Schweiz

Damals war ihm nicht zum Lachen zu Mute: Bundesrat Johann Schneider-Ammann über das Video, das ihm Kopfschmerzen bereitet – und ihn gleichzeitig weltweit bekannt gemacht hat. Bild: AP/KEYSTONE

Sogar Obama hat es gesehen: Schneider-Ammann über sein verunglücktes Video

02.12.16, 06:08 02.12.16, 07:39

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann kann heute nach eigenen Worten selbst lachen über sein verunglücktes Video zum Tag der Kranken. Die Episode hat ihm sogar zu einer Anekdote auf höchster diplomatischer Ebene verholfen.

Einige Wochen nachdem das Video zum Viralhit geworden war, sei er im Weissen Haus in Washington mit rund 80 Staats- und Regierungschefs zum Gipfel über die nukleare Sicherheit geladen gewesen, sagte er in einem Interview, das am Freitag in den Westschweizer Zeitungen «Tribune de Genève» und «24 heures» erschien.

Als er Gastgeber Barack Obama begrüsste, habe der US-Präsident in Anspielung auf das Video zu ihm gesagt: «Sie, ich kenne Sie!» Er habe darauf geantwortet: «Ich kenne Sie auch, Herr Präsident.»

Noch immer auf YouTube zu finden: die Ansprache Schneider-Ammanns. Video: YouTube/ConvivaPlus.ch

Heute gelassen

Schneider-Ammann hatte im vergangenen März mit seiner aufgezeichneten Rede zum Tag der Kranken weltweit auf Internetportalen für Schlagzeilen und Lacher gesorgt. Mit todernster Miene sprach der Bundespräsident damals darüber, dass Lachen kranke Menschen aufmuntern und ihnen Momente des Glücks bescheren könne.

Auch wenn er heute gelassen damit umgehe, sei es ihm im ersten Moment nicht zum Lachen zu Mute gewesen, sagte Schneider-Ammann weiter im Interview. «Ich hatte Angst davor, dass man mir vorwirft, zynisch zu sein gegenüber Kranken.» Heute sei die Episode aber so etwas wie ein Markenzeichen geworden. (kad/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
2Alle Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Zahlen lügen nicht

Die Eritreer in der Schweiz sind weniger kriminell als die Franzosen

Zurzeit sind die Eritreer in aller Munde. Der Angriff eines eritreischen Asylbewerbers auf eine junge Frau vor zwei Wochen wirft ein schlechtes Licht auf die ganze Bevölkerungsgruppe in unserem Land. Der «Blick» verstieg sich sogar zur Behauptung, 9 von 10 Eritreern seien Sozialhilfeempfänger.

Ein Blick in die Zahlen lässt andere Schlüsse zu: Wie der Tages-Anzeiger und die Aargauer Zeitung berichten, sind Eritreer in den Polizeistatistiken der jeweiligen Kantone nicht bekannt als …

Artikel lesen