Schweiz

Mit dem nun erfolgten Durchstich ist gemäss Bundesamt für Strassen (ASTRA) ein bedeutender Meilenstein beim Tunnelbau erreicht. Bild: KEYSTONE

Durchstich beim Belchen: Die grösste Tunnel-Bohrmaschine der Schweiz hat ihr Ziel erreicht

21.06.17, 16:46 21.06.17, 16:56

Punkt 14.43 Uhr ist am Mittwoch der Sanierungstunnel durch den Belchen auf der A2 am Nordportal durchschlagen worden. Die dritte Röhre soll 2021 in Betrieb gehen, damit die bestehenden Tunnelröhren danach nacheinander saniert werden können.

72 Wochen nach dem Andrehen am Südportal bei Hägendorf SO hat die grösste je in der Schweiz eingesetzte Tunnelbohrmaschine mit dem Durchstich Eptingen BL erreicht. Seit Februar 2016 frass sich die 2000 Tonnen schwere Maschine 3,2 Kilometer durch den Berg. Der Durchstich erfolgte rund drei Monate früher als damals erwartet.

Ziel erreicht in Eptingen BL. Bild: KEYSTONE

Bedeutender Meilenstein beim Tunnelbau

Ausbezahlt hat sich die vorgängige umfassende Erforschung des Gesteins im Belchen, wie Baustellenleiter Sergio Massignani bei der Durchstichsfeier am Nordportal sagte. Zudem konnte dank Vorbohrungen frühzeitig auf Gesteinsveränderungen reagiert werden. Dennoch hätten geologisch bedingte Unterbrüche insgesamt rund anderthalb Monate Zeit gekostet.

Mit dem nun erfolgten Durchstich ist gemäss Bundesamt für Strassen (ASTRA) ein bedeutender Meilenstein beim Tunnelbau erreicht. Direktor Jürg Röthlisberger dankte bei der Feier den Mineuren für ihren Einsatz. Anwesend waren nebst Projektbeteiligten unter anderem auch die Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro und ihr Solothurner Amtskollege Roland Fürst.

Nach dem Ende des Ausbruchs – insgesamt werden rund 550'000 Kubikmeter Ausbruchsmaterial erwartet – wird der Sanierungstunnel im Rohbau fertiggestellt. 2018 soll mit den Installationen der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung begonnen werden. In Betrieb gehen soll der rund 500 Millionen Franken teure Autobahntunnel im Jahr 2021, ebenfalls etwas früher als ursprünglich geplant.

Tunnelsanierung ohne lange Staus

Danach sollen ab 2022 die beiden aus den 1970er-Jahren stammenden alten Tunnelröhren nacheinander totalsaniert werden. Jeweils eine der beiden bisherigen Röhren ist während der Sanierungsarbeiten befahrbar, sodass in Nord- und in Südrichtung wie bisher je zwei Spuren zur Verfügung stehen. Dies soll zu möglichst geringen Verkehrsbehinderungen während der Sanierung führen.

Durch die beiden richtungsgetrennten Doppelspurröhren des A2-Strassentunnels rollen derzeit durchschnittlich 55'000 Fahrzeuge täglich. 11,5 Prozent davon entfallen auf den Schwerverkehr.

Der Belchentunnel ist nicht nur für den Nord-Süd-Verkehr via Gotthard von grosser Bedeutung, sondern auch für den Schweizer Binnenverkehr zwischen dem Raum Basel und dem Mittelland sowie Basel und der Westschweiz. (whr/sda)

Wie der Teufel dank der NEAT aus dem Gotthard verscheucht wurde: Die Geschichte des längsten Tunnels der Welt

Das könnte dich auch interessieren:

Die Schule geht wieder los? So viel verdient dein Lehrer – der grosse Lohnreport

Die kreative Reaktion dieses Supermarkts auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Bürgerkrieg und Sklaverei: Die unverheilte Wunde der USA

Fanta gibt's dank den Nazis – und 12 weitere WTF-Fakten zu Cola, Limo und Co.

7 Gründe, warum die Badenfahrt das bessere Züri Fäscht ist

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

«Wir sind die grössten Loser – wenn das BGE mit uns klappt, dann klappt es überall»

Deutscher kassiert Busse in der Schweiz – und findet das wenig witzig

Guck mal, was die Russen in einem ihrer stillgelegten Hangars verstecken

Was diese Frau treibt, ist so grossartig wie abstossend – und ich kann nicht wegsehen

Obamas geniale Antwort auf Rassisten schlägt alle Twitter-Rekorde

Wie er Nazis verteidigt und über Wein schwafelt – Trumps irre Wutrede in 7 Akten

Was ist der hohlste Traumjob der Welt? Influencer!

Zum 40. (angeblichen) Todestag: ELVIS LEBT! 20 handfeste Beweise dafür

Mit Hipsterbart und Hakenkreuz: 5 alte und neue rechtsextreme Bewegungen

Warst du besoffen, Designer? 26 Kleider-Fails, die nicht mehr gut zu machen sind

Koksen und kotzen – Barbie ist im 2017 angekommen

Frau findet Ex auf Tinder – und erlebt zunächst eine witzige, dann eine böse Überraschung

Geheimes Chat-Protokoll aufgetaucht: Wie es wirklich zur Nordkorea-Krise kam

Zwei «Irre» auf Kollisionskurs: Die Angst vor der Bombe ist zurück

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
5Alle Kommentare anzeigen
5
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Amboss 21.06.2017 17:04
    Highlight Tolle Leistung der Mineure.

    Und auch eine tolle Leistung des ASTRA, dass es diese Sanierungsvariante gewählt hat. Eine Sanierung mit Sperrung einer Röhre würde ein übles Verkehrschaos bringen.

    Es ist sowieso toll und verdient Respekt, wie das ASTRA unsere Autobahnen im Schuss hält. Tolle Arbeit Tag für Tag.
    30 5 Melden
    • Pasch 21.06.2017 21:58
      Highlight Solange intern kein Schabernack getrieben wird!
      1 0 Melden
    • meine senf 22.06.2017 09:06
      Highlight Mag sein, aber irgendwie kann es doch keine Lösung sein, alle paar Jahrzehnte bei jeder Sanierung noch eine Röhre zu bauen.

      Am einröhrigem Gotthard baut man wegen Sanierung eine zweite Röhre. Am zweiröhrigen Belchen baut man wegen Sanierung eine dritte Röhre.

      Was ist nochmals ein paar Jahrzehnte später, wenn sie die Verkehrsnachfrage an das Angebot mit drei Röhren angepasst hat und zwei nicht mehr reichen und es wieder eine Sanierung braucht? Baut man dann eine vierte Röhre?

      Und warum baut man bei Sanierungen von Bahntunneln nicht extra zusätzliche Röhren?
      0 1 Melden
    600
  • henkos 21.06.2017 16:58
    Highlight Für die, die es interessiert: Der Tunnelbohrer ist von der deutschen Firma Herrenknecht, Modell S-947.
    27 1 Melden
    • Donald 21.06.2017 23:55
      Highlight Cool. So einen bestell ich mir auch, wenn ich das nächste mal was bohren muss.
      5 0 Melden
    600

Mann im Laufental BL erschossen – Tatverdächtiger festgenommen

Im Laufental im Kanton Basel-Landschaft ist am Montagvormittag ein Mann erschossen worden. Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen.

Die Tat hat sich am Montagmorgen in der «Region Laufental» ereignet, wie die Polizei Basel-Landschaft mitteilte. Beim Getöteten handelt es sich um einen 34-jährigen Schweizer. Der unter dringendem Tatverdacht Festgenommene ist ein 55-jähriger Schweizer.

Der genaue Hergang des Tötungsdelikts ist noch weitgehendst offen, wie es weiter heisst. Die Polizei und …

Artikel lesen