Schweiz

2017 können mehr Spezialisten aus Drittstaaten in der Schweiz arbeiten

12.10.16, 16:52 12.10.16, 17:12

Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, für 2017 die Kontingente für Erwerbstätige aus Drittstaaten von aktuell 6500 auf 7500 aufzustocken. Damit kommt er einer Reihe von Branchen und Kantonen entgegen, die in den vergangenen Wochen eine Erhöhung gefordert hatten.

Im kommenden Jahr sollen damit insgesamt 1000 Spezialistinnen und Spezialisten mehr aus anderen Ländern als der EU rekrutiert werden können: im Ganzen also 3000 Aufenthaltsbewilligungen (B) und 4500 Kurzaufenthaltsbewilligungen (L).

Schneider-Ammann preschte vor

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hatte sich Ende September gegenüber Schweizer Radio SRF dafür ausgesprochen, dass die Kontingente für Drittstaaten für 2017 wieder auf 8500 und damit auf das Niveau von 2014 angehoben werden. Damals gab es 3500 B-Bewilligungen und 5000 L-Bewilligungen für Kurzaufenthalter.

Nach dem Volks-Ja zur SVP-Zuwanderungsinitiative kürzte der Bundesrat die Drittstaaten-Kontingente: 2015 gab es noch 6500 Bewilligungen, davon 2500 B-Ausweise. Er begründete seinen Entscheid damit, dass «eine Erhöhung dem Ziel einer besseren Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials zuwiderlaufen würde».

Kantone machten Druck

Vor allem einzelne Kantone und Wirtschaftszweige drängten den Bundesrat in den vergangenen Wochen und Monaten, die Kontingente für ausländische Fachkräfte aus Drittstaaten wie den USA nächstes Jahr wieder auf das Niveau von 2014 anzuheben.

Der Arbeitgeberverband hielt fest, bei der Drittstaaten-Zuwanderung handle es sich um einen sehr kleinen Teil der Zuwanderung «höchst qualifizierter Personen». Der hiesige Arbeitsmarkt verfüge nicht in genügendem Ausmass über solche Spezialisten.

Diese seien keine Konkurrenz zu den inländischen Arbeitskräften. Sie seien jedoch für die Weiterentwicklungen einzelner Unternehmen in der Schweiz oder deren Zugang zu neuen Märkten vital. (whr/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Schule geht wieder los? So viel verdient dein Lehrer – der grosse Lohnreport

Die kreative Reaktion dieses Supermarkts auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Bürgerkrieg und Sklaverei: Die unverheilte Wunde der USA

Fanta gibt's dank den Nazis – und 12 weitere WTF-Fakten zu Cola, Limo und Co.

7 Gründe, warum die Badenfahrt das bessere Züri Fäscht ist

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

«Wir sind die grössten Loser – wenn das BGE mit uns klappt, dann klappt es überall»

Deutscher kassiert Busse in der Schweiz – und findet das wenig witzig

Guck mal, was die Russen in einem ihrer stillgelegten Hangars verstecken

Was diese Frau treibt, ist so grossartig wie abstossend – und ich kann nicht wegsehen

Obamas geniale Antwort auf Rassisten schlägt alle Twitter-Rekorde

Wie er Nazis verteidigt und über Wein schwafelt – Trumps irre Wutrede in 7 Akten

Was ist der hohlste Traumjob der Welt? Influencer!

Zum 40. (angeblichen) Todestag: ELVIS LEBT! 20 handfeste Beweise dafür

Mit Hipsterbart und Hakenkreuz: 5 alte und neue rechtsextreme Bewegungen

Warst du besoffen, Designer? 26 Kleider-Fails, die nicht mehr gut zu machen sind

Koksen und kotzen – Barbie ist im 2017 angekommen

Frau findet Ex auf Tinder – und erlebt zunächst eine witzige, dann eine böse Überraschung

Geheimes Chat-Protokoll aufgetaucht: Wie es wirklich zur Nordkorea-Krise kam

Zwei «Irre» auf Kollisionskurs: Die Angst vor der Bombe ist zurück

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1Kommentar anzeigen
1
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Donald 12.10.2016 18:58
    Highlight Ich verstehe immer noch nicht, warum wir einen Unterschied zwischen EU-Einwanderung und "Drittstaaten" machen... ich dachte immer, wir seien global vernetzt.

    Keine Angst, rein "technisch" verstehe ich es schon...
    12 6 Melden
    600

Immer wieder krass: Diese Luftaufnahmen zeigen, wie ein Flüchtlingsproblem wirklich aussieht 

Im Mittelmeer soll sich erneut ein Flüchtlingsunglück mit vielen Toten ereignet haben. «Es sieht so aus, als seien Hunderte Menschen gestorben», sagte Italiens Präsident Sergio Mattarella. Offiziell ist das noch nicht bestätigt. Fakt ist aber: Jeden Monat versuchen tausende Flüchtlinge aus Nordafrika und der Türkei mit Booten nach Europa zu gelangen. 2014 starben nach Angaben der International Organization for Migration (IOM) knapp 3300 Flüchtlinge auf See, 2015 …

Artikel lesen