Endlagerproblem: Die Atommüllmenge wird sich bei weitrbetrieb der KKW nur wenig erhöhen, die Menge beim Rückbau bleibt sowieso konstant.

    Sicherheit: Die KKW wurden ständig nachgerüstet und sind heute sichere als bei der Inbetriebnahme.

    Gunzinger: Seine Simulationen sind gut, gehen aber von unrealistischen Annahmen aus.
    15 59 Melden
    600
  • Sparks59 21.10.2016 11:04
    Highlight Wie lange lassen sich die Schweizer Bürger noch anlügen?
    Die Energie Konzerne haben in den letzten Jahre hunderte Millionen Franken in Windkraftwerke in Norddeutschland und Sonnenkraftwerke in Spanien und Nordafrika angelegt. Der so produzierte Strom reicht aus um die im moment sowieso aus geschalteten AKW's mit sauberem Strom zu ersetzen. Die meisten Politiker die für die AKW's sind profitieren meist Finanziell durch Mandate am weiter laufen der A-Kraftwerke!
    75 31 Melden
    • MaxM 21.10.2016 14:39
      Highlight Also die Betreiber von KKW sind die Unternehmen, die mehrheitlich von den Kantonen kontrolliert werden. Alle Massnahmen rund um Kraftwerke werden schlussendlich auf eine oder andere Weise aus der öffentlichen Hand finanziert. Wieso sollen die Stromkonzerne bzw. ihre von den Kantonen kontrollierten Leitungsgremien den Wählern und Kunden was vorspielen wollen?
      9 23 Melden
    600
  • AbstractInsanity 21.10.2016 10:16
    Highlight Da die Schweiz doch eher weit vom Meer weg ist mache ich mit mal keine sorgen wegen Tsunamis. Was also könnte sonst so einen GAU auslösen?
    Erdbeben: In der Schweiz wohl eher nicht. Ich habe mein ganzes Leben noch kein Erdbeben in der Schweiz erlebt und seismisch gesehen ist unsere Bodenaktivität auch eher langweilig.
    Terror: Wir sind hier auch kein interessantes Land für Terroristen. Während die ganze EU zu kämpfen hat haben wir es doch eher Ruhig.
    Gehen wir das mal von der anderen Seite an. Was war denn bei denn bisherigen GAUs passiert? Paradebeispiel Tschernobyl, die Panikmache nummer eins
    22 124 Melden
    • Slädu (Rex Suecia) 21.10.2016 10:34
      Highlight Das ist was wahres dran: Was ist denn schon gross in Tschernobyl passiert? 6400km2 Land nicht mehr nutzbar weil verstrahlt. 218.000 km2 mit mehr als 37.000 Becquerel (37 kBq) 137Cs pro Quadratmeter radioaktiv belastet. Laut WHO und IAEA (2006) starben an den Folgen akuter Strahlenkrankheit knapp 50 Menschen. In den drei am stärksten betroffenen Ländern sei aufgrund der erhöhten Strahlenexposition mit etwa 9000 zusätzlichen tödlichen Krebs- und Leukämieerkrankungen zu rechnen. </ironie off>
      81 10 Melden
    • Mach_ke_Stei 21.10.2016 10:40
      Highlight Das grösste Risiko ist menschliches Versagen. Und war auch bei den meisten Unfällen direkt oder indirekt der Grund. Entweder Konstruktionsbedingte schwächen, mangelnde Ausbildung der Arbeiter oder absichtliche umgehung von Sicherheitsvorkehrungen…oder alles zusammen gleichzeitig.
      59 5 Melden
    • E7#9 21.10.2016 10:57
      Highlight Die Schweiz ist von Erdbeben nicht befreit. Dass unsere Bodenaktivität langweilig ist stimmt einfach nicht. Unsere Häuser sind einfach anders gebaut als in Amerika oder der Türkei. Ich habe hier schon zweimal Erdbeben erlebt. Vor ca. 15 Jahren hat es mich mal richtig durgeschüttelt in der Nacht. Am nächsten Tag las ich in der Zeitung, dass es auf der Richterskala mehr ausgeschlagen hatte als damals in der Türkei mit 20'000 Todesopfer. Gehöre zwar noch zu den Unentschlossenen (fossiler Importstrom möchte ich keinesfalls), doch deine Aussage stimmt so nicht.
      51 9 Melden
    • Triumvir 21.10.2016 11:08
      Highlight Tolle Argumentation. Einfach mal Augen zu und behaupten, dass es bei uns ja praktisch nie zu einem Gau kommen könnte. Alles total unwahrscheinlich. Bei uns gibt's keine Terroristen (unsere Bundesanwaltschaft führt ja keine solche Verfahren...) und Erdbeben schon gar nicht (wie war das nochmals in Basel etc...). Da es bei uns ja nie zu einem Gau kommen kann, verteilte der Bund vor einiger Zeit Jodtabletten nur zum Spass...Sollte es doch mal zu einem Gau kommen, schlucken wir einfach diese Tabletten und leben weiter...no comment...
      59 7 Melden
    • senfmayo 21.10.2016 11:11
      Highlight Anderes Beispiel: Lucens
      Erdbeben: Aber sicher gibts die!
      Diverse andere Gefahren:
      -menschliches Versagen
      -Überalterung der Bausubstanz
      -Endlagerung der Abfälle
      33 6 Melden
    • deleted_420198696 21.10.2016 11:56
      Highlight Bitte was? Schweiz erdbebensicher? Es gibt hier fast täglich Erdbeben:
      http://www.seismo.ethz.ch/eq/latest/index

      Dass die meisten kaum spürbar sind, ist keine Garantie dafür, dass das immer so ist:
      http://www.seismo.ethz.ch/eq_swiss/hist/index

      Der südliche Teil der Alpen und das TI sind afrikanisch. Jedenfalls geologisch betrachtet. Die Spitze des Matterhorns ist ebenfalls afrikanisch. Sowas geht nicht ohne Gerumpel.

      Dieser Prozess läuft und läuft und läuft. Und wenn zwei tektonische Platten aneinander reiben, gibts Erdbeben. Hier mehr dazu:
      http://www.seismo.ethz.ch/eq_swiss/eq_ch/index
      33 8 Melden
    • Statler 21.10.2016 13:32
      Highlight Die grösste Gefahr von Naturkatastrophen geht in der Schweiz von Erdbeben aus.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbebengebiet_Basel
      Es rumpelt immer mal wieder in der Schweiz und z.T. sogar heftig.
      Das KKW Mühleberg liegt in der Nähe von gleich mehreren Staumauern. Wenn die brechen (wieder Erdbeben), könnte auch das KKW überschwemmt werden und das könnte ebenfalls fatale Folgen haben.
      Sicherheit my ass...
      34 3 Melden
    • zettie94 21.10.2016 17:53
      Highlight ...noch dazu wurde der Staudamm vom Wohlensee (1 km oberhalb von Mühleberg) mit Hohlräumen gebaut, da während der Bauzeit im ersten Weltkrieg der Beton knapp war...
      8 1 Melden
    • Kaffo 22.10.2016 12:29
      Highlight Wenn man ein AKW direkt ans Meer baut, und die Wahrscheinlichkeit für einen Zunami nicht einrechnet, ist das für mich auch Menschliches Versagen.
      3 0 Melden
    600
  • deleted_420198696 21.10.2016 09:53
    Highlight Was wäre klimafreundlicher als Sonnenenergie?
    31 11 Melden
    • Mach_ke_Stei 21.10.2016 10:56
      Highlight Windenergie, nur hierzulande nicht so oft möglich. Flusskraftwerke sind auch besser, nur ist hier glaub fast alles schon ausgenutzt. Geothermische Werke sind auch eine Option.
      16 3 Melden
    • deleted_420198696 21.10.2016 11:43
      Highlight Klar, find ich auch gut. Aber ich denke, das mit der Sonnenenergie ist eine Sache von Effizienz. Und die Effizienz ist in den letzten Jahren schon einiges gestiegen. Ich glaube aber, dass wir da erst am Anfang stehen.
      Ist es nicht so, dass die Menschheit mitten in Krisen immer am innovativsten wird?
      20 7 Melden
    • Herr Schibli 21.10.2016 12:05
      Highlight Energie wird dann in das Netz gespeist, wenn sie gebraucht wird. Sonnen- und Windenergie benötigen deshalb Speichermedien, bspw. Speicherseen. Es gäbe auch sichere KKW Technologien, wie den Thorium Molten Salt Reactor, doch mit dem liesse sich kein waffenfähiges Plutonoum herstellen (checksch dä pögg). Und bzgl. Windenergie: Laut, verschandelt die Landschaft, benötigt oft Seltene Erden (Neodym) und muss noch gewartet werden. Und ja dann noch dies: in den Wallisser Bergen strahlt es an vielen Orten stärker als in Fukushima. Jetzt kriege ich sicher viele Blitzer. :)
      11 22 Melden
    • Mach_ke_Stei 21.10.2016 12:43
      Highlight Sonnenenergie ist sicher gut. Aber ich finde es sehr schade das so viel Geld ausgegeben wird um diese hierzulande, oder nördlich in Deutschland zu verbauen. Es gäbe bessere/effizientere Standorte, mit mehr und stärkerer Sonneneinstrahlung.

      Aber politisch ist das wohl nicht möglich. Immerhin wir in Marroko eines der grössten Solarkraftwerke gebaut, das Ouarzazate. Durch saudisches Geld notabene.
      5 8 Melden
    • peeti 21.10.2016 13:01
      Highlight Thorium Hype, Herr Schibli? Ein solcher Prototyp wurde bereits 1954 gebaut, bis heute gibt es nur zwei kleine Versuchsanlagen. Trotz der schon langen Bekanntheit fehlen Nachweise, welche Vorteile gegenüber der normalen AKWs bestätigen würden.
      16 2 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 15:50
      Highlight Ja die Solarthermischen Kraftwerke haben das Potenzial, die Solarenergie mit "Siebenmeilenstiefeln" voran zu bringen!
      In der Halbwüste von Nevada habe ich drei solche Solarthermischen Grosskraftwerke gesichtet.
      Die Spiegel waren im Kreis um einen hohen Turm angeordnet und lenkten das Sonnenlicht in die Spitze des Turms. Der Turm mit dem leuchtenden Brennpunkt auf der Spitze, sah aus, wie eine gigantische Gaslampe!
      Im Brennpunkt werden enorme Temperaturen erreicht. Wenn man die Strahlen genau zentrieren würde, könnte man dort oben Metall zum Schmelzen bringen!
      11 1 Melden
    • trio 21.10.2016 17:46
      Highlight @rodolofo dieses Prinzip gibt es schon Jahrzehnte. Wäre schön wenn es sich endlich gegen die Ölmultis durchsetzen kann.
      6 1 Melden
    • _kokolorix 21.10.2016 21:35
      Highlight Ähh, herr schibli
      Das mit der erhöhten Strahlung in den Alpentälern stimmt zwar, aber das mit Fukushima zu vergleichen ist einfach zu blöd. Die Strahlung ist vergleichbar mit der näheren Umgebung eines laufenden AKWs und führt zu einer statistisch signifikant höheren Leukämierate. Wenn man nun diese Alpentäler zum Vergleich heranzieht, kann man nachweisen, dass in der Umgebung von AKWs die Leukämierate nicht erhöht ist. So wird das gemacht.
      Wenn du in Fukushima länger als eine Woche ungeschützt neben dem Reaktor arbeitest bist du zwei Jahre später tot
      4 1 Melden
    600
  • Domino 21.10.2016 09:23
    Highlight Die alten KKW solte man kontrolliert herunterfahren und zurückbauen, so das keine Versorgungslücke entsteht. Ich sehe es nicht als sinnvoll uns die Zukunft zu verbauen und keine neuen Reaktoren mehr zuzulassen. In 10-15 Jahren werden die ersten Flussigsalzreaktoren auf den Markt kommen, welche praktisch keine Gefahren mehr bergen und teilweise die Abfallproblematik der alten KKW lösen. Die Schweiz sollte bei dieser Entwicklung und Forschung mitziehen.
    22 45 Melden
    • deleted_420198696 21.10.2016 09:56
      Highlight "In 10-15 Jahren auf dem Markt" ist eine sehr optimistische Zeitangabe, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass China als einziges Land der Welt daran forscht.
      27 5 Melden
    • Fabio74 21.10.2016 10:12
      Highlight Forschen ja. Aber diese Reaktoren kommen kaum bis dahin auf den Markt und dann müssten sie noch marktfähig sein. Subventionieren wie die heutigen AKWs.
      17 4 Melden
    • peeti 21.10.2016 13:05
      Highlight Domino: Beznau I steht seit 1.5 Jahren still, Leibstadt neuerdings auch für ein halbes Jahr. Und mit steigenden Sicherheitsvorschriften werden die Revisionsarbeiten nur noch zunehmen. Das ist das wahre Chaos. Ein geordneter Ausstieg bringt Klarheit, wie und wann wir unser Energiesystem umbauen können.
      Am Flüssigsalzreaktoren forsch man seit mehr als 60 Jahren. Wir sollten nicht auf etwas hoffen, was nur sehr unwahrscheinlich passieren wird.
      20 3 Melden
    600
  • amore 21.10.2016 09:08
    Highlight Leider ist dieser JA-Anteil viel zu tief zu diesem Zeitpunkt. Denn die Atomfreaks werden das Rad mit ihrer millionenschweren Angstmacherkampagne noch ins Gegenteil drehen.
    Eigentlich sollte man alle Verantwortlichen, die AKW weiter betreiben, strafrechtlich verfolgen, denn eine höhere Gefahr für die Menschen im Schweizer Mittelland gibt es derzeit nicht.
    Denn es ist schon seit einiger Zeit bewiesen, dass es ohne unsere AKW geht.
    57 16 Melden
    • peeti 21.10.2016 13:08
      Highlight Immerhin ist der Anteil an Unentschlossenen ziemlich tief. Deshalb heisst es jetzt möglichst gut mobilisieren!
      17 3 Melden
    • sheimers 21.10.2016 17:46
      Highlight Initiativen verlieren oft kukrz vor dem Abstimmungstag an Zustimmung, weil die Leute länger darüber nachdenken und die Nachteile sehen. Bei der MEI war das nicht so, die Umfrageinstitute waren erstaunt. Es gibt aber eine Erklärung: Im Gegensatz zu anderen Initiativen war das ein Thema, das schon seit Jahrzehnten diskutiert wurde, die Meinungen also schon gemacht waren. Ebenso hier: Über den Atomausstieg diskutiert man seit 40 Jahren. Es wird niemand in den letzten Wochen seine Meinung ändern, entscheidend wird sein wer besser mobilisiert, und das kann in beide Richtungen gehen, es wird spanend
      4 1 Melden
    600
  • Roaming212 21.10.2016 08:45
    Highlight Und wieder werfen die Gegner der AKW-Lobby Angstmacherei vor während sie selber nichts anderes machen! Das Argument Atom-Unfall brauchen nur Hippies die keine Ahnung haben, die anderen Argumente von sauberen Strom und nachhaltigere Energie machen da viel mehr Sinn. Also hört auf mit dem Atom-Unfall zu argumentieren, mit dem werdet ihr nicht gewinnen. Statistiken zu Stromproduktionen im Vergleich mit den anderen Energiequellen das braucht man. Nur mit Fakten wird man euch ernst nehmen und dann ist ein früher Atomausstieg bestimmt möglich.
    20 73 Melden
    • Domino 21.10.2016 09:17
      Highlight Du meinst Argumente wie 2.6% des Stroms kommen von Solar- und Windkraft?
      16 4 Melden
    • sterpfi 21.10.2016 09:36
      Highlight Ich stimme insofern überein, dass ich die Möglichkeit eines GAUs als verschwindend gering einschätze. Das ist nicht der Grund, warum ich für die Initiative stimmen werde. Der Grund ist, dass ich es total unverantwortlich finde, Atommüll als Nebenprodukt zu produzieren, der noch während etlicher Menschen-Generationen strahlen wird. Nicht nur unverantwortlich, sondern das zeigt eine unglaubliche Arroganz gegenüber zukünftiger Generationen.
      46 6 Melden
    • deleted_420198696 21.10.2016 10:02
      Highlight Weil die Schweiz - wie öfter in Sachen Umwelt - anderen Industrienationen hinterherhinkt. Das lässt sich ändern. Deutschland z.B. ist auf gutem Weg mit Solarstrom.

      Und dann wär da noch:
      15 7 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 10:13
      Highlight Ich glaube mit dieser Atom-Lüge musst Du heutzutage wirklich nicht mehr kommen.
      Nur noch eine kleine Minderheit von "Atom-Gläubigen" wird Dir das Märchen von der sauberen Atom-Energie glauben.
      Aber eins ist sicher:
      Mit den AKW's hat sich die Menschheit selber einen gewaltigen Klumpfuss zugelegt, der sie im freien Gehen behindert und der noch viele Generationen nach uns Sorgen und Kummer bereiten dürfte!
      Auch eine hohe Zahl von Krebskranken ist für die nächsten 100'000 Jahren gesichert, was unserem immer teurer werdenden Gesundheitswesen weitere "Stammkundschaft" bringen wird...
      26 15 Melden
    • zuercher123 21.10.2016 11:34
      Highlight AKW erhöhen das Krebsrisiko nicht! Hört mal auf diesen Scheiss immer wieder zu erzählen!
      8 32 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 14:05
      Highlight Der Zusammenhang zwischen atomarer Strahlung und Krebstoten ist also ein Scheiss?
      Einverstanden!
      Und die Verursacher und Propagierer von solchen Krebstote verursachenden Radioaktiven Verstrahlung bauen wirklich einen Scheiss!
      (Ich meine damit nicht nützlichen Organischen Dünger.)
      Bei der Versenkung von Atommüll-Fässern und beim sporadischen Ablassen von Radioaktiv verstrahlten Kühlwasser ins Meer geht man vom Prinzip der Verdünnung aus.
      Genau dort, wo diese schwach radioaktive Strahlung am Wirken sind, ist die Zahl der Leukämie-Fälle nach oben geschnellt!
      Auch verdünnte Radioaktivität tötet!
      22 4 Melden
    • zuercher123 21.10.2016 15:42
      Highlight Klar ist Radioaktivität krebserregend, aber man lässt diese ja nicht austreten.
      Schweizer Kernkraftwerke lassen keine Radioaktivität austreten. Die Strahlungsbelastung in der Umgebung eines Atomkraftwerkes ist nicht höher als wenn da keines wäre.
      4 14 Melden
    • zuercher123 21.10.2016 15:44
      Highlight Es ist gefährlicher in einer Kellerwohnung oder im Wallis zu wohnen, als neben einem Atomkraftwerk!
      5 13 Melden
    • fcsg 21.10.2016 17:19
      Highlight @zuercher123 Es ist also noch nie aus irgendeinem AKW Radioaktivität ausgetreten... Auch in der Schweiz war man schon nahe an einer Katastrophe im Versuchsreaktor Lucens...
      Und das Gefährliche an Radioaktivität ist, dass sie Jahrtausende weiterstrahlt und bei einem Unfall ein grosser Teil der Schweiz für mehrere 1000 Jahre unbewohnbar ist. Dieses Risiko ist einfach nicht tragbar.
      9 3 Melden
    • Schne 21.10.2016 18:20
      Highlight Ich erinnere mich an einen Physiklehrer welcher in der Nähe vom Schweizer AKWs Strahlenmessgeräte verteilte. Er mass auch mal Werte über dem Grenzwert, ab dem man einen Störfall hätte öffentlich kommunizieren müssen. Auf Nachfrage antworteten die Betreiber, dass sich der Störfall übers Neujahr ereignet habe. Die Hälfte der Strahlung sei dem alten Jahr angerechnet und so wurde in beiden Jahren der Grenzwert eingehalten. Deshalb müsse man die Bevölkerung nicht informieren. Aber unsere AKWs sind natürlich sicherer als alle anderen, momol.
      9 1 Melden
    • _kokolorix 21.10.2016 21:44
      Highlight @zuercher123
      Natürlich sind die Strahlenwerte in der Umgebung höher als wenn da keines wäre, was erzählst du da für Blödsinn. Wären die Werte wirklich völlig unbedenklich dann würden die Betreiber und das Ensi wohl kaum eine solche Geheimniskrämerei aus ihren vorgeschriebenen Messungen machen
      5 3 Melden
    600
  • N. Y. P. 21.10.2016 08:42
    Highlight Um noch ein paar Milliarden aus den AKW-Ruinen rauszupressen, will man sie am Netz lassen.
    Die Betreiber sagen, die AKW's sind sicher. Klar, du kannst auch einen Bankberater fragen, welche Produkte für den Kunden sinnvoll sind.
    Eine Havarie wie in Tschernobyl würde uns hier wirtschaftlich ins Mittelalter werfen. 5 Billionen würde uns das kosten, somit wären wir erledigt.
    Lasst die paar Milliarden also sausen und stimmt für den Ausstieg.

    P. S. 55% reicht nicht. Da muss noch was gehen.
    61 4 Melden
    • Duweisches 21.10.2016 12:29
      Highlight Das traurige ist ja das im Moment mit AKWs Verluste eingefahren werden da der Strompreis so niedrig ist. Aber Hauptsache Klammern, den Rückbau kann ja dann der Staat übernehmen... 🙄
      26 1 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 17:55
      Highlight Warum sind denn die Strompreise so tief?
      Weil die AKW-Lobby immer lautstark von der Stromlücke warnte und die Bevölkerung das glaubte, haben wir heute eine Stromschwemme!
      Die Preise sind wegen dem Überangebot so tief, dass die Wasserkraftwerke in Schwierigkeiten geraten...
      Und was machen die rührigen GegnerInnen der Initiative (unter ihnen Doris Leuthart?)
      Sie warnen eindringlich vor einer drohenden Stromlücke...
      11 2 Melden
    • E7#9 21.10.2016 19:08
      Highlight Mit der Atomlobby hat das nicht viel zu tun. Die Strompreis ist so tief wegen der deutschen Hals-über-Kopf-Energiewende. Alles was nicht nuklear ist wird bei unseren Nachbarn derart stark unterstützt (auch fossile Energie), dass wir nun übersubventionierten Billigstrom importieren können. Dagegen hat unsere Wasserkraft (eine der saubersten Energien überhaupt) einfach keine Chance. Mir wird eine sinnvoll geplante Energiewende immer sympathischer, zumal die KKW's kostenbereinigt nicht wirklich rentabel sind.
      8 0 Melden
    • N. Y. P. 21.10.2016 19:26
      Highlight Eine Laienfrage :
      Was genau macht die Wasserkraft so teuer ? Das Wasser liegt doch unmotiviert in den Stauseen herum. Irgendwann plätschert es dann übermotiviert ins Tal und wir gewinnen den Strom.
      Oder sind es die Entstehungskosten, wie die 2 Mia. Anlage im Glarnerland, die beinahe nicht zu refinanzieren sind ?
      Oder ist es nur die Energiewende in D ? Vermutlich eine Kombination von allem.
      5 0 Melden
    • _kokolorix 21.10.2016 22:02
      Highlight Das wirkliche Problem sind die lächerlich tiefen Co2 Abgaben, welche den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken wirtschaftlich machen. Wären diese Abgaben vernünftig, würden diese Dreckschleudern sofort vom Netz gehen und der Strom wäre wieder mehr Wert. Die Wasserkraftwerke jetzt zu verscherbeln ist die dümmste Idee in dieser an dummen Ideen nicht gerade armen Branche
      7 1 Melden
    • wasylon 21.10.2016 22:59
      Highlight @N.P.D Der Wasserzins ist jene Abgabe, welche für die wirtschaftliche Ausnutzung der ihm verliehenen Wasser zu entrichten hat. Er ist gewissermassen das Entgelt, das für die Sondernutzung des an sich öffentlichen Rohstoffes «Wasserkraft» zu bezahlen ist. Im Rahmen der Maximalabgabe des Bundesrecht, sind die Kantone frei, den Wasserzins nach eigenen Grundsätzen einzufordern. Der Maximalansatz ist im Laufe seines über 80-jährigen Bestehens von anfänglich 6 Franken pro Bruttopferdekraft auf heute 80 Franken pro Bruttokilowatt angestiegen.
      4 0 Melden
    • N. Y. P. 22.10.2016 09:12
      Highlight Informative Antworten.
      Die Kantone könnten die Wasserkraft also fördern, hätten dann aber weniger Steuereinnahmen.
      Vermutlich verhindern in den Kantonalparlamenten jeweils die Bürgerlichen Blöcke, dass der Wasserzins gesenkt wird. Damit die Zahlen der AKW's nicht noch schlimmer erscheinen.
      3 0 Melden
    • Duweisches 22.10.2016 09:50
      Highlight Das Problem beim Wasserzins ist, dass viele Gemeinden quasi davon abhängig sind. Das Geld geht nämlich in die Gemeindekassen, und wie Sie wissen stehen die meisten Wasserkraftwerke nicht gerade an Orten die anderweitig grosse Steuereinnahmen haben...
      3 0 Melden
    • wasylon 22.10.2016 10:23
      Highlight So einfach ist das nicht. 400 Millionen Wasserzins zahlen Stromkonzerne an Bund, Kantone und Gemeinden. Die kompensiert oder eingespart werden müssten.
      Die Grundsatzfrage lautet, wollen wir die Energie durch Subventionen oder Steuererlasse immer billiger machen?
      3 0 Melden
    600
  • rodolofo 21.10.2016 08:42
    Highlight In den ersten Umfragen antworten die Leute noch unbekümmert und gefühlsmässig, "aus dem Bauch" heraus.
    Diese Gefühle sind in Sachen AKW's mulmig und gründen auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz, bestehend aus diversen Unfällen und Pannen, den Vertuschungsversuchen durch Betreiber und Behörden, sowie aus drei veritablen Super-GAU's, welche beinahe die ganze Welt in einen grauenvollen Krebs-Tod nach atomarer Verstrahlung gestürzt hätten, was nur mit viel Glück im Unglück noch abgewendet werden konnte.
    Eine geringe Strahlen-Verseuchung aber bleibt. Und sie nimmt langsam und kaum merklich zu!
    21 4 Melden
    • Regas 21.10.2016 12:01
      Highlight Nicht einmal die Atombomben von Fukushima und Nagasaki haben die ganze Welt verseucht!
      2 21 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 16:22
      Highlight @ Regas
      Mit Deinem Macho-Gehabe kannst Du anderen imponieren, aber nicht mir!
      In einem Western, der auf einem Gelände spielte, auf dem damals im Kalten Krieg Atombomben getestet worden waren, warfen sich Indianische Darsteller Stuntmässig vom Pferd in den Sand.
      Dieser Sand war Radioaktiv verstrahlt.
      Von diesen Filmdarstellern lebt heute nur noch ein einziger Mann, der die traurige Geschichte dieser ahnungslosen Opfer des Atomaren Wahnsinns weiter erzählen kann.
      Alle seine Freunde, die Darsteller waren in jenem Western, sind inzwischen an Krebs gestorben...
      3 0 Melden
    • sheimers 21.10.2016 17:54
      Highlight Wenn Du nicht mal weisst wo die Bomben gefallen sind, dann halte Dich doch raus aus der Diskussion. Zudem: Die Radioaktivität in der Atmosphäre ist nach diesen Bombenabwürfen und den vielen oberirdischen Tests natürlich weltweit leicht gestiegen, und somit auch die Krebserkrankungen.
      5 0 Melden
    600
  • dracului 21.10.2016 08:40
    Highlight Bezüglich Schweiz fehlt mir immer eine spezifische Risikobetrachtung. Bei einem ähnlichen Unglück wie bei Tschernobyl oder Fukushima wären bei uns mehr Personen betroffen und eine Umsiedelung in andere Regionen für Jahrzehnte wäre, aufgrund der Grösse des Landes, nicht so einfach zu bewältigen. Auch bei der Kostenbetrachtung sind wir ungenau: Denn alle Kosten müssten sich auf die Halbswertzeiten bis zur Unschädlichkeit für Mensch und Tier berechnen. Ein Tunnel kann man verrotten lassen, aber auf einem KKW-Gelände werden in den nächsten paar hundert Jahren keine Kühe weiden können.
    36 5 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 10:16
      Highlight Vielleicht könnte diese Aussicht, nach einem AKW-Unfall nach Afrika minimieren zu müssen, das Einfühlungsvermögen unserer Wohlstands-übersättigten Europäischen Bevölkerung verbessern...
      17 4 Melden
    600
  • Don Alejandro 21.10.2016 08:35
    Highlight Weg mit den alten Stinkern, her mit der sauberen Energie. Die Technologie und Marktreife ist schon längstens da.
    30 8 Melden
    • Domino 21.10.2016 09:25
      Highlight 2.6% heute, bis 2050 20%? Reicht das? Bist du dir sicher?
      7 22 Melden
    • Fabio74 21.10.2016 10:13
      Highlight @Domino: Wir wären längst weiter würde die Verfilzung in Bern mit der Atomlobby und der Öllobby nicht so gross sein
      33 5 Melden
    • Regas 21.10.2016 11:58
      Highlight KKW's stinken nicht, aber Kohlenkraftwerke schon!
      3 14 Melden
    • sheimers 21.10.2016 17:57
      Highlight Deutschland hat es in etwa 20 Jahren vom tiefen einstelligen Bereich auf etwa 30% Strom aus Solarenergie und Wind geschafft. Warum sollten wir das nicht auch schaffen? Wir haben noch den Vorteil, genug Speicherseen zu haben, weil unser Land zum grossen Teil im Gebirge liegt. Also sind wir bestens für die Energiewende vorbereitet, wir müssen nur wollen!
      6 0 Melden
    600
  • Triumvir 21.10.2016 08:32
    Highlight Was Deutschland schafft, können wir auch schaffen. Raus aus dieser Killerenergie. Jeder der auch nur ein bisschen an die nächsten Generationen denkt, der kann niemals für den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken sein. Deshalb lieber heute als morgen raus! Raus! RAUS!
    43 9 Melden
    600
  • Wilhelm Dingo 21.10.2016 08:22
    Highlight Alle AKWs würden innert sehr kurzer Zeit abgeschaltet müssten die Betreiber eine Versicherung haben welche die Kosten eines Super GAUs übernehmen müsste.
    21 3 Melden
    600
  • LeChef 21.10.2016 08:18
    Highlight Bei gewichteten online Samples sollte man immer etwas vorsichtig sein... Mit einer reinen Gewichtung nach demografischen Variablen kriegt nämlich noch keine repräsentative Stichprobe. Und eine Gewichtung nach Erfahrungswerten ist immer ziemlich Daumen*Pi..
    9 0 Melden
    600
  • Thomas_v_Meier 21.10.2016 08:15
    Highlight Vor einem GAU habe ich eigentlich keine Angst. Bevor ein solcher in der Schweiz stattfindet gewinne ich im Lotto den Jackpot.

    Mich stört viel mehr das
    - Für den Abfall ist keine Lösung in Sicht, wir produzieren diesen aber seit über 40 Jahren
    - Uran Abbau ist ein drecksgeschäft für Mensch und Umwelt
    - Keine Kostenwahrheit.

    Daher Initiative annehmen.
    41 4 Melden
    600
  • Süffu 21.10.2016 08:14
    Highlight Leider wird sich das noch ändern, wenn die weniger interessierten abstimmen. Rechne pessimistischerweise mit einem nein.
    18 1 Melden
    • Henzo 21.10.2016 10:13
      Highlight Ich bete dafür!
      4 18 Melden
    600
  • Starfox 21.10.2016 08:05
    Highlight Merkt ihr den nichts? Die ersten Umfragen für die 'grüne Wirtschaft' haben doch damals am Anfang auch eine Zustimmung vorausgesagt, ab Schluss ging die Initiative deutlich bachab.
    Bei dieser Initiative dürfte es ähnlich sein, ich gehe davon aus dass diese Initiative abgeschmettert wird, es wird ein Nein zum Atomausstieg geben an der Urne, und zwar deutlich mit 55 - 65 %. Werde auch nein stimmen.
    7 36 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 10:19
      Highlight Und wahrlich, ich sage Euch:
      "Die Sieger werden die Verlierer sein!"
      Und die Verlierer erst recht...
      13 3 Melden
    600
  • Z&Z 21.10.2016 07:58
    Highlight Ich verstehe die Problemfelder der AKWs und bin auch der Meinung, dass die Nachteile überwiegen. Aber was ich nicht verstehe ist, wie wir die AKWs konkret ersetzen sollen? Ich hab mal gegoogelt, das Werk in Beznau hat im Jahr 2009 5'800 GWh Energie produziert. Der Stausee Lac des Dix hat im Jahr 2011 1'800 GWh proudziert. Und das ist einer der Grössten der Schweiz. Das heisst, um ein AKW zu ersetzen müssten beispielsweise 3 solcher Stauseen gebaut werden. Wer stellt sein Tal zur Verfügung? Oder gibt es effiziente Alternativen, die nicht so flächenintensiv sind?
    16 38 Melden
    • Wilhelm Dingo 21.10.2016 08:20
      Highlight Ein Beispiel: Es gibt Berechnungen, dass mit dem Ersatz aller alten Umwälzpumpen in Heizungsanlagen 65% vom AKW Mühleberg überflüssig würde. https://www.energieschweiz.ch/page/de-ch/umwaelzpumpen
      16 3 Melden
    • trio 21.10.2016 08:26
      Highlight Dezentrale Energieerzeugung ist das Zauberwort!
      22 1 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 08:51
      Highlight Wenn wir konsequent umsteigen, können wir unsere Mittel sehr schnell in den Ausbau der "Erneuerbaren" und in ein leistungsfähigeres und flexibleres Stromnetz, sowie in Energie-Sparmassnahmen investieren!
      Solarthermische Kraftwerke in Wüsten und Halbwüsten können zusätzlich verlässliche Bandenergie liefern.
      Der billigste Strom ist der, der gar nicht gebraucht wird.
      Kooperation mit Europa ist zentral!
      Wenn wir aber weiter hin und her überlegen, können wir nichts richtig vorantreiben und haben dann bald einmal alte, marode Atommeiler, die noch gefährlicher sind, als die, die wir jetzt schon haben
      18 2 Melden
    • amore 21.10.2016 08:58
      Highlight Einfach mal das Buch "Kraftwerk Schweiz" von Prof. Anton Gunzinger lesen. In diesem Buch wird aufgezeigt, wie es ohne AKW geht.
      0 0 Melden
    • Henzo 21.10.2016 10:51
      Highlight @Willhelm: wer soll die Umwelzpumpen bezahlen? Nicht jeder Hauseigentuemer oder Vermieter hat liquides Geld zur Verfuegung und nicht jeder Mieter kann den Aufpreis der Installation bezahlen. Klingt alles so einfach, ist es dann in der Praxis aber nicht.
      6 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 21.10.2016 12:17
      Highlight @Henzo: Das ist natürlich richtig. Jeder Ausstieg wird kosten. Am billigsten ist es aktuell tasächlich aus AKW und Kohle Strom zu erzeugen, weil die langfristigen Folgen ignoriert werden. Entweder wir zahlen heute den Ausstieg oder nachfolgende Generationen werden die Folgen zahlen müssen. Bei den Kohlekraftwerken ist es die Klimaerwärmung und bei den AKWs die Entsorgung und allenfalls ein SuperGAU. Ein SuperGAU ist durchaus wahrscheinlich in Europa mit seinen 74 AKWs.
      11 1 Melden
    • peeti 21.10.2016 13:16
      Highlight @Z&Z: In den letzten Jahren haben Stromanbieter im Ausland erneuerbare Energien in der Grössenordnung von Beznau I, II & Mühleberg aufgebaut. Diese kann die Schweiz beziehen.
      Wir haben heute eher das Problem der Stromschwemme durch viel zu viel Stromangebot (deshalb auch der tiefe Preis). Deshalb kommt es auch nicht einfach zu einem Blackout!
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    • sheimers 21.10.2016 18:02
      Highlight Z&Z: Wir haben aber jetzt schon viel mehr Stauseen als Kernkraftwerke. Zudem sind die älteren Kernkraftwerke eher schwachbrüstig, also leicht zu ersetzen. Für die Neueren haben wir auch mit der Initiative noch zehn Jahre lang Zeit. Wenn man sieht wie schnell der Zubau von Solarenergie in Deutschland vorankommt, denke ich schaffen wir das auch.
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    • helios 21.10.2016 19:03
      Highlight Wieviel hat es denn im Jahr 2015 produziert?
      Ooops, stimmt, Block 1 lief nur 2 Monate, und Block 2 nur 7 Monate. "Zuverlässige Atomenergie".
      7 0 Melden
    600
  • Töfflifahrer 21.10.2016 07:46
    Highlight Man versucht uns doch immer wieder weiss zu machen, dass der Atomstrom billigen Strom generiert. Wenn man die Kosten der Endlagerung und des Rückbaus alter Atomkraftwerke aber mit berücksichtigt, würde ich diesen Strom nicht mehr wirklich als günstig bezeichnen. Denn bezahlen müssen letztendlich wir.
    Ich bin der Überzeugung, dass es leider grossen Druck auf die Energielobby braucht, damit man alternative Energien und Geschäftsmodelle überhaupt ernsthaft prüft.
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    • rodolofo 21.10.2016 08:58
      Highlight Hier liegt doch der eigentliche Grund für die unbeschränkten Laufzeiten:
      Es geht wieder mal nur ums Geld!
      Die AKW-Betreiber wehren sich gegen grössere Rückstellungen für die Kosten der Endlagerung.
      Die jetzigen Rückstellungen werden aber bei weitem nicht genügen!
      Und das heisst wiederum nichts anderes, als dass am Schluss der Staat die undankbare Aufgabe mit der Entsorgung und Lagerung der hoch radioaktiven Abfälle übernehmen "darf".
      Für die nächsten paar 100'000 Jahre haben die Atomstaaten also ihre Daueraufgabe gefasst!
      Trotzdem wettern die gleichen AKW-Befürworter ständig gegen den Staat...
      24 1 Melden
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  • Andreas Späti (1) 21.10.2016 07:31
    Highlight Ich bin auch der Meinung dass wir uns innovativeren Energieprojekten zuwenden sollten. Zudem haben wir optimale Energiespeicher (Pumpwerke) mit wechen wir die Energie speichern können. Wenn der Energiepreis bei einer leichten Verknappung wieder ansteigen würde, könnten diese auch wieder rentabler betrieben werden.
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  • E. Edward Grey 21.10.2016 07:24
    Highlight Zuletzt erhielt ich von den Elektrizitätswerken eine Aufstellung über den Anteil verschiedener Energiegewinnungsarten an meinem Strom (hier: 96% Wasserkraft). Haben andere Leser dieses auch erhalten?
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  • Thomas Rohrer 21.10.2016 07:21
    Highlight Wir haben doch in der Schule schon gelernt dass Atomkraft gefährlich ist. Fukushima war doch keine Überraschung.
    44 12 Melden
    • Roaming212 21.10.2016 08:40
      Highlight Ja und in der Schweiz kommt es ja wie in Japan dauernd zu schweren Erdbeben gepaart mit tsunamiartigen Wellen
      6 42 Melden
    • Easypeasy 21.10.2016 12:20
      Highlight Ja genau. Die Schweiz ist ein Erdbeben Gebiet. Und Akw sind auch neben Gewässern.
      10 5 Melden
    • Zarzis 21.10.2016 15:26
      Highlight @Roaming212

      Und was ist mit dem Erdbeben 1356 in Basel?
      Das wäre dann ein sogenannter Schwarzer Schwan!
      Nur da es lange nicht mehr gab, es einfach auszuschliessen ist, sorry, das Dümmste!
      Und die meisten AKW Störfälle sind Menschliches Versagen!
      Sind Schweizer vor dem mehr gefeit als alle anderen?
      Ich Denke nicht!
      12 0 Melden
    • Thomas Rohrer 22.10.2016 05:11
      Highlight Sicher sind AKW's neben Gewässer. Die AKW's brauchen Wasser für die Stromproduktion.
      1 0 Melden
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  • Crecas 21.10.2016 07:20
    Highlight Uiuiui, das sieht nicht gut aus für die Initiative. Hatte mit einer viel höheren Zustimmung gerechnet, denn normalerweise verliert ja die Initiative bis zur Abstimmung noch deutlich an Zustimmung.
    54 4 Melden
    • Radiochopf 21.10.2016 07:42
      Highlight @Crecas

      Sehe ich leider genau so.. das wird viel knapper und wohl doch eher ein Nein, wenn die Zustimmung so tief ist..
      31 3 Melden
    • rodolofo 21.10.2016 09:06
      Highlight Die Angst leitet das Abstimmung-Verhalten der Schweizer StimmbürgerInnen.
      Es fragt sich nur, welche Angst grösser ist:
      Die Angst, dass in ferner Zukunft mal zu wenig Strom aus der Steckdose kommen könnte und auf "Trash-TV" verzichtet werden muss (die SRG wird es bis dann wegen der Angst vor den Bilag-Gebühren wohl nicht mehr geben), oder die Angst vor einem Super-Gau, dieses Mal mitten in Europa, wo ein zu lange betriebener Atommeiler in die Luft fliegt und den Zivilschutz überfordert...
      Ich glaube, mir machen langsam aber sicher meine ängstlichen Stimmbürger-KollegInnen Angst!
      11 1 Melden
    • Crecas 21.10.2016 10:07
      Highlight Interessanter Punkt mit der Angst. Ich denke, der Grossteil der Schweizer vertraut aber wohl den AKW Betreibern. Ich denke auch bei der SP und den Grünen ist die Ablehnung von AKWs viel stärker auf die Umwelt-/Entsorgungsproblematik zurückzuführen, als auf die Super GAU Problematik. Oder nicht?

      Also aber vor der Billag hat man nicht Angst, man will's nur nicht zahlen :)
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    • rodolofo 21.10.2016 10:27
      Highlight Also gut, die Leute welche keine Billig bezahlen wollen, haben Angst vor qualitativ guten und unabhängigen Medien, der "4.Gewalt im Staate".
      Und sie haben Angst, dass die Gags von Vitor und Mike die Fronten in unserer "gespaltenen" Gesellschaft aufweichen und Manipulationen und Verwirrungen als Teil von Machtspielchen verunmöglichen.
      Ist es so besser gesagt?
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    • Crecas 21.10.2016 11:46
      Highlight Ich glaube vor qualitativ guten und unabhängigen Medien haben die wenigsten Angst. Im Gegenteil. Aber wird wohl viele geben, welche das SRF Angebot nur bezahlen aber nie nutzen und/oder aber bzgl. "qualitativ gut" eine dezidiert andere Meinung haben. As simple as that.
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    • rodolofo 21.10.2016 14:07
      Highlight Ja für den Service Public bezahlen alle.
      Darum heisst es ja auch "Service Public"!
      Wer ihn dann nicht nutzt, ist selber schuld...
      2 1 Melden
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  • Mate 21.10.2016 07:08
    Highlight wissen die gegner das bereits heute ein akw vom netz ist, wegen revisionen? Geht auch so ohne blackout und falls die beiden zu alten akw vom netz genommen werden, ist leibstadt wieder am netz. Es wird ja auch heute schon dreckiger strom importiert, also ist das ganze wieder einmal angstmacherei.
    39 2 Melden
    • Tavares 21.10.2016 12:00
      Highlight Diesen Sommer waren teilweise alle 5 AKWs weg vom Netz. Ein Blackout gab es trotzdem nicht...

      Das ist alles Angstmacherei, in Europa gibt es zu viel Strom, darum können die Meiler kurzfristig angeschaltet werden. Importieren wir halt ein paar Jahre Solarstrom aus D und füllen die Pumpspeicherseen! Und nach und nach finden wir eine Lösung, zumal Gösgen und Leibstadt nicht sofort vom Netz müssten, der unmittelbare Ausfall ist also nicht so groß!
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    • peeti 21.10.2016 13:22
      Highlight @mate: Nicht nur ein sondern zwei AKWs sind vom Netz: Beznau I und viel wichter auch Leibstadt (grösser als beide Beznaus & Mühleberg zusammen). Sieht jemand ein Blackout? Nein, wir können in diesem AKW-Chaos Strom importieren (notabene aus Wind- und Solaranlagen in CH-Besitz).
      6 0 Melden
    • Kaffo 21.10.2016 18:05
      Highlight Dreckiger Strom wird auch mit AKW's produziert. Die Probleme mit dem Atommüll werden immer beiseite geschoben, obwohl es bis heute noch keine Lösung gibt.
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  • Charlie Brown 21.10.2016 07:05
    Highlight Die Propagandamaschine der Stromlobby wird sicher noch genug Ängste schüren, um die Stimmung noch zu "korrigieren".
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    • sheimers 21.10.2016 18:07
      Highlight Das wird nicht funktionieren. Bei diesem Thema sind die Meinungen längst gefasst, man diskutiert es seit 40 Jahren. Eine krasse Kampagne gegen die Initiative würde deren Befürworter nur ärgern und somit mobilisieren. Wir lassen uns doch nicht kaufen!
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    • Charlie Brown 21.10.2016 18:52
      Highlight Klare Befürworter und klare Gegner: Klar.

      Aber die entscheiden nicht. Es entscheiden jene, die vor Fukushima fanden, Atom sei noch so gäbig und nach Fukushima plötzlich aussteigen wollten. Schau mal Umfragen zum Thema an auf der Zeitachse vor, kurz nach und etwas länger nach solchen Ereignissen.
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  • Töfflifahrer 21.10.2016 07:05
    Highlight Nur nichts überstürzen. Nun kommt die Atomlobby und wird verschiede Szenarien des Weltunterganges und des fehlenden Stroms aufwerfen. Von, die Wirtschaft wird wegen mangelndem Strom darben und es wird Arbeitsplätze kosten bis wir erfrieren im Winter, wird wohl alles kommen. Bin mal gespannt.
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  • Max Havelaar 21.10.2016 07:02
    Highlight Leider wird die Zustimmung sinken. Erste Angstmacher-Plakate, die einen Blackout prophezeien, hängen schon...
    53 4 Melden
    • Radiochopf 21.10.2016 07:46
      Highlight @Max Havelaar

      und die Lobbyisten werden uns erzählen, dass wir unsere Jobs verlieren werden wenn es ein Ja gibt.. der Strompreis der AKW's ist einfach subventioniert, da der Abbau der AKW's vom Staat bezahlt wird.. das dies immer noch so gerechnet wird, ist lächerlich und in 50 Jahren wird man hoffentlich darüber den Kopf schütteln... das die "unabhängige" ENSI Jobs verlieren wird, wenn es keine AKW's mehr gibt und darum immer wieder erzählt wie sicher die AKW's sind, ist doch auch klar.. unsere AKWs' sind die ältesten der Welt und haben Löcher, warten wir wirklich auf den Super-Gau?
      31 2 Melden
    • AbstractInsanity 21.10.2016 10:15
      Highlight Aber warum denn immer vom Supergau ausgehen?

      Man könnte ja auch bloss einen verhältnismässig kleinen Gau haben. Schweizer Reaktoren sond rein Zivil und nich in der Forschung beteiligt, werdenalso nicht am Limit betrieben. Keine grossen Einwirkungen von Flutwellen oder Erdbeben lassen uns eine Kernschmelze und eine plötzliche Zerstörung der Reaktoren ausschluessen. Wie soll also bitte ein Super-GAU entstehen?
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