Schweiz

Im Februar 2014 nahm das Stimmvolk die Masseneinwanderungsinitiative an. Bild: KEYSTONE

MEI-Umsetzung: Bei 3 von 10 Jobs gilt künftig ein Arbeitslosen-Vorrang

16.06.17, 14:53 16.06.17, 15:52

Im Dezember sind die Würfel im Zuwanderungspoker gefallen: Nach mehreren emotionalen Monsterdebatten einigte sich das Parlament auf eine Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative (MEI). Kern der beschlossenen Lösung war eine Art Arbeitslosenvorrang: In Berufen und Regionen, in denen es überdurchschnittlich viele Arbeitslose gibt, müssen Chefs ihre offenen Stellen dem Arbeitsamt melden und anschliessend geeignete Bewerber zum Gespräch einladen. 

Die Zuwanderung soll also gedämpft werden, indem die Stellen möglichst mit Personen besetzt werden, die bereits in der Schweiz als Arbeitslose registriert sind.

Heute nun hat der Bundesrat festgelegt, in welchen Fällen der Arbeitslosenvorrang konkret zur Anwendung kommen soll:

Gemäss Gesetz kann der Bundesrat den Schwellenwert jährlich neu festlegen, wenn es die Situation auf dem Arbeitsmarkt erfordert. Die Vorschläge werden in den kommenden Wochen in die Vernehmlassung geschickt. Sie sollen auf Anfang nächstes Jahr verabschiedet werden.

Umfrage

Sind Sie zufrieden mit der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative?

  • Abstimmen

494 Votes zu: Sind Sie zufrieden mit der Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative?

  • 39%Ja, die Lösung erscheint mir sinnvoll.
  • 31%Nein, sie ist zu lasch.
  • 6%Nein, sie ist zu streng.
  • 23%Ich habe den Überblick längst verloren.

Während linke Politiker erfreut auf die Vorschläge des Bundesrats reagieren, beklagen SVP-Exponenten einmal mehr die «Nichtumsetzung» ihrer Initiative.

(jbu)

Eine Burka für alle Fälle

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Oberon 16.06.2017 19:16
    Highlight Jo jetzt will ich noch wissen was uns diese Blase gekostet hat.

    Das schlimmste am ganzen ist eigentlich die Ignoranz an der eigenen Bevölkerung.
    Wie kann es sein das Schweizer im eigenen Land teilweise gleich oder schlechter als Ausländer gestellt werden.
    20 7 Melden
    • Pasch 16.06.2017 19:55
      Highlight Wenn wir solches Schulniveau wie z.b. in Deutschland hätten, würden mehr Leute mit Matur dastehen (zumindest in den ersten Jahren)
      und somit mehr Leute Zugang zu Studienplätzen. Echt ein Witz was manche Wissen und doch einen Schein im Herkunftsland bekommen haben.
      Dann natürlich das sich diese auch mit weniger Gehalt zufriedengeben,so ala einfach mal reinkommen dann läuft das schon.
      Wenn uns die Mehrwertsteuerrückerstattung gestrichen werden sollte, dann sollten Unternehmen im Gegenzug eine Strafsteuer fürs Anstellen von Auswärtigen zahlen.Und nicht irgendwelche Dinge die nicht gehalten werden
      5 3 Melden
    600
  • Terence Thai 16.06.2017 18:30
    Highlight Wer ist Nils Fiechter?
    Der Pressesprecher von Erich Hess oder der persönliche Assistent von Thomi Fuchs?
    3 20 Melden
    600
  • axantas 16.06.2017 18:09
    Highlight Das Ganze wirkt wie eine Placebo-Beruhigungstablette. Auslösen wird es nichts, weil die Politik in Bern gar nichts unternehmen will. Da sind zu viele konträre Interessen der Lobbygruppen in Bundesbern.
    Also bastelt man schöne Hearings mit der Wirtschaft (Herr Schneiderammann) oder Volksberuhigungen wie diese Quote. Die bringen nichts, weil die Hintertüren gross wie Scheunentore sind.

    Ich bin der Politik aber auch dankbar. Von Bundesbetrieb nach 40 Jahren entsorgt habe ich mich nach DE abgesetzt. Nicht das Paradies, aber ein zufriedener Job und ich zupf in 6 Jahren AHV aus der Schweiz.
    15 5 Melden
    600
  • Stigs 16.06.2017 17:51
    Highlight Unabhängig zu dieser Situation bin ich dagegen für alles Gesetze zu erlassen.

    Aber solche Situationen entstehen weil sich jeden Tag Personen entscheiden sich für diese Stelle zu bewerben oder diesen Arbeiter zu nehmen. Und jetzt soll man die Entscheidung, die Wahl dieser Menschen mit einer Abstimmung von anderen Menschen einschränken.
    Ein Widerspruch im Prinzip der Demokratie.
    Demokratie ist das jeder frei wählen kann, nicht um sich gegenseitig zu fesseln, einzuschränken und hoffen das man sich so einen Vorteil gegenüber den anderen verschafft.

    (nicht mitbedacht sind hier landesgrenzen)
    1 17 Melden
    • axantas 16.06.2017 18:25
      Highlight Zitat..."und hoffen das man sich so einen Vorteil gegenüber den anderen verschafft".

      Das ist dann aber genau das, was die Wirtschaft letztlich macht. Sie verschafft sich Vorteile, indem sie sich im billigeren Ausland mit Gütern und Arbeitskräften eindeckt um letztlich mehr Gewinn zu machen.
      12 0 Melden
    600
  • Stigs 16.06.2017 17:15
    Highlight Wenn der Arbeitgeber diese fünf Tage aussitzt kann er dann auf ausländische Arbeiter zugreifen
    25 1 Melden
    • pachnota 16.06.2017 17:44
      Highlight Ja selbstverständlich!
      ..und GENAU dies, wird er auch tun.
      22 2 Melden
    600
  • Einer Wie Alle 16.06.2017 16:37
    Highlight An der ganzen MEI Thematik nerven mich mehrere Dinge...

    Den Linken wird die ganze Schuld für die Nicht-Umsetzung angelastet, dabei besitzt die Rechte im Nationalrat die Mehrheit (!).

    Die Nicht-Umsetzung an sich nervt mich auch, immerhin erhielt der Nationalrat den Auftrag vom Volk zur Umsetzung. Heisst nicht, dass ich für die Initiative war, aber so eine Kontingenten-Lösung fände ich nicht mal schlecht, die hätte ja man Jahr für Jahr anpassen können oder so horrend hoch setzen, dass es keinen Unterschied macht.

    Dann nervt mich noch dieser unnötige "Arbeitslosenvorrang"
    19 29 Melden
    • Wambolium 16.06.2017 17:35
      Highlight Zum Thema Nichtumsetzung der MEI. Die Bundespolitik hat ihr Bestes gegeben. Natürlich, da gebe ich dir Recht, wurden einige Passagen des MEI-Verfassungsartikels nicht umgesetzt (bspw. Kontingente, Höchstzahlen). Nur, diese Passagen konnten gar nicht ungesetzt werden, da es dazu Neuverhandlungen mit der EU über das FZA-Abkommen gebraucht hätte und diese haben nicht geklappt. In der MEI gab es ausserdem eine Umsetzungsfrist von drei Jahren, ewig Zeit hatte die Bundespolitik also auch nicht :)
      10 24 Melden
    • pachnota 16.06.2017 17:48
      Highlight Wambolium
      Man hat es eben gar nicht probiert, und genau dies, stellt eben den Verrat dar.
      22 15 Melden
    • Wambolium 16.06.2017 18:06
      Highlight pachnota
      Die Schweiz hat ein Verhandlungsmandat gestellt.
      10 5 Melden
    • R. Peter 16.06.2017 18:08
      Highlight Es ist nicht die Schuld der Linken, es ist ein Versagen der ganzen Politik! Alle ausser der SVP waren dagegen, alle inkl. der SVP sind aktiv oder passiv an diesem Verfassungsbruch mitschuldig. Wozu stimmen wir überhaupt ab? Was sollte die Angstmacherei von wegen "Bilaterale abholzen" der Gegner, welche sich nach der Niederlage vor dem Volk im Parlament trotzdem gegen die passive SVP und Verfassungsartikel durchgesetzt haben? Wozu die Angstmacherei zuvor? Nichts davon ist eingetreten. Entweder wurde ich vor der Abstimmung angelogen oder sie wurde ignoriert. RIP Demokratie Schweiz...
      9 5 Melden
    • pachnota 16.06.2017 18:45
      Highlight Wambolium
      Normale Diplomatie.
      Wenn eine Seite nicht über ein Thema reden will, sucht man sich eben ein Thema über das sie gerne Reden möchte.
      6 8 Melden
    • Wambolium 16.06.2017 19:34
      Highlight pachnota

      "Wenn eine Seite nicht über ein Thema reden möchte"

      Wie schon im vorherigen Post geschrieben, die Schweiz hat eine Anfrage zum Verhandeln geschrieben. Doch die EU wollte nicht verhandeln. Zum Verhandeln braucht es immer zwei.
      4 3 Melden
    • pachnota 16.06.2017 19:49
      Highlight Wambolium,,,verstehst du nicht?

      Es ist normal, das die EU nicht "darüber" sprechen möchte.
      Dann verküpfen wir das Thema MEI halt mit dem Thema des "Transitverkehrs in Nord-Süd-Richtung".
      Und da hast u die EU in "no time" am Verhandlungstisch.
      Die ist (währe) völlige normale Diplomatie.

      Doch die Schweizer wollten das Thema eben selber NICHT verhandeln, und genau die war das Problem.
      6 4 Melden
    • Einer Wie Alle 16.06.2017 20:19
      Highlight Meiner Meinung nach hätte man bei Komplikationen mit der EU weitere Abstimmungen machen müssen, so quasi, entweder Verträge mit der EU oder die Kontingente bringen.. Es gab somit eine fehlende Kommunikation mit dem Volk und da liegt Meinung nach der Hund begraben!
      5 1 Melden
    • Wambolium 16.06.2017 20:46
      Highlight Hier gebe ich "Einer wie Alle" Recht, was bei solchen Komplikationen das Beste wäre, wäre das Volk zu befragen.
      Man hätte diverse Abstimmungen veranstalten können, um herauszufinden, was das Volk nach den gescheierten Verhandlungen über MEI und FZA wirklich haben möchte.

      Folgende Abstimmungen wären mMn passend gewesen:

      -RASA
      -Gegenvorschlag RASA mit Streichung der 3-Jahres Frist
      -Gegenvorschlag RASA mit Streichung der 3-Jahres Frist sowie Streichung der Kontingente und Höchstzahlen
      -Kündigung des FZA --> führt zu Kündigung der Bilateralen 1.
      3 2 Melden
    • Wambolium 16.06.2017 20:46
      Highlight pachnota

      Ob man bei so einer Verknüpfung die EU am Verhandlungstisch gehabt hätte ist reine Spekulation.
      2 4 Melden
    • pachnota 16.06.2017 21:22
      Highlight Wambolium
      Natürlich ist es reine "Spekulation"..
      Es wurde ja auch nie ausprobiert..!
      4 0 Melden
    • Wambolium 17.06.2017 10:35
      Highlight Laut der EU ist das FZA nicht verhandelbar, ob eine Verknüpfung mit einem anderen Dossier den nötigen Erfolg bebracht hättte, wage ich zu bezweifeln. Für die Schweiz ist die EU ein sehr wichtiger Handelspartner (fast 55% der Exporte der CH gehen in die EU, ca. 73% der Importe kommen aus der EU). Man kann also schon sagen, die CH ist von der EU abhängig. Für die EU hingegen ist die Schweiz zwar ein wichtiger Handelspartner, aber nicht so wichtig, dass sie von uns abhängig ist. Die EU besteht aus 28 (teils viel grösseren) Staaten und ist definitiv am längeren Hebel.
      1 4 Melden
    • R. Peter 17.06.2017 16:25
      Highlight Wambolium, was willst du mit den Handelsanteilen sagen? Der Handel mit der EU verschwindet nicht, wenn die Bilateralen 1 fallen sollten. Beide Seiten profitieren vom gegenseitigen Handel.
      2 0 Melden
    • Fabio74 17.06.2017 18:33
      Highlight @pachnota: Wie man so einfach gestrickt sein kann.
      Willst den Gotthard zu machen als Drohung oder wie willst die EU an den Tisch nötigen?
      Mit bisschen Denken hättest gemerkt, dass die CH sich in eigene Knie schiesst mit solchen idiotischen Ideen.
      1 3 Melden
    • pachnota 17.06.2017 18:48
      Highlight Ja Wambolium
      Ich glaube, dein Pessimismus ist nicht fördelich.
      Etwas mehr Selbstbewusstsein, gerade als kleines Land, währe drinngend notwendig.
      Ansonnsten werden wir erpressbar. Und dies ist keine gute Situation.
      2 1 Melden
    600
  • gusg 16.06.2017 16:27
    Highlight "Während fünf Tagen sollen nur die gemeldeten Arbeitslosen Zugriff auf die gemeldeten Jobs haben."

    Ist das ein Scherz? Nach 5 Tagen ist der "Vorrang" vorbei und es können sich als alle auf die Stelle bewerben?
    48 0 Melden
    • pachnota 16.06.2017 16:32
      Highlight Ja, so sieht es die "Nichtumsetzung" vor. (...)
      35 3 Melden
    600
  • pachnota 16.06.2017 15:53
    Highlight Diese zinische Nichtumsetzung der MEI, ist eine verhöhnung aller die schon länger auf Jobsuche sind, und denen zum wiederholten mal eine billigere EU- Arbeitskraft vorgezogen wurde.

    Aber diese "Opfer" der Personenfreizügigkeit, sind den Linkel, wurstegal.
    Sie wollen den "Internationalismus", den sie mit Hilfe der EU in Griffnähe sehen.
    Hauptache, das Volk hat nichts mer zu melden.

    Traurige und falsche Entwicklung in der Schweiz.
    40 33 Melden
    • Radesch 16.06.2017 17:04
      Highlight Einfaches Feindbild, aber so läuft der Hase nicht. Die Rechten besitzen im Nationalrat eine Mehrheit, deswegen kann man die Nichtumsetzung der FDP und SVP anlasten. Die SP hat diesbezüglich nicht wirklich viel zu melden.

      Abgesehen davon wusste die SVP, dass diese Initiative nicht umsetzbar war. (Sonst hätten sie das Referendum ergriffen).

      Falls die Bilateralen vors Volk kommen, werden wir sehen, wie die allgemeine Stimmung ist im Volk. Aber nur Freien Warenverkehr ohne Personenfreizügigkeit will die EU eben nicht, dass wurde mehrmals klar gestellt.
      21 22 Melden
    • Wambolium 16.06.2017 17:39
      Highlight Die MEI konnte gar nie richtig umgesetzt werden. Da bspw. Höchstzahlen und Kontingente, innert der Umsetzungsfrist von drei Jahren, Neuverhandlungen mit der EU über das FZA-Abkommen verlangt hätten. Und diese Neuverhandlungen haben nicht geklappt.
      13 13 Melden
    • pachnota 16.06.2017 17:42
      Highlight Lieber Radesch
      Es geht hier ja nicht, um was die EU will, oder nicht.
      Wir als Schweizer dürfen immer noch entscheiden, und glücklicherweise, sind wir (noch) nicht Mitglied in diesem undemokratischen Machtapparat.

      Mit genau solchen Aussagen, wie "SVP hätte Referendum machen sollen" streuen sie den Leuten Sand in die Augen.

      Selbstverständlich hatte die SVP recht dieses NICHT zu ergreifen, aber das wissen sie vermutlich selbst.
      12 16 Melden
    • pachnota 16.06.2017 17:46
      Highlight Und die SP hat sich in dem Fall, mit den Arbeitgebern in,s Bett gelegt, und den Arbeitnehmer gerne verraten...es soll ja EU-wärts gehen.
      14 13 Melden
    • R. Peter 16.06.2017 18:11
      Highlight Radesch, es gibt einen gewichtigen Unterschied zwischen "Bilaterale ja oder nein" und "im Zweifel MEI statt bilaterale, besser beide". Die Schweiz hat nie mit dieser Konsequenz verhandelt und folglich auch keinerlei Druck aufgebaut. Was möglich gewesen wäre oder nicht steht in den Sternen...
      7 6 Melden
    • Radesch 16.06.2017 18:40
      Highlight @Panachota

      Wenn die EU nunmal Personenfreizügigkeit will, dann ist das so. Die einzige Möglichkeit die wir nun hätten wäre, die Bilateralen zu kündigen. (Durch eine weitere Volksabstimmung). Ich bin kein Fan dieser Variante.

      Nochmalls der Nationalrat ist mehrheitlich rechts/bürgerlich. Sie sollten ihren SP Hass eventuell etwas beiseite legen und mal die Augen öffnen.

      Hätte man diese absolut sinnfreie Umsetzungsfrist nicht, wäre wahrscheinlich auch ein besserer Kompromiss zustande ge kommen.

      Merken sie sich das. Keine Initiative wird 1:1 umgesetzt. Kompromiss nennt man sowas ;)

      12 8 Melden
    • SemperFi 16.06.2017 18:56
      Highlight @pachnota: Die rechte Seite betont ja immer wieder, es gäbe keine linken Unternehmer. Folglich hätten es die rechten Unternehmer in der Hand, nur Eidgenossen anzustellen. Aber beim Portemonnaie hört der Patriotismus dann offensichtlich schnell auf.
      15 2 Melden
    • pachnota 16.06.2017 19:32
      Highlight SemperFi
      Eben,,,betone ich ja immer.
      Die MEI währe ein zutiefst "soziales" Anliegen gewesen.
      6 4 Melden
    • Radesch 16.06.2017 22:54
      Highlight @R. Peter

      Das ist richtig. Ein riesen Problem ist aber:

      Die Initianten der MEI haben gesagt (fast garantiert), dass die MEI die Bilateralen nicht tangiert.

      Jegliche Aufkündigung der Bilateralen würde die Kraft der Materie verletzen und die Initiative ungültig machen, da die Bilateralen nicht zur Abstimmung standen. (Egal wie sehr man sich das reininterpretieren möchte) Das besser hätte verhandelt werden können, steht doch ausser Frage. Man nehme nur schon diese (sorry) bescheuerte Umsetzungsfrist. Wo ist denn der Sinn darin den Gesetzgeber zu hetzen?
      2 5 Melden
    • R. Peter 17.06.2017 08:04
      Highlight Radesch, die Gegener sagten: "MEI annehmen = Bilaterale abholzen". Die Befürworter sagten, dass das nicht stimme, weil die EU verhandeln werde, weil sie ebenfalls ein grosses Interesse an den Bilateralen 1 habe.

      Wann aber waren die Bilateralen in den Verhandlungen je ernsthaft in Gefahr? Warum sollte die EU ohne Not (keine Verknüpfung von Dossiers und Bereitschaft, Risiko einzugehen) in Verhandlungen ein steigen, bei denen Sie nur nachgeben müsste ohne etwas dafür zu bekommen (Erhalt/ Anpassung anderer Verträge zum Beispiel, diese waren immer offen kommuniziert sakrosankt und unumstösslich).
      4 2 Melden
    • R. Peter 17.06.2017 11:47
      Highlight Radesch, vielleicht hilft der Vergleich mit Lohnverhandlungen: wenn Sie für Ihren Argeber ein wertvoller Mitarbeiter sind und mehr Lohn fordern, wird Ihnen Ihr Arbeitgeber diesen in wirtschaftlich schwereren Zeiten nie gewähren, wenn sie freundlich anfragen und gleichzeitig klar machen,dass Sie vollstes Verständnis für einen ablehnenden Entscheid hätten und dieser auch nichts an Ihrer Motivation ändern und sie die Anstellung auch keinesfalls in Frage stellen werden. Das heisst nicht dass mehr Lohn unmöglich ist. Genau so hat die Schweiz mit der EU in dieser Sache verhandelt. Bravo. Nicht.
      3 3 Melden
    600
  • MadScientist42 16.06.2017 15:44
    Highlight Ich halte generell ziemlich wenig von der MEI, aber sie wurde angenommen, daher sollte man sie auch so gut wie möglich umsetzen. Oder wenn sie nicht umsetzbar ist, nicht zur Abstimmung zulassen.
    Statt Kontingenten und Inländervorrang, schreibt man nun nur eine Stellenmeldepflicht ins Gesetz, die zwar eine gute Sache ist, aber nicht einer Umsetzung würdig ist.

    Finde ich ziemlich schwach!
    43 2 Melden
    • Terence Thai 16.06.2017 18:35
      Highlight Nur so,Personenfreizügigkeit wurde vom Volk mehrmals angenommen.
      Und die guten Herren von der Svp haben immer behauptet, dass beides zusammen funktioniert. Hier sehen Sie das Ergebnis
      4 9 Melden
    • pachnota 16.06.2017 19:33
      Highlight Henä Hennessy
      hätte auch gut funktioniert. Nur wurde die MEI sabotiert, von einer Parlamentsmehrheit.
      6 4 Melden
    • Fabio74 17.06.2017 18:35
      Highlight @pachnota Es hätte eben nicht funktioniert. Es gab keine Verhandlungen weil die eine SEite nicht wollte. Punkt.
      Fürs Referendum war deine SVP dann halt zu feige. Aber es macht sich halt besser vor Kameras zu "täubelen und stämpfelen" wie ein dummes Kind und "Verrat" zu schreiben.
      1 0 Melden
    600
  • kEINKOmmEnTAR 16.06.2017 15:10
    Highlight Wie aus dem Initiativentext der SVP ein solches Gesetz entstehen kann fragt sich mal noch einer. Unabhängig von meiner persönliche Meinung finde ich dass hier ein demokratisch legitimierte Entscheid nicht umgesetzt wird.
    68 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.06.2017 15:21
      Highlight Selbst Linke spühren, dass der Demokratie mit dieser Umsetzung in die Eier getreten wurde.
      60 16 Melden
    • Fräulein Fensterplatz 16.06.2017 16:48
      Highlight
      Jein, dies mag vielleicht im ersten Moment so scheinen. Dadurch, dass die Initiative so knapp angenommen wurde, zeigt sich, dass man sich bezüglich des Themas nicht einig ist (selbstverständlich ist man sich bei Abstimmungen nie einig) - gerundet sind genau gleich viele dafür wie dagegen. Auch dies sollte bei einer Umsetzung berücksichtigt werden. Daher, würde ich meinen, wurde der Demokratie durchaus recht getan..


      5 21 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.06.2017 17:37
      Highlight Ja Fräulein Fensterplatz geht es allerdings um einen knappen mehrheitsentscheid zugunsten der linken, wird bei der Umsetzung gewohnheitsweise keine Rücksicht auf die Minderheit genommen. Warum kann man im Leben nich mal ehrlich sein?
      13 13 Melden
    • R. Peter 16.06.2017 18:14
      Highlight Fräulein Fensterplatz, wird durch eine Nichtumsetzung nicht eher der knappen Minderheit entsprochen? Oder welche Anliegen der Mehrheit wurden erfüllt und welcher Minderheit?
      8 2 Melden
    • Reto32 16.06.2017 19:48
      Highlight Wieso müssen Sie sich solche Fragen stellen?

      Der Dialog wurde mit der EU gesucht. Seit November 2015 wissen wir, dass die Höchstzahlen und Kontingente, laut Bundesgericht, rechtlich gesehen zu keine Restriktion der Personenfreizügigkeit führen können, was auch heisst, dass dieser Teil der MEI faktisch unumsetztbar ist. Und mit dem Inländervorrang (samt Interview- und Bergündungspflicht) wäre der nationale Vorrang umgesetzt worden. Doch raten Sie mal, welche Partei die Begründungspflicht herausgenommen hat, und dafür gesorgt hat, das die Vorlage grösstenteils zahnlos bleibt...
      4 5 Melden
    • Reto32 16.06.2017 19:50
      Highlight Ich bin zwar kein Fan der Bilateralen, aber ich hätte es als viel fraglicher erachtet, wenn der BR unter die Erpressungsversuche einiger Initianten nachgegeben hätte und die PFZ gekündigt hätte. Denn: A) die Initianten haben bis ins Abstimmungsbüchlein Schwarz auf Weiss versprochen, dass die Bilateralen 1 im Falle einer Annahme nicht in Gefahr gebracht hätten können B) dies gegen mindestens 3 Volksentscheide gehen würde C) und natürlich, eine Kündigungsnotiz des BR unterliegt nicht dem fakultativen Referendum, was eine echte, ehrliche Kündigungsabstimmung bequemerweise verhindert hätte.
      3 4 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 20:01
      Highlight @Aron777; Und wo wäre ein so knapper Entscheid in linker Sache (zB Initiative der SP) gefällt worden, der dann zu 100% umgesetzt wurde?
      Oder nehmen Sie einfach mal vorsorglich an dass dies so sein könnte?
      5 4 Melden
    600
  • Pasch 16.06.2017 15:07
    Highlight Welche Berufsarten wären zum jetzigen Zeitpunkt tangiert?
    32 1 Melden
    600
  • N. Y. P. 16.06.2017 15:02
    Highlight Liebes Parlament
    Lasst es bleiben. Ist eh nur ein Papiertiger. Die Firmen sollen also Bewerber vorladen, die sie eigentlich nicht vorgeladen hätten. Sollte sich unter den Zwangseingeladenen niemand finden lassen*, dann wird schlussendlich trotzdem ein Ausländer eingestellt.

    * eine Begründung findet sich immer
    47 5 Melden
    • urs_b 16.06.2017 15:21
      Highlight Solange in der Bildung immer weiter gespart wird, werden wir weiterhin Menschen aus dem Ausland als Arbeitskräfte benötigen.
      Aber die SVP benötigt ja Wähler (gut gebildete wählen diesen Club sicher nicht).
      36 43 Melden
    • roterriese 16.06.2017 15:33
      Highlight @urs_b ich wähle SVP und habe einen Universitätsabschluss. Ihre Behauptung ist somit falsch.
      40 36 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 15:50
      Highlight @roterriese;
      Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
      Zudem könnte ich Ihnen eine kleine Rangliste aus meinen Auftragnehmern posten, mit deren Bildungsgrad und Parteipräferenz; die würde zumindest im vorliegenden Fall urs–b recht geben.
      15 22 Melden
    • Sir Lawrence 16.06.2017 16:00
      Highlight @urs_b Reicht ein Master und ein PhD?
      27 2 Melden
    • grumpy_af 16.06.2017 16:13
      Highlight @Sir Lawrence: Ein Master in Genderstudies oder Psychologie genügt den gehobenen Ansprüchen des linken Flügels bestimmt. ;)
      20 3 Melden
    • N. Y. P. 16.06.2017 16:17
      Highlight @FrancoL
      Aristoteles hatte es mehr mit dem Frühling. Sommer ist natürlich auch richtig.
      Wo waren wir ? Ach ja, dieser MEI-Murks ist ja eigentlich das Thema.
      11 1 Melden
    • FrancoL 16.06.2017 16:17
      Highlight @Sir Lawrence; URS-B spricht von gut gebildet und nicht von absolvierten Studiengängen.
      12 16 Melden
    • grumpy_af 16.06.2017 16:23
      Highlight In dem Fall ist "gut gebildet" rein subjektiv. Und wir alle wissen, dass jeder, der nicht der eigenen Meinung entspricht, dumm ist.
      22 5 Melden
    • roterriese 16.06.2017 16:28
      Highlight Dann geht es wohl um Gesinnung. Richtige (links) Gesinnung = Gut Gebildet, falsche (rechte) Gesinnung = Ungebildet
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    • pachnota 16.06.2017 16:30
      Highlight FrancoL,
      In meine Umfeld, gibt es viel SP,ler Und Grüne.
      Die haben z.T. einen mittleren bis höheren Bildungsabschluss. Trotzdem darf ich dir sagen, das ausser eine grossen Portion "Selbstgerechtigkeit" von Differenziertheit nicht,s zu spühren ist.
      Wiederspricht man solchen Leuten, ist es schnell mal vorbei, mit "Toleranz" und "Intellekt".
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    • FrancoL 16.06.2017 17:46
      Highlight @Pachnota; Wenn Du meinen Post richtig lesen würdest dann hättest Du auch verstehen können dass der Bildungsabschluss nicht gleich einer guten Bildung ist.

      Naja beim Wiedersprechen ist es so eine Sache. Nehme ich pachnota so prallt da ja auch jeder Widerspruch unbehandelt oder immer wieder mit dem selben monotonen aber dadurch nicht unbedingt richtigen Argumenten ab.

      Es gilt bei pachnota auch nur seine Sicht der Demokratie bis hin zur Annahme das Internationalismus und Demokratie sich ausschliessen. Da ist man dann schon etwas irritiert wenn von Bildung gesprochen wird.
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    • Moti_03 16.06.2017 18:31
      Highlight Ja diese klisches mit der Bildung. Wer heute noch dieses schwarz weiss denken hat, gehört definitiv nicht zu den gut gebildeten. Heute sind alle Parteien sehr durchmischt. Ich schaue die Sachen an , zum Teil wähle ich linke Anliegen, sogar ab und zu svp. Generell wenn die svp was bringt und man sagt schon scheiße, obwohl es Sinn macht bzw es kommt von der anderen Seite, dann ist es gut... genau mit solchen kann ich nichts anfangen, völlig unglaubwürdig. Mache eine wette, sind genau auch diese welche die Abstimmung s unterlagen nicht lesen ... und einfach nachplappern was "seine" Partei sagt...
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    • pachnota 16.06.2017 18:32
      Highlight Franco
      Dein "Internationalismus". das Idealbild der Linken, ist in sich antidemokratisch.
      Je Internationaler, deine Ideale sind, um so weniger, hat der Einzelne, darin etwas zu melden.
      Eigentlich offensichtlich!?
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    • FrancoL 16.06.2017 19:45
      Highlight @pachnota: Merkst Du nicht wenn Du zwei Dingen am vermischen bist die nichts miteinander zu tun haben? Demokratie ist eine politische Ordnung und nicht an ein Land, Region oder Ländergruppe gebunden.

      Wir zeigen es ja gerade mit der Schweiz, da werden ja auch 26 Kantone (mit eigenen Verfassungen) in einer Nation zusammengefasst, die Kantone sind zu einem ganzen über die Kantonsgrenzen hinaus zur Schweiz zusammengefasst, alles unter einem demokratischen Prinzip.
      Und wir sagen ja nicht; Je schweizerischer die Ideale sind desto weniger Kantonsdemokratie. Da würde sich das Tessin schön wundern.
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    • FrancoL 16.06.2017 19:52
      Highlight @Pachnota; Würde man Deine Aussage

      "Je Internationaler, deine Ideale sind, um so weniger, hat der Einzelne, darin etwas zu melden"

      ernst nehmen so könnte man daraus ableiten, dass in grosse Ländern mit viel Bevölkerung der Einzelne weniger zu melden hat als in kleinen Ländern. Dann hättest Du aber die Regierungsform der Demokratie völlig falsch verstanden.
      Es kommt nicht auf die Anzahl der Stimmen an es kommt auf die VERTEILUNG der Stimmen an. Lässt sich dann auch sehr schön auf die Stimmbeteiligung ummünzen wo bei einer Stimmbeteiligung von 30% eine Minderheit bestimmt!
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    • urs_b 17.06.2017 11:02
      Highlight In der SVP-Wählerschaft sind Personen mit tiefem Bildungsniveau und geringem Einkommen im Vergleich mit allen andern Parteien klar übervertreten. - Das haben mehrere Studien die auf Wählerbefragungen basieren ergeben. Vor allem die SVP kritisiert das Bildungswesen als Kostentreiber, der zurückgestutzt werden muss.
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    • pachnota 17.06.2017 14:24
      Highlight urs_b
      Und wieso ist nicht die SP zuständig für diese Leute?
      Etwa weil diese so blöd sind?

      Oder nicht eher, weil diese sprühen, das die PFZ, gerade für die tieferen Einkommen, tötlich ist?
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