Schweiz

In Graubünden können Jäger bald nur noch nüchtern auf die Pirsch.  Bild: KEYSTONE

Promillegrenze für Bündner Jäger

Bündner Jägerinnen und Jäger dürfen in Zukunft bei der Ausübung der Jagd nicht mehr Alkohol intus haben als Autofahrer. Der Grosse Rat in Chur hat am Montag die Weichen für die Promillegrenze gestellt.

17.10.16, 19:29 18.10.16, 07:27

Graubünden ist der erste Kanton, welcher für die Jagd eine Alkohol-Limite einführt. Die Bestimmung, wonach bei der Ausübung der Jagd die gleichen Blutalkoholgrenzen wie in der Strassenverkehrsgesetzgebung gelten sollen, ist Teil der Zustande gekommenen Volksinitiative «Für eine naturverträgliche und ethische Jagd».

Die Bündner Kantonsregierung nahm mehrere Punkte aus der Initiative des Vereins Wildtierschutz Schweiz auf und liess sie in die Revision des kantonalen Jagdgesetzes einfliessen, darunter den Passus mit den Alkoholgrenzen. Es gebe kein «akutes Alkoholproblem in der Jägerschaft», sagte Regierungsrat Mario Cavigelli. Die Jäger wollten nicht betrunken herumlaufen, sondern auf der Jagd Beute machen.

Über 5000 Jäger und einige Jägerinnen gehen jeweils im September für drei Wochen zur Patentjagd auf die Pirsch. In Zukunft dürfen sie dabei nicht mehr Alkohol intus haben als Autofahrer.  Bild: EPA/KEYSTONE

Die gesellschaftliche Erwartung

Der Regierungsrat plädierte aber dafür, die Bestimmung über die Alkoholgrenzen aus der Initiative respektive der Strassenverkehrsgesetzgebung zu übernehmen und in das Jagdgesetz zu integrieren. Es gebe eine gesellschaftliche Erwartung. In dieser Hinsicht könne ein Zeichen gesetzt werden, sagte Cavigelli

Die Volksinitiative «Für eine naturverträgliche und ethische Jagd», welche neun Forderungen umfasst, lehnte der Rat mit 112 Stimmen bei einer Enthaltung ab. Am (morgigen) Dienstag nimmt das Parlament die Detailberatung der Gesetzesrevision auf.

In der Summe wurden am Montag mehrere Punkte der Initiative zwar für gültig erklärt, aber dem Volk zur Ablehnung empfohlen. Andere Forderungen wurden ungültig beurteilt wie etwa jene nach einer paritätischen Zusammensetzung mit Tierschützern/Jägern bei den Jagdbehörden. Die anstehende Revision des Jagdgesetzes ist deshalb ein indirekter Gegenvorschlag zur Initiative.

Jagd unter Druck

Es ist die zweite Jagdinitiative, von welcher das Parlament innerhalb von eineinhalb Jahren nichts wissen will. Die erste Volksinitiative, welche die Sonderjagd abschaffen wollte, erklärte der Rat ungültig, weil sie übergeordnetem Recht zuwider läuft. Das Bündner Verwaltungsrat stützte den parlamentarischen Entscheid. Jetzt liegt der Fall zur Beurteilung vor dem Bundesgericht.

Die Jagd in Graubünden ist nicht nur wegen der beiden Volksinitiativen unter Druck. Auch die Jäger selber sind sich nicht immer einig. Die Jagd im grössten Kanton ist mit Abstand auch die grösste in der Schweiz. Über 5000 Jäger und einige Jägerinnen gehen jeweils im September für drei Wochen zur Patentjagd auf die Pirsch. Geschossen werden total gegen 15'000 Tiere, vor allem Hirsche, Murmeltiere, Gämsen und Rehe. (sda/hot)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • malu 64 18.10.2016 15:59
    Highlight Wieso wird nicht das gleiche Gesetz wie auf der Strasse angewandt? Was nützt es wenn sie
    nüchtern sind, aber nicht sehen auf was sie schiessen? Wem der Führerausweis aus Altersgründen entzogen wurde, sollte auf der
    Jagd nichts mehr verloren haben. Die Tiere sollen nicht unnötig leiden, wenn sie abgeknallt
    werden.
    1 0 Melden
    600
  • Devante 18.10.2016 09:38
    Highlight Richtig, Via Sicura auch für Jäger.. :) Was für Velofahrer gilt, sollte für Jäger erst recht gelten, oder? ;)
    4 1 Melden
    600
  • C0BR4.cH 18.10.2016 09:22
    Highlight Es sollte überall die 0-Tolleranz gelten auf der Jagt! Schliesslich läuft man mit einer Waffe umher...
    21 1 Melden
    600
  • Libertas 18.10.2016 08:24
    Highlight Ist doch ein Witz. Ein bisschen Alkohol gehört zur Jagd. Ist ja auch ein gesellschaftliches Vergnügen. Immer diese Regulierungswut der Behörden, die würden auch besser mal ein Schnäpschen nehmen, dann kämen die auch auf weniger solcher Schnapsideen.
    5 28 Melden
    • Mia_san_mia 18.10.2016 11:39
      Highlight Ein bisschen darfst Du ja noch 😊
      1 0 Melden
    600
  • pamayer 18.10.2016 07:32
    Highlight Treffen sich 2 Jäger.
    22 0 Melden
    • Der grüne Diktator 18.10.2016 10:29
      Highlight Karma :D
      5 0 Melden
    600
  • äti 18.10.2016 00:15
    Highlight und wann wird geblasen? Vor dem Schuss oder nachher?
    15 1 Melden
    • Fumo 18.10.2016 08:10
      Highlight Einfach dann wenn kontrolliert wird? Steht ja nirgends dass jeder immer blasen muss.
      6 2 Melden
    600
  • cada momento 17.10.2016 21:44
    Highlight Also wenn die Bündner Jäger gleich viel trinken dürfen, wie wenn sie von ihrer Stammbeiz im hintersten Chrachen nach Hause fahren, dann ist ja alles gut. Oder?
    28 5 Melden
    • Ani_A 17.10.2016 22:40
      Highlight am Besten ohne angegurtet zu sein...ich mag die Bündner und ihr Verständnis von Gesetzen 😄
      21 3 Melden
    600
  • demokrit 17.10.2016 21:34
    Highlight Die Jagd ist generell ein Unsinn und sollte verboten werden.
    12 55 Melden
    • Kristjan Markaj ["Papierlischwiizer" / Exilshipi] 17.10.2016 22:29
      Highlight Wiedermal ein glorreicher Komentar eines Sofatierschützers. Jäger töten nicht nur Tiere. Sie schauen dass das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Tieren stimmt oder füttern das Wild im Winter.
      38 12 Melden
    • demokrit 17.10.2016 22:56
      Highlight Es gibt nur eine Spezies, die sich massiv ausserhalb des Gleichgewichts (das ist ohnehin kein biologische Begriff) befindet.
      17 22 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.10.2016 23:22
      Highlight Das Gleichgewicht wäre völlig in Ordnung, hätten Jäger das Wild nicht ihrer natürlichen Feinde beraubt.

      Jäger töten nur Tiere von Umwelt - Artenschutz oder Waldpflege kann da keine Rede sein. Kein Wunder ertragen diese Barbaren ihr Leben nur unter ständigem Alkoholeinfluss.

      Und wie demokrit angemerkt hat, wer kümmert sich endlich um die Spezies, die das eigentliche Problem darstellt?
      15 23 Melden
    • Fumo 18.10.2016 08:14
      Highlight Das die natürlichen Feinde fehlen ist wahr, trotzdem sind Jäger nicht zu verteufeln. Ausser dafür dass sie sich ihr Monopol durch Verteufelung der natürlichen Feinde aufrecht halten. Vielleicht haben sie aber auch Angst davor beim Jagen plötzlich von Wölfen und Bären angegriffen zu werden.
      2 7 Melden
    • gizmoo 18.10.2016 09:08
      Highlight @demokrit und @PLOmaha90: ...es steht jedem frei etwas gegen die Überpopulation der Menschen zu tun. Sie können ja selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

      @PLOmaha90: Es waren nicht primär die Jäger die die Grossraubtiere ausgerottet haben, sondern die Gesamtbevölkerung. Man hatte damals einfach nicht so viel Sinn für Humor wenn die Hälfte des Besitzes von einem Wolf vergefressen wurde und man selbst nichts mehr zum überleben hatte...aber für Sie kommen Ihre Rübli, Sojabohnen usw. sowieso aus der Migros.
      6 10 Melden
    • demokrit 18.10.2016 10:26
      Highlight @gizmoo: Ich habe keine Kinder. Diesem Egoismus fröne ich nicht. Übrigens ist der Wolf schon in der Steinzeit domestiziert worden. Von Besitz wegfressen kann also in unserer jüngeren Geschichte überhaupt keine Rede sein, wenn man sich denn mit unserer (Co-)Evolution ein bisschen auskennen würde.
      4 4 Melden
    • Der grüne Diktator 18.10.2016 10:39
      Highlight Ein Jäger aus dem Appenzell, lockt mit Futter Füchse in seinen Garten um sie vom Haus aus zu erschiessen...

      Darf ich den verteufeln?
      6 2 Melden
    • E7#9 18.10.2016 10:47
      Highlight Aber dafür, dass das Populationsverhältnis der wildlebenden Tiere nicht mehr stimmt weil sie ihres Lebensraumes beraubt wurden, dafür können die Jäger nichts.
      3 1 Melden
    • shaw 18.10.2016 10:49
      Highlight Stimmt die Jagd sollte verboten werden, das Fleisch gibts ja in der Migros...
      5 5 Melden
    • demokrit 18.10.2016 11:15
      Highlight Jäger verkaufen ihr Fleisch? Einmal kurz gelacht.

      Das Populationsverhältnis hat nicht viel mit dem Vorhandensein von Jägern zu tun, sondern es reguliert sich in erster Linie mit dem Nahrungsangebot. Im Übrigen ist Biologie da viel komplexer. So regulieren sich die Rabenkrähen beispielsweise selber, indem sie sich in der Spezies kulturell in Räuber und Familiengründer unterteilen. Knallt man die Räuber ab, haben die Familien mehr Nachkommen. Knallt man die Rabeneltern ab, können die Räuber mehr Beute machen und kommen besser durch den Winter...
      1 1 Melden
    • Mia_san_mia 18.10.2016 11:40
      Highlight @Shaw: Der beste Kommentar hier 😂
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.10.2016 12:24
      Highlight @Shaw und MiasanMia

      Das Fleisch aus dem Supermarkt ist grösstenteils aus Massentierhaltung. Jäger verkaufen manchmal noch an hiesige Restaurants, aber das wars dann auch.

      Ich bin dafür, dass Menschen für ihre Nahrung jagen. Aber die Jagd dient ja nicht der Nahrungsbeschaffung und Verwertung der Tiere, sondern lediglich der Mordlust einiger erbärmlicher, emphatieloser Jäger.

      Wenn geschossen wird um eine Quote zu erfüllen oder einen Bestand zu erreichen und das Tier nicht einmal verwertet wird, dann wirds traurig.
      0 2 Melden
    • gizmoo 18.10.2016 12:53
      Highlight @demokrit:
      1) Domestizierung Wolf? Keine Risse? Ich bitte um eine Erklärung...
      2) Populationsverhältnisse orientieren sich tatsächlich (meistens) über das Nahrungsangebot. In der Praxis sieht das so aus: Wenig Nahrung -> Schwache Tiere -> Seuchen/Krankheiten und Unfälle. Das sind keine schönen Bilder. Gehen Sie die Tiere zusammenlesen/Gnadenschüsse geben/Wildschäden zahlen/Wildschäden vermeiden? Eben. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis...und Heuchlerei und Ernsthaftigkeit. Vom Sofa aus (und ohne eigenen Land-, Waldbesitz) ist es immer ein bisschen einfacher.
      1 2 Melden
    • demokrit 18.10.2016 13:38
      Highlight gizmoo: Seit seiner Domestizierung konkurriert der Wolf schon lange nicht mehr mit dem Menschen um Ressourcen, sondern bellt, wenn potentielle Feinde im Anzug sind und prescht als Zuchttier illegal durch den Wald.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Jagdhund#/media/File:Dealer_the_Labrador_Retriever_and_a_redhead_duck.jpg

      Unterernährte Tiere holt sich das Raubzeug (auch aus der Luft), ausserdem ist der Jäger kein Wildhüter. Wildschäden?: Vermutlich für den Monokultur-Landwirt. Ich dürfte mich wahrscheinlich mehr im Wald aufhalten, als Du.
      1 0 Melden
    • gizmoo 18.10.2016 16:17
      Highlight @demokrit:
      Als Jäger bin ich verpflichtet Wildschäden zu verhüten, zu zahlen und/oder zu beheben. Bezahlen Sie für Wildschäden? Die Wildschweine kümmern sich keinen Deut um Monokultur oder nicht...sie drehen alle Wiesen um. Und dabei haben wir noch nicht über Wildschäden im Wald unterhalten.
      In unserem Kanton wird die Wildhut durch die Jagd gewährleistet...kommen Sie heute Abend mit 4h auf einen räudigen Fuchs ansitzen? Aber Achtung: es könnte kalt/nass und windig sein.
      Sie mögen sich viel im Wald aufhalten...aber viel gelernt (in praktischer Hinsicht) haben Sie dabei nicht...
      3 4 Melden
    • demokrit 18.10.2016 21:34
      Highlight Wenn der Mensch Kulturlandflächen unterhält, muss er die Felder halt sichern. Darum die Wildschweine abzuknallen ist ziemlich unsinnig und auch geistfrei. Aber ich sehe schon, sie müssen ihr Jagdvergnügen wenigstens vor ihrem Gewissen läutern.
      2 3 Melden
    • gizmoo 19.10.2016 09:26
      Highlight @demokrit: "Felder sichern" Sie wissen aber schon, dass Sie dann mit einem Zaun auch alle anderen Wildtiere mit- ein/aussperren...abgesehen davon das Sie dann nicht mit Maschinen arbeiten können, der Aufwand gigantisch ist usw. ....theoretische Idee halt.
      1 1 Melden
    • Der grüne Diktator 19.10.2016 10:01
      Highlight @demokrit
      Ich bin vollkommen deiner Meinung. Es sollte möglich sein dass die Menschheit existieren kann ohne dass so viele unter uns leiden. Ich kenne dich nicht aber ich kann mich gut mit dir identifizieren. Ich bin frustriert, schockiert und traurig wenn ich zu viel über diese Welt nachdenke... Aber das bringt niemandem etwas! Und ich habe es aufgegeben mit Leuten zu diskutieren die sich von Anfang an so verschliessen. Mach dich nicht selber fertig... Tu was du kannst an dem Ort wo du bist und sei der Mensch denn du sein möchtest. Schlussendlich kannst du niemanden ändern ausser dich selbst.
      1 1 Melden
    • demokrit 19.10.2016 11:53
      Highlight gizmoo: Ich glaube ein Sinnieren über die Faulheit der Bauern (die generell keine Wildtiere auf dem Feld mögen - kürzlich wurde sogar als Abschreckung eine lebende Krähe an einen Pfahl genagelt) bringt uns nicht weiter. Mit Maschinen kann man selbstverständlich arbeiten, indem der Zaun nicht direkt ans Feld grenzt. Koexistenz sähe tatsächlich anders aus. Erst letztlich hat eine Bikerin öffentlich in der Zeitung verlangt, man müsse Rotmilane abschiessen, weil die Mutter ihren Horst verteidigt hat. Diese reine Ego- und Vergnügungskultur geht mir auf den Keks. (Danke DgD für den Zuspruch.)
      2 1 Melden
    600
  • Darkside 17.10.2016 20:10
    Highlight Wieso knallen die Murmeltiere ab? Essen Sie die denn wenigstens?
    4 11 Melden
    • Hölzig 17.10.2016 20:49
      Highlight Erstens gibt es zuviele, da sie durch Bewirtschaftung der Alpweiden ein grösseres Nahrungsangebot haben und es weniger natürliche Feinde mehr gibt (z.B. Adler).
      Zweitens, ja Murmeltiere kann man essen, ihr Fett ist aber auch für Cremen und Salben beliebt.
      31 2 Melden
    • cheeky Badger 17.10.2016 21:32
      Highlight Ja, du kann man auch essen (hab ich zwar noch nie probiert).

      Ich glaube aber, viele machen Salben aus dem Fett der Munggen. Das ist wogl eher gebräuchlich.

      Falls ich falsch liege, korrigiert mich.
      15 1 Melden
    • lily.mcbean 17.10.2016 22:02
      Highlight Murmeltiere gelten bei uns als delikatesse (ich mag das Fleisch nicht,schmeckt speziell),das Fett wird vor allem als Salbe benutzt. Mutmeltiersalbe ist prima,kann ich nur empfehlen! Und ausserdem vermehren die sich wie Karnickel, will mir nicht vorstellen was passieren würde wenn die nicht Geschossen werden würden da sie kaum natürliche Feinde haben und riesigen Schaden verursachen können.
      23 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.10.2016 12:29
      Highlight Sie haben keine natürlichen Feinde, eben weil die Jäger diese bereits erschossen haben.

      Mit dieser Argumentation die Jagd legitimieren zu wollen ist schon etwas lächerlich.

      0 0 Melden
    • lily.mcbean 18.10.2016 13:28
      Highlight Faszinierend, ich wusste gar nicht das Steinadler gejagt wurden! (Grösster Feind des Murmelis wie Sie ja sicher schon wussten).
      Nicht mal Füchse schaffen es oft ein Murmeltier zu erlegen weil sie schlicht und einfach zu gewieft sind. Aber ja man kann aus allem was jemand sagt eine Grundsatzdebatte um die Jagt lostreten. Dabei ist es ja egal das unsere Wildtiere (so lieb ich sie auch habe) schlicht und einfach unsere Wälder kaputt machen würden und selber elendig zugrunde gehen würden weil es kein Futter mehr hat für alle.
      1 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.10.2016 13:58
      Highlight Wie weltfremd muss man eigentlich sein um zu behaupten, die Wildtiere machen "unsere" Wälder kaputt.

      Warum sind die Wälder uns? Und wie machen die Tiere diese kaputt?

      Etwa wie wir, mit der Kettensäge und Tourismus? Mit Wolf und Bär hätte es genügend Futter für alle.

      Ganze Wälder zerstören, kann nur der Mensch.
      1 1 Melden
    • lily.mcbean 18.10.2016 14:10
      Highlight "Ganze Wälder zerstören,kann nur der Mensch". Wirklich? Sicher zerstört der Mensch viel aber unkontrollierte Population aller Art verursacht genau so grossen Schaden. Das beste Beispiel ist der Mensch selber.
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.10.2016 14:44
      Highlight Zu grosse Populationen reduzieren sich durch Krankheiten, lokale Nahrungskämpfe irgendwann selbst, auch wenn ich zugeben muss, dass diese kurzfristig zu einer Problematik führen wird.

      Beim Menschen wird es irgendwann auch so weit sein, durch die Medizin und die Technik wird allerdings in einem wesentlich grösseren und längeren Ausmass/Zeitraum zerstört, als Tierpopulationen das jemals könnten.
      0 0 Melden
    • gizmoo 18.10.2016 16:25
      Highlight @PLOmaha90: Genau, und Sie gehen die krepierenden Tiere zusammensuchen und erlösen. Diese Problematik ist nicht kurzfristig - sie ist/wäre permanent.
      "Warum sind die Wälder uns? Und wie machen die Tiere diese kaputt? " <- Googlen: Naturverjüngung, Schalenwild
      Ob Sie es wollen oder nicht: Einem Waldbesitzer ist es nicht egal ob seine 100'000.- durch ein naturromantisches Experiment vernichtet/dezimiert wird...das Thema Schutzwälder noch nicht besprochen. Ich persönlich möchte auch den kommenden Generationen die Möglichkeit bieten können, einen geraden Stamm aus dem Wald zu entnehmen.
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.10.2016 01:02
      Highlight Vorweg, ein Waldbesitzer existiert in meiner Weltanschauung nicht und nein, ich würde mir niemals anmassen zu entscheiden wann ein Lebewesen "erlöst" werden sollte.

      Jetzt werden ja auch permanent "vorsorglich" Tiere abgeschossen, der Unterschied ist, die Tiere sind meist kerngesund.

      Das Hauptproblem der Naturverjüngung ist ja nach kürzester Recherche die überhöhten Wildbestände.
      Diese wären mit Bär und Wolf nicht überhöht.

      Über die Murmeltierdebatte kann man diskutieren, aber dass überhöhte Wildbestände auf die Kappe der Jäger gehen, ist kaum zu bestreiten.
      0 0 Melden
    • gizmoo 19.10.2016 09:32
      Highlight @PLOmaha90: Ein Wald-/Landbesitzer hat das Recht ein Stück Land während einer gewissen Zeit zu nutzen. Er hat allerdings auch die Verantwortung das Land für die nachkommenden Generationen in einem guten Zustand zu hinterlassen.
      Pro Jahr werden in der Schweiz ca.40'000 Rehe und um die 10'000 Wildschweine erlegt. Wieviele Wölfe und Bären brauchen Sie dazu? Oder wollen Sie einfach alle Tiere überfahren lassen?
      "Vorsorglich: " Eine Population hält sich vor allem über das Nahrungsangebot gesund...wenn also Tiere erlegt werden, gibt es mehr Platz für die anderen..die werden dann (weniger) krank usw
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.10.2016 12:37
      Highlight @ Er hat weder das Recht, noch eine Verantwortung. Ein Stück Papier belegt ihm, dass er Eigentümer eines Stückes Land ist. Bezahlt mit völlig wertlosem Papier.

      Sie geben sich die Antwort doch schon selbst, eine Population hält sich über das Nahrungsangebot gesund. Würde Wolf und Bär nicht gejagt ist das Nahrungsangebot überdurchschnittlich gross, welches sich mit erhöhender Population wieder legen würde. Gibt es zuviele Wölfe und Bären wird das auch die Natur regeln.

      Die Natur braucht den Menschen nicht, er muss nicht eingreifen und Leid verhindert er sowieso keines.
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«Frau Keller-Sutter, das ist schlicht falsch» – Berset lässt Reform-Gegner auflaufen

Die Gegner der Rentenreform wirken in der Abstimmungs-Arena bisweilen etwas gar stur. Sie reiten auf den immer gleichen Argumenten herum, während Bundesrat Alain Berset diese mit einer väterlichen Geduld anhört. Dies aber nur, um sie danach ohne Gnade zu zerpflücken. 

Die Gäste und das Publikum sitzen auf ihren Rängen, die Scheinwerfer lassen die Temperaturen im Arena-Studio ein paar Grad in die Höhe steigen. Schon vor der Sendung ist klar: Die Diskussion heute wird eine hitzige werden. Schliesslich geht es bei der Abstimmung vom 24. September um die Zukunft der Renten. 

Dementsprechend nervös ist die Stimmung auch im Vorzimmer des Studios. Hier wird die Sendung live auf einem grossen Bildschirm übertragen, was normalerweise nicht viele Interessierte …

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