Schweiz

Könnten am 27. November ihre Jobs verlieren: Mitarbeitende im Atomkraftwerk Beznau.  Bild: KEYSTONE

Chance für die Wirtschaft: Weshalb der Atomausstieg 5700 Arbeitsplätze schaffen könnte 

Kommen Ausstiegsinitiative und Energiestrategie durch, gehen in den AKW 1300 Stellen verloren – aber es gibt 7000 neue Jobs, sagt eine Studie.

Publiziert: 06.11.16, 05:45 Aktualisiert: 06.11.16, 08:09

othmar von matt / schweiz am Sonntag

Ein Artikel von Schweiz am Sonntag

Wird bis 2030 aller Atomstrom durch erneuerbare Energien ersetzt, soll es in der Schweiz netto 5700 neue Stellen geben. Dies prognostiziert die Studie «Beschäftigungseffekte des geordneten Atomausstiegs in der Schweiz», welche die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Wädenswil im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) erstellt hat. Die SES ist Mitglied der Umwelt-Allianz und damit für den Atomausstieg.

Voraussetzung für die neuen Jobs ist der Atomausstieg bis 2029, wie ihn die Initiative verlangt, über die am 27. November abgestimmt wird. Gleichzeitig muss aber auch das 1. Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 umgesetzt sein.

Dann entstehen im Bereich der erneuerbaren Energien fast 7000 neue Jobs, wie die Studie errechnet hat: 5000 Stellen werden durch Bau und Wartung von Photovoltaik-Anlagen geschaffen, der Bau von Biogasund Windkraftanlagen bringt 700 bis 800 weitere Stellen – und mit der Bereitstellung des Energieholzes zur Stromproduktion ergeben sich 600 weitere Stellen.

Im gleichen Zeitraum fallen bei den AKW 1300 Stellen weg. Netto bleiben 5700 Jobs.

«Die Studie der ZHAW zeigt: In einer gesamtheitlichen volkswirtschaftlichen Betrachtung gibt es beim Atomausstieg mehr Profiteure als Verlierer», sagt Felix Nipkow, Projektleiter Strom & Erneuerbare der Energie-Stiftung. «Bisher konzentrierte man sich zu sehr auf die Risiken.»

Was Nipkow ins Auge sticht: «Ein grosser Teil der neuen Arbeitsplätze kommt von der Photovoltaik.» Das ist für den Verfasser der Studie kein Zufall. «Photovoltaikanlagen sind am einfachsten zu bauen, auch bezüglich der Investitionen», sagt Jürg Rohrer, Professor für erneuerbare Energien an der ZHAW Wädenswil. Technologisch sei man sehr weit, es gebe gut geschultes Personal. «Dazu kommt der angenehme Nebeneffekt, dass die Arbeitsplätze über die ganze Schweiz verteilt sind.»

Für Rohrer gibt es eine Frage: «Will man die Handbremse lösen oder nicht?»

Stromerzeugung in Saxon: Durch Bau und Wartung von Photovoltaik-Anlagen würden laut ZHAW-Studie 5000 Stellen geschaffen. Bild: KEYSTONE

Lehnt die Bevölkerung am 27. November die Ausstiegsinitiative ab, wird aber das erste Massnahmenpaket der Energiestrategie dennoch realisiert, prognostiziert die Studie der Schweiz netto noch immer 2000 neue Stellen. Durch Windkraftanlagen entstünden 350 neue Jobs, durch Photovoltaikanlagen 650 und durch Biogasanlagen 900 Stellen. Netto nur knapp 500 Stellen werden geschaffen, wenn die Initiative abgelehnt und die Energiestrategie nicht umgesetzt wird.

Angst vor Verlagerungen

Arbeitsplätze sind auch bei den Gegnern der Initiative ein grosses Thema. In Wirtschaftskreisen befürchtet man bei einem Ja zur Initiative Verlagerungen. «Gefährlich ist es, wenn es wegen eines schnelleren Atomausstiegs zu einem einseitigen Preisschub in der Schweiz kommt», sagt Frank R. Ruepp, Vorsitzender der Gruppenleitung vonRoll infratec AG und Präsident der IG Energieintensive Branchen (IGEB).

Er macht eine einfache Rechnung: «Ein Rappen mehr pro Kilowattstunde kostet zum Beispiel in einer grossen Giesserei 3 bis 4 Arbeitsplätze. Ein Schweizer Alleingang ist gefährlich.»

Die energieintensiven Branchen bewegten sich in der Schweiz in einem «nicht sehr industriefreundlichen Umfeld mit vielen Unsicherheiten», sagt Ruepp. «Dies führt zur Gefahr, dass internationale Industrieunternehmen Investitionen plötzlich in einem anderen Land tätigen oder Abteilungen im Ausland aufbauen.» Gefährlich daran sei, «dass dieser Prozess schleichend geschieht». Ruepp: «Diese Arbeitsstellen kommen nie wieder zurück.»

Bei den AKW würden laut ZHAW-Studie 1300 Stellen wegfallen.  Bild: KEYSTONE

Gerieten die Energiepreise in der Schweiz aufgrund des Atomausstiegs aus dem Ruder, «haben wir einen wirtschaftlichen Nachteil», sagt auch SVPNationalrat Franz Grüter, Präsident des Verwaltungsrats von green.ch.

Er hat ausgerechnet, dass seit 2012 in der Schweiz eine Milliarde in IT-Rechenzentren und IT-Datenstandorte investiert wurde. «Es ist im Zeitalter der Digitalisierung volkswirtschaftlich von grosser Bedeutung, wenn wir in Europa zu einem der wichtigsten Standorte für Daten und IT-Systeme werden», sagt er. «Der Bau dieser Infrastrukturen zieht in der Folge auch Arbeitsplätze an.»

Energieministerin Doris Leuthard selbst warnt. Bereits 2017 müssten drei Werke abgeschaltet werden. «Das beträfe auch Arbeitsplätze», sagt sie. Der Strom aus diesen Werken könnte nicht schnell genug mit Strom aus einheimischen erneuerbaren Energien ersetzt werden. «Es käme zu mehr Stromimporten. Neue Jobs gäbe es damit nicht in der Schweiz, sondern im Ausland.»

Leuthard betont, «dass wir mit der Stärkung der einheimischen erneuerbaren Energien Stellen schaffen können». Dafür brauche es aber die entsprechenden Fördermittel. «Diese kommen erst mit der Energiestrategie 2050, die noch nicht in Kraft ist.»

Tschernobyl, Fukushima und Co.: Die 15 teuersten Störfälle in AKWs

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schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
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  • dmark 06.11.2016 11:47
    Highlight Arbeitsplätze, welche mit dem Geld der Verbraucher finanziert werden... Ein Blick nach Deutschland zeigt mir Preise per KW/h um die 28 cent - also rund 30 Räppli.
    Gut, dort sind auch Umlagen, sowie Fördergelder für Privatanbieter von "Ökostrom", sowie eine höhere Mehrwertsteuer enthalten. Aber dennoch gibt es den Atomaustieg wohl auch in der Schweiz nicht umsonst.
    5 2 Melden
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  • rodolofo 06.11.2016 10:47
    Highlight Auf dem Weg in Richtung "Erneuerbare" wird also auch gearbeitet und gewirtschaftet, und das erst noch mit mehr und sinnvolleren Arbeitsplätzen und (nicht zu unterschätzen) mit einem viel besseren Grundgefühl, ja sogar mit aufkommender Begeisterung und zeitweilig Euphorie!
    Wer hätte das gedacht?
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  • Wasmeinschdenndu? 06.11.2016 10:45
    Highlight Das dümmste Argument der Gegner der Iniative finde ich noch immer, dass wir ohne AKW's abhängiger vom Ausland würden. Ja klar, Uran wird ja auch gleich lokal abgebaut und die Entsorgung wird wohl mitten in Zürich stattfinden...
    17 4 Melden
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  • 7immi 06.11.2016 10:42
    Highlight der atomausstieg ist unabhängig von der abstimmung ende monat beschlossene sache. denn auch die energiestrategie 2050 möchte den ausstieg und den neubau verhindern. die "atomausstiegsinitiative" gibt einfach klare zeiträume vor. bitte informiert richtig, neue akws sind in der schweiz so oder so geschichte. diese arbeitsplatzverschiebung hat nichts mit dieser initiative zu tun, sondern mit dem ausstieg an sich, der bereits beschlossen ist.
    5 3 Melden
    • rodolofo 06.11.2016 12:00
      Highlight Darauf würde ich gerade nicht wetten!
      Nach dem, was die AKW-Befürworter bisher so "geleistet" haben, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sie uns dieses Mal nicht anlügen.
      Erinnern wir uns an die Ur-Lüge:
      "AKW's sind absolut sicher und das Problem mit der Entsorgung der Radioaktiven Abfälle wird bald gelöst sein!"
      "Wer ein Mal lügt, dem glaubt man nicht." lautet das bekannte Sprichwort.
      Ergänzung:
      "Wer mehrmals hintereinander lügt, dem glaubt man nicht."
      Denn Einige werden sich noch daran erinnern, dass vor einigen Jahren vor einer drohenden Stromlücke gewarnt wurde, so wie jetzt wieder...
      4 3 Melden
    • Toerpe Zwerg 06.11.2016 12:09
      Highlight Wie gut haben wir Propheten im Land ...
      0 5 Melden
    • 7immi 06.11.2016 13:02
      Highlight @rodolofo
      ich wette nicht, ich beziehe mich auf die gesetze. so wird das kernenergiegesetz so abgeändert, dass keine neuen mehr gebaut werden dürfen (art 12a).
      auch die stromlücke ist bei abschaltung dreier akws nächstes jahr real. da man diese lücke aber mit ausländischem strom stopfen kann ist sie nicht so schlimm wie die gegner behaupten.
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  • Regula Sterchi 06.11.2016 10:26
    Highlight Wieso redet eigentlich nie Jemand über die Arbeitsplätze, die alleine der Rückbau der AKW schaffen würde?
    Die Kosten, vor denen sich die Betreiber drücken wollen, sind uA so hoch, weil da über 10-20 Jahre zerlegt, gereinigt, transportiert und entsorgt werden muss.
    16 0 Melden
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  • Dovahkiin 06.11.2016 10:08
    Highlight Wieso Chance?

    5700 sind nicht einmal 10% der jährlichen netto-Zuwanderung. Ausserdem ist der Jobzuwachs nur einmalig und wohl zu optimistisch. Gerade die Solarsparte ist (wegen Subventionen) schon lange übersättigt.
    3 15 Melden
    • rodolofo 06.11.2016 12:01
      Highlight Niää niää niää.
      Nörgel, Nörgel, Nörgel.
      2 2 Melden
    • marsel 06.11.2016 13:06
      Highlight Es sind immehin 5700 Jobs mehr als mit dem Status quo. Es wäre mir nicht bekannt, dass in der Nuklearindustrie in der Schweiz jährlich hunderte Jobs geschaffen würden.
      Was soll der Seitenhieb mit der Zuwanderung? Äpfel mit Birnen vergleichen...
      Aber ihnen würde diesbezüglich ein nuklearer Zwischenfall total in die Karten spielen, denn dann wären weite Teile des dichtbesiedelten Mittellandes für Jahrzehnte unbewohnbar und es käme innerhalb von Stunden und Tagen zu einer Auswanderungswelle aus der Schweiz ins Ausland... lässig, oder?
      7 2 Melden
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  • Tschiger 06.11.2016 10:03
    Highlight Jede Veränderung bringt Verlierer und Gewinner.
    Mit der Innovationskraft der Schweizer Industrie denke ich auch es ist eine riesige Chance in Zukunft vorne mit dabei zu sein
    11 0 Melden
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  • Thinktank 06.11.2016 09:40
    Highlight Wieso soll das eine Chance sein. Die 5700 zusätzlichen Arbeitsplätze werden benötigt um dieselbe Leistung wie heute zu erbringen. Das sind ca. 1 Milliarde Mehrkosten pro Jahr ohne Nutzen. Man kann auch Arbeitsplätze schaffen, indem man der Verwaltung befiehlt, jeden morgen zusätzlich 1 Stunde Bleistifte zu spitzen. Die Atomausstiegszwängerei ist ein reiner Umverteilungskampf um Subventionen. Wenn die Ökolobby wirklich Angst um ihr Leben und das ihrer Kinder hat, hätten sie nun 30 Jahre Zeit gehabt, in ein besseres atomfreies Land zu ziehen.
    3 16 Melden
    • lilas 06.11.2016 12:02
      Highlight Ja wenn die Strahlen an der Grenze Halt machten könnte dies eine Option sein..
      6 0 Melden
    600
  • Tepesch 06.11.2016 09:33
    Highlight Der Abbau der KKWs und der Bau und Betrieb eines Endlagers werden sicher auch ein paar Stellen schaffen.
    11 0 Melden
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  • lilas 06.11.2016 09:30
    Highlight Ihr habt die Ärzte und das Pflegepersonal vergessen die es brauchen wird um all die Opfer eines Unfalls zu versorgen..Krankenkassen.. Administration..Anwaltskanzleien, Psychiater..so ein GAU schafft schon ein paar Arbeitsplätze und dezimiert zudem auch noch die Bevölkerung
    12 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 06.11.2016 12:07
      Highlight Und Sie haben an die Versorgung der Minenarbeiter im rare earth abbau in China gedacht? Ach ne, sind ja Chinesen.
      3 2 Melden
    • lilas 06.11.2016 12:46
      Highlight Ach ich vergass, dass die Akws nur zum Schutz der chinesischen Minenarbeiter gebaut wurden..
      rare earth..ja..aber sie fahren keinen Tojota oder? Und Verständigung per Rauchzeichen wie ich auch?
      5 0 Melden
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  • TheDan 06.11.2016 09:30
    Highlight Laut Statistik 2016 vom Bundesamt für Energie wurde seit 2011 (Fukushima) neue erneuerbare Energie zugebaut welche pro Jahr etwas mehr als 1 GWh/Jahr produziert. Im Gegensatz dazu ist die Jahresproduktion von Beznau 1+2 sowie Mühleberg mehr als 9 GWh/Jahr. Das bedeutet, dass wenn wir in der gleichen Geschwindigkeit erneuerbare Energien zubauen wir in 45 Jahren die drei KKWs ersetzt haben und abschalten können.
    Von dem her bin ich gegen den überstürzten Ausstieg aus der Kernenergie ohne Ersatz.
    2 8 Melden
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  • DasSchaffenWir 06.11.2016 09:25
    Highlight Die Zahl von 1300 Arbeitsstellen ist viiiel zu klein. Es sind gemäss swissnuclear rund 2000 Stellen. Hinzu kommen mindestens so viele externe Fachkräfte für die Revisionen und Tausende Lieferanten. Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen
    0 2 Melden
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  • Toerpe Zwerg 06.11.2016 09:17
    Highlight Man kann das auch andersrum darstellen: 1300 Arbeitsplätze für 40% der Elektrizität werden ersetzt durch 7000 Stellen für <10% der Elektrizität.
    33 35 Melden
    • TheDan 06.11.2016 09:34
      Highlight Kann man daraus ableiten dass der Strom teurer wird?
      5 0 Melden
    • demokrit 06.11.2016 09:41
      Highlight Die Produktivität nimmt also rapide ab. Wer bezahlt das am Ende? ;) Damit aber nicht genug. Deutschland belegt, dass auch in der "Old-Technology" Kohlenkraftwerke massiv Stellen geschaffen werden. Wünschbar ist das ökologisch mitnichten. Wer einen überstürzten Atomausstieg will, verlängert die Laufzeit der Kohlekraftwerke.
      1 5 Melden
    • peeti 06.11.2016 10:13
      Highlight Sind bei den 1300 auch alle nötigen Personen für Rückbau und Endlagerung der Abfälle eingerechnet? Denke nicht..
      3 0 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 10:18
      Highlight Ja wenn man die Zukunft so schlecht abschätzen kann dann ist Dein Rechnung richtig. Doch man könnet auch die Realität berichten und feststellen dass schon heute mit der erneuerbaren Energie Stellen geschaffen wurden und wenn man die Handbremse lösen würde könnte ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung gemacht werden. Es ist eine Frage des Timings und nicht der Machbarkeit, das wissen die Leute in Bern und spielen auf Zeit. Ich frage mich immer woher du Deine Zahlen so nimmst, ich arbeite täglich an Energiekonzepten und es ergeben sich bei mir klar höhere Zahlen zB bei der Pv.
      7 1 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 10:32
      Highlight Vielleicht könntestDu auch den anderen Artikel zur AKW-Geschichte lesen und dann Deine Zahlen nochmals überdenken. Das schöne ist dass 2 Artikel aus zwei Grund verschiedenen Blickwinkeln eine ähnliche Zukunft abzeichnen: Weg von den AKWs hin zur erneuerbaren Energie. Es wird kosten aber es wird auch kosten die AKW weiter serbeln zu lassen. Sehe also keine Grund weiter auf der Bremse zu stehen und keine Planungssicherheit zu gewähren.
      8 1 Melden
    • Regas 06.11.2016 12:00
      Highlight Und diese Arbeitsplätze sind erst noch unproduktiv. Mit jeder Stelle mehr die für die Stromproduktion geschaffen wird erhöht sich der Strompreis und damit steigen die Nebenkosten für die Industrieproduktion. Übersteigt der Strompreis eine gewisse Schmerzgrenze verabschiedet sich die Industrie Richtung Fernost. In Spanien sind durch die zusätzliche Erschaffung von einer Stelle in der Alternativen Stromproduktion etwa 3 Stellen in der Industrie verloren gegangen.
      2 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 06.11.2016 12:04
      Highlight Die Altmeiler sind abzuschalten. Die Strategie der Kernkraftgegner ist aufgegangen: Den Bau neuer und um Potenzen sichererer Werke solange verhindern, bis die Uraltwerke nicht mehr tragbar sind und dann die Technologie als generell unsicher brandmarken - alles unter Inkaufnahme massiv grösserer Risiken als mit einer vernünftigen Kernenergie Strategie.

      Persönlich bin ich der Ansicht, dass diese Technologie mit Wucht zurückkehren und die heute formulierte Strategie mit der Ausrichtung auf das massenhafte Ernten von Energieformen mit extrem geringer Energiedichte als falsch entlarven wird.
      1 5 Melden
    • rodolofo 06.11.2016 12:09
      Highlight Die AKW-Befürworter rechnen (vorsätzlich) nicht mit dem exponentiellen Wachstum, das die "Erneuerbaren" weltweit nach oben schnellen lässt.
      Je mehr staatliche Weichen gestellt werden und je höher die Produktionszahlen der "Erneuerbaren2 werden, desto tiefer werden die Produktionskosten und desto höher werden die Innovationen in Forschung und Entwicklung!
      Das ist eigentlich das 1x1 in Sachen Betriebswirtschaft!
      Hätte nie gedacht, dass ausgerechnet ich als "Alternativer Aussteiger" einmal einem "Konventionellen" seine eigenen ökonomischen Grundlagen erklären muss...
      4 0 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 12:56
      Highlight @Regas; Informiere Dich besser über Spanien, studiere wieso zB die Fahrzeugproduktion von Spanien zB in die Tschechei verlagert wurde, das hat mit den Löhnen zu tun und nicht mit den Energiekosten.
      2 0 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 12:58
      Highlight @Toerpe Zwerg; Deine Annahme ist mehr als unwahrscheinlich, dies wird die Zukunft zeigen. Mit Wucht ist zudem noch nie etwas zurückgekehrt.
      3 0 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 13:05
      Highlight @rodolfo; Genau Du kannst dies besser als die Turbos selber, denn sie stehen sich bei ihren Überlegungen selbst im Weg. Ich habe auch mehr für die Zukunft in Sachen Energie unternehmen können als ich unabhängig wurde, also seit ich nicht auf Gedeih und Verderben vom Erfolg meiner Ideen abhängig bin.
      Dies gibt mir heute gegenüber dem Kunden die grössere Glaubwürdigkeit, die es braucht um Neues anzudenken. Ich kann mich an Risiken beteiligen um zu zeigen dass ich es ernst meine und die Ideen Zukunft haben, so verlange ich heute wenn gewünscht mein Honorar nach einer Erfolgphase von 3 Jahren.
      1 0 Melden
    • demokrit 06.11.2016 13:14
      Highlight "Die AKW-Befürworter rechnen (vorsätzlich) nicht mit dem exponentiellen Wachstum, das die "Erneuerbaren" weltweit nach oben schnellen lässt."

      Die Photovoltaik gibt es schon seit den frühen 50ern. Die Wirkungsgrade haben sich zwar etwas verbessert (und nehmen über die Lebensdauer des Moduls dann wieder ab), allerdings im Unterschied zu Moores Law bei den Speicherchips nicht einmal ansatzweise exponentiell (im Gegenteil!). Physik lässt sich letztlich nicht zurecht wünschen.
      0 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 06.11.2016 13:27
      Highlight Betriebswirtschaft alleine hilft hier nicht weiter: Die Energiedichte wächst nicht und bei der Steigerung des Wirkungsgrades steigen die Kosten exponentiell. Hinzu kommt: Sonne hat auch an den Besten Lagen weit <50% produktivzeit. Es müssen Ersatzkapatitäten bereitgehalten werden. Es hilft also nur, massenhaft Anlagen und Flächen zu verbauen, dazu Ersatzanlagen zu bauen und zu unterhalten und mit massenhaftem Ausbau der Netze miteinander zu verbinden.

      Ausserdem ist reichlich vefügbare Energie die Lösung sehr vieler Probleme, insbesondere in Ernährung und Umwelt.
      0 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 06.11.2016 13:35
      Highlight Wait @ see. Es wird an neuen Technologien gearbeitet, die das Potential haben ...
      0 2 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 13:58
      Highlight @demokrit; Deinen verallgemeinernden Aussagen stehen meine Erfahrungen der letzten Jahren gegenüber, die zeigen ein gänzlich anderes Bild. Das Wachstumspotential ist alleine bei der Pv sehr gross und alleine in den letzten 12 Monaten wurden bei meinen Bauten die PvNutzfläche mehr als verdreifacht und dies nicht von einem Nullwert aus.
      2 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 06.11.2016 14:51
      Highlight Photovoltaik ist und bleibt eine Ergänzungstechnologie zu einem intelligenten Strommix.
      1 1 Melden
    • rodolofo 06.11.2016 15:07
      Highlight Nächste Woche wird auf dem Bauernhof, wo ich mitarbeite, auf einem separat stehenden Pferdestall eine Fotovoltaik-Anlage installiert.
      Nachher wird die Bauernfamilie ihren eigenen Strom produzieren.
      Ein viel grösseres Projekt für eine Fotovoltaik-Anlage auf dem grossen Kuhstalldach befindet sich auf einer Warteliste für Förderprojekte des Bundes.
      Eine solche Gross-Anlage zur Produktion von Strom hat der Nachbarhof bereits, neuerdings ergänzt von einer kleineren Anlage auf einem Schopf.
      Beide Höfe haben eine Kombi-Anlage Holz/Solarkollektoren für Heizung und Warmwasser.
      Es geht also vorwärts!
      0 0 Melden
    • demokrit 06.11.2016 15:09
      Highlight FrancoL: Welche Verallgemeinerungen? Sogar Deutschland konnte die Photovoltaik trotz Supersubventionen nur auf 6.4% ausbauen, während Technologie nicht über einen Wirkungsgrad von 25 Prozent hinauskommt (sie stagniert schon seit Jahren in diesem Bereich). Das ist zwar immerhin erheblich mehr als noch bei den ersten Zellen von 1954 bei den Bell Labs (6 Prozent). Aber ein exponentielles Wachstum sähe nun einmal anders aus. Toerpe hat schon recht, es ist eine Nischentechnologie, die für den Lebensstil vieler Schweizer (EFH mit Zweitauto) gar nicht ausreicht.
      0 0 Melden
    • rodolofo 06.11.2016 15:38
      Highlight @ demokrit
      Du unterschlägst hier absichtlich, oder aus Mangel an Kenntnissen, dass es nebst den von Dir genannten Fotovoltaik-Anlagen noch jede Menge zusätzliche Windturbinen geben wird und dass in den Wüsten Marokkos und in der Halbwüste Spaniens bereits die ersten Solarthermischen Grosskraftwerke gebaut wurden, bzw. noch gebaut werden.
      Da in den trockenen Wüstengegenden eine andauernd stabile Sonneneinstrahlung haben, werden die Solarthermischen Grosskraftwerke schon bald in der Lage sein, uns tagsüber zuverlässige Band-Energie zu liefern, welche die AKW's ablösen wird.
      ...
      0 0 Melden
    • rodolofo 06.11.2016 15:43
      Highlight Die schwankenden Energie-Lieferanten verlangen auf der anderen Seite nach einem flexiblen Netz, sowie nach Speicher-Möglichkeiten.
      Dass ein solches Netz Europäisch sein wird, ja sogar Euro-Afrikanisch, dürfte klar sein.
      Im Norden haben wir sehr viel Wind.
      Im Süden haben wir sehr viel Sonne.
      In den Alpen haben wir viel Wasser.
      An den Küsten haben wir die Gezeiten.
      In der Tiefe haben wir die Geothermie.
      Zusammen haben wir alles!
      Let's do it!
      Yes we can!
      Wior schäffen däss!
      2 0 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 15:55
      Highlight @demokrit; Ich staune ab Dir und natürlich auch Toerpe. Die Pv ist eine valable Energiegewinnung und wird weiter Fortschritte machen und auch flächenmässig sich rasch verbreiten. Es wird mit der dezentralen Nutzung auch zu stabileren und bessern Werten zB bei der Erdwärme führen (Freecooling über Pv) und andere Energeispeicherungen erschliessen.
      Aber da werden wir uns nicht treffen ist ja fast logisch: ich senke bei meinen Bauten den Energiebedarf innert 5 Jahren auf 30% und natürlich bin ich der Unwissende und meine Bauherren die Dödel vom Dienst. Arbeitet doch erst einmal mit der Energie.
      2 0 Melden
    • demokrit 06.11.2016 16:41
      Highlight rodolfo: Die Schweiz verfügt leider nicht über die Landflächen für Windturbinenfarmen. Importe kann ich nicht befürworten, weil die Schweiz autark bleiben muss und sich nicht von anderen Staaten abhängig machen darf. Ein Solarthermisches Grosskraftwerk ist kein Volllastkraftwerk, für Bandenergie also ungeeignet. Sorry. Ausserdem erzeugt es nicht genug Energie als dass die Spanier davon viel abgeben könnten. Nehmen wir Noor in Marokko: Da sind es nur 2.000 MW pro Kraftwerk.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Ouarzazate
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    • rodolofo 06.11.2016 17:02
      Highlight @ demokrit
      Warum sollte die Schweiz ausgerechnet bei der Energiegewinnung autark bleiben?
      Wir sind das ja nicht mal bei den Lebensmitteln und bei allem Anderen auch nicht!
      Und haben wir in der Schweiz Uran-Vorkommen, Metalle, Erdöl, etc.?
      2 1 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 17:12
      Highlight @demokrit; wenn der Moment das wuchtigste wäre so wären alle wie Du Weltmeister. Deine Zahlenkaskaden zeigen dass Du kaum mit Energie zu tun haben kannst. Die Zukunft gehört mitunter der Dezentralität und dies nicht nur in der Energie. Dies mag viele stören weil nicht alles zu grossen Konzernen zusammengefasst werden kann und örtliche Player je nach Enegiegewinnung an Wichtigkeit gewinnen, zudem durch Effizienz der Energiegeber an Maktanteil verliert. Das sind Hemmschuhe die in Bern getragen werden und man muss sie langsam abnehmen.
      1 1 Melden
    • demokrit 06.11.2016 17:45
      Highlight rodolfo: Es wäre zumindest nicht schlau, so etwas zentrales wie die eigene Energieversorgung einfach über Bord zu werfen. Gerade Erdölimporte sorgen für viele Kriege und Umwerfungen. Nehmen wir das Heft doch wieder in die Hand.

      FrancoL: Wir haben auch noch kein dezentrales Netz, dieses muss erst gebaut werden. Es gibt erst Versuche an einigen US-Universitäten. Die Initiative will aber nächstes Jahr 3 Volllastkraftwerke vom Netz nehmen.

      Beim Internet hat man übrigens auch gemeint, die Dezentralität lasse kein Beherrschen durch Konzerne zu. Das hat sich mittlerweile grober Irrtum erwiesen.
      1 0 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 18:40
      Highlight @demokrit; Netter Versuch mit dem Internet, aber völlig untauglich für den Vergleich mit der Energie, ausser Du seist der Meinung dass Energie ähnlich wie das Internet auslaufen könnte, das wäre dann schon ein kleiner Irrsinn.
      ES braucht keine grossen Netze für die Dezentralität! Jetzt wo auch der Bund die Kabel unter den Boden bringen will ist das eine Zusatzlösung. Dezentralität ist die Nutzung und Speicherung mit Effizienz dort wo sie anfällt ohne grosse Wege , bestens möglich über das bestehende Netz. Denzentralität heisst voll vor Ort nutzen und Rest übers Netz zuführen Zb aus Wasserkraft
      1 1 Melden
    • FrancoL 06.11.2016 20:00
      Highlight @Demokrit; Zum dezentralen Netz. Diese Aussage ist grundsätzlich falsch, wir haben dezentrale Netze, da wir das Stromnetz vereinfacht gesagt in zwei Richtungen nutzen können. Zudem ist durch die Redundanz das Netz auch als eigentliches Netz über weite Teil der Schweiz gespannt. Was man aber heute AUCH unter dezentral versteht ist dass man Energie nicht wie Erdbeeren durch die Gegend karrt sondern an Ort und Stelle verwendet und auch Kurzzeit speichert oder Überkapazitäten nutzt um die Effizienz von Drittanlagen im Energiegewinnungsprozess zu verbessern.
      0 1 Melden
    • demokrit 06.11.2016 21:44
      Highlight Das Internet auslaufen? Das habe ich nicht verstanden.

      Bezüglich dem Smartgrid kann ich mich auch nur auf die Forscher verlassen und die halten das technisch nicht für so einfach, wie du das darstellst, die Schwankungen der Stromproduktion und des Verbrauchs in einem solchen Netz auszugleichen. Datenschutztechnisch wird das auch nicht ganz unproblematisch:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Intelligentes_Stromnetz
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    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 07:00
      Highlight Dank der kopflosen Energiepolitik in Deutschland wird man hier die sauberste aller Erneuerbaren und die einzig valable Speicheroption von Elektrizität subventionieren müssen.
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    • FrancoL 07.11.2016 08:50
      Highlight @Toerpe Zwerg; Das ist richtig dargestellt! Aber den Deutschen da einen Strick drehen zu wollen ist wohl etwas fehl am Platz. Die Mehrheit will einen offenen Strommarkt. Ja man wird auch in der Schweiz subventionieren müssen.
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    • FrancoL 07.11.2016 08:54
      Highlight @demokrit; Haben Sie noch nicht begriffen dass es nicht um Artikel und schon gar nicht die von Wikipedia geht sondern um Reallösungen? Glauben Sie die Investitionen die schon heute getätigt werden basieren auf Wikipedia. Ja es ist schon ein Unsegen wenn man die Realität mit Wikipedia zu ergründen versucht.
      Wir also mein UN senkt den Fremdanteil an Energie (Alle Quellen zusammen) bei Sanierungen ohne Probleme um 50% und bei Neubauten wenn gut konzipiert um mehr als 50%. Die Pv ist implementiert und funktioniert in diesen Bauten Bestens inkl. der möglichen Rückerstattung.
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    • peeti 07.11.2016 10:53
      Highlight Demokrit: "Importe kann ich nicht befürworten, weil die Schweiz autark bleiben muss und sich nicht von anderen Staaten abhängig machen darf" haha;) und unser Uran kommt aus dem lokalen Kieswerk oder was? Zudem sind 75% unserer Gesamtenergie fossile Importe!
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    • demokrit 07.11.2016 11:24
      Highlight peeti: Es ist schon ein Unterschied, ob wir uns von den ökologisch unsinnigen Kohlestoffkraftwerken der Nachbarländer und deren Stromnetze abhängig machen oder von einem weltweit (auch in westlichen Ländern) reichlich sehr gut verfügbaren Rohstoff:
      https://www.kernenergie.ch/de/uran-und-radioaktivitaet/rohstoff-uran-vorkommen-abbau.html#anchor_VBOLFY

      Die fossilen Importe gilt es stark zu minimieren, darum braucht es im Strommix auch Nuklearkraftwerke, da die gestellte Aufgabe ohne diese schlicht rechnerisch nicht zu bewältigen ist.
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  • Zitrusfonso 06.11.2016 09:06
    Highlight "Studie...im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES)". Mol, Studien im Auftrag von Interessenverbänden sind sicher eine meeega gute Quelle. Da war das Resultat sicher nicht schon vor der Untersuchung bekannt.

    Aber im ernst: Habe mich mit dem Thema befasst. Da gibt es mehrere Studien zum Thema. Warum man gerade diese so an die grosse Glocke hängt, erschliesst sich mir nicht. Grundsätzlich lässt sich keine Voraussage zum Thema ökonomische Entwicklung durch Atomausstieg/Energiestrategie 2050 treffen. Das wird man erst rückblickend können.
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    • demokrit 06.11.2016 09:46
      Highlight Wenn man weiss, dass Elektrofahrzeuge bald den fossilen Brennstoff ersetzen sollen, kann man schon Voraussagen treffen. Die fallen aber zu Ungunsten der Initianten aus.
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    • FrancoL 06.11.2016 10:24
      Highlight Oh je dann stecken wir den Kopf in den Sand? Vielleicht könnte man ja einen kleiner Blick in entsprechende Projekte wagen, wenn man sich doch schon wie Du sagst sich mit dem Thema befasst mag. Oder genügt es Dir Projektionsberichte zu lesen, die Du ja nicht als wichtig erachtest weil Du ja erst rückblickend die Resultate anerkennen kannst.
      Wir sind auf den verschiedensten Ebenen mit der erneuerbaren Energie sehr unterschiedlich weit, dies vor allem weil nicht gefördert wird und KEINE Planungssicherheit besteht.
      Wir sind heute auf den Goodwill der Nutzer angewiesen und der wird arg gebremst.
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    • demokrit 06.11.2016 13:17
      Highlight Übrigens braucht ein solches Fahrzeug so viel Strom wie ein ganzes Einfamilienhaus, wobei viele Haushalte sogar zwei Boliden herum stehen haben. Man rechne.
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    • FrancoL 06.11.2016 14:42
      Highlight @demokrit; ja man rechne: Das Aufladen kann am Heimplatz und am Arbeitsplatz geschehen für die Meisten am Arbeitsplatz tagsüber, denn nicht alle brauchen das Auto den ganzen Tag. Ueber ein Batteriemodul kann es zu Haus geladen werden.
      Ich kann Dich aber gerne zu einem unserer Kurse einladen und Dich in das 1 x 1 der Pv einweisen, denn dass was du so aus dem Aermel zu schüttlen versuchst ist nur eine halbe Wahrheit, wenn überhaupt. Und es geht ja auch nicht um den Totalersatz durch Pv. Pv soll einen gewichtigen Beitrag leisten und der geht weit über die Elektronutzung hinaus. Dazu später!
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    • demokrit 06.11.2016 15:18
      Highlight Das Konzept des Loadbalancing ist mir bekannt. Dafür braucht es Batterien, die derzeit alles andere als umweltfreundlich sind und ein Netzwerk, dass heute erst experimentell existiert.

      "Pv soll einen gewichtigen Beitrag leisten und der geht weit über die Elektronutzung hinaus."

      Also braucht es noch eine andere Energiequelle. Konkret Kohlestrom und AKW-Importstrom. Das ist doch Heuchelei. Tatsache ist, dass das was die Photovoltaik abdeckt, wenn es in einem guten Winkel liegt und gross genug ist, erst der übliche Strombedarf des Hauses ist. Ich habe es mir selber einmal berechnen lassen.
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    • FrancoL 06.11.2016 18:05
      Highlight @demokrit; es braucht sucherlich noch andere Enegiequellen, die heute auch schon genutzt werden. Ein zusötzliche Nutzung der Sonnenenergie ausserhalb der Elektronutzung ist zb die Wörmespeicherung zur erhöhung der Energieeffizienz der Erdwärme. Ein junges Thema dass erst anläuft und Effizienz steigert.
      Du scheinst nichts von der Dezentralität der Pv zu halten wieso weiss ich nicht. Ich kann nur vermuten dass Du das heutige Verteilsystem mit gossen Sonnenfeldern als Speisung siehst, dann erkennst Du nicht die Komponente der Dezentralität auch als unabhängige Formel. Schade und Verschwendung.
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    • demokrit 06.11.2016 21:24
      Highlight Das Problem von Solar für die Warmwassererzeugung ist oft, dass es die Photovoltaikfläche direkt konkurrenziert.

      Doch schon. Aber Dezentralität ist, wie erwähnt, heute erst experimentell an amerikanischen Bildungseinrichtungen vorhanden und setzt im Alltag Elektrofahrzeuge voraus.
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    • FrancoL 07.11.2016 08:41
      Highlight @Demokrit; Es gibt keine Konkurrenzierung zwischen Warmwasseraufbereitung und Pv. Diese kann allerhöchstens im Preisgefüge einem vor die Qual der Wahl stellen, ist aber heute kein grosses Thema mehr. Die direkte Nutzung für die Boilerspeicherladung geht klar zurück da die Speichereinheiten sehr schnell "gefüllt" und die überschüssige Energie nicht genutzt wird.

      Ich versuche es nochmals mit der Dezentralität; Heute wird häufig der generierte Strom aus den Pv-Anlagen fast gänzlich ins Netz abgegeben. Die Entschädigung ist recht tief, was nicht verwunderlich ist. Das ist ein Teil der Uebung.
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    • FrancoL 07.11.2016 08:45
      Highlight @demokrit; Unter Dezentralität versteht man im engeren Sinne eine dezentrale Nutzung unmittelbar am Ort der Energieaufbereitung. Es ist der Ansatz die Energie durch eine koordinierte Nutzung für alle Zwecke des Energieverbrauchs umgehend zu nutzen und nicht das Stromnetz unnötig zu belasten. Die Speicherung die in den nächsten Jahren immer ein Problem bleiben wird muss mit intelligenter Nutzung vor Ort entscheidend unterstützt werden. Speichern heisst auch, andere Speicher ZB Stauwasser entlasten. Also ein Zusammenspiel das am ehesten am Guten Willen der Beteiligten scheitern könne.
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    • demokrit 07.11.2016 09:49
      Highlight FrancoL: Die Konkurrenz besteht wegen der Dachfläche. Nicht jeder hat eine riesige Villa.

      Der Strom wird fast gänzlich ins Netz abgegeben, weil Akkus sehr teuer (und nicht sehr ökologisch sind). Es gibt nicht umsonst Batteriesammelstellen für die aufwendig Werbung getrieben wird. Man denkt, dass in Zukunft der Akkus des Eautos diese Funktion teilweise übernehmen kann. Damit wird jedoch die Fahrstrecke reduziert. Ein intelligentes Netz muss also den Strom verwalten und clever Strom ins Netz abgeben, dafür braucht es Daten u.a. vom Nachbar. Ein dezentrales Netz ist also nicht autark.
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  • DasSchaffenWir 06.11.2016 08:49
    Highlight Eine Studie im Auftrag von SES. Sorry, aber da ist auch kein anderes Ergebnis zu erwarten!
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  • MaxM 06.11.2016 08:11
    Highlight Und am meisten Arbeitsplätze würden entstehen, wenn wie div. landwirtschaftlichen Maschinen verbieten. Also los!
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    • E. Edward Grey 06.11.2016 08:22
      Highlight Interessanter Gedanke, es ist jedoch eine Unterschied ob man in ein Equivalent oder in Arbeitserleichterung bei Effizienzsteigerung investiert.
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    • Toerpe Zwerg 06.11.2016 09:19
      Highlight Der Titel wurde dann lauten: Chance für die Landwirtschaft.

      Neusprech.
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  • HansDampf_CH 06.11.2016 06:33
    Highlight Als würde der Preis für Grossverbraucher in der Schweiz gebildet. Je länger ihr an den Schrottmeilern festhaltet desto teurer wird das ganze für uns alle. Keinen Rappen für die alten Kraftwerke und kein Rappen für die Firmen die wegen der falschen Strategie bald um Geld betteln werden.
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    • DasSchaffenWir 06.11.2016 08:47
      Highlight Aber immer schön die hohle Hand für KEV hinhalten. Praktisch kein Schweizer Kraftwerk verdient heute mehr Geld ohne KEV.
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    • Toerpe Zwerg 06.11.2016 09:28
      Highlight In dieser Welt sind eben Investitionen, welche zur Abrechnung nach KEV berechtigen die richtige Strategie während subventionslose Energieproduktion falsch ist
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    • Regula Sterchi 06.11.2016 10:21
      Highlight ...die Fördergelder und anderen Staatlichen Zahlungen (zB für die Atommüllentsorgung) an Atomstrom ignorierst du dabei gekonnt, wie mir scheint? Und das für Zeiträume von bis zu 100'000 Jahren? Dreist.
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    • FrancoL 06.11.2016 10:28
      Highlight Das Geld wäre gut investiert wenn möglichst schnell die Förderung der erneuerbaren Energie einsetzen würde, dazu bräuchte es dann noch eine klare Planungssicherheit um die Investitionen frei zu setzen.
      Ist ja irgendwie befremdlich dass man heute schon weiss dass der Bund den AKWs stark unter die Arme greifen wird und sich so schwer tut die finanziellen Mittel der Förderung der erneuerbaren Energie freizustellen. Ein Widersinn!
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    • Regas 06.11.2016 12:14
      Highlight @FrancoL: Es wird ja schon gefördert was das zeug hält. Was es bräuchte währe eine seröse Planung. Es müssten Pumpspeicherwerke, Netzausbauten und die Alternativenergieproduktion sowie Smart-Grid Hand in Hand erstellt werden. Weil die Kosten Astronomisch hoch ausfallen hofft man mit ein paar Windrädli und Sonnenfängern die Energiewende hinzukriegen.
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    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 07:10
      Highlight @ Sterchi, was Sie als Atommüll bezeichnen, ist eigentlich ein Rohstoff. Heutige AKWs nutzen <2% der in den Brennstäben enthaltenen Energie frei. Die Technologie zur Nutzung der nicht genutzten Energie existiert. Alleine mit dem Atom"müll" in der Schweiz könnte man das Land für >100 Jahre komplett mit Energie versorgen und den Abfall nebenbei auf einen Bruchteil mit um Potenzen kürzerer Halbwertszeit reduzieren. Übrigens gibt es einen linearen Zusammenhang zwischen Aktivität und Halbwertszeit. Je länger desto weniger aktiv.
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    • FrancoL 07.11.2016 08:02
      Highlight @Regas; Wenn es ein Hoffen gibt ist es, dass die Energiefachleute mehr wissen als Du, denn sonst wären die erneuerbaren Energien am A***.
      Deine populistische Darstellung zeigt wieder einmal (Windredli+Sonnenfänger) wo die Hauptbremse zu Haus ist im Grundwissen zur erneuerbaren Energie. Ich wollet Dir eigentlich einen Rahmen skizzieren der heute schon angewendet wird auch ohne astronomische Ausbaukosten, doch ich begnüge mich mit den Nutzern die mit einfachen Investitionen Ihren Anteil an nicht erneuerbaren Energie massiv gesenkt haben. Die kennen die Realität und nicht das pop. Halbwissen.
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    • FrancoL 07.11.2016 08:07
      Highlight @Toerpe Zwerg;
      Und die Sicherheit nimmt die auch linear zu?
      Kleiner Hinweis: wenn das Ausreizen der 98% Rest-Energie uns die Energie für mehr als 100 Jahre bringen könnte heisst das für mich dass die Sicherheit umgekehrt proportional erst in über 100 Jahren gegeben sein wird. Also ein No-Go.
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    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 11:50
      Highlight Sicherheit ist kein absoluter Wert.

      Soll jeder gewichten wie er will. Wasserkraft, fossile Energieen, Solar, Wind ... alle bergen Risiken und alle haben Todesfälle und Krankheiten verursacht.

      Fakt ist, dass moderne Werke und erst recht ganz neue Designs von Kernraktoren um Potenzen sicherer sind / sein werden als bestehende.

      Und man sollte auch Radioaktivität endlich sachlich beurteilen und mit längst widerlegten Mythen aufräumen.

      Das zur Verfügung stehen von reichlich bezahlbarer Energie ist ein viel zu erstrebenswertes Ziel, um es durch Technologie- und Denkverbote zu verunmöglichen.
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    • FrancoL 07.11.2016 12:55
      Highlight @Toerpe Zwerg; So eine einfache Sicht möchte ich auch haben. Bei der Sicherheit einen Vergleich zwischen Verstrahlungen und Toten bei zB Staudämmen zu ziehen ist für mich fremd und deplatziert. Die Radioaktivität wird meines Erachtens ordentlich sachlich beurteilt zumindest viel sachlicher als Deine Vergliche zwischen den den Todesfällen der diversen Energiegenerierungen. Denkverbote sind für mich dann sinnvoll wenn eine Energie heute noch nicht in der Lage ist die von ihr verursachten Kosten auch nur annähernd zu quantifizieren. Oder kannst Du die Kosten für den Rückbau+Entsorgung beziffern?
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    • Toerpe Zwerg 07.11.2016 16:55
      Highlight Wieso kann man "Verstrahlung" mit nichts vergleuchen? Findet bicht genau hier die beklagte Vereinfachung statt?

      Ich verneine eine sachliche Darstellung radioaktiver Strahlung vehement. So ist z.B die Unterscgeidung zwischen natürlicher und "künstlicher" Strahlung Epidemologisch unhaltbar. Oder die linear no threshold hypothesis als Basis für die Regulierung "künstlicher" Strahlung ist falsifiziert. Oder die Freisetzung von Radioaktivität durch Kohlekraft wird nicht verglichen. Nein, es wird nicht sachlich beurteilt.

      Ein Denkverbot verunmöglicht eine Quantifizierung von Kosten. ;)
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Das globale Meereis schrumpft dramatisch – dieses Jahr ist alles anders

Normalerweise wächst das Meereis im Herbst – dieses Jahr hat sich der Trend umgekehrt: Es schrumpft. Was geht da vor?

Nördlich von Spitzbergen ist es dunkel geworden, dort geht die Sonne nicht mehr auf. Die Polarnacht hat begonnen, der Winter naht, die Arktis kühlt aus – rund minus 25 Grad herrschen dort Mitte November. Normalerweise.

Dieses Jahr ist alles anders.

Die vergangenen Wochen lag die Temperatur in der Arktis oft nur knapp unter null, es war im November tagelang 20 Grad wärmer als üblich. Im Durchschnitt war es im Oktober vielerorts acht Grad milder als normal.

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