Schweiz

18 Gault-Millau-Punkte: Das war der «Koch des Jahres 2016»

05.10.15, 12:30 10.10.16, 12:20

Nenad Mlinarevic, Küchenchef im Park Hotel Vitznau am Vierwaldstättersee, ist «Koch des Jahres 2016». Der 34-Jährige ist am Montag vom Gastroführer GaultMillau mit 18 von 20 möglichen Punkten ausgezeichnet worden. Sein Revier liegt am Fusse der Rigi.

Nenad Mlinarevic tischt keinen Kaviar und Hummer auf. Eher Kohl und Kalbskopf. Er sucht die Kräuter am Fusse der Rigi und hat einen engen Kontakt mit Weggiser Gemüsebauern. «Keiner geht mit strikt regionalen Produkten raffinierter und harmonischer um als der ehrgeizige Küchenchef im Park Hotel Vitznau», teilte GaultMillau Schweiz mit. In den Kochtopf schafft es nur, was in der Umgebung wächst.

Nenad Mlinarevic: «Koch des Jahres 2016»

Bemerkenswert findet GaultMillau deshalb zweierlei: Nenad Mlinarevics Rolle als Foodscout, als Entdecker kleiner, noch unbekannter Produzenten. Und seine Rolle als Koch. «Er verzaubert die vermeintlich einfachen Produkte», schwärmen die Gastroexperten.

Er habe nach langem Suchen seinen Stil gefunden. Und das Publikum. Die Tische im Restaurant «focus» im Park Hotel Vitznau seien heiss begehrt, der Applaus riesig, heisst es im Gastroführer.

Die Generation Caminada trumpft gross auf

Mlinarevic war unter anderem Schüler von 19-Punkte-Koch Andreas Caminada. So schreibt der Gastroführer von der «Generation Caminada», die den Akzent im GaultMillau 2016 setze.

Andreas Caminada selbst sei in Hochform, eröffne vor Weihnachten seine erste Filiale im Grand Resort Bad Ragaz. Und auch GaultMillaus «Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz» stamme aus dieser Ecke: Sven Wassmer von «7132 Hotel» in Vals arbeitet für Caminada und zuletzt als Vize bei Mlinarevic. Er erhält 17 Punkte.

In der Romandie entdeckte der Guide Alain Monitgny, der im «Chalet RoyAlp» in Villars-sur-Ollon VD für 15 Punkte kochte.

19-Punkte-Club bestätigt.

Der 19-Punkte-Club

Der letztjährige «Koch des Jahres»: Peter Knogl vom Basler «Les Trois Rois». Bild: KEYSTONE

Die Schweizer 19-Punkte-Chefs konnten ihre Leistungen «gewohnt souverän» bestätigen. Zum exklusiven Kreis gehören:

Der siebte im Bund, André Jaeger, habe sich mit einem grossen Finale in den Ruhestand verabschiedet. Er ist GaultMillaus «Aussteiger des Jahres». Die früheren 19-Punkte-Chefs Roland Pierroz (Verbier VS) und Philippe Rochat (Crissier) verstarben in diesem Jahr. Die Maximalzahl von 20 Punkten wurde in der Schweiz noch nie vergeben.

Die «Aufsteiger des Jahres»

Der Gastroführer GaultMillau empfiehlt seinen Leserinnen und Lesern dieses Jahr 845 Adressen. 73 Restaurants sind neu dazugekommen. 90 Chefs legten zu, 40 wurden zurückgestuft. «Koch des Jahres 2015» war Peter Knogl vom Basler «Les Trois Rois» (19 Punkte). (sda/meg)

Hol dir die App!

User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
Beste News App der Schweiz. News und Unterhaltung auf Konfrontationskurs.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1 Kommentar anzeigen
1
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Joël 05.10.2015 13:12
    Highlight GRATULATION!
    11 1 Melden
    600

Back to Ballenberg – oder was das NEIN zur USR III mit einer Berner Spielzeug-Firma zu tun hat

Fünf Tage nachdem ein «blutiger Abstimmungskampf» (O-Ton Jonas Projer) mit einem Knalleffekt zu Ende gegangen war, traf man sich in den Leutschenbach-Studios zu einer Standortbestimmung. 

«Frau Badran sagt jetzt gerne, was sie will». Das sagte nicht irgendjemand über Jacqueline Badran, das sagte Jacqueline Badran herself. Die «Arena» zur USR III war kurz vor dem Ende angelangt und die streitbare SP-Nationalrätin musste noch einmal Dampf ablassen: 

Aber Badran schwingt nicht nur Reden in der dritten Person, sie schwingt auch gerne den Taktstock – zum Beispiel dann, wenn sie findet, das Publikum solle doch jetzt gefälligst mal klatschen.

Und das Publikum klatschte.

Zu recht.

Da …

Artikel lesen