Schweiz

Petition eingereicht: 1000 Taxifahrer fordern in Basel ein Verbot von Uber

05.11.15, 15:52 05.11.15, 17:34

Bild: EPA/AAP

Neben Genf, wo der Dienst verboten ist, tobt in Basel die heftigste Schlammschlacht zwischen Uber und der Taxibranche. Nun hat das Basler Komitee «Uber verbieten» bei der Basler Regierung und dem Grossen Rat eine Petition eingereicht, in der sie ein Verbot des Dienstes Uberpop fordern. In knapp vier Wochen seien über 1000 Unterschriften zusammengekommen, mehrheitlich von Taxifahrern, teilt die Gewerkschaft Unia mit.

Rasoul Jalali, Geschäftsführer von Uber Schweiz, ist nicht beunruhigt. Er findet nicht, dass Uber eine direkte Konkurrenz zum Taximarkt darstellt. «Wir machen uns nicht in einem bestehenden Markt breit. Wir schaffen ein Angebot, das eine zusätzliche Nachfrage generiert», sagt Jalali zu watson.

Basel stimmt am 15. November über ein neues Taxigesetz ab, was die Debatte noch zusätzlich befeuert. «Während man das aktuelle Gesetz so auslegen kann, dass Uberpop illegal ist, wäre der Dienst im neuen Gesetz explizit nicht unterstellt», sagt Roman Künzler von der Unia auf Anfrage.

Der Widerstand gegen den Fahrdienst Uber wächst aber nicht nur in Basel. Vor rund einem Monat wurde die sogenannte Taxi-Union gegründet, die das Gewerbe aufwerten und den nationalen Protest koordinieren will. Geplant ist gemäss Künzler eine Grossedemonstration mit Taxifahrern aus der ganzen Schweiz. Und ein Brief an den Bundesrat, um ein schweizweites Verbot, beziehungsweise eine Unterstellung Ubers unter geltendes Recht, erreicht werden soll. (rey)

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
7Alle Kommentare anzeigen
7
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Gelöschter Benutzer 06.11.2015 23:55
    Highlight Es geht darum, den Arbeitnehmer nicht der neoliberalen Logik des US-amerikanischen Unternehmens Uber auszuliefern. Gut, dass der Widerstand wächst.
    1 0 Melden
    600
  • Schne 06.11.2015 10:18
    Highlight Findet endlich einen Weg Uber Dienste fair zu besteuern und zu versichern, dann geben auch die Täxeler ruhe.
    2 0 Melden
    600
  • politico 05.11.2015 19:12
    Highlight Ich kann's nicht mehr hören, das Gejammer der Taxifahrer. wenn man 50 Jahre die eigene Dienstleistung nicht verbessert, muss man sich nicht wundern, dass jemand kommt, der innovativer ist...
    19 2 Melden
    600
  • Erode Terribile 05.11.2015 18:38
    Highlight Da sieht man es nun. Es gibt zuviel Taxifahrer.
    20 1 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 18:03
    Highlight Bei dem Gros der Taxifahrer in Basel bin ich froh um jede Alternative! Schlechte Deutsch- und Ortskenntnisse gepart mit einem Fahrstil, der den Glauben an eine bestandene Führerscheinprüfung schwinden lässt. Und das zu Preisen, da rollts dir die Socken runter!
    24 0 Melden
    600
  • Donald 05.11.2015 17:43
    Highlight Immer das Gleiche. Die Taxiunternehmen sollten lieber ihr Angebot Konkurrenzfähig machen. In Basel werden die Taxis immer kleiner und unkomfortabler, die Preise bleiben. Am Bahnhof warten konstant über 10 Taxis. Da muss man sich nicht wundern.
    24 0 Melden
    600
  • Wandtafel 05.11.2015 17:08
    Highlight "Schweinchen unterschreiben Petition für Metzger-Verbot" könnte die Überschrift heissen.
    22 0 Melden
    600

Good News für Kiffer: Besitz von 10 Gramm Gras auch laut Bundesgericht legal

Letzte Woche hatte das Bezirksgericht in Zürich einen Angeklagten freigesprochen, der für eine geringe Menge Cannabis eine Ordnungsbusse von 100 Franken erhalten hatte. Verteidigt wurde er vom Jus-Studenten Till Eigenheer.

Eigenheer erhoffte sich, dass das Stadtrichteramt den Fall vor das Obergericht zieht, um einen Grundsatzentscheid zu forcieren. Nun ist dieser aber in einem Fall in Basel gefällt worden.

Das Bundesgericht gab in Lausanne einem Angeklagten Recht, der sich gegen eine …

Artikel lesen