Schweiz

10 Jahre und kein bisschen müde: Warum die Berner 031-Sprayer-Gang am Wochenende wieder Polizisten angegriffen hat

Strassenbarrikaden, Leuchtpetarden und fliegende Steine: Am Wochenende lieferten sie sich eine Strassenschlacht mit der Polizei. Auf einem Linienbus hinterliessen sie ihr Zeichen: 031. Die Gang ist seit 10 Jahren aktiv, ein Ende der Gewalt ist nicht vorgesehen – eher im Gegenteil. 

02.11.15, 17:22 03.11.15, 18:20

Es ist Freitagabend, kurz nach Mitternacht: Im Berner Dachstock läuten DJ Princess P's House-Bässe die Afterhour ein. Draussen auf der Strasse haben einige Vermummte Lust auf andere «Action»: Mitten im Verkehr zünden sie Feuerwerk, stoppen mittels Strassenbarrikade einen Linienbus, sprühen ihn innerhalb von Minuten mit Graffiti voll, Fahrgäste und Chauffeur wähnen sich wohl in einem vorgezogenen Halloween-Scherz. Auf der Fahrzeugseite kommen drei grosse Nummern hin: 031. Auf der Heckseite ihre wichtigste Nachricht: «Fuck the Police».

Diese werden beim Anrücken mit Flaschen und Steinen beworfen, eine Leuchtpetarde zischt in ihre Richtung, die Polizisten setzen Gummischrot ein. Zeit zum Rückzug: Die Vermummten flüchten ins Innere der Reitschule – vielleicht um ein bisschen House zu hören. 

Solche Szenen wie die vom letzten Wochenende gibt es in Bern mehrmals pro Jahr. Dahinter steckt die 031-Sprayer-Gang, die vor Gewalt nicht zurückschreckt.

Was ist 031? 

031 sind die Ziffern der Berner Telefonvorwahl und der Name einer Berner Sprayer-Gang. Der Tag 031 findet sich aber nicht nur an Fassaden, Türen und Rolläden in ganz Bern, sondern auch in anderen Schweizer Städten und im Ausland. Ausgesprochen wird der Bandenname «Null, drei, eins», nicht «nulleinunddreissig»,für die Mitglieder offenbar eine wichtige Differenzierung.

Die Gang wurde vor rund elf Jahren gegründet. Wer dahinter steckt, ist unbekannt. Auch die Grösse der Gruppe kann nur abgeschätzt werden. Die Berner Sicherheitsdirektion geht von einem inneren Kern von zwischen 10 und 20 Personen und «vielen Mitläufern» aus, sagt Direktor Reto Nause. 

«031 Crew»: Ein innerer Kern von 10 bis 20 Leuten und «viele Mitläufer».
bild: screenshot/arte webserie «5 minutes»

Was will 031?

Eigentlich vor allem eines: Sprayen, auf Mauern, lieber noch auf Züge und S-Bahnen. Im 10-Jahres Jubiläums-Video von vor einem Jahr, das ihnen eine Arte-Webserie widmete, sagt einer in breitem Berndeutsch und mit künstlich verzerrter Stimme: «Es ist gut, der Welt einen eigenen Stempel aufzudrücken.» Dabei lässt er seinen Blick vom Münster-Turm aus über die Berner Altstadt schweifen. «Meine Graffiti sollen anecken und die Leute zum Denken zwingen», sagt ein anderer «031 ist etwas das passiert und das die Leute nicht verstehen. Logisch haben sie Angst, aber ein normaler Arbeitssklave hat vor allem Angst.»

031 kämpft gegen «das System» und gegen dessen Vertreter; die Polizei. «Ich verabscheue die verlogene Demokratie in diesem Land zutiefst, in der es nur darum geht, wer am meisten Geld oder Stimmen hat», sagt ein Gangmitglied unter einer Eisenbahnbrücke in die Kamera: «Ich verabscheue die Ignoranz in der Gesellschaft, die Gier, die Habsucht, die Konsumsucht.»

Untereinander solidarisieren sich die Mitglieder, Informationen über sie dringen kaum nach Aussen. 

«Es ist gut, der Welt einen eigenen Stempel aufzudrücken.»
bild: screenshot/arte webserie «5 minutes»

Wie gewalttätig ist 031?

Der Sprecher der Produktionsfirma, die den Film über 031 gedreht hat, gab sich 2014 im Bund überzeugt: «031 ist keine gewalttätige Gang.» Dem widerspricht die Polizei. Sie bringt 031 mit mehreren gewaltätigen Delikten rund um die Berner Reitschule in Verbindung. 

Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause äussert sich gegenüber watson besorgt. Er schätzt das Gewaltpotenzial der 031-Mitglieder als «sehr hoch» ein: «Beängstigend ist, dass zunehmend der öffentliche Verkehr während dem Fahren Ziel der Attacken wird, die Angriffe auf Polizeifahrzeuge häufen sich seit längerem», sagt er. Es war der zweite Bus, der Opfer einer ähnlichen Attacke wurde. Nauser stellt fest, dass Gewalt gegen fremdes Eigentum in der Szene offenbar toleriert wird.

Dass es sich beim aktuellen Angriff um eine Vergeltungsaktion wegen zwei kürzlich in Bern verhinderten Demonstrationen der Revolutionären Jugend gehandelt haben könnte, will Nause nicht kommentieren: «Gewalt ist per se zu verurteilen», sagt er. Die Revolutionäre Jugend ihrerseits kritisierte im Rahmen der Aktionen die «unverhältnismässige Polizeigewalt». 

Ein 27-jähriges Gangmitglied wurde im März diesen Jahres verurteilt. Beim Einsatz der Polizei an einer illegalen Party, kickte er einen Polizisten in den Kopf. Die Polizisten seien «provokativ» und mit «Machtgehabe» aufgetreten, sagte er vor dem Berner Regionalgericht. Er erhielt eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten und eine unbedingte Geldstrafe von 5400 Franken. 

Ein Gangmitglied machte sich eines Mordes schuldig: Es habe sich um einen Streit zwischen verfeindeten Fangruppen gehandelt, sagte ein Mitglied 2011 gegenüber dem «Magazin».

Wie hält es die Reitschule mit 031?

Jüngst ging es bergauf mit dem Verhältnis der Berner Reitschule und der Stadt. Stadtpräsident Alexander Tschäppät und eine Studie lobte den Dialog. Dass die Angreifer aber nach vollendeter Tat immer wieder in der Reitschule Schutz finden, stört das Verhältnis. 

Sicherheitsdirektor Nause würde sich von der Reitschule eine klare Abgrenzung zu den 031 erhoffen. «Das ist bis jetzt noch nie passiert», sagt er, «entweder hat man die Situation nicht unter Kontrolle oder man schaut nicht so genau hin.»

Wahrscheinlich ist eher letzteres der Fall. Aus dem Reitschule-Umfeld ist ein widersprüchliches Verhältnis zu 031 zu vernehmen: Die konstruktiven Reitschüler lehnen die Gewalt ab, die ideologischeren heissen die linken Anliegen von 031 gut. Die Reitschule ist basisdemokratisch organisiert, sich auf eine gemeinsame Haltung zu einigen, scheint schwierig. 

Auf eine Anfrage von watson reagierte die Reitschule nicht.

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
102Alle Kommentare anzeigen
102
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Gelöschter Benutzer 04.11.2015 09:55
    Highlight Wow, vermummt randalieren wie kleine Kinder und alles kaputt machen und auf der anderen Seite immer noch oben bei Mutti wohnen, weil absolut beziehungsunfähig! Die Welt ist ja so böse zu uns, was für eine lächerliche Posse! Denen gehört mal richtig eins auf die Fresse, scheiss Pack!!
    24 4 Melden
    600
  • So en Ueli 03.11.2015 15:53
    Highlight Ach diese Jungchen mögen unser System nicht? Vielleicht hilft ein Standortwechsel. Es gibt Länder in der sich freiheitsliebende Menschen sehr wohl fühlen können und nicht von einer lästigen Staatsmacht drangalisiert werden, weil dort keine existent ist. Was ich ausserdem auch nicht verstehe, ist das die Polizei bei solchen halbstarken nicht härter eingreift. Das Paradoxe an 031 ist, dass sie mit ihrer Freiheit, die Freiheit ihrer Mitmenschen beeinträchtigen.
    29 5 Melden
    600
  • Darkside 03.11.2015 14:56
    Highlight Das sind nur dumme Kinder. Wie genau sich das System (oder irgendwas anderes) ändern wird wenn sie eine Zahl irgendwohin sprayen kann keiner von denen erklären. Mich stören die Sprayereien überhaupt nicht, aber die Begründung dafür ist einfach nur lächerlich.
    25 2 Melden
    600
  • Buebi 03.11.2015 12:00
    Highlight Was ich nie verstehen und nachvollziehen kann und will, ist die selbstverständliche Anwendung von Gewalt. Es gibt/gab genügend Persönlichkeiten auf der Welt die ohne jegliche Gewalt das "System bekämpft" haben. Die hatten überhaupt keine demokratischen Rechte. Und haben es dennoch geschafft. Nehmt euch verdammt nochmal an denen ein Beispiel. Nutzt das Demokratische System zu euren gunsten. Das kann man nämlich. Die Möglichkeiten sind da. Man muss sie aber auch nutzen. Und das ist halt mit grösserem geistigem und zeitlichem Aufwand verbunden als Gewalt anzuwenden.
    40 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 17:18
      Highlight Gewalt ist so omnipräsent. Du vergisst die Finanzielle Gewalt und die Bildungsgewalt. Diese Menschen die Du erwähntest hatten es eben erst gerade dadurch geschafft WEIL sie keine Demokratischen Rechte hatten.
      Es braucht eben auch grossen finanziellen Aufwand (weil auch zeitlich). Deswegen muss sich eine Idee zuersteinmal verkaufen können. Der Wirtschaftliche Faktor spielt ja bei ALLEM eine Rolle. Kannst Du ein Feuer mit einem Feuer bekämpfen?
      9 15 Melden
    • Buebi 03.11.2015 18:03
      Highlight Grundsätzlich gebe ich dir recht. Ich meinte allerdings explizit Körperliche Gewalt. Jeder von denen hat seine eigenen Beweggründe sich gegen das "System" aufzulehnen. Hier geht es definitif nicht um das Gemeinwohl. Sondern es werden die eigenen interessen in den Vordergrund gestellt. Kleines, wenn auch weit hergeholtes Beispiel: es hat ca. Sieben jahre gedauert bis in Kandersteg die Bewilligung zum Bau der Freeridestrecke erteilt wurde. Aber sie wurde schlussendlich, nach langem Kampf gegen das "System" erteilt. Steter Tropfen höhlt den Stein.
      7 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 19:23
      Highlight Ich nehme an Du sprichst hier von einem bürokratischen System in deinem Beispiel.
      -
      Die Protagonisten erwähnten den Kampf gegen Hass Missgunst und Gier. Sich diesen treibenden Eigenheiten des Systems bewusst zu sein und dieses Gewissen dann nicht "freikaufen" zu wollen, finde ich schon eine Arbeit für das Gemeinwohl. Eine Moralische Arbeit.
      -
      Sie nehmen ihre eigenen Interessen wahr und dies ist ihrem getrübten Gewissen Ausdruck zu verleihen.
      Wer macht das noch? Wer kritisiert noch wenn wir schon alles haben? Du siehst ja der Grundton der Kommentare ist: "Wems nicht passt, soll verschwinden!"
      5 5 Melden
    • Buebi 04.11.2015 06:40
      Highlight Da hast du natürlich recht.
      Allerdings liegt genau dort der Hund begraben. Auf Hass Missgunst und Gier mit körperlicher Gewalt oder auch Sachbeschädigung zu reagieren verfehlt das Ziel Meilenweit. Das wird von den Bürgern eines Landes wie der Schweiz nie Akzeptanz finden.
      9 0 Melden
    • Pius C. Bünzli 04.11.2015 11:03
      Highlight Vielfach geht die Gewalt auch von der Polizei aus. Wie wir wissen erzeugt Gewalt Gegengewalt.
      7 14 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 09:14
    Highlight Bern hat wirklich hässliche Ecken und das liegt vor allem an den Schmierereien. Dass das zwanghafte Sprayen noch als heldenhaft und Freiheitskampf angesehen wird, ist wohl ein Mäntelchen um diese armselige Sucht zu verschleiern. Ich bin für sofortiges Entfernen und Züge die versprayt sind sollten erst wieder fahren, wenn sie gereinigt sind.
    31 39 Melden
    600
  • Tropfnase 03.11.2015 08:56
    Highlight Und die Menschen im Bus, wissen auch nicht was jetzt passiert! Was wen Jemand einen Infarkt, Hirnschlag oder Schock erleidet? Auf Ambulanzen wurden ja auch mehrfach Steine geworfen? Was ist mit dem Flüchtling der erst grad der Hölle entfloh und sich nun wider in Lebensgefahr sieht? Dem Busfahrer der auf die Nachtschicht nicht verzichten kann weil er Familie hat?
    41 8 Melden
    600
  • Tropfnase 03.11.2015 08:39
    Highlight 20 Vermummte greifen einen Bus an, ob Waffen im Spiel sind kann man nicht ausschliessen(Nacht/Nebel) Tja in jedem anderen europäischen Lande wäre Terroralarm ausgelöst worden! Kosten des Grosseinsatzes zu Handen dieser Spassvögel, kann auch mit ein paar Jährchen im Knast abgesessen werden. 😎
    37 8 Melden
    600
  • samy4me 03.11.2015 00:54
    Highlight Zerstörte Schaufenster sind echt unnötig, da attackieren die kleinen Leute oft noch einen kleineren Mann. Graffiti jedoch sind eine Bereicherung in dieser immer graueren Welt, Kunst ist ja immer relativ und Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Eigentum ist übrigens auch Relativ, wieso soll irgendjemand einen Flecken besitzen, welcher auf dem selben Planet liegt auf dem Du oder ich leben, was rechtfertigt Grenzen? Soll doch jeder Schmieren wie und wo er will.
    32 75 Melden
    • goschi 03.11.2015 06:11
      Highlight Nein, innerhalb einer geregelten Gesellschaft ist Eigentum nicht relativ, wieder nur eine faule Ausrede.
      52 21 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 16:21
      Highlight Diebstahl ist Eigentum!
      3 9 Melden
    600
  • samy4me 03.11.2015 00:39
    Highlight Was ist den Vandalismus? Seine Message soll doch jeder verbreiten, auch wenn's nur ein Graffiti ist. Das Problem stellen doch nicht die Sprayer dar, sondern die, die sie bekämpfen. Und wer Farbe auf Fahrzeugen
    mit Gummischrot bekämpft, hat jeglichen Bezug zu einer Freien Gesellschaft verloren. Es wird mit etwas Farbe keinem Menschen auf dieser Welt geschadet, keinem wird weh getan, niemandem. Organe wie die Polizei gehören in diesem Rahmen bekämpft, lieber 1'000'000 Schmierereien als eine gekaufte Plakatwand.
    37 79 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 03.11.2015 10:09
      Highlight Ich stimme dir im Grossen und Ganzen zu, vor allem bei der Aussage, dass Farbe keinem Menschen schadet. Wenn aber Flaschen und Steine und was weiss ich alles geworfen wird, in der Absicht jemanden zu verletzen, dann wird Gummischrot vertretbarer.
      Ich finde es schade, dass das Sprayen immer noch so kriminalisiert wird, obwohl es grossartige Werke gibt. Städte könnten ein wenig Farbe reinbringen, wenn schon alles aus Stahl und Beton und grau ist.
      9 10 Melden
    • kunubu 03.11.2015 11:22
      Highlight Habe letzens bei uns einen Zug gesehen, der war ein echtes Kunstwerk. Wohl nicht besprayt aber offensichtlich von den SBB so in Auftrag gegeben. War wirklich gut anzusehen.
      5 0 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 03.11.2015 11:32
      Highlight @kunubu: Genau solche Aufträge meine ich. Oder öffentlich Wände, irgendetwas...
      5 0 Melden
    • So en Ueli 03.11.2015 15:59
      Highlight Lieber Farbe als Plakate? Dein Gedeanke samy4me ist nicht zu Ende gedacht worden. Wenn du Eigentümer einer Wand bist, darfst du tun und lassen mit ihr was du möchtest. Jedoch ist öffentliches Gemäuer nicht in deinem Besitz, weder in deinem Eigentum. Somit darfst du mit ihr nicht das tun, was du möchtest. Und wenn der Eigentümer dieser Wand etwas dagegen hat, dass seine Wand verunstaltet wird, hat er das Recht dagegen etwas zu unternehmen. Und woher nimmt sich ein Sprayer das Recht öffentlichen Grund zu versprayen? In unseren Breitengraden herrschen Recht & Ordnung.
      6 6 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 23:04
    Highlight Soll zum denken zwingen. Etwas was bei den 031ern mit ihren 0815 Graffitis seit Jahren versucht wird, aber bei sich selber nicht funktioniert.... Alles in allem sinnlose Sachbeschädigung zu Lasten der kleinen Steuerzahler nur um ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen....
    69 13 Melden
    600
  • Max Heiri 02.11.2015 22:35
    Highlight Ich find ein schönes Grafitti ab und zu auf einem Zug nicht schlimm. Wenn sie dann noch so nett sind und die Fenster etwas auslassen. Was ich aber nicht ausstehen kann, ist das einfache "taggen", welches überhaupt keine Kunst und Bereicherung im Alltag für mich darstellt.
    65 13 Melden
    600
  • UncleHuwi 02.11.2015 22:02
    Highlight lost in translation
    9 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 19:36
      Highlight Sehr schön! Für die Kontrolle möchte man die Kommunikation auf geeignete Kanäle lenken. Damit man sie quantifizieren und Trends berechnen kann. Eine reibungslose Kommunikation ist das Ziel, in der sich jeder gegenseitig bestätigt fühlt.

      Alles Zahlen und Wort(erfindungs)-Spiele für "hochgebildete" Akademiker. Mit Farbe auf eine Wand? Viiiiel zu oldschool und primitiv.
      1 1 Melden
    600
  • kunubu 02.11.2015 21:58
    Highlight «Ich verabscheue die verlogene Demokratie in diesem Land zutiefst, in der es nur darum geht, wer am meisten Geld oder Stimmen hat» «Ich verabscheue die Ignoranz in der Gesellschaft, die Gier, die Habsucht, die Konsumsucht.»
    Ich kann die Ohnmacht die sich hinter diesen Worten verbirgt und sich in den genannten Aktionen entlädt irgendwie verstehen. Es ist teilweise wirklich schwer zu ertragen wie unbekümmert wir konsumieren und die Folgen ausblenden. Schöne Kleider, neuestes Smartphone, Essen ohne Ende, während es ganz vielen Menschen auf der Welt beschissen geht.
    70 40 Melden
    • el_chef 02.11.2015 22:17
      Highlight und deshalb beschädigt man fremdes eigentum? zudem können solche aussagen nur von gescheiterten kommen, die es nicht verkraften können
      81 35 Melden
    • goschi 02.11.2015 22:17
      Highlight Du relativierst, verharmlost und verteidigst die Falschen, die von dir vorgebrachten Ideale sind kein Beweggrund der angesprochenen Vandalen, höchstens Ausreden.
      61 20 Melden
    • kunubu 02.11.2015 22:50
      Highlight Ich habe gesagt, dass ich es teilweise verstehe, nicht dass ich es gut finde (wichtiger Unterschied!). Ich habe beim Lesen der Kommentare einfach festgestellt, wie sehr sich alle ereifern und auf die Idioten schimpfen, ohne dass versucht wird zu verstehen warum das passiert. Ist übrigens das gleiche mit den Rechtsextremen. Es ist einfach sie in eine Ecke zu stellen und zu beschimpfen. Konstruktiver wäre sich mit den Gründen zu beschäftigen und sich zu überlegen wo bei der genannten Kritik etwas dran ist. Aber populistische Schwarzweiss-Malerei ist sicher einfacher.
      34 10 Melden
    • kunubu 02.11.2015 22:58
      Highlight @el_chef gescheitert worin? Sich in andere Menschen einfühlen zu können? Gescheitert andere zu verstehen? Gescheitert sich einen Porsche leisten zu können? Und was können "solche Leute" nicht verkraften? Kannst du das noch ausführen?
      14 21 Melden
    • Statler 03.11.2015 00:07
      Highlight Ich kann die Kritik am System nachvollziehen, aber die Mittel, mit denen es "bekämpft" werden soll sind leider total kontraproduktiv.. Solche Aktionen spielen dem System in die Hände und stärken es nur noch mehr, erzeugen noch mehr Repression, über die man sich hernach wieder vortrefflich echauffieren kann. Schlimmer noch, selbst moderate Kritik wird dadurch in dieselbe Ecke gestellt und somit unglaubwürdig. Leute wie die 031 schiessen nicht nur sich selbst ins Bein, sondern anderen auch noch in den Rücken.
      29 3 Melden
    • kunubu 03.11.2015 08:43
      Highlight Gutes Argument. Ich habe den Eindruck Kritik wird sowieso gerne marginalisiert und nicht ernst genommen, unabhängig von den Mitteln mit denen sie vorgetragen wird. Aber wie in den Kommentaren eindeutig zu erkennen ist, wird die Kritik die hinter dem Verhalten steht, wegen den gewählten Mitteln komplett zurückgewiesen oder gar nicht erst wahrgenommen.
      Ich habe übrigens auf komplett legale und moderate Kritik letzte Woche gar nicht reagiert, sondern das Faltblatt über den Schutz der Meere ungelesen im Altpapier entsorgt.
      5 3 Melden
    • Statler 03.11.2015 09:30
      Highlight Das hat vielleicht auch mit der Menge an «Kritik» zu tun, der wir täglich ausgesetzt sind. Man muss sich schon was Ausgefallenes einfallen lassen, damit man auffällt. Zerstörung schafft zwar eine gewisse Aufmerksamkeit, lenkt den Fokus dann aber nicht auf das Anliegen, sondern auf die Zerstörung selbst.
      Ich mache aber fast eine Wette, dass Du Dir über die Zerstörung der Meere sehr wohl Gedanken machst und vielleicht schon die eine oder andere Gewohnheit deswegen geändert hast? Zumindest hast Du das Faltblatt korrekt entsorgt ;)
      5 2 Melden
    • kunubu 03.11.2015 11:22
      Highlight :D ja stimmt.
      1 0 Melden
    600
  • philipp meier 02.11.2015 21:54
    Highlight nur bei einer form von gewalt drückt herr nause beide augen zu: bei struktureller gewalt. in unserer gesellschaft haben schlicht nicht alle die gleichen chancen.

    und zu den tags (ich weiss, ich wiederhole mich;): auch werbung und v.a. firmenlogos sind quasi reviermarkierungen von grossen playern unserer marktwirtschaftlich geprägten gesellschaft (und deren penetrante präsenz könnte auch als visuelle gewalt ausgelegt werden).
    ich finde es bedenklich, wenn nur diejenigen mit ihren messages im öffentlichen raum präsent sein dürfen, die viel kohle hinblättern.
    68 51 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 22:03
      Highlight Warst du das, am Wochenende in Bern?
      20 18 Melden
    • goschi 02.11.2015 22:04
      Highlight Nein, das ist, auch zum wiederholten male, einfach nicht das gleiche.

      es wäre dann vielleicht ähnlich, wenn die Werbung ohne Erlaubnis und hässlich einfach so auf ihr Auto geklebt werden würde, oder an ihre Haustüre.
      30 25 Melden
    • philipp meier 02.11.2015 22:12
      Highlight @brandbeschleuniger: ähm, wie kommst du denn darauf? wenn du meinen kommentar nochmals (etwas aufmerksamer;) liest, dann wirst du feststellen, dass ich mich noch mit keinem wort zu 031 geäussert habe.
      du darfst mir jedoch gerne vorwerfen, dass ich die aktionen von 031 dazu benutze, um auf mögliche schwachpunkte in unserem gesellschaftssystem hinzuweisen. aber dann musst du auch den kritikern von 031 vorwerfen, dass sie deren aktionen dazu benutzen, um ihre sicht der dinge unter die leute zu bringen.
      33 34 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 22:13
      Highlight Die Beiträge, Berichte sowie Kommentare von Ihnen, Herr Meier, sind doch eher speziell in letzter Zeit. Hoden fotografieren und online stellen und linksmotivierte Gewalt und Vandalismus verherrlichen, bzw. bagatellisieren... Wäre das nicht eher was für den Blick oder die WoZ?
      Sorry, in meinen Augen definitiv unter Watson-Niveau was Sie da in jüngster Vergangenheit so bringen.
      30 30 Melden
    • philipp meier 02.11.2015 22:18
      Highlight @goschi: kannst du dir vorstellen, dass leute werbung per se hässlich finden? ist es einer demokratie würdig, dass einfach diejenigen ihre politischen messages verbreiten können, die genug kohle haben? haben frauenbilder in der werbung keinerlei einfluss auf magersucht oder sonst welche komplexe? ein tag an meiner hausfassade ist schlimmer als das werbeplakat vor meinem wohnzimmerfenster?
      33 26 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 22:20
      Highlight Jeder darf in der Öffentlichkeit präsent sein und seine Meinung kundtun, halt einfach im Rahmen des Erlaubten. Auch nicht ganz legale Aktionen kann ich noch akzeptieren, zum Beispiel Plakattwände und die Werbung darauf übermalen, absolut kein Problem. Aber Fahrzeuge des ÖV verschmieren und Polizisten angreiffen gehört einfach nicht dazu. Missstände hin oder her, wir sprechen hier immer noch von der Schweiz.
      32 12 Melden
    • TschGadEis 02.11.2015 22:21
      Highlight Bester Kommentar hierzu. Ich muss jeden Tag hässliche Bilder sehen.. seien dies Firmenlogos von Unternehmen, die ich verabscheuen, oder Gesichter von Politikern, deren Werte ich überhaupt nicht teile. Da ist mir sowas vo 031, kcbr, 1up (oder wie sie alle heissen) sowas von lieber. Wieso sollen nur die in der Öffentlichkeit präsent sein, die Kohle haben?
      23 34 Melden
    • goschi 02.11.2015 22:22
      Highlight Ja, ist es.

      denn DAS ist das Tag von dem wir reden, einfache Sachbeschädigung, sonst nichts, die ganzen Wohnquartiere sind mittlerweile voll damit...

      Sie mögen es nennt umschreiben, aber was sie tun ist eine Relativierung und Verteidigung von Sachbeschädigung und Relativierung.

      Was haben sie von der Verschandelung von Privateigentum?
      treffen sie damit die von ihnen ach so verpönten Vermögenden, die ihnen angeblich die Meinung aufdrücken?
      32 11 Melden
    • philipp meier 02.11.2015 22:23
      Highlight @brandbeschleuniger: wo bagatellisiere, respektive verherrliche ich gewalt und vandalismus? (bitte zitate aus meinen kommentaren angeben. danke)
      gefühlt 90% von den kommentierenden hier verurteilen die gewalt und den vandalismus. soll ich nun ins selbe horn blasen. willst du hier die gleichschaltung der meinungen?
      17 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 22:32
      Highlight Eine Gleichschaltung will ich ganz bestimmt nicht! Für mein Verständniss klingt Ihr erster Beitrag halt, wenn vielleich auch nur zwischen den Zeilen, wie eine relativierung des Geschehenen in Bern im Bezug auf die gekauften Werbungen von Firmen und somit auch wie eine Verharmlosung. Vielleicht habe ich da zuviel herein interpretiert in dem Fall, aber ich habe eben auch schon mehrere Diskusionen geführt, in denen mit genau diesen Argumenten das Randalieren etschuldigt werden sollte.
      Mir deswegen einen Wunsch nach "Gleichschalltung" zu unterstellen, wenn auch in Form einer Frage, sagt einiges...
      13 8 Melden
    • Tropfnase 02.11.2015 23:21
      Highlight Herr Meier, können Sie mir bitte sagen wo Ihr Auto steht? Ich möchte gaanz dringend meine message im öffentlichen Raum loswerden un ach ja ich hab kein Geld um eine allfällige Strafe zu zahlen weil ich vom Sozialamt lebe, Sarkasmus aus. 😉😉😉
      40 8 Melden
    • kunubu 02.11.2015 23:24
      Highlight Herr Meier, absolut richtig! Dass Vandalismus nicht gut ist, da sind sich alle einig. Die von dir genannten Punkte sind es aber, über die sich die meisten zu wenig Gedanken machen. Schlecht ist was verboten ist, was sich Geld legal kaufen kann ist in Ordnung. So einfach ist es
      eben nicht.
      9 5 Melden
    • wasylon 02.11.2015 23:30
      Highlight @philipp meier warum arbeiten Sie denn für ein Medium das sich mit Werbung finanziert? Offenbar haben sie mit Werbung kein Problem, wenn das Geld am Ende des Monats auf ihrem Konto verbucht wird?!
      29 6 Melden
    • philipp meier 03.11.2015 08:49
      Highlight @wasylon: hier kommen die leute freiwillig hin. in den öffentlichen raum müssen sie, sobald sie das haus verlassen. (ich habe grundsätzlich überhaupt kein problem mit werbung. ich beschreibe nur, dass sie negative auswirkungen hat oder haben kann; und stelle sie ins verhältnis zu taggern, die auch die aufmerksamkeit suchen)
      8 8 Melden
    • philipp meier 03.11.2015 09:29
      Highlight @tropfnase: danke für dein angebot, aber ich habe kein auto;)

      nochmals: ich habe mich bis jetzt mit keinem wort zu 031 geäussert. ich habe nicht mal geschrieben, dass ich tags toll finde. nichts dergleichen. trotzdem wird mir das alles unterstellt.
      ihr dürft gerne schreiben, dass ihr nicht mit mir einverstanden seid; dass ihr werbung im öffentl.raum toll findet und dass firmenlogos nicht mit tags vergleichbar sind. ihr dürft auch gerne schreiben, dass es total oke ist, dass nur diejenigen mit viel kohle im öffentlichen raum präsent sein dürfen.
      14 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 12:42
      Highlight @philipp meier: (teil 1.) ihr wunsch nach gleichen chancen für alle in unserer gesellschaft ist naiv und völlig utopisch. es gab (leider) und wird (leider) nie eine solche Gesellschaft geben, weil es mit dem mensch halt einfach so nicht funktioniert. (seit tausenden von jahren...)
      die 031er wollen ihre sicht der dinge gar nicht der breiten masse kundtun, denn dass könnte man auch anders als mit solchen gewaltorgien, welche logischerweise auch gewalt des staates nach sich ziehen. die wollen sich einfach destruktiv verhalten und dies ohne jegliche rücksicht auf die allgemeinheit
      8 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 12:49
      Highlight (teil2) ein tagger sucht nicht die Aufmerksamkeit von jedem, sondern die seiner freunde und konkurrenten... unsere gesellschaft funktioniert nach dem muster der marktwirtschaft recht gut und die bewerbung dieser marktwirtschaft als visuelle gewalt darzustellen... und dies von einem erwachsenen, ich glaube gebildeten mann zu lesen, welcher seine hoden fotografiert und dies auf einer plattform veröffentlicht wo auch kinder und jugendliche welche noch nicht über diese attribute verfügen, welche ich ihnen unterstelle, finde ich beschämend und bedenklich
      7 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 12:52
      Highlight (teil3) mir ist schon klar, dass niemand (auch ich nicht) ihren sack anschauen muss, ich konnte es jedoch einfach nicht glauben... die werbung im öffentlichen raum muss man im fall auch nicht anschauen;-)
      lieber philipp meier und watson, macht weiter so, ein "linker" Blick hat der schweiz gerade noch gefehlt...
      6 4 Melden
    • philipp meier 03.11.2015 14:32
      Highlight aufgrund dieser diskussion starteten wir auf twitter folgende umfrage: https://twitter.com/watson_news/status/661498938550259712
      1 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 15:09
      Highlight molmol, lessig, herr meier, ich benutze twitter nicht...
      4 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 15:24
      Highlight Ach wenns doch so einfach wäre, Herr Meier. Eine dermassen undifferenzierte Umfrage zu starten... Ist ja klar, dass bei der Fragestellung die Ergebnisse in Ihrem Sinne sein werden. Es wird wieder nicht auf das wie und warum eingegangen, sondern nur das Geld als limitierender Faktor benutzt.
      Wir, und offensichtlich auch einige andere, sind hier einfach unterschiedlicher Meinung, dabei will ich es nun belassen.
      Peace out
      6 1 Melden
    • philipp meier 03.11.2015 15:48
      Highlight @kingcaddie: iisi. du darfst ja hier deine meinung kund tun 👍
      1 5 Melden
    • goschi 03.11.2015 15:59
      Highlight Welch billige Polemik herr Meier, zu der Sie sich mit dieser Umfrage hinreissen lassen, ich bin sicher, sie werden sich und das durch die völlig undifferenzierte Fragestellung wahrscheinliche Ergebnis dann bei nächster Gelegenheit auch noch feiern.

      Damit haben Sie soeben den letzten Resten Respekt verspielt, den ich vor ihrer Meinung noch hatte.
      6 1 Melden
    • philipp meier 03.11.2015 16:03
      Highlight @brandbeschleuniger: ich fand die diskussion hier etwas einseitig. deshalb habe ich mich eingebracht. verkürzt gesagt regiert nun mal geld unsere welt (was übrigens nicht nur schlecht ist. der kapitalismus ist wahrscheinlich diejenige gesellschaftsform, die weltweit am meisten menschen aus der armut hievte; aber immer noch zu viele «versklavt»). wir können uns nur weiter entwickeln, wenn wir bestehendes kritisch hinterfragen. aber vielleicht überschätze ich ja die kritische seite des kapitalismus.
      5 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 16:21
      Highlight Das respektiere ich ja durchaus auch, jeder darf ja hier seine Meinung kundtund und wird damit auch veröffentlicht, so dass Diskusionen entstehen können. Was watson wirklich auch von anderen Plattformen unterscheidet. Wenn man dann aber als Redaktor seine Meinung nicht breit unterstütz sieht und eine undifferenzierte Umfrage startet mit der Absicht die eigene Meinung zu stärken, dann habe ich halt schon sehr mühe damit. Muss mich da dem letzten Abschnitt von goschi anschliessen.
      So, das wars jetz definitiv von meiner Seite zu dieser Sache, take it or leave it.
      5 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 16:23
      Highlight @ goschi: Bierli zämme? Ich denke wir würden uns noch verstehen😜🍻
      4 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 18:11
      Highlight herr meier, dass habe ich ja oben gemacht... bin auch der meinung von brandbeschleuniger und goschi, dass diese twitter umfrage recht billig und reisserisch ist. von ihnen hätte ich auch wie von anderen watson redaktoren und schreibern mehr kritikfähigkeit und auch akzeptanz anderen meinungen gegenüber gewünscht... aber es ist so wies ist und ich investiere meine schreibenergie anderst... schöne obe
      5 1 Melden
    • kunubu 03.11.2015 23:10
      Highlight Herr Meier. Du musst ganz schön einstecken. Dabei finde ich deine Aussagen regen mehr zum denken an als die Vandalismus-ist-Vandalismus Kommentare. Ich fand die Diskussion auch einseitig ;) Wegen der Umfrage: Auch wenn das Resultat von vorherein klar sein dürfte (habe leider auch keinen Account), ist es doch interessant wenn die Mehrheit meint, nicht nur das Geld dürfe über Präsenz im öffentlichen Raum verfügen. Über die Mittel könnte man ja auch eine Umfrage starten, bei der, um die allgemeine Aufruhr zu beruhigen, sicher nicht Gewalt die Merheit gewinnen würde.
      4 3 Melden
    • kunubu 03.11.2015 23:34
      Highlight Ach ja und der Sack von Herrn Meier: Das ist ein Argument das nicht zur Thematik gehört und eine Aktion, die in meinen Augen keinen Einfluss auf den Sachgehalt seiner Argumente hat. Oder findet ihr, dass z.B. lange Haare bei einem Mann seine Argumente unglaubwürdig machen? Und wegen den Kindern braucht sich kingcaddie auch keine Sorgen zu machen, die werden dadurch nicht verdorben. Sie sind täglich weit schlimerem ausgesetzt.
      Und noch etwas aprops Kritik und Akzeptanz: Diejenigen, die hier Unterstellungen machen und auf persönlicher Ebene angreifen seid ihr.
      6 3 Melden
    600
  • felixJongleur 02.11.2015 21:07
    Highlight 1up
    11 9 Melden
    600
  • Statler 02.11.2015 19:47
    Highlight "Das System" ist sicher total beeindruckt von diesen Aktionen und wird sich, angesichts des enormen Drucks, bestimmt in absehbarer Zeit selbst auflösen.
    Vielleicht aber auch nicht...
    86 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 00:29
      Highlight So lange das System weiterläuft und es uns (nicht allen?!) gut geht, lassen wir es einfach weiterlaufen?
      3 6 Melden
    • samy4me 03.11.2015 00:47
      Highlight Genug beeindruckt, dass jede Stimme welche sich gegen dieses System auflehnt, mit Verboten und Repression mundtot gemacht wird.
      5 10 Melden
    • Statler 03.11.2015 09:34
      Highlight @beide: natürlich soll man es nicht einfach hinnehmen. Aber man bringt die Leute nicht dazu, einem zu zu hören, indem man ihre Spielzeuge kaputt macht.
      Und @samy4me: Du kannst hier (und an vielen anderen Orten) Deine Stimme erheben, ohne Repression zu fürchten oder mit Verboten zu rechnen, oder irre ich mich da?
      6 1 Melden
    • kunubu 03.11.2015 23:44
      Highlight :D naja bei Kindern funktioniert das mit dem Spielzeugentzug schon recht gut. Die sind dann ganz Ohr!
      1 0 Melden
    600
  • goalfisch 02.11.2015 19:13
    Highlight viel lieber asylsuchende im land, als solche deppen.
    70 21 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 19:24
      Highlight Genau, die Reitschule als Flüchtlingsunterkunft! Müsste doch genau im Sinne der "Betreiber" sein. Wäre wirklich ein Versuch wert, vermute allerdings, dass der Goodwill und die Solidarität dort dann doch nicht sooo gross ist. Leider.
      80 45 Melden
    • samy4me 03.11.2015 00:47
      Highlight Wäre er bestimmt. Aber Du kennst Dich mit der Reitschule sicher besser aus.
      8 12 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 06:00
      Highlight Liefere statt lafere!
      14 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 17:10
      Highlight In Deinem Spruch zeigt sich der Wohlstand schon sehr gut. Wenn wir anfangen Menschen zu selektieren welche wir in "unser" Land lassen und als Fass einer "demokratischen" Idee missbrauchen. Ebenso als "liefer-Ressource". Was bringt uns der, was bringt uns dieser???
      Wo kommen wir dahin?
      1 1 Melden
    600
  • goschi 02.11.2015 18:53
    Highlight Aha, meine Hauswand, die meiner Nachbarn, die Schaufenster des Quartierladens um die Ecke und die Kinderzeichnungen der KiTa nebenan zu beschmieren ist also "Kampf gegen das System"?

    na danke euch Deppen...

    Meine toleranz gegenüber solchen Deppen und deswegen gegenüber allen Sprayern ist mittlerweile gen Null tendiert, meine Freundlichkeit der Reithalle gegenüber wird auch immer geringer, ich bezweifle, dass ich bei der nächsten Abstimmung noch für deren Erhalt stimmen werde, dafür zu danken ist den radikalen Elementen wie den 031ern.
    100 43 Melden
    • revilo 02.11.2015 21:22
      Highlight klar verstehe ich deinen unmut. sicher sind solche aktionen ärgerlich für sie. mir stellt sich jedoch die fragen, wo genau das problem liegt bei sprayerein. wenigstens wird dadurch die welt etwas bunter.
      20 48 Melden
    • goschi 02.11.2015 21:35
      Highlight Das Problem?
      Beschädigung von fremdem Eigentum ist immer ein Problem, ich sehe da nicht ein, dass ich das dulden sollte, egal mit welcher Begründung.


      und Bunt?
      wir sprechen mehrheitlich von solchem Schund, keinen achso hippen tollen Graffitis an schlichten Betonfassaden, nein, es geht mehrheitlich um gepflegte Wohnhäuser die verschandelt werden...

      Darf ich ihr Auto verkratzen mit der Begründung "macht es doch nur interessanter", oder ihre Wohnung versauen mit "etwas Abwechslung reinbringen", Sachbeschädigung ist Sachbeschädigung.
      52 9 Melden
    • nilu98 02.11.2015 21:44
      Highlight @revilo: ein schwarzer 031 Schriftzug soll die Welt bunter machen? Waren Sie überhaupt schon mal in Bern?
      Wen sie sich beim Sprayen wenigstens ein bisschen Mühe geben würden...;)
      47 5 Melden
    • revilo 02.11.2015 21:48
      Highlight @nitu98
      ja, war ich, ich lebe in bern. wenn sie da aber nur schwarzweiss grafiti sehen, sollten sie die augen aufmachen!
      12 33 Melden
    • nilu98 02.11.2015 21:56
      Highlight @revilo
      ich denke Sie sollten weniger LSD zu sich nehmen.
      Die Tags auf Häusern und Autos sind sehr selten bunt;)
      31 10 Melden
    • kunubu 02.11.2015 22:09
      Highlight Naja ich kann irgendwie schon verstehen, dass sie versuchen Leute aufzurütteln. Für mich ist es teilweise auch schwer zu ertragen, wie sehr wir uns um unsere nächsten Ferien, das neueste Smartphone oder das 30ste paar Schuhe kümmern während andernorts Krieg und Hunger herrscht. Wenn sich da einer fragt was mit unserer Gesellschaft los ist, ist das ja nicht verwunderlich. Nur die Botschaft lässt sich wahrscheinlich nicht durch Sachbeschädigung übermitteln. Mit freundlich darauf hinweisen noch weniger. Das Erstere wird aber wenigstens wahrgenommen...
      14 10 Melden
    • goschi 02.11.2015 22:14
      Highlight ja schöne Ausrede "mimimi, soviel Böses in der Welt, darum mach ich Nachbars Schaufenster kaputt!"

      Der Zweck heiligt keine Mittel und Vandalismus bleibt Vandalismus...
      42 9 Melden
    • kunubu 02.11.2015 23:11
      Highlight Hey goshi du scheinst dich da ziemlich aufzuregen. Darf ich fragen wieso? Erkennst du unrechtes Handeln aber kannst nichts dagegen tun? Wird das Unrecht verharmlost und fühlst du dich nicht erstgenommen? Kein schönes Gefühl oder? Mi mi mi böse Vandalen...
      Ich kann dich verstehen. Ich ginge auch an die Decke wenn die mein Auto beschädigen würden. Deshalb darf man sich trotzdem fragen ob da nicht was dran ist.
      5 17 Melden
    • goschi 03.11.2015 06:17
      Highlight Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel, oder anders ausgedrückt, wer die falschen Mittel wählt, der negiert gesamthaft damit den Zweck und tut sich und der Sache einen Bärendienst.

      Ich wäre bereit hinzuhören (und tue es aktiv), wenn sie ihre Sorgen normal vorbringen würden und gerade in der Stadt Bern gibt es genügend Möglichkeiten dazu, Standaktionen, friedliche (!!!) Demonstrationen, Podien, usw. aber wer Vandalismus und Sachbeschädigung betreibt und dafür dann die Ausrede braucht, er wolle eine Message rüberbringen, verwirkt seine Glaubwürdigkeit.
      14 0 Melden
    • revilo 03.11.2015 07:42
      Highlight @nilu98
      ich finde es ziemlich respektlos, mir zu unterstellen, lsd zu nehmen. nur weil ich eine andere meinung habe als sie? tags sind immer schwarz da haben sie recht, und wie siehts bei den andere grafitis aus?
      3 4 Melden
    • kunubu 03.11.2015 11:34
      Highlight @revilo nimms nicht persönlich das mit dem lsd. ist nicht so schlimm ;)
      1 1 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 18:35
    Highlight Wohlstandsverwahrloste Idioten! Sollen doch Auswandern in ein Land mit einer Demokratie nach deren Gusto. Wo wäre denn das? Nordkorea? Russland? China???
    Btw, wer bekommt den in Bern die meisten Stimmen, respektive welche politische Couleur regiert denn die Stadt?
    Verblendete Vandalen ohne Hirn, allesamt! Wahrscheinlich steht 031 für den durchschnittlichen IQ dieser Truppe...
    103 39 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 01:02
      Highlight "Was ihr säet das erntet ihr" ein System das auf unendliche Akkumulation basiert "züchtet" auch Wohlstandsverwahrloste Idioten, die sich selbst im Hamsterkreis drehen und Chips konsumieren. Perpetum Mobile. Ist doch super? Oder doch nicht? Von zuviel Macht kommt Ohnmacht!
      -
      Braun regiert im Gedankengut, wie es Deine Anmerkung mit dem IQ zeigt. Ich finde es menschenunwürdig an solche Zahlenkonstrukte zu glauben an denen Gut&Böse abgelesen werden kann.
      3 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 06:13
      Highlight "Braun regiert im Gedankengut", gut gelacht so früh am morgen, d😂
      Warum nicht aussteigen und diesem verhassten System entfliehen? Ich kenne Leute, die haben sich auf einem Stück Land, mit Erlaubnis, niedergelassen und leben dort nun in einer Komune als selbstversorger. Was sie selbst nicht haben, besorgen sie sich im Tauschhandel oder mit Gegenleistungen. Ja, das geht, wenn man will. Natürlich nicht mitten in der Stadt, sondern am Ende der Welt. Aber solche Opfer sind 99% dann doch zuviel, lieber Zerstören und so auf das beschissene System hinweisen, als mit aller Konsequenz auszusteigen...
      14 2 Melden
    • kunubu 03.11.2015 11:30
      Highlight "Es bricht mir das Herz, mit ansehen zu müssen, dass es genau diejenigen Menschen als erstes trifft, welche am wenigsten zur Klima-Erwärmung, zum Artenaussterben und zur Meeresverschmutzung beigetragen haben."
      Zitat von der Website makeadifference.ch
      Einfach ausssteigen reicht nicht ;)
      2 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 16:55
      Highlight Es ist schön wenn Du am Morgen lachen kannst. Ich mag die Nähe zu meiner sozialen Umgebung und schätze die Abhängigkeit zu meinen Mitmenschen (ebenso das es ihnen gut geht) Ich versuche nicht die soziale unabhängigkeit mit materieller Abhängigkeit auszugleichen.
      Gemäss Milgram-Experiment wird es immer Menschen geben die von Gewissensbissen geplagt werden. In einer Demokratie kannst Du diese nicht einfach an den Stadtrand drängen. Warum können wir nicht zusammenleben, von was musst Du Angst haben? Dass man vielleicht Dich einmal als verblendeter Wohlstandsidiot bezeichnen wird?
      0 3 Melden
    600
  • Yolo 02.11.2015 17:56
    Highlight Wieder eine grossartige Leistung der Vorwahldeppen aus Bern. Bin das ewige Katz und Maus spiel leid, ich bin sogar soweit das Anliegen der SVP - die Reitschule zu schliessen - zu unterstützen. Es ist wirklich schade und traurig, dass ein solch kulturell wertvoller Ort durch solch Chaoten stückweise zerstört wird.
    109 53 Melden
    600
  • samy4me 02.11.2015 17:41
    Highlight «Gewalt ist per se zu verurteilen» So, so Herr Nause, ausser es handelt sich natürlich um Polizisten die Gummi und Pfeffer in die Menge feuern. Zeit dass es diesem verlogenen Heuchler an den Kragen geht.
    70 131 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.11.2015 18:04
      Highlight LOL, was sollen die Polizisten sonst tun? Flyer verteilen?!
      123 29 Melden
    • Pokus 02.11.2015 18:28
      Highlight Biertrinken und die Füsse im Pool baumeln lassen.
      So löst man dieses Problem 👍
      34 9 Melden
    • dnsd 02.11.2015 18:45
      Highlight Wer in der CH Gummi und Pfeffer abkriegt, hat es nicht anders gewollt...
      86 46 Melden
    • samy4me 02.11.2015 20:07
      Highlight Jo logo, gegen Rassismus und Hass zu demonstrieren, gehört mit ner Ladung Pfeffer bestraft.
      30 56 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 06:43
      Highlight Wusste nicht, dass einen fahrenden Bus zu stoppen und zu versprayen unter "gegen Rassismus und Hass demonstrieren" geht!
      22 2 Melden
    600
  • elmono 02.11.2015 17:36
    Highlight Wohlstandsgeschwüre. Kein Bock was aus sich zu machen, lieber allen anderen die Schuld für das eigene Versagen und die eigene Orientierungslosigkeit geben. Ziemlich einfach so durchs Leben zu schländern und heute leider viel zu verbreitet. 0 % Schulabschluss, 3 Bier Vormittags, 1 kümmerliches Leben
    123 39 Melden
    • kunubu 02.11.2015 23:41
      Highlight Und für keinen fünfer weiter studiert...
      4 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.11.2015 00:31
      Highlight Das nennt man dann Ohnmacht.

      Kommt von zuviel Macht.
      2 5 Melden
    • samy4me 03.11.2015 01:04
      Highlight Ach echt? Ich habe einen Job, auch wenn ich hin und wieder verpenne. Trotzdem sehe ich das Ganze nicht so, obwohl ich weder versagt habe, noch im Leben komplett gescheitert bin.
      4 11 Melden
    600

Wenn Eltern ehrlich wären

Ja, liebe Mamis und Papis, ihr seid der Angelpunkt der Zivilisation. Denn jede Generation ist von der nächsten abhängig. Danke dafür. Auch wenn ihr nicht immer ehrlich seid. Wahrscheinlich sogar besser so, wenn man die folgenden Situationen betrachtet ...

Artikel lesen