Schweiz

Polo National ist schwer krank. Bild: KEYSTONE

«Der Krebs wird nicht heilen, aber gestoppt» – Polo Hofer über seine Krankheit

30.08.16, 18:03 31.08.16, 09:37

Der legendäre Berner Mundartrocker Polo Hofer leidet an Lungenkrebs. Das erklärte der 71-Jährige in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender «Tele Bärn».

Polo Hofer im Gespräch in «Talk Täglich»

Video: kaltura.com

«Ich habe vier Ärzte», sagte Hofer: «Einer fürs Herz, weil ich seit Jahren Vorhofflimmern habe. Einer, weil ich Zucker habe. Seit neuerer Zeit ein Onkologe, weil ich Lungenkrebs habe. Und viertens ein Hausarzt, der alles überwacht.»

«Es wird stoppen, aber ganz weg geht's nicht mehr.»

Über Polo Hofers Gesundheitszustand war seit Monaten spekuliert worden. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er im Mai im Schweizer Fernsehen. Anfang Juni gab seine Frau bekannt, Hofer ziehe sich bis auf weiteres aus der Öffentlichkeit zurück. Er brauche viel Ruhe. Seither war er von der Bildfläche verschwunden.

Alle drei Wochen Chemotherapie

Gegenüber «Tele Bärn» berichtete Hofer jetzt, er habe Anfang Jahr gemerkt, dass etwas nicht stimme. Etwas später sei der Lungenkrebs diagnostiziert worden. Nun müsse er täglich sechs bis sieben Tabletten nehmen und sich alle drei Wochen einer Chemotherapie unterziehen.

«Es wird stoppen, aber ganz weg geht's nicht mehr», sagte Hofer. Die Hiobsbotschaft habe ihn nicht schockiert; mit seiner Sterblichkeit habe er sich schon lange abgefunden. «Schlussendlich habe ich sogar eine Frau geheiratet, die ein Bestattungsunternehmen hat.»

Polo Hofer ist Mitbegründer der Band «Rumpelstilz», die in den 1970er-Jahren die Schweizer Musikszene mit Mundartrock revolutionierte. Später setzte Hofer seine Karriere als Frontmann von Schmetter Ding und Schmetter Band vor.

Seinen grössten Hit landete er 1985 mit dem Song «Alperose». Hofer schrieb den Text zu einer Komposition seines Interlakner Weggefährten Hanery Amman. Dieser ist vor einigen Jahren ebenfalls an Lungenkrebs erkrankt. (sda)

Das sind die Gewinner der Swiss Awards 2015

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
4Alle Kommentare anzeigen
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Darkside 31.08.2016 01:34
    Highlight Vier Ärzte... Kein Wunder gehen die Krankenkassenkosten durch die Decke. Aber dennoch, halte durch Polo!
    3 16 Melden
    • Randy Orton 31.08.2016 04:07
      Highlight Das hat doch damit nichts zu tun. Ein Arzt alleine kann einfach nicht Krebs- und Herzspezialist gleichzeitig sein und dann auch noch Hausarzt. Es ist sinnvoller, wenn einer nur Krebspatienten behandelt und der andere nur Herzpatienten. Mehrkosten entstehen ja nicht, im Gegenteil, die Abläufe werden viel effizienter. Ausserdem sind die Honorare kaum ein Kostenfaktor.
      14 3 Melden
  • John Smith (2) 30.08.2016 22:07
    Highlight Was im Artikel fehlt: Polo hat nicht nur ein Leben lang geraucht, sondern auch zur Missachtung des Rauchverbots in Beizen aufgerufen und seiner Jassrunde sogar einen "Rauchbefehl" erteilt. Bleibt zu hoffen, dass die von ihm eingenebelten von dieser schlimmen Krankheit verschont bleiben.
    27 30 Melden
    • Spooky 30.08.2016 23:26
      Highlight Es ist so: Musikern und Dichtern ab einem gewissen Niveau sollte man per Gesetz verbieten, öffentlich über etwas anderes zu reden als über Musik oder Dichtung. Sobald es um Politik geht, erzählt zum Beispiel Keith Richards ständig einen grauenhaften Unsinn - nicht Ernst zu nehmen. Auch Louis-Ferdinand Céline und Knut Hamsun, den beiden grössten Dichtern des vergangenen Jahrtausends, hätte man gesetzlich verbieten sollen, sich mit Politik zu befassen - zu ihrem Selbstschutz. Kunst und Politik sind zwei verschiedene Welten.
      8 9 Melden

Mit diesem simplen Trick wird dein Spotify-Abo deutlich günstiger

Keine Provision mehr für Apple: Mit einer Anleitung will Spotify seine Kunden aus dem AppStore locken. Spotify droht ausserdem neue Konkurrenz – auch Facebook arbeitet an einem Musikportal.

30 Prozent Gebühr kassiert Apple für jeden im iTunes-Store getätigten Kauf. Viel zu viel, finden die Verantwortlichen beim Streamingdienst Spotify. Für ein Premium-Abo von Spotify müssen Nutzer monatlich 12,99 Dollar hinlegen, in der Schweiz sind es 12,95 Franken. Wer das Abo direkt über Spotifys Website abschliesst, spart sich Apples Gebühren.

Nun sollen iPhone-Besitzer in den nächsten Tagen per E-Mail den Hinweis bekommen, dass der Musikgenuss auch billiger zu haben ist. Ein direkt …

Artikel lesen