Schweiz

Fast jeder dritte verurteilte Vergewaltiger bleibt auf freiem Fuss

Publiziert: 09.10.16, 02:10 Aktualisiert: 09.10.16, 10:21

«Für die erste Vergewaltigung gibt es keinen Knast». Oder: «Sexuelle Gewalt bleibt in vielen Fällen ein Kavaliersdelikt». Diese Schlüsse lassen sich ziehen nach einem Blick in das Schweizer Strafregister.

Der mutmassliche Vergewaltiger von Adeline vor Gericht war ein Wiederholungstäter. Bild: KEYSTONE

2015 wurden hierzulande 82 Vergewaltiger rechtskräftig verurteilt, wie die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf eine Auswertung des Bundesamts für Statistik (BFS) schreibt. Von den 82 Personen kamen 26 Täter mit einer bedingten Strafe davon – fast jeder dritte rechtskräftig verurteilte Vergewaltiger bleibt auf freiem Fuss.

Auch über einen längeren Zeitraum betrachtet bleibt dieser Anteil konstant: Seit 2006 wurden 1155 Vergewaltigungen ins Strafregister eingetragen – 327 Täter erhielten eine bedingte Strafe und waren demnach nach dem Urteil auf freiem Fuss. Möglich sind bedingte Strafen bei Freiheitsstrafen von maximal zwei Jahren.

Opferhilfe-Organisationen kritisieren dieses Vorgehen. Tina Krüger von der Opferberatung des Kantons St.Gallen wird in der Zeitung mit den Worten zitiert, dass bei der gegenwärtigen Strafpraxis sexuelle Gewalt «in vielen Fällen ein Kavaliersdelikt» bleibe.

Europaweit am mildesten

Opferhilfe-Anwalt Carlo Häfeli spricht von einem «krassen Missverhältnis» in der Wertschätzung der verschiedenen Rechtsgüter. «Es gibt Täter, die lachen einem nach einem solchen Urteil ins Gesicht.»

In dieser Woche sorgte die Aussage eines Häftlings aus Genf für Aufsehen, der sich bei einem Mordprozess selbst erstaunt zeigte über die milde Strafe, die er nach einer Vergewaltigung erhielt. Laut dem Kriminologen Martin Killias ist die Schweiz mit ihren relativ vielen bedingten Strafen ein «Sonderfall» in Europa. (kad)

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51 Kommentare anzeigen
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  • stadtzuercher 09.10.2016 19:50
    Highlight Strafen für Vergewaltigungen müssen schlicht mit jenen der böswilligen Falschbeschuldigungen korrespondieren. Zudem muss entgegen der Propaganda feministischer Kreise ganz klar das Prinzip der Unschuldsvermutung gelten. Dann ist die Rechtsstaatlichkeit gewahrt.
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  • Karl33 09.10.2016 16:02
    Highlight Ich schätze, bei den Falschanschuldigungen von Vergewaltigungen dürfte nicht eine einzige Person im Gefängnis gelandet sein. Auch quantitativ dürfte die Menge der Falschanschuldigungen mit 80 pro Jahr locker mithalten können.
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    • Dooznelda 09.10.2016 21:44
      Highlight @Karl33

      Ich schätze.......es dürfte...

      ........der Fall sein dass Sie zu den Männern zählen die das Gefühl haben sich für
      ihr ganzes Geschlecht rechtfertigen zu müssen.
      Wieso?
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  • schoggifresser@gmail.com 09.10.2016 15:23
    Highlight Jetzt mal unabhängig von zuwenig Strafe für Vergewaltiger usw.
    Was ich nie verstehen werde ist, wie MANN Sex, einen Ständer, einen Orgasmus haben kann, wenn Frau ANGST hat, wenn Frau WEINT, wenn Frau ZITTERT!!??
    Geil sein ist das eine, worauf auch immer das ist, kann ich es verstehen, aber jemand zu Vergewaltigen und daran Freude zu haben, muss doch mit einem GEWALTIGEN 'Defizit" verbunden sein......
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  • Kabeljau 09.10.2016 15:09
    Highlight Bleibem wir mal sachlich bitte. An alle die ein schärferes Gesetz wollen: der Richter hat einen grossen Spielraum, also müsst ihr IHN verurteilen (wie das geht zeigt die SVP)!
    Wenn nun der Richter denkt das Gefängnis nicht gut sei, dann waren die mildernden Umstände sehr hoch ( oder sind Richter heimlich alle freunde von Vergewaltigern?).
    Ein guter Artikel von watson wäre toll! Was sind die Gründe für die milden strafen? Wie hoch hat die anklage die strafe überhaupt gefordert???
    Etc. Etc.
    Also watson, zeigt dass ihr anders seit, als der klassische Boulevard.
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  • tzhkuda7 09.10.2016 14:42
    Highlight Wäre an der Zeit die Normen des StGB gewaltig heraufzusetzen.
    Verurteilte Vergewaltiger sind in jedem Falle mit mindestens 2, maximal 10 Jahren zu verurteilen. Im Widerholungsfall 1x Lebenslänglich.
    9 9 Melden
    • Karl33 09.10.2016 16:03
      Highlight Dann wären aber die Strafen für Falschanschuldigungen auf dasselbe Strafmass zu setzen. Ein Rechtssystem muss in sich ausgeglichen und fair sein, sonst wirds zur Willkürjustiz.
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  • MR .Z 09.10.2016 13:24
    Highlight Das ist ganz normal in der schweiz genau das gleiche gilt für pädophile
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  • Pingune 09.10.2016 12:58
    Highlight Irgendwie lachhaft.
    Da rauft sich Frau auf, das ganze Elend nochmals zu durchleuchten, den ganzen Fall gerichtlich aufzurollen und dann darf sie zusehen, wie ihr Peiniger "ohne weiteres" davon kommt.
    Klar gibt es Falschanzeigen, ist es schwierig, wenn Aussage gegen Aussage steht.
    Aber verdammi nonemole. Do gets e Prozess, Opfer bekunnt recht u de gets echli verbales Fuditätschli für de Typ.
    (Vo mangelnder Opferhilf, fömr jetzt nöd ah)

    Und da fragt man sich, warum die Dunkelziffer so hoch ist?
    40 6 Melden
    • Karl33 09.10.2016 16:04
      Highlight Und wie wird eine Falschanschuldigung bestraft? Da gibts nicht mal ein verbales Fuditäschli, im Gegenteil, die Täterin wird noch bejubelt.
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  • Sageits 09.10.2016 10:30
    Highlight Eine solche Gerichtspraxis ist für Vergewaltigungsopfer keine Ermutigung die Tat anzuzeigen.
    Im Vergleich zu den zusätzlichen Strapazen und ev. Demütigungen, die ein solcher Prozess für die Opfer mit sich bringt, scheint mir die Strafe für Ersttäter zu milde. Keinen Tag Gefängnis, der Job kann behalten werden und der soziale Status gegen aussen bleibt intakt. Das soll nun Gerechtigkeit sein?
    Da steigt in mir Zynismus hoch und ich kann mich des Gedankens nicht verschliessen, dass dies für den Staat die billigste Lösung ist. Auch hier scheint die Wirtschaftlichkeit zu gewinnen☹️
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  • _kokolorix 09.10.2016 10:27
    Highlight Der Artikel bleibt mal wieder auf halber Strecke hängen.
    Wesentlich wäre doch wieviele der bedingt verurteilten denn rückfällig werden. Ist diese Anzahl sehr klein, dann ist meiner Ansicht nach die Praxis gerechtfertigt.
    Also, liebes Watson Team. Klemmt euch doch einmal dahinter und schreibt einen wirklich guten Artikel über das Thema.
    53 71 Melden
    • Charlie Brown 09.10.2016 16:01
      Highlight Wie jetzt? Frei nach dem Motto einmal ist keinmal? Verstehe ich jetzt grad nicht... Würde das auch für Mörder gelten?
      4 3 Melden
    • _kokolorix 09.10.2016 17:25
      Highlight Auch eine bedingte Gefängnisstrafe ist eine Strafe. Leistet sich der Verurteilte während der Bewährungsfrist auch nur das kleinste Vergehen muss er die Strafe verbüssen. Bleibt er sauber, könnte man meinen er hat was gelernt und der Staat hat einen haufen Geld gespart
      1 9 Melden
    • Charlie Brown 09.10.2016 17:38
      Highlight Nur sind die Folgen für das Opfer leider bedingungslos. Aber hey, lassen wir solche kranken Typen mal im Sinne eines Feldversuches frei rumlaufen. Wir können sie ja immernoch nach der zweiten Vergewaltigung wegsperren. Dann lohnt es sich wenigstens finanziell. WTF? Mit der Argumentation zementierst du die Aussage, die erste Vergewaltigung gibts umsonst.
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  • Kronrod 09.10.2016 10:09
    Highlight Das Problem hier ist, dass oft Aussage gegen Aussage steht. Das heisst, ein Richter muss stets das Risiko im Auge behalten, dass er mit einer Verurteilung einem Unschuldigen das Leben ruinieren könnte - keine einfache Situation. Selbst wenn ein Richter 90% sicher ist, heisst das, dass er jeden zehnten unschuldig verurteilt. Das ist das Dilemma.
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    • Macke 09.10.2016 10:31
      Highlight Hier gehts aber um die Verurteilten und um die Strafen, die die Verurteilten erhalten, nicht um die Verurteilungsrate.
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    • satyros 09.10.2016 11:06
      Highlight Wenn der Richter nur zu 90% sicher ist, muss er freisprechen.
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    • Karl33 09.10.2016 16:07
      Highlight Satyros, tut er aber nicht. Der öffentliche Druck auf die Rechtssprechung ist so gross, dass im Zweifelsfall der Beschuldigte verturteilt wird, sondern der Frau geglaubt wird. Und wenn doch, dann wird in den Medien der falschbeschuldigte Mann sozial gelyncht. Siehe Spiess Hägglin und viele andere Fälle.
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  • simply smarter 09.10.2016 09:54
    Highlight Das Strafrecht ist hierzulande generell bei Delikten gegen Leib und Leben, aber auch bei Eigentumsdelikten, wie z.B. Einbruchdiebstahl viel zu mild. Daher ist die Schweiz auch für Kriminaltouristen so attraktiv.
    Ein krasser und stossender Gegensatz zu der oft unverhältnismässigen Härte bei Drogenkonsumenten und im Strassenverkehr.
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    • _kokolorix 09.10.2016 10:36
      Highlight Die Härte der Strafe ist fast völlig irrelevant, wie die Staaten mit ausgeprägter Rachejustiz belegen. Selbst die häufige Anwendung der Todesstrafe führte in den USA nicht zu weniger Gewaltdelikten.
      Oder als etwas näheres Beispiel, trotz der exorbitanten Strafen wird in der Schweiz täglich tausende male (viel) zu schnell gefahren.
      Wesentlich ist aber die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden. Die ist bei Vergewaltigung wie bei häuslicher Gewalt und zu schnell Fahren verschwindend gering. Die allermeisten Missetaten erscheinen in keiner Statistik, da sie nie zur Anzeige gelangen
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    • deleted_200316475 09.10.2016 12:37
      Highlight @kokolorix

      In der Justiz geht es nur um die Rechtssprechung, bzw darum Gerechtigkeit wiederherzustellen, wie es der Name schon sagt.

      Es geht nicht darum, Straftaten zu verhindern, ihnen vorzubeugen und eine Strafe soll und darf auch nicht als Ziel haben abschreckend zu wirken, sondern nur Gerechtigkeit, soweit möglich wiederherzustellen.

      Eine Bestrafung oder ein Verbot ist imho nie sinnvoll oder zielführend, aber darum geht es in der Justiz auch nicht.
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    • atomschlaf 09.10.2016 12:38
      Highlight @_kokolorix: Die Kontrolldichte ist wohl nirgends auf der Welt so hoch wie auf Schweizer Strassen.
      Die Wahrscheinlichkeit, beim Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit erwischt zu werden ist jedenfalls keineswegs gering, sondern erheblich.

      Hinzu kommt, dass Dein Vergleich hinkt. Beim Schnellfahren ohne Unfallfolge kommt niemand zu Schaden, bei häuslicher Gewalt oder Vergewaltigung dagegen sehr wohl.
      Eine Vergewaltigung mit der Missachtung einer Geschwindigkeitsbeschränkung gleichzusetzen, ist eine geradezu widerliche Verharmlosung von Vergewaltigungen!
      25 12 Melden
    • Martiis 09.10.2016 13:20
      Highlight PLOMaha90, wo hast du das denn her? Unser Strafrecht verfolgt beide Ziele. D.h. sowohl Vergeltung als auch Abschreckung/Prävention.
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    • trio 09.10.2016 13:53
      Highlight @atomschlaf die wahrscheinlichkeit beim zu schnell fahren erwischt zu werden ist immer noch zu klein, genauso wie die Chance hart bestraft zu werden beim Vergewaltigen auch zu klein ist.
      Ausserdem hinkt dein Erklärungsversuch! Beim drohen von häuslicher Gewalt wird auch niemand verletzt, analog zum Rasen. Das ist sehr wohl ein korrekter Vergleich! Beides ist strafbar und sollte bestraft werden.
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    • _kokolorix 09.10.2016 14:13
      Highlight @plo
      Natürlich soll es das Ziel sein, das Strafen abschreckend wirken. Wie soll die Gerechtigkeit hergestellt sein wenn der Täter eine lächerliche Busse zahlt? Oder zu einer bedingten Gefangnisstrafe verurteilt wird?
      Die Gerechtigkeit wird mit Rückerstattung der Deliktsumme, bzw. einer Genugtuung widerhergestellt. Bei Vergewaltigung habe ich noch nie von einer Genugtuung gehört (warum eigentlich?), dort geht es offenbar nicht um Gerechtigkeit. Die Strafe selbst dient ausschliesslich der Abschreckung
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    • Martiis 09.10.2016 14:36
      Highlight Kokolorix, das stimmt auch nicht. Es ja nicht so, dass sich Abschreckung und Wiederherstellung der Gerechtigkeit ausschließen. Eine Gefängnisstrafe schreckt sowohl mögliche Täter ab, ist aber auch eine Art "Vergeltung" für das Opfer. Genugtuungen sind übrigens auch bei Sexualdelikten möglich. Das ist aber dann nochmals ein anderes Thema bzw. eigentlich keine Frage des Strafrechts.
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  • zwan33 09.10.2016 09:47
    Highlight Das wird daher kommen, weil in unserem Rechtssystem jeder Fall für sich betrachtet wird. Ein Richter beurteilt bei der Strafbemessung den "Erfolg" der Tat (eine versuchte Vergewaltigung fällt in dieselbe Kategorie, wird aber milder bewertet), die Schwere der Tat und ganz wichtig nach unserem StGB die Erfolgsaussichten (Alter, Reue, Reintegration, Wiederholungsgefahr etc.) des Täters. Das StGB sieht dann eine Strafe von 1-10J vor und JEDE Strafe unter 2J muss bedingt ausgesprochen werden. Ich schlage vor, über die Fälle mit bedingten Strafen zu recherchieren und sich selber ein Bild zu machen.
    15 11 Melden
    • atomschlaf 09.10.2016 12:42
      Highlight Da stellt sich die Frage, weshalb in anderen Rechtsbereichen jeder Fall für sich betrachtet wird, wo man im Strassenverkehrsrecht genau den umgekehrten Weg geht.
      Dort wurde nicht erst mit "Via Sicura" sondern schon früher mit dem "Kaskadensystem" diese Möglichkeit stark eingeschränkt.
      10 4 Melden
    • trio 09.10.2016 13:58
      Highlight @atomschlaf das hat wohl wirtschaftliche und auch praktische Gründe. Grundsätzlich sind Fälle im Strassenverkehrsrecht eher einfach, darum wurde wohl dieser Weg gewählt. Was nicht unbedingt bedeutet, dass es korrekt ist. Aber wie überall, die wirtschaftlichkeit steht (fast) über allem.
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  • dieleiseStimme 09.10.2016 09:42
    Highlight Unser Justizsystem scheint mir mehr und mehr den Durchschnittsbürger - der sich eben manchmal nicht ganz gesellschaftskonform verhält - zu gängeln mit der Begründung; es hätte ja sein können dass. Hingegen werden Menschen die tatsächlich - mit Vorsatz, ihre soziale oder körperliche Überlegenheit nutzend - ihren Mitmenschen Schaden zufügen scheinbar nicht gleich hart angegangen.
    Ein gewisses - eher kleines - Risiko in kauf zu nehmen, oder jemandem mit Vorsatz psychisch/physisch zu schaden sind doch zwei erheblich unterschiedliche Dinge. Die sollte auch im Strafmass sichtbar sein.
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  • Erasmus von Ottendamm 09.10.2016 09:37
    Highlight So jetzt dürfen wir wieder das Wort "Kuscheljustiz" verwenden.
    Vermutlich gibt es andere Delikte (nicht einmal Offizial-), welche im gleichem Masse bestraft werden.
    Ich persönlich kenne ein paar Frauen, welche das durchlebt haben. Wie schlimm es für die wohl ist so etwas lesen oder -in konkreten Fällen- im Gericht erleben zu müssen.
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  • Martina Heyer 09.10.2016 09:21
    Highlight Das ist ein Skandal! Die Frauen sind lebenslang traumatisiert. Für diese Verbrecher denen die Vergewaltigung ja nachgewiesen wurde wirkt eine bedingte Strafe wie eine positive Verstärkung. Die Richter sollte man wegen Strafvereitelung im Amt anzeigen.
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  • ojama 09.10.2016 09:14
    Highlight Hier wird aber nicht erörtert was die tathergänge waren. Ob dies nun alles Vergewaltigungen mit entführung, schlägen und penetration oder doch "nur" sexualdelikte wie den hintern anfassen. (sorry aber für letzteres kann ich niemanden ins gefängnis schmeissen.) Es mag sein, dass unser gesetz zu milde ist, aber aus diesem artikel lässt sich das nicht schliessen.
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    • Martiis 09.10.2016 10:33
      Highlight Es steht doch ganz klar, dass es um Vergewaltigungen geht. Nur den Hintern anfassen gehört da logischerweise nicht dazu.
      49 7 Melden
    • Macke 09.10.2016 10:35
      Highlight Laut juristischer Definition ist eine Vergewaltigung eine nicht-gewollte vaginale Penetration. Somit haben alle, die wegen Vergewaltigung verurteilt werden, im Minimum eine Frau gegen deren Willen penetriert.
      48 5 Melden
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  • Einstein56 09.10.2016 09:11
    Highlight Für einmal nicht linke Kuscheljustiz sondern rechte Verharmlosung.
    19 28 Melden
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  • l'aglia 09.10.2016 08:45
    Highlight Die Unverhältnismässigkeiten im Schweizer Rechtssystem sind unglaublich. Als Autofahrer kann einem sein Eigentum weggenommen und veräussert werden, aber bei körperlicher Gewalt und Angriffen auf Leib und Seele bekommt man einen Klaps auf die Hand und ein "lass dich beim nächsten Mal nicht erwischen". Die Schweiz als Rechtsstaat ist lächerlich und nicht ernstzunehmend.
    46 10 Melden
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  • Farfallina70 09.10.2016 08:40
    Highlight So tragisch. Und nichts ändert sich.
    23 7 Melden
    600
  • N. Y. P. 09.10.2016 08:36
    Highlight Urteil für einen Angeklagten aus Erlenbach / Zollikon / Stäfa : Bedingt
    Urteil für einen Angeklagten aus woanders : Knast
    Kann mir gut vorstellen, dass der sogenannte Hintergrund eine Rolle spielt.
    Hast du Kohle, hast du einen Spitzenanwalt.
    21 19 Melden
    • Echo der Zeit 09.10.2016 12:48
      Highlight Das entspricht Leider der Wahrheit - es gibt Fälle wo das exakt so ist.
      9 4 Melden
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  • Garfield 09.10.2016 08:31
    Highlight Das ist schrecklich. Die Dunkelziffer für solche Verbrechen ist sehr hoch (es gibt wohl kaum nur 83 Vergewaltigungen/Jahr in der Schweiz). Viele machen nicht einmal eine Anzeige - scheint ja offensichtlich nichts zu bringen, wenn sogar bei bewiesenen Taten nur bedingte Strafen ausgesprochen werden.
    Es sollten besser sehr harte Strafen verhängt werden (Signalwirkung).
    31 9 Melden
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  • deleted_420198696 09.10.2016 08:20
    Highlight Ich fasse für die Maskulisten zusammen:
    - das ist nur gerecht
    - Frauen müssen aus der Opferrolle rauskommen
    - Männer sind die wahren Opfer
    - die meisten Vergewaltigungsanzeigen sind Lügen
    - es sind Hassdelikte von der Ex
    - es ist fair, weil Frauen nicht ins Militär müssen
    - sie sind selbst schuld, wenn sie Männer reizen
    - diese kranken Emanzen übertreiben immer
    - vorher wollte sie auch, nachher wars Vergewaltigung
    - man darf nicht über diese Pseudoopfer reden
    - man muss über Falschanschuldigungen reden. Die sind wichtiger als echte. Denn dadurch werden Männerleben zerstört. Frauen sind egal.
    33 54 Melden
    • Charlie Brown 09.10.2016 10:20
      Highlight Schon lange nicht mehr so viel quatsch auf so wenig Zeilen gelesen.
      35 16 Melden
    • _kokolorix 09.10.2016 10:45
      Highlight Deine Darstellung ist arg Verkürzt. Auch wenn das von dir beschriebene Gedankengut tatsächlich in bedenklich vielen Männerköpfen herumgeistert.
      Du blendest vollkommen aus, dass Frauen nicht per se einfach besser sind als Männer. Ungerechtfertigte Anschuldigungen wegen Vergewaltigung sind leider nicht gerade selten und können einen Mann genauso zerstören wie eine Frau deren echte Vergewaltigung nicht ernst genommen wird.
      Beim Beobachten des Scheidungsverhaltens in meiner Bekanntschaft kann ich auch von weiblicher Seite her viele hasserfüllte Racheakte beobachten
      28 7 Melden
    • deleted_420198696 09.10.2016 11:01
      Highlight Weil du Sarkasmus nicht verstehst. Du hast den falschen Nick, Charlie Brown :-)
      16 20 Melden
    • deleted_420198696 09.10.2016 11:02
      Highlight Et voila ... schon geht's los.
      Was wohl in diesen Köpfen vorgeht, die so tun, als hätte jemand etwas gesagt, was er nicht gesagt hat?
      Wann, kokolorix, hab ich jemals behauptet, Frauen wären die besseren Menschen oder würden nie lügen?
      13 17 Melden
    • _kokolorix 09.10.2016 14:20
      Highlight Deine beissend sarkastischen Aussagen verurteilen nur Männer, ich als Mann empfinde das so, dass offenbar Frauen in dieser beziehung nie was falsch machen. Ausserdem habe ich nicht behauptet, dass du sowas geschrieben hast, sondern nur das du das ausgeblendet hast. Ein feiner, kleiner Unterschied
      4 3 Melden
    • Charlie Brown 09.10.2016 15:58
      Highlight Ich scheine nicht ganz alleine zu sein mit meinem Unverständnis deines "Sarkasmus".

      Für mich als schwer von Begriff: Was willst du denn effektiv genau aussagen? So im Klartext? Ich mag mich nicht mehr auf Interpretationen einlassen.
      0 3 Melden
    • deleted_420198696 09.10.2016 18:05
      Highlight kokolorix
      Dann besorg mal einen Artikel zum Thema Männer und du wirst hören, wie ich auch dort Partei für die Opfer und gegen die Täter ergreife!
      2 1 Melden
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  • eysd 09.10.2016 03:20
    Highlight ....man weiss darüber Bescheid und bemängelt lange diese "Mildheit". Ändern scheint sich aber nichts. Zu wessen Gunst ändert sich die Situation nicht und wie dient die Justiz dem Volk damit?! Es geht mir nicht um Strafen sondern um Schutz möglicher Opfer und das könnten wir alle sein.
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Attacke auf Schwarzen: Drei Zürcher Polizisten nun wegen Gefährdung des Lebens angeklagt

Überraschung im Prozess gegen die drei Zürcher Stadtpolizisten, die den dunkelhäutigen Wilson A. brutal zusammengeschlagen haben sollen: Dem Antrag des Anwalts, die Anklage zu erweitern, wurde gefolgt – die drei Polizisten müssen sich nun wegen Gefährdung des Lebens verantworten. Pikant: Ein höheres Strafmass brauchen sie dennoch nicht zu befürchten.

Drei Zürcher Stadtpolizisten sollen den dunkelhäutigen Wilson A. bei einer Personenkontrolle brutal zusammengeschlagen haben – so brutal, dass die Anklage nun von einer Gefährdung des Lebens ausgeht. 

Die ausführliche Geschichte zum Fall Wilson A. gibt's hier:

Das ist neu. Ende November, sieben Jahre nach dem Ereignis, standen die drei Polizisten lediglich noch wegen einfacher Körperverletzung, die allerdings verjährt ist, und Amtsmissbrauchs vor Gericht.

Doch während des Prozesses kam es …

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