Schweiz

Durch den Einkaufstourismus entgehen dem Fiskus laut der Schweizer Steuerverwaltung eine halbe Milliarde Franken an Mehrwertsteuereinnahmen. Bild: KEYSTONE

Warum die Politik Schweizer Kunden nicht vom günstigeren Ausland abhalten kann

Nach Massnahmen gegen den Einkaufstourismus sucht das Parlament seit Jahren. Am Dienstag hat es abermals eine neue Idee abgewürgt – vorerst vielleicht zum letzten Mal.

07.06.17, 06:50 07.06.17, 07:31

Anna Wanner / Nordwestschweiz

Der Glarner Ständerat Werner Hösli hat am Dienstag einen neuen Versuch gestartet, den boomenden Einkaufstourismus zu bremsen. So verlangte er in einem Vorstoss, den Freibetrag bei Auslandeinkäufen von 300 auf 50 Franken zu senken. Wer also für mehr als 50 Franken im Ausland einkauft, müsste künftig bei der Rückkehr in die Schweiz Mehrwertsteuern auf die Einkäufe bezahlen. Heute ist das nur bei einem Betrag über 300 Franken der Fall.

Ständeräte aller Couleur verwiesen auf die Probleme des Einkaufstourismus in ihrer Region und stimmten auf das Lamento ein. Im Tessin gingen neben Steuereinnahmen auch Stellen im Detailhandel verloren, sagte Filippo Lombardi (CVP/TI). Im Grenzort Kreuzlingen sei das Bild bedrückend, schilderte Brigitte Häberli-Koller (CVP/TG): «Jedes zweite Geschäft muss schliessen.»

Trotzdem entschied das Plenum auf Antrag von Martin Schmid (FDP/GR) einstimmig, die Vorlage an die zuständige Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) zurückzuweisen. Das Thema sei «wichtig», so Schmid. Die Effizienz und Effektivität des Vorschlags müsse jedoch geprüft werden. Und da die Kommission derzeit Massnahmen diskutiere, um gegen die Hochpreisinsel Schweiz vorzugehen, sei Werner Höslis Idee dort gut aufgehoben.

Die halbe Milliarde, die fehlt

Bild: KEYSTONE

Seit mehr als zehn Jahren geht das nun so. Das Thema brennt den Parlamentariern unter den Nägeln. Eine gescheite Lösung haben sie bisher jedoch nicht gefunden. Der Druck steigt nun aber, gegen den Einkaufstourismus endlich etwas zu unternehmen. Denn längst wirkt sich das Abwandern der Konsumenten nicht nur auf Detailhändler in Grenznähe aus. Konsumenten aus allen Kantonen nehmen lange Anfahrtswege auf sich, um von günstigen Preisen im Ausland zu profitieren. Hunderte Millionen an Umsatz, Wertschöpfung und Steuern wandern zu unseren Nachbarn ab.

Betroffen fühlen sich neben den Detaillisten unterdessen auch Gastronomen und Hoteliers – und die Gemeinden, Kantone und der Bund: Dem Fiskus entgehe eine halbe Milliarde Franken an Mehrwertsteuereinnahmen, sagte Serge Gaillard, Direktor der Schweizer Steuerverwaltung, unlängst der «Schweiz am Wochenende».

Viele Gründe gegen eine Idee

Die Suche nach Massnahmen geht nun also weiter. Denn eine Senkung des Freibetrags von 300 auf 50 Franken hat der Bundesrat bereits in mehreren (fast identischen Vorstössen) abgelehnt. Die Gründe:

«Schweiz-Zuschlag» soll weg

Ständerat Werner Hösli zeigte sich gestern nach der Debatte überraschenderweise «froh» über die Rückweisung. Er wolle zwar den Detailhandel besser schützen und eine Ungerechtigkeit korrigieren: Dass Einkaufstouristen keine Mehrwertsteuern bezahlen müssten, jene, die im Dorfladen einkaufen, hingegen schon. Doch mit welchen Massnahmen die Situation verbessert werde, sei für ihn offen. «Es ist nicht verboten, eine bessere Lösung zu finden.»

Nur: welche?

Als Alternative wartet einzig die parlamentarische Initiative von Alt-Ständerat Hans Altherr (FDP/AR) auf eine Wiederbelebung. Dieser wollte das Kartellrecht so anpassen, dass hiesige Firmen im Einkauf nicht mehr benachteiligt wären. Laut Altherr sind KMU, Restaurants, Hotels, aber auch Spitäler, Universitäten oder die SBB auf ausländische Produktionsmittel, Vorprodukte oder Vorleistungen angewiesen, müssen dafür in vielen Fällen jedoch weitaus mehr bezahlen als vergleichbare Nachfrager im Ausland. Die sogenannten «Schweiz-Zuschläge» gehörten abgeschafft. Sowohl Stände- als auch Nationalrat stimmten seinem Begehren 2015 zu. Seither sei nichts passiert, so Ständerat Hannes Germann (SVP/SH). Er hoffe, dass der Vorstoss von Hösli der Initiative nun neuen Schub verleihe.

Herumtrödeln wird verunmöglicht

Konsumentenschützerin Prisca Birrer-Heimo (SP/LU) will nicht mehr länger zuwarten. «Wir sehen vom Wirtschaftsdepartement her keinen erkennbaren Willen, das Thema weiter voranzutreiben», sagt sie. Dort sei man der Meinung, der Markt regle alles. Weil auch die WAK «herumtrödelt», hat Birrer-Heimo das Heft selbst in die Hand genommen: Der Konsumentenschutz sammelt Unterschriften für die «Fairpreis-Initiative» gegen die Hochpreisinsel Schweiz.

Inhaltlich deckt diese sich weitgehend mit der Initiative Altherr. Denn Birrer-Heimo ist überzeugt: «Solange die Preise für Markenkleider und Kosmetika in Deutschland, Frankreich und Italien deutlich günstiger sind, gehen die Konsumenten im Ausland einkaufen.» Deshalb müssten in der Schweiz die Preise purzeln. Dem Druck des Konsumentenschutzes kann das Parlament nicht mehr lange aus dem Weg gehen. Ende Mai vermeldete der Verband: 60'000 der nötigen 100'000 Unterschriften seien bereits zusammen.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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  • SentinelOne 10.06.2017 20:39
    Highlight Es ist mir völlig unverständlich warum es in diesen beiden Ländern solche Preisunterschiede gibt. das fürht nur zu sinnlosen Fahrten mit dem Auto und ist schädlich für alle.
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  • Gavi 08.06.2017 16:26
    Highlight Wenn ich von mir zu Hause über die Grenze fahre, sind es so oder so 160km x 0.70 Fr. = 112.00 CHF.
    Dann rechne ich noch den PP dazu und bin dann bei ca. 120 CHF.
    Irgendwie finde ich, habe ich nicht gespart.
    Ausserdem bin ichsicher, dass es ganz viele hat, die jede Woche an der Grenze im Stau stehen und die Luft verpesten, haben aber sicher grün gewählt oder die neue Energiestrategie.
    Das ist einfach heuchlerisch!

    Andererseits verstehe ich, wenn eine Familie mit einem kleinen Einkommen einmal pro Monat über der Grenze einen Grosseinkauf macht.

    2 0 Melden
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  • Qui-Gon 07.06.2017 14:02
    Highlight Symptombekämpfung. Der Importmafia gehört endlich das Handwerk gelegt. Das gleiche Produkt made in irgendwo wird an der Schweizer Grenze vergoldet. Braucht es nicht.
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  • Pasch 07.06.2017 09:40
    Highlight Für die kleinen Einkäufe bleibt man gern zuhaus, wenns dann aber um Haushaltswaren, Kosmetik und Hygieneartikel, Zigis oder generell um Marken geht (sprich Grosseinkauf) gehts raus... selbst wenn irgendwas Krummes mit der Steuerrückerstattung gemacht wird, bleibt es noch längst um einiges günstiger und da dran wird man nie etwas ändern können... ausser vielleicht ein Totalverbot, (würd ich noch dem ein oder anderem Kim oder Erich zutrauen)
    20 4 Melden
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  • Pjehle 07.06.2017 09:37
    Highlight Die Lösung ist ganz einfach: endlich die Preise in der Schweiz purzeln lassen auf Nivau wie im Ausland.
    Dann kaufen die Konsumenten wieder in der Schweiz. Die Freigrenze auf 50CHF senken bringt gar nichts.
    26 3 Melden
    • Tschiger 07.06.2017 10:07
      Highlight Dann aber subito die Löhne nach unten anpassen.
      Typisch Schweizer/in: immer den "Fünfer und das Weggli" haben wollen
      9 37 Melden
    • slashinvestor 07.06.2017 10:59
      Highlight @Tschiger, die meisten Schweizer und Schweizerin sind bereit 15% vielleicht 20% mehr zu bezahlen. Das würde den Lohn unterschied abdecken. ABER wenn ich 12 LED Decken Lampen für 30 Euro im Ausland kaufen kann wo in der Schweiz ich 3 für 55 CHF bezahle kaufe ich nur im Ausland ein. Oder Actimel 6.90 für 8 bei Coop, aber im Carrefour 12 für 3.90! Das ist wieder abzockerei! Ich würde schon sagen SCHWEINEREI! Ich kaufe gerne bei Amazon, aber jetzt blockiert auch die Hersteller Firmen Lieferung zu der Schweiz. Ganz einfach Lieferung zu unser Haus in Frankreich.
      16 1 Melden
    • NotWhatYouExpect 07.06.2017 11:18
      Highlight Von mir aus können gerne die Löhne gesenkt werden, dann muss aber auch alles andere gesenkt werden.
      5 3 Melden
    • reaper54 07.06.2017 11:33
      Highlight @Tschiger bei einem zu 100% in der Schweiz hergestellten Produkt habe ich kein Problem damit mehr zu bezahlen.
      Die allermeisten Markenprodukte sind aber im Ausland hergestellt, der Gewinn fliesst also grösstenteils ins Ausland. Das muss gestopt werden, wegen ein paar Franken für den besseren Service fährt niemand ins Ausland.
      15 0 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 07.06.2017 09:19
    Highlight Wenn man nichts gegen die PFZ tut, muss man auch nichts gegen den Einkaufstourismus tun!
    21 15 Melden
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  • Kreasty 07.06.2017 08:49
    Highlight Ich erinnere mich vor ca. 15 Jahren da bin ich immer mit meinem Opa von Konstanz nach Kreuzlingen in die Migros gegangen zum Mittagessen und dann Einkaufen.
    Wie sich das Blatt doch wenden kann....
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    • Gelöschter Benutzer 07.06.2017 20:48
      Highlight Genau das haben wir früher auch ab und an gemacht. Tagesausflug in die Schweiz und dann noch günstig bei Migros einkaufen.
      Inzwischen lebe ich in Kreuzlingen und kann für mich sagen: lieber zur Migros und ein paar Stutz mehr bezahlen, als sich an einem Samstag durch das hoffnungslos verstopfte Konstanz zu plagen. Nur an die kürzeren Öffnungszeiten habe ich mich noch nicht ganz gewöhnt... :(
      1 1 Melden
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  • Linus Luchs 07.06.2017 08:43
    Highlight Gerne würde ich dann auch etwas über Massnahmen erfahren gegen die Steuerflucht von Unternehmen und reichen Privatpersonen, die Milliarden(!) von Franken auf Steuerinseln verschwinden lassen, weil ihnen die Schweiz zu teuer ist.
    Und gerne würde ich auch etwas über Massnahmen gegen Unternehmen hören, die Arbeit in Billiglohnländer auslagern, weil ihnen die Schweiz zu teuer ist.

    Wenn unser Parlament solche Massnahmen beschliesst, weiss ich, für Unternehmen und Reiche gilt derselbe Massstab wie für uns Konsumenten. So lange das nicht geschieht, könnt ihr mich mal, liebe Parlamentarier.
    82 8 Melden
    • Richu 07.06.2017 10:28
      Highlight @Linus Luchs: Und was ist mit den "vielen" reichen Deutschen und Franzosen inkl. viele "reiche" Sportler wie beispielsweise Formel 1 Rennfahrer Vettel, welche infolge den hohen Steuern in ihrem Lande den Wohnsitz Schweiz gewählt haben?
      9 2 Melden
    • Linus Luchs 07.06.2017 12:36
      Highlight @Richu: Diese Personen bezahlen nicht Steuern wie du und ich, sonst wären sie nämlich nicht hier.
      Vettel & Co. profitieren von einer weiteren Sauerei, der Pauschalbesteuerung für reiche Ausländer. Aber das souveräne Volk will es ja so:
      https://www.swissinfo.ch/ger/politik/abstimmung-30-november-pauschalbesteuerung/41136868
      11 1 Melden
    • Richu 07.06.2017 13:51
      Highlight @linus Luchs: Das "souveräne" Schweiz Volk will halt nicht auf nahezu 800 Millionen Steuereinnahmen pro Jahr von Pauchalbesteuerten verzichten. Zudem profitieren u.a. auch das Schweizer Gewerbe von Aufträgen von Pauschalbesteuerten!
      Übrigens hat der Kanton Zürich die Pauschalbesteuerung abgeschafft. Aber nur einen Teil der Reichen, pauschalbesteuerten Ausländer haben dann den Kanton Zürich verlassen!
      3 0 Melden
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  • Sblue 07.06.2017 08:40
    Highlight Es geht nicht nur um den Preisunterschied. Im Vergleich zur Schweiz hat Deutschland die (wie ich finde) viel besseren Einkaufsmöglichkeiten. Die Auswahl an Produkten is viel grösser. Und das Beste: die Beratung und Kundenfreundlichkeit sind um Welten besser als in der Schweiz. Häufig gehe ich in ein Laden in CH und sehe es den Verkäufern an, dass sie keine Lust haben, schon wieder jemanden zu bedienen. Wieso ist das so?
    40 21 Melden
    • EvilBetty 07.06.2017 09:02
      Highlight Weil du in die falschen Läden gehst 😉
      16 5 Melden
    • atomschlaf 07.06.2017 09:09
      Highlight Naja, also was die Kompetenz und Freundlichkeit des Personals angeht, habe ich grad' in Deutschland auch schon ganz andere Erfahrungen gemacht...
      21 3 Melden
    • Tschiger 07.06.2017 10:09
      Highlight Die meisten die im Detailhandel arbeiten haben einen Migrationshintergrund und sind somit nicht typische "Schweizer "
      8 2 Melden
    • MacB 07.06.2017 13:02
      Highlight wie man in den Wald hineinruft...
      3 1 Melden
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  • kEINKOmmEnTAR 07.06.2017 08:28
    Highlight Ich kaufe aus Prinzip und Solidarität nur in der Schweiz ein, wer das nicht macht schadet seinem eigenen Land.
    19 59 Melden
    • atomschlaf 07.06.2017 09:02
      Highlight @kEINKOmmEnTAR: Glaubst Du, es tut dem Land und der Schweizer Volkswirtschaft gut, wenn aufgrund der Kaufkraftabschöpfung der ausländischen Hersteller jedes Jahr Milliarden ohne Gegenleistung ins Ausland abfliessen?

      Besser die Importware selbst im Ausland kaufen und das gesparte Geld dafür in der Schweiz für Waren und Dienstleistungen mit Wertschöpfung in der Schweiz ausgeben!
      36 3 Melden
    • SpoNGeBOb 07.06.2017 10:10
      Highlight Ich kAuFe AuS PrInZiP uNd SoLiDaRiTäT nUr In dEr ScHwEiZ eIn, WeR dAs nIcHt mAcHt sChAdEt SeInEm EiGeNeN LaNd.
      6 6 Melden
    • Shabina 07.06.2017 10:58
      Highlight @keinKomentar
      Ich kaufe dann aus Prinzip und Solidarität nicht mehr im Ausland ein, wenn die Geschäfte aus Prinzip und Solidarität keine billigen ausländischen Arbeitskräfte mehr anstellen. Über den Einkaufstourismus lästern aber billig-Arbeitskräfte einstellen geht gar nicht!
      8 0 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 07.06.2017 11:15
      Highlight Ich vermeide soweit es geht allgemein Produkte zu kaufen welche nicht in der Schweiz produziert werden und kaufe wenn möglichst die Waren frisch statt als Fertigware. DAS hilft der Wirtschaft mehr als ausländische Ware zu kaufen.
      0 6 Melden
    • EvilBetty 07.06.2017 12:55
      Highlight Yeah Nicolas 😂
      1 0 Melden
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  • Amboss 07.06.2017 08:22
    Highlight Eigentlich wäre es ganz einfach: Diese Mehrwertsteuer-Rückerstattung ganz einfach abschaffen.
    Wer in D einkauft, zahlt in D Mehrwertsteuer. Punkt.

    Sämtliche oben beschriebenen Probleme wären gelöst.

    Wer in Deutschland ein Produkt kauft, soll auch die deutsche Mehrwertsteuer bezahlen. Wer in der Schweiz kauft, soll schweizer MWST bezahlen.
    Ich sehe nicht, weshalb man Produkte nicht versteuern muss, nur weil man sie über die Grenze transportiert.
    18 19 Melden
    • atomschlaf 07.06.2017 08:57
      Highlight @Amboss: Widerspricht sämtlichen geltenden Steuerprinzipien.

      Die Steuerfreiheit unterhalb der Freigrenze hat allein erhebungsökonomische Gründe. Der Aufwand lohnt sich schlicht nicht.
      31 3 Melden
    • Amboss 07.06.2017 09:52
      Highlight @atomschlaf:
      "Widerspricht sämtlichen geltenden Steuerprinzipien. "

      Wieso? Wie meinst du das?

      ich sehe das Problem nicht. zB bis 300 CHF gibts keine Rückerstattung, darüber bleibt alles wie bisher. Liesse sich doch ganz einfach und einseitig (D hätte bestimmt nichts dagegen) einführen und hätte nur positive Aspekte
      2 4 Melden
    • atomschlaf 07.06.2017 10:12
      Highlight "zB bis 300 CHF gibts keine Rückerstattung, darüber bleibt alles wie bisher."

      @Amboss: Ja, das ginge natürlich. Italien und Frankreich haben ja auch relativ hohe Mindestgrenzen für eine Rückerstattung.
      Du schriebst oben aber, man solle die Rückerstattung ganz abschaffen.

      DE hat übrigens solche Vorschläge schon mehrfach abgelehnt.
      5 0 Melden
    • Amboss 07.06.2017 13:03
      Highlight @atomschlaf: Tut mir leid, wenn ich mich nicht klar ausgedrückt habe. Es geht mir wirklich um diese Einkäufe bis zur Freigrenze von 300 CHF.

      Denn die sind es ja, um die es geht.
      Das ist doch Quatsch. All der Aufwand mit endlosen Staus in Konstanz Ausfuhrschein, stempeln, kontrollieren etc... für irgendwie 30 Franken Mehrwertsteuer.
      Sorry, unsere Zöllner hätten wirklich besseres zu tun.

      Bei Beträgen darüber soll natürlich alles bleiben, wie es ist.
      1 1 Melden
    • Kreasty 07.06.2017 13:27
      Highlight Du solltest in die Politik gehen! Schubs Problem gelöst, Lösung schon da und komplett Durchdacht.
      Glaube das ganze ist etwas komplizierter und es ist ja nicht nur Deutschland, was an der Schweiz grenzt.
      3 0 Melden
    • Qui-Gon 07.06.2017 14:11
      Highlight Der Witz ist ja, dass das meiste Markenzeugs inkl. MWST von 19% (!) in D immer noch billiger ist als hier. Z.B. Jeans: 90 Euro, 130 CHF; steht sogar auf dem Etikett.
      6 0 Melden
    600
  • Elpolloloco 07.06.2017 08:22
    Highlight Nehmen wir als Beispiel Elektronikartikel: die Schweiz hat mitunter die günstigsten Preise im europäischen Umland. Warum ist das so? Weil die Anbieter Grauimporte durchführen können - d.h. ein Artikel ist in der Schweiz nicht oder nur teuer oder in kleinen Stückzahlen vorhanden: Import aus einem Land mit besseren Konditionen und teilweise Weitergabe an den Konsumenten.
    Konsequenzen: Abschaffung der Handelshemmnisse für sämtliche Produkte und explizites Erlauben von Grauimporten. Zu klären sind lebensmittelrechtliche Vorgaben, aber auch dort sollte erlaubt sein, was in der EU zugelassen ist.
    37 0 Melden
    • atomschlaf 07.06.2017 08:58
      Highlight "aber auch dort sollte erlaubt sein, was in der EU zugelassen ist"

      Genau das haben ja die SVP-Parlamentarier mit tatkräftiger Hilfe von CVP, Grünen und in etwas geringerem Masse SP wieder abgeschafft!
      17 0 Melden
    • Dubio 07.06.2017 09:07
      Highlight Grauimporte sind jetzt schon legal (trotz des Namens). Insbesonder Unternehmen im FMCG (Nestle, P&G etc) halten aber ihre Vertriebskanäle an der sehr kurzen Leine, sodass Grauimporte sehr oft faktisch nicht möglich sind.
      12 0 Melden
    600
  • kupus@kombajn 07.06.2017 08:12
    Highlight Ich kaufe auch in D ein, aber nur Produkte, welche ich entweder in der Schweiz nur mit dem Schweiz-Zuschlag oder gar nicht bekomme. Z.B. rezeptfreie Medikamente (in der Schweiz bis zu 4 Mal teurer), Kleider, Kosmetikartikel, Reinigungs-/Waschmittel. Mir muss keiner erzählen, dass sich bis zu 4 Mal höhere Preise durch höhere Kosten in der Schweiz rechtfertigen lassen. Selbst wenn ich es mir leisten kann, kaufe ich diese Artikel schon aus Prinzip nicht in der Schweiz. Dass es sogar CH-Produkte gibt, welche in D billiger als bei uns sind, spricht eine deutliche Sprache. Wir werden geschröpft.
    66 3 Melden
    • #bringhansiback 07.06.2017 10:41
      Highlight @kupus@kombajn: Ja, es gibt CH produkte welche in D billiger sind. Manchmal aber sind diese auch billiger Produziert.
      Ein Beispiel das ich gerade kenne ist Ovomaltine. Diese hat für den EU Markt noch Kristallzucker zugesetzt und ist erkennbar am Namen "Ovomaltine of Switzerland" (oder so ähnlich). Da so andere, teurere Materialien gespart werden können, wird so der Preis gesenkt.

      Klar, das ist nicht bei allen CH Produkten so. Aber, bei CH Produkten im Ausland schaue ich immer ganz genau hin :)
      2 2 Melden
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  • Taiyou 07.06.2017 08:11
    Highlight Die SP glaubt doch wohl sicher nicht, dass die Preise in der Schweiz "purzeln" werden, ohne dass die Löhne sinken werden.
    Man muss sich nicht wundern, warum die Preise in DE so viel tiefer sind. Die Person an der Kasse verdient ja nunmal auch nicht 4000.-.

    Wer Schweizer Löhne will, muss Schweizer Preise bezahlen.
    Natürlich kann man das noch optimieren (vor allem im Medikamenten und Telekommunikationsbereich)
    14 39 Melden
    • atomschlaf 07.06.2017 08:55
      Highlight @Die hohen Preise für Importprodukte haben sehr wenig mit den Löhnen zu tun.
      Die Kostendifferenz (Miete, Löhne, etc.) würde grösstenteils durch höhere Produktivität und tiefere MWSt ausgeglichen.
      Ursache für die Mondpreise sind nicht die Löhne im Verkauf, sondern die Kaufkraftabschöpfung durch Importeure und ausländische Lieferanten.
      Bloss kann man da auf gesetzlichem Weg kaum etwas tun.
      Das beste Druckmittel ist, überteuerte Importprodukte direkt im Ausland einzukaufen.
      Wenn der hiesige Detailhandel keinen Druck macht, muss es halt der Kunde direkt tun.
      Hart, aber nötig.
      45 1 Melden
    • Taiyou 07.06.2017 09:09
      Highlight Ihr Argument mit der MWSt. und der ganzen Wertschöpfungskette sehe ich ein, jedoch wage ich es dtark zu bezweifeln, dass wir so viel produktiver als die Deutschen sind.
      Da sehe ich aber vor allem ein Problem in den Importprodukten (wie Sie auch schon geschrieben haben).

      Jedoch sind heimisch entwickelte und prdouzierte Produkte (z.B in der Technik, Software usw) vor allem auf Grund der hohen Lohn und Mietkosten so hoch.
      1 3 Melden
    • atomschlaf 07.06.2017 09:59
      Highlight @Taiyou: Das mit der Produktivität ist nicht auf meinem Mist gewachsen, da gab es vor ein paar Jahren mal eine Studie dazu.

      Wenn ein Produkt in der Schweiz entwickelt und hergestellt wird, dann habe ich auch kein Problem damit, einen höheren Preis zu zahlen.
      12 0 Melden
    • Taiyou 07.06.2017 11:02
      Highlight Schön, dann sind wir uns ja einig. Ich stimme dir im Punkto Importware zu.
      1 0 Melden
    • covfefe 07.06.2017 13:40
      Highlight @atomschlaf: Bin der gleichen Meinung. Am Monats Ende haben der Deutsche und der Schweizer bei gleicher Kaufkraft, Job gleich viel Geld. Wenn die Politik hier was machen will, dann ist der Verbraucher der falsche Ort um anzufangen. Er ist aber der einfachere, sprich der Weg des geringsten Widerstandes. Den ausser in solchen Foren rummeckern tut er sonst nichts.
      2 0 Melden
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  • wild83 07.06.2017 08:09
    Highlight Ich gehöre auch zu den Leuten die im Ausland kaufen. Ich habe gleich weit nach D wie in den nächsten Coop. Nur zahle ich für z.B. Hygieneartikel nur noch einen Drittel. Und ich habe kein Schlechtes Gewissen. Andere Machen Urlaub am Meer, fahren Ski in Österreich. Aber das macht ja die Wirtschaft nicht kaputt. Auch der Tourismus hat angestellte und bezahlt Steuern. Weniger Gäste weniger Geld.
    Oder all die Leute die hier arbeiten und im Ausland Wohnen statt in der Schweiz. Weniger Mieteinnahmen, weniger Steuern, und und und.
    Oder Schweizer Firmen die im Ausland produzieren. Aber ja genau.
    37 6 Melden
    600
  • Karl33 07.06.2017 08:03
    Highlight Der SVP-ler Hösli will die Bürger schikanieren? Globalisierung nur für die Grossfirmen und Superreichen, die Bürger sollen nicht davon profitieren dürfen?
    Ja, bei der SVP weiss man was man hat.
    27 6 Melden
    600
  • Quacksalber 07.06.2017 07:58
    Highlight Es wäre ganz einfach. Mit den Nachbarn reden und bis zu den 300 Franken die Rückerstattung der Mehrwertsteuer aufheben.
    3 25 Melden
    • Qui-Gon 07.06.2017 14:16
      Highlight Damit könnte ich locker leben. Lohnt sich immer noch und Freiburg i. B. wird dadurch auch nicht hässlich :-)
      5 0 Melden
    600
  • Caturix 07.06.2017 07:57
    Highlight Mich nerven die Schweizer langsam aber sicher immer mehr.
    Hier den Lohn beziehen der X mahl höher ist als im Ausland, aber dann alles so billig wie möglich kaufen. Das Billigste Essen muss es sein, Tierschutz egal, kauft man dafür mehr und schmeisst die hälfte in den Müll es ist ja billig.
    Selber schuld wenn Ihr euren Job verliert wenn einer für weniger Geld die gleiche Arbeit macht oder die Firma wegen eurem Verhalten Jobs abbauen muss.
    17 46 Melden
    • Hosch 07.06.2017 09:19
      Highlight Ah ja, und die Deutschen gehen nicht nach Polen einkaufen oder wie? Es geht immer um das Gleichgewicht. Der Franken ist klar stärker als der Euro aber wieso? Weil Deutschland mit Ländern wie Griechenland, Italien, Portugal, Spanien in der EU ist und von deren enormen finaziellen Schwierigkeiten profitiert. Wäre Deutschland wieder alleinstehend wäre die D-Mark wohl stärker als der Franken.
      12 1 Melden
    • Macke 07.06.2017 09:22
      Highlight Denkst du wirklich, diejenigen, die in Deutschland Fleisch, Eier etc. kaufen, achten in der Schweiz plötzlich darauf, nur Bio-Fleisch und Freilandeier zu holen? Ich als Geringverdienerin, die unter dem Existenzminimum lebt, gehe 1-2 Mal pro Jahr nach Deutschland, um meine Vorräte aufzustocken. Kaufe da aber bewusst keine frischen Nahrungsmittel, die hole ich mir auf dem Markt in der Schweiz (wo sie übrigens günstiger sind als Coop/Migros und ich auswählen kann, wie viel ich möchte).
      8 0 Melden
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  • Laracroft/ 07.06.2017 07:44
    Highlight Ich bin Nichtschweizerin, verdiene nicht allzu üppig...und kaufe trotzdem in der Schweiz ein. Wie mache ich das nur? Wenn ich sehe wie irrsinnig in Konstanz eingekauft wird und woher die alle kommen - denke ich mir, wird nicht einfach zuviel gekauft nur weil es günstiger ist. Und die hochwertigen Autos lassen darauf schliessen, dass es nicht in Massen Geringverdienende sind, die profitieren. Es sind CHer, die durchaus in der CH einkaufen & die eigene Wirtschaft unterstützen könnten. Meine Meinung!
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    • atomschlaf 07.06.2017 08:02
      Highlight @Laracroft: Warum sollte man sich als Gutverdienender von den Markenartikelimporteuren abzocken lassen?
      Ich verdiene ganz ordentlich und zahle anstandslos Schweizer Preise, wenn die Wertschöpfung in der Schweiz erbracht wird, z.B. für den Coiffeur, den Auto-Service oder beim auswärts essen.
      Aber den Kauf überteuerter Importware vermeide ich wenn immer möglich und beschaffe diese dort, wo ich sie am günstigsten bekomme.
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    • Der müde Joe 07.06.2017 08:36
      Highlight Sehe ich genau so! Den Lebensstandard ein bisschen anpassen, dann kann man auch vom Migros und Coop leben.
      Ein bekannter von mir fährt jedes zweite Wochenende 45' ins Deutsche! Mir wären die 1 1/2 Stunden Weg schon zu "teuer". 😉
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    • Qui-Gon 07.06.2017 14:19
      Highlight Laracroft, wenn es denn die eigene Wirtschaft wäre. Aber bei den Importen werden wir schon übel verarscht.
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  • DerTaran 07.06.2017 07:41
    Highlight Das grenznahe Ausland profitiert übrigens dank Mehrwertsteuerrückerstattung auch nicht vom Einkauftourismus.
    Und die Preise für die Einheimischen machen wir auch kaputt, was uns nicht gerade Sympathien einbringt (ausser beim Einzelhandel).
    Wir Schweizer sind bereit mehr zu zahlen, also zahlen wir mehr, hier genauso wie im Ausland.
    Wenn wir tiefere Preise wollen, dann müssen wir auch im Inland konsequent die günstigsten Produkte kaufen. Budget Produkte, Otto, Liedl, Denner und Aldi bieten billigere und gute Alternativen.
    Nur über die hohen Preise jammern, aber beim Coop einkaufen ist sinnlos.
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    • atomschlaf 07.06.2017 07:56
      Highlight Stimmt nicht, neben der MWSt gibt es noch andere Steuern von denen die Nachbarländer und je nach Steuerregime auch die grenznahen Gemeinden und Regionen sehr wohl profitieren.
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    • Elpolloloco 07.06.2017 08:14
      Highlight Zur ersten Aussage: Arbeitsplätze werden geschaffen, Umsätze gemacht, Unternehmenssteuern gezahlt (und anderes mehr). Davon hat "das Ausland" ganz direkt was.
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    • DerTaran 07.06.2017 09:40
      Highlight Wenn es sich um Produkte handelt, die man so auch in der Schweiz bekommen kann (Hygieneartikel, Kleider, sogar Lebensmittel oder Schweizer Exportprodukt), sind die Einzigen die profitieren die Händler, auf Kosten des schweizer Einzel- und Zwischenhandels. Sogar die Produzenten verliehren, denn sie tauschen eine hohe schweizer Marge gegen eine tiefere. Der Steuergewinn/verlusst jenseits der MwSt ist vernachlässigbar.
      Da Einkaufstouristen hauptsächlich ihren Grundbedarf decken und nicht oder nur wenig zusätzlich kaufen, stimmt meine Aussage.
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    • atomschlaf 07.06.2017 10:08
      Highlight "Sogar die Produzenten verliehren, denn sie tauschen eine hohe schweizer Marge gegen eine tiefere."

      Oje, mir kommen gleich die Tränen...
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    • DerTaran 07.06.2017 12:34
      Highlight Denen weine ich keine Träne nach.
      Dem schweizer Einzelhandel aber auch nicht, der hätte durchaus bessere Margen aushandeln können, hat er aber nie getan, war wohl zu anstrengend und bei den Umsatzzielen kontraproduktiv.
      Das verlorene Geld über dass sich die Händler und Politike grämen wurde dem Konsumenten gestohlen.
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  • Knut Atteslander 07.06.2017 07:40
    Highlight Wie stellen die sich das vor? Eine Mauer? Sollte es gelingen die Preise purzeln zu lassen purzeln die Löhne wohl gleich hinterher. Natürlich in den unteren Schichten, aber das stört ja niemanden...
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    • atomschlaf 07.06.2017 08:14
      Highlight @Knut: Das bezweifle ich doch stark. Die Elektronikbranche zahlt auch Schweizer Mieten und Löhne und trotzdem sind die Preise meist konkurrenzfähig.
      Ursache für die Mondpreise sind nicht die Löhne im Verkauf, sondern die Kaufkraftabschöpfung durch Importeure und ausländische Lieferanten.
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    • Knut Atteslander 07.06.2017 09:03
      Highlight Mit Elektronik verdient man auch nichts in der Schweiz...
      Kaufkraftabschöpfung :) nettes Wort, andere würden dazu Marge sagen. Welche Importeure schöpfen den bei Gemüse, Fleisch und Milch ab? Aber wie Du richtig bemerkt hast hängt alles an der Kaufkraft. Ohne die immensen Einkommensunterschiede rund um den Globus hätten wir diese Probleme nicht ;)
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    • DerTaran 07.06.2017 09:43
      Highlight Wir zahlen mehr, weil wir bereit sind mehr zu zahlen. Ökonomie erstes Semester.
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  • Döst 07.06.2017 07:32
    Highlight Was langfristig wirkt abseits von Politik: genau diejenigen Produkte mit hohem Schweizaufschlag konsequent im Ausland kaufen/online bestellen, sodass die Pseudo-Importtöchter dieser ausl. Produzenten den Rückgang massiv spüren.
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  • p4trick 07.06.2017 07:09
    Highlight Dann soll mir mal der Bundesrat erklären warum ich auf dem Post Weg ab 62.50 MWST bezahle PLUS eine Importgebühr von ca. 20 Franken. Und das für Produkte die ich im Ausland bestellen muss weil es in der CH gar nicht zu kaufen ist.
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    • atomschlaf 07.06.2017 07:57
      Highlight Da sieht man eben, wie gross der Aufwand für die Erhebung von Kleinstbeträgen ist. Zeigt schön auf, wie unsinnig eine Senkung der Freigrenze wäre.
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    • PaulDerGaul 07.06.2017 08:08
      Highlight Was gibt es da zu erklären? Die Importgebühr erheben die Transporteure und nicht der Bundesrst. Der Staat erhebt die Steuern.
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    • Elpolloloco 07.06.2017 08:17
      Highlight Das nervt mich ehrlich auch gewaltig, führt aber wohl eher dazu, das "auf chinesisch" zu regeln - bei Aliexpress wird egal welcher Wert das Päckli hat "Geschenk" und Wert 20 Dollar draufgeschrieben, z.B. bei eBay wird das teils auch so gemacht...
      Hier wäre ein zeitgemässes System angebracht, gegen die 8% MwSt. habe ich nichts, aber gegen das Mehrfache dieses Betrages, das jeweils durch die Post oder andere Logistiker erhoben wird.
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    • iNDone 07.06.2017 09:03
      Highlight @elpolloloco Nach meiner Erfahrung bei Aliexpress kann man meist wählen wie deklariert wird. Wenns auffliegt ist man ja als Empfänger verantwortlich.
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    • Crissie 07.06.2017 09:40
      Highlight Man kann sich ganz einfach in D eine Zustelladresse einrichten wie z.B. bei "LAS Burg" in Weil am Rhein und viele andere in Grenznähe wie "deutsche Lieferadresse" in Konstanz oder Waldshut usw.. Gegen eine kleine Gebühr pro eingehende Lieferung kann man die Bestellung dort abholen ( Frist 4 Wochen). Davon profitieren sehr viele Schweizer/innen aber natürlich auch diese Firmen.
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    • Captain_Awesome 07.06.2017 10:17
      Highlight Ich persönlich habe nur mit der Post schlechte Erfahrungen gemacht, da diese neben Zoll auch eine Bearbeitungsgebühr und eine andere Gebühr aufschlägt.
      Statt 70.- kostete es so dann 120.-
      Bei den anderen Lieferanten war das nie ein Problem. Bestellung war da, Zoll bezahlen, Paket entgegennehmen, fertig.
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    • p4trick 07.06.2017 15:38
      Highlight @Crissie: und die 100km hin und zurück plus 2h Zeit kostet mich über 100.- keine gute idee
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    • Crissie 07.06.2017 17:48
      Highlight p4trick, sorry, das wusste ich natürlich nicht. Für grenznah wohnende CH's ist es zweifellos die beste Lösung. Vielleicht könnt Ihr Euch unter Freunden oder Bekannten trotzdem zu Mehreren irgendwie organisieren. Unser Sohn wohnt in ZH und hat zusammen mit noch einer Person ( Vollmacht) ebenfalls so eine Zustelladresse. Einmal im Monat kommt einer von beiden und holt die Bestellungen ab.
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