Schweiz

Unterwegs zum IS: Schweizer Dschihad-Tourist am Flughafen Zürich verhaftet

08.04.15, 15:58 08.04.15, 17:19

Kantonspolizisten am Flughafen Zürich: Die Verhaftung des mutmasslichen Dschihad-Touristen fand in Zusammenarbeit mit der Bundeskriminalpolizei BKP statt. Bild: KEYSTONE

Kurz bevor er das Flugzeug nach Istanbul besteigen konnte, wurde am Dienstag ein knapp 25-jähriger Schweizer am Flughafen Zürich verhaftet. Dies teilte die Bundesanwaltschaft in einer Medienkonferenz am Dienstag Nachmittag mit. 

Die Strafverfolgungsbehörden vermuten, der Mann wollte sich in Syrien oder im Irak der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anschliessen. Damit würde er gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen Al-Kaida und Islamischer Staat verstossen. Weiter wird ihm die Unterstützung einer kriminellen Organisation zur Last gelegt.

Nach Informationen der Bundesanwaltschaft stammt der Mann aus dem Grossraum Zürich, genauere Angaben wurden nicht gemacht.

Die Bundesanwaltschaft verfolge eine Nulltoleranz-Politik, so Sprecher André Marti an der Pressekonferenz in Bern: Jeder der Bundesanwaltschaft bekannte Dschihadist werde bei der Einreise in die Schweiz oder vor der Ausreise aus der Schweiz verhaftet.

Zweiter Fall innert wenigen Tagen

Die Verhaftung des mutmasslichen Dschihad-Touristen erfolgte am gleichen Tag, an dem bekannt wurde, dass ein Schweizer Dschihad-Tourist an der syrisch-türkischen Grenze von der türkischen Polizei verhaftet wurde. Der Schweizer, über den keine genaueren Angaben vorhanden sind, wurde zusammen mit neun weiteren Personen von türkischen Sicherheitsbehörden aufgegriffen. 

Mittlerweile ist er wieder in die Schweiz zurückgekehrt, wie das EDA gestern mitteilte. Bei dem Mann soll es sich um ein Mitglied einer Terrororganisation handeln. 

Winterthurer Dschihadisten

In Winterthur machten Ende März Meldungen die Runde, wonach ein 21-Jähriger im Kampf für den IS getötet wurde. Zudem sollen insgesamt drei weitere Winterthurer Teenager nach Syrien gereist sein, um sich der Terrororganisation anzuschliessen. 

Weiter informierte die Bundesanwaltschaft, dass die Haft von drei irakischen Staatsbürgern um sechs Monate verlängert wurde. Die drei Männer sind seit März 2014 wegen des Verdachts inhaftiert, Mitglieder der Terrormiliz IS zu sein. Einer der drei Verdächtigen ist rollstuhlgängig.

Zurzeit führt die Bundesanwaltschaft nach eigenen Angaben rund zwei Dutzend Strafverfahren im Bereich des radikalen Dschihadismus. (wst)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • zombie1969 09.04.2015 12:24
    Highlight Wer als Schweizer mit Nichtschweizer Wurzeln in ein Terror-Camp/Syrien/Irak will, oder von dort in die CH zurück will, hat die Schweizer Staatsbürgerschaft verspielt und kann seine Suppe in Syrien/Irak oder sonstwo selber auslöffeln.
    Klingt böse... ist auch so gemeint!
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  • Gelöschter Benutzer 09.04.2015 05:10
    Highlight Wann erkennen Sie endlich dass der Islam keine Religion sondern eine Ideologie ist? Es gibt zwar gemässigte Menschen aus islamisierten Gebieten die wir "Moslems" schimpfen, aber der Islam ist nicht moderat, der Koran ist nicht moderat. Vergessen Sie nicht dass die einzige Garantie auf das Paradies durch das Töten von Kuffar( lebensunwerten) oder anders gesagt Nichtmuslimen erworben werden kann.
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  • M@tt Di11on 08.04.2015 22:37
    Highlight Wieso solche loser nicht raus lassen? Das wären doch gute Zielscheiben für die kurdischen Kriegerinnen. So würde sich auch die Entsorgung von selbst lösen.
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  • BigMic 08.04.2015 19:51
    Highlight Raus? Aber klar doch. Wieder rein? Nö Du, Pech gehabt!!
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  • Angelo C. 08.04.2015 18:50
    Highlight Was mich am Meisten einspritzt an der Medien- und Bevölkerungsinformation der Behörden, ist die Unsitte, mutmasslich eingebürgerte (gerade in solchen Zusammenhängen!) Schweizer nicht klar zu umschreiben. Man möchte eine eigentliche Zuordnung vornehmen können, wenn die Rede von Terroristen ist, auch wenn es sich um einen Urschweizer, also um einen Konvertiten handelt. Das ist nicht zuviel verlangt. Und bei Beiden, demjenigen der in der Türkei, und dem Anderen, der in Kloten festgenommen wurde, fehlt einmal mehr, eine saubere und klare Information. Sowas ist störend und wird der Informationspflicht nicht gerecht, zumal im Zusammenhang mit dem IS.
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    • Chrigu91 08.04.2015 20:17
      Highlight Es ist ja noch nicht mal klar, ob es sich überhaupt um einen Dschihad -Reisenden handelt. Es ist ein mutmasslicher Dschihadist und da wollen die Behörden sicher auch aus strategischen Gründen keine genaueren Angaben machen.
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    • Gelöschter Benutzer 08.04.2015 23:25
      Highlight Dein Rassismus ist unglaublich!! Sprechen wir doch von einem Menschen. danke!
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    • Angelo C. 09.04.2015 00:31
      Highlight Chrigu91 : Die Rede ist von ZWEI Verhafteten, einen in Kloten und den anderen in der Türkei. Bei dem Letzteren ist klar und bekannt, dass er aus dem Djihad kam, während der Andere wohl kaum den Basar von Damaskus besuchen wollte...ergo fehlt also die Information für Beide - und sowas sind gewiss keine Zufälle!
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  • Gelöschter Benutzer 08.04.2015 16:02
    Highlight Die, die ausreisen wollen, werden zurückgehalten und die, die zurück kommen, öffnet man weit die Türen? Komische Vorgehensweise.
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    • sobre 08.04.2015 16:19
      Highlight Die, die für IS gekämpft haben, will man therapieren und verhätschlen. Während die, die gegen die IS gekämpft haben gerichtlich in der Schweiz verurteilt werden. Auch komische Vorgehesweise.

      Was passiert wenn die IS den Kriegt verlieren würde? Können diese Terroristen hier in der Schweiz Asyl beantragen, da diese ja anschliessend in Ihren *Heimatländer* verfolgt werden.
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