Schweiz

Wut über Grounding: «Alle waren stolz, für diese Firma zu arbeiten. Die Swissair war ein Symbol»

01.10.16, 17:32 02.10.16, 10:46

Heinz Zürcher / az Limmattaler Zeitung

Aus dem Fotoarchiv: Anlässlich der ersten Swissair-Nordatlantiküberquerung 50 Jahre zuvor flog Greta Gantenbeim 1997 mit der Propellermaschine DC4 nach New York. bild: zvg

Zur Person

Greta Gantenbein ist 1948 in Zürich geboren und trat 1969 als Air-Hostess – wie der Beruf damals noch hiess – in die Swissair ein. Sie verfügt über 30 Jahre Berufserfahrung und arbeitete zwischenzeitlich parallel für eine private Airline. Nach dem Grounding am 2. Oktober 2001 war sie bis 2006 bei der Swiss angestellt. Greta Gantenbein ist Mutter von zwei Kindern und Grossmutter von zwei Enkeln. Sie wohnt im Kanton Aargau.

Notlandungen, eine amour fou und eine Kerze zum Abschied: Die ehemalige Hostess Greta Gantenbein hat ein Buch über ihre Zeit bei der Swissair geschrieben – und über das Ende der Airline, das sich heute Sonntag zum 15. Mal jährt.

Limmattaler Zeitung: Frau Gantenbein, in Ihrem Buch «Zweite von links» ist oft von der Swissair-Familie die Rede. Was hat diese Familie ausgezeichnet?
Greta Gantenbein: Wir hatten einen unglaublichen Zusammenhalt. Jeder schaute für den anderen, über Hierarchien und Berufsgruppen innerhalb der Firma hinweg. Dieser Teamgeist war einmalig.

Wie entsteht so etwas?
Ich glaube, es hatte viel damit zu tun, dass alle stolz waren, für diese Firma zu arbeiten. Die Swissair war ein Symbol. Zudem hatten wir auf unseren Reisen viel erlebt, Schönes, Spannendes, Trauriges. So etwas schweisst zusammen.

Swissair-Grounding

Trotzdem war ja nicht alles rosig. Ihre männlichen Kollegen erhielten beispielsweise viel mehr Lohn.
Alles war natürlich nicht toll. Es gab ein paar Gruppenchefinnen, die richtige Drachen waren, Stewards, die sich wie kleine Könige aufführten – und Flugkapitäne, die Hostessen nachstiegen. Das Machogehabe hat sich aber mit den Jahren gelegt. Auch die Löhne wurden angepasst, wir wurden gleichberechtigt. Die Swissair gehörte zudem zu den ersten Firmen, die Arbeitsmodelle für Teilzeit-Mütter – das sogenannte Hausfrauengeschwader – einführte. Und dennoch: Viele Bewerberinnen hätten dafür gezahlt, um als Hostess bei der Swissair arbeiten zu dürfen. So begehrt war der Job zu jener Zeit.

Atemberaubend schön: 45 Bilder von Swissair-Stewardessen

War dieser Stolz mit ein Grund, warum die Hunter-Strategie intern kaum hinterfragt wurde?
Ich habe diese Strategie schon auch mit Sorge verfolgt und nie verstanden, wieso die Swissair die Sabena und andere Schrottairlines kaufte. Doch es herrschte eine Art Gottvertrauen. Wir hofften, die Chefetage wisse, was sie tue. Mit einem Grounding hat niemand gerechnet, das war jenseits von allem.

So schön wurde die Fliegerei einst beworben

Greta Gantenbein: «Zweite von links – Mein Leben mit und ohne Swissair». Wörterseh-Verlag. CHF 39.90.

In Ihrem Buch kommen die Grossbanken schlecht weg. Sind sie schuld am Grounding?
Natürlich lag es auch an den Swissair-Bossen, dem Verwaltungsrat und den Beraterfirmen. Aber es ist schon so: Seither sind für mich die Grossbanken ein rotes Tuch. Die UBS hätte die Swissair retten können. Sie hat es nicht getan. Und zum Dank haben wir später die UBS gerettet – mit dem zwanzigfachen Betrag, der uns damals vor dem Ende bewahrt hätte. Es ist eine Schande. Wenn ich daran denke, wie viele Menschen dadurch zu Schaden gekommen sind oder ihre Stelle verloren haben, werde ich heute noch wütend.

Entstand das Buch aus dieser Wut?
Nein. Ich wollte all meine Erinnerungen an die Zeit bei der Swissair verarbeiten – von der Ausbildung, in der wir lernten, einen Hijacker zu überwältigen, bis zu Notlandungen, der Begegnung mit einer Schlange und der Liebesgeschichte mit einem Piloten. All dies – und dazu gehört auch das Grounding – wollte ich meinen Kindern erzählen. Und da ich sie ja nicht stundenlang vollplappern kann, habe ich eben alles aufgeschrieben (lacht). Sie haben es gelesen und meinten, das könnte auch andere interessieren. So kam es zum Buch.

Eine berührende Passage im Buch ist die Schilderung Ihres letzten Arbeitstages, als Sie mit 58 und nach 30 Jahren im Beruf ihre Uniform abgeben mussten.
Das war ein schwieriger Schritt. Als ich die Uniformierung verliess, fühlte ich mich komplett verloren und nackt. Ich ging in den Andachtsraum und zündete Kerzen an: Für meine lieben Kolleginnen und Kollegen und für die Swissair, der ich all diese tollen Begegnungen und Erlebnisse zu verdanken hatte.

Warum nur tragen die Stewardessen heute keine so tollen Uniformen mehr wie in den 60ern?

Die Swissair ist längst Geschichte. Mit welcher Airline fliegen Sie, wenn Sie verreisen?
Mit gar keiner. Mir ist die heutige Reiserei zu stressig und anstrengend. Ausserdem ertrage ich die trockene Luft und die Zeitverschiebung nicht mehr. Nein, ich habe keine Lust mehr zu fliegen. Ausser wenn mich mein Sohn in seinem Segelflugzeug mitnimmt.

Auf den ersten Seiten schreiben Sie vom Vagabunden-Gen, das Sie zur Swissair gebracht hat. Ist davon nichts mehr übrig?
Ach, wissen Sie, mit dem Alter lässt das Fernweh nach. Ich hatte das Glück, so viele Länder zu bereisen, da schwindet mit der Zeit das Bedürfnis, noch möglichst viel sehen zu müssen.

 (aargauerzeitung.ch)

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Pulo112, 20.12.2016
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  • henkos 03.10.2016 10:51
    Highlight Natürlich war bei der Swissair Friede, Freude, Eierkuchen. Misswirtschaft wohin man blickte, aber keiner wollte die unbequeme Wahrheit aussprechen, solange man gut versorgt war. Stattdessen hat man die rosarote Brille aufgesetzt, und es sich jahrelang auf Kosten der eigenen Zukunft bequem gemacht. Kein Wunder, hatten es dort alle super - bis zum Absturz. Und jetzt jammern alle wie Kleinkinder. Daher: Kein Mitleid.
    9 6 Melden
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  • oliopetrolio 02.10.2016 13:42
    Highlight Wusste gar nicht das Simonetta Sommaruga bei der Swissair tätig war!! 😜
    8 4 Melden
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  • Rigel 02.10.2016 13:03
    Highlight Die Swissair war etwas ganz besonderes. Ich bin damals viel geflogen und hatte Flugangst, nur bei der Swissair nicht. Da kann Dir nichts passieren, sagte ich mir.

    Die Swissair wurde regelrecht zu Grunde gerichtet und zwar von einer Unternehmensberater-Firma. Expandieren auf Teufel komm raus, so hiess die Devise. Das musste schiefgehen und ein pumperlgesundes Unternehmen wurde in den Ruin gezerrt.

    Das tut heute noch weh, und wenn ich dann noch an das Verhalten von diesem schleimigen Ospel denke, dann steigt bei mir heute noch der Kamm.
    21 8 Melden
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  • Midnight 02.10.2016 09:49
    Highlight Das Groinding macht mich auch heute noch hässig! Das ist wirklich eine Schande!
    Schönes Interview - merci Watson ;-)
    14 8 Melden
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  • Groovy 01.10.2016 19:01
    Highlight Arroganz schweisst zusammen und Hochmut kommt vor dem Fall. Soviel zur Swissair.
    48 76 Melden
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  • oliversum 01.10.2016 18:55
    Highlight Die Welt dreht sich nun mal weiter, da hilft die Nostalgiebrille wenig. Fliegen wäre heute auch bei der Swissair anders.
    75 12 Melden
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  • Jeff Blatter 01.10.2016 18:53
    Highlight Tolles Interview - das Buch hatte ich gestern bereits in der Hand und auch gekauft!
    Zur ersten Flugbegleiterin Europas, Nelly Diener, hier noch etwas genauer:
    http://maymailcards.tumblr.com/post/149981518081/nelly-diener
    22 4 Melden
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  • Lichtblau 01.10.2016 18:48
    Highlight In ein paar wenigen Sätzen viel Interessantes über einen Schweizer Mythos rübergebracht. Das Interview mit G.G. gefällt.
    58 3 Melden
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  • karl_e 01.10.2016 18:32
    Highlight Das hab ich neulich schon mal gelesen... Wo nur, wo?
    7 13 Melden
    • burgi.ch 01.10.2016 19:46
      Highlight Lass mich raten, wahrscheinlich bei der Limmattaler Zeitung. Steht ja aber auch nicht noch extra beim Autorennamen.
      29 2 Melden
    • E-Lisa 01.10.2016 19:49
      Highlight Der Artikel ist von “heinz zürcher / az limmattaler zeitung“, steht über dem Artikel 😉
      25 2 Melden
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  • amore 01.10.2016 17:59
    Highlight Das Swissair-Grounding ist wirklich eine Schande, die wir eigentlich dem Zürcher FDP-Clan und den UBS -Bankern zu verdanken haben. Die FDP ist gerade wieder daran, das Rentenpaket zu grounden. Ach du liebe FDP. Freiheit heisst nicht nur "mir geht es gut", die Schwachen sollen selber schauen.
    87 22 Melden
    • Closchli 01.10.2016 18:33
      Highlight Passt zum Artikel warum Rentner ins Altersheim müssen.
      25 4 Melden
    • Amboss 01.10.2016 19:19
      Highlight Seh ich genau anders. Die swissair war durch und durch krank mit Strukturen aus anderen. Sie hätte nicht gerettet werden können, hätte die böse UBS gezahlt. Das Grounding wäre einfach ein paar Monate/Jahre und x Finanzspritzen später gekommen. Dann hätte niemand mehr Geld für eine Nachfolge-Gesellschaft in die Hand genommen.
      Zum Glück blieb die UBS hart. Sonst gäbe es heute keine nationale Fluggesellschaft mehr
      43 36 Melden
    • pamayer 01.10.2016 19:29
      Highlight Ihr seht da was falsch: schon vor gut 20 jahren liess ein cabaretist verlauten, das Parteiprogramm der fdp sei die persönliche Bereicherung. da jat sich seither nichts geändert. im Gegenteil.
      Denn die Pensionskassen verdienen an uns, im Gegensatz zur ahv.
      Rechme!
      26 10 Melden
    • Jol Bear 01.10.2016 19:33
      Highlight Verfilzung von Privatunternehmen und Politik ist ein schlechter Weg. Pro forma extra Politiker als Verwaltungsräte einzusetzen, in der Hoffnung, von Staatsaufträgen oder branchenfreundlichen Politentscheiden zu profitieren, ist nicht nachhaltig, das hat der damalige inkompetente Swissair Verwaltungsrat bewiesen. Entweder Privatbetrieb oder Staatsbetrieb. Dass es in diesem Fall die "wirtschaftsliberale" FDP war, ist besonders peinlich.
      20 3 Melden
    • lucasm 01.10.2016 20:38
      Highlight Ja klar, immer sind die anderen schuld. Die swissair wurde durch missmanagement zu grunde gerichtet! Dies sollten auch mal die letzten swissair-nostalgiker einsehen...

      Wenn sie privatinsolvenz anmelden müssen, ist dann auch die UBS schuld, weil sie ihnen keine millionen in den abgrund nachgeworfen hat?
      37 3 Melden
    • Panda554 02.10.2016 00:13
      Highlight @Amboss, ich hoffe du zählst nicht die Swiss zur nationalen Airline... die gehört unseren nördlichen Nachbarn
      10 9 Melden
    • Danyboy 02.10.2016 10:51
      Highlight Amboss:
      Das mag ja sein, aber dennoch ist die Arroganz, die sich Banken wie die UBS und deren Vertreter damals noch leisten konnten, nicht frei von gewisser Ironie... Vor allem wenn man dann ein paar Jahre vorspult zur Finanzkrise.
      6 5 Melden
    • Fabio74 02.10.2016 11:51
      Highlight @panda554: Auch wenn die Swiss der LH gehört, ist sie ein Schweizer Unternehmen und beschäftigt viele Menschen hier und zahlt hier Steuern.
      6 1 Melden
    • Amboss 02.10.2016 13:45
      Highlight @panda: Einen Hub in Zürich, Flugzeuge, die das Schweizerkreuz in die Welt tragen und eine Firma, die in der Schweiz ihren Sitz hat. Was willst du mehr?

      Wäre es die lieber, all das gäbe es nicht?

      Mehr kannst du nicht erwarten, bei der Konkurrenz aus Golf-Airlines und Billigflieger, sei realistisch.

      @ Dany: Die Ironie ist da, aber es gibt schon einen Unterschied. Die UBS war eine gesunde Firma, der Bund hat mit der Rettungsaktion sogar Gewinn gemacht.
      Die Swissair hingegen war durch und durch krank.
      10 1 Melden
    • Danyboy 02.10.2016 15:42
      Highlight Amboss: Ja, aber dass der Bund Gewinn machte, war letztlich nur eine glückliche Fügung. Die Rolle der UBS beim Swissairdebakel ist und bleibt äusserst fragwürdig.
      8 3 Melden
    • gelb 02.10.2016 16:48
      Highlight Achso eine gesunde Firma musste mit 68 Milliarden gerettet werden.
      7 1 Melden
    • Amboss 02.10.2016 23:28
      Highlight @dany: Überleg mal: Die UBS hätte gezahlt. Und dann? Alles gut, Friede, Freude, Eierkuchen? Träum mal weiter. Die Swissair hatte Strukturen der 70er Jahre. Die war total abgehängt und gegen die neue Welt der Fliegerei chancenlos. Die UBS hätte immer und immer wieder zahlen nüssen.

      Oder wie wäre es aus deiner nSicht weitergegangen?

      @gelb: Grösstenteils gesund. man hat erfolgreich und mit Gewinn verhindert, dass ein kleiner Kranker Bereich das ganze Konstrukt runterzieht mit unabsehbaren Folgen für die Schweiz.


      Zweimal hat man richtig gehandelt.
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