Schweiz

«Terror» – TV-Publikum entscheidet über 84 Prozent auf Freispruch

Publiziert: 18.10.16, 00:22 Aktualisiert: 18.10.16, 06:32

Für Freispruch plädiert: Die Mehrheit der TV-Zuschauer hat am Montagabend nach dem ARD-Film «Terror – Ihr Urteil» entschieden, der Soldat, der eine Passagiermaschine mit 164 Menschen an Bord abschoss, um 70'000 Leute in einem Fussballstadion zu retten, sei unschuldig.

Bei der zeitgleichen Ausstrahlung in der Schweiz, Österreich und Deutschland kam ein ähnliches Urteil zustande: Während das Schweizer Publikum mit 84 Prozent für einen Freispruch plädierte, waren es in den beiden anderen Ländern jeweils 86,9 Prozent.

Der deutsche Sender hatte mit erheblichen technischen Problemen während der Abstimmung zu kämpfen, denn die Internetseite war schwer erreichbar, die beiden Telefonnummern meist besetzt, oder es kam einfach die Ansage: «Ihr derzeit gewünschter Gesprächspartner ist derzeit nicht erreichbar.»

In den sozialen Netzwerken wie Twitter äusserten sich einige User deswegen spöttisch, andere lobten aber auch die Qualität des Films: «TV ist alles andere als tot.»

Von-Schirach-Stück verfilmt

Das TV-Spiel mit Martina Gedeck, Burghart Klaussner, Florian David Fitz und Lars Eidinger entstand auf der Basis eines Stücks des Autors Ferdinand von Schirach, das bereits mehr als 400 Mal im Theater aufgeführt wurde. Auch in den meisten Aufführungen stimmte bisher ein Grossteil des Publikums für Freispruch, das Abstimmungsverhältnis dort ist etwa 60:40 Prozent für Freispruch.

In Sondersendungen direkt nach der Ausstrahlung des Films lieferten sich Pro- und Kontra-Seiten Duelle. Auf SRF zwei diskutierte Jonas Projer in der Sendung «Arena Spezial» mit Gästen und Experten die Entscheidung der Zuschauerinnen und Zuschauer und setzte das Urteil in Bezug zur Wirklichkeit.

Das meinen die watson-User dazu:

Im deutschen Sender kam es zwischen dem früheren deutschen Innenminister Gerhart Baum und dem ehemaligen Verteidigungsminister Franz Josef Jung zu einer heftigen Kontroverse. Für Baum war der Pilot juristisch ein Mörder. Baum betonte den ewigen Grundsatz des Grundgesetzes «Die Würde des Menschen ist unantastbar». Leben dürfe nicht gegeneinander aufgerechnet werden.

Im übrigen sei der Ausgang einer Flugzeugentführung bis zuletzt nicht entschieden. Baum verwies auf ein entsprechendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2006, an das sich alle zu halten hätten.

Nicht mehr zu retten

Dagegen betonte Jung, die einzig entscheidende Frage sei, ob das Leben der 70'000 Menschen im Stadion noch zu retten sei. Auch diese hätten eine Menschenwürde. Das Leben der Passagiere in der entführten Maschine sei ohnehin nicht mehr zu retten gewesen. Hier gebe es einen Fall von übergesetzlichem Notstand.

Thomas Wassmann, Waffensystemoffizier der Luftwaffe, gab zu Bedenken, dass in den heutigen Zeiten des Terrorismus die Welt eine andere sei als bei der Einführung des Grundgesetzes nach dem Zweiten Weltkrieg. Es stelle sich die Frage, ob das Grundgesetz nicht geändert werden müsse. Die evangelische Theologin Petra Bahr erinnerte an die NS-Widerstandskämpfer gegen Hitler, die bereit waren, schuldig zu werden und das Leben einiger Menschen zu opfern, um das Leben vieler zu retten. (cma/sda/dpa)

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237 Kommentare anzeigen
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  • Maikel 18.10.2016 19:34
    Highlight Die Idee der Sendung ist an Gedankenexperimente der Philosophie angelehnt – welche Entscheidung bzw. welches Handeln oder nicht Handeln ist (moralisch/ethisch) richtig? Ist ein Menschenleben weniger wert als zwei? Je nach Anschauung ist der Abschuss entweder falsch oder richtig. Oder es gibt in dieser Situation kein richtig und falsch. Ich wäre dankbar, nie in eine solche Situation kommen zu müssen – Rechtsstaat hin oder her.
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  • Helas 18.10.2016 14:03
    Highlight Nur weil jemand damit droht, etwas zu tun, heisst das noch lange nicht, dass er dies dann auch tatsächlich versucht und dass es ihm technisch gelingt, das Flugzeug punktgenau zu steuern bzw. die Piloten dazu zu zwingen, so etwas zu tun. Im Gegenteil: Dass er droht (die Tat vorher ankündigt), zeigt, dass er stattdessen etwas anderes bezweckt, nämlich eine Gegenleistung für den Verzicht auf die Tat zu erpressen. Die 70'000 im Stadion wären eben NUR VIELLEICHT umgekommen, während der Abschuss MIT SICHERHEIT Todesopfer gekostet hätte. Wie sieht dann die Abwägung aus?
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  • deleted_723030692 18.10.2016 10:59
    Highlight Ich denke wenn eine einzelne Person sich dafür Entscheidet, ein paar wenige zu töten und viele zu retten, muss er sich für die Tötung der wenigen verantworten. Dass ist das Opfer das er bringt. Einerseits das Leben der wenigen Opfer, anderseits sein eigenes. Ob das Fair ist oder nicht, sei dahingestellt, jedoch ist es wie diese Welt und ihre Menschen funktionieren.
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  • Ruedi89 18.10.2016 09:53
    Highlight Ich finde die Grundsatzfrage sehr spannend. Das Problem sehe ich in den Befindlichkeiten unserer Gesellschaft. Wir müssen akzeptieren, dass es sich bei Terror schlicht um einen kriegerischen Akt handelt. Terror bedeuted also Krieg und Krieg bedeutet leider immer auch Opfer. Eine freie Gesellschaft wird diese Opfer wohl leider erbringen müssen. Sie sind wohl leider der Preis der Freiheit. Da ist mir aber ein Pilot recht, der den Preis der Freiheit von 70'000 auf 200 "runterverhandelt". Ich würde auch dann schiessen, wenn meine Angehörigen drin sitzen, leider!
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  • blaubar 18.10.2016 09:11
    Highlight Der Witz ist schlicht und einfach, dass wir eine solche Frage im Moment nicht entscheiden müssen. Auf der ganzen Welt gabs das noch nie und ich verstehe echt nicht, warum man sich über etwas den Kopf zerbrechen soll, was nicht real ist. Gibt es denn nicht genügend reale Probleme. Echte Zeitverschwendung.
    Wir könnten sonst auch noch diskutieren, was wir tun würden, wenn Neonazis in meinem Keller mit meiner Stichsäge eine Wasserleitung ansägen.
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  • Digital Swiss 18.10.2016 07:55
    Highlight Ein Flugzeug mit 100 Kindergärtnern rast auf ein Untersuchungsgefängnis mit 1000 Innsasen zu. Was nun? Die Vergleiche sind für den A.....
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    • stef2014 18.10.2016 08:40
      Highlight Klar sind viele der Vergleiche weit her geholt. Aber darum geht es gar nicht. Es geht um die ethischen Gedankengänge dahinter. Dabei ist dein Beispiel ein Paradebeispiel dafür. Mit nur einen kleinen Abänderung der Ausgangslage ändert sich u.U. die ethische Haltung gegenüber dem Wert von Menschenleben.
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  • deleted_717784881 18.10.2016 05:22
    Highlight Diese Sendung war einfach nur blöde und hohl. Man kopierte quasi das Szenario vom 9/11 in den USA und machte eine vermeintlich interessante Story draus. Man hat also offenbar nichts Besseres zu tun und zu produzieren, als diesen Islamisten quasi hinterher zu hinken, die etwas global agieren möchten? Nichts für ungut. Aber dann ziehe ich dieses simple musikalische Ding vor. Denn Töne können auch quasi fliegen.....

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    • blaubar 18.10.2016 09:12
      Highlight okeee, wenn man 9/11 nochmals aufrollen will, gerne! Könnte dann aber anders rauskommen, als gedacht, gäu!
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    • deleted_717784881 19.10.2016 21:38
      Highlight @blaubar: Unter Trump-Fans und Fans von Verschwörungstheorien ev. schon. Aber auch Trump hat eine "Ausstrahlung":



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  • Yallix 18.10.2016 01:39
    Highlight Der Pilot hatte gar keine Möglichkeit, in dieser Situation schuldfrei zu handeln.
    Und wissen wir nicht längst aufgrund diverser Urteile, wie wenig Schuld und wegen einer solchen zur Verantwortung gezogen zu werden miteinander zu tun haben?
    Ein Freispruch sollte also in diesem Fall wirklich kein Problem darstellen.
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  • deleted_717784881 18.10.2016 01:25
    Highlight Diese ganze Sendung war einfach nur lächerlich in der Schweiz. Oder konnte ich etwa mitbestimmen, dass man keine Waffen oder Waffenteile mehr in den Nahen Osten liefern sollte?

    ----------------------------
    Waffenexporte in den Nahen Osten
    Das Moratorium ist Geschichte
    http://www.nzz.ch/waffenexporte-in-den-nahen-osten-das-moratorium-ist-geschichte-ld.15160
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    • Okabe Rintarou 19.10.2016 10:51
      Highlight #einursulakommentar I Like ;)
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  • deleted_717784881 18.10.2016 01:15
    Highlight Und wer hat MH17 abgeschossen?

    Der Zwischenbericht der internationalen Ermittler zeigt deutlich, dass die Verantwortlichen für den Abschuss der MH17-Maschine in Russland zu suchen sind. Die Schuld trägt letztlich das Putin-Regime.
    http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/flugzeugkatastrophe-in-der-ukraine-die-verantwortung-traegt-putin-ld.119294
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  • deleted_717784881 18.10.2016 01:13
    Highlight Was war schier der "irrste" Flug in den letzten Jahren in Europa?

    Germanwings-Flug 9525
    https://de.wikipedia.org/wiki/Germanwings-Flug_9525
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  • deleted_717784881 18.10.2016 01:08
    Highlight Diese Sendung war wohl der Versuch, irgendwie den 9/11 in den USA zu verarbeiten, denn wenige Länder waren bisher in der Intensität von so was betroffen. (Wurde schon der Kreml so attackiert?) Aber tut mir leid, ziehe das vor, zumindest das erste Lied (halt "nur" in franz. Sprache. Und das von einem, der kanadisch-amerikanische-französische Wurzeln hat):

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  • Bruno Wüthrich 18.10.2016 00:46
    Highlight Eigentlich meine ich, den ganzen Film und die anschliessende debatte aufmerksam verfolgt zu haben. Trotzdem habe ich eventuell etwas Entscheidendes verpasst:

    Wusste der Pilot, ob das Fussballstadion geräumt wird oder nicht. Hat er überhaupt danach gefragt? Falls nicht, hätte ihn dies interessieren müssen.

    Falls er sich nicht dafür interessierte, und ihm deswegen diese Information fehlte, wird es sehr heikel für ihn.

    Ich war jedoch ebenfalls für Freispruch. Das entscheidende Argument für mich war, dass Terroisten sonst quasi einen Freipass haben.
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    • deleted_717784881 18.10.2016 05:13
      Highlight So eine blöde Sendung:
      "Ich war jedoch ebenfalls für Freispruch. Das entscheidende Argument für mich war, dass Terroisten sonst quasi einen Freipass haben."

      Diese Sendung könnte eine tolle Steilvorlage und Herausforderung sein für jeden Terroristen.... Manche könnten gar auf die Idee kommen, ihr ganzes Leben daraus auszurichten, ob sie dieses Szenario in Deutschland hinkriegen...............................
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  • äti 18.10.2016 00:02
    Highlight Man sollte in jedem Kampfjet drei (3) Anwälte haben, die die aktuelle Rechtslage verbindlich festlegen können.
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    • deleted_717784881 18.10.2016 01:17
      Highlight Schon früher wusste man nicht, was Sache sein soll. In der Hinsicht war die ganze "Sendung" überflüssig.

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  • sevenmills 18.10.2016 00:00
    Highlight Es war eine gute Diskussion über eine schwierige theoretische Frage. Ich neige zur Sichtweise von Müller und Hurter, kann aber auch die von Lang nachvollziehen. Mühe habe ich mit den Argumenten von Galladé. Es stimmt nicht, dass die Entscheidung nicht in der Kompetenz des Piloten liegt. Im Moment der Entscheidung liegt sie eben genau AUSSCHLIESSLICH in der Kompetenz des Piloten als Mensch. Er ist in jenem Moment der einzige, der Einfluss auf die Situation hat und hat deshalb die Verantwortung. Er MUSS entscheiden. Abschiessen oder nichts tun? In dem Moment entscheidet sein moral. Empfinden.
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  • thegreif 17.10.2016 23:54
    Highlight Der Pilot ist im Sinne der Befehlskette schuldig. Da er aber durch sein handeln vielen das Leben gerettet hat ist er umgehend zu Begnadigen.
    12 5 Melden
    • Digital Swiss 18.10.2016 07:48
      Highlight Erkläre deiner Frau und deinen Eltern dass es richtig war deine Kinder zu opfern...
      3 7 Melden
    • thegreif 18.10.2016 11:01
      Highlight Die insassen im Flugzeug sind so oder so dem Tod geweiht. Wir Reden hier von einem Zivilflugzeug das als Waffe eingesetzt wird. Nich wie in den 70er Jahren als Druckmittel um Inhaftierte freizupressen. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
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  • Har 17.10.2016 23:53
    Highlight Ist nicht die Frage: welches Urteil hat welche Folgen für das Land?
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  • isky 17.10.2016 23:39
    Highlight Ich war anfangs klar für nicht schuldig. Ob meine Familie an Bord ist oder nicht pragmatisch gesehen lieber 164 als 70164 Tote.
    Jedoch muss der Pilot verurteilt werden. Andernfalls bedeutet das im Umkehrschluss dass die Person die den korpulenten Mann nicht ermordet hat um Andere zu retten sich strafbar macht da sie ja nicht bereit war einen für viele zu opfern.
    Werte (Verfassung) stehen über Gefühlen. Alles andere wäre ein intellektueller Rückschritt.
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  • Qui-Gon 17.10.2016 23:35
    Highlight 2
    Beim Piloten ist die Sache heikel. Ich würde sagen, wenn so gut wie sicher ist, dass er 70000 auf Kosten von 146 (minus die Terroristen, die darf er in Notwehrhilfe töten) retten kann, ist es nicht zumutbar, es nicht zu tun. Wer aber sich selbst oder seine Angehörigen auf Kosten Anderer rettet, handelt nicht schuldhaft und kann daher auch nicht bestraft werden.
    6 4 Melden
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  • Qui-Gon 17.10.2016 23:34
    Highlight  
    1
    Strafrechtlich löst man diese Probleme mit entschuldbarem Notstand (Art. 18 StGB). Der Täter rettet nicht höherwertige Rechtsgüter (Leben gegen Leben), die Tat ist also nicht gerechtfertigt. Er wird aber milder oder gar nicht bestraft, je nachdem, ob ihm die "Opferung" zumutbar war oder nicht.

    12 5 Melden
    • Qui-Gon 18.10.2016 08:34
      Highlight Danke für die Blitze. War wohl zu schwierig für euch...
      Richter sein ist halt nicht so simpel.
      4 2 Melden
    • kuki kampfwurm 18.10.2016 10:50
      Highlight Danke für die Info, das hatte ich gesucht.
      1 0 Melden
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  • Aussensicht 17.10.2016 23:23
    Highlight Lame. Da wird fast 3h suggeriert, dass man sich entscheiden muss und dann erfährt mann kurz vor Schluss so nebenbei, dass die Lösung mit der wohl 95% einverstanden wären eine simple wäre: Schuldspruch mit geringem Strafmass.
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  • plaga versus 17.10.2016 23:18
    Highlight Er ist schuldig zu sprechen - aus Gründen.

    Ein starkes Interview ist übrigens der Wochenzeitung mit dem Autor der Stücks und einem Bundesrichter gelungen:

    https://www.woz.ch/1641/terror-ihr-urteil-das-grosse-gespraech-zum-tv-aufreger/ganz-gleich-was-er-tut-er-wird-schuldig

    Langatmtig aber empfehlenswert für Leute, die sich mit den Folgen eines solchen Urteil beschäftigen wollen.
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  • Schnurri 17.10.2016 23:17
    Highlight Der Fall ist ja eigentlich Klar und meiner Meinung nach so unmöglich... Zuerst die Urteilssprechung. Rechtlich gesehen hat der Pilot gegen das Gesetz verstossen. Moralisch gesehen hatver richtig gehandelt. Nur kann mir keiner Sagen dass kein einziger auf die idee kommt, man könnte ja das Stadion evakuieren lassen. Somit erledigt sich für mich jegliche Disskussion!
    7 9 Melden
    • Digital Swiss 18.10.2016 07:45
      Highlight Klar? Du würdest also den dicken auf der Brücke ohne mit der Wimper zu zucken eigenhändig abstechen?
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    • Aussensicht 18.10.2016 10:38
      Highlight Digital Swiss hats nicht verstanden.
      Im Film stirbt der "Dicke" sowieso. Im spezifischen Fall mit dem Dicken und der Strassenbahn ist der Dicke unbeteiligt und lebt fröhlich und adipös weiter. Äpfel und Birnen.
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    • Schnurri 18.10.2016 12:36
      Highlight Danke Aussensicht!
      1 2 Melden
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  • Rendel 17.10.2016 23:01
    Highlight Ich bin für schuldig. Der Pilot verstösst gegen das Gesetz. Die Verantwortlichen, die das Stadion nicht sofort räumen lassen, würde ich auch verurteilen. Der Pilot bekommt von mir mildernde Umstände.

    Und Folter geht gar nicht!
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    • Lumpirr01 17.10.2016 23:28
      Highlight @Rendel: Ja, es gibt ein Gesetz neben einem ebenfalls gesunden Menschenverstand. Meine Beobachtung bei "Hart aber fair" (Plasberg) wie beim Jonas Projer (SRF) haben gezeigt, dass vorallem die juristischen und politisch links eingestellten Fachleute eher zu einer Verurteilung tendieren, während die Laien und die Rechten eher für einen Freispruch wären. Es ist eine Illusion zu glauben, jedermann habe jederzeit überall sämtliche Gesetze im Kopf. Ich gebe es zu, bei den Wahlen werden von mir neben den übervertretenen Bauern immer auch fast alle Juristen vom Wahlzettel gestrichen..............
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  • BigE 17.10.2016 22:50
    Highlight Die Menschen im Flugzeug waren im Grunde genommen bereits tot, als das Flugzeug abhob. Sie hatten keine Chance, lebend aus dieser Situation herauszukommen! Also hat der Kampfpilot lediglich die Opferzahl tiefer gehalten. Die Frage war: 164 Tote oder 70'164 Tote?
    Leben gegeneinander aufzuheben halte ich hingegen für unentschuldbar. Einen Menschen töten, um drei andere zu retten? Lieber Alte statt Kinder? Nope - solche Tode halte ich für Schiksal. Kein Leben ist mehr wert als andere. Aber einen unvermeidbaren Tod beschleunigen, um andere zu retten halte ich für ethisch vertretbar!
    25 7 Melden
    • desoxi 17.10.2016 23:25
      Highlight Das Leben eines Massenmörders ist gleich viel Wert, wie das eines Kindergartenkindes? Nur so als Gedankenexperiment...
      3 6 Melden
    • Digital Swiss 17.10.2016 23:28
      Highlight Wir werden alle unvermeidbar sterben. Nach deiner Logik... 😵
      3 4 Melden
    • deleted_200316475 17.10.2016 23:32
      Highlight Die Passagiere waren nicht bereits zu 100% tot. Es gäbe da noch so einige Szenarien. Die Passagiere überwältigen die Entführer, die Entführer entscheiden sich um oder das Flugzeug stürzt sonst wo hin.

      Wenn ein Flugzeug in ein Stadion fliegt, warum geht ihr dann immer davon aus, das deshalb alle im Stadion sterben? Das wäre je nach Winkel vielleicht ein Bruchteil der 70`000.

      Alles was in diesem Szenario passiert ist: Flugzeug wurde entführt und der Kampfpilot hat das Flugzeug abgeschossen und somit die Menschen auf dem Gewissen.

      Alles was nicht geschah ist nicht zu 100% klar ;).
      19 3 Melden
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  • Roaming212 17.10.2016 22:45
    Highlight Die SP-Frau widerspricht sich selbst. So etwas von inkompetent. Im Szenario darf der Staat die Passagieremaschine gegen 70'000 nicht abschiessen aber in einem anderen Szenario dann doch? So ein Bullshit!
    22 10 Melden
    • äti 17.10.2016 23:58
      Highlight Hast du den Film wirklich gesehen und verstanden?
      6 2 Melden
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  • Roaming212 17.10.2016 22:41
    Highlight Jo Lang ist so langweilig und will einen Militärpiloten belehren. Er weiss wohl als Pilot besser bescheid als einer der nicht mehr im Parlament ist.
    17 6 Melden
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  • na ja 17.10.2016 22:41
    Highlight Diskusion in Arena.. SVP, SP und so weiter... nicht sachlichkeit, nur Partei Partei und nochmals... genau Partei...
    Diskusion ARD hart aber fair... oh.. da bin ich hängen geblieben. Da haben sie über die Fakten, resp. den Film diskutiert. Einen EX-Minister, der hätte während der WM entscheiden müssen ect...
    22 4 Melden
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  • Digital Swiss 17.10.2016 22:35
    Highlight Wir sind bereit andere zu opfern. Gratulation. 👏
    6 10 Melden
    • äti 17.10.2016 23:49
      Highlight Wer opfert jetzt genau wen? Und in welcher Reihenfolge?
      1 4 Melden
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  • Matrixx 17.10.2016 22:30
    Highlight Ich bin ein sehr ethischer Mensch. Und diese Frage beantwlrte ich ganz klar mit "Weder noch". Moralisch gesehen ist es falsch, so zu handeln, dass Menschen umkommen. Deshalb weder noch. Solange andere Möglichkeiten bestehen, hat man den Weg zu wählen, der keine Menschenleben fordert.
    10 20 Melden
    • Rendel 17.10.2016 22:57
      Highlight Und welcher Weg fordert keine Menschenleben? Welche Möglichkeiten bestehen?
      14 1 Melden
    • Matrixx 18.10.2016 06:26
      Highlight Es besteht die Möglichkeit, dass der Pilot des Passagierfliegers mutig ist und das Flugzeug über das Stadion fliegt, wonach es hinter dem Stadion eine Bruchlandung gibt, die allenfalls einige Verletzte gibt.
      Es gibt noch 1000 andere Möglichkeiten.
      3 2 Melden
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  • roterriese 17.10.2016 22:28
    Highlight Lösung: Totschlag und dann die Strafe bedingt aussprechen..
    6 7 Melden
    • E7#9 17.10.2016 23:20
      Highlight Wen schon dann Schuldig aber straffrei, sicher nicht bedingt.
      5 1 Melden
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  • roterriese 17.10.2016 22:28
    Highlight Es ist entlarvend wie Galladé und Lang aus ideologischen Gründen über 70'000 Menschen opfern würden. Mir macht es Angst, dass solche Leute in der Regierung sitzen bzw. sassen.
    32 25 Melden
    • Digital Swiss 17.10.2016 22:42
      Highlight Uhhhhhh spoooooky 🙀
      7 5 Melden
    • Frau Dr. Gähn 17.10.2016 22:50
      Highlight Was wird entlarvt?
      10 3 Melden
    • -woe- 17.10.2016 22:51
      Highlight @roterriese
      Entlarvend ist P. Müllers umgekehrtes Szenario:
      Der Pilot erhält den Abschussbefehl, verweigert diesen und das Flugzeug kracht ins Stadion mit mehreren Tausend Toten.
      Sind Sie noch immer für einen Freispruch?
      Der Pilot hat einen Befehl verweigert und gehört darum bestraft.
      13 6 Melden
    • deleted_200316475 17.10.2016 23:00
      Highlight Komischerweise wird immer von 164 gegenüber 70`000 gesprochen.

      Die Allianzarena hat 70`000 Plätze. Warum geht jeder davon aus, dass alle sterben wenn ein Flugzeug in das Stadion stürzt?
      17 6 Melden
    • Saraina 18.10.2016 07:53
      Highlight Das nimmt mich auch Wunder. Kaum anzunehmen, dass alle im Stadium sterben würden. Und was wäre mit: ein Flugzeug voller Schüler auf Klassenreise wird entführt und bedroht einen Rentnerkongress? Wir tasten uns hier vor zum unwerten Leben!
      4 0 Melden
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  • PenPen 17.10.2016 22:23
    Highlight Ich hätte es spannender gefunden, die Entführung mitzuerleben und dann kurz vor Absturz die Entscheidung des Piloten übernehmen zu müssen.

    So hätten wir einerseits die Schicksale der Passagiere näher mitgekriegt und andererseits uns in die schwierige Situation des Piloten noch besser hineinfühlen können.
    7 4 Melden
    • E7#9 17.10.2016 23:23
      Highlight Schau dir den Film "Flug 93" an. Eine wahre Begebenheit genau wie du sie beschreibst.
      3 0 Melden
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  • Feihua 17.10.2016 22:22
    Highlight Der Pilot wusste ja gar nicht, dass das Stadion noch nicht geräumt wurde. Würdet ihr auch auf nicht schuldig plädieren, wenn das Stadion leer gewesen wäre (der Pilot hätte dabei den gleichen Unwissensstand gehabt)
    12 5 Melden
    • Cash 17.10.2016 23:06
      Highlight Da das Flugzeug mit den 164 Passagieren sowieso abstürzen zu scheinen würde hat er die Entscheidung nur vorweggenommen und über abgesichertem Gebiet "kontrolliert" zu absturz brachte sowieso weiteren Kolleteralschaden verhindert - da kein Kontakt oder Reaktion von Seiten des Flugzeugs zu erwarten war nach all den Interventionen und Warnschüssen.. Also was war die Frage?
      5 5 Melden
    • E7#9 17.10.2016 23:27
      Highlight Eigentlich müsste der Pilot davon ausgehen, dass er als Nichtentscheidungsträger nicht alle Informationen hat und deshalb die Befehle befolgen muss.
      6 1 Melden
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  • Digital Swiss 17.10.2016 22:08
    Highlight Schuldig.
    17 27 Melden
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  • Aussensicht 17.10.2016 22:03
    Highlight Ironisch, dass "Tiefflieger" Müller mitdiskutiert!
    6 14 Melden
    • senfmayo 17.10.2016 22:22
      Highlight Es wäre tatsächlich sehr interessant gewesen wenn auf der rechten Seite einer dieser sogenannten Sicherheitspolitiker mitdiskutiert hätte. Warum sollte man jemanden nicht verurteilen, der im vollen Bewusstsein das Gesetz gebrochen hat?
      6 8 Melden
    • äti 17.10.2016 23:53
      Highlight Gesetze sind dazu da umgangen zu werden.
      2 0 Melden
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  • Firefly 17.10.2016 21:56
    Highlight Baut Flugzeuge, die man nicht mehr entführen kann, bei denen im Notfall die Kontrolle vom Boden aus übernommen werden kann. Dam müsste technisch möglich sein.
    7 23 Melden
    • deleted_597337083 17.10.2016 22:14
      Highlight Die Verbindung zum Fluzeug wird gehackt und sonstwer hat die Kontrolle. Zu riskant.
      26 1 Melden
    • Matrixx 17.10.2016 22:16
      Highlight Natürlich. Dann kann man das Flugzeug via PC entführen, ohne an Bord zu sein. Wie entscheidest du dann?
      23 2 Melden
    • Firefly 18.10.2016 14:14
      Highlight Wer sagt, dass diese Systeme am Internet hängen müssen. Es wäre nicht unsicherer als die Steuerung eines AKW.
      0 0 Melden
    • Matrixx 18.10.2016 16:37
      Highlight Wie willst du es dann steuern? Mit einem kilometerlangen Kabel, das zwischen Flugzeug und Kontrollturm hängt? Selbst Funkwellen zum Fernsteuern können manipuliert werden.
      1 1 Melden
    • Firefly 18.10.2016 17:38
      Highlight @Matrix, natürlich muss man schon ein bisschen mehr Grips investieren. Nehmen wir mal an, es wäre möglich in jedem Flugzeug ein Programm, einen Autopilot zu integrieren das eine kontrollierte Landung einleiten (Kommunikation mit Tower,...) und auch ausführen kann. Das Programm kann von Aussen nur aktiviert werden, ansonsten gibt es keinen Zugriff auf da Programm und ist es einmal aktiviert lässt es sich nicht ausschalten oder manipulieren. Das Programm kann entweder vom Cockpit aus, vom Piloten aktiviert werden oder von einer Zentrale am Boden. Ein Hack könnte also schlimmsten Fall nur das Programm auslösen und eine sichere Landung einleiten, aber keinen Schaden anrichten.
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    • Matrixx 18.10.2016 22:31
      Highlight Selbst ein Funksignal, das nur einen Piep aussendet, um ein Programm zu starten, kann blockiert werden. Das setzt natürlich voraus, dass der Entführer davon Kenntnis hat und ein entsprechendes Gerät hat, das dieses Signal blockiert.
      1 1 Melden
    • Firefly 19.10.2016 10:17
      Highlight @Matrixx natürlich, es gibt keine 100% Sicherheit, darum geht es auch nicht, es geht darum Dinge sicherer zu machen.
      0 0 Melden
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  • philosophund 17.10.2016 21:53
    Highlight Aus meiner Sicht: Schuldig in jedem Fall. Allerdings strafmildernde Umstände mit entsprechendem Strafmass.
    29 13 Melden
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  • deleted_597337083 17.10.2016 21:49
    Highlight Mal abgesehen davon, wenn es nicht ins Meer stürzt, wo treffen die Trümmerteile auf? Stadt, Land, Wald, Wiese. Wie viele Tote beim Kollateralschaden?
    4 3 Melden
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  • N. Y. P. 17.10.2016 21:46
    Highlight Das SRF hat mitten in der Verhandlung ein Zwischenergebnis eingeblendet.
    85 % zu 15 %
    Das war extrem störend und man lässt sich unbewusst beeinflussen.

    29 6 Melden
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  • michiOW 17.10.2016 21:27
    Highlight Eine Ankerkung an des Weichenargument der Staatsanwältin:
    Der Bahnwärter steht in der Verantwortung für die Weiche, der Zuschauer nicht.

    Ausserdem gehört die Moral zur Politik und auch zum Recht.
    10 1 Melden
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  • LeChef 17.10.2016 21:24
    Highlight Das Beispiel ist sowieso schlecht gewählt, weil es sich ja gar nicht um das Abwägen von Leben gegen Leben handelt. Die Leute im Flugzeug sind ja sowieso dem Tod geweiht. Das Beispiel der Staatsanwältin mit dem rasenden Zug ist dagegen viel kniffliger, weil tatsächlich ein moralisches Dilemma.
    26 7 Melden
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  • LeChef 17.10.2016 21:21
    Highlight Man kann auch richtig gehandelt haben, und trotzdem schuldig im Sinne des Gesetzes sein. Gerichte entscheiden nicht, was richtig ist, sondern was rechtens ist. Und rechtlich gesehen wäre dieser Mann zu verurteilen. In diesem Fall sicher nicht für Mord, sondern allenfalls für Totschlag. Es gäbe, wäre dieser Fall denn real, für ein Gericht gar keine andere Möglichkeit, als einen Schuldspruch. Allenfalls mit möglichst geringem Strafmass.
    25 4 Melden
    • Judge Dredd 17.10.2016 22:44
      Highlight Naja, etwas ausgeklügelter ist unser Justizsystem schon. Nebst der Prüfung der Gegebenheit der objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale wird vom Gericht auch geprüft ob Rechtfertigungsgründe vorhanden waren. Das heisst, man kann eine Straftat begehen, diese jedoch rechtfertigen und ist deshalb nicht Schuldig. Dies kommt zum Zug bei Notwehr / Notwehrhilfe sowie Notstand und (etwas abstrakter) Notstandhilfe.
      Die Zumessung des allenfalls geringeren Strafmasses hat wiederum mit der Schuldfähigkeit der Person zutun, diese kann gemindert sein wenn z.B. eine psy. Ausnahmesytuation vorlag.
      9 1 Melden
    600
  • andrew1 17.10.2016 21:19
    Highlight Meine güte. Das flugzeug muss ganz klar abgeschossen werden. 164 sind w
    Sowiso verloren und ohne abschuss sogar noch 70000 mehr. Sp/grüne haben widermal die rosarote brille an. Mit solch grossen logiklücken ist man in der politik wohl am falschen ort. Beängstigend.das man da die grossen probleme nicht von den kleinen unterscheiden und gewichten kann und sich dann 2 jahre spätzer z.b ab einer hand auf dem knie beschwert ist klar.
    19 39 Melden
    • N. Y. P. 17.10.2016 22:30
      Highlight @andrew,
      die grossen Probleme nicht von den kleinen Problemen unterscheiden kann ?

      Ok, unterscheiden wir.

      Wenn Deine Familie (kleines Problem) im Flieger ist und du 70'000 Menschen (grosses Problem) retten kannst, dann solltest Du das Flugzeug problemlos abschiessen können.

      Es ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht.
      10 4 Melden
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  • RobertQWEC 17.10.2016 21:16
    Highlight Mit den Informationen, die man hier zur Verfügung hat, ist die Sachlage ganz klar:
    Flieger abknallen und foltern!

    Hier gibt es nichts zu diskutieren. Wenn und aber ist bei diesen Beispielen gar nicht gefragt, ansonsten wären sie ja zu 100% unnütz und nicht nur zu 95.
    10 19 Melden
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  • Roaming212 17.10.2016 21:08
    Highlight wieso haben viele Leute das Gefühl, dass die Menschen im Flugzeug überleben hätten können? Auch wenn das Stadion geräumt worden wär, wär bei einem Absturz die Passagiere trotzdem gestorben! Das Flugzeug mit dem Terrorist am Steuer wäre nie sicher gelandet.
    38 13 Melden
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  • 8004 Zürich 17.10.2016 21:07
    Highlight Bis jetzt etwas langweilig, weil auch das Beispiel schlecht gewählt ist. Es ist ja keine Entweder/Oder-Entscheidung, sondern ob die Passagiere im Flugzeug sterben oder die 70'000 im Stadion UND die Passagiere im Flugzeug (die sterben sowieso - und somit kein echtes philosophisches Drama mehr).

    Und dass keine Evakuierungsmassnahmen vorgenommen worden sein sollen? Mal schauen, ob ichs bis zum Ende schaff'..
    18 6 Melden
    • 3sixty 17.10.2016 21:32
      Highlight Las mich raten; du bist sehr lustig auf Partys oder?
      1 18 Melden
    • 8004 Zürich 17.10.2016 21:51
      Highlight ...Dilemma, nicht Drama, wollt ich schreiben, xgüsé.

      @3sixty: Wieso?
      7 0 Melden
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  • \L/ 17.10.2016 20:58
    Highlight Ich verstehe nicht, wieso alle so tun, als hätte er diese 164 Menschen "geopfert", ist ja nicht so dass sie überlebt hätten, wäre das Flugzeug ins Stadion geflogen. Er hat sich nicht dazu entschieden 164 Leute zu töten und dafür 70'000 zu retten, sondern dafür, dass 70'000 Leute weniger sterben. Er hat also nicht das Leben der Leute im Stadion dem der anderen bevorzugt, er hat diejenigen, die er retten konnte, gerettet und dafür sollte er nicht bestraft werden.
    36 10 Melden
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  • PabloEscobar 17.10.2016 20:46
    Highlight Ich vertehe bei der Folterfrage nicht ganz, wieso viele die Folter als nicht legitim sehen. Ich meine, da wird ein schrecklicher Mensch gefoltert, der das sowieso verdient hat und das nur, um sehr viele Unschuldige zu retten. Daher finde ich, man sollte IS Mitglieder auch foltern dürfen.
    18 42 Melden
    • schille 17.10.2016 21:16
      Highlight In einem Rechtsstaat ist allerdings jeder so lange unschuldig bis seine Schuld durch ein Gerichtsverfahren bewiesen ist! Genauso gilt die Menschenwürde auch für Terroristen! Auch wenn das erschreckend viele anzweifeln...
      21 4 Melden
    • This Way 17.10.2016 21:38
      Highlight Ich wollte gerade schreiben, dass mich die Antwort auf diese Frage schockiert hat. - Folter geht nicht. Unter keinen Unständen. Meine Meinung.
      16 4 Melden
    • TanookiStormtrooper 17.10.2016 21:42
      Highlight Dann bringen wir mal etwas Zivilisation in den Thurgau...
      10 2 Melden
    • Digital Swiss 17.10.2016 22:02
      Highlight Und wenns dann doch kein schreklicher Mensch war...
      10 1 Melden
    • PabloEscobar 17.10.2016 22:37
      Highlight Und jetzt mal eine andere Situation...Wenn der Terrorist schon 25 Menschen bei einem Attentat umgebracht hat, was eindeutig bewiesen ist. Ist dann die Folter immer noch kein legitimes Mittel um an Infos zu kommen, wenn er in einer Organisation mitglied ist? Ich meine dieser Typ hat dann schon 25 Menschenleben auf dem Gewissen und daher meine ich, dass er keine Menschenwürdige Behandlung verdient hat. Was meint ihr dazu?
      4 7 Melden
    • schille 17.10.2016 23:24
      Highlight Folter ist NIE ein legitimes Mittel!
      5 4 Melden
    • Grossäti 17.10.2016 23:24
      Highlight @Pablo
      Meines Erachtens ist die Würde des Menschen unantastbar, egal was er getan hat - er hat eine faire Behandlung verdient
      Folter geht gar nicht!
      6 4 Melden
    • TJ Müller 17.10.2016 23:48
      Highlight Weil Folter nicht wirkt? Es gibt keine Belege, dass durch Folter zuverlässige Informationen ans Tageslicht kommen. Es gibt aber sehr viele Belege, dass Folter zu bleibenden psychischen und physischen Schäden führt. Was du möchtest, ist nur deine niederen Triebe ausleben und Rachegelüste stillen, für das eignet sich Folter hingegen sehr gut. Weil der andere ja böse ist und du auf der guten Seite hast du auch nichts zu befürchten.
      9 1 Melden
    • nick11 18.10.2016 07:28
      Highlight Ganz einfaches Problem: Sagen wir, wir lassen folter zu. Bei 50 Menschenleben. Klar, auch 20 sind es wert. 5? 2? 1?
      Was, wenn wir uns geirrt haben, wenn der vermeintliche schuldige gar nicht schuldig ist? Auch wenn man sich selbst 100% sicher ist, gibt es immer ein Restrisiko.
      Es würde nicht lange dauern, und ein unschuldiger würde gefoltert.
      Zum Thema:
      Im Extremfall siehts anders aus. Hat ein Terrorist einen Virus, der die halbe Menschheit töten würde, würde ihn jeder foltern lassen. "Rechtens" ist das nicht, aber moralisch vertretbar. Verurteilen MUSS sein, z.B. Minimalstrafe auf Bewährung.
      2 1 Melden
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  • 2sel 17.10.2016 20:18
    Highlight Ich bin klar dagegen, dass der Pilot selbst über den Tod von Menschenleben entscheidet, egal über welche und wie viele. Zu diesem Zeitpunkt weiss niemand, wass ohne einen Abschuss passieren wird. Vielleicht hätte man auch noch genug Zeit gehabt, das Stadion zu evakuieren.
    24 8 Melden
    600
  • nick11 17.10.2016 19:52
    Highlight Der Pilot ist schuldig. Aber nicht wegen der Entscheidung die Menschen zu Opfern, sondern weil er selbst entschieden hat, über seinen vorgesetzten hinweg. Viel wichtiger ist, ob sein Vorgesetzter verurteilt werden sollte.
    Schaade hat man die Geschichte so gestaltet, zwar steigerts die Dramaturgie, es stellt dann aber die falsche Frage.
    Ansonsten würde ich die Passagiere opfern, da diese ja in der beschriebenen Story jedem Fall sterben. Das wäre aber ganz klar situationsabhängig.
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    • Safran 17.10.2016 23:30
      Highlight Selbstentscheide haben schon die Welt gerettet. Hätte z.B. der russische Offizier Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow nach seinen Befehlen gehandelt, wäre unsere Erde heute ein radioaktiv verseuchte Gesteinskugel.
      2 2 Melden
    • James McNew 17.10.2016 23:57
      Highlight Richtig doch: damit nichts passiert, musste er einfach nichts tun. Nuemanden foltern, abschiessen oder aufschlitzen.
      Natürlich war er bewundenswer mutig und vernünftig.
      Doch sein morslisches Dilemma war schon etwas einfacher: Gehorchen und einen Atomkrieg auslösen, oder Begehl verweigern und die Welt retten?
      5 0 Melden
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  • silverback 17.10.2016 19:10
    Highlight «Hinter der pseudo-aufklärerischen Inszenierung lauert ein perfides psychologisches Kalkül: Die Bürger werden zu Komplizen gewalttätiger Eliten gemacht, die in Wahrheit überhaupt erst die Ursachen für den Terror (Krieg des kleinen Mannes) gelegt haben.»

    https://propagandaschau.wordpress.com/2016/10/17/wie-ard-zuschauer-zu-komplizen-des-militarismus-gemacht-werden-sollen-terror-ihr-urteil/

    29 11 Melden
    • Hephaistos 17.10.2016 20:24
      Highlight Word
      5 5 Melden
    • Crank 17.10.2016 20:41
      Highlight Genau dieser Gedanke ist mir auch gekommen!
      Die USA rechtfertigte die Folter angeblicher Terroristen damit, weiteren Terrorismus verhindern zu können und präsentierte angebliche Erfolge- schliesslich nannten die Opfer der Folter Namen anderer angeblicher Terroristen. Mit diesen "Erfolgen" wollten die USA die Akzeptanz der Folter erhöhen.
      In Wahrheit bringt Folter die Opfer nie dazu die Wahrheit zu sagen, sondern nur das was der Folterer hören will.
      22 5 Melden
    • schille 17.10.2016 21:20
      Highlight Da kann ich den Artikel auf Wordpress null nachvollziehen. Da wird sehr viel hineininterpretiert bevor der Film ausgestrahlt wurde. Ich sehe das bisher eher so das der Film die Botschaft vermittelt das man Leben eben nicht gegeneinander abwägen darf! Das ganze geht also eher in die komplett andere Richtung als es im Artikel befürchtet wird.
      3 3 Melden
    • PenPen 17.10.2016 22:24
      Highlight #Aufschrei!
      Haha
      0 1 Melden
    • James McNew 18.10.2016 00:02
      Highlight Ach, die Aluhüte von Propagandaschau, toll. Von Schirach, Autor des zugrunde liegenden Theaterstückes, selbst plädiert übrigens ganz klar für Verurteilung. Soviel zur Rechtfertigung des Tötens
      4 1 Melden
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  • deleted_807114855 17.10.2016 19:08
    Highlight Die Beantwortung dieser Fragen hat viel mit eigenem Rollenverständnis zu tun. Als Jurist bin ich der klaren Ansicht, dass Menschenleben weder bezüglich Anzahl geschweige denn Qualität gegeneinander aufgewogen werden dürfen. Aber ob ich auch als Exekutivpolitiker, Polizeikommandant oder Militär so denken würde, weiss ich nicht.
    40 4 Melden
    • RobertQWEC 17.10.2016 21:08
      Highlight Du wärst wohl untauglich für eine solche Position.
      5 12 Melden
    • deleted_807114855 17.10.2016 21:28
      Highlight Erläutern Sie nir nun auch noch warum? Falls es Sie beruhigt, ich habe keine solche Position inne...
      7 1 Melden
    • RobertQWEC 18.10.2016 08:51
      Highlight Nicht böse gemeint, aber unter Zeitdruck muss man solche Entscheidungen fällen können. U.a. über die Anzahl Menschenleben, die gerettet werden können.
      3 0 Melden
    600
  • Captain Downtown 17.10.2016 19:06
    Highlight Entweder man hat einen Rechtstaat und humanistische Ideale darin verwirklicht oder nicht. Soll heissen, wenn einer Unschuldige tötet, um damit eine viel grössere Anzahl zu retten, kann er das machen, muss aber die Verantwortung tragen, d.h. wie ein Terrorist bestraft werden, der ebenfalls Unschuldige tötet für einen grösseren Zweck. Das Problem ist ja, dass das andauernd angewendet wird, bei militärischen Aktionen: Abwägungen über Kollateralschäden.
    Statt Drohnen und Artillerie auf Terroristen und so auch Kinder töten, ausschliesslich non-lethale Waffen und Verhaftungen, danach Gerichte.
    22 5 Melden
    600
  • Ramon Pokemon 17.10.2016 18:56
    Highlight Wer würde schon ein selbstfahrendes Auto kaufen welches den Insassen in den Tod schickt.
    18 4 Melden
    600
  • Floooooow 17.10.2016 18:46
    Highlight Wieso sterben bei der Flugzeugsache alle oder fast alle Stadionbesucher? Das Stadion ist im Vergleich zum Flugzeug riesig.
    23 2 Melden
    • Hephaistos 17.10.2016 20:25
      Highlight Und was wenn er das gar nicht trifft?
      11 3 Melden
    • Roaming212 17.10.2016 21:14
      Highlight Wenn er nicht trifft, sterben die Leute im Flugzeug trotzdem! Er landet kaum sanft auf dem Boden und lässt sich verhaften!
      10 4 Melden
    600
  • clood34 17.10.2016 17:57
    Highlight Ich bin dafür, dass die Passagiere den Terroristen daran hindern das Flugzeug zu entführen.
    25 8 Melden
    • MeineMeinung 17.10.2016 19:57
      Highlight Wenn das so einfach wäre, hätte es niemals ein Ereigniss wie 9/11 gegebeb
      6 7 Melden
    600
  • lilie 17.10.2016 17:49
    Highlight Wir haben diese sog. moralischen Dilemmas im Studium gehabt, und ich fand sie schon damals doof. Das Ganze ist einfach so an den Haaren herbeigezogen!

    1. Im echten Leben hat man fast nie nur zwei mögliche Reaktionen, sondern (zumind. theoretisch) beliebig viele.

    2. Jeder Entscheid kann Konsequenzen nach sich ziehen, welche die Ausgangslage verändern können. Z.B. könnten die Terroristen auch aufgeben, wenn man ihnen mit Abschuss droht.

    3. Es ist höchst fraglich, ob die Leute sich in einer konkreten Situation auch so verhalten würden, wie sie in der Umfrage ankreuzen.

    4. DICKER Mann?! WTF?!
    70 10 Melden
    • Rendel 17.10.2016 18:14
      Highlight Moralische Dilemmas gehören zum Leben.
      13 2 Melden
    • Skip Bo 17.10.2016 18:28
      Highlight Zusatzfrage für eiserne watsonier: im Tram sind auch noch zwei bürgerliche Politiker/innen welche zusammen gleich schwer sind wie der fette Mann. Der fette Mann ist eindeutig als SP Sympathisant erkennbar. Handelt ihr immer noch gleich? Lässt ihr euch von eurer Antipathie leiten?
      15 26 Melden
    • Rendel 17.10.2016 19:20
      Highlight Sorry, aber wenn du nur in Kategorien Bürgerliche und Sp denken kannst, egal welches Thema, dann bist du hier komplett falsch.
      15 7 Melden
    • lilie 17.10.2016 20:22
      Highlight @Rendel: Klar gehören moralische Dilemmas zum Leben dazu, das bestreite das ja gar nicht. Aber sie präsentieren sich eben nicht in der von Psychologen ausgedachten Form.

      Jemand anders hat auch die Gewissheit über die Konsequenzen einer Entscheidung angesprochen. Im wahren Leben kann man nie sagen, was rauskommt, wenn man etwas tut - in diesen "Rätseln" aber wird so getan, als wüsste man es im absoluter Sicherheit.

      Das ist einfach komplett an der Realität vorbei.
      5 2 Melden
    • Rendel 17.10.2016 22:51
      Highlight Die Realität wirkt manchmal wie Fiction. Man mag sich auf so ein Thema einlassen oder halt nicht.
      0 1 Melden
    • lilie 18.10.2016 06:34
      Highlight @Rendel: Es geht hier um wissenschaftliche Grundlagenforschung, und da frage ich mich einfach, welche Aussagekraft Ergebnisse einer Untersuchung haben, deren Ausgangsmaterial dermassen unrealistisch ist. Die Ergebnisse sind doch im Wesentlichen für die Tonne.
      0 0 Melden
    • Skip Bo 18.10.2016 07:54
      Highlight Rendel, sorry wenn ich provoziert habe. Aber falls du noch nicht bemerkt hast, genau dieses Indifferente bei watson sehr rege gepflegt.
      Mein Kommentar war nur als Spiegel gedacht.
      0 1 Melden
    600
  • Petrarca 17.10.2016 17:46
    Highlight Zum Beispiel mit dem Flugzeug vs. Stadion: Und was, wenn sich unter den Passagieren im Flugzeug ein Wissenschaftler befindet, der eine Woche später ein saugünstiges Medikament gegen Krebs oder HIV entdeckt hätte?

    Das einzige wozu solche hippen Gedankenspiele idR gut sind ist, um uns als Hobbyphilosophen ultra klug zu fühlen. So pseuo-intellektuelle Masturbation quasi.
    41 17 Melden
    • Lord_ICO 17.10.2016 19:10
      Highlight Hast du dir das Beispiel mit dem Flugzeug richtig durch den Kopf gehen lassen, wenn du hier von gefühlter Klugheit sprichst?
      In beiden Fällen sterben die Flugzeugpassagiere, also ist der Wissenschaftler so oder so tot. Deshalb ist deine Frage obsolet.
      Hier geht es nicht um intellektuelle Fragen, sondern um moralische Fragen und diese sagen über den eigenen Charakter einiges auf.
      14 6 Melden
    • Kemni 17.10.2016 20:05
      Highlight Dieser Wissenschaftler würde ja sowieso sterben, wenn das Flugzeug in das Stadion fliegen würde.
      8 3 Melden
    • schille 17.10.2016 21:02
      Highlight Wie kann man sich sicher sein das das Flugzeug in das Stadion stürzt und die Terroristen nicht aufgeben, oder die Passagiere die Terroristen überwältigen oder oder??
      7 3 Melden
    • Petrarca 18.10.2016 11:45
      Highlight Kemni, Lord_ICO: Das ist ja das Problem bei einem Gedankenspiel: Woher will ich wissen, dass der Wissenschaftler stirbt? Ich weiss nur, dass er bei einem Abschuss mit ziemlicher Sicherheit stirbt. Genau so wenig ist davon auszugehen, dass bei einem Flugzeugabsturz in ein Stadion sämtliche Gäste umkommen. Diese "moralischen Fragen", sagen eben nichts über den Charakter aus, weil sie a) rein theoretischer Natur sind, b) nicht den Bruchteil an für solche Entscheidungen relevante Infos liefern und c) Moral – etwas hoch komplexes – auf ein entweder-oder runterbrechen will.
      2 0 Melden
    600
  • SVARTGARD 17.10.2016 17:43
    Highlight JA!
    4 4 Melden
    600
  • barbablabla 17.10.2016 17:36
    Highlight Es kommt drauf an welche Mannschaft spielt..
    52 1 Melden
    • florian_berg 17.10.2016 18:11
      Highlight bill shankly is alive!
      4 0 Melden
    600
  • Illyrer 17.10.2016 17:34
    Highlight Genau dieser Frage geht der schweizer Philosoph Peter Bieri in seinem neustem Werk: "Würde - Eine Art zu leben" nach. Er thematisiert in diesem Kontext die absoluten moralischen Grenzen des Menschen und erklärt in einem fiktiven Dialog folgendes: "Die Passagiere würden dadurch, dass der Staat ihre Tötung als Mittel zur Rettung anderer benutzt, als blosse Objekte behandelt; ihnen werde dadurch der Wert abgesprochen, der dem Menschen um seiner selbst willen zukommt." Meiner Meinung nach ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn man sich mehr mit der menschlichen Würde ausseinandersetzen möchte.
    22 1 Melden
    • Safran 17.10.2016 23:37
      Highlight Und wo ist die Würde der Stadion-Besucher, deren Leben somit verschont geblieben ist?

      Was wäre, wenn der Terrorist eine Atombombe im Flugzeug hätte und die über München zünden will. Wären dann ein paar Millionen Menschen genügend Opfer oder würde man lieber die Würde der Passagiere wahren?

      4 2 Melden
    600
  • Anded 17.10.2016 17:20
    Highlight Alle die hier den Abschuss generell verurteilen, weil man aktiv keine Unschuldige töten darf: Wärt ihr der gleichen Meinung, wenn es ein Frachtflugzeug ist, wo es nur Besatzung und keine Passagiere gibt, und wo man auch weiss (zB aus Funkspruch), dass beim Kampf ums Cockpit alle Bestzungsmitglieder bis auf einen Piloten getötet wurden? An Bord lebt also nur noch eine Geisel.
    8 2 Melden
    600
  • Romina 17.10.2016 17:10
    Highlight Frage 1: die Insassen sterben sowieso wenn das Flugzeug abstürzt. Sie zu retten ist also gar nicht möglich. Daher ist der Abschuss in meinen Augen gerechtfertigt um wenigstens die anderen Menschen zu retten.
    21 7 Melden
    600
  • humpfli 17.10.2016 17:08
    Highlight Ich finde, man sollte das Geschehen nicht beeinflussen. Also nicht aktiv eingreifen, sondern den Dingen ihren Lauf lassen.
    8 19 Melden
    • DerElch 17.10.2016 19:05
      Highlight Also keine Terroristen stoppen bzw Anschläge verhindern, wenn man die Möglichkeit hat, sondern sie tun lassen, was in ihrer Ideologie zu tun ist. Moldoch, läss.
      12 2 Melden
    • Frau Dr. Gähn 17.10.2016 19:55
      Highlight der liebe gott wirds schon richten, gäll.
      8 2 Melden
    600
  • bibabo223 17.10.2016 17:07
    Highlight Der Pilot ist freizusprechen, weil der Entscheid unter diesen Umständen nachvollziehbar ist. Ist die Frage allgemein zu beantworten, bin ich der Meinung, dass das Flugzeug nicht abgeschossen werden darf. Der Staat darf unter keinen Umständen über das Leben eines Einzelnen richten. Auch wenn es in gewissen Situationen sinnvoll erscheinen mag.
    17 14 Melden
    • Rendel 17.10.2016 17:44
      Highlight Ich kann auch den einen oder andern Mord nachvollziehen, das ist kein Argument für einen Freispruch.
      12 1 Melden
    600
  • Rendel 17.10.2016 17:04
    Highlight Man könnte auch die Passagiere entscheiden lassen ob sie sich opfern wollen, um 70 000 Menschen zu retten. Warum sollen die das von Aussen entscheiden?
    30 9 Melden
    • Big_Berny 17.10.2016 20:42
      Highlight Und was wenn nur jemand dagegen ist? Dann steht man wieder vor dem selben Problem.
      7 1 Melden
    600
  • Safran 17.10.2016 16:58
    Highlight Wenn die Terroristen das Flugzeug ins Stadion krachen lassen, sterben die Passagiere auch. Sie sterben also sowieso. Deshalb ist der Abschuss die beste Lösung mit den wenigsten Todesopfern.
    56 11 Melden
    • Simon 17.10.2016 17:16
      Highlight Damit ist eigentlich alles gesagt - in diesem Fall.
      12 3 Melden
    • DeniseB 17.10.2016 18:35
      Highlight was ist, wenn die Passagiere die Terroristen aufhalten könnten? Was, wenn die Terroristen sich umentscheiden? Wie wärs mit dem Evakuieren des Stadions?

      Wir sterben alle einmal, also darf man ...?
      10 2 Melden
    600
  • MacB 17.10.2016 16:47
    Highlight Frage 1 ist komisch gestellt. Ich finde es moralisch richtig, jedoch hat er nicht die Befugnis, das zu entscheiden, weswegen er wieder schuldig ist.

    Die Frage müsste eher lauten, der Armeechef entscheidet, das Flugzeug abzuschiessen. Richtig oder falsch.
    40 0 Melden
    600
  • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 16:37
    Highlight Hey ihr Utilitaristen.

    Ja das ist ein Fluchwort.
    6 18 Melden
    • Froggr 17.10.2016 16:53
      Highlight Nein das ist es nicht!
      Im Gegenteil
      14 5 Melden
    • Marry.Daveson 17.10.2016 17:20
      Highlight Überhaupt nich!
      Utilitarismus beihaltet in seiner Ausübung genauso den Altruismus und wird erst zum Fluchwort wenn man durch Wertung zum Schluss kommt dieser den Menschen nicht zuzumuten ist.
      3 4 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 18:07
      Highlight Ah, stimmt ihr könnt auch im echten Leben in die Zukunft blicken, nicht nur in diesen vordefinierten Beispielen.

      Wenn ich also genug plausibel irgend eine Spekulation über die Zunkunft behaupte, dann kann ich alles legitimieren:

      - Diese Terroristen müssen getötet werden, damit die Gesellschaft in Frieden leben kann.

      - Wir müssen diese Umwelt hier noch etwas mehr zerstören, weil sonst gewisse Leute ihren Job verlieren.
      8 5 Melden
    • Judge Dredd 17.10.2016 20:29
      Highlight You will not be able to use your remote control:

      Du hast Utilitarismus gefühlte zwanzig Mal in deinen Kommentaren benutzt. Ich, und wahrscheindlich alle anderen auch, haben jetzt verstanden das du dich der Deontologie verpflichtet fühlst.

      Ich denke, es gibt kein komplett Richtig oder komplett Falsch, jede ethische Richtung hat Vor- und Nachteile. Man kann sich auch für eine Ethische Philosophie entscheiden ohne die anderen zu verteufeln.

      2 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 18.10.2016 13:06
      Highlight > Ich denke, es gibt kein komplett Richtig oder komplett Falsch, jede ethische Richtung hat Vor- und Nachteile.

      Sicher? Willst du über Vor- oder Nachteile sprechen? Nein?

      > Man kann sich auch für eine Ethische Philosophie entscheiden ohne die anderen zu verteufeln.

      Und man kann Ethische Philosophien als problematisch bezeichnen, ohne sich für eine andere zu entscheiden. Verteufeln ist ein seltsames Wort in diesem Zusammenhang?
      0 0 Melden
    600
  • Anded 17.10.2016 16:36
    Highlight Das Problem bei vielen solchen Fragen ist: Würden die Personen A wirklich sterben, wenn man nichts tut? Wenn das nicht sicher ist, gilt für mich: Sicher keine "Alternativopfer" in Gefahr bringen (Gleisarbeiter, fetter Mann), auch wenn das weniger sind. Oder rettet das Opfern der Personen B garantiert die Personen A? Beim selbstfahrenden Auto gilt: Wenn eine Kollision mit anderen Personen erkannt wird, muss das Auto um jeden Preis anhalten oder ausweichen. Ohne Rücksicht auf Insassen. Ob die 2 Kinder im Beispiel sterben würden, kann vor dem Zusammenstoss mit der Betonwand niemand voraussagen.
    39 5 Melden
    • DrPop 17.10.2016 18:52
      Highlight Diese Gedankenspiele gehen davon aus, dass die Menschen sterben. Deswegen ja auch das moralische Dilemma.
      3 3 Melden
    600
  • Denverclan 17.10.2016 16:34
    Highlight Als Christ muss man sich an die 10 Gebote halten, also du sollst nicht töten! Nun, es steht aber nichts davon ob aktiv oder passiv. In allen diesen Beispielen werden Menschen sterben, so oder so. Die Grundsatzfrage ist doch die, darf ich aktiv Leben auslöschen, mit welchem Recht? Notwehr? Nein, ich bin ja nicht bedroht, aber liebe deinen Nächsten wie dich selbst.....ich glaube es gibt in allen Fällen kein richtig oder falsch, sogar der, der Gott entscheiden lassen will liegt weder richtig noch falsch. Nur der unerschütterliche Glaube an ein paradiesisches Leben nach dem Tod könnte uns helfen.
    8 15 Melden
    • Whitchface 17.10.2016 17:04
      Highlight Notwehr gilt nicht nur zum Eigenschutz. Das Gesetz sieht auch eine einen Schutz Dritter als Notwehr. Es spielt keine Rolle ob du selbst oder Drittpersonen in Gefahr sind.
      6 1 Melden
    • James McNew 18.10.2016 00:07
      Highlight Ob Gott oder nicht..das Gesetz beurteilt in solchen Fällen eine Unterlassung milder als eine Tat.
      0 0 Melden
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  • DePippo 17.10.2016 16:31
    Highlight Wieso will überhaupt jemand in die Allianz Arena fliegen?
    11 3 Melden
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  • Boston5 17.10.2016 16:21
    Highlight Eine spannende Diskussion. Meiner Meinung nach hat der Pilot richtig gehandelt, die Frage ist doch ob die Terroristen noch ein Rückzieher machen, sonst sterben die Passagiere so oder so, aber das scheint mir eher unwahrscheinlich. Daher würde ich bei einem Flugzeug auch sagen abschiessen. Verurteilt muss er dennoch werden, da er eigentlich Befehlsverweigerung begeht.
    Bei einem Tram denke ich darf man nichts beeinflussen um ein anderes Leben zu bevorzugen.
    Die Folter ist rechtens, wenn man den Anschlag so verhindern kann.
    10 15 Melden
    • Anded 17.10.2016 17:23
      Highlight Ob man einen Anschlag verhindern kann, weiss man vor dem Beginn der Folter NIE. Folter kann niemals rechtens sein...
      15 4 Melden
    600
  • rothi 17.10.2016 16:20
    Highlight Hier dürfen Ethik und Recht nicht vermischt werden. Rechtlich ist der Pilot ganz klar Schuldig, aus ethischer Sicht sieht es ev anders aus. Wobei auch hier: Die Terroristen könnten das Stadion auch verfehlen oder in letzter Minute zur Vernunft kommen. Deshalb schreibe ich bei ethischer Richtigkeit ein eventuell hin.
    30 6 Melden
    600
  • walsi 17.10.2016 16:14
    Highlight Ich finde es grundsätzlich problematisch wenn man anfängt einzelne Menschenleben gegen einander auszuspielen. Wer definiert welches Leben mehr wert und somit schützenswert ist? Nach welchen Grundlagen? Ändern sich die Grundlagen je nach Zeitgeist?
    33 0 Melden
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  • l.38.r 17.10.2016 16:06
    Highlight Der Flugzeugpilot handelt zwar aus moralischer Sicht richtig, dennoch muss er verurteilt werden.
    Ein Mensch darf nicht 164 Menschen töten, ganz egal welche Konsequenzen dies hat. Gerade auch weil der Pilot eigenmächtig gehandelt hat: Eine solche Entscheidung soll und darf nicht von einer einzelnen Person in einem Flugzeugcockpit gefällt werden.
    50 18 Melden
    • Libertas 17.10.2016 16:38
      Highlight Sehe ich anders. Ich finde sogar, dass nur der Pilot im Cockpit eine solche Entscheidung treffen kann.
      18 15 Melden
    • l.38.r 17.10.2016 17:05
      Highlight Wieso? Kann der Pilot die aktuelle Situation und die Auswirkung auf sein Handeln wirklich besser abschätzen als eine dazu klar befugte Stelle? Wer das schliesslich ist kann ich auch nicht beantworten. Ich finde es aber höchst bedenklich, wenn jeder Kampfjetpilot im Ernstfall eine solch gravierende Entscheidung selber treffen soll.
      16 6 Melden
    • Tony95 17.10.2016 22:41
      Highlight Welche Stelle wäre in diesem Fall klar dazu befugt? Ich finde auch das der Pilot die Entscheidung selber treffen kann,sofern er eine Abschusserlaubnis bekommen hat, denn er muss dann damit leben. Entweder er hat das Flugzeug abgeschossen und 124 Menschen getötet, oder er hat es nicht getan aber es sind 70000 weitere Menschen gestorben. Eine schwierige Entscheidung, schlussendlich ist auch ein Militärpilot ein Mensch mit Gefühlen und kein Roboter.
      1 1 Melden
    600
  • N. Y. P. 17.10.2016 16:06
    Highlight Wir alle sind unehrlich und uns selbst und unseren Angehörigen am nächsten.

    Würden Sie ein Kleinflugzeug mit 5 Insassen abschiessen um 70'000 Menschen im Stadion zu retten ?
    Alle : JA

    Würden Sie ein Kleinflugzeug mit 5 Insassen* abschiessen um 70'000 Menschen im Stadion zu retten ?
    * eigene Familie
    Alle : NEIN

    52 7 Melden
    • stef2014 17.10.2016 16:19
      Highlight Zu diesem Thema (mit der Familie) gibt es einen guten Film: Fail Safe. Ist ein Remake, aber als eine Live-Inszenierung verfilmt.
      5 1 Melden
    600
  • Zeit_Genosse 17.10.2016 16:00
    Highlight Die Frage die sich stellt ist, ist der Pilot, der gegen einen Befehl Selbstjustiz mit einem Kampfjet verübt, schuldig zu sprechen. Rechtlich ja. Da gibt es sicher einen juristischen Ausdruck dafür. Z.B. "Vorsätzliche Tötung um weitere Tote zu vermeiden" oder so.

    Ethisch ist der Selbstjustiz-Abschuss teilweise nachvollziehbar, weil man das Risiko in Sekunden abwägen muss, ob 167 mutmasslich dem Tod geweihten (ist ja nicht sicher ob der Absturz wirklich eintritt) gegenüber einer Opferzahl von über 10'000 Toten (es sterben nicht alle) bei einem Absturz den Abschuss rechtfertigen. <50% = ja ?

    3 1 Melden
    • stef2014 17.10.2016 16:29
      Highlight Meiner Meinung nach ist die Frage sehr ungünstig formuliert (Absicht?), da ein Kampfpilot per se schon zum Töten ausgebildet wird. Für ihn dürfte Töten um zu retten kaum ein ethisches Dilemma auslösen. Die Befehlsverweigerung hingegen ist auf einer berufsethischen Ebene zu analysieren. Und da herrschen innerhalb der Armee wohl andere Gesetzmässigkeiten als im normalen Leben.
      10 1 Melden
    600
  • Olaf44512 17.10.2016 15:52
    Highlight What are your choices when someone puts a gun to your head?
    What are you talking about? You do what they say or they shoot you.
    WRONG. You take the gun, or you pull out a bigger one. Or, you call their bluff. Or, you do any one of a hundred and forty six other things.
    - Harvey Specter
    30 4 Melden
    600
  • Summerweid 17.10.2016 15:48
    Highlight Spannende Fragen zu diesem thema gib es hier

    http://moralmachine.mit.edu/
    3 0 Melden
    • ThePower 17.10.2016 18:35
      Highlight Oh Mann, das gibt ganz üble Entscheidungen, die man da treffen muss..
      0 0 Melden
    600
  • fant 17.10.2016 15:43
    Highlight Was mich beim Beispiel mit dem selbstfahrenden Auto noch stört: Die Personen im Auto haben selbst entschieden, sich in so ein Gefährt zu setzen. Also müssen auch sie das Risiko tragen.

    Die FussgängerInnen sind völlig unbeteiligt und nur "zur falschen Zeit am falschen Ort", deshalb ist es für mich völlig unmoralisch, die "Fahrenden" zu Lasten der "zu Fuss gehenden" sterben zu lassen.
    39 4 Melden
    • bibabo223 17.10.2016 17:10
      Highlight Sehe ich auch so. Ausserdem finde ich, dass die Frage unabhängig des Alters der Fussgänger gleich entschieden werden muss.
      6 0 Melden
    600
  • remim 17.10.2016 15:38
    Highlight Die Frage mit dem Auto ist irgendwie nicht ganz realistisch, entweder ist das Auto so langsam dass die Kinder bei einem Aufprall auf eine Betonmauer nicht sterben oder so schnell dass die Fussgänger auch wie eine Mauer wirken und Fussgänger und Kinder sterben.
    10 2 Melden
    600
  • Nussi2000 17.10.2016 15:31
    Highlight An das Watson-Team. Könntet ihr bei solchen Umfragen nicht eine dritte Option hinzufügen, für die welche nur das Resultat sehen möchten? Manche möchten solche Fragen nicht beantworten, würden aber gern das Resultat sehen...
    7 19 Melden
    • Santale1934 17.10.2016 16:27
      Highlight Naja wenn du aber in einer solchen Situation bist, musst du dich trotzdem entscheiden und kannst nicht einfach sagen "Ich will sehen, was die anderen machen würden."

      Aber verstehe dich schon, ist teilweise moralisch sehr schwer sich zu entscheiden, muss aber leider so sein.
      9 0 Melden
    600
  • Rendel 17.10.2016 15:30
    Highlight Ich finde die Umfrageergebnisse ja sehr interessant. Sobald man an jemanden direkt Hand legen muss, um mehr Leute zu retten (dicker Mann), ist die Mehrheit für den einzelnen. Hat man die Technik dazwischen, sind die meisten dafür, die Mehrheit zu retten.
    32 0 Melden
    600
  • fant 17.10.2016 15:26
    Highlight Was mich an diesen Fragen stört: Es wird bei allen Fragen so getan, als sei die Zukunft 100% klar und es gäbe nur genau zwei Möglichkeiten. Das ist realitätsfremd. Zum Beispiel könnte das Flugzeug immer noch das Stadion verfehlen. Oder nur streifen.

    Ganz extrem ist diese falsche Fragestellung bei der Folter: Wer sagt denn - in dem Moment, wo über foltern oder nicht foltern entschieden wird - dass die Folter garantiert ein Resultat bringt? Das kann man nicht im voraus wissen...
    34 4 Melden
    • Kevin Meili 17.10.2016 16:41
      Highlight ..oder der Flieger abgeschossen werden und brennend in ein Atomkraftwerk Abstürzen, was noch mehr Schaden verursacht...
      9 3 Melden
    600
  • Stellklaus 17.10.2016 15:24
    Highlight Bei der Folter Frage, halte ich die Folter in diesem Fall moralisch zwar für vertretbar, juristisch müsste der Beamte aber trotzdem bestraft werden.
    Das mag zwar eine feige Antwort sein, aber ich glaube Folter ist etwas derart unmenschliches, dass ein Rechtsstaat dafür keine juristischen Ausnahmen schaffen darf, auch nicht bei höher gestelltem Interesse.
    20 5 Melden
    600
  • Roaming212 17.10.2016 15:22
    Highlight Kann man eigentlich ein Flugzeug überhaupt "abfangen"? Wenn dies nicht möglich ist sterben die im Flugzeug sowieso, weil der Terrorist kaum eine sanfte Landung machen würde auch wenn er nichts ins Stadion fliegt.
    15 3 Melden
    600
  • Ketsch 17.10.2016 15:19
    Highlight Ich finde (im Falle des Flugzeugs) dass man agieren sollte, bevor solch eine Situation zustande kommt und das macht die Schweiz bis anhin sehr gut so.
    Also ist für mich dieses Szenario keine Diskussion wert.
    10 44 Melden
    • Ludwig von Mises 17.10.2016 15:31
      Highlight Sechs, setzen. Aufgabe nicht verstanden.
      22 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 16:38
      Highlight Ludwig von Mises, bist du ein Utilitarist?
      3 3 Melden
    600
  • Randy Orton 17.10.2016 15:18
    Highlight Ethisch und rechtlich gesehen macht sich der Pilot strafbar und gehört drshalb verurteilt. Moralisch gesehen stellen viele die Logik beiseite und wägen 167 gegen 70'000 ab, was falsch ist.
    38 31 Melden
    • Safran 17.10.2016 17:15
      Highlight Warum soll das falsch sein? Dem Überlebenstrieb der Menschheit nach, gäbe es hier bei diesem extremen Unterschied an Opfern keine Frage, dass man die 70'000 retten soll. In diesem Beispiel würden die 167 höchstwahrscheinlich sowieso sterben
      4 3 Melden
    • Randy Orton 17.10.2016 18:35
      Highlight Weil der Pilot entgegen den Anweisungen seines Vorgestzten handelt und im besagten Szenario nicht alle Infos hat. Es kann sein, dass der Terrorist nur damit droht, dass er überwältigt wird oder die Arena evakuiert werden kann. Der Pilot kann das alles nicht abschätzen und schiesst vielleicht ohne Not 164 Menschen ab, deshalb ist er schuldig, auch wenn er sich vermeintlich in einem moralischen Dilemma befindet.
      5 1 Melden
    600
  • zuercher123 17.10.2016 15:17
    Highlight "The needs of the many outweigh the needs of the few."
    6 16 Melden
    • Min14 17.10.2016 15:59
      Highlight "What may be a few to you is everything to those who died"
      19 0 Melden
    • zuercher123 17.10.2016 16:30
      Highlight Das Szenario ist ja eine klassische Loose-Loose Situation.
      Wenn man den Flieger abschiesst sterben 167 Menschen. Wenn man ihn nicht abschiesst, sterben 70'000 + 167 Menschen. Die Personen im Flugzeug sterben so oder so.
      Das heisst der Abschuss ist sinnvoller.
      7 6 Melden
    • amRhein 17.10.2016 16:38
      Highlight Das scheint mir eine Antwort eines Amerikaners - dort zählt nicht der Einzelne, sondern das Wohl der Mehrheit, sprich, das grösstmögliche Glück soll erreicht werden.

      Ich vermute, neben dem Rassismus dürfte dies ein weiterer Grund sein, das Schwarze ungestraft von (weissen) Polizisten erschossen werden.
      7 8 Melden
    • zuercher123 17.10.2016 16:57
      Highlight Was wäre dann Ihre Lösung?
      3 0 Melden
    • amRhein 17.10.2016 18:49
      Highlight @zuercher123: mMn dürfen wir keine unschuldigen Menschen abschiessen, um andere zu retten, weil dann dürfte man Menschen foltern und unterhöhlt die Menschenrechte/-würde. siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Quantifizierungsverbot

      Von der Gültigkeit der Menschenrechte bin ich sehr überzeugt, verstehe aber auch persönliche Entscheide, wenn man Angehörige rettet zulasten anderer Beteiligter - das kommt aber auch auf den Kontext an.
      7 0 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 17.10.2016 15:17
    Highlight Fragen wie 1, 2 und 3 wurden in leicht modifizierter Form von Soziologen an eine Testgruppe und an eine Gruppe Christen gestellt um herauszufinden ob Christen moralisch überlegen reagieren. Schliesslich reklamieren Christen ja genau das für sich. Das Resultat zeigte: Ein Christ reagiert kein bisschen anders als Herr Durchschnittsmensch. Ich stellte Frage 2 persönlich einem hardcore Christen. Wie würde er die Weiche stellen. Seine Antwort: er würde gar nichts tun, er würde Gott entscheiden lassen. Brüller nicht?
    35 15 Melden
    • allesklar 17.10.2016 15:25
      Highlight was für eine religion hat den der durchschnittsmensch?
      3 8 Melden
    • zombie woof 17.10.2016 15:53
      Highlight Du hast mir den Tag gerettet! Ich überleg schon die ganze Zeit, was ich heute Abend kochen soll und jetzt servierst du mir die Lösung: Ich lasse Gott entscheiden, und freu mich jetzt schon darauf, nachhause zu kommen und das Essen steht auf dem Tisch......
      18 2 Melden
    • Pascal Mona 17.10.2016 16:13
      Highlight Wieso Brüller? Ich, als zumindest nicht praktizierender Christ, würde genau gleich handeln und dem Schicksal (andere nennen dies halt "Entscheidung Gottes"; spielt aber keine Rolle!) in dieser Situation seinen Lauf lassen! Sehen zumindest aktuell auch 41 % der anderen watson-Leser so... Wie kann das Leben der 5 mit demjenigen des Gleisarbeiters abwägen? Stell dir doch die gleiche Frage aber mit "nur" 2 Menschenleben welche du rettest und dafür deinen besten Freund oder deine Frau sterben lässt, was tust du? Ohne mit der Wimper zu zucken das Gleis umstellen? Kann ich fast nicht glauben...
      7 4 Melden
    • Rendel 17.10.2016 16:34
      Highlight Die Weiche nicht zu stellen ist auch eine Entscheidung. Wer sich hier grad als überlegen aufführt, bist Du selber, Schurke, vielleicht nicht moralisch besser, aber besser.
      9 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 16:39
      Highlight Wenigstens würde er so nicht utilitaristisch entscheiden. Auch wenn die Begründung lustig ist.
      0 5 Melden
    • kleiner_Schurke 17.10.2016 16:50
      Highlight @Pascal Montana
      Probiere es doch mal mit "Was wiegt schwerer, das Wohl Vieler oder das Wohl eines Einzelnen?". Wenn meine Frau dort auf dem Bleis wäre würde ich ihr Leben retten, da müsste ich keine Sekunde überlegen.
      4 3 Melden
    • Pascal Mona 17.10.2016 17:00
      Highlight du bist aber ein lustiger... das Wohl vieler über dasjenige eines Einzelnen stellen, aber dann prompt im nächsten Satz deine Frau über das Leben von vielen stellen? Jaja du bist aber ganz konsequent... Brüller nicht?
      3 6 Melden
    • kleiner_Schurke 17.10.2016 17:32
      Highlight Nö, ich entspreche damit völlig der Norm.
      6 2 Melden
    • Pascal Mona 17.10.2016 19:42
      Highlight der "Norm" entsprechen bedeutet ja auch "konsequent sein"... OMG
      2 1 Melden
    • kleiner_Schurke 17.10.2016 20:17
      Highlight Nein, es gab wie oben erwähnt, eine Studie die genau das festgestellt hat. DU würdest natürlich deine Frau mit geschwollener Heldenbrust opfern. Geil mal so jemanden getroffen zu haben.
      3 1 Melden
    • Pascal Mona 17.10.2016 20:40
      Highlight Nein, auch das schreibe und würde ich nicht, aber DU wenn du deinen zweiten Kommentar konsequent durchziehst!
      Du stellst jemanden (einen Hardcore Christen) als lächerlich hin, weil er sich dafür entscheiden würde das Gleis nicht zu verstellen aber würdest unter Umständen genau (wenn es eben deine Frau betreffen würde) so handeln. Ich wäre einfach vorsichtiger mit solchen Verurteilungen...
      1 0 Melden
    600
  • M.k. 17.10.2016 15:15
    Highlight Geht man eigentlich davon aus, dass die Personen im Flugzeug überlebt hätten? Weil bei solch einem Absturz wäre es doch wahrscheinlich, dass auch diese sterben, weswegen es doch schlimmer wäre, das Flugzeug nicht abzuschiessen. Man kann es so betrachten: Entweder man rettet niemanden und lässt es geschehen, oder man rettet 70'000 Personen und schiesst das Flugzeug ab.
    48 7 Melden
    • stef2014 17.10.2016 15:45
      Highlight Die Frage 2 ist eben schon fast eine Fangfrage, da ein Kampfpilot grundsätzlich (auch) zum Töten ausgebildet ist. Die ethische Grundsatzfrage lautet aber: töten oder nicht töten, bzw. Konsequenzen berücksichtigen oder nicht.

      Bei einem Kampfpiloten ist dieses Dilemma kaum vorhanden. Aber genau auf dieses Dilemma zielen solche ethischen Fragen ab. Und je nach dem welcher ethischen Richtung man folgt, entscheidet man sich so oder so.
      1 0 Melden
    • buenavista62 17.10.2016 16:05
      Highlight Deine Ausführung macht schon sinn. Wenn man es genau nimmt, droht der Terrorist ja "nur". Veilleicht gäbe es ja eine Chance, dass der Terrorist seine Drohung nicht ausführt. In diesem Falle würde ich das Flugzeug nicht abschiessen. Mir ist aber schon bewusst, dass das nicht die Absicht der Fragestellung ist.
      4 2 Melden
    • stef2014 17.10.2016 16:15
      Highlight Frage 1 meinte ich natürlich....
      0 0 Melden
    600
  • Dachhase gedünstet 17.10.2016 15:10
    Highlight Würde es oke finden das Flugzeug abzuschiessen. Denn wenn es der Terrorist fest in seiner Gewalt hat, sterben die 164 Passagiere so oder so.
    38 10 Melden
    • N. Y. P. 17.10.2016 15:20
      Highlight @Tom Tucker
      Ich bin jetzt gespannt auf deine Antwort auf meine Frage :
      Gilt Deine Antwort auch, wenn Deine Tochter im Flugzeug ist ?
      9 1 Melden
    600
  • N. Y. P. 17.10.2016 15:09
    Highlight Ich zu einem Kollegen :
    Soll ein selbstfahrender Car aufs Trottoir ausweichen, einen unschuldigen Fussgänger töten (überfahren) um 46 Insassen das Überleben zu sichern ?

    Kollege nach reifer Überlegung : JA

    Meine zweite Frage : Und wenn deine Tochter auf dem Trottoir ist ?

    Dieses Tote gegen Tote abwägen ist ein aufreibendes Thema...

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    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 16:41
      Highlight Nicht, wenn du Menschen immer als Subjekt behandelst und niemals als Mittel zum Zweck.
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    • Muellsi 17.10.2016 16:44
      Highlight Natürlich nicht. Aber in so einer Situation entscheidet man auch nicht objektiv. Deshalb sollte eine solche Entscheidung niemals eine betroffene Person treffen.
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  • Salz & Pfeffer 17.10.2016 15:07
    Highlight Die Leute im Flugzeug sterben im Fall 1 ohnehin.
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    • Rendel 17.10.2016 15:35
      Highlight Wieso, woher willst Du wissen ob es nicht gelingen kann den Mann zu überwältigen? Es gibt auch die Lösung, dass keiner stirbt. Das weiss keiner in Voraus.
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    • Pascal Mona 17.10.2016 16:17
      Highlight Naja seehr wahrscheinlich, aber eben nicht 100 %, oder? Ich habe den Film natürlich bisher nicht gesehen, aber wäre doch theoretisch möglich, das dies eben noch verhindert werden könnte, indem z.B. die Insassen die Terroristen überwältigen können?! Oder vielleicht ist es auch nur eine Drohung/Erpressungsversuch? Sehr wahrscheinlich (resp. hoffentlich) bin ich zum Glück nie in einer ähnlichen Situation.
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  • Meet The Mets 17.10.2016 15:04
    Highlight Man kann den Problemen noch eine Qualität-Quantität Komponente beifügen: Beim Fetten-Mann Problem besteht die Menschenmenge aus Neonazis/ISIS-Anhängern/[bitte hier eigene Hassgruppe eingeben], während der fette Mann ein Forscher ist, der soeben ein Mittel gegen Krebs gefunden hat, und jetzt unterwegs zu seinen Kollegen ist, um ihnen die Methode zu erklären. Er hat keine Notizen gemacht, alles ist in seinem Kopf.
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    • You will not be able to use your remote control. 17.10.2016 16:49
      Highlight Das beweist, dass Utilitarismus nichts nützt, weil vorher niemand alle nötigen Informationen zum nachher kennen kann.
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  • Raembe 17.10.2016 15:02
    Highlight In welchem Fall bremst ein fetter Mann ein x Tonnen schweres Tram?
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  • TrueClock 17.10.2016 15:02
    Highlight Das Problem bei dem Flugzeug ist: die Insassen sterben so oder so
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    • Randy Orton 17.10.2016 15:19
      Highlight Das weiss man eben als Pilot nicht. Eventuell können die Insassen den Terroristen überwältigen oder der Vorgesetzte verhandelt mit dem Terroristen, weil er zB Lösegeld oder Ähnliches erpressen will.
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    • stef2014 17.10.2016 15:27
      Highlight Das ist richtig. Aber bei Fragen der Ethik unterscheidet man, ob man bewusst Menschen tötet um andere zu retten (konsequentialistisch) oder man die Handlung als solche, also das Töten an sich, als ethisch verwerfliche Tat ansieht und deshalb in jedem Fall unterlässt (deontologisch).
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  • Big ol'joe 17.10.2016 15:01
    Highlight Bei Frage 2 und 3 gibt es einen erheblichen Unterschied! Bei 3 ist der Tod der Person notwendig um die anderen zu retten. Er wird instrumentalisiert. Bei 2 ist der Tod nicht notwendig, er ist einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Sein Zuspruch ist nicht notwendig. Nach Kant wäre 2 legitim, 3 nicht. Und noch was, die zweite Antwort bei 2 stimmt so eben nicht. Nicht durch seinen Tod überleben die anderen, sein leben wird nicht instrumentalisiert. Ein grosser Unterschied...
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    • kaiser 17.10.2016 16:23
      Highlight Guter Punkt Big ol'joe die beiden Fragen zu vergleichen!

      Bei beiden Aufgaben stirbt 1 Mensch oder 5 Menschen. Trotzdem, ob diese Person instrumentalisiert wird oder nicht, rational überlegt sollten wir immer die 5 Menschen retten.

      Einen Menschen direkt zu töten um die 5 zu retten, können die Meisten nicht. Sobald wir aber irgenwelche Schalter oder Knöpfe einbauen (mit demselben Ergebnis, dass diese Person stirbt) können das plötzlich die Meisten. Die Militärs dieser Welt werden diesen Umstand zu nutzen wissen...
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  • Lord_Curdin 17.10.2016 15:00
    Highlight Bei der Pilotenfrage ist meiner Meinung nach der Befehl der höher gestellten Person wichtig. So kommt auch ein anderes Ergebnis raus als bei andern Newsseiten, die diese Information nicht gesagt haben.
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  • Simsalabim 17.10.2016 14:59
    Highlight Ist bei nummer 5 das Bild falsch?

    Im Text: Ausweichen = Betonwand
    Im Bild: Ausweichen = Zebrastreifen
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  • so en shit 17.10.2016 14:54
    Highlight Beim Flugzeugabschuss muss aber auch noch bedacht werden, dass die Passagiere auch bei einem Absturz im Stadium ums Leben kämen. Dies ist bei den anderen Szenarien jeweils nicht der Fall.
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