Schweiz

Reisende gehen am Bahnhof in Como (I) an campierenden Flüchtlingen vorbei. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Hunderte Eritreer stranden in Como und warten auf Weiterreise über die Schweiz nach Nordeuropa

05.08.16, 04:08 05.08.16, 09:56

Die Schweiz hat in der vergangenen Woche über 1100 illegal eingereiste Personen nach Italien zurückgeschickt, weil diese kein Asylgesuch stellen wollten. Das bekommt Como (I) zu spüren.

Am Bahnhof San Giovanni campieren hunderte Gestrandete unter freiem Himmel. Die meisten von ihnen seien Eritreer, die über die Schweiz als Transitland nach Nordeuropa gelangen wollen, erklärt der Chef der Caritas in Como, Roberto Bernasconi, gegenüber dem «Blick».

Hunderte Flüchtlinge stranden am Bahnhof von Como (I)

Seine Organisation habe eine Mensa eingerichtet, Duschen aufgestellt und Zelte für die Notleidenden errichtet, besonders für die Familien. Die Menschen wollten am Bahnhof bleiben, weil sie auf eine Gelegenheit hofften, weiterzukommen. «Doch die Menschen haben keine Chance. Die Schweiz kontrolliert hermetisch ihre Grenze.» (kad)

Deutsche Flüchtlingspolitik in der Kritik

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Bericht aus Como:

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Gelöschter Benutzer 05.08.2016 09:36
    Highlight Der Titel des Artikels ist völlig falsch. Diese "Flüchtlinge" wollen DURCH die Schweiz weiter nach Dänemark, Schweden, usw. reisen und kein Asyl in der Schweiz beantragen. So lautet die Information der Caritas.

    Wer auf der Flucht ist, stellt keine Forderungen, in welchem Land er gerne sein möchte und ist froh, wenn er ein Dach über dem Kopf hat und in Sicherheit ist. Wer jedoch aus wirtschaftlichen Gründen Asyl in Europa sucht, möchte natürllich lieber in ein Land wie z.B. Schweden. Die Schweiz handelt also absolut korrekt. Wer Asyl will, kann dies in der Schweiz oder Italien beantragen.
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    • Anna Rothenfluh 05.08.2016 09:59
      Highlight @Merida: Danke für deinen Hinweis, der Titel war in der Tat sehr unglücklich und falsch, er ist jetzt geändert.
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    • steinlin 05.08.2016 10:14
      Highlight Vielleicht, die Caritas ist dann genau die Organisation, die diese meist jungen Männer bei uns behält. Im übrigen, wer auf der Flucht ist, stellt keine Forderungen ? Nun das haben wir anders gesehen, sie sagen nicht nur das Land, sondern auch gleich wo genau sie hin wollen. Diese Menschen sind genau informiert wo und wieviel Sozialleistungen sie bekommen.
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    • Angelo C. 05.08.2016 14:46
      Highlight Der Titel gaukelt einfacheren Gemütern vor, dass alle Eritreer lediglich DURCH die Schweiz nach Nordeuropa reisen wollen, was sich wie ein schlechter Witz liest! Wo man doch genau weiss wie viele Abertausende dieser meist reinen Wirtschaftsflüchtlinge in der Schweiz starke Brückenköpfe errichtet haben und somit zum ganz grossen Teil keineswegs einen Transit, sondern ein Aufnahme- und Bleiberecht in der Schweiz anstreben. Sie sind ja nicht selten bereits in Italien registriert und unsere Grenzwacht will lediglich dem Schengenabkommen zur weiteren Gültigkeit verhelfen.

      Sandmännchentaktiken 😎!
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  • Einstein56 05.08.2016 09:24
    Highlight Aber hallo: Es gibt keinen einzigen Grund, diese Eritreer reinzulassen. Die wollen natürlich dann hier bleiben. So wie schon ihre Freunde hier sind. Wir akzeptieren als fast einziges Land die Dienstverweigerung als Asylgrund. Dass sie nur die Schweiz passieren wollen, ist ein Märchen, 100m von mir entfernt ist eine Asylunterkunft mit /0 Eritreern. Sie sind sympathisch, lieb und machen niemandem was. Leider sind sie am falschen Ort. Die jungen Männer gehören nach Hause, wo sie ihr Land aufbauen sollen.
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    • Beat Wuermli 05.08.2016 10:46
      Highlight Jene, die ein Asylgesuch stellen wollen, werden schon reingelassen. Aber das wollen sie nicht. Nur die Durchreise wird nicht erlaubt - verständlicherweise, die Deutschen hätten keine Freude.
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    • Fabio74 05.08.2016 22:00
      Highlight ich würde dort unten auch nichts aufbauen wollen, solange das Regime dort unten herrscht.
      Denke es ist einfach von hier aus zu sagen was die Leute zu tun haben.
      Wer keine Perspektive in seinem Leben sieht, wandert los, wie seit immer in der Geschichte.
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    • Einstein56 06.08.2016 22:40
      Highlight @ Fabio 74
      Wie ist eigentlich das Gefühl, am Morgen als wohl gut meinender aber doch etwas naiver Gutmensch aufzuwachen? Warst du auch schon mal weiter weg als Kreis 5?
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  • Adremos 05.08.2016 08:23
    Highlight @Watson Wieso publiziert ihr die Geschichte mit, wie aus dem darauf folgenden Text verständlich, falschem Titel ?

    Sind die paar zusätzlichen Klicks wirklich das weitere Schüren der Angst und Empörung wert?!?
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    • Anna Rothenfluh 05.08.2016 09:56
      Highlight @Adremos: du hast völlig recht, vielen Dank für den Hinweis. Der Titel ist geändert.
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  • LubiM 05.08.2016 06:53
    Highlight Titel = warten auf Einreise in die Schweiz
    Caritas = wollen durch die Schweiz

    Ich versteh nicht wieso die Schweiz das einzige Land fast ist, welches Konsequent die Regeln einhält und Flüchtlinge (welche meist durch die CH wollen) aufgreift, behält oder zurückschickt. Es wäre doch für alle Betiligte besser, man würde sie einfach durchwinken?
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    • Fabio74 05.08.2016 07:51
      Highlight Man sollte anstatt die Masse hin und her schieben sich einigen wie man vorgehen will. Und zwar Gesamt europäisch
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    • Butzdi 05.08.2016 07:56
      Highlight Sie kritisieren also, weil die Behörden sich an die Regeln halten? Es ist zudem bekannt, dass die Schweiz eines der wenigen Länder ist, welche Eritreern die angeben Dienstverweigerer zu sein, Asyl gewährt. Die Chancen einer Durchreise sind also klein und man reicht ein Problem auch nur weiter, also weshalb soll nun D, F oder A ebenfalls ihre Leute absorbieren müssen. Falls diese Personen dann in der Schweiz bleiben, wird die Caritas diese aufnehmen, finanzieren und integrieren - oder Sie?
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    • Amboss 05.08.2016 08:07
      Highlight @Luby:
      Für alle Beteiligten besser?
      Deutschland hätte bestimmt grosse Freude, wenn wir die Flüchtlinge einfach durchwinken.
      Und die Klagen über Flüchtlinge in unseren Zügen habe ich auch schon in den Ohren.

      Ich finde, die Schweiz handelt hier absolut korrekt: Diejenigen die ein Gesuch stellen wollen, dürfen dies, die anderen müssen retour.

      Dass die Südländer auf sich allein gestellt sind und eigentlich eine gerechte Verteilung der Flüchtling, also eine gesamteuropäische Lösung her müsst, wo ALLE mitziehen, ist ein anderes Thema
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    • The Writer Formerly Known as Peter 05.08.2016 08:13
      Highlight Man sollte generell aufhören zu meinen, in Europa die halbe Welt retten zu wollen.
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    • Amboss 05.08.2016 08:24
      Highlight @Gasser:
      Europa rettet die halbe Welt?
      Ist mir irgendwie entgangen. Wie meinst du das?

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    • Yolo 05.08.2016 08:48
      Highlight Die halbe Welt? Von den 62 Mio auf der Flucht (Zahlen von der UNO) kommt gerade einmal ein lächerliche Bruchteil nach Europa. o.O
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    • Dusel 05.08.2016 09:22
      Highlight Dann sollte Europa (inkl. die Schweiz) aber auch aufhören der restlichen halben Welt die Mittel zu liefern sich möglichst effizient die Köpfe einzuschlagen. Verteilt die Leute einfach entsprechend der Rüstungsexporte je Land...
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    • Beat Wuermli 05.08.2016 09:27
      Highlight Durchwinken also? Wenn die Italiener das machen, jammern die Schweizer. Aber selber darf man dann...
      @Butzdi, wenn die Eritreer in die Schweiz wollten, könnten sie ja ein Asylgesuch stellen. Tun sie aber nicht, darum müssen sie zurück nach Italien. Dienstverweigerer bekommen übrigens auch in allen anderen europäischen Staaten Asyl, und viele davon sind mittlerweile attraktiver als die Schweiz. Deshalb wollen so viele nur durchreisen.
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    • FrancoL 05.08.2016 09:35
      Highlight @Peter Gasser: Verraten Sie mir doch einfach was Italien mit diesen 1'100 Eritreern machen soll? Bitte nicht das Märchen Italien könne ja seine Grenzen zum Meer besser bewachen, dann hätte man (alle) kein Problem oder Italien solle die Eritreer zurückschaffen. Also nur bitte brauchbare Vorschläge.
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    • Firefly 05.08.2016 09:41
      Highlight Dann müssten wir konsequenterweise auch aufhören billige Ware und Rohstoffe aus der ganzen Welt zu konsumieren. Das ist die Globalisierung, man kann sich nicht immer nur die Vorteile verschaffen und die Nachteile aussperren. Entweder leben wir die Globalisierung mit all ihren Vor- und Nachteilen oder nicht, dann gäbe es dann aber auch kein Öl zum heizen und nur Kraut und Rüben zum essen.
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    • FrancoL 05.08.2016 10:38
      Highlight @Firefly; Ich gebe Ihnen teilweise recht. Wir müssen nur das "billig" streichen und einen vernünftigen Preis für die Waren und auch Leistungen bezahlen und es würde sich schon etliches bessern. Zudem sollten wir diesen Ländern auf die Beine helfen, denn grösstenteils haben wir deren Entwicklung soweit möglich gehemmt um eben diese "billigen" Produkte ernten zu können und den Profit in unseren Breitengraden zu generieren und zu nutzen. Dies ist dann die von vielen so "gehasste" Mitschuld. Aber sie ist nun mal da und wird heute noch weiter praktiziert.
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    • The Writer Formerly Known as Peter 05.08.2016 16:43
      Highlight Ich bin eben in St.Petersburg zu besuch und habe da über Tinder eine Frau kennengelernt. Wir waren gestern an einer Modeschau und diskutierten über die Situation in Europa. Komischerweise scheint man in Russland diesen "Helferkomplex" nicht zu haben... die können alle die Politik einer Merkel nicht verstehen. Natürlich sind Sie nicht immer einer Meinung mit Putin. Er ist aber auch der, der mit der Korruption und dem Sextoursimus hier aufräumt. Auch gab er Russland seinen Stolz zurück... @FrancoL: erklären muss ich nichts mehr. Wir haben bereits genügend diskutiert. Sie kennen meine Meinung.
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    • FrancoL 05.08.2016 18:39
      Highlight @Peter Gasser; Ich kenne Ihre Meinung und darum frage ich Sie was denn Italien mit den 1'100 Eritreer machen soll? Ist doch sonderbar dass Sie lockere Plattitüden in die Kommentarspalten stellen und dann auf ihre allseitig bekannte Meinung pochen. Neben damit sehe ich noch keine Lösung für die Flüchtlinge die übers Mittelmeer nach Europa kommen.
      Bezüglich Korruption, ja da sehe ich was Putin macht, scheint nicht viel zu sein und da spreche ich nicht den Dopingskandal an sondern zB die Schutzzölle die man heute immer noch brav bei Lieferung nach Russland abdrücken muss.
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    • Firefly 05.08.2016 22:04
      Highlight @Peter Gasser, ja das stimmt schon, was hat Russland schon je zur Enwicklung oder Versöhnung der Weltgemeinschaft beigetragen?
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    • Fabio74 05.08.2016 22:04
      Highlight @Peter Gasser: Schön was eine Russin denkt. Aber die Russen sollen zuerst mal vor der eigenen Türe wischen.
      Solange der Westen mittels Waffen und sonstigen Geschäfte, die Regimes finanziert, die die Menschen unterdrücken, solange gibt es Flüchtlinge.
      Leider fehlt die Solidarität in Europa. Italien oder Griechenland können nicht die ganze Last übernehmen.
      Die Osteuropäer wollen nicht, dort gehört dann halt finanziell was gestrichen.
      Aber wir lösen keine Probleme in dem wir die Leute rumschieben
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