Schweiz

Fitnesstrainerin tötet ihren Freund «Godzilla» mit 5 Schüssen: Heute steht sie vor Gericht

21.04.16, 06:19 21.04.16, 06:52

Fünfmal hat eine Frau auf ihren Freund geschossen. Zweimal drückte die Fitnesstrainerin dabei noch ab, als der Türsteher und Kampfsportler mit dem Übernamen «Godzilla» schon wehrlos am Boden lag. Heute Donnerstag steht die 35-jährige Schweizerin vor dem Obergericht Zürich.

Von der ersten Instanz, dem Bezirksgericht Zürich, wurde die Frau vor einem Jahr vergleichsweise mild bestraft: Das Gericht verurteilte sie zwar wegen vorsätzlicher Tötung, doch blieb es mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren auf dem gesetzlichen Minimum.

Die Fitnesstrainerin führte eine On-Off-Beziehung mit ihrem Freund. (Smbolbild)  bild: shuttertsock

Das Bezirksgericht ging damals von einer gewissen Notwehrsituation aus. Es sprach von einem Delikt «im Rahmen einer schwierigen Beziehung» und attestierte der Frau auch «eine gewisse Reue».

Die Frau tötete ihren Freund, mit dem sie gemäss Anklageschrift eine «On-Off-Beziehung» hatte, im November 2012 in dessen Wohnung in Zürich-Affoltern. Mit fünf Schüssen aus einer mitgebrachten Pistole brachte sie den Brasilianer um – aus Angst, wie sie vor dem Bezirksgericht im März 2015 sagte.

Keine Notwehr mehr

Die Staatsanwaltschaft forderte damals eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren wegen vorsätzlicher Tötung. Die Verteidigung machte hingegen geltend, dass es sich um gerechtfertigte Notwehr handelte, und plädierte entsprechend auf einen Freispruch.

Das Bezirksgericht gelangte aber zum Schluss, dass bei den beiden letzten Schüssen, als der Freund bereits bewusstlos am Boden lag, nicht mehr von Notwehr gesprochen werden kann. Alle Parteien zogen den Fall ans Obergericht weiter. (cma/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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  • Gelöschter Benutzer 21.04.2016 17:40
    Highlight Kompletter Freispruch. Wie krass ist das denn.
    Geht auch nur als Frau, dass man jemanden in dessen zu Hause aufsucht und ihn einfach mal mit 5 Kugeln straffrei hinrichten kann und sich noch als Opfer darstellen lässt.

    Umgekehrt hätte sicher kein Richter auf "Notwehrexzess" entschieden..Krank
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  • Asmodeus 21.04.2016 08:38
    Highlight Recht wenig Infos zum Tathergang.

    Gemäss Aussagen der Angeklagten hat er gekokst, auch schon gedroht sie umzubringen und hat sie daran gehindert seine Wohnung zu verlassen.

    Im Kampf greift sie nach der Knarre in ihrer Bauchtasche und schiesst 3 mal auf ihn bis er am Boden liegt. Dann noch zwei Mal (beim letzten Schuss in den Kopf) damit er liegen bleibt.


    Ich würde hier auch auf auf Notwehr plädieren. Wenn so ein Koloss (1.9m gross, 120 Kg reine Muskelmasse) auf Dich los geht und generell ein Gewaltproblem hat, dann schiesst Du so lange, bis er garantiert keine Gefahr mehr darstellt.
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    • AL:BM 21.04.2016 09:21
      Highlight Lesen sie im Gesetz nach. Es ist so lange Notwehr, bis der Angriff abgewehrt ist. Der Kopfschuss am Ende ist min. ein Notwehrexzess. Ich würde sogar sagen eine Hinrichtung.
      Klingt nach einem Fall von 'Arschlöcher unter sich'!
      Sorry für die Fäkalsprache!
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    • TobiWanKenobi 21.04.2016 09:24
      Highlight Zum Glück hatte sie gerade eine Knarre im Bauchtäschchen. Jus hast du wohl nicht studiert?
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    • Asmodeus 21.04.2016 09:30
      Highlight Und mit "garantiert keine Gefahr mehr darstellt" meine ich auch in Zukunft.


      Meine Cousine war vor X Jahren mit einem Kampfsportler und Ausbilder zufrieden. Er hat sie bedroht, herumgezerrt aber zum Glück nie geschlagen.

      Hätte er es aber gewollt... was hätte sie oder wir tun können?
      Anzeigen? Das würde ihn nur noch gefährlicher machen, selbst wenn er verurteilt würde, wäre er doppelt so gefährlich wenn er raus kommt.
      Verprügeln? Mit welcher Armee?

      In so einem Fall fühlt man sich wehrlos und sieht als einzige Möglichkeit nur diese "Gefahr" komplett aus der Welt zu schaffen.
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    • Asmodeus 21.04.2016 10:03
      Highlight Die Knarre in der Bauchtasche hatte sie, weil er sie früher schon bedroht hatte und sie Angst vor ihm hatte.

      Logischerweise wäre es intelligenter gewesen, wenn sie gar nicht erst bei ihm vorbei gegangen wäre. Aber ich erwarte nicht sonderlich viel rationales Verhalten von jemandem, der on/off-Beziehungen mit so nem Typen hat.

      Und Notwehrexzess ist das, worauf ich in erster Linie hinaus wollte.
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  • Calvin WatsoFF 21.04.2016 08:21
    Highlight 5 Schüsse : Notwehr ! wohl eher Kaltblütig.
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    • AL:BM 21.04.2016 09:22
      Highlight Die Anzahl macht dabei keinen Unterschied, eher wann sie diese abgab (als er schon am Boden lag)!
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  • Zeit_Genosse 21.04.2016 07:48
    Highlight Fitnesstrainerin tötet Türsteher (On-Off-Freund "Godzilla"). Das ist Journalismus.
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  • Gelöschter Benutzer 21.04.2016 07:15
    Highlight Godzilla kann man doch gar nicht töten. Das versuchen die Japaner nun seit 62 Jahren. Oo
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  • Human 21.04.2016 06:31
    Highlight Aber wenn man eine Waffe mitbringt dann ist dann erfüllt das doch ein Mordmerkmal, mindestens vorsätzliche Tötung aber wie man da auf Notwehr plädieren kann...
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    • AL:BM 21.04.2016 09:25
      Highlight Die Waffe hat auf den Umstand der Notwehr keinen Einfluss.
      Es deutet nur auf eine MÖGLICHE Planung der Tat hin. Vielleicht wollte sie aber auch eine Aussprache und sich dabei schützen.
      Wir wissen es nicht.
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    • Asmodeus 21.04.2016 10:04
      Highlight Gemäss ausführlicheren Berichten ist es das was AL:BM sagte.
      Sie gibt an, sie hätte Angst vor ihm gehabt und die Knarre als Selbstschutz mitgenommen.
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    • Human 21.04.2016 10:28
      Highlight Wenn ich Angst habe vor jemandem treffe ich mich doch entweder mit der Person nicht oder tue dies an einem öffentlichen Ort ... ich halte das für eine dämliche Ausrede zum Selbstschutz, ein Pfefferspray ist Selbstschutz aber keine Waffe die bei Gebrauch tötet... Finde diese Argumentation des Veteidigers sehr schwammig
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