Schweiz

Für dieses Plakat erntet die Organisation Helvetas heftige Kritik. bild: helvetas

«Rückständig» und «rassistisch»: Heftige Vorwürfe gegen Helvetas-Kampagne

Die Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus spricht von einer paternalistischen Kampagne der Helvetas.

Publiziert: 27.11.16, 02:25 Aktualisiert: 27.11.16, 10:42

pascal ritter / schweiz am sonntag

Drei Gesichter strahlen von Plakaten des Hilfswerks Helvetas. Zwei dunkelhäutige Frauen und ein Kind werben um Spenden. Auf dem Bild stehen drei Sätze: «Ging hinters Gebüsch», steht bei der Grossmutter, «ging aufs Plumpsklo», steht bei der Mutter, «drückt die WC­-Spülung», steht beim Kind. Das und ähnliche Sujets des Hilfswerks Helvetas sollen dazu animieren, für «echte Veränderung» Geld zu spenden.

«Die Bilder arbeiten mit dem Vorurteil, dass Afrikaner nur mithilfe des Nordens Fortschritte erreichen können. Das ist paternalistisch.»

Martine Brunschwig Graf, Präsidentin der Kommission gegen Rassismus

Es sorgt aber zurzeit vor allem für einen Proteststurm. Die Plakate seien rassistisch und von einer kolonialen Sichtweise auf Afrika geprägt, lautet der Vorwurf. Dunkelhäutige Menschen würden pauschal als rückständig und hilfsbedürftig dargestellt.

Einen offenen Brief der Organisation «Afro Swiss» mit der Forderung, die Plakate abzuhängen, haben über 200 Einzelpersonen und Organisationen unterschrieben. War die Empörung bisher vor allem in der Westschweiz hörbar, erreicht sie nun die Deutschschweiz. So kritisiert etwa der Blog «das Lamm» die Plakate.

Heikle Pauschalisierung

Nun schaltet sich die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus in die Diskussion ein. «Das ist keine gute Kampagne», sagt Präsidentin Martine Brunschwig Graf (FDP) auf Anfrage der «Schweiz am Sonntag». «Die Bilder arbeiten mit dem Vorurteil, dass Afrikaner nur mithilfe des Nordens Fortschritte erreichen können. Das ist paternalistisch.»

Helvetas sei gut beraten, in Zukunft auf solche Pauschalisierungen und Stereotypisierungen zu verzichten. Die Hilfsorganisation habe zwar gute Intentionen und sei «ganz sicher keine rassistische Organisation». Bei dieser Kampagne setze sie aber auf die falschen Bilder, so Brunschwig Graf, Nationalrätin aus Genf.

Helvetas hat bisher nicht offiziell auf die Vorwürfe reagiert. Einzig in den sozialen Medien antwortete das Hilfswerk auf kritische Kommentare. Gegenüber der «Schweiz am Sonntag» verteidigt nun Sprecher Matthias Herfeldt die Kampagne. Schwarze würden auf den Plakaten nicht als rückständig dargestellt. Im Gegenteil: «Die Plakate erzählen die Geschichten von selbstbewussten, würdevollen Menschen, die auf das Erreichte stolz sind und zuversichtlich in die Zukunft blicken. Wir bedauern es, wenn sich durch diese Darstellung jemand verletzt fühlt.»

Helvetas sucht zurzeit den Dialog mit Kritikern und zeigt sich selbstkritisch: «Rückblickend betrachtet hätten wir die Kampagne von Anfang an mit Sujets aus verschiedenen Kontinenten starten können – wie das für die Zukunft sowieso geplant ist», so Herfeldt. Künftig sollen zudem Entwicklungsbeispiele gezeigt werden, die über die Grundbedürfnisse wie Wasser, Toiletten und Ernährung hinausgehen.

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User-Review:
schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
49 Kommentare anzeigen
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  • Spooky 27.11.2016 18:48
    Highlight Die Entwicklunghilfe hilft den Entwicklungshelfern und den korrupten Regierungsmitgliedern in den Entwicklungsländern, wohin die Entwicklungshelfer reisen, um dort auf luxuriösen Tennisplätzen Tennis zu spielen.
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  • gnp286 27.11.2016 16:35
    Highlight Ich bin irgendwie der Meinung, dass Leute, die sich ob dem Rassismus auf dem Plakat stören, selbst ziemliche Rassisten sind.

    Ich sehe auf dem Plakat drei Generationen von Frauen. Die Eidgenössische Komission gegen Rassismus sieht volle Kanne rassismus.

    Was ist jetzt hier rassistischer? Einfach tragisch sowas. Und dann muss Helvetas auch noch zu Kreuze kriechen weil mans eben muss.
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    • Malin.B 28.11.2016 10:52
      Highlight Artikel gelesen? Wohl nicht. Hinweis: das zentrale Anliegen der Kommission wurde Pink und fett hervorgehoben.
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  • ChumaniNaima 27.11.2016 12:14
    Highlight Also mal ganz abgesehen von der Rassismus-Debatte: Das Plakat ist eine Katastrophe & ich frage mich wie sowas zustande kommt. Nimmt mich echt wunder, wieviele "schlaue Köpfe" daran gearbeitet haben. xD
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    • lilie 27.11.2016 15:47
      Highlight @Chumani: Was findest du schlimm an dem Plakat?
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    • ChumaniNaima 28.11.2016 16:58
      Highlight @lilie ich finde es überhaupt nicht aussagekräftig & für eine Hilfsorganisation peinlich. Ich erwarte mehr, etwas das die Leute anspricht & aufzeigt, dass es sich lohnt zu Spenden. Es könnte viel mehr aus Werbung gemacht werden.
      0 2 Melden
    • lilie 28.11.2016 21:54
      Highlight @Chumani: Ich finde genau das Gegenteil. Die Plakate zeigen, wie Fortschritt aussehen könnte. Darüber hinaus wird die Rolle der Frau betont, man kann noch die Reduktion der Kinder-/Müttersterblichkeit hineinlesen, welche durch die fortlaufenden Generation symbolisiert ist.

      Und es spricht alle an, weil alle Eltern wollen, dass es ihren Kindern besser geht als ihnen selbst. Die Plakate zeigen auch etwas vom Familienzusammenhalt.
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  • Crank 27.11.2016 11:33
    Highlight Wenn Entwicklungshilfe also rassistisch ist, wie soll man diesen Ländern helfen? Gar nicht, sie sich selbst überlassen?
    Einerseits wird gefordert, mehr Geld in die Entwicklungshilfe fliessen zu lassen, andererseits darf man das Kind nicht beim Namen nennen da dies rassistisch ist? Ich hab grad Probleme das zu verstehen.
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    • Lorent Patron 27.11.2016 13:19
      Highlight Genau: Sich selbst überlassen.

      Nimmt man das Recht auf Selbstbestimmung, nimmt man die Würde.

      Es macht einen Unterschied, ob du das Kind beim Namen nennst, oder ob du dem Kind einen Namen gibst und glaubst, es möchte tatsächlich so heissen.

      Das Werbebudget könnte man denen überlassen, denen man helfen will. Sollen sie's einsetzen, wie sie (und nicht wir) es wollen. Sie wüssten besser, was gut für sie wäre und wie sie die Mittel optimal einsetzen.

      Würde die Helfer-Industrie den Job richtig machen, würde sie sich überflüssig machen. Das wäre betriebswirtschaftlicher Unsinn.
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    • Aba 27.11.2016 13:48
      Highlight Lorent Patron, das ist extrem zynisch! Das bedeutet, dass es ok ist, dass jedes Jahr unzählige Menschen sterben, weil sie nicht genug Wasser, Nahrung, Gesundheitsversorgung haben, sich aber ohne Schul- und Ausbildung auch nicht selbst helfen oder gegenüber ihrer Regierung ihre Rechte einfordern können. Wer dieser Ansicht ist, ist einfach nur egoistisch und bequem!
      17 5 Melden
    • Lorent Patron 27.11.2016 14:19
      Highlight Aba: Die Ursachen dafür, dass

      "jedes Jahr unzählige Menschen sterben, weil sie nicht genug Wasser, Nahrung, Gesundheitsversorgung haben, sich aber ohne Schul- und Ausbildung auch nicht selbst helfen oder gegenüber ihrer Regierung ihre Rechte einfordern können"

      liegen nicht in Afrika sondern hier bei uns.

      Wir sind schuld. Wir sind verantwortlich.

      Daran ändert der ganze Entwicklungshilfe-Ablasshandel nichts. Im Gegenteil. Es hilft nur, auf Weihnachten hin unser schlechtes Gewissen zu beruhigen, und wie bisher jegliche Eigenverantwortung abzulehnen.

      Zynisch ist solche Entwicklungshilfe.
      9 19 Melden
    • gnp286 27.11.2016 16:54
      Highlight @Laurent: Haben Sie die geringste Ahnung, wie Entwicklungshilfe funktioniert? Denken Sie, wir geben einfach Kohle ab und die Sache ist gegessen?

      Wissen Sie, was dann passiert? Wissen Sie was passiert, wenn Sie das Geld, welches für die Werbekampagne drauf geht einach weiter geschickt wird? Wenn mans so macht versickert das Geld einfach in der Korruption und den einfachen Leuten gehts noch mieser.
      7 2 Melden
    • Lorent Patron 27.11.2016 17:09
      Highlight Genau das meine ich. Solange der Grundsatz gilt, wer zahlt befiehlt, solange kann die Hilfe nicht funktionieren. Systembedingt. Man darf das durchaus paternalistisch und entwürdigend nennen.

      Ich sag nicht, man soll das Geld irgendwelchen Regierungs- oder religiös motivierten Organisationen spenden. Im Gegentei: Man soll es direkt den Menschen überlassen, diesen "einfachen Leuten", die es nötig haben. Die können dann selbst entscheiden, wofür sie es einsetzen wollen.

      Indem wir das diesen Menschen zutrauen, geben wir ihnen ihre Würde zurück. Nicht, indem wir befehlen, weil wir nicht vertrauen.
      3 8 Melden
    • gnp286 27.11.2016 18:49
      Highlight Und den 'einfachen Leuten' wie Sie sie nennen einfach Almosen zu verteilen ist nicht entwürdigend?

      Der momentan einzige gangbare Weg ist Hilfe zur Selbsthilfe. Die Leute müssen Mittel und Knowhow bekommen, damit sie ihr Land sebst aufbauen können.
      12 1 Melden
    • Lorent Patron 27.11.2016 19:22
      Highlight Doch, gnp286. Bedürftigen Almosen zu verteilen ist entwürdigend. Aber genau darum soll es eben nicht gehen. Das Almosen beschreibt ziemlich treffend die entwürdigende, paternalistische Hilfe.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Almosen

      "Ein Almosen ist eine materielle Gabe an einen bedürftigen Empfänger ohne Erwartung einer materiellen Gegenleistung dieses Empfängers. Es unterscheidet sich von einer Spende durch den Beweggrund des Mitleids mit dem Empfänger. Je nach Kultur oder Religion kann sich mit einem Almosen die Erwartung eines geistlichen Vorteils oder das Ableisten einer Buße verbinden."
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    • Lorent Patron 27.11.2016 19:43
      Highlight Woraus soll denn "Hilfe zur Selbsthilfe" bestehen?

      WC-Schüsseln mit Spülknopf? Sanitäre Anlagen von Geberit? Wasser von Nestlé?

      Was den Leuten fehlt ist eine Bankkarte mit Geld drauf. Eine Identität. Kreditwürdigkeit. Das Recht, teilzunehmen.

      Warum verteilt Helvetas nicht einfach Kontokarten und sorgt für die "Mittel und das Knowhow", damit wir unser Geld direkt und bedingungslos diesen Notleidenden spenden können?

      Nicht die, sondern wir brauchen "Mittel und Knowhow", um deren Aufbau ihrer Gesellschaften zu unterstützen, indem wir deren Handlungsspielraum vergrössern (statt eingrenzen).
      2 6 Melden
    • gnp286 28.11.2016 02:39
      Highlight @Lorent: Nochmals: Auch supi dupi Kontokarten sind Almosen. Und zwar sehr direkte. Für was denken sie, geht das Geld auf ihren Kontokarten drauf? Strassen? Schulen? Brunnen? Andere Infrasteuktur? Wohl eher weniger...

      Unter Hilfe zur Selbsthilfe verstehe ich, dass man den Leuten vor Ort die Material und Arbeit subventioniert. Der Bauarbeiter, welcher eine Schule baut, bekommt einen Lohn, mit welchem er konsumieren kann und verbaut Material, welches andere Leute herstellen, welche dann ebenfalls Lohn bekommen und so weiter.

      Wichtig ist auch, das Geld an der Korruption vorbei zu bekommen.
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    • gnp286 28.11.2016 02:51
      Highlight Und wie soll das schlussendlich gehen? Wie sollen die Leute ihre Kohle auf der Kontokarte brauchen? Gehen die dann in die nächste Migros? Kaufen dort ein Brötli? Ach schade, der nächste Laden ist 50km entfernt und Infrastruktur hats keine dazwischen. Was nun?

      Ob Sies jetzt Almosen oder Spenden nennen, Kontokarten sind entwürdigend. Wenn jemand Infrastruktur bauen kann und dafür einen ordentlichen Lohn bekommt, dann landet das Geld auch bei den Leuten und sie behalten ihre Würde. Die Infrastruktur muss dann unterhalten werden, es braucht Lehrer und Bauarbeiter etc.
      4 0 Melden
    • Lorent Patron 28.11.2016 10:49
      Highlight Du bestätigst, was ich sage, gnp286.

      Du behauptest, sie würden "wohl weniger" in Schulen und Strassen investieren. Offenbar sind Schulen und Strassen nicht deren prioritären Bedürfnisse. Schulen und Strassen befriedigen nicht deren Bedürfnisse sondern unsere/deine.

      Hätten die Leute Geld auf Kontokarten, würden auch bald Banken Automaten aufstellen, Handybetreiber ihre Zahlangebote anpassen, Lebensmittelverteiler Filialen eröffnen, etc.

      "Dann landet das Geld bei den Leuten und sie behalten ihre Würde",
      denn dann könnten sie damit machen, was sie selber und nicht wir/du für richtig halten.
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  • na ja 27.11.2016 11:29
    Highlight Meine Mutter hatte auch noch ein Plumpsklo.......
    In Alphütten hat es heute noch zum Teil ein Plumpsklo... na und?
    Wichtiger ist, dass es Wasser hat und wo das Wasser knapp ist, sollte man nicht auf die Spühltaste drücken...
    Falscher Ansatz also, für diese Webung!
    Aber indirekt brauchen wir hier ihr Wasser, damit dort für uns billige Lebensmittel oder Blumen ect. produziert wird.
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  • #TeamVoigt 27.11.2016 10:53
    Highlight Man kann sich aber auch wirklich an allem stören...

    Baut diese Bundesstelle ab und das dadurch ersparte Geld gleich sinnvoll spenden - ohne grosses Tamtam.
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  • Hierundjetzt 27.11.2016 10:40
    Highlight Der Kontinent Afrika IST im Vergleich zu uns wirtschaftlich Rückständig. Südafrika, Botswana, Marokko und Ägypten mal ausgenommen (4 von 38 Länder...)

    Also, ist doch Tatsache.


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    • DerElch 27.11.2016 13:06
      Highlight Wie kommst du auf "nur" diese vier Länder? Die Kriterien nehmen mich Wunder weil ich aus vielen Afrika-Aufenthalten inkl Arbeitsaufenthalt hier Namibia, Kenya und Zimbabwe noch aufnehmen würde und auch Nigeria nicht zu unterschätzen ist in ounkto wirtschaftlichen Innovationen. Bestimmt noch weitere Länder, die kenne ich aber zu wenig
      2 2 Melden
    • Hierundjetzt 27.11.2016 15:08
      Highlight Ich beziehe mich auf Entwicklungsindex der Weltbank.

      Simbabwe hat eine Inflation von über 10'000 % nur so. Nigeria als entwickeltes Land zu benennen ist etwas gar mutig und entspricht nicht der Tatsache.
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    • DerElch 27.11.2016 19:14
      Highlight Ja, Zimbabwe hat eine hohe Inflation. Waren Sie mal dort? Ich schon. Mehrfach. Das Land hat eine enorm hohe Bildung, in Südafrika sind Zimbabwer die begehrtesten Arbeitskräfte weil sie hoch gebildet sind, keine arbeitsscheu haben und einen unbändigen Willen zeigen, etwas zu bewirken. Ja, aktuell ist die Lage gelinde gesagt beschissen, Mugabe sei Dank. Vieles geht zugrunde. Aber das heisst nicht, dass sich das Land nicht helfen kann und keine Wirtschaft hat! Im Gegenteil. Zimbabwe ist bzw wird für mich in Afrika eines DER Boom-Länder.Die Menschen gehen sehr kreativ mit ihren Möglichkeiten um
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    • DerElch 27.11.2016 19:17
      Highlight Und was Nigeria betrifft: Nigeria ist in Afrika eine der digitalen Vorreiter. Nigeria hat sehr viele News- und Unterhaltungs-Websites, sie haben unglaublich fortschriftliche Mobile-Lösungen. Nigeria einen wirtschaftlichen Boom zuzugestehen ist nicht mutig oder unwahr sondern durchaus eine Tatsache. Wobei man sicher "Entwicklung" benennen sollte: Wenn Sie darunter verstehen, dass man an jeder Ecke einen Starbucks hat, dann ist es nicht entwickelt. Digitale Innovationen hin oder her.
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  • Yes. 27.11.2016 10:37
    Highlight JEDER einzelne, der sich hier über Rassismus beklagt schadet echten Opfern von Rassismus. Macht nur weiter so "Komission gegen Rassismus". Die SVP hat dann aber bei den nächsten Wahlen vielleicht 40% der Stimmen antstatt 26%.
    74 7 Melden
    • gnp286 27.11.2016 16:56
      Highlight Oder Trump wird gewählt! oh wait...
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  • Aba 27.11.2016 09:45
    Highlight Wieso schreit niemand auf, wenn einsame schwarze Kleinkinder auf der Strasse liegend um Spenden werben, wie wenn sich die Afrikaner gar nicht um ihre Kinder kümmern würden? Wieso ist es ok, dass zig Hilfswerke Almosen verteilen, ohne die Ursachen der Armut anzugehen, es aber paternalistisch sein soll, die Menschen zu befähigen sich selbst zu helfen? Wieso ist es rassistisch, positive Veränderungen aufzuzeigen, statt immer nur zu jammern wie schlimm es ist? Sorry, don't get it...
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    • The Box 27.11.2016 11:36
      Highlight Den Nagel auf den Kopf getroffen. Wenigstens habe ich ein neues Argument, wenn mich die aufgestellten jungen Menschen von Corris das nächste mal auf der Strasse anhauen: völlig empört die Rassismuskeule schwingen.
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  • Saja: 27.11.2016 09:45
    Highlight Ich frage mich, wie diese Kritiker eine solche Kampagne lancieren würden.

    Afrika befand und befindet sich teilweise immer noch in einem paternalistischen Abhängigkeitsverhältnis. Ist doch idiotisch, dies zu verschleiern nur damit man sich besser fühlen kann.

    Ausserdem beinhaltet die Reihe auch eine Bildfolge, die mit einer jungen Frau endet die ihr eigenes Design trägt. Das wurde bei der Kritik wohl gekonnt ausgeblendet. Es werden also nicht nur 'Errungenschaften' aus paternalistischer Entwicklungshilfe sondern auch solche mit Selbstermächtigungsanteil abgebildet und thematisiert.
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  • mister_michael 27.11.2016 06:57
    Highlight Man könnte auch weisse Menschen nehmen, sagen die kommen von Afrika... Ernsthaft, wo ist das Problem, Afrika machte und macht Fortschritte wie "fast" jedes andere Land. Beispiel zur Schweiz: früher hatten Frauen kein Stimmrecht, heute schon. Oder früher hiess es Mann Arbeit und Frau Küche. Kann ja heute ungekehrt sein. Finde die Kampagne an sich wirklich gelungen.
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  • Andy Best 27.11.2016 06:55
    Highlight Na das sind ja super Neuigkeiten: Wenn keine Hilfsbedürftigkeit mehr besteht, dann brauchen wir also auch nicht mehr zu helfen. Bravo.
    123 9 Melden
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  • Wilhelm Dingo 27.11.2016 06:52
    Highlight Ist nicht jegliche Entwicklungshilfe rassistisch weil sie immer paternalistisch ist? Viel besser wäre es, Zölle für Afrikanische Waren abzuschaffen.
    124 13 Melden
    • Baba 27.11.2016 08:26
      Highlight Noch besser wäre es, den afrikanischen Markt nicht mit Schrottartikeln zu überschwemmen, die dann den lokalen Markt/Produzenten kaputt machen.

      Ein Beispiel (von vielen): Export von Hünerresten nach Westafrika, wo damit die lokalen Hühnerzüchter ihrer Existenz beraubt werden. Zusätzlich gesundheitlich sehr bedenklich, da nach dem Ausladen der tiefgekühlten Kartons von einer Kühlkette nur noch geträumt werden kann (https://goo.gl/cNaOo3 https://goo.gl/zINo31)
      28 0 Melden
    • menzoking 27.11.2016 09:11
      Highlight Das Ding ist man sollte zwar helfen, aber es soll niemand davon mitkriegen, denn das ist rassistisch. Am besten wirft man also einfach einen Koffer voll geld ins Gebüsch, mit einem zettel drauf: "WC".
      20 3 Melden
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  • Wilhelm Dingo 27.11.2016 06:50
    Highlight Hurra! Wir haben mindestens eine Bundesstelle gefunden welche sofort abgebaut werden kann!
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  • lilie 27.11.2016 06:38
    Highlight OK, Entwicklungshilfe ist eine heikle Angelegenheit. Es passiert leicht, dass Menschen in Drittländern so in Abhängigkeiten von Industrienationen oder internationalen Konzernen geraten.

    Hilfe zur Selbsthilfe ist das Zauberwort.

    Wie man aber in solche Plakate Rassismus und Paternalismus interpretieren kann, ist mir schleierhaft. Sie zeigen doch einfach, dass es möglich ist, innert weniger Generationen wichtige Fortschritte zu erzielen.

    Natürlich kann man fragen, WIE diese Fortschritte erreicht werden können - aber das ist doch nicht Ziel des Plakats. Das wäre dann einfach die nächste Frage.
    115 8 Melden
    • lilie 27.11.2016 07:28
      Highlight *DrittWELTländern 🙈
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  • Amboss 27.11.2016 04:55
    Highlight Ist Entwicklungshilfe also auch rassistisch?

    Diese ist doch in der Konsequenz diese paternalistische Hilfe vom Norden
    123 3 Melden
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  • gnp286 27.11.2016 04:22
    Highlight man kann auch wirklich, WIRKLICH überall Rassismus und Misogynie (paternalistisch und so) hineininterpretieren. Ist das wirklich nötig? wtf?
    127 11 Melden
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  • wonderwhy 27.11.2016 04:13
    Highlight Im Angesicht davon, dass die Hygiene und fehlende Abwassersysteme, ein ernstes Problem in vielen Teilen des Kontinents mit massiven Bevölkerungszuwachs darstellen, ist diese Kritik einfach lachhaft. Paternalistisch und koloniale Sicht? Dann sind die unzähligen Hilfeleistungen seit Jahrzehnten also rassistisch und herabwürdigend? Jetzt wirft man der Hilfsorganisation rassistische Werbung vor? Was soll daran bitte rassistisch sein? Wer überall und immer Hautfarbe sieht, sollte sich und seine Ansichten vielleicht mal etwas hinterfragen.
    115 8 Melden
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  • Angelo C. 27.11.2016 03:19
    Highlight Wir sind heute offenbar mittlerweile schon so weit, dass man selbst offenkundige Wahrheiten nicht einmal mehr richtig ausdrücken und darstellen darf, mit anderen Worten : diese stupid überrissenen Formen dieser unsäglichen political correctness treibt Blüten, die immer mehr an Seldwyla erinnern 🙄!

    Alles ist "Rassismus", auch das was Menschen und ihre armseligen Lebensverhältnisse offen darzustellen wagt, selbst wenn ihr Leben genauso beschissen abläuft, wie in dieser Werbung von Helvetas geschildert.

    Wo soll uns dieses heuchlerisch-verlogene Herunterspielen von Fakten noch hinführen 🤔?!

    154 14 Melden
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  • Domino 27.11.2016 03:16
    Highlight Afrika hat es geschafft in 100 Jahren die Bevölkerung zu verzehnfachen.
    65 37 Melden
    • Baba 27.11.2016 08:28
      Highlight Und was wollen Sie uns damit sagen?
      2 23 Melden
    • Nevermind 27.11.2016 10:07
      Highlight Wer sorgt für dich wenn du alt und krank bist?
      6 20 Melden
    • Domino 27.11.2016 11:56
      Highlight Wächst Afrika so weiter, so beherbegt es in 100 Jahren über 12 Mia Einwohner. Heute hat es einen Geburtenüberschuss von 84'000. Pro Tag.

      Das sind lediglich Fakten.
      Darum verstehe ich das geblitze nicht. Jeder soll sich seinen eigenen Gedanken machen.
      18 1 Melden
    • Baba 27.11.2016 15:06
      Highlight Und deswegen soll der Kontinent nicht unterstützt werden? Ich verstehe Ihre Aussage im Zusammenhang mit dem Thema des Artikels beim besten Willen immer noch nicht. Aber vielen Dank, dass Sie mich ermuntern "mir meine eigenen Gedanken zu machen"...

      "Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika" - ist auch lediglich ein Fakt, der aber mit dem Artikel nichts zu tun hat.
      1 8 Melden
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  • compuking 27.11.2016 02:54
    Highlight Oh man... Das ist wieder typisch... ist das echt rassistisch? Unglaublich wo überall Rassismus rein interpretiert wird...

    Aber wenn so Sachen unsere größten Probleme sind, dann bin ich echt froh und erleichtert...
    86 15 Melden
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