Schweiz

Im Oktober 2014 wurden zwei SBB-Mitglieder wegen Pornokonsums am Arbeitsplatz fristlos entlassen. 
Bild: KEYSTONE

Exzessiver Pornokonsum bei SBB-Mitarbeitern – Bundesverwaltungsgericht bestätigt Entlassungen

Das Bundesverwaltungsgericht hat die fristlose Entlassung von zwei SBB-Angestellten bestätigt. Sie hatten an ihrem Arbeitsplatz täglich stundenlang pornografische Seiten konsultiert.

18.12.15, 11:59 18.12.15, 12:16

Die beiden Angestellten haben damit während der Arbeitszeit das Internet missbräuchlich genutzt und die Sorgfaltspflicht verletzt, wie das Bundesverwaltungsgericht zu den am Freitag veröffentlichten Urteilen mitteilte. Die Entscheide können noch beim Bundesgericht angefochten werden.

Die SBB hatte die beiden Angestellten mit Verfügungen vom 17. September respektive 17. Oktober 2014 fristlos entlassen, nachdem der betriebsinterne Informatikdienst eine intensive Nutzung pornografischer Webseiten am Arbeitsplatz festgestellt hatte.

Mehr als vier Stunden am Tag

Einer der Entlassenen hatte demnach während 17 Arbeitstagen mehr als 80 Stunden damit verbracht, sich pornografische Bilder im Internet anzusehen. Das entsprach einem Durchschnitt von mehr als vier Stunden pro Tag. Der zweite Entlassene hatte während der 42-tägigen Überprüfung rund zwei Stunden pro Tag im Internet pornografische Seiten aufgesucht.

Die beiden Entlassenen fochten die Verfügungen ihres Arbeitgebers beim Bundesverwaltungsgericht an. Dieses stellte zwar fest, dass es bei der Kontrolle bestimmte Unregelmässigkeiten gegeben hat.

Gemäss dem Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz hätte die SBB vor der Überprüfung der Identität der beiden Angestellten die zuständigen Personaldienste benachrichtigen müssen. Deshalb wurde eine Verletzung des Datenschutzgesetzes gerügt.

In der Tat sei die Kontrolle nachträglich durchgeführt worden und habe bereits vollendete Tatsachen betroffen, die die Beschwerdeführer nicht mehr hätten ändern können, heisst es. Allerdings erwog das Bundesverwaltungsgericht, dass diese Unregelmässigkeiten nicht genügten, um dem Kontrollbericht die Gültigkeit als Beweismittel zu versagen.

Angesichts der Schwere der festgestellten Tatsachen kommt das Gericht deshalb zum Schluss, dass der Bericht des Informatikdienstes dazu verwendet werden konnte, um gestützt darauf die fristlosen Entlassungen auszusprechen. (sda/cma)

Apropos Porno am Arbeitsplatz: Kannst du dieses Quiz lösen, ohne dass es dein Chef sieht?

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47
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  • */* 19.12.2015 15:00
    Highlight "pornografische Seiten konsultiert"

    Hat die automatische Korrektur aus konsumiert ein konsultiert gemacht?

    Das Quiz am Schluss hat den Artikel einfach nur unnötig langgestreckt.
    0 1 Melden
  • Karl33 19.12.2015 14:40
    Highlight wenn man sich diese neu erstellten bürogebäude anschaut, kann man sich vorstellen, wie die manager und ceo's da supereffiziente büroflächen haben wollten, die erlauben, das letzte aus den angestellten rauszupressen. wer würde gerne da in dieser retortenbürostadt arbeiten? da muss man sich bei aller absurdidät dieser meldung nicht wirklich wundern. human ressources, billig, austauschbar, firmenkulturen ohne verantwortung und möglichkeit zur eigeninitiative. wer kann sich schon mit solchen firmen identifizieren, ausser über den zahltag am ende des monats?
    0 1 Melden
  • Gsnosn. 18.12.2015 23:55
    Highlight Zur Stosszeiten...
    2 1 Melden
  • Lichtblau 18.12.2015 22:07
    Highlight Hm. Was macht sowas mit dem Arbeitsklima? Arbeiten da auch Frauen? Und müssen die sich nicht über Gebühr mit ständig angespitzten, anzügliche Witze machenden, ihnen am Drucker auflauernden Kollegen herumschlagen?
    3 11 Melden
    • Pisti 19.12.2015 04:15
      Highlight Steht irgendwo geschrieben dass Männer sich stundelang Pornos angeschaut haben?
      6 3 Melden
  • Ron Collins 18.12.2015 18:29
    Highlight Und für diese Bestätigung brauchte es wirklich ein Bundesgerichtsentscheid?? Meine Güte.... Wie bundesbeamte an ihren Arbeitsplatz kleben!!! ;))
    21 5 Melden
    • Sir Lanzelot 19.12.2015 03:43
      Highlight Bundesverwaltungsgericht...
      0 1 Melden
  • koks 18.12.2015 18:06
    Highlight man fragt sich, was für langweilige jobs das sind, wo die leute sich so ablenken müssen.
    24 4 Melden
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 18.12.2015 18:04
    Highlight Ich hoffe mal das waren nicht Lokführer.....
    22 3 Melden
  • Darkside 18.12.2015 17:43
    Highlight Man sollte eher die IT Führung in Frage stellen warum in einer so grossen Firma offenbar keine Content Filter eingesetzt werden.
    36 8 Melden
  • m.kohlhaas 18.12.2015 17:22
    Highlight schoggi-läbe! also wenn man 4 stunden am tag pornos bei der arbeit schauen kann, dann scheinen mir diese arbeitsplätze so oder so keine existenzberechtigung zu haben...
    45 3 Melden
  • Dysto 18.12.2015 14:17
    Highlight Mitarbeiter bei watson können immerhin behaupten, sie recherchieren gerade etwas für den nächsten Artikel, falls auf ihrem Schirm irgendwelche NSFW-Bilder sichtbar wären. ;)
    47 3 Melden
    • m.kohlhaas 18.12.2015 17:19
      Highlight ja, gopf! war gerade im tram...
      10 0 Melden
    • Philipp Dahm 18.12.2015 17:54
      Highlight Deshalb hatte ich mich von Anfang an hier beworben!!! Es ist nur Recherche! ;)
      29 1 Melden
  • Rendel 18.12.2015 14:06
    Highlight Für mich stellt sich zuerst die Frage, ob bei den beiden Mitarbeitern eine Suchterkrankung vorliegt. Könnte ja sein und dann sollte man anders vorgehen als die Mitarbeiter fristlos zu entlassen.
    16 32 Melden
    • Rendel 18.12.2015 18:01
      Highlight Wer meint 4 h Porno pro Tag seien noch gesund und können nicht auf die eine Krankheit hindeuten, der hat wohl selber ein Problem. Das geht an die Blitzer.
      10 11 Melden
    • Hayek1902 18.12.2015 18:28
      Highlight ich glaube eher, die waren unterbeschäftigt und die stelle sollte nicht wieder besetzt werden. gibt sicher noch mehr davon
      9 2 Melden
    • Ron Collins 18.12.2015 18:31
      Highlight Krankheit?? Ne, fuuli perversi sieche! Punkt!;)) ja genau, die armen brauchen bestimmt ein CareTeam! LOL
      11 12 Melden
    • Sir Lanzelot 19.12.2015 03:50
      Highlight Sowas Rendel... Dan wäre die Kündigung ja missbräuchlich ui ui ui ...
      Und keiner (ausser Rendel) hast gemerkt!
      6 1 Melden
  • Dä Brändon 18.12.2015 13:26
    Highlight ....oder dem.
    44 1 Melden
    • tronic_fx 18.12.2015 14:41
      Highlight Da kommt mir der in den Sinn
      32 2 Melden
    • Dä Brändon 18.12.2015 16:11
      Highlight Hahahahaha der ist gut!!!
      7 1 Melden
  • Dä Brändon 18.12.2015 13:26
    Highlight Konnte mich nicht entscheiden, zwischen dem...
    19 1 Melden
  • R0by 18.12.2015 13:05
    Highlight Ich arbeite in der IT.
    Bei uns sind solche Seiten geblockt und auch die Proxys, um zu verhindern, dass die Sperre umgangen wird.
    37 1 Melden
  • saderthansad 18.12.2015 12:49
    Highlight da gewinnt der begriff "ferrosexuell" eine ganz neue bedeutung.
    42 4 Melden
  • Lumpirr01 18.12.2015 12:45
    Highlight Auch bei der SBB müssen die Mitarbeiter ihre Lieblings-beschäftigung in die Freizeit verlegen. Machen sie es während der Arbeitszeit, müsste vorgängig der Entlassung eine Verwarnung ausgesprochen werden. Allerding staune ich über deren Ausdauer, auf die mancher der Leser vermutlich neidisch sein könnte...........
    41 1 Melden
  • DasSchaffenWir 18.12.2015 12:14
    Highlight Unsere Gesellschaft ist schlichtweg oversexed und underfucked
    95 4 Melden
  • Stephan Locher 18.12.2015 12:10
    Highlight Auch wenn ich nichts von Pornokonsum oder ähnlichem am Arbeitsplatz halte:

    Es ist wiedermal schockierend, wie wenig Datenschutz und Arbeitnehmerrechte in unserem Land zählt!
    24 60 Melden
    • atomschlaf 18.12.2015 12:43
      Highlight @Stephan: Der gute Mann (vermute ich mal) hatte innert 17 Tagen 80 Stunden mit Pornos am Arbeitsplatz vertrödelt. Das sind über 4.5 Std pro Tag.
      Sorry, aber wer a) so viel Zeit mit arbeitsfremden Tätigkeiten vertrödelt und b) noch so dumm ist, über das Netzwerk des Arbeitgebers Pornos zu ziehen, der verdient es nicht besser.
      94 3 Melden
    • Charlie Brown 18.12.2015 13:56
      Highlight @Stefan Locher: Datenschutz? Arbeitnehmerrechte? Du machst Witze? Diese Angestellten treten ihre arbeitsvertraglichen Pflichten mit Füssen und sollen nun wie genau vor was geschützt werden?
      38 0 Melden
    • Alex_Steiner 18.12.2015 13:59
      Highlight @atomschlaf: Nein, es ist gegen das Gesetz. Ich hoffe die Informatiker wurden auch sofort entlassen. Entweder haben sie keine Ahnung von Datenschutz oder sie haben bewusst dagegen verstossen. Raus mit dennen.
      11 26 Melden
    • MyAnusIsBleeding 18.12.2015 14:15
      Highlight @Alex_Steiner: Für sowas unterschreibt man so ein Wisch (fällt mir grad nicht mehr ein, wie der heisst), bei welchem der Arbeitnehmer bestätigt, dass er die Informatikmittel nur zu einem bestimmten Zwecke benutzen darf. Und da gab es bis jetzt immer ein Paragraph, welcher explizit darauf hinwies, dass kein Konsum von pornographischem Material, oder anderes was auch immer mit Nacktheit zu Tun hatte, zu unterlassen sei.
      Wenn's verdächtig wird, gibt's Stichproben und wenn diese positiv sind, je nachdem Verwarnung oder "Tschässe Bäse" 😃.
      10 3 Melden
    • Charlie Brown 18.12.2015 14:25
      Highlight @Alex Steiner: Ich fürchte mal, sie haben da zu wenig Ahnung von der Rechtslage.
      6 3 Melden
    • Alex_Steiner 18.12.2015 15:03
      Highlight @Tell99: Ehm hier in dem Artikel steht das es so ist und die SBB deswegen auch gerügt wurde. Aber ja... vermutlich hat der Richter auch keine Ahnung.

      "[...] Deshalb wurde eine Verletzung des Datenschutzgesetzes gerügt."
      7 0 Melden
    • Charlie Brown 18.12.2015 15:28
      Highlight @Alex Steiner: Unterschied zwischen Rüge und Entlassung. Kennsch?
      0 8 Melden
    • Charlie Brown 18.12.2015 15:33
      Highlight @Alex Steiner: Zudem: " Gemäss dem Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz hätte die SBB vor der Überprüfung der Identität der beiden Angestellten die zuständigen Personaldienste benachrichtigen müssen. Deshalb wurde eine Verletzung des Datenschutzgesetzes gerügt."

      Nicht die Überprüfung wurde bemängelt sondern nur, dass die Personaldienste nicht INFORMIERT wurden. Werten wur dasmal nicht gleich als Angriff auf unsere Privatsphäre.

      A propos Privatsphäre: Das war doch alles während bezahlter Arbeitszeit mit IT-Mitteln des Arbeitgebers...
      9 3 Melden
    • Stephan Locher 18.12.2015 15:41
      Highlight Wie ist es möglich, dass jemand soviel Arbeitszeit verdödelt und trotzdem die entsprechende Leistung bringt?

      Anstelle einer Fristlosen Entlassung wäre hier eine Verwarnung angebracht.
      Gemäss Artikel fand dies nicht statt.
      1 6 Melden
    • Stephan Locher 18.12.2015 15:45
      Highlight Hier wurde der Datenschutz missachtet (Rüge eines mit dem Fall betrauten Richters) und damit zufällig etwas verbotenes aufgedeckt.

      Doch was ist, wenn das nächste mal der Datenschutz missachtet wird und dann jemand fliegt weil diese Person Mitglied der falschen Partei zu sein scheint, oder (noch unverfänglicher) auf der Website einer Konkurenzbahn war?
      6 2 Melden
    • Charlie Brown 18.12.2015 15:48
      Highlight @Stephan Locher: Gute Frage. Da liegt sicher auch ein massives Führungsproblem vor.

      Aber bei der Schwere des Verstosses kann ich auch damit leben, wenn es keine Verwarnung gibt. Neben dem Porno-Aspekt (explizit geregelt!) haben die Mitarbeiter 25-50% der Arbeitszeit und damit ihres Lohnes gestohlen. Bei einem Griff in die Portokasse mit dem Ausmass wäre eine fristlose Kündigung imho auch gerechtfertigt.
      8 3 Melden
    • Charlie Brown 18.12.2015 15:50
      Highlight @StephanLocher: Zum zweiten Kommentar: Der IT ist aufgefallen, dass sich jemand entgegen den Richtlinien verhält und ist daraufhin aktiv geworden. Es wurde bicht zufällig oder auf Vorrat untersucht.
      2 1 Melden
    • Alex_Steiner 18.12.2015 16:26
      Highlight @Tell99: Der Richter muss die Informatiker auch nicht entlassen sondern die SBB. Der Richter hat die SBB gerügt - die SBB sollte jetzt den Verantwortlichen entlassen. Derjenige der die Untersuchung angefordert hat und vielleicht noch die Informatiker.

      "Nicht die Überprüfung wurde bemängelt sondern nur, dass die Personaldienste nicht INFORMIERT wurden. " Das ist ja auch das verdammte Problem. Überprüfen dürfen sie - aber nur mit Ankündigung. Ohne ist es nicht erlaubt. Und das sollte jeder Informaiker wissen.
      2 3 Melden
    • atomschlaf 18.12.2015 17:41
      Highlight @Stephan Locher: Eine Kündigung wegen Mitgliedschaft in einer Partei oder Besuch der Website einer Konkurrenzbahn (LOL) hätte das Gericht mit Garantie wieder aufgehoben. Vermutlich auch eine Kündigung wegen Pornographiekonsum, wenn die beiden Fälle nicht derart krass gewesen wären.
      3 2 Melden
    • Charlie Brown 18.12.2015 21:21
      Highlight @Alex Steiner: Nein. Nicht Ankündigung. Information. Sollten die Pornokonsumenten etwa drüber informiert werden, dass dann nächste Woche ihren Pornokonsum überwacht? Und sonst gehts noch gut?
      3 2 Melden
  • Nameless Hero 18.12.2015 12:09
    Highlight Wie ist denn das aufgefallen? Sind sie zu spät gekommen?
    134 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.12.2015 12:45
      Highlight hätte jetzt beinahe den Kaffee über den Bildschirm geprustet^^
      42 3 Melden
  • 90er 18.12.2015 12:05
    Highlight Hoffentlich sind zumindest die Mitarbeiter pünktlich gekommen ^^
    53 1 Melden
  • Wnuss 18.12.2015 12:05
    Highlight Und doch hat's nichts gebracht, kein Zug kam jemals zu früh
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