Schweiz

«Barometer Gute Arbeit»: Was sich Schweizer Angestellte wünschen

21.11.16, 09:40 21.11.16, 10:54

Wo drückt der Schuh bei Schweizer Arbeitnehmern? Bild: KEYSTONE

Angestellten in der Schweiz bereitet die zunehmende Arbeitsbelastung Sorgen. Viele wünschen sich auch eine bessere Gesundheitsförderung und mehr Weiterbildungsmöglichkeiten. Grundsätzlich ist die Arbeitsplatzzufriedenheit aber hoch.

Zu diesem Schluss kommt das «Barometer Gute Arbeit», das der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse und die Berner Fachhochschule (BFH) am Montag vor den Medien in Bern vorgestellt haben. In einer repräsentativen Umfragen beurteilten Angestellte ihre Arbeitsbedingungen in den Dimensionen Gesundheit, Motivation und Sicherheit.

Umfrage

Leidest du unter den Auswirkungen der digitalisierten Arbeitswelt?

489 Votes zu: Leidest du unter den Auswirkungen der digitalisierten Arbeitswelt?

  • 46%Ja.
  • 44%Nein.
  • 9%Ich arbeite nicht.

Der grundsätzliche Befund ist positiv. Die Arbeitnehmenden erachten ihre Tätigkeit als als sinnstiftend und nützlich und identifizieren sich in grossem Masse mit ihrem Job. Von einer unmittelbaren Sorge um den eigenen Arbeitsplatz ist nur eine kleine Minderheit betroffen.

Auffallend ist jedoch - wie schon in der Vorjahresbefragung - das Ausmass der psychosozialen Belastungen. Stress und emotionale Erschöpfung sind für einen Grossteil Realität, ebenso wie der Verzicht oder die Verkürzung der vorgesehenen Pausen.

Zudem werden die Massnahmen zur Gesundheitsförderung als ungenügend eingeschätzt und fast die Hälfte der Arbeitnehmenden beklagt, dass Weiterbildung gar nicht oder zu wenig gefördert wird.

Der Vergleich mit den Umfragedaten aus dem vergangenen Jahr zeigt ausserdem, dass die Zufriedenheit mit dem eigenen Lohn abgenommen hat. Auch werden die Gestaltungsmöglichkeiten betreffend Arbeitszeit und -belastung geringer eingestuft als 2015. (sda)

Besser arbeiten

Löpfe gegen Strahm: «Mit dem BGE wird die Arbeit für alle geadelt» – «Das ist Voodoo-Ökonomie!»

Dieser CEO ist auf der Couch eingeschlafen – und seine Mitarbeiter machen DAS mit ihm

Der Fall Buchli – oder: Warum bloss müssen Mütter andere Mütter haten?

Du willst produktiver sein? Dann solltest du diese 13 Fehler in deinem Büro-Alltag vermeiden

Angst vor Mathe? Das hilft wirklich dagegen

«Wer mit 55 entlassen wird, dem hilft es wenig, wenn er vom RAV in Kurse geschickt wird»

Wie schaffe ich das, was ich mir fürs neue Jahr vorgenommen habe? Walter Mischel, Vater des Marshmallow-Tests, erklärt es uns

Die Schweden sagen: Sechs Stunden Arbeit sind genug – das freut Arbeitnehmer wie Firmen

Prokrastination ist die Krankheit unserer Zeit: Warum uns das ständige Aufschieben depressiv macht

Ein notorischer Aufschieber erzählt: «Ich komme mir vor wie ein Drogensüchtiger» 

Bloss keine Kinder jetzt: Apple und Facebook bezahlen ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren ihrer Eizellen

Weil Studierende auch arme Säcke sind: 14 Lifehacks für Studis

Wie du jemandem den dreifachen Mittelfinger zeigst – und 9 weitere unnütze (aber coole) Lifehacks

Diese Comics über unsere Handysucht sind provokativ – aber leider auch sehr, sehr wahr

«Die Produktivität der externen Mitarbeiter ist bedenklich tief»

Ihr denkt: Dank Robotern produzieren wir alle viel mehr – schön wär’s!

8 Grafiken, die zeigen, warum Studenten keine vorige Zeit zum Faulenzen haben (inklusive ETH-Bonus)

Bist du ein Stehauf-Mensch? Lerne, wie du deine eigene Widerstandskraft stärken kannst

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Catloveeer, 19.12.2016
Die beste App ever! Einfach 🔨
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Kriegsmaterial: Schweizer Exporte nach Afrika haben 2016 um 207 Prozent zugenommen

Die Schweiz hat im vergangenen Jahr zwar weniger Rüstungsgüter exportiert als im Vorjahr. Schweizer Unternehmen lieferten für 411.9 Millionen Franken Kriegsmaterial in 70 Länder. Das ist der tiefste Wert seit 2006. Südafrika ist nach Deutschland zum zweitgrössten Kunde der Schweiz geworden.

Gegenüber 2015 entspricht dies einem Rückgang von 7,8 Prozent. Das geht aus der am Dienstag publizierten Statistik zur Ausfuhr von Kriegsmaterial vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hervor.

Etwas mehr …

Artikel lesen