Schweiz

Über eine Million Schweizer wohnen in Hochwasserrisiko-Gebieten

03.11.16, 11:00 03.11.16, 11:19

Rund 1,1 Millionen Menschen in der Schweiz leben an einem Ort mit Hochwasserrisiko. Das hat ein Forschungsteam der Universität Bern errechnet. Landesweit befinden sich rund 270'000 Gebäude in Zonen mit geringer bis erheblicher Gefahr.

Hochwasser-Gefahrenkarten, die zeigen, wo Bäche, Flüsse oder Seen über die Ufer treten könnten, gibt es zwar. Das Forschungsteam des Mobiliar Lab für Naturrisiken der Universität Bern hat nun konkret ausgerechnet, wie viele Menschen in Gefahrengebieten wohnen und wie viele Gebäude sich in diesen Zonen befinden.

Neuwert 480 Milliarden Franken

Die Berechnungen sollen zeigen, wo die Schäden durch Hochwasser am grössten ausfallen könnten, wie die Universität Bern am Donnerstag mitteilte. Dadurch könnten beim Entscheid über Schutzmassnahmen Prioritäten gesetzt werden. Die etwa 270'000 Gebäude in Zonen mit Hochwasserrisiko haben einen Neuwert von 480 Milliarden Franken.

Der Überschwemmungsgefahr besonders ausgesetzt sind das Wallis, das Gebiet des Kantons Nidwalden, das St.Galler Rheintal und die Region Burgdorf BE. In diesen Zonen gibt es laut der Mitteilung Gemeinden, in denen über 80 Prozent der Gebäude gefährdet sind.

Geht man vom Anteil der in Risikozonen lebenden Bevölkerung aus, fallen auch die Regionen Meiringen/Interlaken im Berner Oberland, das Glarnerland sowie das Sarganserland als gefährdet auf.

In absoluten Zahlen betrachtet, leben auch Tausende Städterinnen und Städter in Gebieten mit Hochwasserrisiko, vor allem in Zürich, St.Gallen, Sitten, Winterthur, Luzern und Biel. In Zürich wohnen laut Studie fast 80'000 Menschen in rund 4000 Häusern in Gefahrenzonen. Die grösste Schweizer Stadt hatte 2015 rund 410'400 Einwohner.

Das Mobiliar Lab für Naturrisiken ist eine gemeinsame Forschungsinitiative des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern und der Mobiliar Versicherung. Es wurde 2013 gegründet und befasst sich mit Hochwasser, Sturm und Hagel in der Schweiz und dem Schadenpotenzial dieser Ereignisse. (gin/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Aus diesen 7 Gründen ist Trump der Chancentod aller Rechtspopulisten

Europa aus Schweizer Sicht – böse, böse, böse, böse, böse

17 Momente, in denen die Migros einfach zu weit gegangen ist

Jep, Xenia Tchoumi(tcheva) gibt es immer noch – und sie ist äusserst erfolgreich

9 falsche Vorurteile, die Menschen ohne Katze leider immer noch haben

Wie Erdogan Europa sieht – oder eine Karte mit ganz viel Keçi Seven

Kaiserin Theodora von Byzanz: Die Frau, die ihre Vagina mitten im Gesicht trug

Wie ein australisches Bier in eine Shitstormspirale gerät – ohne jegliche Absicht

Sex mit Tieren, Folter, Depressionen: 6 Beweise, dass Märchenprinzessin ein Scheissjob ist

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Catloveeer, 19.12.2016
Die beste App ever! Einfach 🔨
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

Artikel lesen