Schweiz

Höchster Windpark Europas im Wallis eingeweiht

Publiziert: 30.09.16, 18:37 Aktualisiert: 01.10.16, 14:57

Bild: KEYSTONE

Auf dem Griespass im Wallis steht der höchste Windpark Europas. Am Freitag wurde er feierlich eingeweiht. Der Park umfasst vier Windräder und produziert zehn Gigawattstunden Strom pro Jahr. Dies entspricht in etwa dem Verbrauch von 2850 Haushalten.

Bild: EPA/KEYSTONE

Die produzierte erneuerbare Energie wird in das Stromnetz eingespiesen. Eine Pilotanlage wurde bereits vor fünf Jahren auf dem Griespass aufgebaut. Die nun eingeweihte Anlage sei ein Leuchtturmprojekt der Energiewende, sagte Energieministerin Doris Leuthard am Freitag vor Ort.

Die Installation der Windräder beim Nufenenpass 2500 Meter über Meer war eine Herausforderung. Die Rotorblätter mit einem Durchmesser von 92 Metern mussten mit Spezialfahrzeugen von Deutschland ins Wallis transportiert werden. Die letzten zweieinhalb Kilometer mussten sie über eine kleine gewundene Strasse bis zur Passhöhe gebracht werden.

Fakten rund um den Energieverbrauch in der Schweiz

Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Franken. Der Walliser Windpark ist im Besitz der Gries Wind AG. Aktionäre sind die SwissWinds GmbH (70%), Energie Wasser Luzern (ewl) (20%) und die regionale Baufirma Gombau AG (10%). Der im Jahr 2007 lancierte Windpark Gries befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Obergoms.

Bild: KEYSTONE

Die Gemeinde- sowie die Burgerversammlung hatten das Projekt 2008 einstimmig bewilligt. Im Jahr 2014 hatten sich SwissWinds und der WWF Oberwallis geeinigt über Zusatzmassnahmen zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen.

Die grössten Klimasünder

Die Einweihung des Windparks im Wallis fällt zusammen mit der Schlussabstimmung zur Energiestrategie 2050 im Parlament. Diese sieht vor, dass der Energieverbrauch reduziert wird und erneuerbare Energien gefördert.

(sda)

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  • wiedike 01.10.2016 11:01
    Highlight Die Windräder befinden sich übrigens auf dem Griespass und nicht auf dem Nufenenpass.
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    • Raphael Bühlmann 01.10.2016 11:40
      Highlight Danke für den Input, hab's korrigiert.
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  • nichtwichtig 30.09.2016 23:33
    Highlight Ich zitiere Doris Leuthard bei der Eröffnung;
    "Die nun eingeweihte Anlage sei ein Leuchtturmprojekt der Energiewende."
    Diese elende doppelmoral (nicht nur von Doris) geht mir so hart auf den Sack - leere Worte ohne Inhalt. Vor 1-2 Wochen hatte sie noch eine ganz andere Postion in der Arena vertreten.

    Das Erbrochene passt sich immer der Veranstaltung an.
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  • Maett 30.09.2016 21:25
    Highlight Wie sieht das eigentlich im (nationalen) Strommanagement aus? Was passiert, wenn die Leistung der Windkraftwerke schnell ansteigt, können in dieser Zeit genug schnell Wasserkraftwerkschleusen geschlossen, und im umgekehrten Fall geöffnet werden?

    Das Problem solcher Kraftwerke ist (nebst der immensen Landschaftsverschandelung) ja die fehlende Produktionsplanbarkeit, anderswo läuft also ein Schattenkraftwerk, um Leistungseinbussen auffangen zu können - die Frage ist, ob ein solches die Energie auch erzeugt (aber nicht umwandelt), womit diese Installation nur was für die Statistik wäre.
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    • Regas 30.09.2016 22:53
      Highlight @Maett Das KKW Gösgen liefert pro Jahr ca. 6000GWh Strom, die 4 Windräder aber nur 10GWh, also etwa 600 mal weniger. Wollte man Gösgen ersetzen müssten also 4 * 600 = 2400 solche Windräder aufgestellt werden. Kostenpunkt 600 * 20Millionen = 12Milliarden Franken. Wir schliessen daraus 1. Die 4 Windräder erzeugen so wenig Energie das die Stromschwankungen keine Auswirkungen haben. 2. Mit Windenergie lässt sich in der Schweiz kein Atomkraftwerk ersetzen. Stromschwankungen siehe: http://www.windjournal.de/erneuerbare-energie/schwankungen_windenergie_einspeisung
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