Schweiz

Beim toten Tier handelt es sich um ein Weibchen. amt für wald, wild und fischerei des kantons freiburg

Bei Jaun FR ist eine Wölfin tot aufgefunden worden – wurde sie vergiftet?

Nach dem Fund eines toten Wolfsweibchens hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eröffnet. Die Behörden schliessen eine «böswillige Tat» nicht aus.

10.06.17, 11:56 10.06.17, 13:27

Am Freitag ist auf einem Feld bei Jaun FR der Kadaver einer Wölfin gefunden worden. Wie das Tier verendet ist, ist noch nicht bekannt, wie das Freiburger Amt für Wald, Wild und Fischerei mitteilte. Eine «böswillige Tat» wird nicht ausgeschlossen.

Es ist das erste Mal, dass im Kanton Freiburg ein toter Wolf gefunden worden ist. Ein Landwirt habe bemerkt, dass sich Tiere um den Kadaver geschart hätten und die Wildhut alarmiert, sagte Dominique Schaller, der Chef des Amtes für Wald, Wild und Fischerei, der Nachrichtenagentur sda.

Der Kadaver des Wolfsweibchens wurde ins Pathologische Institut der Universität Bern gebracht, um dort seziert zu werden. Auch das Erbgut soll unter die Lupe genommen werden, um die Identität der Wölfin festzustellen. Noch ist offen, ob das tote Tier das Weibchen F13 ist, das sich Anfang Jahr im fraglichen Gebiet aufgehalten hatte.

Es wird nicht ausgeschlossen, dass ein Mensch das Wolfsweibchen getötet hat. Spuren von Geschossen seien am Kadaver zwar nicht festgestellt worden. Aber ein kleinkalibriges Projektil oder auch eine Vergiftung seien nicht auszuschliessen.

Das Amt für Wald, Wild und Fischerei und die Kantonspolizei haben Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Im Kanton Freiburg könnten gemäss derzeitigem Stand der Beobachtungen bis zu drei Wölfe leben. Die neusten Bilder von Mitte März zeigten das Männchen M64 zusammen mit dem Weibchen F13. Im Süden des Kantons wurde zudem die Präsenz eines jungen Wolfes festgestellt. Seine Identität steht nicht fest.

Möglicherweise handelt es sich um den Rüden M74, der unter anderem im Diemtigtal im Berner Oberland beobachtet worden war oder aber um ein noch nicht bekanntes Tier. Deshalb trägt der dritte Freiburger Wolf noch keine Bezeichnung. Zu Regulierungsabschüssen kam es bisher in Freiburg nicht. Die Quoten dafür sind nicht erfüllt.

In der vergangenen Alpsaison fielen laut Schaller 33 Nutztiere Wolfsrissen zum Opfer, im laufenden Jahr bisher etwa zehn. Alle Risse ereigneten sich auf Alpen, die nicht von Schutzhunden bewacht werden. Von diesen Hunden gibt es in Freiburg 17.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • Skip Bo 11.06.2017 14:07
    Highlight Möchte provozieren:
    Was denken Wolfsfreunde über die "Lebendfütterung" von Eseln an Tiger in chinesischen Zoos? (Aufschrei von Tierschützern)
    Wölfe töten genau gleich, ihren Opfern reissen sie bei lebendigem Leib Fleisch aus dem Körper. (Relativierung durch Tierschützer)
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    • flausch 12.06.2017 00:09
      Highlight Naja ich sehe den Unterschied ganz einfach.
      Wildlebende Wölfe leben dort wo sie hingehören und auf eine art die ihrer Natur entspricht und Tiger in Zoos nicht. PUNKT!
      2 1 Melden
    • Skip Bo 12.06.2017 12:51
      Highlight Lebendfutter entspricht der Natur von Tigern.
      Wölfe nutzen auch Lebendfutter in Gehegen wenn sie eindringen können. Wider die Natur?
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    • flausch 12.06.2017 20:35
      Highlight Ich habe nie behauptet das Lebendfutter nicht der Natur entsprechen würde.
      Die Frage die ich aufwarf ist ob Zoos der Natur entsprechen und die Antwort wäre nein. Jedoch ist es auch so das Zoos diverse Arten vom aussterben bewart haben und auch weiterhin werden...
      Also liegt das Problem ganz woanders.
      Wesshalb sind Tiere und ihr Natürlicher Lebensraum bedroht? Wesshalb werden Tieren und ihrem Lebensraum die Existenzrechte abgesprochen?
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    • Skip Bo 13.06.2017 07:02
      Highlight Es gibt viele dünn besiedelten Gegenden in Europa und Asien, wo der Wolf/Bär und der Mensch nebeneinander Leben. Das ist gut so.
      In der Schweiz, wo der hinterste Quadratmeter erschlossen ist, wo die Bewirtschaftung der Alpweiden gesellschaftlich erwünscht ist, kann ein solches Nebeneinander nicht funktionieren.


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    • flausch 13.06.2017 10:56
      Highlight Also die kurzversion deines Kommentares:
      Existenzrecht abgesprochen!

      Gesetzlich gesehen ist der Wolf jedoch eine einheimische Tierart und desshalb sowohl Berechtigt als auch Erwünscht diese Alpentäler zu besiedeln.
      Jegliche Tier und Pflanzenarten die beim beginn der Globalen Schifffahrt die (damals inexistente) Schweiz besiedelten gelten als Einheimisch und haben somit Berechtigung und falls notwendig auch Schutz, respektive im extremen ein Recht auf Wiederansiedelung .
      Im übrigen wird daran gearbeitet den Wisent wieder anzusiedeln und die Bauern haben bereits Angst...
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    • Skip Bo 13.06.2017 12:36
      Highlight Nein, dort wo es keine Konflikte zwischen Wildtieren und Menschen gibt, ist das Existenzrecht nicht anzutasten.
      Das deutschen Wiederansiedelungsgehege (eingezäunt) für 16 bis 25 Wisente beträgt 80 ha. Das Kaukasuseservat beträgt 140 Tausend (!) ha für 540 Tiere. Ohne Landenteignungen ist ein Projekt in CH nicht durchführbar. Du wirst nicht betroffen sein.

      Es ist einfach, als nicht Betroffener von den Betroffenen Eingeständnisse zu fordern. Wie sieht dein Beiträg aus? Ein paar Fränkli spenden und dann fordern?
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    • flausch 13.06.2017 18:27
      Highlight Das Land (1km2) für das Schweizer Wiederansiedlungsprojekt liegt im Solozhurner Jura.
      Mehr Infos liefert diesesmahl (erstaunlicherweise) die WOZ.
      https://www.woz.ch/-7d7f
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  • LubiMassy 10.06.2017 17:13
    Highlight Gott sei Dank sind die Walliser mal nicht involviert - obwohl sicher irgendwas noch reingedichtet wird: Der wurde im Wallis vergiftet und ist dann nach Jaun gewandert
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  • Trubalix 10.06.2017 14:07
    Highlight Hatte ein bauer angst, um seine versicherten schaffe?
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  • Holla die Waldfee 10.06.2017 13:39
    Highlight Immer wenn ich höre, wie Leute aus Dummheit oder als Hobby Tiere abschlachten und die Natur zerstören, werd ich temporärer Misanthrop.

    Aber offenbar hab ich einen unkaputtbaren Optimismus und schöpfe irgendwann wieder Hoffnung. Aber was gibt es denn bei der Spezies Mensch noch zu hoffen? Anscheinend sterben Asoziale und andere Gestörte niemals aus.

    Bei Nachrichten wie diesen bin ich dann froh, dass ich den Zenit meines Lebens schon überschritten habe und tröste mich mit dem Gedanken, dass ich den Untergang nicht mehr werde erleben müssen, sich die Idioten aber selbst ausrotten werden.
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  • hänes 10.06.2017 13:13
    Highlight Sehr schön, einer weniger. Illegal ausgesetzt, illegal geschossen sehe da kein Problem
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    • flausch 10.06.2017 14:11
      Highlight Was genau soll das mit illegal ausgesetzt bedeuten?
      Eventuell könntest du diesem Wolf eine Illegale Einreise ankreiden aber was sollte er tun? Sich beim Zoll als mögliche Jagdtrophäe anmelden?

      Das problem mit den Wölfen basiert einzig und alleine auf der Ignoranz einiger Bauern die ihre Tiere ja so unglaublich "Lieben" das sie ihre Tiere zu Dutzenden auf der Alp verenden lassen weil sie sich nicht richtig um sie kümmern.
      Aber ja klar der Wolf ist das grösste Problem, genauso wie der Mensch ein göttliches Wesen ist wärend die Natur als dreck betrachtet wird...
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    • Holla die Waldfee 10.06.2017 14:59
      Highlight Illegal ausgesetzt?
      Es muss für einfache Gemüter eine grosse Erleichterung sein, wenn man permanent in einer Welt alternativer Fakten leben kann. Da bleibt einem die Auseinandersetzung mit der Realität erspart. Und Verantwortung kann man auch nach Lust und Laune rumschieben.
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    • hänes 10.06.2017 15:04
      Highlight Über Hundert Jahre lang kam selten bis nie ein Wolf von Italien in die Schweiz. Und plötzlich kommen alle Jahre mehrere...
      Ist wie beim Luchs wo ja bewiesen ist, dass sie illegal ausgestzt worden sind
      Und kann mir jemand erklären für was wir den Wolf brauchen? Gibt kein einzigen Grund. Und kommt jetzt bloss nicht mit war vor den Menschen da....
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    • Datsyuk * 10.06.2017 15:27
      Highlight Hänes, weniger illegal als du ist er bestimmt...
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    • Holla die Waldfee 10.06.2017 16:44
      Highlight Sag ich doch. Einfache Gemüter. Überfordert von den komplexen Funktionen ganzer und v.a. intakter Biotope.
      Verstehen funktioniert da nur in direktem Zusammenhang von A nach B. So im Stil: "Ich töte das, weil ich es fressen kann oder weil es mir Angst macht."
      Alles darüber hinaus überfordert und wird ausgeblendet. Selbst Recherchieren oder Weiterbilden mag man auch nicht.
      Kein Wunder geht die Welt zugrunde.
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    • Gelöschter Benutzer 10.06.2017 17:36
      Highlight Jaja, wegen solchen Utilitaristen wie hänes schert man sich oft nen Dreck um die Natur. Hauptsache es nützt dem Menschen, gell.
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    • flausch 10.06.2017 18:38
      Highlight @hänes
      Der Wolf kam über hundert Jahre Lang kaum in die Schweiz weil er in den umliegenden Ländern genauso bejagt und dezimiert wurde und er sich erst durch den Schutz wieder verbreiten konnte bis er irgendwann die Grenze erreichte und sich logischer (illegaler) weise nicht daran gehalten hatt.
      Wir brauchen den Wolf nicht aber das bedeutet nicht das wir ihm die Existenzberechtigung absprechen können, wir brauchen schliesslich auch keine Krähen, Mäuse oder Füchse, zumindest nicht wenn wir davon ausgehen in einer blase zu leben und die Zusammenhänge der Natur ignorieren wollen...
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    • Der Rückbauer 10.06.2017 23:06
      Highlight Na, jene, die hier von legal und illegal quasseln, sollen sich zuerst einmal ins Bild setzen, bevor sie so einen Blödsinn zusammenschreiben. Luchs, Wolf und Bär sind in unserem Land gesetzlich geschützt, ja, auch in der autonomen Alpenrepublik Wallis. Deshalb wird jeder Tod eines solchen Tieres untersucht, sofern die Tötung nicht obrigkeitlich angeordnet wurde.
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  • coldroger 10.06.2017 12:14
    Highlight Der Wolf ist ein geschütztes Tier, das nicht so ohne weiteres abgeschossen werden sollte, auch dann nicht, wenn er ein paar Schafe gerissen hat. Dann soll die Regierung diese Schafbesitzer entschädigen.
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    • Silent_Revolution 10.06.2017 12:33
      Highlight Die Schafbesitzer, die zu geizig und faul sind um ihre Herde ordentlich zu schützen sollen auch noch entschädigt werden? Ja gehts noch?!
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    • Rendel 10.06.2017 12:38
      Highlight Diese Wölfin scheint nicht abgeschossen worden zu sein, das sieht man ja sofort und die Todesursache wäre klar
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    • Wölfli beim Lamm 10.06.2017 12:42
      Highlight Sie werden bereits entschädigt für jedes gerissene Schaf. Das Gejammer ist ein Bettelruf: bitte bitte, ich will auch mal auf einen Wolf schiessen. Der Hans und der Heiri durfte auch schon, nur ich nicht schluchz, heul,.
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    • Töfflifahrer 10.06.2017 14:49
      Highlight @rendel, drum stellt sich die Frage ob sie vergiftet wurde!
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    • RETO1 10.06.2017 18:58
      Highlight umgekehrt wäre auch gefahren:
      Ihr Wolfsliebhaber könntet doch eure Raubtiere beaufsichtigen damit sie keine Schafe reissen
      dann können diese wieder friedlich weiden, schliesslich ist der Wolf der Angreifer, nicht die Schafe.
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    • Rendel 10.06.2017 19:59
      Highlight Von Vergiftung war keine Rede als ich meinen Kommentar schrieb Töfflifahrer. (Der Artikel wurde nochmal geändert) Ich wollte nur coldroger darauf aufmerksam machen, dass sie nicht erschossen wurden. Ich heisse weder das Vergiften noch das Erschiessen von Wölfen gut.
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