Schweiz

Brachten die Politiker-Garde in Bedrängnis: Rentner Bürkli, Unternehmer Fischer und Rentner Will. bild: screenshot/srf

Krankenkassen-«Arena»: Der heilige Zorn der drei alten Herren und des Roboters feine Klinge

Seit 20 Jahren steigen die Krankenkassenprämien unaufhörlich, während die Löhne stagnieren. Man ist sich einig: Wenn es so weiter geht, laufen die Kosten im Gesundheitsbereich langsam, aber sicher aus dem Ruder. Nur, was tun? Während die Politiker in der «Arena» gescheit um das Problem herum diskutieren, reden drei ältere Herren Klartext. 

Publiziert: 08.10.16, 00:25 Aktualisiert: 08.10.16, 09:08

Herrn Bürklis Augen sind gerötet, die Stimme bebt, der Brustkorb hebt und senkt sich in schneller Folge. Der 84-Jährige erzählt, wie die Schwester seiner Frau nach einem «x-fachen Rippenbruch» die letzten Stunden ihres Lebens im Spital verbracht hatte. Gelitten habe sie, «gelitten, gelitten, gelitten». Oder, um es noch ein wenig drastischer auszudrücken: «Hätte ein Mensch einen Hund so behandelt, man würde diesen Menschen sofort ins Chäfig sperren!»

Video: streamable

Rentner Bürkli, Altersflecken auf der Backe, schütteres Haar, schmale Lippen, sprach über die Selbstbestimmung im Alter. Und über zwei Gruppen von alten Menschen: Diejenigen, die – koste es, was es wolle – krampfhaft am längst nicht mehr lebenswerten Leben festhalten. Und diejenigen, die rechtzeitig eine Patientenverfügung verfasst haben – und so das soziale Gesundheitssystem nicht unnötig belasten.

Nach dem emotionalen Ausbruch des Rentners war es kurz so still im SRF-Studio, dass man fast den nahegelegenen Leutschenbach plätschern hörte. Die Schilderung der letzten Stunden im Leben von Herrn Bürklis Schwägerin berührte die Anwesenden nicht zu knapp. Herzchirurg Thierry Carrel schaute betreten drein, SVP-Nationalrat und Santésuisse-Präsident Heinz Brand kratzte sich verlegen am Kopf und die Grünen-Politikerin Christine Häsler wusste nicht so Recht wohin mit ihrem Blick. Im Zweifel Richtung Decke, dort drohte kein Ungemach.

Damit war der Wendepunkt in dieser Sendung erreicht. Rentner Bürkli hatte – ob gewollt oder ungewollt – eine kleinere tektonische Verschiebung bewirkt. Weg von den technischen Details des Gesundheitssystems – hin zum Menschen. 

Zuvor wurde über Kostenexplosion, stagnierende Löhne, teure Geräte, unsolidarische Junge, Franchise-Jäger, demografische Verschiebung, ineffiziente Spitäler, Kantönligeist und Krankheits-Bagatellfälle diskutiert. Immer sachlich, immer höflich, nie auf der persönlichen Ebene, nie gehässig: «Nein, Sie bitte zuerst» – «Nach Ihnen, Ihr Argument ist sicherlich sehr valide» – «Da haben Sie allerdings recht, da bin ich ganz bei Ihnen» – «Bitte entschuldigen Sie die Unterbrechung, das war jetzt unhöflich von mir».

Diese Arena war ein Musterbeispiel dafür, wie eine politische Debatte geführt werden kann, wenn sie nicht von emotionalisierten Statements vergiftet ist. Eben ruhig, sachlich, argumentativ – und ohne jeden Biss.

Wäre da nicht der heilige Zorn der drei alten Herren gewesen. Denn nach Rentner Bürkli kam Unternehmer Fischer an die Reihe. Und wie sein Vorredner setzte auch Unternehmer Fischer zu einer Brandrede an:

Unternehmer Fischer: «Man muss das System ändern»

Video: streamable

Man rieb sich verwundert die Augen: Da sprachen drei gestandene Politiker, ein Herzchirurg und ein Ökonom – Tilman Slembeck – während gut einer Stunde über die Gebrechen des Schweizer Gesundheitssystems, sezierten die Materie, gingen vom Grossen ins Kleine und fanden nicht mehr aus dem Dickicht heraus. Und dann will ein betagter Unternehmer kurzerhand die Revolution ausrufen. Weg mit dem alten System, weg mit den Scheinlösungen, hin zu einer nachhaltigen Reform des Gesundheitswesens.

Der Hinweis des Ökonomen Slembeck – aus der Expertenwarte mit klugen Einwürfen aufwartend – dass die Gesundheitskosten in der Schweiz sich noch immer in einem vernünftigen Rahmen bewegten, kümmerte Herrn Fischer nicht. 

«Natürlich kann es so weitergehen», sagt der Ökonom.

Video: streamable

Der «Herr Ökonom» solle doch bitte den zwei Millionen wenig verdienenden Menschen in diesem Land mitteilen, dass es für sie kein Problem sei, wenn sie monatlich 500 Franken Krankenkassen-Beiträge bezahlen, so die schnippische Replik von Unternehmer Fischer.

Und Rentner Will, der Dritte im Bunde der graumelierten Musketiere, setzte noch einen obendrauf. Er frage sich manchmal schon, ob im Bundeshaus eigentlich nur die eigenen Interessen verfolgt würden; ob die Herren National- und Ständeräte eigentlich an einer gütlichen Lösung für alle Bürger interessiert seien oder ob sie nur die eigenen Pfründe im Visier haben.

Die Lobbyisten im Parlament

Video: streamable

Es war keine Frage, sondern eine Feststellung von einem, der laut eigenen Aussagen «durchaus ab und zu» am Bundesplatz anzutreffen sei. Und sie war an die Adressen von Heinz Brand, Präsident des Krankenversicherungsverbands Santésuisse, und Jean-François Steiert, Vizepräsident des Dachverbands der Schweizer Patientenstellen, gerichtet. 

Brand und Steiert liessen die Vorwürfe an sich abperlen. Lobbyismus sei im politischen Milizsystem ein notwendiges Übel, erklärte Brand sinngemäss. So ganz überzeugend kam das allerdings nicht rüber.

Eine feinere Klinge als Brand und Steiert führte da Vinci, wenn auch nur im Operationssaal und nicht auf der politischen Bühne. Der millionenteure Operations-Roboter war lange der letzte Schrei in der Chirurgen-Welt. Mittlerweile steht er synonym für die ausufernden Kosten im Gesundheitsweisen – und bekam in der Sendung dementsprechend sein Fett weg:

Ein Roboter als Prügelknabe

Video: streamable

Und, wie krank ist unser Gesundheitssystem nun tatsächlich? Wird es nur von einem leichten Schnupfen geplagt oder liegt es röchelnd in den letzten Zügen? Für Unternehmer Fischer gibt es eine ebenso knappe wie klare Antwort: «Schwer krank».

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1.Dieses Quiz wird Ihnen sagen, ob Sie für oder gegen die Krankenkassen-Initiative stimmen sollen. Freuen Sie sich?
AP WDR
Jaa!
Nicht so.
Kein Smalltalk bitte!
2.Wie häufig wechseln Sie die Krankenkasse?
KEYSTONE
Krankenkassenwechsel? Davon höre ich im Herbst jeweils etwas … kann man das essen?
Ich habe einmal die Krankenkasse gewechselt.
Jedes Jahr schaue ich, welche Krankenkasse die günstigste ist.
Ich wechsle jedes Jahr die Krankenkasse.
3.In der Schweiz gibt's über 60 private Krankenkassen. Für Sie ist das …
… ein unübersichtliches Angebot, das zwar Wettbewerb verspricht, aber die Preise nicht sinken lässt.
… ein notwendiger Wettbewerb, der die Preise tief und die Qualität hoch hält.
4.Das Krankenkassen-System ist nicht perfekt. Was ist Ihrer Ansicht nach der Grund dafür?
KEYSTONE
Im Gesundheitssystem gibt es zu viel Regulierungen und Bürokratie. Vielleicht müsste man da etwas ändern.
Die Krankenkassen terrorisieren uns immer noch mit Telefonwerbung und entscheiden nach Lust und Laune was bezahlt wird.
Im heutigen System schaut niemand mehr darauf, dass die Gesundheitskosten nicht explodieren. Hier müsste man vielleicht unnötige Gewinnmacherei verhindern.
5.Was ist Ihnen im Gesundheitssystem wichtig?
Selbstbestimmung. Wenn mir die Krankenkasse nicht gefällt, möchte ich wechseln können.
Es soll einfach und unkompliziert funktionieren. Ich möchte mich nicht jedes Jahr mit Krankenkassen-Wechsel beschäftigen müssen.
6.Im Ausland gibt es viele staatliche Krankenkassen. Wenn ich daran denke …
… stehen mir die Haare zu Berge!
… finde ich die Grundidee gar nicht so schlecht.
… fällt mir nichts dazu ein.
7.Die Grafik zeigt die Entwicklung der Prämien (dunkelblau) und der bezahlen Leistungen (hellblau). Was sagen Sie dazu?
Man sieht's: Die Krankenkassen zocken die Prämienzahler ab!
Der Pseudo-Wettbewerb zwischen den Kassen hat nichts gebracht.
Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
Kein Wunder, wenn jeder wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennt.
8.Krankenkassen haben heute Reserven. So mal grundsätzlich gefragt: Wem gehört das Geld?
KEYSTONE
Den Versicherten selbstverständlich. Das ist unser aller Geld.
Das Geld gehört den Versicherungen – alles andere wäre Enteignung.
9.Sind Sie grundsätzlich mit dem Krankenkassensystem zufrieden?
Ja, wenn mir eine Krankenkasse nicht passt, dann wechsle ich einfach.
Nein, die Prämien gehen immer rauf, da macht es keinen Unterschied, ob ich bei der Kasse A oder B bin.
10.Wer soll die Höhe der Krankenkassenprämien festlegen?
Die Krankenkassen selbst, die haben ja das wirtschaftliche Risiko.
Ein Gremium, in dem Kantone, Bund, Versicherungen und Versicherte vertreten sind.
Resultat

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User-Review:
schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
23 Kommentare anzeigen
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  • kiawase 09.10.2016 19:06
    Highlight und wieder eine stunde bla bla bla in SRF ohne die winzigste auswirkung ... WTF
    5 5 Melden
    600
  • iwan Studer (1) 08.10.2016 14:53
    Highlight Die Politik und wir als Stimmvolk wählten für die Gesundheitsindustrie den marktwirtschaftlichen Kreislauf. Das entspricht folgerichtig den Regeln des Wachstums, der Gewinnmaximierung.
    Das heisst konkret jedes Jahr mehr Gewinn für die Versicherungen, mehr für Spitäler, Heime, ambulante Behandler, mehr für Pharma- und Medizinaltechnikfirmen, mehr für Kantone (als Mehrheitsaktionäre von Spitälern), mehr für Aktionäre und "Geldgeber".

    Und ihr wundert euch über die höheren Gesundheitskosten.
    34 6 Melden
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  • Richu 08.10.2016 14:00
    Highlight Tatsache ist, dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einem SP-Bundesrat unterstellt ist. Herr Berset ist leider ziemlich überfordert, die Kostenproblematik im Gesundheitswesen nur einigermassen in den "Griff zu bekommen"!
    24 38 Melden
    600
  • Pupsi 08.10.2016 13:33
    Highlight Da ich im gesundheitssektor arbeite, bin ich auch der Meinung, dass das System schwer krank ist. Einheitskasse, weniger Spitäler, dafür mit spezialisierten Zentren, weniger Spa und mehr Spital. Damit meine ich eine Rückbesinnung auf eine solide medizinische Versorgung, ohne einer Weinkarte, die jedes 5 Sternehotel übertrifft.
    60 7 Melden
    600
  • _kokolorix 08.10.2016 10:24
    Highlight Wie soll hier ein vernünftiges System entstehen wenn alle Kostentreiber so prominent mitreden können. Nur der Prämienzahler der fast nie Krank ist, wird nicht einbezogen. Logisch, dass es immer teurer wird
    55 2 Melden
    600
  • amore 08.10.2016 10:15
    Highlight Einheitskasse einführen.
    Planung des Leistungsangebots auf Bundesebene einführen.
    Leistungserbringer mit schlechter Qualität ausschliessen.
    Kopfprämien abschaffen.
    Und schon ist unser System auf das Beste renoviert.
    61 8 Melden
    600
  • Pius C. Bünzli 08.10.2016 09:51
    Highlight Einheitskrankenkasse...nur ma soo..
    54 14 Melden
    600
  • Thomas_v_Meier 08.10.2016 09:21
    Highlight Dieses System ist Krank ein jeder weiss das. Dumm ist das viele Parlamentarier und Lobbyisten/Industrie an diesem System gutes Geld verdienen

    Vermutlich müsste man ein paar intelligente Köpfe welche fern von Lobbyisten und/oder Politiker sind irgendwo einsperren bis sie eine Lösung finden welche dann aber auch sofort umgesetzt wird damit diese nicht vom Parlament, Bundesrat und Lobbyisten verbogen wird.

    Ja ja es widerspricht dem System und so, vermutlich geht es in dieser Frage einfach nicht anders.

    Oder jeder zahlt aus Protest nicht mehr die volle KK Prämie bis eine Lösung da ist.
    28 7 Melden
    600
  • MarZ 08.10.2016 08:07
    Highlight Interessant, das Quiz oben (von 2014) mit den aktuellen zu vergleichen. Watson, bitte vor der nächsten Abstimmung wieder mehr von dieser Neutralität und weniger einseitige Werbung.
    28 4 Melden
    600
  • Hessmex 08.10.2016 01:31
    Highlight Da in der Schweiz die Krankenkasse ja OBLIGATORISCH ist, können Ärzte und Spitäler verlangen was sie wollen!
    Ich habe mich diesen Frühling hier in Mexico den grauen Star (Katarata) am rechten Auge operieren lassen. Hat mich inkl. Nachkontrollen Fr. 700.- gekostet.
    Von einer Freundin in der Schweiz, die in einer Krankenkasse im Rechnungswesen arbeitet, weiss ich das dort zwischen Fr. 8'000.- und 10'000.- verrechnet werden!
    Ist eine OP wo der OP-Saal ca. 15 min. gebraucht wird!
    46 13 Melden
    • Oban 08.10.2016 09:13
      Highlight Das gleiche gilt für das die Geräte, Einrichtung usw. Ein Kollege arbeitete mal eine Zeitlang für einen Zulieferer, man will gar nicht glauben was eine Spitalmatratze kosten kann.
      Da wird an verschiedene Posten einfach nur Geld verbrannt, bei IT Systemen das selbe.
      50 2 Melden
    • trio 08.10.2016 09:35
      Highlight Mit den Medis genau dasselbe. In Holland für 52 Cent Paracetomol (20Stk.) gekauft.
      38 3 Melden
    • DaWe 08.10.2016 11:07
      Highlight Natürlich sind im Ausland alle Leistungen und Produkte günstiger, da ihr Einkommen nicht dem des Schweizers entspricht.
      Interessant wäre, ob es ein ähnlich wohlhabendes Land gibt, in dem man seinen grauen Star ebenfalls für 700.- operieren kann. (Durchschnittliches JAHRESeinkommen eines Mexikaners ca. 8400.-)
      23 15 Melden
    • trio 08.10.2016 14:11
      Highlight @DaWe schon klar! Aber mehr als das zehnfache?! So noch sind die Löhne bei uns auch nicht.
      24 3 Melden
    600
  • wir sind alle menschen 08.10.2016 01:16
    Highlight unser system ist am rande des abgrunds was die kosten betrifft.
    ein beispiel:
    ein blutzucker messgerätchen kostet hier in unserem land im schnitt den faktor 4-6 mehr als im herstellungsland der sogenannte empfohlene verkaufspreis ist oder in amerika im onlinehandel.
    das selbe für die messeinsätze.
    hier kann es bis zu faktor 8 teurer sein.
    dass transportkosten und die mwst nicht zu vergessen sind verstehe ich sehr wohl und verdienen will man ja auch, aber wenn etwas im herstellungsland $20.- und weniger kostet, wieso muss das dann hier chf 80.- und mehr sein?

    gilt auch für fast alle medis
    61 4 Melden
    • DaWe 08.10.2016 11:11
      Highlight In jeder Apotheke, in der ich bis jetzt gearbeitet habe, haben wir die BZ-Messgeräte jeweils gratis abgegeben, da wir diese auch kostenlos kriegen..
      7 1 Melden
    • wir sind alle menschen 08.10.2016 12:23
      Highlight aber nur bei austausch bestehendes gerät, wurde mir erklärt.
      das geld wird von den produzenten (nicht apotheken) aber mit den messstreifen gemacht.
      trotzdem danke für's feedback.
      6 1 Melden
    600
  • Dadaist 08.10.2016 00:34
    Highlight Ich bin der Meinung die Krankenkassen müssen verstaatlicht werden!
    52 12 Melden
    • Stichelei 08.10.2016 09:10
      Highlight Und welche Behandlungskosten sollen damit genau gesenkt werden? Gibt's dann weniger MRIs und CTs? Sind dann die Notfallabteilungen in den Spitälern weniger überlastet? Kosten dann die Medikamente weniger? Sinkt dann die Dichte an Spezialärzten in den Städten und steigt die Verfügbarkeit von Hausärzten wieder?
      23 12 Melden
    • Max Havelaar 08.10.2016 09:24
      Highlight Leider wurde dies 2014 an der Urne abgelehnt :(
      29 11 Melden
    • El Burro 08.10.2016 09:46
      Highlight @Stichelei
      Das BAG welches jetzt schon Staatlich ist hätte mehr interesse an Kostensenkung an Medikamenten und der Infrastruktur. Es sollten aber nicht nur die Krankenkassen verstaatlicht werden sondern das gesamte Gesundheitssystem. Gesundheit sollte endlich eine Sozialleistung werden und kein Pokerspiel mehr sein!!!
      36 5 Melden
    • _kokolorix 08.10.2016 10:20
      Highlight El Burro hat recht. Nur wenn wir alles verstaatlichen gehen die Kosten runter. Heute hat kein Akteur ein Interesse daran, dass die Kosten sinken: Patient will bestmögliche Behandlung, Arzt will teuerstmögliche Therapie verkaufen, Krankenkasse lebt von den Verwaltungskosten, wenns teurer wird steigen einfach die Prämien und damit auch die Gewinne der KK.
      Alternative wäre völlige Deregulierung, kein Tarifsystem, kein Obligatorium, keine Subventionen. Das wird zur Zweiklassenmedizin führen, aber es wird billiger
      20 6 Melden
    600

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