Schweiz

7 wundervolle alte Winter-Weihnachts-Videos (auch peinliche!) von SRF

Und zwar aus den Sechzigern und Siebzigern! Mit dabei: Weltstars, geile Pullis und fiese Einkaufstouristen.

Publiziert: 23.12.16, 15:07 Aktualisiert: 23.12.16, 21:12

1979: Die «Kassensturz»-Redaktion singt ...

... unterstützt von einem süssen kleinen Hasen. Der Rest ist leider das peinlichste Weihnachtslied aller bisherigen und ziemlich sicher auch kommenden Zeiten. Sehr schön allerdings, wie hier das Fernsehen als künstliche Welt entlarvt wird. Das wusste vorher sicher keiner.

1979: ABBA! The Jacksons! Boney M.!

Im Winter 1979 dreht die BBC mehrere Pop-Sendungen «with songs and stars and skis and snows» in der Schweiz. Dabei gibt es unverhoffte Breaking News beziehungsweise «zum Glück git's öppis Wältbewegends us em Privatläbe vo de Agnetha und vom Björn»: Sie geben ihre Scheidung bekannt. Und dann singen da auch noch die obercoolen Jacksons in Skianzügen und Boney M. proben «Ra-Ra-Rasputin». 

1972: Mit bunten Pullis gegen das weisse Elend

Das Problem im Winter? Hilfe, alles ist weiss! Da klingt die Sprecherin gleich ganz traurig. Aber Halt: «Unsere Pullover spenden Wärme und bringen mit ihren fröhlichen Farben ein wenig Leben in die weisse Landschaft.» Kühn sind sie, die Pullis, von «origineller Machart», «eigenwillig, aber hübsch». 

1967: Winter-Modeschau

«Im Lichtkreis der Sonne» war der Titel dieser Ski- und Après-Ski-Modeschau in Rigi Kaltbad. Wie geil war das denn! Avantgardistische Keilhosen aus synthetischen Glänz-Stoffen und kühn gemusterte Oberteile. Sollte man unbedingt revitalisieren.

1965: So macht man Weihnachtskugeln

Okay, wenn ihr dieses lehrreiche Video über Herstellung, Import und Export von Weihnachtsschmuck durchlaufen lässt und erfahren habt, dass die Importe aus dem bösen Osteuropa gar nicht «so schlimm sind», kommt gleich im Anschluss «Es isch emol e Clown gsii ... mit eme richtig blöde Gsicht». Erzählt von Trudi Gerster. Creepy shit!

Was ist dein liebster Weihnachtsfilm?

1962: Seegfrörni auf dem Bodensee

Im wirklich eisig kalten Winter 1962/63 gefror nicht nur der kleine Zürich-, sondern auch der viel grössere Bodensee. Zu Fuss, auf Kufen oder per Motorrad bewegten sich Schweizer, Österreicher und Deutsche zwischen den Ufern hin und her und machten trotz abgesteckter «Zollstrassen» frechen Einkaufstourismus.

1960: Oje, der Weihnachtsrummel!

«Jetzt, Zähne zusammen und hinein in die Schlacht des Freudebereitens!» Mit Hilfe von Samichlaus und Christkind basht das Schweizer Fernsehen die total besoffene Konsumkultur. Und kommt zu weisen Erkenntnissen, etwa dieser: «Erst die Socken für den Papi. Socken passen immer. Man sieht sie ja kaum.»

Noch mehr Schönes, Altes aus der Schweiz

Ab in die Badi! Das sagten sich auch schon unsere Grosseltern – und so sah das damals aus

Was Menschen früher am Sonntag so trieben ...

47 Bilder zeigen, was die Models Backstage so trieben, als es noch keine Smartphones gab

Anno dazumal auf dem Bürgenstock: 29 wahnsinnig schöne Bilder von Audrey Hepburn                 

Als es am Gotthard noch gemütlich zu und her ging

Vertraut und doch ganz anders – so sah die Schweiz vor hundert Jahren aus

Nazi-Schmierfinken, Mord und Blechschaden: Polizeibilder aus Zürich von damals

Grossartige Fotos aus Basel, als über dem Birsig noch Plumpsklos hingen

Fantastische Bilder aus einer Zeit, in der in Zürich noch keine Hipster rumkurvten

Wow! So sah Luzern aus, bevor die Japaner die Stadt ins Internet gestellt haben

Diese Bilder beweisen, dass es in Bern schon früher gemütlich zu und her ging

In Farbe: Vor exakt 70 Jahren wurde Winston Churchill in Zürich wie ein Superstar empfangen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
4 Kommentare anzeigen
4
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Lichtblau 26.12.2016 16:03
    Highlight Nr. 7, der s/w-Einspieler "Weihnachtsrummel" von 1960: Die Bilder aus einer versunkenen Zeit, die Musik nervig, aber hey, der Text aus dem Off! Richtig cool und witzig. Ist mir schon bei einigen CH-TV-Filmen aus dem Archiv aufgefallen, dass die damals ausgesprochen gute Texter beschäftigten.
    1 0 Melden
    600
  • dF 24.12.2016 01:04
    Highlight Ups, sorry muss mich korrigieren, gibt es jetzt ein Folgen. Hab vor lauter Eierlikör nicht mehr richtig gesehen.
    2 2 Melden
    600
  • dF 24.12.2016 01:02
    Highlight Einer meiner Lieblingsartikel zu Weihnachten dieses Jahr. Würde ich dir nicht schon folgen, gäbe es jetzt ein folgen. Danke vielmals Simone Meier.
    3 2 Melden
    • Simone M. 27.12.2016 16:07
      Highlight Mmmmhh, Eierlikör! Prost!
      0 0 Melden
    600

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

Artikel lesen