Schweiz

Falschmeldung zum türkischen Geiseltausch

Aargauer Terrorist noch immer in der Türkei inhaftiert

09.10.14, 09:40 09.10.14, 10:52

Cendrim R. bei einer Anhörung vor einem türkischen Gericht. Bild: screenshot

Entgegen Berichten von Beginn dieser Woche soll sich der gebürtige Kosovare Cendrim R. nach wie vor in der Türkei in Haft befinden. Der Times-Journalist John Simpson hatte am 6. Oktober getwittert, dass der Aargauer Teil eines Gefangenenaustauschs gewesen sei, den die Türkei mit dem Islamischen Staat vorgenommen haben soll. Dabei sollen 47 türkische Geiseln des IS im Tausch mit 180 IS-Milizionären freigelassen worden sein.

Inhalt des gelöschten Tweets: BREAKING: Turkey returned Qendrim R. to Isis, a Swiss resident & convicted terrorist who shot dead two Turkish soldiers & a policeman — John Simpson (@thejohnsimpson) 6. Oktober 2014

Wie der «Tages-Anzeiger» gestern berichtete, halten sich zwar die Vermutungen über einen Geiseltausch hartnäckig. Cendrim R. war aber laut der Zeitung nicht unter den ausgetauschten Geiseln. Der Tweet des englischen Journalisten wurde denn auch vom Genfer Center for Training and Analysis of Terrorism (GCTAT) als falsch deklariert. Mittlerweile hat Simpson den Tweet gelöscht.

Der 23-jährige kosovarische Staatsbürger befindet sich seit Ende März in der Türkei in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit Komplizen drei türkische Sicherheitsbeamte getötet zu haben. Aus dem Gefängnis heraus schreibt er seit geraumer Zeit Briefe an die kosovarische Botschaft in Ankara, mit der Bitte um Hilfe. (wst)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

CVP-Boss Pfister flirtet mit No Billag – und verärgert damit seine eigene Partei

Keine andere Partei gilt als so SRG-freundlich wie die CVP. Prominente Ausnahme: Präsident Gerhard Pfister. Auf Twitter provoziert er SRF-Chefredaktor Tristan Brenn heftig.

Wie ein Ritter in silberner Rüstung ist CVP-Nationalrat Martin Candinas stets zur Stelle, wenn es um die Verteidigung des medialen Service public geht. Für den nationalen Zusammenhalt sei eine starke SRG unerlässlich, betont er, wann immer Kritik an Schweizer Radio und Fernsehen laut wird.

Er ist in seiner Partei in guter Gesellschaft: Als der Nationalrat in der Herbstsession über die Initiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» – kurz No Billag – debattierte, meldete …

Artikel lesen