Schweiz

Je nach Abo besuchen die Pöstler die älteren Damen und Herren ein- bis sechsmal pro Woche.  bild: twitter MalakoffMédéric55

Für 20 Stutz: Pöstler plaudern in Frankreich mit Senioren – «Das brauchen wir auch»

Neu besuchen französische Briefträger ab 19.90 Euro pro Monat Senioren – auf Wunsch ihrer Verwandten hin. Ein solches Angebot sei in der Schweiz auch nötig, sagen Experten. 

17.06.17, 20:12 18.06.17, 14:18

Niemand ist da zum gemeinsamen Abendessen, das Telefon steht still und die Wanderung am Wochenende wird alleine bestritten: Ein soziales Umfeld fehlt so manchem Senior. In Frankreich zeichnet sich im Kampf gegen Einsamkeit im Alter nun eine Lösung ab: Für abwesende Verwandte und Freunde springt der Postbote ein.

Einsamkeit im Alter

In der Schweiz sind rund 1,2 Millionen Menschen über 75 Jahre alt. Davon fühlt sich laut einer Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2012 jeder Dritte häufig oder manchmal einsam.

quelle: bfs

Seit Mai können unsere westlichen Nachbarn ab 19.90 Euro pro Monat den Briefträger ein- bis sechsmal pro Woche zum betagten Mami oder Papi schicken. Dieser verbringt dann rund 10 Minuten mit dem Senior, plaudert mit ihm, macht auf Wunsch hin auch beim Kafichränzli mit – fast wie in früheren Zeiten, als der Pöstler das an vielen Orten noch freiwillig tat.

Von Alters- und Pflegeheimen geschult

Im Abo inbegriffen ist auch das Fragen nach Wünschen für den Einkauf, nach dem Befinden und das Mitteilen von Nachrichten der Familie. Um die jüngere Generation zu beruhigen, erfasst der Postbote anschliessend auf einer entsprechender App ein kurzes Resümee des Besuchs.

Der neue Service ist Teil der Diversifikationsstrategie des Unternehmens, da sich mit dem Zustellen von Briefen zunehmend weniger Umsatz generieren lässt. Die Pöstler, die nun in ihrem Job ihre soziale Ader ausleben, seien von Alters- und Pflegeheimen geschult worden, sagt die französische Post. 

So wirbt die französische Post für ihr Angebot. Video: YouTube/La Poste

Mangelnde Testkunden in der Schweiz

Auch die Schweizer Post dachte bereits über ein entsprechendes Angebot nach, wie Sprecherin Nathalie Dérobert Fellay sagt. «Wir haben im Jahr 2011 ein ähnliches Projekt getestet. Doch dieses konnte schlussendlich aufgrund mangelnden Pilotkunden nicht durchgeführt werden.» 

Vojislav Todosijevic von der Stiftung für Betagtenhilfe hofft trotzdem, dass es auch hierzulande bald soziale Briefträger geben wird: «In unserem Land gibt es bei weitem nicht genug Angebotsformen, die gegen Einsamkeit im Alter ankämpfen.» Diese wenigen Strukturen würden zudem nur dank Freiwilligen funktionieren.

Todosijevic: «Ein Angebot wie in Frankreich wäre sowieso in allen westeuropäischen Gebieten nötig. Wo immer es viele alte Menschen gibt, die nur wenige Angehörige haben.» In Süd- und Osteuropa hingegen sei der soziale Postbote wohl überflüssig, weil dort die meisten Familien auch nach der Heirat im selben Haushalt leben. Mit Kosten ab 19.90 Euro pro Monat sei das Angebot ausserdem auch für finanziell schwächere Personen tragbar.

«Ein solches Angebot wäre in allen westeuropäischen Gebieten nötig.»

Vojislav Todosijevic, Stiftung für Betagtenhilfe

Gewisse Voraussetzungen Pflicht

Dr. Hilde Schäffler, Projektleiterin bei Public Health Services, hat das Schweizer Angebot gegen Einsamkeit im Alter untersucht. Auch sie wünscht sich von der Schweizerischen Post einen ähnlichen Service wie in Frankreich. «Das wäre grundsätzlich eine gute Idee. Denn es gibt zwar Angebote, die potenziell gegen Einsamkeit wirken, aber die wenigsten gehen zu den Menschen nach Hause.»

Damit dieses Angebot aber etwas bewirke, bedürfe es einiger Voraussetzungen: «Ist der Postbote der älteren Dame, mit der er laut Auftrag jeden Tag 10-15 Minuten sprechen soll, ihr beispielsweise unsympathisch, dann wird das kaum klappen.»

«Veiller sur mes parents» (zu deutsch in etwa: Auf meine Eltern aufpassen), nennt sich das Angebot in Frankreich.   quelle: twitter

«Das sieht eher nach einer Diversifizierung mangels anderer Dienstleistungen aus.»

Urs Frieden, Schweizerisches Rotes Kreuz

Umsatzorientierte Massnahme?

Beim Schweizerischen Roten Kreuz hingegen wäre man von einer solchen Dienstleistung nicht begeistert. Urs Frieden, Kommunikationschef, sagt: «Das sieht eher nach einer Diversifizierung mangels anderer, verschwundener, Dienstleistungen aus, also nicht zwingend empfängerorientiert. Das wäre auch für die Schweiz nicht ideal.»

Auch Betroffene äussern sich skeptisch. Marisa*, 75, zieht ein Telefongespräch mit den Angehörigen klar vor. «So etwas ist doch unnötig. Wollen meine Töchter wissen, wie es mir geht, sollen sie zum Hörer greifen.»

«Ich glaube nicht, dass die Pöstler ganz ohne Zeitzwang auf die älteren Menschen eingehen können.»

Peter, Rentner

Der 75-jährige Peter* sieht das Problem eher bei der Post als Anbieter selbst: «Ich glaube nicht, dass die Pöstler ganz ohne Zeitzwang auf uns ältere Menschen eingehen können. Und ohne das bringt das Ganze wohl nichts.»

*Namen der Redaktion bekannt. 

Umfrage

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  • 30%Ja, das ist eine super Idee. Brauchen wir hier auch!
  • 18%Ich weiss nicht.

Und jetzt: Die wohl peinlichsten Eltern der Welt

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  • Gelöschter Benutzer 19.06.2017 22:02
    Highlight Vorschlag:
    Zu einem Aufpreis gleich auch noch Packages anbieten, die im abonnierten Schwatz z.B. Sätze wie "Es freut mich, sie wieder zu sehen" (auch wenn der neue Postbote diese Tour zum ersten Mal macht) oder "Ich hätte Sie höchstens 50 geschätzt" (zum 100jährigen Jubilar) garantieren.
    Wenn schon soziale Interaktion dem Primat - oder den Primaten? 🤔 - des profitorientierten Marktes unterwerfen, dann richtig...
    0 0 Melden
  • meine senf 19.06.2017 11:26
    Highlight Dieses Problem wird in Frankreich auch durch den ausserhalb der Städten und den Verbindungen zwischen diesen kaum existenten ÖV noch verschärft.

    (Man kommt zwar mit dem TGV innert kurzer Zeit von Paris in andere grössere Städte, aber in den meisten kleinen Dörfern dazwischen fährt vielleicht einmal im Tag ein Bus).

    Ältere Menschen ohne Fahrausweis (oder auch Kinder ohne Elterntaxi) sind somit in ihrem Dorf gefangen.

    In der Schweiz hingegen können dank auch in der Fläche vergleichsweisem gutem ÖV auch ältere Menschen sich selbstständig bewegen um z.B. in der nächsten Stadt andere zu treffen.
    0 0 Melden
  • karima 18.06.2017 11:16
    Highlight ich ziehe später mal in ne wg.
    11 2 Melden
  • Mira Bond 18.06.2017 10:30
    Highlight Schon mal überlegt,dass die Tochter oder der Sohn vielleicht 500 oder gar 8000 km weit von der Mutter entfernt lebt? Diese Moralkeule in den Kommentaren ist heuchlerisch. Ich bringe manchmal den älteren Personen das Essen von der Spitex vorbei und ihr glaubt gar nicht, wie froh diese Leute sind, jemanden zu sehen und kurz zu plaudern.Viele von ihnen sind wirklich alleine..vielleicht weil niemand mehr lebt, manche haben durch Bösheit auch alle vertrieben.
    P.S. Ich mache diese Arbeit benevol. Wäre gespannt zu erfahren, ob die Besserwisser hier ebenfalls ihre Zeit für sowas hingeben würden...?


    38 1 Melden
    • ChSt 18.06.2017 13:21
      Highlight Ich finde deinen Einsatz bewundernswert.
      13 1 Melden
    • Nibu 18.06.2017 19:08
      Highlight Wofür wollen wir dann noch bezahlen?

      Wo bleibt der Respekt vor dem Alter? Eine alte Person muss also bezahlen dass sie dem Pöstler einen Kaffee und Kuchen offerieren darf?

      Hääää?
      1 15 Melden
  • in the boondocks 18.06.2017 08:37
    Highlight Stellt euch vor, es gab Mal eine Zeit da war das ganz normal das sich der Pösteler mit seiner Kundschaft unterhalten hat. Gerade alleinstehende Pensionierte freuten sich über einen kurzen Schwatz. Manchmal einfach nur beim Briefkasten und manchmal auch bei einem Kaffee.
    Damals mussten auf einer Tour aber auch nicht 900+ Haushaltungen bedient werden sondern 500-600 wenn es eine grosse Tour war.
    19 1 Melden
    • CasRas 18.06.2017 14:42
      Highlight ... und dann hat man den Paketmarkt liberalisiert, weshalb die Post sich dies schlicht nicht mehr leisten kann.
      14 1 Melden
    • seventhinkingsteps 19.06.2017 01:09
      Highlight Jetzt ist die Post eine AG und weil sie Profit abwerfen muss, ist sie dazu gewzungen den bestmöglichen Service anzubieten. Der freie Markt regelt das schon, einen Preis auf soziale Interaktion zu setzen ist gut, die unsichtbare Hand wird das regeln!
      5 0 Melden
  • kleiner_Schurke 18.06.2017 00:28
    Highlight Eine geniale Idee. Wenn man das Glück hat und älter wird, sterben nach und nach alle Leute weg, die man so im Leben kennen gelernt hat. Leider sterben die guten oft viel zu früh. So kann es kommen, dass wenn man alt wird, man allein lebt. Die paar Worte die man mit dem Postboten oder der Frau an der Kasse im Coop wechselt, sind dann die einzigen sozialen Kontakte die man noch hat. Einen regelmässigen soziale Kontakt zu haben, ist doch eine gute Sache. Man fühlt sich nicht mehr so alleine. Ich kann das gut verstehen.
    51 2 Melden
    • Mr.President 18.06.2017 09:41
      Highlight Da hast du recht! Die guten gehen zuerst. Weiß auch nicht, ob ich ewig leben wollte... meine Eltern sind in der Rente und auch teilweise depressiv, ohne Sinn des Lebens, da ist kein Wunder das manche zu Exit gehen... wenn sie keinen zum plaudern haben
      6 1 Melden
    • Nibu 18.06.2017 14:18
      Highlight Das Ganze stimmt mich sehr traurig.

      Hättest du kein Problem damit, wenn du jemanden bezahlen musst damit er einen Kaffee mit dir trinkt?

      Das Ganze ist absurd. Du hast Mitgefühl gegen Bezahlung, wenn du die pasr Fränkli nicht mehr bekommst, geht dir die Person am A ....sch vorbei. Ich glaube schizophren ist das falsche Wort, jedoch für mich ist das krank.
      12 1 Melden
    • kleiner_Schurke 18.06.2017 16:00
      Highlight Nenne mir einen Grund dafür warum es krank sein soll wenn ich jemanden für eine anständigen Umgang oder ein Gespräch mit mir zu bezahlen?

      Wenn du in ein gutes Hotel gehst oder in ein gutes Restaurant, dann stört es dich ja auch nicht wenn das Personal ein Schwätzchen hält.

      4 3 Melden
    • Nibu 18.06.2017 20:58
      Highlight Da gibt es schon ein paar Unterschiede.

      Wenn ich ins Restaurant gehe, bezahle ich den Kuchen.

      Hier bezahle ich, dass jemand den Kuchen isst, den ich gebacken habe.

      2 1 Melden
    • Nibu 18.06.2017 20:58
      Highlight
      Wenns nicht gerade meine Stammbeiz ist, bleibt das Gespräch im Resti eher professionell.
      Einsame Menschen brauchen wahrscheinlich eher Zuneigung als professionellen Service.
      Auch ein Gesprächsbericht über eine App finde ich übergriffig, sofern es die Person nicht weiss.

      Des Weiteren weiss vielleicht die alte Person nichts, und denkt, der Pöstler findet sie einfach so sympathisch und kommt aus freien Stücken.

      Eine Weiterbildung machen, um zu wissen, wie man mit jemandem Tee trinkt?
      3 1 Melden
  • seventhinkingsteps 17.06.2017 23:31
    Highlight Ist doch schön, eine Gesellschaft wo die Alten nicht von den Kindern besucht werden können weil die Kinder keine Zeit haben weil sie damit beschäftigt sind sich selber die mickrige Rente für die Pensionszeit erarbeiten in der sie dann auch keiner besucht.
    51 2 Melden
    • Mr.President 18.06.2017 09:30
      Highlight Sad Story, Bro...
      9 0 Melden
    • Tschedai 18.06.2017 10:45
      Highlight Schön ist das nicht.
      5 0 Melden
  • Holla die Waldfee 17.06.2017 21:50
    Highlight Wir brauchen sowas? Blödsinn.
    KATATSTROPHE!
    Eine Gesellschaft ist endgültig in der sozialen Katastrophe angekommen, wenn Geld die einzige Motivation für den Umgang mit Senioren ist.

    Alte sind Müll. Nur eine lahme Truppe. Das einzig Brauchbare, das sie noch bringen, ist Geld.

    Aber was sag ich da? Das geht nicht nur den Alten so. Die stellen nur die grösste Gruppe. Unsere ganze sogenannte Kultur ist nur noch Kommerz PUR. Es gibt nur noch einen Wert. Geld! Alles andere ist Last und kann weg.

    Die Welt muss dringend Wege finden, die Psychopathen von der Macht fernzuhalten. Sonst war's das.
    101 17 Melden
    • blueberry muffin 18.06.2017 00:13
      Highlight Ironischerweise ist es die Welt, die die Baby Boomer wollten. Kalt und materialistisch.

      Aber vielleicht sollte die junge Generation dankbarer sein, das unsere alte Generation uns eine Welt kurz vor der Zerstörung, mit unglaublichen Schuldenbergen und 30 Jahren Lohnstagnation hinterlassen.

      Maybe.
      22 11 Melden
    • kleiner_Schurke 18.06.2017 00:36
      Highlight Das alte Menschen Müll sein sollen behauptet kein Mensch. Was denken sie denn, wie vielen ihrer Bekannten, Verwandten, Familie und Freunde noch übrig sein werden wenn sie man 85 sind? Nicht viele oder unter Umständen gar keine. Werden sie sich denn um mich kümmern wenn ich 85 bin? (wobei ich nicht sicher bin ob ich da möchte!) Wohl kaum! Also ist es doch gut wenn ich auf ein solchen Angebot zurückgreifen kann und nicht nur mit meinen Katzen sprechen muss.
      25 5 Melden
    • EvilBetty 18.06.2017 01:18
      Highlight Aber wir brauchen doch stetigen Wachstum?!
      15 5 Melden
    • seventhinkingsteps 18.06.2017 20:02
      Highlight "Der Einzelne ist sich seiner Abhängigkeit von der Gesellschaft bewußter als je zuvor. Aber er erfährt diese Abhängigkeit nicht als etwas Positives, Organisches, als Schutzgewalt, sondern eher als eine Bedrohung seiner naturgegebenen Rechte, oder sogar seiner ökonomischen Existenz. Außerdem ist seine Stellung in der Gesellschaft so, daß die egoistischen Triebe ständig hervorgehoben, während die sozialen Triebe, die er von Natur aus hat, schwächer werden und immer mehr verkümmern"

      "Diese Lähmung der Einzelnen halte ich für das größte Übel des Kapitalismus."

      Albert Einstein - Warum Sozialismus
      3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 17.06.2017 21:43
    Highlight ...dann noch das Angebot etwas erweitern und die Post steigt ins Enkeltrickbetrug-Business ein... :-)
    94 8 Melden
  • TheMan 17.06.2017 21:40
    Highlight Eigentlich ist er Tragisch, da ziehen die Eltern die Kinder 20Jahre oder mehr auf, dan werden Sie im Stick gelassen. Was wir brauchen, sind Erwachsene Kinder, welche zu Ihren Eltern plaudern gehen. Nicht die Pöstler.
    94 15 Melden
    • Tschedai 17.06.2017 22:20
      Highlight Die Eltern haben sie so erzogen. So ist es.
      43 9 Melden
    • Hoppla! 18.06.2017 00:44
      Highlight Nur sind Kinder den Eltern nichts schuldig.
      24 23 Melden
    • Hoppla! 18.06.2017 11:45
      Highlight Die vielen Blitze sind irgendwie erneut Beweis, dass Kinder kriegen häufig auf egoistischen Beweggründen basiert. ;-)
      10 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 17.06.2017 21:35
    Highlight Dann lieber ein paar Stutz mehr für den kompletten Service bei einem Callgirl bzw. -boy...
    53 17 Melden
  • raphe qwe 17.06.2017 21:06
    Highlight Die Menschen, welche bezahlen müssen um sozialen Kontakt zu haben, tun mir echt leid. Die jungen sollten die Alten ech mehr besuchen, auch ich muss hier vor der eigenen Haustüre wischen.
    71 1 Melden
    • Yes. 18.06.2017 00:38
      Highlight Oder die Alten sollen mal die Jungen besuchen (sofern es von der Physis noch geht)!
      Meine verwittwete Grossmutter jammert immer, dass wir sie so wenig sehen, obwohl mein Vater sie ständig einlädt. Seit 5 Jahren war sie nicht mehr bei uns, ist aber noch fit genug um Ferien im Ausland zu machen. So sehen wir sie halt wirklich nur wenn sie und einlädt.
      Man muss auch bedenken, dass viele im Alter kompliziert werden.
      30 2 Melden
  • Rendel 17.06.2017 21:00
    Highlight Ich hab mal gelesen, dass sowas bei uns auch schon möglich war. Für 5 sfr. pro Mal. Das war wohl nur ein Testlauf, ich find da grad nichts mehr dazu.
    6 11 Melden
    • Rendel 18.06.2017 17:29
      Highlight Asche auf mein Haupt, hab schlampig gelesen.
      0 0 Melden
  • Mantarochen 17.06.2017 20:57
    Highlight Wie traurig, dass man für sowas noch Geld verlangt.
    19 26 Melden
    • seventhinkingsteps 17.06.2017 23:32
      Highlight Der Kapitalismus kommodifiziert alles
      6 5 Melden
  • Angelo C. 17.06.2017 20:52
    Highlight Sowas würde wohl nicht zuletzt auf die Chemie zwischen RentnerIn und Pöstler ankommen, ob sowas tatsächlich (inkl. plaudern) eine wirkliche Bereicherung wäre.

    Und so sympathisch die Sache auf den ersten Blick auch scheint, so wenig realistisch wird sowas im Stadtgebiet sein. Etwas gar personalintensiv, würde man meinen 😊.

    Kommt hinzu, dass sich die Post heutzutage anstelle des Service publique vermehrt der Gewinnmaximierung verpflichtet fühlt und hunderte von Poststellen, selbst an grösseren Orten, schliesst.

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