Schweiz

Oskar Freysinger. Bild: KEYSTONE

Zum Thema Meinungsfreiheit: Freysinger referiert an rechtspopulistischer Veranstaltung

Publiziert: 05.11.16, 12:00

Der Walliser SVP-Staatsrat Oskar Freysinger tritt am Samstag in Berlin an einer Veranstaltung des rechtspopulistischen Magazins «Compact» auf. Er ist dort Gastredner zum Thema Meinungsfreiheit.

Die ursprünglich in Köln geplante Veranstaltung «gegen Islamisierung und Fremdherrschaft» war Ende September abgesagt worden. Die Vermieter des Veranstaltungsortes hatten den Organisatoren den Vertrag gekündigt.

Weil die Konferenz «Für ein Europa der Vaterländer» nicht stattfinden konnte, steht die neu angesetzte Veranstaltung nun unter dem Motto «Offensive zur Rettung der Meinungsfreiheit».

Er nehme «aus Prinzip» an der Veranstaltung teil, sagte Freysinger am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er werde dort seine Sicht zur Meinungsäusserungsfreiheit darlegen. Zudem wolle er über die direkte Demokratie in der Schweiz und über ein «mögliches Zukunftsmodell für Europa» referieren.

Dass an der Konferenz der wegen Volksverhetzung verurteilte Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann nach ihm auftreten wird, stört Freysinger nicht. «Für das, was andere sagen werden oder getan haben, trage ich keine Verantwortung», sagte er dazu. (viw/sda)

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  • Yallix 06.11.2016 11:43
    Highlight Nachtrag
    Hoffentlich hat Freysinger in seiner Rede nicht vergessen, zwei überzeugende Beispiele von Meinungsfreiheit à la SVP anzuführen:
    So löschte die Swisscom auf Druck der SVP-Parteiführung einen kritischen Artikel von ihrer Webseite (Blick online, 8.7.2016) und
    SVP-Asylchef Andreas Glarner zensierte kurzerhand einen unliebsamen Artikel im Dorfblatt (Aargauerzeitung online, 10.5.2016).
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  • Yallix 05.11.2016 22:07
    Highlight Freysinger ist schlicht eine Schande für den Berufsstand der Lehrer und Akademiker:
    Wer als Lehrer und Hochschulabsolvent immer noch nicht das Prinzip der MITverantwortung begriffen hat, sollte besser selber wieder die Schulbank drücken (und zwar die Unterstufe), anstatt irgendeine Leitungsfunktion inne zu haben oder gar noch die Jüngeren zu unterrichten.
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  • Yallix 05.11.2016 21:44
    Highlight "Für das, was andere sagen werden oder getan haben, trage ich keine Verantwortung."
    Hat Freysinger hier etwa eben eine neue Definition für vollkommene Charakterlosigkeit kreiert?
    Wenn es nicht Freysinger mit seinen etwas selektiven Geschichtskenntnissen (z.B. Flagge im Keller) wäre, würde es mich doch mehr als erstaunen, dass er als Akademiker und in seiner politischen Funktion offensichtlich noch nie etwas von den Zusammenhängen zwischen Ideen, Motivationen und Handlungen gehört hat.
    Darum als Literaturtipp: Heckhausens "Rubikonmodell der Handlungsphasen" (ganz leicht zu googeln).
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  • karl_e 05.11.2016 17:17
    Highlight Ach, Freysinger!
    Aber einen gewissen Unterhaltungswert hat er schon.
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  • philosophund 05.11.2016 14:41
    Highlight Evtl brauchts eine Gegenbewegung... «Offensive zur Rettung des Verstandes»? :-P


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  • äti 05.11.2016 14:00
    Highlight Direkte Demokratie und Rechtspopulismus und Volksverhetzung und trägt keine Verantwortung. Ein toller Schweizer.
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  • Morph 05.11.2016 13:12
    Highlight Arbeitet der immernoch als Lehrer im Vallis?
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    • gelb 05.11.2016 13:37
      Highlight Noch schlimmer...er sitzt im Regierungsrat des Kantons.
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  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 05.11.2016 13:05
    Highlight Das Wort Populismus wird von jenen ausgesprochen, deren Argumente zu ihrem Leidwesen nicht zu überzeugen vermögen.
    Wer dieses Wort benutzt, ist einfach ein schlechter Verlierer.
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    • Lowend 05.11.2016 13:32
      Highlight Oder ein Realist.
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    • Datsyuk 05.11.2016 13:44
      Highlight Ah, folglich gibt es gar keine Populisten..?
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    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 05.11.2016 14:16
      Highlight @Datsyuk: Das Wort Populismus wird zur Diffamierung des polit. Gegners benutzt. Das erkennt man daran, dass es immer einem Gegner zugeschrieben wird, jedoch niemals einem Mitstreiter oder sich selbst. Dabei spielt die Partei keine Rolle. Alle Parteien werfen sich bei Gelegenheit gegenseitig Populismus vor.
      Diese Diffamierung soll den Redner unglaubwürdig machen und sein Argument ungültig. Aber das kann nicht klappen. Argumente existieren unabhängig vom Redner. Nur ein schlechter Verlierer tut's dennoch.
      Populismus entspricht nicht einem Sachverhalt, sondern der Angst vor der Demokratie.

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    • fax 05.11.2016 14:56
      Highlight Dann nennen wir sie einfach Rassisten und Aufwiegler. Das ist dann auch klarer. Volksverhetzer wär auch noch eine Möglichkeit. Wer sich so der Demokratie bedient missbraucht sie.
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    • Moelal 05.11.2016 15:08
      Highlight Professor Trump argumentiert wie Trump: etwas dump...
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    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 05.11.2016 15:57
      Highlight @Fax: "Aufwiegler" und "Volksverhetzer" sind ebensowenig neutrale und objektive Begriffe. Sie drücken ganz einfach die Missbilligung einer öffentlichen Aufforderung aus.

      Ihre Ansicht, dass es Missbrauch der Demokratie sei, wenn andere Ihnen missliebige Forderungen aussprechen, die ist zutiefst totalitär und steht damit der Nazidenke sehr nahe.
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    • banda69 05.11.2016 17:01
      Highlight @dr. dr. trump - Wie würden sie denn Feyersinger, Wilders, Le Pen, Haider, Blocher, Köppel, Maurer, Glarner und Konsorten benennen?
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    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 05.11.2016 21:16
      Highlight @banda69: es sind Politiker.
      Verlogen und selbstsüchtig wie alle es sind.
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    • banda69 05.11.2016 22:23
      Highlight @trump - Du machst es dir aber sehr einfach.
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    • Yallix 06.11.2016 01:03
      Highlight "Verlogen" und "selbstsüchtig", "wie alle"
      Wow, extrem objektive und neutrale Begriffe...
      (die aber bei offensichtlicher Faktenlage durchaus zutreffend sein können).
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    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 06.11.2016 13:07
      Highlight @Yallix: Dass Politiker lügen, lässt sich leicht nachweisen. Das ist eine Tatsache und kein subjektives Empfinden. Es fängt schon bei den Wahlversprechen an, von denen jeder weiss, dass sie nicht eingehalten werden können. Falsche Versprechen zu machen, ist eine Form der Lüge. Da fängt die Lügerei an und hört nicht mehr auf.
      Es gibt keinen Politiker, der im Verlauf seiner Karriere nicht hin und wieder entgegen seiner bekundeten Überzeugung handelt, sei es aus wahltaktischen Gründen, oder aus Macht- oder Geldgier, sprich: aus Selbstsucht.
      Auch das ist bei jedem nachweisbar.
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