Schweiz

Leuthard: «Wenn wir 2017 Kernkraftwerke abstellen, müssen wir Kohlestrom importieren»

Die Initiative der Grünen will die Laufzeit von Atomkraftwerken beschränken. Bundesrätin Doris Leuthard warnt vor instabilen Stromnetzen und Dreckstrom aus Deutschland.

Publiziert: 26.10.16, 10:22 Aktualisiert: 26.10.16, 14:02

Antonio Fumagalli und Doris Kleck / Nordwestschweiz

Hält den Zeitplan der Initiative für zu ambitioniert: Doris Leuthard. Bild: KEYSTONE

Frau Bundesrätin, wenn Sie morgens aufstehen, fühlen Sie sich sicher?
Doris Leuthard: (Lacht.) Ja. Das grösste Risiko in meinem Leben ist wohl, dass ich von einem Auto überfahren werde.

Im weltweiten Durchschnitt werden Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen nach 26 Jahren abgestellt. Das älteste Schweizer AKW hingegen läuft schon seit 47 Jahren – und ein Ende ist nicht in Sicht. Können Sie das verantworten?
Die Schweiz hat einen anderen Weg gewählt: Wir erteilen keine befristeten Bewilligungen, mit denen die Betreiber das Werk dann «auslaufen» lassen, sondern unbefristete – mit der Bedingung, dass stetig in die Sicherheit investiert wird. Die Betreiber müssen laufend nachrüsten. Entscheidend ist die Sicherheit, nicht das Alter. Die Aufsichtsbehörde (Ensi) kontrolliert das.

«Der Ausstieg ist beschlossene Sache.»

Sind unsere AKW gegen einen Flugzeugabsturz gerüstet? In Terrorzeiten ist das eine reale Gefahr.
Natürlich gibt es in diesem Bereich ein Restrisiko. Aber es ist dermassen minim, dass es vertretbar ist. Wenn dieses Risiko zu gross wäre, müssten alle AKW sofort abgeschaltet werden – auch Leibstadt, das gemäss der Atomausstiegsinitiative noch bis 2029 weiterlaufen darf.

Wie lange wird die Schweiz noch Atomstrom produzieren?
Ein Element ist natürlich das Alter der AKW, jedes kommt an sein Ende und dann ist klar, dass es nicht mehr ersetzt wird. Das zweite Element dürfte in den nächsten Jahren gerade bei den drei ältesten AKW viel entscheidender sein: die Rentabilität. Wenn sich die tiefen Stromkosten nicht bald erholen, müssen sich die Betreiber die Frage stellen, ob sich Investitionen noch lohnen und sie weiterproduzieren wollen.

2011 beschloss der Bundesrat den Atomausstieg. Mit Ausnahme von Mühleberg wissen wir aber immer noch nicht, wann die Schweizer AKW abgeschaltet werden. Die Energiestrategie ist doch ein Etikettenschwindel!
Davon kann keine Rede sein: Der Ausstieg ist beschlossene Sache. Mit der Energiestrategie wurde im Gesetz verankert, dass keine neuen AKW mehr gebaut werden. Der Umbau der Energieversorgung braucht aber Zeit. Mit der Initiative müssten bereits 2017 drei AKW abgeschaltet werden. Es ist nicht möglich, den wegfallenden Strom per Knopfdruck mit genug einheimischen Erneuerbaren zu ersetzen. Schon die Bewilligungsverfahren dauern länger. Bleiben die bestehenden Werke bis zum Ende am Netz, reden wir von einem Zeitraum von 15, vielleicht 20 Jahren. Das ist in der Energiepolitik wenig.

Beznau I und Leibstadt sind beide vom Netz. Das ist doch der beste Beweis dafür, dass unsere AKW langsam, aber sicher veraltet sind. 
Im Gegenteil: Es ist ein Beweis dafür, dass die Aufsichtsbehörde ihren Job gut macht. Die beiden Fälle sind aber nicht gleich: Beznau ist älter, da müssen die Betreiber bald entscheiden, ob die Rechnung für sie noch stimmt. Leibstadt ist jünger.

Der Bund setzt auf mehr erneuerbare Energien. Da sind fixe Abschaltdaten doch ideal – so haben die Betreiber Planungssicherheit.
Wir haben keine Planwirtschaft. Die Investoren entscheiden frei, wann und in welche Energien sie investieren. Die Erneuerbaren brauchen beim derzeitigen Marktumfeld Fördermittel. Diese kommen zwar mit der Energiestrategie 2050, doch diese tritt nicht vor 2018 in Kraft. Es ist daher nicht möglich, mit den einheimischen Erneuerbaren bereits 2017 parat zu sein, um den wegfallenden Strom zu kompensieren. Der Zeitplan der Initiative ist zu ambitioniert.

Wird die Initiative angenommen, fordern die Betreiber Schadenersatz. Derzeit verdienen sie aber ohnehin kaum Geld. Warum sollten sie dann entschädigt werden?
Alle Juristen sind sich einig, dass die Forderungen gestellt werden können. Es geht nur um die Höhe des Schadenersatzes und darüber werden wohl Gerichte entscheiden. Entscheidend ist übrigens nicht der Gewinn, sondern der Umsatz: Solange ein Werk läuft, trägt es mit der Stromproduktion dazu bei. Wird es vorzeitig abgeschaltet, bleiben die Fixkosten, aber es gibt keine Erträge mehr. Abschaltdatum und Stilllegung sind nicht dasselbe.

Stichwort Versorgungssicherheit: Trotz Ausfällen von Beznau I und Leibstadt brennen die Lichter noch. 
Ja, aber wenn die Initiative durchkommt, müssten 2017 drei AKW abgeschaltet werden. Um dies mit Importen zu kompensieren, braucht es darauf ausgerichtete Netze und Transformatoren, um den Strom auf die 220-Kilovolt-Ebene zu bringen. Für Mühleberg ist das so rasch nicht möglich. Damit nimmt das Risiko für Netzinstabilitäten zu. Sie erinnern sich: Im letzten Winter haben die Medien Alarm geschlagen, weil der Schweiz der Strom ausgehe.

Im Frühling gab es Entwarnung.
Genau, weil Swissgrid zusammen mit den Betreibern Massnahmen ergriffen hatte. Der Bundesrat hat zudem Notfallkonzepte zur Rationierung des Stroms bereit. Wir müssen aber vermeiden, dass eine Ausnahmesituation zum Normalfall wird.

«Mit einem Ja zur Initiative wird das Risiko für Netzinstabilitäten erhöht.»

Wie würde der Bundesrat reagieren, wenn es zu einem Stromengpass kommen würde?
Der Bund könnte mittels Verordnung in den Markt eingreifen. Die belgische Regierung rationiert derzeit den Strom für die Haushalte zwischen 10 und 14 Uhr.

Das ist Angstmacherei. 
Nein. Fakt ist: Der für Mühleberg nötige Transformator und der Ausbau der entsprechenden Stromleitung ist bis 2017 nicht möglich. Mit einem Ja zur Initiative wird das Risiko für Netzinstabilitäten erhöht.

Wenn die Netzstabilität so zentral ist, weshalb hat man den Umbau des Netzes nicht schon längst an die Hand genommen?
Der Umbau des Stromnetzes findet seit Jahren statt. Doch das Paradebeispiel für die Probleme zeigte sich im Aargau: Das Plangenehmigungsverfahren in Riniken dauerte 23 Jahre! Zur Erweiterung der Netzkapazitäten braucht es Baubewilligungen und damit auch die Akzeptanz der Bevölkerung. Links-Grün unterschätzt, dass der Netzumbau nicht über Nacht möglich ist. Politisch mag ein rascher Atomausstieg wünschbar sein, doch der Bundesrat muss für die Versorgungssicherheit sorgen. Dazu gehört auch der Transport des Stroms.

«Sie können nicht eine Garantie abgeben, dass der importierte Strom sauber ist.»

Sie warnen davor, dass die Schweiz bei einem Ja Dreckstrom aus dem Ausland importieren müsste. Ist das nicht scheinheilig? Eine Dreckstromabgabe haben Sie – und auch das Parlament – abgelehnt.
Die Dreckstromabgabe ist nicht am politischen Willen, sondern an juristischen Gründen gescheitert. Es handelt sich um eine Diskriminierung, die wir als WTO-Mitglied nicht machen können. Wenn wir im nächsten Jahr drei Kernkraftwerke abstellen, dann müssen wir über längere Zeit importieren: Kohlestrom aus Deutschland und Atomstrom aus Frankreich.

Das Dreckstromproblem kann man mit Ökostromzertifikaten lösen.
Der Zertifikatenmarkt funktioniert mehr schlecht als recht. Und seien wir ehrlich: Physikalisch aus der Steckdose fliesst Kohlestrom. Sie können nicht eine Garantie abgeben, dass der importierte Strom sauber ist.

Der Strommix in Deutschland wird immer umweltfreundlicher.
Ja, aber in Deutschland beträgt der Anteil der Kohle am Strommix immer noch annähernd 50 Prozent. Die Deutschen haben für die Kohlekraftwerke noch kein Abschaltdatum festgelegt.

Gibt das Referendum zur Energiestrategie 2050 der Initiative Auftrieb?
Ich habe keine Angst vor der Abstimmung über die Energiestrategie ...

... weil Sie genug Subventionen verteilen?
Wir erhöhen den Netzzuschlag von 1,5 auf 2,3 Rappen pro Kilowattstunde. Wir verteilen also nicht viel mehr Geld.

Der Atomausstieg wurde 2011 mit einer Frauenmehrheit im Bundesrat beschlossen. Wäre solch ein Entscheid heute noch möglich? 
Vor zehn Tagen haben die Betreiber von sich aus die drei Gesuche für den Bau neuer Kernkraftwerke zurückgezogen. Der Bau neuer AKW ist ökonomisch nicht sinnvoll. Dieses Argument überzeugt heute auch Männer. (aargauerzeitung.ch)

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45 Kommentare anzeigen
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  • atomschlaf 26.10.2016 17:41
    Highlight Na, dann importieren wir halt Kohlestrom für ein paar Jahre. Jedenfalls besser, als wenn Uralt-Beznau hochgeht und das ganze Mittelland unbewohnbar macht.
    6 5 Melden
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  • TheDan 26.10.2016 17:13
    Highlight Gemäss einer letztens in der Welt veröffentlichten Studie kostet die Umstellung auf erneuerbare Energieversorgung den Deutschen Steuerzahler bis 2025 insgesamt 520 Mia Euro. Dafür könnte man mindestens 26 Kernkraftwerke a 1.6 GW Leistung installieren, welche für die nächsten 60 bis 80 Jahre zuverlässige Bandenergie produzieren würden auf modernstem Stand. Wie lange halten wohl die bis dahin installierten Solarzellen und Windräder?
    Möglichst viel erneuerbare Energie zu produzieren befürworte ich auch, aber es sollte bezahlbar sein.
    4 7 Melden
    • 7immi 26.10.2016 21:38
      Highlight wieviel kostet wohl die endlagerung die nächsten 1'000'000 jahre? ich schätze mal, dass es mehr als 560'000 euro pro jahr sein werden...
      4 0 Melden
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  • Pasch 26.10.2016 15:40
    Highlight Nationale Konzepte bringen sowieso nix, so wies jetzt steht haben alle Seiten recht und alle Seiten unrecht.
    Da wir ja beinahe von Strom abhängig sind wie von Luft, kann nur die Lösung in einem mindestens Europaweiten Masterplan liegen.
    Schliesslich wollen ja alle ein sauberes Haus und nicht nur eine geputzte Hundehütte.
    3 0 Melden
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  • 7immi 26.10.2016 15:38
    Highlight frau leuthard spricht einen wichtigen punkt an, der bei der initiative vernachlässigt wurde: das stromnetz. man kann nicht mal so hopp hopp umrüsten. solche transformatoren, wie sie im artikel beschrieben sind, haben eine herstellungszeit von 6-12 monaten und eine lieferfrist (warteliste) von rund 4-5 jahren, tendenz steigend da die nachfrage steigt. wir haben in der vergangenheit geschlafen, das kann man nicht ändern. jetzt ist es wichtig, nicht überstürzt zu handeln. der ausstieg (und der rückbau) müssen organisiert verlaufen. nicht forciert, wie es die initiative will.
    10 4 Melden
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  • Radesch 26.10.2016 14:12
    Highlight Ich kann es nicht mehr hören "Dann importieren wir den bösen bösen Kohlestrom!" Oh, nein wie schrecklich... Aber radioaktiver Abfall welcher noch mehrere JAHRTAUSENDE strahlt ist der bessere Deal? Säg mal gatz no? Manchmal frage ich mich wirklich ob Politiker nur so dumm tun oder es wirklich sind. Wir, als wohlhabendes Land, können am 27.November ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, welches andere Länder hoffentlich auch dazu inspiriert, sich von der Atomenergie abzuwenden. Gemeinsam schaffen wir das!
    22 11 Melden
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  • Regas 26.10.2016 13:37
    Highlight Leute, ich sage euch zur Zeit sind KKW's die beste Lösung um das CO2 Problem in den Griff zu bekommen. Nicht Angst sondern nüchternes Denken sollte unsere Device sein. Die paar Tonnen Atommüll können wir problemlos und kontrolliert Lagern. Die Energie und die Abfälle die bei der Produktion und Entsorgung von Wind Solar und Speicherwerken Anfallen sind zig tausend mal höher. In China, USA und Afrika gibt es heut schon tausende von Abfallagerstätten die Kölliken alt aussehen lassen. Wollen wir wirklich unsere Rohstoffe derart vergeuden?
    8 24 Melden
    • Alex_Steiner 26.10.2016 15:35
      Highlight Wo Lagern wir den Atommüll über die nächsten Jahrtausende? Du darfst gerne mal ausrechnen wie teuer die Miete für ein Lager über die nächsten Jahrtausende ist.

      In Deutschland wird beim Endlager von einer Million Jahre ausgegangen.
      7 1 Melden
    600
  • Lowend 26.10.2016 13:05
    Highlight Strom aus fossilen Quellen ist also des Teufels, aber die Importe von Benzin und Diesel zum Heizen und Autofahren dagegen problemlos, wenn man bei Frau BR Leuthard ein wenig zwischen den Zeilen liest?
    Etwas heuchlerisches gibt es kaum und zudem ist Atomstrom etwa genau so dreckig, wenn man mal gesehen hat, wie im sibirischen Krasnokamensk Uran abgebaut wird, wobei ganze Landstriche unbewohnbar werden!
    31 5 Melden
    600
  • AlteSchachtel 26.10.2016 11:58
    Highlight War ja klar, dass Frau Ex-Vorstandsmitglied des Nuklearforums nichts unversucht lassen würde um die Atomenergie zu unterstützen. Mir wurde schon übel als sie das UVEK eroberte.
    38 6 Melden
    600
  • Christian Mueller (1) 26.10.2016 11:51
    Highlight wir importieren schon längst mehr als die hälfte unserer benötigten energie in form von öl, gas und kohle. über 60% unseres energieverbrauches ist also NICHT erneuerbar (treibstoffe, heizstoffe). leuthard droht also mit etwas, das bereits lange realität ist. wir importieren solche produkte im wert von 13milliarden franken jährlich. uran ist ebenfalls nicht aus der schweiz. also hört endlich auf von versorgungssicherheit zu sprechen, wo keine ist. stellt euch aber all die arbeitsplätze vor, die man damit bezahlen könnte um unseren energiebedarf selbst zu decken...
    40 6 Melden
    600
  • nanana 26.10.2016 11:41
    Highlight wie kommt sie denn auf 2017? sehe im Initiativtext nichts... klärt mich auf, falls ihr mehr wisst!

    https://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis407t.html
    11 1 Melden
    • Polybertarian 26.10.2016 11:53
      Highlight Es ist im Text:

      a. Beznau 1: ein Jahr nach Annahme von Artikel 90 durch Volk und Stände;

      b. Mühleberg, Beznau 2, Gösgen und Leibstadt: fünfundvierzig Jahre nach deren Inbetriebnahme.

      Beznau 1: ein Jahr nach Annahme (2016+1=2017)
      Beznau 2: 45 J. nach Inbetriebnahme (1971+45=2016...)
      Mühleberg: 45J. nach Inbetriebnahme (1972+45... 2017)
      10 0 Melden
    • nanana 26.10.2016 12:09
      Highlight ja ok, aber im Interview sagt sie:
      "Ja, aber wenn die Initiative durchkommt, müssten 2017 drei AKW abgeschaltet werden."

      🤔
      0 3 Melden
    • nanana 26.10.2016 12:37
      Highlight ah sorry, checks jetz! danke!
      4 0 Melden
    600
  • Homes8 26.10.2016 11:25
    Highlight Je mehr Druck von unten da ist, um so eher ändert sich was.
    17 1 Melden
    600
  • marsel 26.10.2016 11:25
    Highlight Ist diese Frau noch bei Sinnen? Der Zertifikate Markt läuft einwandfrei! Nur sind die Preise für die Zertifikate zu günstig... kann die Argumentation absolut nicht nachvollziehen.
    20 9 Melden
    • RomT 26.10.2016 11:49
      Highlight Insbesondere das Argument, dass man nachher nicht wisse, was on der Steckdose sei, ist absoluter Schwachsinn. Es geht ja darum, wohin das Geld fliesst, das ich für den Strom bezahle.
      20 2 Melden
    • peeti 26.10.2016 12:36
      Highlight @romT: superwichtiges Argument! Die Schweiz kann selber entscheiden, welchen Strom sie kaufen will. BR DL will offensichtlich das stromsee-modell nicht kapieren.

      Zudem: die CH-Industrie kauft heute va Kohlrstr weil am billigsten. Und das ist allen egal.
      14 0 Melden
    600
  • blaubar 26.10.2016 11:22
    Highlight Voulvoir c'est pouvoir, Frau Leuthard. Aber wenn man erst gar nicht richtig will, ja dann sehe ich schwarz. In dem Fall nehmen wir das Heft eben selber in die Hand: für 20'000 Solarzellen aufs Dach, für 5000 eine Powerwall (Batterie). Die nächsten 30 Jahre sind gegessen, für weniger als 1000 Franken im Jahr. Aktuell zahle ich der BKW 1600 im Jahr.
    Wer kein Geld hat, soll younergie fragen, die machen das gratis auf deinem Dach, dafür kaufst du dan diesen Strom. Auch günstiger als BKW... Eben. Voulvoir c'est pouvoir.
    26 5 Melden
    • Regas 26.10.2016 13:10
      Highlight Wenn ich heute aus dem Fenster schaue ist es grau und trüb. Schon seid einer Woche kein Solarstrom, und die Power Wall ist auch schon lange leer. Zum glück gibts noch Kerzen. Nein, dann doch lieber wieder am Stromnetz anschliessen.
      8 17 Melden
    • Homes8 26.10.2016 16:37
      Highlight @ Regas
      Ja, warum nicht? Ab und zu Abends, oder früh morgens nur eine Kerze anzünden, statt die ganze Wohnungsbeleuchtung...
      4 1 Melden
    600
  • sheimers 26.10.2016 11:22
    Highlight Leuthard ist schlecht informiert. Der deutsche Strommix enthielt letztes Jahr nur noch 42.2% Kohleenergie (nicht wie behauptet "annähernd 50%"), wobei beide Kohlearten (Steinkohle und Braunkohle) gegenüber dem Vorjahr zurückgingen. https://www.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2016/Jahresauswertung_2016/Agora_Jahresauswertung_2015_Slides_web_DE.pdf
    21 6 Melden
    600
  • w'ever 26.10.2016 10:59
    Highlight wie wäre es einfach mal, wenn auf man auf neubauten solarzellen plazieren würde?
    ich wohne in der leicht erhöht und seh auf die stadt runter, und kann jeweils nicht glauben, wieviel fläche da eigentlich verschenkt wird, bzw wieviel potential da möglich ist.
    24 3 Melden
    • Homes8 26.10.2016 12:04
      Highlight Genau, und statt ins Netz einzuspeisen ein 12V/24V Gleichspannungsnetz in den Häusern einrichten mit Bleibatterien. Ist effizienter, da weniger Wechselrichter- und Trafoverluste anfallen, entlastet das Netz und bring Unabhängigkeit.
      7 3 Melden
    • sheimers 26.10.2016 12:39
      Highlight Ich würde statt Blei- eher Lithiumeisenphosphatakkus empfehlen. Die sind nochmals etwas effizienter, und halten vor allem viel länger. Die Hersteller geben mindestens 2000 volle Zyklen an, es wurden aber bei sorgfältiger Behandlung in Tests schon bis zu 10'000 Zyklen errreicht. https://www.neces.com/assets/A123-Systems_Nanophosphate-overview-whitepaper_FINAL1.pdf
      5 1 Melden
    600
  • Davide42 26.10.2016 10:50
    Highlight Wenn wir akw abstellen und auf "erneuerbaure" energien setzen haben wir, falls wir viel Wind haben eine höhere Netzfrequenz. Bis 52Hz. Und in Zeiten von wenig Wind sinkt die Frequenz auf 48Hz. Das Problem merkt ihr zuhause dann relativ schnell...immer geht der Föhn kaputt und die elektronischen Geräte auch...macht euch mal dazu die Gedanken, statt Abgstmacherei zu vertreiben von wegen kein Strom
    6 41 Melden
    • sheimers 26.10.2016 12:48
      Highlight Warum gehen denn in Dänemark die Geräte nicht andauernd kaputt? Die haben doch einen sehr hohen Anteil an Windkraft im Strommix. Den Kernkraftbefürwortern ist scheinbar keine Lügengeschichte zu blöd, zum Glück fallen immer weniger drauf rein. Die Netzfrequenz wird geregelt, kleine Abweichungen können vorkommen (aber nur Bruchteile von einem Hertz), der Durchschnitt wird aber exakt auf 50Hz gehalten, damit elektrische Uhren nicht falsch gehen. Kaputtgehen kann gar nichts, auch bei zwei Prozent Abweichung nicht.
      13 2 Melden
    • Davide42 26.10.2016 16:07
      Highlight Oh mein liebster ich bin diplomierter Elektroinstallateur...ich denke ich weiss was ich erzähle...aber schlussendlich läufts auf das hinaus was wir gelesen haben--> wir beziehen atomstrom von Frankreich und Deutschland..hauptsache unser Gewissen ist rein🙌
      3 2 Melden
    • Homes8 26.10.2016 16:43
      Highlight Es würde auch Verluste/Kurzschluss im Netz geben, wenn die Frequenz nicht Synchron wäre.
      3 1 Melden
    • Davide42 27.10.2016 16:31
      Highlight Ach wirklich? Hätten wir echt verluste?*ironie off*
      0 0 Melden
    • Homes8 28.10.2016 09:37
      Highlight Verluste gibts auch wenn man statt einem Lehrabschluss Diplome kauft.
      3 0 Melden
    600
  • peeti 26.10.2016 10:40
    Highlight "mit der Bedingung, dass stetig in die Sicherheit investiert wird" - Wieso soll man in etwas investieren, das bereits jetzt nur Verluste generiert? Mit den steigenden Sicherheitsanforderungen wird der Atomstrom sowieso immer teurer.

    Was Blackout-Doris bei ihrer Angstmacherei vergisst: Die Schweiz hat in den letzten Jahren in erneuerbare Energien im Ausland investiert, welche die Leistung von Beznau I, II & Mühleberg übersteigen.
    22 6 Melden
    • Polybertarian 26.10.2016 11:56
      Highlight Leistung =/= Erzeugung
      3 1 Melden
    600
  • Hierundjetzt 26.10.2016 10:27
    Highlight AKW abstellen um AKW Strom zu importieren. *super* *in die Hände klatsch*

    Auf sowas können auch nur die Grünen kommen
    23 48 Melden
    • Randy Orton 26.10.2016 10:42
      Highlight Wenn andere Länder für sich entscheiden dieses Risiko einzugehen und Atomstrom exportieren, dann können wir ja froh sein. Somit können wir unsere AKW abschalten und als Übergang, bis wir die erneuerbaren ausgebaut haben, Strom importieren.
      PS: die Schweiz exportiert momentan laut swissgrid sogar Strom ;)
      16 5 Melden
    • Wilhelm Dingo 26.10.2016 10:54
      Highlight Hast Du das Parteiprogramm richtig gelesen?
      9 0 Melden
    • sheimers 26.10.2016 11:25
      Highlight Das mag weder sozial noch umweltfreundlich sein, es reduziert aber unser persönliches Risiko.
      9 1 Melden
    • Homes8 26.10.2016 11:30
      Highlight Schade weiss man nicht, wie die Welt heute aussehen würde, wenn die AKW's gar nicht erfunden worden wären.
      11 0 Melden
    • AdiB 26.10.2016 11:35
      Highlight Hat nichts mit den grünen zu tun. Die regierung weis schon lange das die akw's weg müssen. Man hat aber in den lezten jahren hat man sich mehr darum bemüht dem volk eine erklärung fürs weiter betreiben zu geben, anstatt neue möglichkeiten zu finden. Da wird für die lobby gearbeitet. Und das volk hat ja für den atomabstieg gestimmt. Also sollte ja der volkswille durchgesetzt werden.
      18 3 Melden
    • Polybertarian 26.10.2016 11:57
      Highlight Homes8: Es würde viel mehr Kohle gegeben haben. Mehre Baupläne vom KKWs sind durch Kohlekraftwerke ersetzt worden...
      2 7 Melden
    • Polybertarian 26.10.2016 11:58
      Highlight AdiB: Der Volk hat nicht für den Atomausstieg gestimmt!
      1 10 Melden
    • Homes8 26.10.2016 12:15
      Highlight @ Polybertarian
      Die Verschmutzung durch Kohle wäre wohl schneller ein Problem geworden. Ja, sicher. Aber, ein verschleudern der Energie wie wir es heute kennen wäre wohl heute nicht möglich. Und eine CO2-Belastung lässt sich 1000xschneller abbauen wie eine radioaktive Belastung.
      7 2 Melden
    • AdiB 26.10.2016 12:29
      Highlight Hast recht bin nochmal nachschauen gegangen. 2012 wurde nur die initiative eingereicht. Aber das iritiert mich jetzt noch mehr. 2012 reichten die grünen die initiative ein und die kommt erst jetzt zur abstimmung?
      10 0 Melden
    • FrancoL 26.10.2016 12:34
      Highlight @Hierundjetzt; Die Übung sieht anders aus; AKW in den Hintergrund drängen um endlich die erneuerbare Energie Ebene richtig zu stützen, denn ohne Druck kommen wir nicht weiter und werden noch in 30-50 Jahren die AKWs stützen. Das hat nicht alleine mit Grün zu tun sondern mit gesundem Menschenverstand und der Erfahrung dass ohne Druck keine Entwicklung stattfindet.
      12 2 Melden
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