Schweiz

Blechlawine, olé! Stau vor Gotthard wächst in der Nacht auf dreizehn Kilometer an

15.07.17, 06:59 15.07.17, 16:33

Der Gotthard-Tunnel ist für Ferienhungrige am Samstag erneut zum Nadelöhr geworden. Der Stau vor dem Nordportal wuchs am frühen Morgen auf bis zu dreizehn Kilometer an. Die Wartezeit betrug zweieinviertel Stunden. Im Tessin sorgte zudem ein Fahrzeugbrand für Probleme.

Nach Einschätzung des Verkehrsinformationsdienstes Viasuisse könnte der Stau in Richtung Süden im Verlauf des Samstags noch weiter anwachsen. Auflösen dürfte er sich erst gegen Abend. Die Verkehrsdienste empfahlen, über die Passstrasse, auf die Alternativroute via A13 San Bernardino oder den Autoverlad am Lötschberg auszuweichen.

Überlastet war zudem im Kanton Uri die parallel zur Autobahn verlaufende Kantonsstrasse zwischen Erstfeld und Göschenen. Sie vermochte den ausweichenden Verkehr in der Nacht nicht mehr zu schlucken. Für die Autofahrer kam es auch dort zu grossem Zeitverlust.

Zu Behinderungen kam es aber auch südlich des Gotthards. Wegen eines Fahrzeugbrandes auf der A2 vor Lugano am Samstagmorgen war auch dort bei den Autofahrern auf dem Weg nach Süden Geduld gefragt. Ein Fahrstreifen war vorübergehend gesperrt.

Freie Fahrt nach Norden

Auf der Südseite des Tunnels im Tessin in Richtung Norden hingegen gab es am frühen Samstag keine Probleme. Die Durchfahrt zwischen Quinto und Airolo war frei.

Bereits am Vortag war der Stau vor dem Nordportal des Gotthard-Strassentunnels am Nachmittag bis zu zehn Kilometer lang. Gänzlich aufgelöst hatte sich die Blechlawine nie. Auch kurze Zeit nach Mitternacht war sie laut TCS immer noch rund drei Kilometer lang.

Das grösste Verkehrsaufkommen am Gotthard wird jeweils von Mitte bis Ende Juli erwartet. In dieser Zeit beginnen die Schulferien im Kanton Zürich, in Teilen Deutschlands und auch in den südlichen Provinzen der Niederlande.

An den vergangenen Ostertagen im April gab es am Gotthard einen Rekordstau: Mit rund 14 Kilometern war er noch nie so lang gewesen an einem Karfreitag. (viw/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • Gavi 16.07.2017 11:05
    Highlight Wieso fahren diese Leute nicht ÜBER den Gotthard? Oder durch den San Bernardino Tunnel oder überhaupt über einen andern Pass.
    Ausserdem bin ich dafür, dass man für den Gotthardtunnel Gebühren bezahlen muss.
    Ausländer doppelt so viel. Wir haben schliesslich dieses Loch mit unseren Steuern bezahlt.
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    600
  • andrew1 15.07.2017 11:28
    Highlight Deshalb fliege ich im sommer jeweils nach bulgarien oder Griechenland. Ist exotischer, günstiger und staufrei.
    1 1 Melden
    • meine senf 15.07.2017 14:25
      Highlight Und erzeugt mehr CO2, als wenn man ein ganzes Jahr lang Auto fährt.
      1 4 Melden
    • andrew1 15.07.2017 17:43
      Highlight Das nicht gerade. Ein langstreckenflug verbraucht ca 4.5 liter pro 100 km pro passagier. Also wie ein modernes auto mit 1 person besetzt. Aber wenn man natürlich 2*20000 km auf australien fliegt kann man davon problemlos 4 jahre moderat aleine auto fahren. Aber eben 2 spuren pro richtung im gotthard seien fürchtbar unökologisch. Besser ans andere ende der welt fliegen um den stau zu umgehen ist natürlich viel besser.
      1 1 Melden
    600

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