Schweiz

10. Zurich Film Festival

Drei Schweizer Filme räumen am Zurich Film Festival Preise ab

05.10.14, 07:32 05.10.14, 08:43

Das 10. Zurich Film Festival ist aus Schweizer Sicht eine überaus erfolgreiche Ausgabe: Gleich drei heimische Filme wurden mit Preisen ausgezeichnet. Die Goldenen Augen im internationalen Spielfilm- und Dokumentarfilmwettbewerb gingen nach Uruguay und Rumänien.

In seinem melancholischen Episodenfilm «Una Noche Sin Luna» begleitet Regisseur Germán Tejeira in einer Silvesternacht drei einsame Menschen. Der 32-jährige Filmemacher aus Uruguay konnte am Samstagabend an der Award Night im Zürcher Opernhaus den Hauptpreis entgegennehmen.

Freuen durfte sich auch sein rumänischer Kollege Alexander Nanau, der für sein Porträt «Toto and his sisters» über drei Roma-Kinder in Bukarest das Goldene Auge für den besten internationalen Spielfilm erhielt.

Die Goldenen Augen der beiden internationalen Wettbewerbe sind mit je 25'000 Franken dotiert, während die Auszeichnung der Sektion «Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich» mit einem Preisgeld von 20'000 Franken verbunden ist.

Letzterer Preis ging am Samstagabend an den jungen Schweizer Filmemacher Nick Brandestini. In seinem Dokumentarfilm «Children of the Arctic» porträtiert er Jugendliche eines indigenen Ureinwohnervolkes, das in Alaska lebt. Das bildstarke und bewegende Werk begleitet die jungen Menschen in ihrem Leben zwischen Moderne und Tradition.

Publikumspreis an Film über den Tod

Der neu geschaffene Förderpreis für den Schweizer Film – verbunden mit einem Preisgeld von 10'000 Franken – ging an den Spielfilm «Bouboule» des Regisseurs Bruno Deville. Die Coming-of-Age-Geschichte handelt von einem 12-jährigen übergewichtigen Jungen, der sich von seinem Aussenseitertum befreit. «Bouboule» startete wie der Film «Chrieg» des Zürchers Simon Jaquemet im internationalen Spielfilmwettbewerb, wo die beiden Streifen allerdings leer ausgingen.

Die Zuschauer verliehen den Publikumspreis an den Schweizer Dokumentarfilm «Zu Ende Leben». Rebecca Panian begleitet darin einen Mann, der an einem Tumor leidet. Zugleich machen sich in ihrem Film bekannte Schweizer Persönlichkeiten wie Franz Hohler oder Pedro Lenz Gedanken zum Tod.

Insgesamt zeigte das Zurich Film Festival bei seiner Jubiläumsausgabe 145 Filme aus 29 verschiedenen Ländern. 17 davon waren Weltpremieren, 14 stammten von Schweizer Filmschaffenden. (viw/sda)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Der Liveticker zum Film

Kein feuchter Traum: Als Sportreporter eine Filmkritik über «Fifty Shades of Grey» schreiben

Schickt mich die Chefredaktion doch tatsächlich ins Kino, um eine Filmkritik zu schreiben. Alles, was ich als Sportreporter jedoch draufhabe, ist einen Liveticker zu schreiben. Deshalb bleibe ich meiner Linie auch als Kulturreporter treu. 

Vor dem Spiel? Wohl eher Vorspiel. Die erste Filmvorschau erscheint und sofort geht ein Raunen (oder eher ein «Uuuuuh») durchs Publikum.

Ein Kerl schleift mit einem funkensprühenden Gerät sein Gewehr. Oder was auch immer. Und er tanzt. Und er heisst wahrscheinlich Channing Tatum oder so. Der Filmtitel ist vielversprechend: «Magic Mike XXL»

Wow, es sind tatsächlich fast nur Frauen im Saal. Ich schätze so um die 90 Prozent. Im Alter zwischen 20 und 50 ungefähr.

Vor mir sitzt ein Vater mit seinem …

Artikel lesen