Schweiz

Architektonisches Leuchtturmprojekt: Felsentherme zu Vals. Bild: KEYSTONE

Der Turmbau zu Vals: Im Thermendorf soll das höchste Gebäude Europas entstehen. Wahnsinnig oder genial?

Berühmt ist die Bündner Gemeinde Vals für ihre Therme, ein Werk von Stararchitekt Peter Zumthor. Deren Besitzer Remo Stoffel will im Bergdorf offenbar noch höher hinaus – er soll einen rekordhohen Hotelturm planen.

15.03.15, 04:35 16.03.15, 09:45

380 Meter: In der Gemeinde Vals soll dereinst das höchste Gebäude Europas stehen. Der Churer Investor Remo Stoffel hat laut Medienberichten den US-Architekten Thom Mayne beauftragt, einen Hotelturm zu planen. Das Projekt soll kommende Woche in New York vorgestellt werden.

So soll der Turm zu Vals aussehen. Mir

Die Ausmasse: Auf einer Grundfläche von 16 mal 30 Metern soll der Turm laut Schweiz am Sonntag zu stehen kommen. Kostenpunkt: bis zu 200 Millionen Franken. 100 Luxussuiten zu Preisen von 1000 bis 25'000 Franken pro Nacht sind geplant.

Die Vorgaben: Damit der Bau realisiert werden kann, muss die Gemeinde einer Zonenplanrevision zustimmen. Ist das der Fall, muss laut der SonntagsZeitung noch der Kanton Graubünden sein Einverständnis geben. Einen Architekturwettbewerb für das Projekt hat die Jury vorzeitig abgebrochen.

Umfrage

Das höchste Gebäude Europas: Ist das Bündnerland bereit für diesen Rekord?

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2,716 Votes zu: Das höchste Gebäude Europas: Ist das Bündnerland bereit für diesen Rekord?

  • 22%Auf jeden Fall: Das aussergewöhnliche Ansinnen passt zur Schweiz als Tourismus- und Pioniernation.
  • 43%Auf keinen Fall: Ein Hochhaus von solchem Ausmass passt nicht in die alpine Landschaft.
  • 24%Stellt den Turm in Zürich hin, dann ist Basel in der Rangliste der höchsten Gebäude wieder an zweiter Stelle.
  • 11%Ich gebe meine Stimme ab, sobald die Baubewilligung erteilt ist.

Die Zweifel: Die kritischen Stimmen sind vielfältig.

Der Zuspruch: Über Investitionen im Dorf ist die Gemeinde Vals laut Gemeindepräsident Stefan Schmid «grundsätzlich» froh. Qualität statt Quantität würde demnach zu Vals passen. Auch würde es dem Gebot «Luxustourismus statt Massenspektakel in den Alpen» entsprechen.

Die höchsten Gebäude der Schweiz

Die Reaktionen: Investor Stoffel will sich erst am 23. März zu den Plänen äussern. (kad)

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  • Zeit_Genosse 16.03.2015 04:04
    Highlight Ein irrwitziges Projekt als PR. Doch wofür?
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  • klugundweise 15.03.2015 21:47
    Highlight Ok. Damit braucht es keine Direktzahlungen mehr für die verschandelte Landschaft und für die Valses gibt es damit genügend Arbeitsplätze, mindestens bis zur Pleite (siehe goldenes Ei in Davos!!)
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  • Nischi91 15.03.2015 20:37
    Highlight Ich weiss nicht. Ich finde das einfach... realitätsfremd. Nur schon die zufahrt für personal und baumaterial. Ich kenne die strasse von Ilanz nach Vals. Schon das Postauto hat dort mühe mit den engen verhältnissen und den steigungen. Und dann noch etliche tonnenschwere transporte da hoch. In meinen augen: irrsinn!
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  • ...und jetzt!?! 15.03.2015 19:16
    Highlight Ich frage mich, wie viele der Valser, die damals für Remo Stoffel gestimmt haben, dies immer noch tun würden? Schätze mal, dass einige inzwischen diesen Fehler bereuen...
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  • Mia_san_mia 15.03.2015 18:25
    Highlight Cool!
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  • metall 15.03.2015 10:07
    Highlight So kommen die wenigstens mal wieder in der Zeitung. In Vals sieht man ja gut die Überbleibsel ähnlicher Zeiten.
    15 0 Melden
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  • M. Sig 15.03.2015 09:54
    Highlight Ach so, Staumauern und Windräder verschandeln unsere Berglandschaft, aber ein riesen Hotelturm stört natürlich nicht. Schon klar...
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    • arpa 15.03.2015 17:13
      Highlight Staumauern und Windräder müssen nun mal so gebaut werden und haben einen weitaus höheren Nutzen als ein 384 Meter hohes Hotel. Weiterhin sehe ich die Notwendigkeit nicht, ein neues Hotel ja, es muss aber zum Valser Ortsbild passen! Das urchige gemütliche ist doch das schöne, nicht das futurustische..
      5 1 Melden
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  • luluxiii 15.03.2015 08:52
    Highlight Keine gute Idee, würd ich mal sagen.
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