Schweiz

Chlor im Poulet, «theoretischer Blödsinn» und Verlierer SVP-Reimann – das war die «Arena» zum TTIP

Wollen wir die Globalisierung? Bringen Freihandelsabkommen wie TTIP Wohlstand? Wenn ja, wem? Auf diese Fragen sollten die Gäste in der hochkarätig besetzten «Arena» Antworten liefern. Doch die politischen Schwergewichte verzetteln sich dabei regelmässig dermassen, dass man vergisst, worum es eigentlich geht. Zum Glück behält eine Politik-Professorin den Durchblick.

Publiziert: 15.10.16, 01:05 Aktualisiert: 15.10.16, 18:43

«Welche Tricks haben Sie, wenn Sie völlig übermüdet sind, Herr Grünenfelder?», fragt Projer, nach sechs Wochen Vaterschaftsurlaub zum ersten Mal wieder auf Sendung und gezeichnet von einer kurzen Nacht, den Avenir-Suisse-Direktor vor Beginn der Übertragung. «Ich komme in die Arena», antwortet dieser, und erntet dafür Lacher von allen Seiten.

Tatsächlich wird die zu Beginn nur schleppend vorankommende Diskussion zum Monsterthema Globalisierung mit fortschreitender Sendezeit zwar weder verständlich noch erkenntnisstiftend, dafür aber überraschend unterhaltsam.

Die Unterhaltung ist einem Running Gag auf Kosten des SVP-Nationalrats Lukas Reimann zu verdanken, einem applausfreudigen Publikum und einem erstaunlich milden Jonas Projer, der die Streithähne seelenruhig gewähren lässt.

Für die wenigen erhellenden Momente sorgt eine Professorin im Expertenstand, die im Gegensatz zu den vier «Arena»-Gästen in dieser komplexen Debatte erfrischend einfache Worte findet – zum Beispiel zum Widerstand gegen die Freihandelsabkommen, jenem Widerstand, den in dieser Sendung das ungleiche Team Tamara Funiciello (Juso-Präsidentin) und Reimann formiert.

Worauf der Widerstand gründet:

Video: streamable

Die Hoffnung des Zuschauers, die Diskussion möge nun so verständlich weitergehen, wird damit zerschlagen, dass die Gäste (neben Reimann und Funiciello sind das FDP-Ständerat Ruedi Noser und Avenir-Suisse-Direktor Peter Grünenfelder) innert weniger Minuten über Rolltreppen und AKW, Konzerndiktatur, Investorenschutz und Parallel-Justiz dermassen aneinander vorbeiparlieren, dass beim Zuschauer eigentlich nur ein einziger Satz hängenbleibt:

«Sie reden theoretischen Blödsinn, tuet mer leid.»

Video: streamable

Es ist Professorin Walter, die wieder einigermassen Ordnung in die Sache bringt. Die Frage, ob es Freihandelsabkommen brauche oder nicht, sei obsolet, sagt die Politologin, die Frage sei nur, wie die Konfliktlösungen ausgestaltet würden.

«Wir müssen uns drei Fragen stellen ...»

Video: streamable

Auch nach diesem Statement verzichten die Gäste nicht darauf, sich zu verzetteln. Immerhin schafft es Funiciello einigermassen, mit gewohnt kraftvoller Rhetorik den Zuschauer zu erreichen. «Das internationale Recht, das ich will, schützt den Bürger», sagt Funiciello. Die heutigen Probleme müsse man auf einer internationalen Ebene lösen, doch man müsse die Arbeitnehmer schützen – was diese Abkommen nicht täten.

«Ich will internationale Gesetze …»

Video: streamable

Der Fabrikarbeiter im Emmental verliere, die Grosskonzerne gewännen, sagt die Juso-Präsidentin, niemand könne ihr sagen, was mit dem Fabrikarbeiter im Emmental geschehe, sagt sie gleich noch einmal. Noser und Grünenfelder betonen stoisch die Dringlichkeit und Vorteile von Freihandelsabkommen. Neue Märkte, mehr Vernetzung, mehr Arbeitsplätze.

Alles schon gehört, das führt zu nichts, denkt sich der Zuschauer, da rettet Professorin Walter die «Arena» wieder aus der Parolenspirale. Beide hätten recht, es gebe Gewinner der Globalisierung, und es gebe Verlierer, und diese müsse man irgendwie auffangen.

«Sie haben beide grundsätzlich recht.»

Video: streamable

Von dieser versöhnlichen Lösungsorientiertheit lassen sich die «Arena»-Gäste nicht beirren, im Gegenteil, es scheint, als hätten die vier nach Walters Statement gedacht, sie müssten wohl die Ellbogen stärker ausfahren, kann ja nicht sein, dass alle ein bisschen recht haben – von nun an soll es Seitenhiebe hageln und dem Gegner herablassend ins Gesicht geschmunzelt werden.

Besonders unter die Räder gerät dabei Lukas Reimann. Für die Aussage, Globalisierung sei eine nicht wegzuredende Tatsache, erntet er belustigte und erstaunte Blicke von Funiciello, auf seine Lobesrede über Taiwan (Reimann trägt einen Taiwan-Schweiz-Pin auf der Brust und schwärmt davon, dass dieses Land kein internationales Abkommen habe, aber Export-Weltmeister sei – so müsse man es doch machen, ganz ohne staatliche Bürokratie) reagiert Grünenfelder mit: «Herr Reimann, ganz konkret, wie wollen Sie das machen? Bei einem Glas Bier besprechen?» Und Noser, ganz irritiert, vergisst ob Reimanns kruden Argumenten sogar die Etikette.

«Ich dachte, du seist Jurist!»

Video: streamable

Der Spruch, er sei doch ein Jurist, gefällt Noser und Grünenfelder dermassen, dass sie ihn in den nächsten Minuten – die Diskussion dreht sich mittlerweile um Ernährungssicherheit, Tierfutter aus dem Ausland und mit Chlor kontaminierte Hühner – noch zwei Mal bringen. Die Lacher haben Noser und Grünenfelder auf ihrer Seite, den Applaus Funiciello, als sie sagt, es sei ja klar, dass Noser sich nicht um das Chlor im Poulet schere, er könne sich das Bio-Hühnchen ja leisten.

Der wenig erfolgreiche Reimann versucht nach den Seitenhieben wieder Fuss zu fassen, indem er Funiciello ohne Rücksicht auf eine sinnvolle Diskussionslinie angreift. «Was machen eigentlich die Linken!?», plärrt er, erntet dafür zwar zunächst Applaus, rollt damit aber zu seinem eigenen Nachteil Juso-Präsidentin Funiciello den Teppich für einen Streit über die «Anti-Menschenrechts-Initiative» der SVP aus, den Moderator Projer tatsächlich so lange gewähren lässt, bis sich der klare Verlierer Reimann zurückzieht.

«Ich will gar nichts mehr sagen zu diesen Menschenrechten.»

Video: streamable

Das führt zu nichts, denkt sich der Zuschauer erneut, Professorin Walter muss sich einschalten. Das macht sie dann auch: Die Globalisierung passiere, es gebe Risiken, die man nicht unterschätzen dürfe, nicht jeder würde gewinnen. Die Schweiz sei in einer schlechteren Verhandlungsposition bei TTIP. Und wenn das Abkommen Realität werde, werde es für viele Unternehmen attraktiver, in der EU zu produzieren als in der Schweiz.

Erfrischend sachlich und verständlich, denkt sich der Zuschauer, doch irgendwie hat man auch das schon gehört. Der nächste Einspieler verspricht Abwechslung: Der Greenpeace-Kampagnen-Film gegen TTIP, dessen Verantwortlicher sitzt auf der Zuschauerbank in der «Arena». Der Film ist an «Herr der Ringe» angelehnt, ein «hoch globalisierter Film», sagt Projer, «Demagogie», wirft Grünenfelder ein. Man sei für eine Globalisierung, aber TTIP sei nicht die Lösung, verteidigt sich Greenpeace-Kampagnen-Leiter Christian Engeli. 

Mit «Herr der Ringe» gegen TTIP

Video: YouTube/stop dark trade

Die Sendezeit neigt sich dem Ende zu, der Zuschauer atmet erleichtert auf, als Funiciello sagt, sie würde gern einen Punkt finden, muss dann aber doch geduldig zusehen, wie die Gäste noch das eine oder andere Fass aufmachen, Koreas Stabilität beispielsweise, der Rückgang der Kindersterblichkeit, Vaterschaftsurlaub, Pestizide und KMU.

Nach ein paar Minuten ist es wieder Funiciello, die die Hoffnung schürt, man komme in dieser «Arena» auf einen Punkt: Als die Juso-Präsidentin über den Kaffee spricht, auf den sie nicht verzichten wolle, sieht der Zuschauer schon, wie sich der Kreis schliesst, zurück zu Tricks gegen Übermüdung. Doch Funiciello lässt die Chance nicht aus, noch ein Mal gegen Noser und Grünenfelder zu schiessen.

«Ich will nicht auf meinen Kaffee verzichten.»

Video: streamable

Projer muss den Angegriffenen wohl oder übel noch die Chance geben, sich zu verteidigen. Erhellendes kommt auch da nicht mehr heraus, aber danach kann der Moderator Streithähne und Zuschauer guten Gewissens in den Apéro entlassen.

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103 Kommentare anzeigen
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  • bracher tinu 15.10.2016 23:39
    Highlight Ich habe die Arena gestern gesehen und den Artikel gelesen und stelle fest:
    Watson versucht weiterhin SVP-ler zu denunzieren, Leser sollen weiter dogmatisiert werden, dass nur SP-ler und Grünen gut sind, aber Hauptsache die bösen SVP-ler werden vernichtet.

    Also im Westen nichts Neues!!
    26 11 Melden
    600
  • David Hofmann 15.10.2016 17:28
    Highlight Daria Wild hat wohl die Sendung nicht gesehen oder ein Juso-Propaganda-Papier abgedruckt. Mich überzeugte einzig und alleine Nationalrat Lukas Reimann: sachlich, verständlich und konsequent demokratisch. Und er vertritt wohl kaum die SVP bei diesem Thema, sondern das Volk und die Schweizer Demokratie.
    31 19 Melden
    • Daria Wild 15.10.2016 17:52
      Highlight Daria Wild hat die Sendung gesehen und kein Juso-Propaganda-Papier ausgedruckt. Aber so sind die Meinungen eben unterschiedlich :)...
      20 25 Melden
    • Spooky 15.10.2016 20:33
      Highlight
      "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing."

      Die Wahrnehmung ist abhängig vom Brötchengeber.
      22 2 Melden
    • bracher tinu 15.10.2016 23:12
      Highlight Herr Hofmann, Da muss ich Daria Wild in Schutz nehmen! Es ist ihr Verfassungsmässiges Recht ihre Meinung kundzutun, denn die Bundesverfassung sieht nicht vor, dass nur fähige Personen Journalisten sein dürfen, nein dieses Recht gibt die Bundesverfassung auch allen andern!
      9 11 Melden
    600
  • Lowend 15.10.2016 15:38
    Highlight Es scheint der Wunsch der neuen neusprechenden und doppeldenkenden Leserschaft zu sein, dass Watson in Zukunft die Texte zuerst den Propagandaabteilungen der Bürgerlichen und der Völkischen zur Prüfung und Korrektur vorlegt?
    Wo kämen wir hin, wenn die Meinungen der Journalisten nicht mehr dem bürgerlichen Mainstream wiedergeben und statt deren PR-gesteuerten Gehirnwäsche plötzlich eigenständige Ansichten, wie sie hier jene von Daria Wild dem Publikum zugemutet werden?
    Wegen solchen Artikeln müssen die rechten Parteien Millionen in Kampagnen stecken, um ihr angeschlagenes Image zu schönen! ;-)
    29 30 Melden
    • R&B 15.10.2016 16:27
      Highlight @Lowend: Guter Kommentar!
      12 16 Melden
    600
  • pachnota 15.10.2016 14:25
    Highlight Frau Wild... mal im Ernst. Hat ihnen dieses tumbe Auftreten von Frau Funiciello wirklich Eindruck gemacht?
    40 17 Melden
    • Daria Wild 15.10.2016 17:16
      Highlight Danke für die Frage, pachnota. Ich habe nirgends geschrieben, dass sie mir Eindruck mache, aber wenigstens sind ein, zwei Aussagen von ihr hängengeblieben, was ich bei den anderen Gästen leider nicht behaupten kann. Wirklich überzeugt haben mich alle vier nicht. Wer war Ihrer Meinung nach gut?
      14 21 Melden
    600
  • R&B 15.10.2016 13:18
    Highlight Das war die schlimmste Arena-Sendung seit langem. Ich wollte mich umfassender über TTIP informieren, konnte dies leider nur bedingt und musste feststellen, dass Noser und Grünenfelder sich sehr arrogant verhalten haben und kein Interesse hatten, auf die Kritikpunkte der Gegner einzugehen. Sie haben Funiciello und Reimann systematisch unterbrochen, mit dem Ziel, berechtigte Kritik an deren Haltung zu verhindern. Funiciello hat dies schnell erkannt und sich angepasst. Reimann nicht und ist so voll unter die Räder geraten, obwohl er einige gute Argumente hatte.
    36 5 Melden
    • David Hofmann 15.10.2016 17:30
      Highlight Reimann war der einzige mit starken Argumenten und im Gegensatz zur Juso-Tante auch konsequent in Sachen Demokratie und individuelle Bürgerrechte!
      23 16 Melden
    600
  • Berggurke 15.10.2016 13:16
    Highlight Im Grunde eine völlig überflüssige Disskusion. Das Freihandelsabkommen kommt sowieso nicht zustande, da sich die USA und die EU zum Glück nicht einig werden...
    16 4 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 19:14
      Highlight Ja das ist wahr. Da wir nicht in der EU sind, werden wir uns dem anpassen, was die beiden Gross-Organisationen miteinander ausgehandelt haben...
      Aber wir können uns ja trotzdem übungshalber an diesen Verhandlungen beteiligen und damit simulieren, dass wir dabei wären.
      1 3 Melden
    600
  • Against all odds 15.10.2016 11:54
    Highlight Die Grosskonzerne wollen wie immer den Fünfer und das Weggli. Mit diesen Abkommen wollen sie das unternehmerische Risiko auf die jeweiligen Länder (Steuerzahler) abwälzen. Jahrelang wurden Entwicklungsländer ausgenutzt (Billiglöhne, fehlende Umweltschutznormen). Kein Wunder verlagert z.B. adidas die Produktion von Südostasien wieder nach Europa (Roboterfabrikation).
    40 5 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 19:15
      Highlight Was haben wir von Roboter-Fabriken?
      Und brauchen Roboter Turnschuhe?
      3 2 Melden
    600
  • Xriss 15.10.2016 10:19
    Highlight Bei jedem Arena-Rückblick stehen die Bürgerlichen dumm da und die lonken Diskussionsteilnehmer brillieren, sei es rhetorisch oder inhaltlich.. Eine etwas differenziertere Betrachtung täte auch einem linken, hippen Onlinemagazin gut...
    147 34 Melden
    • weepee 15.10.2016 11:14
      Highlight Wie wahr!
      80 13 Melden
    • Plöder 15.10.2016 11:56
      Highlight Ähm hast du die Arena gesehen?
      Und wenn man liest (besser gesagt Versteht) dann wird klar das es ein ziemlich müder Lupf war... Egal von welcher Strömung. Und einen Gewinner gabs nicht.
      Also zuerst die eigene Subjektivität zurückstellen bevor man die Objektivität anderer beurteilt.

      Zudem sollte eine Disskusion zum selbständigen Denken anregen, um gewisse Punkte zu revidieren oder eben noch zu stärken. Aber die Partei-Hampelmänner und Frauen stehen nicht mit ihrem persönlichen Gedanken da, sondern sind auf Parteilinie getrimmt...
      27 36 Melden
    • Mario le magnifique 15.10.2016 13:06
      Highlight Wenn du das gefühl hast dass es keine gewinner gab solltest du den kommentar von xriss befürworten - denn im titel des beitrags steht "svp-verlierer" reimann...
      16 2 Melden
    • andrew1 15.10.2016 13:29
      Highlight Naja bei manchen argumenten gehen die bürgerlichen als siger aus den Diskussionen, bei anderen die linken. Watson berichtet hier jedoch nicht wirklich neutral
      27 3 Melden
    • Richu 15.10.2016 14:19
      Highlight @Xriss: Die "linken" Watson Journalisten sind leider nicht in der Lage, im Arena-Rückblick neutral zu berichten und so werden oft Unwahrheiten über die "Bürgerlichen" verbreitet!
      33 9 Melden
    • Plöder 15.10.2016 15:27
      Highlight Hab gesagt "... keine Gewinner..."

      Aber eben wie gesagt, ist es egal wie man "berichtet" für die einen ist es immer falsch, je nachdem was für eine Brille man anhat...
      Aber wenn man sich immer benachteiligt sieht, kann auch Objektivität falsch verstanden werden.
      5 11 Melden
    • Taebneged 15.10.2016 16:10
      Highlight Mit Bürgerlich sind die Rechten und die rechtsaussen Populisten gemeint.
      5 6 Melden
    • Daria Wild 15.10.2016 17:17
      Highlight @Richu und @Xriss, unsere Arena-Rezensionen sind nie ein theoretischer Abriss des Themas, sie sind immer auch Manöverkritik an den Gästen, und die kann per se nicht neutral oder objektiv sein. Das muss sie aber auch nicht.
      10 16 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 19:18
      Highlight Ja wenn es so ist, dass die "Bürgerlichen" keine gute Figur gemacht haben, weil sie es nicht gewohnt sind, ihre Anweisungen zu begründen und zu erklären, kann doch Daria Wild nichts dafür!
      2 13 Melden
    600
  • Dragon Link 15.10.2016 10:19
    Highlight Wie wärs mal mit einer Arena über PPAP?
    24 2 Melden
    600
  • deleted_420198696 15.10.2016 09:24
    Highlight Mich stören v.a. die Schiedsgerichte. Oder wurden die aufgegeben? Es kann doch nicht sein, dass ein Gericht, das von Konzernen aus Konzernangestellten zusammengestellt wird, rechtlich regionale Justiz und Behörden überstimmen kann.

    So könnte z.B. eine Gemeinde, die das neue Schulhaus von regionalen Firmen bauen lässt, von einem US-Konzern verklagt werden.

    Oder (wie bereits in CDN oder AUS geschehen) eine Region muss hohe Bussen an die US-Industrie bezahlen, weil die Bewohner zwar Bodensondierungen erlaubt, sich dann aber gegen Fracking entschieden haben.
    78 9 Melden
    • fcsg 15.10.2016 09:50
      Highlight Schiedsgerichte sind aus der internationalen Wirtschaft längst nicht mehr wegzudenken. TTip hin oder her.

      Dem "Problem" der verklagten Staaten kann man durchaus entgegen wirken. Entscheidend ist die Ausgestaltung der Gerichte, die können nämlich auch öffentlich sein und die Richter können demokratisch gewählt werden.
      20 19 Melden
    • atomschlaf 15.10.2016 09:51
      Highlight Es darf generell nicht sein, dass Staaten (und damit der Steuerzahler) Grosskonzernen irgendwelche Bussen oder Entschädigungen zahlen müssen, wenn diese aufgrund demokratisch beschlossener Gesetze nicht so handeln können wie sie gerne möchten.
      67 3 Melden
    • _kokolorix 15.10.2016 10:13
      Highlight Aber genau diese Zusammensetzung nach TTIP verspricht eindeutig eine Bevorteilung der Konzerne gegenüber den Staaten.
      Machen wir uns nichts vor. Wenn in diesem Gremium eine Mehrheit von konzernangestellten Juristen sitzt, werden die Entscheide immer zugunsten der Konzerne gefällt. Ein Schritt weiter auf eine Regierungsform zu wo nur noch das Geld bestimmt wo es langgeht.
      40 3 Melden
    • atomschlaf 15.10.2016 10:33
      Highlight @fcsg: "Können" schon, aber meines Wissens ist genau das bei TTIP nicht vorgesehen.
      23 0 Melden
    • fcsg 15.10.2016 10:39
      Highlight Der Wortlaut von TTip ist noch geheim, so auch wie Schiedsgerichte funktionieren würden. Das Problem ist, dass kein Investor mehr in einem Staat investieren wird, wenn er kurzfristigen politischen Entscheiden schutzlos ausgeliefert ist. Zu denken ist dabei z.B. an Enteignungen, Technologieverbote etc. Natürlich darf dieser Schutz nicht zu weit gehen, doch grundsätzlich hat er seine Berechtigung.
      8 20 Melden
    • deleted_420198696 15.10.2016 10:57
      Highlight Heute ist einer der seltenen Momente, in denen ich atomschlaf 100% zustimme.
      15 2 Melden
    • Königspinguin 15.10.2016 10:58
      Highlight Es kann doch nicht die Lösung sein, dass ein Schweizer Gericht entscheidet ob die Schweiz einen Vertrag gebrochen hat oder nicht. Und jetzt denken Sie einmal an ein Land wie Russland, Türkei oder Venezuela wo man jederzeit enteignet werden kann.
      5 15 Melden
    • atomschlaf 15.10.2016 11:57
      Highlight @Königspinguin: Es geht ja nicht um Enteignungen.
      Soweit bisher bekannt ist, könnte z.B. die Schweiz von einem US-Konzern auf Schadenersatz verklagt werden, weil er seine Produkte beispielsweise aufgrund hiesiger Umwelt- oder Sicherheitsvorschriften hier nicht verkaufen darf.

      Auch wenn ich die hiesige Umweltpolitik in Teilbereichen für übertrieben halte, will ich a) dass die Schweiz weiterhin eigenständig darüber entscheiden kann und b) bei Themen wie Lebensmittelzusatzstoffen oder Genfood auf keinen Fall US-amerikanische Zustände!
      31 1 Melden
    • atomschlaf 15.10.2016 12:03
      Highlight @fcsg: Richtig, der Wortlaut ist noch geheim.
      Allein dieser Umstand und insbesondere der Aufwand der betrieben wird, um diese Geheimhaltung aufrecht zu erhalten, wirft die grosse Frage auf, was es denn da zu verbergen gibt.
      33 0 Melden
    • E7#9 15.10.2016 12:30
      Highlight Wenn ich mit jemandem einen Vertrag mache und für die Einhaltung dieses Vertrages Investitionen tätigen muss, dann möchte ich entschädigt werden, wenn dieser Vertrag nicht eingehalten wird. Es wäre unfair, wenn die Gegenpartei einfach sagen könnte: "Bi eus het sich d'Situation gänderet, jetzt hesch halt Päch kha." Mit so jemandem würde ich nie mehr Verträge machen. Ich gehe jedoch damit einig, dass diese Schlichtungsstellen Konzerne nicht übervorteilen dürfen. Demokratie ist jedoch kein Freipass dafür Verträge brechen zu dürfen, ohne sie in irgendeiner Form abzugelten. Ist doch logisch.
      2 8 Melden
    • Hierundjetzt 15.10.2016 13:26
      Highlight Ähem, aber das die Banken zu insgesamt +/- 10 Milliarden Bussen verdonnert wurden OBWOHL Sie sich an Schweizer Gesetze hielten ist dann ok?

      Da Entschied alleine ein US Gericht. Notabene bietet die USA nach wie vor exakt die Geschäfte an, deren sie die Schweiz verklagt hat😒

      PS. Die Banken sind selber schuld. Aber es ist ein bezeichnendes Beispiel

      Daher: korrekt was FCSG sagt: es kommt auf die Ausgestaltung der Gerichte an. Ähnlich dem gemischten Ausschuss CH -EU
      5 0 Melden
    • Thomas_v_Meier 15.10.2016 14:24
      Highlight Genau das was atomschlaf oder Rhabarber beschreiben stört mich am meisten. Dieser Investitionsschutz für Konzerne und das geheime Schiedsgericht stört massiv.
      Bis anhin musste sich ein Konzern vor eine Investition überlegen was wird in dem Land passieren, lohnt es sich oder ist das Risiko zu hoch.
      Mit TTIP kann loslegen und falls das Land seine Gesetze ändert, z.B direkt demokratisch, und seine Investition futsch ist geht er zum Gericht und erhält vom Staat Geld.
      Nein keine Fiktion sondern so und ähnlich bereits passiert bei Verträgen welche bereits umgesetzt sind.
      12 1 Melden
    • Thomas_v_Meier 15.10.2016 15:31
      Highlight Hierundjetzt die Banken wurden in den USA bestraft weil sie in den USA tätig waren und sich nicht an die dortigen Gesetze hielten.

      Das ist eine ganz andre Ausgangslage!
      2 1 Melden
    • Hierundjetzt 15.10.2016 16:30
      Highlight Nicht ganz korrekt: Wyoming und Delaware bieten nachwievor exakt diese Business-Modelle an, weswegen UBS und Co verurteilt wurden.

      Ich will das kriminelle Handeln nicht schönreden aber jemanden verurteilen und selber das gleiche machen naja....
      5 0 Melden
    • atomschlaf 15.10.2016 17:21
      Highlight @Thomas_v_Meier und Hierundjetzt: Es zeigt sich jetzt offensichtlich, dass es den USA nie um Gerechtigkeit oder auch nur um Rechtmässigkeit ging, sondern einzig darum, unliebsame und erfolgreiche Konkurrenz auszuschalten.
      6 0 Melden
    • Hierundjetzt 15.10.2016 18:06
      Highlight Atomschlaf: so einfach ist es nun doch wieder nicht. Wenn die USA unsere Steuerpflichtigen dazu "überreden" würden Millionen an der Steuerverwaltung vorbeizuschleusen wären wir auch zurecht sauer

      Ich mein Diamanten in Zahnpastatuben ausser Landes schmuggeln (UBS) oder gefakte Laptops brauchen (CS). Ich mein, was stimmt nicht mit denen? Das ist doch krank :(
      5 1 Melden
    • Thomas_v_Meier 16.10.2016 08:41
      Highlight Hierundjetzt, ich gebe es zu ich habe mich nicht tiefer mit den Urteilen beschäftigt. Daher nur Fragen.
      Wurden die Banken nicht bestraft weil sie in NY solche Geschäfte tätigten?
      Ist das Angebot einer US Bank in WY, DE wirklich das selbe zu den Angeboten der UBS, CS in NY?

      Abgesehen davon ist sind US Interne Urteile, Sprich CH Banken haben in den USA Mist gebaut und wurden bestraft.

      Der Investitionsschutz in ist nicht vergleichbar. US Unternehmen investiert in der Schweiz, Gesetze ändern sich zb. an der Urne. US Unternehmen klagt, geheimer Schiedsgericht gibt dem Unternehmen recht, CH zahlt.
      0 0 Melden
    • Thomas_v_Meier 16.10.2016 08:44
      Highlight Bstraktes Beispiel ich weiss, kommt mir gerade nichts besseres in den Sinn.

      TTIP vor 10 Jahren bereits in Kraft. US Konzern investiert in ein AKW in der CH.
      Volk nimmt in ein paar Wochen die Atomausstiegsinitiative an.
      Konzern klagt gegen die Schweiz und gewinnt. Die Schweiz wird gebüsst.

      Ja solche Urteile existieren bereits mit Aktuellen Freihandelsabkommen.
      0 0 Melden
    600
  • Hierundjetzt 15.10.2016 09:22
    Highlight Gebt dem Noser einen anderen PR Mensch. Das gehampel ist ja nicht auszuhalten.

    Zum Thema: Noser sieht alles aus der IT Perspektive da kann man schon sehr ins Schwärmen kommen. Blöd nur, dass die Realwirtschaft zu 90% nicht aus IT'lern besteht
    49 12 Melden
    • atomschlaf 15.10.2016 09:52
      Highlight Blöd nur, dass die IT-Wirtschaft in der Schweiz massiv unterschätzt und vernachlässigt wird.

      Wenn ich im Gegensatz dazu sehe, wie unsinnig viel Einfluss die paar Bauernhampel in Bern haben...
      52 23 Melden
    • Taebneged 15.10.2016 10:23
      Highlight Da irrst du dich evtl.
      10 2 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 10:56
      Highlight Blöd ist nur, dass die Realwirtschaft zu 99% nicht aus Grosskonzernen besteht.
      7 13 Melden
    • Hierundjetzt 15.10.2016 14:25
      Highlight atomschlaf: absolut korrekt. Aber da es nur ein kleiner Teil zur CH Wertschöpfung beiträgt und zeitgleich der grösste Profiteur von TTIP ist, war Noser eher (der Wahrnehmung nach) arrogant in den Aussagen
      4 0 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 15:47
      Highlight @ atomschlaf
      Man spielt nicht mit denen, die für Einen das Essen organisieren!
      1 1 Melden
    600
  • rodolofo 15.10.2016 09:07
    Highlight Amerika- und "Big Business"-Fan Noser sagte, dass die Amerikaner der Konsumentenschutz erfunden hätten.
    Aber über die Gentechnik und die fehlende Deklarationspflicht von Produkten, die GVO enthalten, und welche die EU-Länder bei einer Annahme übernehmen müssten (Nivellierung von Standards nach unten) sagte er wohlweislich nichts!
    Tamara Funicello sagte es klar und deutlich:
    Dieses Freihandels-Abkommen wird von den Grosskonzernen und deren Geschäfts-Interessen diktiert!
    Und diese Leute kommen nicht selber in die Arena, sondern schicken ihre bürgerlichen Lakaien von der Politik und ihrer Lobby.
    86 10 Melden
    • E7#9 15.10.2016 09:38
      Highlight Grundsätzlich richtig, doch sie sagte Lobbyisten und Lakaien, nicht bürgerliche Lakaien. Rodolofo, man muss nicht (wie auch im Artikel) die Tatsachen immer noch ein bisschen zugunsten der persönlicher Ideologie frisieren.
      24 4 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 09:50
      Highlight Was für Lakaien sollten das denn sein, wenn nicht bürgerliche?
      Ich glaube kaum, dass diese Grosskonzerne versuchen werden, Tamara Funicello zu kaufen...
      29 17 Melden
    • E7#9 15.10.2016 10:02
      Highlight Mag sein, rodolofo. Ich weiss es nicht, vielleicht gibt es auch linke TTIP-Befürworter. Jedenfalls hat Funcinello es nicht so gesagt. Das deren Lakaien bürgerlich sind hast du gesagt, nicht sie. Ok, es ist ein kleines aber unnötiges Detail. Aber auch viele Bürgerliche sind gegen TTIP. Man müsste eher gegen Wirtschaftsbosse schiessen als gegen Bürgerliche, auch wenn die meisten davon bürgerlich sind.
      20 6 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 10:08
      Highlight Grosskonzerne schaffen auch Arbeitsplätze, u.a. in der Schweiz. Das tun sie noch mehr, wenn sie mit das mit TTIP in einem soliden institutionellen und juristischen Rahmen machen können. Bitte über den Tellerrand hinausblicken, danke.
      5 36 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 10:43
      Highlight Grosskonzerne müssten nicht so übel sein, wie sie sich gegenwärtig aufführen.
      Ausserdem handeln sie nach einer kurzsichtigen Profitmaximierungs-Strategie, weil sie wiederum raffgierigen Aktionärs-Blutsaugern mit ebenso kurzsichtigem shareholder-value-Profitdenken gefallen müssen.
      Das alles müsste tatsächlich nicht so sein!
      Man würde meinen, dass diese Reichen und Super-Reichen doch schon mehr als genug zum Leben haben...
      Ich kann mir diese Gier nur mit einem Suchtverhalten erklären. Diese "Mächtigen" erfahren weder Liebe, noch Geborgenheit und Loyalität.
      Also trösten sie sich mit Materiellem.
      17 2 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 11:49
      Highlight Ach, diese alte Platte wieder: Die vermögenden Kapitalisten gegen die ausgebeuteten Arbeiter. Und gierig sind wohl immer die anderen, was? Denken Sie das nächste Mal daran, wenn Sie mit Easyjet reisen, ein Sparbillett kaufen oder Produkten mit einem 50%-Kleber verfallen.
      6 17 Melden
    • E7#9 15.10.2016 13:02
      Highlight Fretzmen: In Anbetracht dass TTIP vorwiegend von Vertretern grosser Konzerne ausgehandelt wird finde ich den Verdacht berechtigt, dass Verbraucher- und Arbeitnehmerinteressen zu kurz kommen könnten. Von mir kann ich sagen, dass ich gerne etwas mehr bezahle für gute Qualität (z.B. Fleisch). Easy-Jet ist nicht unbedingt billiger, man bezahlt für jede zusätzliche Leistung extra. Dieses Geschäftsmodell kommt immer mehr auf (man bezahlt dafür nur was man auch braucht, z.B. Zügeltransport). Preis reduzieren weil die Ware sonst verfällt ist nichts schlechtes. Wir werfen ja genug Lebensmittel fort.
      8 0 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 15:05
      Highlight @ Fretzman
      Die materielle Gier ist auch beim "kleinen Menschen auf der Strasse" vorhanden.
      Nur haben diese Leute nicht die gleichen Möglichkeit, ihrer Konsumsucht zu verfallen.
      Darum appelliere ich in erster Linie an die Reichen und Super-Reichen, im eigenen Interesse weniger aus den ihnen anvertrauten Betrieben, Ländereien und Menschen herauszupressen!
      Sie würden motiviertere Angestellte, MieterInnen und Haustiere um sich haben und in einer intakten Umwelt leben. Auch würde es weniger Kriminelle und Terroristen haben, was unbeschwertes Reisen und viele interessante Begegnungen ermöglichte.
      0 0 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 15:29
      Highlight Wenn die Reichen ein bisschen netter zu ihren Angestellten wären, gäbe es weniger Terroristen? Diesen Gedankengang kann ich nun wirklich überhaupt nicht nachvollziehen.
      2 4 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 15:45
      Highlight Die Gesellschaft tut immer so, als hätte sie mit dem Terrorismus nichts zu tun.
      Dabei kennt unsere moderne Hochleistungsgesellschaft sehr viel strukturelle Gewalt!
      Innerhalb einer Hierarchie wird Dir verunmöglicht, auf Aggressionen "von oben" angemessen zu reagieren, da Du dafür sofort die Kündigung erhältst.
      Also reagierst Du Deine Aggressionen an einem "Sündenbock" ab, wenn Du nicht selber dieser Sündenbock bist.
      Ein Sündenbock, der ständig von anderen zur Abreagierung ihrer angestauten Aggressionen missbraucht wird (Fachbegriff: Mobbing) wird irgendwann tatsächlich böse.
      Und dann knallt's!
      1 2 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 18:02
      Highlight Ja Fretzmann, das sind unbequeme Tatsachen, ich weiss.
      Und vielleicht hast Du Deinen Ärger über diese unangenehmen Tatsachen mit einem Blitz zu meinem Kommentar abgeleitet.
      Das ändert aber nichts an der Art und Weise, wie jede Gesellschaft ihre eigenen Terroristen produziert!
      Wir sollten verstehen, was und diese Selbstmörder, die beim letzten Knall noch möglichst viele Andere mitnehmen wollen in den Tod, eigentlich sagen wollen:
      "Ich bin am Ende! Ich bin verzweifelt! Ich bin ein Nichts! Doch ein einziges Mal in meinem beschissenen Leben will ich gross sein, nämlich bei meinem grossen Knall!"
      2 2 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 22:09
      Highlight Rodolofo: Ich glaube, du vermischt hier einige Sachen. Du kannst doch nicht Konzernen die Schuld geben für den Terror. Das sind ganz andere Ursachen: Entwurzelung, Sinnentleerung, Verblendung. Du nimmst eine Opferhaltung ein, die ich irgendwie langweilig finde. Am Schluss muss jeder selber wissen, wie er die Welt sieht. Aber immer mit dem Finger auf andere zeigen, zeugt nicht von Verantwortungsbewusstsein und Reife.
      1 2 Melden
    • rodolofo 16.10.2016 08:47
      Highlight Bist Du etwa auch so gelangweilt und überheblich, wie Noser?
      Und die Expertin sprach professionell abgeklärt von den "Verliererern", die zu diesem Freihandels-Globalisierungs-Prozess halt auch mit dazugehörten.
      Sehr aufschlussreich!
      Aber soll ich Dir mal was sagen?
      Ich habe keine Lust, auf der Verliererseite zu stehen!
      Und solange ich meinen inneren Antrieb habe, werde ich weiter kämpfen, für die Sache der "Kleinen und Mittleren Betriebe"!
      Unkraut vergeht bekanntlich nicht.
      Und wir werden es Euch auch nicht leichter machen, indem uns artig kuschen und still zur Schlachtbank führen lassen!
      1 2 Melden
    • Fretzman 16.10.2016 12:16
      Highlight Weisst Du, ich weiss nicht, ob wirklich zu den Gewinnern gehören werden. Fakt ist, dass Umwälzungen vor der Türe stehen, ob uns das gefällt oder nicht. Aber je länger wir uns dem verschliessen und an liebgewonnenen Strukturen und Denkmustern festhalten, desto böser wird am Schluss das Erwachen. Fakt ist auch, dass die Welt globaler wird: Umweltprobleme, Flüchtlingskrisen, Steuerflucht, Kapitalflüsse etc. machen nicht vor der Landesgrenze halt. Deshalb sind einzelstaatliche Sonderzüglein, gerade in wirtschaftlicher Hinsicht, ziemlich aussichtslos.
      1 0 Melden
    • rodolofo 16.10.2016 13:51
      Highlight @Fretzmann
      Ich spreche auch nicht von einzelstaatlichen Sonderzüglein, sondern von einem weltweit vernetzten Widerstand sogenannt "Kleiner" und ihren NGO's!
      Ein Beispiel: Eine Kirchgemeinde im ländlichen Aargau unterstützt ein Agrar-Projekt eines Auswanderers vom Dorf in Tansania.
      Die Leute sammeln nützliche Dinge und füllen einen Container, der später nach Tansania verschifft wird. In informativen Vorträgen erfahren sie, wie die Situation in Tansania ist und mit was für Problemen die Bauern zu kämpfen haben, die auf dem lokalen Markt ihre Produkte verkaufen wollen.
      Entwicklung-Zusammenarbeit
      1 1 Melden
    • Fretzman 16.10.2016 19:12
      Highlight Ist doch toll, wenn NGOs sich engagieren. Das muss auch nicht im Widerspruch zu den Grosskonzernen stehen. Mir ist lieber, alle im Boot zu haben und in einem Vertragswerk zu "kontrollieren", als dass Grosskonzerne dann mit einzelnen Regierungen über geheime Abkommen mauscheln.
      1 0 Melden
    • rodolofo 17.10.2016 07:31
      Highlight Doch, die NGO's handeln im Widerspruch zu den Interessen der Grosskonzerne!
      Diese sind daran, die Bauern in 3.Weltländern mit einem Kombi-Set aus patentiertem Gentech-Saatgut, Pestiziden und Kunstdüngern von sich abhängig zu machen und in die Verschuldungsfalle zu treiben. Gleichzeitig werden die lokalen Märkte mit den Überschüssen einer subventionierten Agro-Industrie überschwemmt, sowie die Meere vor den Küsten mit einer ebenfalls subventionierten Grossfischerei leer gefischt.
      Hier liegen auch die eigentlichen Ursachen der "Flüchtlingskrise", in der unverschämten "Big Business"-Diktatur!
      1 1 Melden
    • Fretzman 17.10.2016 13:27
      Highlight Lieber Rodolofo, dies wird mein letzter Kommentar zu diesem Thema sein. Die Wirtschaft besteht nicht nur aus multinationlen Grosskonzernen; 99% der Unternehmen in der Schweiz sind KMU (Quelle: BFS). Gerade diese, die zu schwach sind, um sich aus eigener Kraft gegen globale Player durchzusetzen, profitieren von einem einheitlichen und transparenten Vertragswerk. Ich bin überzeugt, dass sich die Grossfirmen mit TTIP besser überwachen und kontrollieren lassen.
      0 0 Melden
    • rodolofo 17.10.2016 21:22
      Highlight Ja gut, machen wir hier einen Punkt.
      So lange die Multinationalen Konzerne die Staats-Regierungen gegeneinander ausspielen, oder "kaufen" können, werden die meisten Menschen von diesen Konzernen versklavt sein und sich täglich abstrampeln, ohne auf einen "grünen Zweig" zu kommen. Auch wenn diese Konzerne riesige Gewinne machen und viel Dividende an ihre Aktionäre ausschütten, streichen sie trotzdem Arbeitsplätze.
      Die Gier dieser Multis ist grenzenlos!
      Für die Arbeitslosen aber darf der Staat schauen, oder die Familie, in liberaler Eigenverantwortung...
      TTIP Nein!
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    600
  • fcsg 15.10.2016 08:41
    Highlight War eigentlich ganz unterhaltsam... Schade wurde Frau Funiciello eingeladen, welche ständig ihr Parteiprogramm, bezüglich Mindestlöhne abgespult hat. Da gäbe es kompetentere Leute auf der Gegnerseite. Eines ist klar: Ohne Freihandel müssen wir gar nicht über Mindestlöhne reden, weil viele Löhne wegfallen. Und Ttip wird kommen und wir müssen uns daran anpassen, ob wir wollen oder nicht.
    36 72 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 10:09
      Highlight Bin ich einverstanden. Die Linke ist oft genau so polemisch bis populistisch wie die Rechte.
      33 12 Melden
    • _kokolorix 15.10.2016 10:22
      Highlight TTIP wird vor die Urne kommen, dann schauen wir weiter.
      Deine Aussagen erinnern doch sehr an Maggie Thatcher. Und wie genau läuft es jetzt im vereinigten Königreich?
      Wir haben immer eine alternative und lokale Märkte funktionieren im allgemeinen besser als globale, weil international einfach mehr beschissen wird. Davon profitieren nur ein paar wenige, die meisten müssen Nachteile in Kauf nehmen. Das ist einfach von Juristen ausgedachter Bullshit, der vor allem die horrenden Einkommen der Juristerei sichert und ein paar Weltkonzernen den Weg ebnet
      15 5 Melden
    • Ben88 15.10.2016 10:23
      Highlight Das TTIP soll aslo einfach so kommen?
      Was soll das denn? Solche Aussage sind schon Grund genug vehement dagegen zu sein.

      Wer soll ein Abkommen beführworten das einfach so kommt und niemand was dagegen tun kann.
      Das zeigt doch bereits den Charakter des Abkommens und dessen Beführworter mehr als genug.
      Da muss man über die verherrenden Details die das für Europa hätte gar nicht mehr zu diskutieren, vorallem mit solchen die meinen ohne Abkommen würde die Lichter ausgehen.
      Dabei ist grad das Gegenteil wahr.
      22 4 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 10:44
      Highlight Wie so oft haben die Gegner keine überzeugenden Argumente und setzen auf Angst. Fakt ist, dass Handel grundsätzlich für alle Parteien den Wohlstand erhöht. Das ist eine Tatsache, ob man das wahrhaben will oder nicht. Natürlich gibt es kurzfristig Verlierer, die entschädigt werden müssen. Und 99% der Firmen in der Schweiz sind KMU, die dank weniger Bürokratie etc. von einem Freihandelsabkommen profitieren. Mehr und einfachere Exporte ins Ausland bedeuten eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Wer das nicht sieht, der ist ideologisch leider zu verblendet.
      7 21 Melden
    • fcsg 15.10.2016 10:53
      Highlight @kolkorix
      In der EU kommt gar nichts vor die Urne, die wollen sogar verhindern, dass nationale Parlamente darüber abstimmen. TTip wird, in welcher Form auch immer, abgeschlossen werden, alleine schon weil sowohl die EU wie auch die USA ein Interesse am Abschluss eines Freihandelsabkommens haben.

      Die Schweiz ist bei TTip nicht dabei und muss somit auch über nichts abstimmen. Doch wir müssen uns daran anpassen. Das lokale Märkte besser funktionieren ist einfach Blödsinn. Unsere Wirtschaft ist zu grossen Teilen von Exporten abhängig, ohne Freihandelsabkommen funktioniert sie nicht mehr.
      6 7 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 11:28
      Highlight Ich kann dieses Märchen vom allgemeinen Wohlstand durch Freihandel nicht mehr hören!
      Natürlich türmen sich hier in den Verwaltungszentren der Multinationalen Konzerne immer mehr Büro-Türme in die Höhe, die im Licht der Sonne golden glänzen und aussehen, wie gigantische Bergkristalle.
      Ganz anders sieht die Realität am unteren Ende der globalen Geldraffer-Kette aus.
      Wenn mir meine aus den Philippinen in die Schweiz eigewanderte (tatsächlich ist sie geflogen, mit dem Flugzeug) Frau von früheren Zeiten erzählt, dann lebte sie in einem Tropischen Paradies...
      8 4 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 11:33
      Highlight ...
      Sie erzählt mir von den Reisfeldern ihres Grossvaters, von der grossen Bambushütte, in der sie alle schliefen, von ihrem Garten, mit allen möglichen Früchten und Gemüsen, vom Dorf, in dem einander alle kannten, von Picknicken am Fluss, von der Fischzucht im nahe gelegenen See, von ihrem Metallwaren-Laden, in dem sie arbeiteten und lebten.
      Heute geht niemand mehr an den Fluss zum picknicken, weil dieser Fluss heute eine stinkende Kloake ist, und weil die Gefahr, überfallen zu werden, zu gross wäre.
      Aber Geld wird heute tatsächlich mehr verdient, da draussen in der Peripherie, der 3.Welt...
      8 2 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 11:46
      Highlight @rodolofo: Keine Sorge, ich orientiere mich auch nicht an Märchen. Aber auch nicht an meinen Gefühlen, denen ich mit Ausrufezeichen Ausdruck verleihen müsste. Die Welt ist nicht schwarz-weiss, es gibt nicht nur böse multinationale Konzerne und arme, ausgebeutete Arbeiter. Die Ängste der Gegner erinnert an kleine Kinder, die täubelen und die Realität nicht wahrhaben wollen.
      2 7 Melden
    • fcsg 15.10.2016 11:50
      Highlight Das ist ja eine schöne Geschichte und es tut mir leid, dass dieses Paradies zerstört wurde... aber die Ursache ist nicht der Freihandel, sondern die nationale Regierung, schlechte Umweltgesetzgebung etc. Ein Freihandelsabkommen wird niemandem aufgezwungen und hebelt auch nicht die nationale Gesetzgebung aus.
      1 6 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 12:10
      Highlight Och, rodolofo, Sie hat Ihnen sicher auch von schlechten Ernten, Hunger, der dürftigen medizinischer Versorgung, der mangelnden Schulbildung, Perspektivlosigkeiten und starren gesellschaflichen Strukturen erzählt. Das goldene Zeitalter, von dem Sie träumen, hat es leider nie gegeben.
      2 4 Melden
    • _kokolorix 15.10.2016 12:33
      Highlight Selbstverständlich wird TTIP für die EU kommen und die Schweiz steht in (geheimen) Verhandlungen ob sie auch gleich dort andocken kann. Darum werden wir wohl früher oder später darüber abstimmen.
      Das wir von Exporten abhängig sind ist auch nicht gottgegeben. Ob wir davon wirklich alle profitieren wage ich mal anzuzweifeln.
      Auf jeden Fall sind lokale Märkte wesentlich effizienter als globale. Viele Produkte die wir hier genau so gut herstellen könnten sind dreckblillig weil die Leute am anderen Ende der Welt gnadenlos ausgebeutet werden. Der ganz grosse Gewinn machen aber die Grosskonzerne
      1 0 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 14:43
      Highlight Ich will nichts idealisieren.
      Ich will darauf hinaus, dass die Zahlen, welche uns Ökonomen und Markt-Ideologen präsentieren, um mit diesen zu belegen, dass sich alles bestens in eine erfreuliche Richtung weiterentwickelt, von einem Wunschdenken geleitet sind!
      Dieses Wunschdenken wiederum verbindet sich mit der Tatsache, dass solche Leute selber von diesen Entwicklungen profitieren.
      Beiläufig und schulterzuckend erwähnen sie dann der Vollständigkeit halber, dass es da halt auch noch einige "Verlierer" gibt.
      Ziemlich viele Filipinos und unsere Umwelt, welche sich in Richtung Wüste "entwickelt".
      1 0 Melden
    • Ben88 15.10.2016 15:22
      Highlight Fretzman: Die Welt ist nicht schwarz weiss, das stimmt. Es gibt aber dazwischen immer weniger Graustufen.
      0 0 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 15:24
      Highlight Rodolofo: Auch unter den Ökonomen herrscht nicht Einmütigkeit, wie Sie vielleicht denken. Die Grundfrage ist ja die: Passen wir uns aktuellen Zuständen an und gestalten sie mit (Globalisierung, internationale Verflechtung, Digitalisierung etc.), oder verschliessen wir unsere Augen vor der Realität und hoffen darauf, dass bald alles vorbei ist wie ein böser Traum. Ich bin für das Erstere, denn diese Entwicklungen lassen sich nicht aufhalten. You gotta face reality!
      1 4 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 15:39
      Highlight Ja, damit kann und muss ich ja auch leben.
      Die menschliche Gesellschaft entwickelt sich insgesamt schon in die richtige Richtung, nach dem Motto "Learning by Doing", bzw. "Trial and Error".
      Unbedingt ändern müsste allerdings der Raubbau, der eine Folge des Wachstumszwangs ist, welcher wiederum auf der Abschöpfung von Zinsen auf ausgeliehenem Kapital beruht.
      Zins-Abschöpfung ist aber nichts anderes, als wenn einem Bienenvolk die Honigvorräte für den Winter weggenommen und durch spottbilligen Zuckersirup ersetzt werden.
      Die Bienen werden mit der Zeit geschwächt und anfällig für Krankheiten.
      1 2 Melden
    600
  • Hüendli 15.10.2016 08:40
    Highlight Dass man 'Sie' als Anrede gross schreibt, lernt man doch in der Primarschule? 😧 Bitte watson, führt einen Fehlermelde-Button ein, damit man solcherlei nicht in die Kommentare schreiben muss.
    37 18 Melden
    • Donald 15.10.2016 10:07
      Highlight Das hat man vermutlich vor 50 Jahren mal so gelernt...
      5 25 Melden
    • Raphael Bühlmann 15.10.2016 10:53
      Highlight Danke für den Input, habs korrigiert.
      4 5 Melden
    600
  • amore 15.10.2016 08:08
    Highlight Nach dieser Sendung ist für mich klar, ein solches Abkommen wäre wie Gift für das allgemeine Volk, die Tiere und die Umwelt.
    70 12 Melden
    600
  • pamayer 15.10.2016 02:50
    Highlight Was sich durch's Band abzeichnet ist, dass wenn bürgerliche, voran svp-lerInnen, mit Experten diskutieren, die svp-lerInnen weder das notwendige wissen für eine fundierte Diskussion, noch eine umsetzbare Strategie an den tag legen.
    Sie sind ignoranten, due nur poltern, diffamieren und verdrehen können.
    88 61 Melden
    • Moti_03 15.10.2016 08:08
      Highlight Bei allem Respekt, auch wenn man die svp nicht mag, Herr reimann wusste von was er sprach. Arena gar nicht geschaut? Noser und avenir Suisse sind ja mehr als überheblich. Klar kann sich der Noser Alles kaufen. Hat sich auch im primetower für 2 Millionen eine Wohnung gekauft.
      58 17 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 09:16
      Highlight Ich finde auch, dass Reihmann einige wichtige Dinge gesagt hat. Ausserdem ist er ein SVP'ler der umgänglicheren, sympathischen Sorte.
      Hingegen regte ich mich über den arroganten "Oberlehrer" von der FDP uns seine gelangweilt und überheblich von oben herab dozierende Vorlesung auf!
      Ergänzt wurde "der Chef" vom scheinraffiniert dauergrinsenden Lobbyisten von "Avenir Suisse" der den Anderen in bekannter Manier vorwarf, nur Schlagworte zu bringen.
      Selber wiederholte der Massanzug mit Krawatte nur immer wieder, wie viel Wohlstand und Arbeitsplätze die ganze Welt mit dem Freihandel erreicht hätten.
      52 12 Melden
    • Bob Alexander 15.10.2016 09:17
      Highlight US-Vize Biden hat das TTIP mit der Nato verglichen. Es soll Europa der US-Wirtschaftsvormacht und ihren Interessen unterstellen. Ruedi Noser zeigte dass ihm diese wirtschaftspolitische und wirtschaftsrechtliche Machtergreifung ganz recht ist. Es zeigt: Wer Sklave eines System ist schwimmt mit dem Strom (umsetzbare Strategie) und führt keine fundierten Diskussionen mehr. Die Ökonomen haben uns ja mit dem wohligen Konzept namens „Freier Markt“ ausgestattet. Es beschreibt keinen Teil der Realität, egal wo und wann, aber mit diesem Mantra kann man stets passend argumentieren oder alles ignorieren!
      33 1 Melden
    • rodolofo 15.10.2016 09:45
      Highlight @ Bob Alexander
      Tatsächlich kam es mir so vor, dass die beiden Geschäftsherren im Nadelstreifenanzug davon ausgehen, dass sie TTIP mit den üblichen Gebeten an den gepriesenen Mammon und seine wundervollen Segnungen des Konsums durchwinken können, während das Volk der Gläubigen mit Drohungen vor der ewigen Verdammnis und den Höllenqualen, verursacht durch Handelsbarrièren und staatliche Regulierung zum ängstlichen Kuschen gebracht wird.
      Doch die aufgeweckte und lebenslustige Tamara Funicello, sowie der bescheidene Bauer im Hintergrund störten ihre Kirchenruhe.
      Das Grinsen des Lobbyisten gefror.
      24 4 Melden
    • atomschlaf 15.10.2016 09:53
      Highlight @Moti_03: Seit wann gibt es im Primetower Wohnungen?
      Verbreitest Du hier Gerüchte?
      5 5 Melden
    • Ben88 15.10.2016 10:34
      Highlight Bob Alexander: das ist ein sehr guter Vergleich. Biden war schon oft erstaundlich ehrlich, vielleicht ohne es zu merken.

      Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.
      8 1 Melden
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  • Spooky 15.10.2016 01:21
    Highlight Mit mir selber haben diese Talking Heads in der Arena eigentlich nichts zu tun. Auf unserem Planeten gibt es nur entweder Gewinner oder Verlierer. Eric Ambler hat das in seinen Büchern bestens beschrieben. Aber wer kennt schon die guten Dichter? Jedenfalls nicht das Nobelpreiskomitee!
    19 54 Melden
    • kurt3 15.10.2016 09:55
      Highlight Genau , und Gölä hätte anstelle von Bob Dylan den Literaturnobelpreis bekommen sollen 😂
      18 3 Melden
    • Fretzman 15.10.2016 10:11
      Highlight Und ein Thrillerautor durchblickt die Komplexität weltwirtschaftlicher Zusammenhänge? Das ist wie wenn ein Historiker medizinische Diagnosen stellen würde.
      6 5 Melden
    • Spooky 15.10.2016 15:28
      Highlight @Fretzman
      Also, wenn schon musst du wenigstens den ganzen Wikipedia-Eintrag über Ambler lesen, nicht nur die ersten zwei Sätze.

      Und ausserdem: weltwirtschaftliche Zusammenhänge und Machtpolitik realistisch zu beschreiben - dazu eignet sich die Form des Thrillers am besten.
      2 0 Melden
    • Spooky 15.10.2016 17:18
      Highlight @kurt3
      Mit Gölä habe ich nichts zu tun. Ich höre nicht Radio. Habe nur seinen Spruch "I hätt nu viu blöder taa" vor langer Zeit entweder gehört oder gelesen. Nach seinem Interview im Sonntagsblick denke ich aber, dass Gölä nicht nu viu blöder tun kann, als er schon tut.
      0 1 Melden
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Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 141'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Paris 2015.

Zusammenfassung: Von den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2014 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Weltweit jedoch nimmt der Terrorismus seit 2005 zu – rund 80 Prozent aller Opfer sind Muslime.

Dem subjektiven Gefühl, dass sich Terroranschläge in Europa häufen, stehen die nackten Zahlen gegenüber, …

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