Schweiz

Die Schweiz will keine Sanktionen, aber trotzdem nicht wegsehen, was hinter dem Vorhang geschieht. Bild: Kiichiro Sato/AP/KEYSTONE

Todesstrafe: Warum die Schweiz keine Sanktionen gegen die Türkei verhängen wird

Diplomatie statt Sanktionen: Erdogan will die Todesstrafe zurück – doch die Schweiz sollte lieber nicht mit wirtschaftlichen Vergeltungsmassnahmen reagieren.

20.04.17, 04:04 20.04.17, 07:11

Sven altermatt / Aargauer Zeitung

Sie wurden gehängt, erschossen, geköpft oder bekamen die Giftspritze: Mindestens 1032 Menschen sind im vergangenen Jahr von Staaten hingerichtet worden. Damit wurden über ein Drittel weniger Hinrichtungen registriert als 2015, wie Zahlen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeigen.

Bis 2016 haben 104 Länder die Todesstrafe abgeschafft.

Gleichzeitig ist die Zahl der Todesurteile drastisch gestiegen, von 1998 auf 3117. Wie ein Hoffnungsschimmer wirkt da, dass die Todesstrafe in immer mehr Ländern abgeschafft wird.

Doch es reicht ein Blick in die Türkei, damit sich der helle Schein wieder trübt: Kaum hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan das Referendum über die Verfassungsreform gewonnen, setzte er die Wiedereinführung der Todesstrafe auf die Tagesordnung.

Gestern hat sich erstmals auch die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard dazu geäussert. In einem Interview mit dem Westschweizer Radio bezeichnete sie die Todesstrafe als «rote Linie», deren Überschreiten man gegenüber der Türkei nicht akzeptieren würde.

Was würde die Schweiz tun?

Auf die Frage jedoch, ob die Schweiz allenfalls Wirtschaftssanktionen ergreifen würde, wollte Leuthard nicht näher eingehen. Beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) heisst es auf Anfrage, aus Sicht der Schweiz stünde eine Wiedereinführung der Todesstrafe «im klaren Widerspruch zu den internationalen Verpflichtungen der Türkei».

Diese Haltung habe man den türkischen Behörden wiederholt dargelegt. EDA-Sprecher Pierre-Alain Eltschinger: «Angaben darüber, ob und allenfalls welche Konsequenzen ergriffen werden könnten, sind zum jetzigen Zeitpunkt noch verfrüht.»

Die Krux mit der Todesstrafe

Müsste die Schweiz mit Wirtschaftssanktionen auf die Wiedereinführung der Todesstrafe reagieren? Fachleute halten dies nicht für zweckdienlich.

Für Patrick Walder, Experte zum Thema Todesstrafe bei Amnesty Schweiz, ist klar: «Es ist keine praktikable Lösung, mit Wirtschaftssanktionen auf die Verletzung von Menschenrechten zu antworten. Welchem Land sollte man Sanktionen auferlegen, welchem nicht?»

Zudem würden Sanktionen oft vor allem der Bevölkerung schaden und nicht der Regierung. Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der beratende Ausschuss des UNO-Menschenrechtsrats.

Das Gremium untersuchte 2015, wie sich wirtschaftliche Sanktionen auf Staaten auswirken. Die Massnahmen führten zu Instabilität und zu einer Verletzung grundlegender Menschenrechte, so der Untersuchungsbericht. Betroffen seien besonders «die schwächsten in einer Gesellschaft» wie Frauen, Kinder und alte Menschen.

2016 gab es weltweit
1032 Hinrichtungen.
(ohne China)

Tatsächlich haben viele Staaten in Europa ein ambivalentes Verhältnis zur Todesstrafe: Einerseits ist in der europäischen Menschenrechtskonvention ein vollständiges Verbot festgeschrieben, parallel dazu werden die diplomatischen Bestrebungen zur Abschaffung der Todesstrafe verstärkt. Andererseits gehören Länder mit Todesstrafe wie China oder die USA zu den wichtigsten Handelspartnern.

Burkhalter setzt auf Diplomatie

Unter Aussenminister Didier Burkhalter engagiert sich die Schweiz auf diplomatischem Weg verstärkt für die Abschaffung der Todesstrafe.

Mit sachlichen Informationen wolle man «den Boden bereiten für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage» – ohne Sanktionen. Länder sollen aufgefordert werden, auf die Todesstrafe zu verzichten oder diese wenigstens auszusetzen.

Wenn das nicht möglich ist, will das EDA darauf hinwirken, dass die Tatbestände, die mit dem Tod bestraft werden, eingeschränkt werden. Bei Amnesty International stossen diese Bestrebungen auf Anerkennung. «Die offizielle Schweiz ist vergleichsweise stark engagiert», sagt Todesstrafe-Experte Walder.

Allerdings erhoffe man sich, dass das Thema in Gesprächen mit Ländern wie China auch wirklich offensiv angesprochen wird. Als «ehrgeizig» bezeichnet er das Ziel des Bundesrats, die Todesstrafe bis im Jahr 2025 weltweit abzuschaffen. Erneut genügt ein Blick in die Türkei, um diese Einschätzung zu bestätigen.

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User-Review:
Pulo112, 20.12.2016
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83 Kommentare anzeigen
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  • Stojan 20.04.2017 18:19
    Highlight Aber Sanktionen für Russland sind okay? Heuchler
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  • Wilhelm Dingo 20.04.2017 13:50
    Highlight Haben wir Sanktionen gegen USA oder China? Eben...
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  • die 200 20.04.2017 09:22
    Highlight ... leider nicht möglich, aber ich würde gern mal das KARMA für alle einführen!!!!!!!
    4 2 Melden
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  • Bruno Wüthrich 20.04.2017 08:50
    Highlight In jeder Bevölkerung gibt es Menschen, die für die Todesstrafe sind. Auch in der Schweiz. In jeder Bevölkerung gibt es aber auch Gegner. Die Art und Weise, wie in einem Land welches Vergehen bestraft wird, ist meines Erachtens nicht nur Teil des Rechtssystems, sondern auch der Kultur.

    Ich finde es gut, dass die Schweiz auf Sanktionen gegen die Türkei verzichten würde. Sie bewirken nämlich eher das Gegenteil. Allerdings: Wie es die Schweiz schaffen will, Staaten von der Todesstrafe wegzubringen, will sich mir nicht so ganz erschliessen. Da besteht auch bei mir noch Aufklärungsarbeit.
    19 6 Melden
    • FrancoL 20.04.2017 10:04
      Highlight Da gibt es auch nichts aufzuklären, denn mit Diplomatie wird man gegen die Todesstrafe nichts ausrichten können, also kann man getrost sagen dass die Schweiz die Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei diplomatisch übersehen wird.
      13 2 Melden
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  • Frau Dr. Holla die Waldfee 20.04.2017 08:33
    10 3 Melden
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  • Röschtigraben 20.04.2017 08:31
    Highlight Gleiches "Recht" für alle. Wenn die Türkei sanktioniert wird, dann bitte die anderen Länder mit Todesstrafe auch. Aber halt, das geht ja nicht. Die sind für die Schweiz zu wichtig
    20 7 Melden
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  • Daniel Caduff 20.04.2017 08:20
    Highlight An Saudi Arabien liefern wir Waffen, mit China haben wir sogar ein Freihandelsabkommen. Und die USA sind immer noch unsere liebste Shopping- Überseeferiendestination. Von den politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen ganz zu schweigen. Nein, heuchlerische Kritik an der Türkei macht uns nicht glaubwürdiger.
    Ich unterstütze hingegen sehr den Vorschlag der Deutschen CDU für einen Rauswurf der Türkei aus dem Europarat.
    Aus strategischen Gründen sollte zudem das Flüchtlingsabkommen gekündigt werden, da dieses von Erdogan als Faustpfand benutzt wird.
    62 4 Melden
    600
  • cubus72 20.04.2017 08:20
    Highlight Dann sollen die Amis die Todesstrafe auch abschaffen! Immer diese Doppelmoral!
    29 8 Melden
    • Caturix 20.04.2017 08:49
      Highlight Ja sollten sie. Nur die Türkei wird masenhaft Menschen umbringen die nicht mit Erdogan einverstanden sind. Das wird zu 100% eine Säuberungsaktion.
      26 9 Melden
    • Fabio74 20.04.2017 10:16
      Highlight Ja das sollten sie und alle anderen Staaten auch
      5 3 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 20.04.2017 08:13
    Highlight Wir sind noch unglaublich weit weg von einer fairen modernen Zukunft.
    17 4 Melden
    • manhunt 20.04.2017 10:04
      Highlight moderne zukunft? einige haben gerade den schnellzug zurück ins mittelalter bestiegen.
      7 2 Melden
    • Radesch 20.04.2017 16:55
      Highlight
      @manhunt
      Ich denke eher, dass einer diesen Zug mittels Manipulation besiegelt hat, nämlich Erdogan. Diese Abstimmung war von Anfang an eine Farce. Die Gegner wurden Mundtot gemacht, usw...
      2 1 Melden
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  • BRO 20.04.2017 08:13
    Highlight Wenn die Häftlinge das Gift selbst einnehmen würden, dann wäre es ja kein Mord im Sinne der Staatsschuld. Die Frage ist nur, ob und wie sie dieses selbst verabreichen würden. So würden gewisse hoffnungslose Fälle die sowieso nie wieder in Freiheit leben würden erhebliche Kosten reduzieren. Mord geht nicht, ganz klar, aber ich finde es traurig, dass Menschen, die sich nicht benehmen durch ihr verhalten auch so viel Kosten verursachen! Ich muss auch mein Leben lang zusehen wie ich an Geld/Essen komm für Frau und Kind.
    2 34 Melden
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  • Thinktank 20.04.2017 08:09
    Highlight Doris hat ja auch kein Problem damit, mit einem Tesla aus dem Todesstrafenland USA für ein bisschen Greenfacing rumzuprahlen. Von China sprechen wir schon gar nicht und auf den Phillippinen lässt sich immer noch wunderbar Ferien machen. Die bigotte CVP ist ja schon in ihren Grundsätzen dem "Auge um Auge" Gesetz verpflichtet. Wenn die Einwanderungsschwemme und der damit zunehmende Dichtestress mit Kriminalität so weitergeht, bin ich zuversichtlich, dass wir 2025 die Todesstrafe in der Schweiz auch eingeführt haben.
    20 27 Melden
    • Fabio74 20.04.2017 10:17
      Highlight Bigott sind deine Hasskommentare.
      Falsch auch noch
      9 5 Melden
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  • N. Y. P. 20.04.2017 08:07
    Highlight 20.04.2017
    Bundespräsidentin Doris Leuthard bezeichnete die Todesstrafe als «rote Linie», deren Überschreiten man gegenüber der Türkei nicht akzeptieren würde.

    Klar, Frau Bundespräsidentin, das würden wir niemals tolerieren. Ihr Kollege Johann hatte vorzüglich dargelegt, für was die Schweiz steht :

    20.01.2017
    Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hofft auf ein baldiges Ende der Sanktionen gegen Russland, weil diese der Schweizer Exportwirtschaft zusetzen.

    Wir sind vor allem auch neutral, damit wir ungehindert mit allen Ländern geschäften können..
    23 3 Melden
    600
  • Siebenstein 20.04.2017 08:01
    Highlight Alles bleibt wie immer und damit wird die Schweiz, ob unter der Hand oder offen sei dahingestellt, weiterhin als opportunistischer Staat angesehen bleiben.
    9 5 Melden
    600
  • atomschlaf 20.04.2017 07:56
    Highlight Warum sollte man die Türkei sanktionieren?
    Die USA und China werden schliesslich auch nicht sanktioniert.
    Was für eine bescheuerte Idee!
    25 8 Melden
    600
  • Stipps 20.04.2017 07:51
    Highlight Haha, wieder die satirische Linke: wisst genau, wie rechts-national reagieren würden (Trump -> Nordkorea, LePenn -> Grossmufti Libanon etc.) und schiebt deshalb wohlwissend Wirtschaftsinteressen vor. Tipp: Junker und Simonetta ... *gröhl*

    6 32 Melden
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  • Str ant (Darkling) 20.04.2017 07:45
    Highlight In diesem Fall würde man mit Sanktionen direkt in Erdogans Hände spielen es ist viel intelligenter es was im Hintergrund zu bewirken
    1 5 Melden
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  • Züriläckerli 20.04.2017 06:39
    Highlight Natürlich bleibt es bei einer völlig unverbindlichen Floskel des Bedauerns. Darin ist Mutter Helvetia sehr geübt! Händchenreibend, immer auf beste Handelsbeziehungen achten eine "Note" aussprechen.
    Doch wehe, wenn die Amis oder die EU wieder mal mit einer "Liste" drohen, welche Farbe sie auch immer haben mag. Sofort kuscht Helvetia. Vielleicht droht ja eine Beeinträchtigung unseres Reichtums. Ist Mutter Helvetia käuflich geworden?
    60 23 Melden
    • Anam.Cara 20.04.2017 07:41
      Highlight Ich glaube nicht, dass Helvetia käuflicher ist als alle anderen Landesmütter.
      Die Welt der Diplomatie ist aber definitiv eine äusserst komplizierte Angelegenheit. Da müssen immer alle Zusammenhänge und Interessen berücksichtigt werden. Und das Mittel der "Note" ist in diesen Kreisen wohl eher wie eine Ohrfeige zu verstehen.
      Wenn Leute regieren, die von solchen Dingen keine Ahnung haben, dann wird jeweils sehr viel Geschirr kaputt gemacht. Poltern ist selten eine angemessene Reaktion.
      11 4 Melden
    • Stipps 20.04.2017 07:48
      Highlight Kennst das Bild von Junker und eurer Bundesrätin? Statt zu verallgemeinern, einfach mal Fakten checken. Sozis.
      4 24 Melden
    • henkos 20.04.2017 07:57
      Highlight War sie es denn jemals nicht?
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.04.2017 08:14
      Highlight Ganz einfache Antwort: Ja! :)
      3 4 Melden
    600
  • Obey 20.04.2017 05:50
    Highlight Kennt die Frau Bundespräsidentin eigentlich kein Schamgefühl mehr?
    Schamlos wird wieder einmal billigster Opportunismus betrieben.
    Als im Januar das Chinesische Staatsoberhaupt Xi Jinping die Schweiz besuchte, fabulierte sie noch irgendetwas von gemeinsamen Werten und liess in vorauseilendem Gehorchsam tibetische Jugendliche unter Gewalt vom Bundesplatz vertreiben und festnehmen. Und jetzt soll die Todesstrafe welche China so ausgiebig betreibt plötzlich eine rote Linie sein?Ich mag die AKP und den Düktator überhaupt nicht, aber solche Aussagen wie von Leuthard sind zynisch und kontraproduktiv
    66 24 Melden
    • Kommemtar 20.04.2017 06:54
      Highlight Man sagt dem auch Politik...
      35 6 Melden
    • Ökonometriker 20.04.2017 07:01
      Highlight Seit wann hat China die EMRK unterzeichnet? Oder gegen welches von ihm ratifizierte internationale Abkommen verstösst es?

      Die Türkei bricht ein wichtiges Abkommen mit Europa, daher wird sanktioniert.
      39 7 Melden
    • Saraina 20.04.2017 08:23
      Highlight Die Türkei hat die Todesstrafe (unter Erdogan) abgeschafft, und bis jetzt noch nicht wieder eingeführt. Erdogan hat einzig ein Referendum dazu in Aussicht gestellt. Also müsste es heissen: "die Türkei würde ein wichtiges Abkommen brechen". Mit Europa, nicht mit der Schweiz, die ja auch keine Probleme mit der Todesstrafe in den USA oder Saudi-Arabien hat.
      12 5 Melden
    • Fabio74 20.04.2017 10:19
      Highlight @saraina Es ist eine Frage der Zeit. Nicht eine Frage ob..
      1 5 Melden
    600
  • Theor 20.04.2017 05:11
    Highlight tl;dr

    Es wird gar nichts gemacht, weils dem eigenen Geldfluss schadet. Und begründet wird es mit schönen Worten.
    51 7 Melden
    • Mikee 20.04.2017 06:29
      Highlight Würde dich einstellen.
      Verantwortlich für tl;dr 👍
      16 2 Melden
    • Stipps 20.04.2017 07:49
      Highlight Sprichst für alle, meinst aber nur Links-Grün.
      4 25 Melden
    • neewa 20.04.2017 10:03
      Highlight Hör mal auf Stipps! Es nervt dein ewiges Bashing nach links bei jeder Gelegenheit!
      10 7 Melden
    • Stipps 20.04.2017 14:34
      Highlight Wer träumt vom EU Beitritt, von der Abschaffung des Kapitalismus, vom Kampf der Klassen, von fallenden Grenzen, vom freien Austausch der Welt, von der Globalisierung?

      Sollte selbst dir auffallen, dass diese Ideologie keine Kritikposition einnehmen kann.
      4 8 Melden
    • Fabio74 20.04.2017 18:05
      Highlight @neewa den Troll trollen lassen.
      4 4 Melden
    600
  • Spooky 20.04.2017 04:41
    Highlight Na ja, das ist hat so: Wenn mein Kind erdocht worden wäre, dann würde ich die Todesstrafe wünschen für den Mörder. Das geht einfach nicht, dass ein Mörder weiterleben darf, während mein Kind nicht.
    23 85 Melden
    • Taiyou 20.04.2017 04:58
      Highlight In wie fern sind sie dann kein Mörder, wenn sie jemanden hinrichten?
      53 20 Melden
    • Spooky 20.04.2017 05:17
      Highlight @Taiyou
      Das ist mir doch komplett egal, das ich ein Mörder wäre. Wenn es um mein Kind geht, dann geht es um Rache.
      22 61 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 20.04.2017 05:51
      Highlight Auf emotionaler Basis ist Spookys Argumentation komplett Legitim. Und dem Hinterbliebenem ist es doch Egal ob er ein Mörder ist oder nicht. Die Empfindung, dass es nicht Gerecht ist, dass der Mörder weiterleben darf, währen es mein Kind nidht mehr kann, ist nachvollziehbar.
      Meiner Ansidht ist es wichtiger darüber zu Diskutieren wie die Mörder, speziell wenn sie nicht mehr in die Gesellschaft integriert werden können, ihr weiterhin nutzen können. Eine Gesellschaft beruht auf integration und gegenseitigem Nutzen.
      37 8 Melden
    • kunubu 20.04.2017 06:02
      Highlight Und wie gross darf der Kollateralschaden sein? Wieviele Prozent der Hingerichteten dürfen im Maximum unschuldig sein?
      40 7 Melden
    • @michelstef 20.04.2017 06:22
      Highlight Ich habe sechs Jahre in einem US Staat gelebt, der hinrichtet. Auch wenn Rachegefühle verständlich sind, darf ein Staat nicht töten. Zudem: Die Familien, die bei der Hinrichtung dabei sein durften, schienen auch 10+ Jahre nach dem Mord hasserfüllt. Andere konnten ihre Trauer verarbeiten und haben einen neuen Lebensabschnitt begonnen.
      45 5 Melden
    • Sandro Lightwood 20.04.2017 06:45
      Highlight Ich würde den Mörder meines Kindes liber jahrzehntelang im Gefängnis dahinvegetieren sehen. Und ihn nicht noch erlösen von seinem abscheulichen Dasein.
      17 9 Melden
    • Spooky 20.04.2017 06:51
      Highlight "Die Familien, die bei der Hinrichtung dabei sein durften, schienen auch 10+ Jahre nach dem Mord hasserfüllt."

      Ja und? Das ist vollkommen normal. Ich wäre immer hasserfüllt, und zwar solange, bis meine Kinder gerächt wären. Das fehlte noch, dass ich dem Mörder meiner Kinder vergeben würde. Geht's eigentlich noch!
      9 42 Melden
    • Domsh 20.04.2017 07:02
      Highlight Soll das heissen, wenn ich jemanden umbringe dessen Eltern noch leben (-> Kind) soll ich wegen dessen Rachegefühlen die Todesstrafe erhalten. Ansonsten nicht? Was ist mit dem Gefühlen von Geschwistern oder Kinder der Opfern? Da kann man doch keine Grenze ziehe? Und dann, alle Mörder umbringen?
      Schlechte Argumentation..
      14 8 Melden
    • Graf Von Mai 20.04.2017 07:02
      Highlight @spooky wenn dein Kind umgebracht wird, dann sei auch Mann/ Frau genug den Mörder selbst hinzurichten. Den Staat das Übernehmen zu lassen ist doch grotesk und feige.
      20 11 Melden
    • Spooky 20.04.2017 07:11
      Highlight "..im Gefängnis dahinvegetieren..."
      Sorry, Sandro Lightwood, aber du hast eine total falsche Vorstellung vom Leben in Gefängnissen. In einem Gefängnis ist man immer behütet. Man hat eine Tagesstruktur, und man ist Tag und Nacht medizinisch versorgt. Dahinvegetieren tun die armen
      Leute ausserhalb der Gefängnisse - also die Arbeiter. In einem Gefängnis ist immer etwas los. In einem Gefängnis ist es nie langweilig.
      12 43 Melden
    • Spooky 20.04.2017 07:22
      Highlight @Graf Von Mai
      Ich hätte absolut kein Problem damit. Darauf kannst du Gift nehmen.
      6 22 Melden
    • Fabio74 20.04.2017 07:42
      Highlight Hass wie im tiefen Mittelalter. Rache wie im Alten Testament.
      Kein Wunder kommt die Welt nicht voran
      19 6 Melden
    • rodolofo 20.04.2017 08:01
      Highlight @ Spooky
      Du kannst Dich von den Hassgefühlen, die Dich in den Abgrund ziehen, zu lösen versuchen, indem Du zu verstehen versuchst, dass Täter meistens auch einmal Opfer waren.
      Ihre Beweg-Gründe verstehen ist eine Möglichkeit, die eigenen Gefühle von Wut und Ohnmacht im Zaum zu halten.
      Rache jedoch ändert nichts!
      Sie hält im Gegenteil das teuflische Rad von Gewalt und Gegengewalt beschleunigt am Laufen. Heute kann sich niemand mehr zurück erinnern, wie der Teufelskreis der Gewalt einmal in Gang gesetzt wurde.
      Wir stellen uns das meist Comic-mässig vor, mit Neandertaler und Keule uns so...
      18 5 Melden
    • Sandro Lightwood 20.04.2017 08:01
      Highlight @Spooky: Ähm, ja es macht Spass, immer dieselben Wände zu sehen. Ist so erfrischend und man sprudelt vor Lebensfreude. Du hast eine sehr romantische Vorstellung vom eingesperrt sein. Auch wenn die Leute medizinisch etc umsorgt werden, ist das sicherlich kein erfülltes Leben.
      18 3 Melden
    • Spooky 20.04.2017 08:17
      Highlight Hört mal, liebe Leute: Es kommen nur immer die dümmsten Leute an die Macht, und zwar immer.

      Marquis de Sade hat in der Bastille (das war ein Kerker) die allerschlimmsten Gedanken niedergeschrieben, aber er war nicht dazu fähig, als er nachher die Macht hatte, auch nur einen einzigen Menschen zum Tode zu verurteilen.

      Die Moral von der Geschicht: Hört nicht auf das, was jemand sagt! Schaut nur auf das, was jemand tut!
      1 17 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 20.04.2017 08:22
      Highlight Aaalso Beispiel: deine Tochter wird von ihrem Freund in einem Streit erschlagen oder sonst tödlich verletzt. Er bestreitet Absicht. Dir ist das egal, du tötest ihn. Jetzt stehen und glauben seine Verwandten ihm und finden du hast ihn zu unrecht ermordert und wollen dich töten. Dein Sohn, der das ebenfalls als ungerecht ansieht, du hast ja nur den Tod der Schwester gerächt löscht nun ebenfalls dein Mörder aus usw. Du siehst schon irgendwie den Denkfehler🤔
      18 3 Melden
    • Bruno Wüthrich 20.04.2017 08:38
      Highlight @ Spooky - genau wegen solchen Argumentationen wie den Ihrigen ist es gut, dass Sie nicht Richter geworden sind. Denn bevor der wahre Täter Ihres Kindes gefasst wäre, hätten sie bereits mindestens drei Personen hingerichtet, die Sie fälschlicherweise dafür gehalten hätten.

      Zudem sollten gerade Sie sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Wer derart genau Bescheid weiss, wie es in Gefängnissen ist und wie man sich darin fühlt, muss bereits Insasse gewesen sein. Also tun Sie mal nicht so,
      13 3 Melden
    • Spooky 20.04.2017 08:44
      Highlight @Confused
      Wenn einer meine Tochter absichtlich tötet, dann wird er von mir getötet. Fertig.

      Der Staat spielt keine Rolle.
      2 22 Melden
    • Roaming212 20.04.2017 08:45
      Highlight Zum Thema Rache und so:
      6 3 Melden
    • Spooky 20.04.2017 09:14
      Highlight "Wer derart genau Bescheid weiss, wie es in Gefängnissen ist und wie man sich darin fühlt, muss bereits Insasse gewesen sein.©


      Ich tue ja gar nicht so.

      Wieso unterstellst du mir, lieber Bruno, dass ich so tue?

      Ich war ungefähr 6 mal Insasse. So genau weiss ich das nicht mehr. Ist mir auch egal. Ich bin Chaot.

      Aber mit Leuten, wie du einer bist, kann ich jederzeit die Klingen kreuzen.

      Du bist ein verhinderter Intellektueller, mehr nicht.

      3 14 Melden
    • Fabio74 20.04.2017 10:21
      Highlight Und im Sinne von Blutrache, Auge um Auge tötet der nächste Verwandte dich. Toll 2017 nicht weiter als vor 500 Jahren
      5 3 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 20.04.2017 12:24
      Highlight @Fabio74
      Solange die noch in der Unterzahl sind ist gut. Nur schauen dass es nicht mehr werden. Andererseits löschen solche Leute sich ja früher oder später selber aus vonwegen Blutrache😉

      @Spucki
      Du erinnerst mich an einen Freund mit dem ich mal vor kurzem diskutiert habe🤔
      4 2 Melden
    • Bruno Wüthrich 20.04.2017 12:29
      Highlight Sie wüssten ganz genau wie oft, wenn Sie Insasse gewesen wären. Doch Sie haben keine Ahnung, wie es in Gefängnissen ist und wie es sich anfühlt, so wie wohl die meisten hier (mich inklusive). Sie behaupten einfach etwas daher.

      Damit sind Sie leider kein Intellektueller, auch kein verhinderter, sondern einfach nur ein Nachschwätzer. Mehr nicht.
      5 3 Melden
    • Spooky 20.04.2017 13:14
      Highlight @rodolofo
      "Ja, man muß seinen Feinden verzeihen, aber nicht eher, als bis sie gehängt worden sind."
      0 4 Melden
    • Spooky 20.04.2017 13:36
      Highlight @Bruno Wüthrich
      "Doch Sie haben keine Ahnung, wie es in Gefängnissen ist und wie es sich anfühlt..."

      Oh je, lieber Bruno, diesen Unsinn kenne ich in- und auswendig.

      Bei uns Knastis spielt die Wahrheit total keine Rolle mehr, das weisst du ganz genau (falls du es weisst).

      Und ob du selber im Gefängnis gewesen bist oder nicht, werde ich nie wissen. Ist mir auch total egal.

      Falls du im Knast warst, dann werden wir beide bis ans Ende unserers Lebens lügen, dass sich die Balken biegen, das weisst du ganz genau (falls du im Knast warst).
      0 3 Melden
    • Sandro Lightwood 20.04.2017 14:11
      Highlight Und Spooky: was machst du, wenn der Staat deinen 18 jährigen Sohn hinrichtet. Für eine Tat, die er nicht begangen hat? Den ganzen Staat hinrichten?
      3 2 Melden
    • Spooky 20.04.2017 14:14
      Highlight @Sandro Lightwood

      Aber sicher. Und zwar ohne lange zu Fackeln.
      0 6 Melden
    • Bruno Wüthrich 20.04.2017 14:23
      Highlight Lieber Spooky - dann erzählen Sie uns doch mal, weshalb Sie denn im Knast gewesen sein wollen.

      Ich verbüsste gegen Ende meiner Rekrutenschule fünf Tage scharfen Arrest wegen eines Sonntagswache-Vergehens. Da ich diesen jedoch während der Verlegung absitzen musste, fiel dieser Arrest weit humaner aus als damals allgemein üblich. Die Zeit erschien mir jedoch trotzdem endlos lang.

      Doch im Knast, im Gefängnis oder hinter schwedischen Gardinen war ich nie. Wohl auch deshalb, weil ich nie etwas getan habe, was eine solche Strafe rechtfertigen würde.

      Jetzt sind Sie dran!
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    • Alex_Steiner 20.04.2017 16:50
      Highlight @Spooky: Was jetzt? Willst du die Todesstrafe oder machst du die drecksarbeit selber? Wenn du es selber machst ist das natürlich kein Problem.

      Töte den Täter und gehe für etwa 10 Jahre ins Gefängnis. Und falls du von einem Verwandten des Täters umgebracht wirst... tja, dann hattest du halt Pech.
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    • Fabio74 20.04.2017 18:07
      Highlight @dingo Das Problem ist, dass Unschuldige ab und zu ins Kreuzfeuer geraten.
      Und Selbstjustiz zu unterbinden ist
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    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 20.04.2017 19:04
      Highlight @Fabio74
      Natürlich. Das ist klar. Wenn es jemand ganz übel machen würde, würde er sich nicht am Täter sondern an einer geliebten Person des Täters rächen. Mein Kommentar war in dieser Sache eher Ironisch gemeint. Da ich Spooky selbst nicht ernst nehmen kann.
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    • Spooky 20.04.2017 19:29
      Highlight @Confused Dingo
      Es geht doch nicht darum, ob du andere Leute ernst nehmen kannst oder nicht.

      Keine Person nimmt jene Personen ernst, die ihr nicht gefährlich werden können.

      Jede Person nimmt ausnahmslos nur jene anderen Personen ernst, die fähig sind, ihr selber an die Substanz zu gehen.

      Du nimmst zum Beispiel einen kleinen Kläffer nicht ernst. Logisch. Du wirst mit ihm sehr leicht fertig.

      Aber wie steht's mit einem Bluthund? Nimmst du den auch nicht ernst?
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    • Spooky 20.04.2017 19:36
      Highlight @Alex_Steiner
      "Was jetzt? Willst du die Todesstrafe oder machst du die Drecksarbeit selber?"

      Falls der Staat nicht fähig ist, die Drecksarbeit zu machen, dann würde ich sie machen. Mein eigenes Leben ist nicht mein höchstes Gut.
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    • Spooky 20.04.2017 19:43
      Highlight @Bruno Wüthrich

      "....dann erzählen Sie uns doch mal, weshalb Sie denn im Knast gewesen sein wollen."

      Ich habe dir geantwortet. Meine Antwort wurde aber nicht aufgeschaltet. Ist vielleicht besser - für dich.
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    • Bruno Wüthrich 20.04.2017 20:50
      Highlight Lieber Spooky -

      Könnte es sein, dass Sie Ihre geistigen und rhetorischen Fähigkeiten etwas überschätzen? Von Todesstrafe und Selbstjustiz zu faseln, wirkt nicht überaus intelligent.

      Doch ich kann mich irren. Habe auch schon bessere und witzigere Kommentare von Ihnen gelesen. Dies trotz Ihrer etwas sehr rechts gerichteten Ansichten.

      Wird ein Kommentar nicht aufgeschaltet, so ist zu vermuten, dass dieser inhaltlich oder wegen der Ausdrucksweise nicht den hier üblichen Anforderungen entsprochen hat.

      In so einem Fall ist die Nichtaufschaltung vor allem für einen besser: Für den Verfasser!
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    • Spooky 20.04.2017 21:04
      Highlight Lieber Bruno
      Irgendwie bist du ein interessanter Typ, das muss ich zugeben (obwohl ich die anderen Leute, die mir geantwortet haben, bei Weitem viel interessanter finde).

      Aber zum Thema: Ich habe überhaupt keine "rechts gerichteten" Ansichten.

      Aber das Problem ist, dass ich dermassen links bin, dass ihr WatsonLinken glaubt, ich sei rechts.

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    • Bruno Wüthrich 20.04.2017 21:49
      Highlight Herzlichen Dank für die Blumen, lieber Spooky. Auch ich finde übrigens andere Kommentarschreiber viel interessanter als mich selbst.

      Wenn ich meine eigenen Kommentare lese, schläft mir ja das Gesicht ein.

      Also in dieser Beziehung sind wir uns völlig einig!

      Noch wegen links und rechts: Ich glaube, begriffen zu haben: Sie sehen das Spektrum als eine Kugel. Wenn man lange genug nach rechts geht, befindet man sich plötzlich auf der linken Seite. Und umgekehrt. Die Frage ist nur, was geschieht, wenn sich die Kugel dreht, oder wenn man sie von einer anderen Seite betrachtet...
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    • Spooky 20.04.2017 22:03
      Highlight Lieber Bruno Wüthrich

      Mein grosser Lehrer ist immer noch Sokrates. Der arme Cheib wusste überhaupt nichts, und trotzdem wurde er zum Tode verurteilt. Per Giftbecher. So ist die Welt ;-) Jeden Tag mindestens ein Mal lachen ;-)))
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    • rodolofo 21.04.2017 06:25
      Highlight @ Spooky
      Wenn ich es mit einem "Nazi" zu tun kriege, dann läuft das meistens nach folgendem Grundmuster ab:
      Zuerst bin ich sehr aufgewühlt von heftigen Gefühlen der Angst, der Wut und der Ohnmacht.
      In diesem Zustand muss ich die Gefühle laufen lassen, wie ein geladenes Pferd über die Steppe prescht, bis es sich allmählich wieder beruhigt und müde wird.
      Dann male ich ein möglichst naturgetreues Bild vom Feind, in das ich alle Informationen einfliessen lasse, die ich bisher über ihn gesammelt habe.
      Nun bin ich bereit für den Kampf!
      Emotionen habe ich jetzt keine mehr, aber einen eiskalten Plan.
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    • rodolofo 21.04.2017 06:37
      Highlight Nun verfolge ich eiskalt lächelnd mein Ziel, das Nazi-Schwein Schach Matt zu setzen, mit LEGALEN Mitteln!
      Dafür sind die Gesetze und der Rechtsstaat da, damit wir "Foulspieler", welche sich penetrant und vorsätzlich über die Regeln des Zusammenlebens hinwegsetzen, oder diese mittels Gedanken-Akrobatik zu ihren eigenen Gunsten zurechtbiegen, anzeigen und bestrafen können!
      Wir müssen diesen Rechtsstaat aufbauen und verteidigen, anstatt mit dümmlichem Übermut in den Kugelhagel von Privatarmeen der Landlords zu rennen!
      In 3.Welt-Verhältnissen würde ich allerdings mit Guerilla-Taktik operieren...
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    • Spooky 22.04.2017 23:25
      Highlight @Bruno Wüterich
      " genau wegen solchen Argumentationen wie den Ihrigen ist es gut, dass Sie nicht Richter geworden sind. Denn bevor der wahre Täter Ihres Kindes gefasst wäre, hätten sie bereits mindestens drei Personen hingerichtet, die Sie fälschlicherweise dafür gehalten hätten."

      Es spielt absolut keine Rolle, ob ich selber auch Richter bin. Glaubst du tatsächlich, jeder von den Richtern verurteilte Täter sei schuldig?

      Wenn das der Fall ist, dann glaubst du an den Samichlaus. Es gibt mehr unschuldige Leute in den Knästen als du glaubst.
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    • Spooky 22.04.2017 23:30
      Highlight @rodolofo
      Du siehst die Gefahr von der falschen Seite kommen. Auf Watson zum Beispiel glauben die allermeisten User, sie seien Linke. Dabei sind sie total mit FDP-Gedankengut infiziert. Zum Beweis: Behaupte nur einmal, es gebe in der Schweiz 1 Million verarmte Schweizer! Wenn die WatsonUser es nicht ableugnen, dann behaupten sie schamlos, diese Armen seien alle selber schuld. Aber tu es lieber nicht, rodolofo! Du wirst nämlich den Shitstorm nicht schadlos überleben. Du bist eher einer von der zarteren Sorte.
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    • rodolofo 23.04.2017 07:41
      Highlight @ Spooky
      Ich WAR einer der zarteren Sorte!
      Aber in letzter Zeit radikalisiere ich mich zunehmend in dem Sinne, dass ich sehr Entscheidungsfreudig, aufmerksam und spontan, also Situationsgerecht, reagieren kann.
      Das ist keine Frage von "Links", oder "Rechts", sondern eine Frage, ob Du Deinen eigenen Sinnen, Gefühlen und Gedanken über den Weg traust, oder nicht!
      Und interessanterweise bin ich sehr religiös geworden, indem ich meine Gedanken und Gefühle als persönliche Schutzengel Gottes betrachte!
      Ideologische Härte aber, wie Du sie leider immer noch hast, gehört zu den "Teuflischen Mächten"...
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    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 23.04.2017 07:54
      Highlight @Spooky
      Du scheinst die Aussage von Wüthrich nicht zu verstehen. Er leugnet nicht, dass es Unscnuldige im Gefängnis gibt. Aber mit Todesstrafe und Dir als Richter würden sicherlich mehr Unschuldige draufgehen. Gerade dass es doch immer wieder zu fehlentscheiden kommt, zeigt doch dass es gut ist, dass wir keine Todesstrafe haben.
      Auch scheinst du nicht zu verstehen, dass es mehr als nur Schwarz und Weiss gibt und sich nicht mehr nur Linke auf watson tummeln.
      Aber wenn das für dich in dein Weltbild passt...
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«Arena»-Fight ums Fleisch: Veganerin fetzt Verbotsgegner – und alle lieben Bauer Capaul 

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