Schweiz

Ein Helikopter des Super Puma Display Teams während der Air14 am 25. August 2014 in Payerne. Bild: KEYSTONE

Flugshow der Luftwaffe im Verkehrshaus Luzern nach tödlichen Abstürzen abgesagt

Publiziert: 04.10.16, 16:04 Aktualisiert: 04.10.16, 16:38

Nach den zwei Abstürzen einer F/A 18 und eines Super-Puma-Helikopters innerhalb von vier Wochen hat Korpskommandant Aldo Schellenberg die Darbietungen der Schweizer Luftwaffe an den «Air&Space Days» des Verkehrshauses Luzern abgesagt. Die Flugshow hätte am kommenden Samstag stattfinden sollen.

Aus Rücksicht gegenüber den drei tödlich verunglückten Piloten finde die Show des PC-7 Teams, des Super Puma Display Teams und der Fallschirmaufklärer nicht statt, teilte das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag mit. Der Entscheid sei mit VBS-Chef Guy Parmelin abgesprochen worden.

Helikopter-Absturz am Gotthard

Auch Fliegerschiessen abgesagt

Die Absage habe keinen Einfluss auf die Veranstaltungen des Verkehrshauses der Schweiz. Zuvor hatte das VBS bereits das Fliegerschiessen auf der Axalp abgesagt, das am 12. und 13. Oktober hätte stattfinden sollen. Auch das mit der Fliegerdemonstration verbundene Trainingsschiessen wurde annulliert.

Letzte Woche war ein Super-Puma der Luftwaffe in der Nähe des Gotthard-Hospizes abgestürzt. Beide Piloten kamen dabei ums Leben. Vor Monatsfrist war ein Kampfjet vom Typ F/A-18 im Sustengebiet auf einem Trainingsflug in der Nähe des Gipfels Hinter Tierberg zerschellt. (whr/sda)

Die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre

Hol dir die catson-App!

Deine Katze würde catson 5 Sterne geben – wenn sie Daumen hätte.
0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Keine Gegengeschäfte beim Kampfjet-Kauf? Parmelin sticht in ein Wespennest

Bundesrat und Verteidigungsminister Guy Parmelin überlegt sich, beim Rüstungskauf auf teure Gegengeschäfte zu verzichten. Mit dieser Idee stösst er allerdings auf heftigen Widerstand.

Verteidigungsminister Guy Parmelin mischt das althergebrachte helvetische Rüstungsprozedere samt dessen Hauptdarsteller tüchtig auf. Nicht nur, indem er das aus dem Ruder laufende Luftabwehrprojekt Bodluv im Frühling kurzerhand sistierte.

Der Waadtländer scheint bereit, auch andere Tabubrüche zu begehen. So denkt er laut darüber nach, beim nächsten Kampfjetkauf auf Gegengeschäfte zu verzichten. Im Interview mit der «Nordwestschweiz» sagte Parmelin letzte Woche: «Deutschland etwa macht …

Artikel lesen