Schweiz

Grosse Namenvielfalt innerhalb eines Klingelbretts eines Hochhauses. (Symbolbild) bild: keystone

Familie Radosavljević will neu Huber heissen – wie eine Familie aus Schwyz ihren Namen ändern wollte

Publiziert: 04.10.16, 09:01

fabio vonarburg / aargauer zeitung

Den Familiennamen erben wir, den Vornamen diktieren uns unsere Eltern. Als es darum ging, wie wir für die Dauer unseres Lebens heissen, hatten wir kein Mitspracherecht. Unser Name wurde uns aufgedrängt. Ihn zu ändern, ist schwierig, aber seit dem 1. Januar 2013 ist dies zumindest einfacher geworden.

Das Parlament hat die Tür zu einem neuen Namen einen weiteren Spalt weit geöffnet, als es beschloss, dass zukünftig nicht mehr «wichtige», sondern nur noch «achtenswerte» Gründe für eine Namensänderung nötig sind. Durch die neu entstandene Lücke versuchen auch einige zu schlüpfen, an die beim Gesetzesentwurf gar nicht gedacht wurde. So die Familie Radosavljević* aus dem Kanton Schwyz.

Von Radosavljević zu Huber

Das Ehepaar mit zwei Kindern reichte im Juli 2013 beim kantonalen Departement des Innern den Antrag ein, ihren Namen zu ändern – ihn «einzuschweizern». Die vierköpfige Familie wollte künftig nicht mehr Radosavljević heissen, sondern Huber. Zudem beantragte der Ehemann auch die Änderung seines Vornamens. Sprich: Aus Milovan Radosavljević sollte Robert Huber werden. Mit diesem Schritt wollte die Familie nach der Einbürgerung im Jahr zuvor den nächsten Schritt machen – ihre Integration «abrunden».

Hat die Gesetzesänderung die Erfolgschancen für Familien wie die Radosavljevics erhöht? Die zuständigen Stellen der Kantone Bern und Baselland bejahen die Frage.

Sabine Menge, Leiterin Aufsicht Zivilstandswesen des Kantons Baselland: «Die Änderungen von ausländischen Familiennamen aufgrund von empfundenen Diskriminierungen werden vermehrt bewilligt.» Vielfach stehe dabei aber nur eine Vereinfachung des Namens im Raum, präzisiert Sabine Menge. So werden etwa einzelne Buchstaben weggelassen. «Zu einer Helvetisierung des Namens kommt es nur in ganz seltenen Fällen.»

Ein solcher Antrag wurde im Kanton Appenzell Innerrhoden 2013 bewilligt, dabei ging es aber um eine Vornamensänderung. Ein kürzlich eingebürgerter Mann mit türkischem Namen wollte neu Alex heissen. Ein Sonderfall, sagt der zuständige Mitarbeiter der Ratskanzlei. Die Hürde bei der Helvetisierung des Familiennamens liege höher.

Mühe mit der Aussprache

Die Familie Radosavljević bestätigte gegenüber der «Aargauer Zeitung» ihren Antrag zur Namensänderung, wollte aber weiter keine Stellung nehmen. Die Begründung der Familie wird aber auch im Verwaltungsentscheid des Kantons Schwyz festgehalten. Die entsprechende Verfügung liegt der Zeitung vor.

«Stellen Sie sich vor, Ihr Name wäre Papahandurama oder Randschahabugama oder Malgumurughun»

Anita Fetz, SP-Nationalrätin

Darin wird der Wille der Familie zur Namensänderung unter anderem damit begründet, dass ihr Geschäft unter dem ausländischen Namen leide. Viele ihrer Schweizer Kunden würden sich damit schwer tun, ihren Namen auszusprechen und ihn sich zu merken. Zudem habe auch die 5-jährige Tochter Mühe, ihn richtig auszusprechen. Die Befürchtung der Eltern: In einem Notfall werde sie Mühe haben, den Namen richtig zu buchstabieren. Auch generell sei der Verkehr mit Behörden und Institutionen mühsam. Oft müsse ihr Name buchstabiert werden und die Kontaktpersonen seien jeweils ob der richtigen Schreibweise verunsichert.

Nachteile bei Job- und Wohnungssuche

Das Anliegen brachte Ständerätin Anita Fetz bereits 2006 aufs politische Parkett. Sie forderte in einem Postulat den Bundesrat dazu auf, zu prüfen, «ob und wie ausländische Namen bei Einbürgerungen auf freiwilliger Basis entweder über den Lautklang einer Amts- oder Landessprache angeglichen oder über den Bedeutungsgehalt des Namens ‹helvetisiert› werden könnten».

Bei ihrer Rede im Ständerat sagte sie damals: «Stellen Sie sich vor, Ihr Name wäre Papahandurama oder Randschahabugama oder Malgumurughun. Sie müssten Ihren Namen x-mal buchstabieren – jedes Mal, wenn Sie irgendeinen Behördengang machen, wenn Sie irgendetwas beantworten müssen.» Weiter habe sie auch an Jugendliche gedacht, die aufgrund ihres Namens auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt diskriminiert werden.

Doppelt so viele Gesuche seit 2013

«Achtenswerte» statt «wichtige» Gründe für eine Namensänderung. Was auf den ersten Blick als juristisches Detail erscheint, hat in einigen Kantonen zu grösseren Veränderungen in der Praxis geführt. Seit der Änderung im Namen- und Bürgerrecht auf den 1. Januar 2013 müssen einige Kantone weit mehr Gesuche auf Namensänderung bearbeiten als vorher.

So zum Beispiel der Kanton Aargau: Zwischen 2010 und 2012 bearbeitete das Departement für Inneres im Schnitt jährlich 100 Gesuche. In den letzten drei Jahren waren es weit mehr:

- 2013: 143
- 2014: 153
- 2015: 243

Auch im Kanton Zürich ist die Anzahl Gesuche eindeutig gestiegen. Es gibt aber auch jene Stände, die nur marginal oder gar keinen Anstieg seit Anfang 2013 verzeichnen. Zu diesen gehören unter anderem Luzern und Basel-Stadt. Der Kanton Bern bemerkte einen Anstieg im ersten Jahr, danach hat sich die Anzahl der Gesuche wieder jener in den Vorjahren angeglichen. (fvo)

Tatsächlich zeigen Schweizer Studien, dass ausländische Namen sich nachteilig bei Job- oder Wohnungssuche auswirken können. In einer Studie wurde 2006 festgestellt, dass vor allem junge Männer mit einem Namen aus dem Balkan bei Bewerbungen diskriminiert werden. Dennoch: Das Postulat von Fetz hatte im Ständerat keine Chance. Es wurde mit 23 zu 6 Stimmen klar abgelehnt.

Darum Huber

Doch warum wollen die Radosavljević ausgerechnet Huber heissen? Die Familie begründet dies mit ihren serbischen Vorfahren, die viel Land besassen. Früher wurden jene Bauern als Huber bezeichnet, die eine ganze Hube (mittelalterliche Masseinheit, auch Hufe genannt) Ackerland besassen. Als Alternativen zu Huber schlugen sie dem Regierungsrat Vetsch oder Grossmann vor, die beide Nähe zu ihrem jetzigen Namen hätten.

Für Sabine Menge ein wichtiger Punkt: «Wir befürworten, dass ein neuer Name einen Bezug zum alten hat», sagt die Leiterin Aufsicht Zivilstandswesen Kanton Baselland. Dies mache die Umstellung für den Antragssteller und dessen soziales Umfeld viel einfacher. Denn die Erfahrung in der Praxis habe gezeigt: «Der Wechsel des Namens fällt vielfach schwerer als gedacht.» Sprich: Wer leichtfertig versucht, den Namen zu ändern, könnte es hinterher bereuen.

Nicht Tür und Tor öffnen

Eine Absage hingegen kassierte die Familie Radosavljević. Der Schwyzer Regierungsrat hielt zwar fest, dass es nicht von der Hand zu weisen sei, dass Träger von Familiennamen mit der Endung «-ić» im schweizerischen Alltag Schwierigkeiten begegnen können. Doch würde die Familie Radosavljević nicht solch ernsthafte Nachteile geltend machen.

«Allein die Schwierigkeit, den Namen auf Anhieb richtig aussprechen zu können oder nicht sofort richtig zur Kenntnis zu nehmen, ist kein Anlass für eine Namensänderung», schreibt der Regierungsrat weiter in der Verfügung. Zudem befürchtet die Behörde, Tür und Tor für ähnliche Fälle zu öffnen. «Würde im konkreten Fall eine Namensänderung bewilligt, so müsste eine solche auch in anderen Fällen bewilligt werden.»

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Dass plötzlich alle Marković, Petrić oder Sarić ihren Namen ändern möchten, wird im Kanton Baselland nicht befürchtet. Derzeit werden im Jahr meist weniger als zehn solcher Fälle bearbeitet. Zudem hätte es den Ansturm schon längst gegeben, ist Sabine Menge überzeugt. Sie betont: «Die Namensänderung ist auch mit achtenswerten Gründen noch lange kein Wunschkonzert.» Das sieht auch Ronald Wunderli, Abteilungsleiter Zivilstandswesen im Kanton Zürich, so. Er schreibt: «Die dargelegten Gründe müssen nachvollziehbar, einsichtig und von bestimmter Intensität und somit nicht belanglos sein.» Der blosse Wille genüge nicht.

Der Familie Radosavljević gelang es nicht, den Regierungsrat im Kanton Schwyz mit ihren Gründen zu überzeugen. Das Ehepaar mit den beiden Kinder hat sich daraufhin entschieden, den Entscheid nicht juristisch anzufechten. Somit steht fest: Es wird im Kanton Schwyz keine weiteren Hubers geben.

* Name von der Redaktion geändert.

Übrigens ... Würdest du den Einbürgerungstest bestehen? Wer weniger als 9 von 10 Punkten hat, fliegt!

1.Wie viele politische Gemeinden gab es in der Schweiz im Jahr 2010?
KEYSTONE
Etwa 50
Etwa 200
Etwa 2700
Etwa 8000
2.Auf diesem Bild ist der ehemalige Landammann Carlo Schmid zu sehen. Welches ist die Rolle eines Landammanns im Kanton?
KEYSTONE
Er ist oberster Chef der Polizei.
Er präsidiert die kantonale Regierung.
Er ist Präsident des Grossen Rats (Kantonsparlament).
Er leitet die Schulpflege.
3.Welches Gremium ist die ausführende Gewalt (Exekutive) auf Gemeindeebene?
Der Gemeinde- oder Stadtrat
Die Gemeindeverwaltung
Der Einwohnerrat
Die Gemeindeversammlung
4.Wer legt in der Gemeinde den Steuerfuss fest?
Der Gemeinderat
Der Gemeinderat mit den Parteipräsidentinnen und - präsidenten
Die Gemeindeversammlung bzw. der Einwohnerrat und die Stimmberechtigten
Die Finanzkommission
5.Wie ist das Vermögen in der Schweiz verteilt? Ein Prozent der Reichsten besitzt rund...
10 Prozent des gesamten Vermögens.
20 Prozent des gesamten Vermögens.
60 Prozent des gesamten Vermögens.
90 Prozent des gesamten Vermögens.
6.Im Jahr 1515 verloren die Eidgenossen die Schlacht bei Marignano. Welche Folgen hatte diese Niederlage?
KEYSTONE
Der Kriegsdienst in fremden Landen wurde verboten.
Die Bauern erhoben sich gegen die Obrigkeit.
Es herrschten Armut und Hungersnot bei der Landbevölkerung.
Die Eidgenossen verzichteten auf eine weitere Gebietserweiterung.
7.Auf diesem Bild spricht Ständerat Thomas Hefti (FDP) während der Vereidigungszeremonie den Eid auf die Verfassung. Aus welchem Jahr stammt die aktuell gültige Verfassung der Schweiz?
KEYSTONE
1999
1973
1947
1891
8.Im Jahr 1877 wurde in der Schweiz Kinderarbeit verboten. Warum?
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Weil Kinder auf den Bauernhöfen mithelfen mussten.
Weil Kinder zu wenig verdienten.
Weil Kinder in Fabriken arbeiten mussten und deshalb nicht zur Schule gehen konnten.
Weil Kinder zur Arbeit ausgeliehen wurden (verdingt wurden).
9.Wann fand in der Schweiz das letzte Mal ein landesweiter Generalstreik statt?
KEYSTONE
1870
1918
1950
1968
10.Welche der folgenden Grafiken zeigt die aktuelle Verteilung der Anzahl Arbeitsplätze in den Wirtschaftssektoren in der Schweiz? (Gelb: Landwirtschaft/1. Sektor) (Rot: Industrie, Gewerbe und Bau/2. Sektor) (Blau: Dienstleistungssektor/3. Sektor)

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schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
64 Kommentare anzeigen
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  • Aliyah 04.10.2016 22:52
    Highlight Phuuu, Namen ändern ist in der Schweiz gar nicht so einfach. Und vorallem nicht ganz billig. Ich intressiere mich sehr dafür da ich meinen auch ändern will (und ja, ich habe sehr gute Gründe). Seeehr teuer! Vorname irgendwie 300.- und Nachname um die 500.-. Was ja das schlimmste dabei ist ist dieser Bürokram. Man muss sich bei allen Versicherungen Ämtern usw... ummelden. Man braucht eine neue ID und wehe du vergisst was. Und die Leute die sich vorher an Herrn Carlos Stoijkovic gewöhnt waren, werden sich nicht innert kürze an Hubert Steiger gewöhnen können.... 🙄
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  • deleted_100562431 04.10.2016 17:19
    Highlight Ich finde, das jeder Name sich mit der Identität des Trägers verbindet. Ich will allen Menschen den Respekt zollen und seinen Namen lernen, auch wenn ich manchmal etwas länger brauche... Aber wenn jemand seinen Namen ändern möchte, sollte er das einmal tun dürfen. Nomen ist nicht Omen. Weil es Schicksal nicht gibt.
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  • a-n-n-a 04.10.2016 13:24
    Highlight Es ist ein wahres Armutszeugnis, dass Personen mit -ić auch nach soooo vielen Jahren noch wegen ihrer Herkunft diskriminiert werden. Einerseits kann ich sie verstehen, aber auf der anderen Seite schäme ich mich für meine Mitbürger, welche Personen nach Nachnahmen schubladisieren und genau darum sollten sie's zum Trotz nicht machen. Persönlich habe ich viele, sehr enge Freunde aus Ex-Jugoslavien (welches wir auch gemeinsam bereist haben) und kann nur Danke sagen, denn sie haben mich ("Urschweizerin") und mein Leben extrem bereichert.
    43 19 Melden
    • Hanslishans 04.10.2016 14:15
      Highlight a-n-n-a Ja Bereicherung kann sich sehr verschieden auswirken. Ich denke, dass die Opfer von Gewalt, Raub und Vergewaltigung das ein wenig anders sehen könnten.
      18 77 Melden
    • Blutgrätscher 04.10.2016 14:32
      Highlight Jesses Gott Hans.
      Das muss jetzt mindestens der vierte Kommentar von dir sein, in dem du versuchst, Einwanderer aus dem Balkanraum schlecht aussehen zu lassen.
      Was ist nur los mit dir?
      64 7 Melden
    • Purple Banana 04.10.2016 14:33
      Highlight Hansli, du nervst.
      45 8 Melden
    • a-n-n-a 04.10.2016 14:36
      Highlight Hä!? Könntest du dich bitte etwas genauer ausdrücken? Ich kann dir nicht wirklich folgen..
      25 6 Melden
    • Hanslishans 04.10.2016 14:51
      Highlight Purple Banana glaub mir das geht mir mit deinesgleichen ebenso :)
      Aber das nennt man Gesellschaft. Man diskutiert mit Mitbürgern, die eventuell abweichende Meinungen haben.
      10 34 Melden
    • Hanslishans 04.10.2016 14:53
      Highlight a-n-n-a ich verweise z.B. auf die "Bereicherung" der Selin Gören, welche die Tat lustigerweise aus idelogistischem Gedankengut zuerst "Rechten" in die Schuhe schieben wollte. Ich denke, dies war nicht die Art von "Bereicherung" die sie sich vorgestellt hatte.
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    • a-n-n-a 04.10.2016 15:06
      Highlight Okay.. ich hab die "Selin-Gören-Sache" grad im watson-Archiv nachgelesen, aber was hat das nun mit meinem Kommentar zu tun? Ein Einzelfall dient dir zur Verallgemeinerung? Du solltest mal den Balkan bereisen.. (Reisen hilft immer! Öffnet den Horizont)
      35 5 Melden
    • Fabio74 04.10.2016 16:33
      Highlight Hansli: Sippenhaft haben wir keine.
      Nach deiner Logik müsste ich alle Schweizer verdammen, weil mein letzter Chef keine Löhne mehr zahlte?
      Ist dein Weltbild so simpel?
      33 5 Melden
    • Kastigator 04.10.2016 17:18
      Highlight Hansli, bei der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung beträgt der Anteil verurteilter Krimineller 1,9%, bei den SVP-Mandatsträgern hingegen 3,5%.
      42 3 Melden
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  • dä dingsbums 04.10.2016 13:12
    Highlight Wieso braucht man eigentlich gute Gründe um seinen Namen zu ändern?

    Ich meine jetzt nicht nur für eingebürgerte Ausländer, sondern generell.

    In den USA ist das relativ einfach.
    24 8 Melden
    • Olaf44512 04.10.2016 16:33
      Highlight Max Power!
      16 0 Melden
    • Aliyah 04.10.2016 22:41
      Highlight Ich hab da mal etwas zu dem Thema gelesen. Ich glaub das war in London (bin mir aber nicht mehr sicher). Auf jedenfall kann man da den Namen eigentlich tagtäglich ändern weils irgendwie 10£ kostet. Dann hat einer dieses Angebot natürlich genutzt und mal war er superman danach Batman usw
      2 0 Melden
    • dä dingsbums 05.10.2016 08:11
      Highlight Ich wäre gerne Richard Danger.

      My name is Danger...Dick Danger.
      1 0 Melden
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  • Bastian Zuberbuehler 04.10.2016 13:04
    Highlight Wieso hat eigentlich der Staat das Recht zu entscheiden, ob und in welcher Tragweite ich meinen Namen ändern möchte oder generell: wie ich heisse? Weiss da jemand was?
    37 10 Melden
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  • Stefan.Alex.H 04.10.2016 12:56
    Highlight Fühle mich geehrt :D
    Ist doch ein toller Name...Huber...;)
    12 4 Melden
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  • Erdbewohner 04.10.2016 12:33
    Highlight Man stelle sich vor, die Familie Radosavljević würde gerne Blocher heissen.
    54 3 Melden
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  • Purple Banana 04.10.2016 11:46
    Highlight Kürzlich haben sich zwei Schweizer in meinem Zugabteil über Leuten bei deren Namen "man sich die Zunge verstaucht" entrüstet.
    Kann mir gut vorstellen, dass man seinen Namen gerne ändern möchte damit es einfach kein Thema mehr ist. Wenn man sich fragen muss ob man den einen Job jetzt vielleicht bekommen hätte wenn man Meier oder Müller heissen würde ist das sicher nicht angenehm.
    Seh das Problem nicht ganz. Wenn ich meine Kinder Gandalf taufen will dann geht das (kein Witz) aber seinen Familiennamen in Huber ändern geht dann zu weit...
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  • Scaros_2 04.10.2016 11:17
    Highlight Kann ich absolut nachvollziehen. Mit meinem Familiennamen hätte ich es in einem Muslimischen Land definitiv auch schwer.

    Wir sind zwar irgendwo ein entwickeltes, westliches Land aber denoch können wir weiterin z.b. nicht so tolerant zu "ic" namen sein wie zu schweizer namen und im Fall von "huber" ist das sogar noch überlegt seitens der Familie und nicht einfach die bestmögliche Wahl.

    Der andere weg wäre ja der 2. Generationen weg in dem das Kind, egal ob bub/mädchen sich einen ch-Partner sucht und ihren namen wählt. Hat unser Lead-Buyer auch gemacht :D sein neuer Name klingt viel härter^^.
    20 6 Melden
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  • Chili5000 04.10.2016 10:22
    Highlight Als balkanstämmiger kann ich es sehr gut verstehen das man den Namen ändern möchte. Es ist für die Kids schon schwer genug wenn sie nichts mit dieser Kultur gemein haben aber trotzdem sehr oft auf diese reduziert werden. Teilweise ist es in meinen familiären Kreisen schon so das Kinder nicht mal mehr die Muttersprache sprechen bez. in dieser schreiben können. Mann kann sich einreden was man will, es ist immer noch so das die Balkanstämmigen benachteiligt sind.
    92 16 Melden
    • Fumo 04.10.2016 11:11
      Highlight "Teilweise ist es in meinen familiären Kreisen schon so das Kinder nicht mal mehr die Muttersprache sprechen bez. in dieser schreiben können."

      Und woran liegt das? Andere Herkunftsländer haben hier extra eigene Schulen (parallel zur Volksschule, keine privaten Alternativen dazu) eingerichtet damit die Sprache und Kultur bestehen bleibt. Warum können es die balkanischen Ländern nicht auch machen?

      "Mann kann sich einreden was man will, es ist immer noch so das die Balkanstämmigen benachteiligt sind."

      Man kann sich auch einreden dass alles gezielt gegen einem gerichtet.
      21 105 Melden
    • Lichtblau 04.10.2016 19:57
      Highlight Ehrlich gemeinte Frage: Warum suchen sich hier lebende balkanischstämmige Eltern mit schwierig auszusprechenden Nachnamen nicht wenigstens europäische Vornamen für ihre Kinder aus? Vielleicht hätte es ja ein"Marcel" leichter als ein "Mentor" und eine "Lou" einfacher als eine "Lulezime"? Zumal unter Kindern und Jugendlichen eh der Rufname verwendet wird?
      6 4 Melden
    • Chili5000 04.10.2016 22:06
      Highlight Das machen doch schon sehr viele, aber halt nicht alle, balkanstämmige. Einfach mal die Babyanzeigen anschauen...
      4 0 Melden
    • Fumo 05.10.2016 08:00
      Highlight Marcel oder Lou klingt aber nicht so toll wie Diamant, Granit oder Asphaltine (ja letzteres gibt es auch wirklich!).
      Das Kind kann ja nicht gross und stark werden wenn man ihn nicht "Löwe", "Sturm" oder "Munition" nennt.
      5 2 Melden
    600
  • Hanslishans 04.10.2016 10:03
    Highlight Und auch wenn ich mir einen Federschmuck auf den Kopf ziehe, einen Marterpfahl in der Mitte des Dorfes aufstelle und meinen Namen in Häuptling grosser Fuss wechsle wird aus mir kein Indianer.
    47 177 Melden
    • Fumo 04.10.2016 10:12
      Highlight Aber aus der hier erwähnten Familie wurden de facto Schweizer, das stört euch Bünzlis nicht wahr? ;)
      180 25 Melden
    • Hoppla! 04.10.2016 10:14
      Highlight Die 20 Minuten-Redaktion hat angerufen. Sie möchten die "Eidgenossen" für die Kommentarspalten zurück.
      183 8 Melden
    • Blutgrätscher 04.10.2016 11:35
      Highlight Wenn du jetzt aber 20 Jahre mit Indianern lebst, mit ihnen den Kopfschmuck teilst und mit ihnen um den Marterpfahl hockst, dann werden die dich ziemlich sicher als Indianer akzeptieren, Herr Grosser Fuss.
      94 5 Melden
    • Fumo 04.10.2016 11:47
      Highlight "Herr Grosser Fuss"

      Seine Bezeichnung wäre eher Herr kleiner Pipi ;)
      48 5 Melden
    600
  • Anded 04.10.2016 09:58
    Highlight Schade. Den eigenen Namen der lokalen Kultur anpassen zu wollen, ist wohl der höchste Integrationsbeweis. Während viele eingebürgerte ihren originalen Pass nicht hergeben würden, und auch im Fussball trotz CH-Pass lieber für ihre Herkunfts-Nati auflaufen ;-), würde Familie Huber den stärksten Bezug zu ihrer Herkunft aufgeben. Der Wille zum einschweizern alleine sollte Grund genug für Namensänderung sein. Selbst wenn es kein komplizierter Name ist.
    106 26 Melden
    • Hanslishans 04.10.2016 10:04
      Highlight Anded die wahren Gründe liegen wohl eher weniger im Sinne eines möglichen Integrationswillens, als vielmehr darin, dass man den Ruf, den man sich oder durch Mitbürger eingehandelt hat loswerden will.
      31 88 Melden
    • deleted_158185360 04.10.2016 10:10
      Highlight Wieder mal etwas schön geredet... Weiter so...
      9 56 Melden
    • Anded 04.10.2016 10:18
      Highlight Wenn man sich selber auf die Seite der richtigen Schweizer stellen will, und den eigenen Migrationshintergrund weniger sichtbar machen will, geht das aber auch unter Integration.
      37 4 Melden
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  • Confused Dingo #teamhansi 04.10.2016 09:43
    Highlight Namen "einschweizern" sollte in einem aufgeklärten und toleranten Land nicht nötig sein.
    Aber wir sind "von einem gewissen Standpunkt aus" noch weit weg davon.
    In einem Betrieb, in dem ich gearbeitet habe, habe ich auch schon gesehen wie Bewerbungen Anhand des Namens (da Ausländisch) aussortiert wurden und nicht wegen den Qualifikationen.
    103 5 Melden
    600
  • Olaf44512 04.10.2016 09:41
    Highlight Von Radosavljević zu Huber find ich jetzt auch ein bisschen steil. Man könnte vielleicht einfach etwas abkürzen, zum Bespiel Rados oder so. Einfach was dann einfacher zu merken und euszusprechen ist, aber eigentlich immer noch der alte Name.
    47 15 Melden
    • Tomtom64 04.10.2016 10:53
      Highlight Habe auch gedacht, dass er mit einem Milan Radosa möglicherweise durchgekommen wäre.

      Immerhin weiss ich dank dieser Familie nun, was es mit dem Namen Huber auf sich hat - sehr interessant. Danke.
      31 2 Melden
    600
  • Hanslishans 04.10.2016 09:32
    Highlight Une jetzt noch einer ohne Ironie. Es drängt sich mir die Frage auf, weshalb scheinbar nur Mitmenschen mit einem ic am Ende Probleme haben? Warum haben dies unsere indischen, südamerikanischen, russischen, australischen, europäischen, skandinavischen Mitbürger nicht? Danke im Voraus.
    34 70 Melden
    • Stipps 04.10.2016 10:00
      Highlight Mit Ironie: Sie sprechen genau die unsägliche Diskriminierung eines armen Völkchen an - das Hobby des rassistischen Schweizers. Er sucht sich spontan Mitmenschen mit ic am Ende aus ;-) Aber das wird bald überwunden und wir heissen alle Huber.
      38 41 Melden
    • Hanslishans 04.10.2016 10:07
      Highlight Stipps Auch wenn das deinem idelogischen Weltbild nicht passt, suchen sich die Schweizer keine "armen Völkchen" aus. Wir haben dieses "arme Völkchen" kennen gelernt. Und darin liegt der Hund begraben. Schmerzt eine solch weltfremde Idelogie eigentlich nicht mit der Zeit?
      19 67 Melden
    • Dä Brändon 04.10.2016 10:10
      Highlight Weil man Ausländer immer mit dem ić in Verbindung setzt. Der Schweizer kann Italiener und Spanier auseinander halten, aber keine Albaner, Rumänen, Bulgaren, Ungarn oder Polen die sind alle ić's. Wenn also ein Rumäne oder Albaner kriminell wird, ist er halt ein ić auch wenn sie null komma nichts gemeinsam haben.
      58 12 Melden
    • Fabio74 04.10.2016 10:10
      Highlight Warum? Hör dich um zu den Vorurteilen die den Menschen vom Balkan entgegen fliegen...dann weisst du warum gewisse Leute ihre Herkunft verleugnen
      41 7 Melden
    • Dä Brändon 04.10.2016 10:23
      Highlight Die Schweizer kennen das Völkchen? Noch Heute haben die meisten null Ahnung davon was Jugoslawien war und welche ehemaligen Republiken heute wo liegen. Hansli? Such Dir eine andere Plattform. Übrigens Adam sucht Eva läuft wieder.
      71 8 Melden
    • Normi 04.10.2016 10:29
      Highlight Bei mir als Finne ist es so das ich merke das Finnen hier im allgemeinen hier beliebt sind und das merkt mann auch...

      aber wieso Finnen beliebt sind weis ich auch nicht da musst du Schweizer fragen warum es gute und nicht gute Ausländer gibt...
      46 5 Melden
    • Stipps 04.10.2016 10:32
      Highlight omfg echt? ihr fragt euch ernsthaft des morgens wieso es gute und schlechte ausländer gibt? betrachtet ihr ernsthaft "den" ausländer als einheitlich? keine traditionen, kulturen, gewachsene geschichte? da hilft nichts mehr ...
      22 19 Melden
    • Thomas Rothen (1) 04.10.2016 10:51
      Highlight Weil es Ausländer gibt, die sich in einem fremden Land zu benehmen wissen und andere nicht...? (Und fürs Protokoll: Ja, es gibt auch Schweizer ("Eidgenossen"), die keinen Anstand haben)
      Habe, um bei den Finnen zu bleiben, noch nicht mitbekommen, dass sie sich so viel in der CH zuschulden kommen lassen haben, wie leider viele unserer balkanstämmigen Mitbürger.
      19 23 Melden
    • opwulf 04.10.2016 11:08
      Highlight Terve Normi :) - kenne selber viele Finnen und spiele ab und zu Floorball! Ich kann hier ein kleines Beispiel bringen, als ich Ende der 90er Jahre eine Lehre als meine Erstausbildung begann. Ich musste mich an 4 Orten bewerben und konnte dann aus 2 Angeboten auswählen. Mein Kumpel welcher aus Mazedonien zu uns herzog und einen albanischen Namen hat, musste weit über 120 Bewerbungen abschicken und hatte dann das Glück sich bei einer Firma vorstellen zu dürfen! Die nahmen ihn dann auch - zum Wohle der Firma, er war einer der Jahrgangsbesten!
      34 2 Melden
    • Alex_Steiner 04.10.2016 11:13
      Highlight Was bringst du denn für Beispiele?

      Ja... alle lieben die Inder, Russen und Mexikaner. Keiner würde etwas negatives gegen die sagen.
      4 7 Melden
    • Normi 04.10.2016 13:02
      Highlight @opwulf

      Terve terve :-)Danke für die finnische Begrüssung.

      @alle
      ich denke das häufig auch die Sprachen agressiv wirken ohne es zu sein und das sich dass negativ auswirkt... so wie im video:

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    • Saraina 04.10.2016 18:47
      Highlight ...und vor allem die Deutschen sind ja elend beliebt in der Schweiz... Ich bin alt genug mich noch zu erinnern an die Zeit als die Italiener pauschal als Diebe und Vergewaltiger galten. Fazit: für Vorurteile braucht es keine Kriminellen, es genügt eine schwarz/weiss denkende einheimische Bevölkerung, die ihren Ressentiments freien Lauf lässt.
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    • Anam.Cara 05.10.2016 07:43
      Highlight Auf den Punkt gebracht. Danke Saraina.
      Vorurteile sind halt bequemer. Vor allem dann, wenn man die Vorurteile anderer übernehmen kann.
      Ich kenne auch einige Leute aus Ex-Jugoslavien und anderen Balkan-Ländern. Durchwegs angenehme Menschen, die auch hart arbeiten um ihr Leben zu finanzieren (das scheint ja des Schweizers liebstes Kriterium zu sein).
      Einige hatten Probleme während der Schulzeit (Gewaltbereitschaft). Diese paar haben aber mittlerweile dazugelernt und sind in ihrem Verhalten schweizerischer als die Schweizer geworden.
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  • Dino Wildi 04.10.2016 09:30
    Highlight Da will sich eine Familie so weit integrieren, dass sie sogar ihren Namen anpassen wollen, und dann ists auch nicht recht? Interessant, dass es auch zu viel Integration geben kann. Einmal bei der Einbürgerung diese Möglichkeit anzubieten, fände ich absolut korrekt.
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    • Stipps 04.10.2016 10:02
      Highlight Interessant, dass es keine Einhörner mehr gibt.
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    • boexu 04.10.2016 13:53
      Highlight @Stipps: jetzt wechsle endlich mal die Kassette Alter. Hast uns immer noch nicht gesagt, was dein Problem mit Einhörnern ist. Oder hast du mit jemandem eine Wette am Laufen, dass du zu jeden Watson Artikel einen geistlosen Einhörner-Vergleich postest?
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    • Stipps 05.10.2016 07:16
      Highlight lol, nein aber kriegst ein Herz. Einhornbezug oben weil Verteilung eines Namens bei Einbürgerung ... bei solchen Gedanken muss man an einem grünen Gestade liegen mit grasenden Einhörnern im Hintergrund *schööön*. Ernsthaft: Denkt links wirklich, es lässt sich alles unter den Tisch kehren und entwurzeln? Klever.
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  • Hanslishans 04.10.2016 09:29
    Highlight Mein CH Name diskriminiert mich auch des öfteren. Ich werde in meinem Kebab Laden um die Ecke, obwohl ich seit Jahren Stammgast bin noch immer nicht als vollwertiges Mitglied anerkannt. Ich beantrage daher eine Namensänderung in "Mustafa Al-Kebab"
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    • NewsHunter 04.10.2016 10:09
      Highlight Finde denn Kommentar etwas komisch, aber "al-Kebab" 😂😂😂
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    • Blutgrätscher 04.10.2016 11:42
      Highlight Ist schon etwas symptomatisch, dass ein Hans die Diskriminierung beim Behördengang und dem Arbeitsmarkt mit seinen Schwierigkeiten beim Dönermann gleichsetzt. Auch wenn nur im Witz.
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  • TheDude10 04.10.2016 09:25
    Highlight Ich finde eingebürgerten sollte es erlaubt sein, ihren Vor- und Familiennamen zu ändern, somit werden sie noch mehr mit ihrer neuen Heimat verbunden.
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    • Stipps 04.10.2016 10:01
      Highlight ?! Ich kapiers nicht mehr ... einerseits möchte man die Gesellschaft bereichern und andererseits soll sie eingeebnet werden? omg ...
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    • Fabio74 04.10.2016 10:11
      Highlight Ja wenn es sein muss.aber diese Assimilierung halt ich für falsch.
      Nur um den Rechtsnationalen zu gefallen
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    • Pokus 04.10.2016 10:40
      Highlight Der Name ist schwer auszusprechen weil wir uns das nicht gewohnt sind.
      Es gibt viele "Ausländische" Namen, die leichter auszusprechen sind.

      Ausserdem who cares, betrifft uns ja nicht, sonden Familie Huber.
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    • Anam.Cara 05.10.2016 07:50
      Highlight Stipps: stell dir vor, ein Einhorn kommt in ein Land voll Zweihörner. Es versucht sich zu integrieren, aber die Zweihörner rümpfen die Nase. Würde sich das Einhorn nicht auch ein zweites Horn wünschen?

      Kann denn jemand aus dem Balkan die Gesellschaft nicht mehr bereichern, wenn er Huber heisst? Oder wo geneu siehst Du eine Einebnung?
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Alle Jahre wieder: Superreiche sind reicher geworden – auch die Blochers

Das Finanzjahr 2016 präsentiert sich sehr verhalten und doch sind die Superreichen in der Schweiz noch reicher geworden. Dies geht aus der jährlichen Spezialausgaben des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» hervor, die die 300 Reichsten der Schweiz im Jahr 2016 vorstellt:

An den Börsen hielten sich 2016 die Kursgewinne weltweit in Grenzen, auch in den USA und Grossbritannien, ganz zu schweigen von den Märkten in der Schweiz, in Deutschland oder Japan.

Schwer auf die Stimmung geschlagen haben …

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