Schweiz

An kleinen Bahnhöfen wie Nottwil LU gibt es Billette nur noch via Automat oder App. Der Verkauf in der Post wird 2018 eingestellt. Bild: KEYSTONE

SBB streicht jeden dritten Schalter – Drei Kantone sind besonders betroffen

Die SBB treiben den Abbau bedienter Verkaufsstellen voran, weil der Verkauf dort fast keine Rolle mehr spielt. Bei Gewerkschaften und Bahn-Aktivisten stösst dies auf Widerstand.

Publiziert: 18.09.16, 00:21 Aktualisiert: 19.09.16, 13:15

Yannick Nock, Andreas MaurerPatrik Müller / schweiz am Sonntag

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

An kleinen Bahnhöfen wie Muttenz BL, Uetikon ZH oder Neuenhof AG gibt es ab dem 1. Januar 2018 nur noch Billette aus der Maschine. Betroffen sind 52 Bahnhöfe, an denen die SBB den Ticketverkauf ausgelagert haben. Post, Migrolino und Avec haben den Kunden bislang Billette angeboten. Nun streichen die SBB auch diese Ersatzlösungen. Der «Schweiz am Sonntag» liegt die Liste der betroffenen Bahnhöfe vor. Sie zeigt, dass der Abbau vor allem in den Kantonen Zürich, Thurgau und St.Gallen stattfindet.

Das Ende der 52 Partner-Verkaufsstellen ist der vorläufige Höhepunkt einer grösseren Entwicklung. Die Ticketschalter verschwinden aus den Schweizer Bahnhöfen, langsam, aber stetig. 2005 verkaufte das SBB-Personal noch Billette an 262 Haltestellen. Heute sind bediente Schalter nur noch an 176 von 794 Bahnhöfen vorhanden. Damit schlossen die SBB in nur zehn Jahren jede dritte Verkaufsstelle. Nur noch an jedem fünften Bahnhof können Billette bei Personal gekauft werden.

Hier gibt es ab 2018 nur noch Billette vom Automaten:

AG
Aarburg-Oftringen
Neuenhof
Sins
BE
La Neuveville
St-Imier
BL
Gelterkinden
Muttenz
GL
Näfels-Molis
LU
Nottwil
Reiden
Rothenburg Dorf
SG
Altstätten
Bad Ragaz
Flawil
Goldach
Jona
Rorschach Hafen
Schänis
Schmerikon
SH
Neuhausen
TG
Altnau
Bischofszell Stadt
Bürglen
Diessenhofen
Ermatingen
Eschlikon
Islikon
Kreuzlingen Hafen
Münsterlingen-Scherzingen
Sirnach
Steckborn
Sulgen
TI
Airolo
Giubiasco
ZH
Au
Bassersdorf
Birmensdorf
Elgg
Hedingen
Mettmenstetten
Niederhasli
Niederwenigen
Oberglatt
Oberrieden Dorf
Ossingen
Räterschen
Seuzach
Uetikon
Wiesendangen
Wila
Wipkingen

quelle: schweiz am sonntag

Spielt praktisch keine Rolle mehr

Ueli Stückelberger, Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr, geht davon aus, dass der Trend anhält. Einerseits weil der öffentliche Verkehr unter Kostendruck stehe, andererseits weil der bediente Billettverkauf praktisch keine Rolle mehr spiele.

Allein im vergangenen Jahr haben die SBB via Internet und App 40 Prozent mehr Tickets als im Vorjahr verkauft. Das sind über 18 Millionen Billette. Damit befindet sich der Online-Verkauf erstmals auf dem Niveau der bedienten Schalter, die 19,8 Millionen Tickets absetzten. Spitzenreiter sind die Automaten mit 48 Millionen Billetten.

SBB-Sprecher Daniele Pallecchi rechtfertigt den Abbau: «Der Bund verlangt, dass wir haushälterisch mit unseren Mitteln umgehen.» Bei den Billettkäufen sei ein massiver technologischer und gesellschaftlicher Wandel im Gange. «Wenn vier von fünf Billetten nicht am Schalter gekauft werden, ist es logisch, dass wir die Absatzzahlen unserer Verkaufsstellen regelmässig überprüfen», sagt er. Die Sicherheit an den Bahnhöfen bleibe aber gewährleistet.

Angst vor dem «Geisterbahnhof»

Dennoch regt sich nun Widerstand gegen das Schaltersterben. «Wir haben entschieden, eine Petition zu machen gegen die Schalterschliessungen bei den SBB», sagt Matthias Müller vom Verkehrsclub Schweiz (VCS). Innerhalb nicht einmal ganz einer Woche hätten die Petition 2500 Personen unterzeichnet.  

«Die Entwicklung ist beunruhigend», sagt auch Peter Moor, Sprecher der Gewerkschaft des Verkehrspersonals. Die SBB würden die Bahnhöfe viel zu stark «enthumanisieren». Andere sprechen von Geisterbahnhöfen. «Menschen werden durch Maschinen ersetzt», sagt Moor, «dabei schätzen die Passagiere den persönlichen Kontakt.»

Auch die Gewerkschaft rechnet damit, dass in den kommenden Jahren noch viele bediente Schalter geschlossen werden. Der Abbau zeichne sich bereits durch kürzere Öffnungszeiten ab, wie sie diese Woche für das Reisezentrum Glarus verkündet wurden. Auf diese Weise würde erst der Umsatz reduziert und dann der Schalter früher oder später geschlossen, sagt Moor. «Es ist immer das gleiche Muster.»

Auch grössere Bahnhöfe könnten bald vom Abbau betroffen sein. In der kommenden Woche wollen die SBB weitere Details zum Sparprogramm «Rail Fit» verkünden. Bis 2020 sollen 550 Millionen Franken eingespart und mindestens 900 Stellen abgebaut werden. Für 2030 und darüber hinaus sieht der Konzern zudem eine Kostenreduktion von 1,75 Milliarden Franken vor. Davon dürften auch Schalter betroffen sein. «Wir werden uns gegen überrissene Pläne wehren», kündigt Moor an. «Wenn alle anderen Mittel nichts nützen, sind wir auch bereit, zu streiken.»

Kritik an Busse bei Versehen

Kurt Schreiber, Präsident des Vereins Pro Bahn, ist schon einen Schritt weiter. Er bereitet eine Resolution vor. Schreiber verlangt von den SBB Kompensationen für die Schalterschliessungen. Vor allem ältere Menschen hätten Mühe, via App oder Automat ihr Billett zu lösen. Dabei würden ihnen häufiger Fehler passieren als bei der Bestellung am Schalter. So würden sie zwar den richtigen Zielort, aber die falsche Strecke wählen. Trotz gültigem Billett müssen sie dann einen Zuschlag von hundert Franken zahlen.

Schreiber fordert, dass diese «Busse» abgeschafft wird. «Auch die Post schliesst viele Schalter. Doch wenn ich den Einzahlungsschein falsch ausfülle, muss ich auch nicht einen Zuschlag von hundert Franken zahlen.»

(trs)

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  • seventhinkingsteps 18.09.2016 11:38
    Highlight Gut so. Bei aller Solidarität mit älteren Menschen: Wir können nicht ewig Schalter betreiben für eine immer kleiner werdende Minderheit, die nur mit einem Angestellen zusammen fähig ist ein gültiges Ticket zu lösen. Oder man verlangt einen Service-Aufschlag für Tickets vom Schalter.
    18 6 Melden
    600
  • elivi 18.09.2016 11:07
    Highlight Ich kenne einige dieser bahnhöfe ... Soll das heissen da arbeitet noch wer? Ich glaub einige halten sogar nur auf verlangen!
    Also ich denke, es macht natürlich keinen sinn ein schalter und ne person den tag lang rumsitzen zu lassen, um 1 oder 2 leute zu ein ticket zu verkaufen.
    Dann macht es schon sinn zu schliesse. Wir können ja nicht jammern die SBB gibt zu viel geld aus und gleichzeitig verlangen sie sollen leute einstellen ohne beschäftigung
    16 0 Melden
    600
  • mrmikech 18.09.2016 10:51
    Highlight SBB soll mal in London und die Niederlande schauen wie es dort funktioniert: einfach karte beim ein- und auschecken kurz an einen sensor halten und fertig. So braucht man keinen schalter, keine apps, keine ticketautomaten. Geht sogar mit touchless wie kreditkarte und handy. Ist auch sehr einfach für ältere menschen. SBB muss das rad nicht neu erfinden (swiss pass???). Einfach implementieren was irgendwo anderes schon gut funktioniert.
    4 9 Melden
    • giguu 18.09.2016 13:08
      Highlight Macht die SBB in Zukunft auch. Das Problem sind aber die Ticketingsysteme des öffentlichen Verkehrs. Diese werden nun fit gemacht für solche Lösungen.
      2 0 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 13:14
      Highlight Falsche Adresse der Kritik. Wende dixh an den VöV dsmit. Die SBB sind nur Teil davon.
      Wie gehst mit den Kritikern um von wegen Datensammeln?
      1 0 Melden
    • zettie94 18.09.2016 13:31
      Highlight In London und den Niederlanden sind lange nicht so viele Transportunternehmen am öffentlichen Verkehr beteiligt wie in der Schweiz. Solche Lösungen brauchen hierzulande deshalb etwas mehr Zeit... Mit dem SwissPass soll sowas aber in Zukunft irgendwann auch mal möglich sein.
      4 0 Melden
    • Charlie Brown 18.09.2016 15:00
      Highlight Wenn Herr und Frau Schweizer schon mit dem SwissPass überfordert sind (Datenkrake!!!!1!EINS!!ELF!1!), wird das mit der Idee in hundert Jahren nix.
      1 0 Melden
    600
  • lilie 18.09.2016 10:27
    Highlight Dass die SBB die Angebote durch Drittanbieter reduziert, ist naheliegend. Ich wusste z.B. nicht, dass der Migrolino in Uetikon Tickets verkauft - wie soll ich etwas nutzen, von dem ich nichts weiss? Und dann wundert sich die SBB, dass es nicht rentiert? 😒

    Ticketautomaten sind eine Qual für alle. Die Bedienung ist total unübersichtlich. Und wenn man dann mal rausgefunden hat, wies beim einen geht, funktionierts bei dem daneben bestimmt ganz anders (oder gar nicht)! 😝

    Schalter benutze ich für Auskünfte, wenn App, Fahrplan und Buschauffeur nicht ausreichen. Was zu oft passiert...
    9 19 Melden
    • Evan 18.09.2016 12:01
      Highlight Ich weiss wirklich nicht, was ihr mit den Automaten habt. Ja, sie könnten besser sein, so kompliziert ists dann aber doch nicht. aber dass dann jeder anders zu bedienen sein soll... Naja...
      14 1 Melden
    • Baba 18.09.2016 12:09
      Highlight Lille - Angebote, von denen niemand was weiss ist die Spezialität der SBB. War mit den mittlerweile angeschafften Minibars genauso (speziell auf der Nord-Südachse). Nachdem ich ein paar Mal durstig von ZH nach Locarno gereist war und mich das nächste Mal im Bahnhof mit Tranksame eingedeckt hatte, kam doch tatsächlich vor Zug ein Wägeli vorbei... Auf meine Nachfrage hiess es, es sei ein Testbetrieb und wenn's nicht rentiere, werde die Dienstleistung abgeschafft. Für jeden Hafenkäse werden Flyer aufgehängt oder verteilt, dafür aber nicht. Warum wohl? Weil man das Resultat negativ haben will?
      5 1 Melden
    • lilie 18.09.2016 12:54
      Highlight @Evan: Du kannst gerne mal eine Pilgerfahrt nach Uster machen und dort die beiden nebeneinanderstehenden Automaten im Busbahnhof im knallharten Alltagscheck vergleichen.

      Und wenn du damit fertig bist, kannst du noch die anderen Automaten auf dem Bahnhofareal vergleichen und dann einen Bericht erstellen, wieviele verschiedene Systeme du gefunden hast. Und wie man auf welchem welche Ticketart rauslässt und auf welchen Modellen welche Tickets nicht zu kriegen sind.

      Hinweis: Es wird eine mehrseitige Arbeit werden. 😉

      PS: Ich hab ein Abo - die Automaten kenne ich nur vom Anderen-Leuten-Helfen.
      1 1 Melden
    • Evan 18.09.2016 14:10
      Highlight @lilie, ich kenne mich zwar in Uster nicht aus, aber mir ist auch schon aufgefallen dass es (vor allem in Zürich und Umgebung) noch ältere Modelle hat, die auch mich schonmal verwirrten. Das ist aber ca. 7 Jahre her, dass mir zuletzt so einer untergekommen ist, der nicht die gleiche Software wie die anderen haben. Man muss also doch sehr genau suchen.
      1 0 Melden
    600
  • 2sel 18.09.2016 10:22
    Highlight "An kleinen Bahnhöfen wie Muttenz BL, Uetikon ZH oder Neuenhof AG gibt es ab dem 1. Januar 2018 nur noch Billette aus der Maschine."

    Ähm, in Neuenhof AG gibt es schon lange nur noch Billette aus dem Automaten und nicht erst ab dem 1. Januar 2018 wie geschrieben.
    9 2 Melden
    • zettie94 18.09.2016 13:33
      Highlight Sicher? Es geht im Artikel nicht um SBB-Schalter, sondern um Kiosk, Avec oder Migrolino, die heute nebenbei Billette verkaufen. Könnte in Neuenhof ja auch der Fall sein.
      0 0 Melden
    • 2sel 18.09.2016 14:02
      Highlight Ja es hat einen Kiosk. Aber ob man dort auch Billette kaufen kann, weiss ich nicht.
      0 0 Melden
    600
  • Töfflifahrer 18.09.2016 08:56
    Highlight Begonnen hat das doch bereits damit, dass vor Jahren an einigen Bahnhöfen sogar die Schalterangestellten den Kunden für gewissen Strecken sagten, sie sollen doch bitte das Billet am Automaten beziehen und den Schalter so freihalten (ist mir so ergangen). Wer begonnen hat das Billet am Automaten zu beziehen, wird nur noch in Ausnahmesituationen den Schalter "belästigen".
    Ich hoffe nur, dass die SBB sich ein Vorbild an einigen anderen Bahnen nehmen, wenn der Automat dann mal kaputt ist. Ehrlich gesagt bin ich froh an einem Ort zu leben der nicht von der SBB bedient wird sondern von der SOB.
    12 5 Melden
    600
  • simply smarter 18.09.2016 05:10
    Highlight Die SBB würde statt an der Front besser mal in der Verwaltung Stellen abbauen. Dem Vernehmen nach soll diese seit Beginn der Ära Meier übermässig angewachsen sein.
    59 10 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 13:15
      Highlight Hören sagen ist nicht aussagekräftig
      2 3 Melden
    600
  • simply smarter 18.09.2016 04:57
    Highlight La NeuVEville... im Fall!

    Fronssä diffissil, hä?
    35 7 Melden
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  • Brummbaer76 18.09.2016 03:43
    Highlight Naja wenn ich einen Einzahlungsschein falsch ausfülle, zahle ich zwar der Post keine Busse. Wenn ich Pech habe geht das Geld ans falsche Ort und ich darf die Kosten für die Umtriebe Zahlen.
    Nicht jeder Vergleich ist ein guter Vergleich.
    So wird der Protest nicht ernst genommen.
    24 8 Melden
    600
  • Psychonaut1934 18.09.2016 01:53
    Highlight Was ist denn der Moor für ein komischer Mensch? Ich, als Misanthrop, hasse persönlichen Kontakt. Die würden besser mal diese nervige "von wo bis wo fahren sie" Umfrage abschaffen. Seit kurzem nehme ich nicht mal mehr die Kopfhörer runter und beachte diese Nervensägen nicht mehr. Ich bin im Besitz eines GA, somit habe ich eine gültige Fahrkarte. Den rest geht die SBB nichts an. Immer dieses belanglos Gelaber von persönlichen Kontakt. Mehr Maschinen braucht das Land. Der Umgang mit Menschen ist nervig, überbewertet und belanglos. Würde jeder auf sich achten, wäre der ganzen Menschheit geholfen.
    32 88 Melden
    • Hoodoo 18.09.2016 07:49
      Highlight @Psyco... Die Umfragen sind für die Fahrgast-Statistik. Diese wird wiederum als Grundlage für die Abgeltung der einzelnen Bahnunternehmen gebraucht. (Genau, es gibt nebst SBB, auch BLS, SOB, RBS, ...)
      Wenn denn alle Fahrgäste durch Chip elektronisch erfasst würden, dann wäre auch die Belästigung von Psychonauten nicht mehr nötig.
      32 2 Melden
    • zettie94 18.09.2016 10:20
      Highlight Nicht nur für die Abgeltung, auch für die Angebotsplanung werden diese Statistiken gebraucht. Wenn z. B. viele Leute von Bern nach Uster fahren, dann wird eher darauf geschaut, dass in Zürich ein guter Anschluss für diese Verbindung besteht. Somit ist es auch in deinem persönlichen Interesse, wenn du da Auskunft gibst, so wird eher das Angebot auf deiner Verbindung verbessert.
      18 1 Melden
    • The Destiny 18.09.2016 10:30
      Highlight @Hoodoo, da möchte mir die sbb noch nachschnüffeln von wo bis wo ich gefahren bin ?
      geht gar nicht -.-
      0 17 Melden
    • simply smarter 18.09.2016 11:03
      Highlight @zettie94: Genau deswegen gebe ich da jeweils nicht an wo ich hinfahre, sondern wo ich gern hinfahren würde ;-)
      3 4 Melden
    • seventhinkingsteps 18.09.2016 11:35
      Highlight Kantig! Pass auf, dass du dich nicht noch daran schneidest!
      2 0 Melden
    600
  • Tschoumen 18.09.2016 00:58
    Highlight Vor nicht allzulanger Zeit wollte ich sehr kurzfristig von Basel nach Venedig reisen. Jedoch war der Schalter in Basel bereits geschlossen und ich musste die Reise sausen lassen... Ab wann kann ich internationale Tickets am Automat oder im Internet kaufen???
    42 28 Melden
    • zettie94 18.09.2016 01:06
      Highlight Internationale Tickets können schon heute im Internet gekauft werden (habe ich bereits mehrfach getan).
      69 4 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 02:44
      Highlight Kaufs im Internet. In diesem Fall auch trenitalia prüfen
      25 2 Melden
    • simply smarter 18.09.2016 05:53
      Highlight Yep, bei Trenitalia kann man auch den Sitzplatz auswählen. 👍👍👍 http://,
      15 1 Melden
    • Chihirovocale 18.09.2016 07:15
      Highlight Im Internet, ist aber nicht wie die schweizer Tickets über den Fahrplan möglich, gibt eine extra Kategorie Internationale Tickets unter Abos und Tickets. Leider nicht sehr kundenfreundlich... Aber das kennen wir ja schon von der SBB... Lohnt sich wirklich die ausländischen Seiten zu prüfen, schon nur preistechnisch oft interessanter...
      11 11 Melden
    • simply smarter 18.09.2016 10:54
      Highlight @Chihirovocale: Auch die Lösung für nationale Tickets ist wenig benutzerfreundlich, kann man doch z.B. die Spartarife 1. und 2. Klasse nicht direkt vergleichen. Man muss zuerst zurück und die Klasse wechseln. Mühsam und umständlich.
      2 1 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 13:17
      Highlight Tickets nach D über bahn.de nach Ö über ÖBB. TGV über TGV-Europe buchen inkl. jeweils Sitzplatzauswahl
      2 0 Melden
    600
  • zettie94 18.09.2016 00:56
    Highlight Der Titel des Artikels ist irreführend: Die SBB schliesst keine Schalter, sie stellt den Verkauf von Billetts über Drittanbieter ein. Die entsprechende Medienmitteilung ist bereits zwei Wochen alt.
    In den meisten Fällen spielt das keine Rolle - oder hat hier jemand jemals ein Billett im Migrolino gekauft? Sehr schade ist aber, dass davon auch die 11 privaten Stationshalter, z. B. das Bahnhofreisebüro Wipkingen, betroffen sind. Für diese bedeutet dies das Ende. Deshalb haben sie eine Petition an die SBB lanciert, den Entscheid noch mal zu überdenken: http://stationshalter-ade.ch/
    66 5 Melden
    600
  • The Ref 18.09.2016 00:47
    Highlight Spielt mir keine Rolle, ob die Schalter geschlossen werden. An die Automaten gewöhnt man sich schnell. Nur das angesprochene Problem mit den verschiedenen Routen sollte abgeschafft werden. Zudem sollten die Preise endlich wieder sinken.

    In England bezahlt man von Brighton nach London (60 Minuten) und zurück, inklusive ganztägiger U-Bahn-Benützung in London umgerechnet knapp 25.- Fr. ohne Halbtax oder Ähnlichem.
    Verglichen dazu kostet eine Tageskarte von St.Gallen nach Zürich ohne Halbtax 60.- Fr.

    Der Service, die Sauberkeit und die Pünktlichkeit sind dabei absolut gleichwertig.
    31 23 Melden
    • zettie94 18.09.2016 01:07
      Highlight Das Lohnniveau der Angestellten ist nicht ganz gleichwertig...
      59 12 Melden
    • exeswiss 18.09.2016 02:11
      Highlight die u-bahn fährt komplett Lokführer-frei im gegensatz zu tram und s-bahn...
      20 9 Melden
    • Tobi23 18.09.2016 03:24
      Highlight Wenn du hören würdest was die Englischen Kollegen über ihre Eisenbahn denken... (Zu teuer, stets unpünktlich, massiver Abbau seit privatisierung..)
      47 1 Melden
    • Maett 18.09.2016 07:52
      Highlight @exeswiss: die ersten vollautomatischen Linien sind für 2030 vorgesehen, aber zumindest in London fährt heute noch alles mit Lokführern.
      19 0 Melden
    • exeswiss 18.09.2016 11:47
      Highlight oh. dachte das währe so wie in paris oder tokio...
      1 3 Melden
    • Maett 19.09.2016 10:58
      Highlight @exeswiss: in Paris ist ausser der kurzen und nicht besonders relevanten M14 nichts automatisiert (welche übrigens derselbe Typ wie die M2 in Lausanne ist), es sei denn, ich wär nicht mehr up-to-date.

      In Tokyo ist glaub auch nur die Yurikamome-Linie automatisiert.

      Das sind alles Reifen-Bahnen und nicht mit den normalen Metros zu vergleichen.

      Die einzige automatisierte Schienenmetro, die mir gerade einfällt, fährt in Nürnberg.
      1 0 Melden
    • zettie94 19.09.2016 15:00
      Highlight @Maett: Du bist tatsächlich nicht mehr up-to-date. Seit 2012 verkehrt die Linie 1 ebenfalls vollautomatisch, die Arbeiten zur Umstellung der Linie 4 laufen.
      Gummibereifung ist kein Kriterium für vollautomatischen Betrieb, in Brescia verkehrt die Metro auf konventionellen Eisenrädern ebenfalls vollautomatisch.
      0 0 Melden
    • Maett 19.09.2016 15:48
      Highlight @zettie94: die Linie 1 von welcher Stadt meinen Sie? Ich hab deren vier erwähnt.

      Und doch, die ersten Automatik-Metros waren Gummireifen-Systeme, welche mit deutlich geringerer Geschwindigkeit unterwegs und somit besser kontrollierbar sind.

      Dass es inzwischen auch automatisierte Schienensysteme gibt ist mir bekannt, ich hab ja Nürnberg erwähnt. Es wird sicherlich noch weitere geben, wie Brescia, welches Sie genannt haben.

      Schon interessant das ganze, ich frage mich wann diese Systeme ausserhalb von geschlossenen Metro-Systemen Einzug halten :-)
      0 0 Melden
    • exeswiss 19.09.2016 16:41
      Highlight @maett M1 von paris
      0 0 Melden
    • zettie94 19.09.2016 21:11
      Highlight @Maett: Sorry, Paris natürlich.
      Automatische Systeme ausserhalb von geschlossenen Metros? Wenn es nach gewissen Leuten geht 2022 im Baselland - es wird davon gesprochen die Waldenburgerbahn, welche sowieso komplett umgebaut wird, zu automatisieren. Ob das dann aber wirklich kommt darf derzeit noch mit einem grossen Fragezeichen versehen werden...
      0 0 Melden
    600
  • zettie94 18.09.2016 00:44
    Highlight Wenn jemand ein Billet an den richtigen Zielort über die falsche Strecke löst muss er wohl in den seltensten Fällen eine Busse bezahlen. Die Zugbegleiter reagieren da meist sehr kulant (nachdem vor ein paar Jahren sehr viel Kritik geäussert worden ist, als sie eine Zeit lang nicht mehr so kulant sein durften).
    30 8 Melden
    • simply smarter 18.09.2016 05:04
      Highlight Kulanz ist Glückssache für den Passagier. Es braucht endlich eine offizielle kundenfreundliche Lösung, bei der man nicht auf das Wohlwollen und die gute Laune des Kontrollpersonals angewiesen ist. Die heutigen Zonensysteme sind diesbezüglich eine Zumutung und aus Kundensicht ein Rückschritt um Jahrzehnte!
      42 5 Melden
    • zettie94 18.09.2016 10:28
      Highlight Die Zonen sind den Tarifverbunden geschuldet. Für den Kunden haben diese grosse Vorteile gebracht, z. B. ein Ticket für alle Verkehrsmittel. Leider sind die Zonenbillette nicht mit den Streckenbilletten (die über einen Tarifverbund hinausgehen) kompatibel.
      Eine einfache Lösung dazu existiert aber (noch) nicht.
      8 1 Melden
    • Hierundjetzt 18.09.2016 10:40
      Highlight Zettie: doch, die Lösung heisst GA 😉
      3 1 Melden
    • simply smarter 18.09.2016 11:07
      Highlight @zettie94: Die Gründe für das kundenfeindliche Schlamassel sind mir bekannt, danke.
      Aber von hochbezahlten Politikern und Tarif- und Verkehrsexperten erwarte ich nicht Problembeschreibungen sondern kundenfreundliche Lösungen, erst recht angesichts der doch stolzen ÖV-Tarife hierzulande.
      3 2 Melden
    • simply smarter 18.09.2016 13:01
      Highlight @Hierundjetzt: Bloss lohnt sich nicht für jeden ein GA.
      2 0 Melden
    • Hoppla! 18.09.2016 13:36
      Highlight Zu meiner Aufklärung: Ich als unregelmäsaiger ÖV-Benutzer hatte bisher, bei Käufen via App, noch nie Probleme. Wo liegt da der Hund genau begraben?
      2 0 Melden
    • zettie94 18.09.2016 13:44
      Highlight Ich glaube die Tarifexperten sind sich der Problematik sehr wohl bewusst, aber eine kundenfreundliche Lösung ist bei dem komplexen Verkehrssystem der Schweiz eben nicht so einfach.
      Es sind verschiedene Lösungen in der Mache, sehr interessant vom Ansatz her ist z. B. Lezzgo vom Libero Tarifverbund.
      0 0 Melden
    600
  • The Destiny 18.09.2016 00:41
    Highlight Ich wünschte, ich könnte die sbb mit jr ersetzen. Günstiger, sauber, sehr selten verspätet und einen super Service.
    9 36 Melden
    • Donald 18.09.2016 02:15
      Highlight Die SBB wünschte sich auch für jede Linie ein eigenes Gleis und keine störenden Güterzüge. Kurz: Das lässt sich nicht vergleichen.
      30 6 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 02:45
      Highlight Nur gibts verschiedeneFaktoren warum die Japaner pünktlicher sind
      14 3 Melden
    • Maett 18.09.2016 07:53
      Highlight @The Destiny: als ob die JR bei Mischbetrieb pünktlicher wäre als die SBB...
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    • The Destiny 18.09.2016 10:26
      Highlight @Maett, das lässt sich nicht sagen.

      @Donald, was die Pünktlichkeit betrifft magst du ja recht haben, aber was sauberkeit, preis und service betrifft ist jr einfach unschlagbar.
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    • exeswiss 19.09.2016 20:13
      Highlight @The Destiny also ich hatte noch nie probleme mit der sauberkeit und fahre täglich zug und bus...
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  • Hierundjetzt 18.09.2016 00:28
    Highlight Das mit den komplizierten Automaten verdanken wir aber dem Kassensturz. Die SBB wollte nur eine Strecke am Automaten anbieten.

    Der Kassensturz beschwerte sich, da der Kunde so keine ausreichende Wahlmöglichkeit habe.

    Tja, jetzt haben wir den Salat :(
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    • pun 18.09.2016 08:05
      Highlight Da würd mich jetzt eine Quelle ehrlich interessieren. Nach kurzer Quelle habe ich nur Kassensturzberichte gefunden, die diese Praxis kritisieren?
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    • Evan 18.09.2016 12:07
      Highlight Das wäre wirklich interessant, dazu mehr zu erfahren..
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Mit diesen 5 Tricks bist du immer der Schnellste an der Ladenkasse (und nein, Leute schubsen gehört nicht dazu)

Du kennst das Problem: Da gehst du nach Feierabend noch schnell in einen Supermarkt, um dir ein, zwei Kleinigkeiten zu holen. In kürzester Zeit hast du all deine Sachen zusammengekramt ... und dann hat es nur lange Schlangen vor den Kassen. Natürlich erwischst du die Reihe, an der du am längsten anstehen musst – obwohl du dir zu Beginn sicher warst, dass es die beste Wahl war.

Passiert immer. Und wahrscheinlich immer genau dir. 

Da kommen uns die folgenden Tipps von der New York Times grad …

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