Schweiz

CS-CEO Tidjane Thiam und VR-Präsident Urs Rohner unter Druck. Bild: KEYSTONE

CS-Spitze krebst zurück: Doch der Aufstand der Aktionäre geht weiter

18.04.17, 11:30 18.04.17, 14:47

«Zu wenig und zu spät.» So kommentiert das amerikanische Stimmrechts-Beratungsunternehmen Glass Lewis das Einlenken der Credit Suisse in der Frage um die Vergütungen für Verwaltungsrat und die Konzernleitung. Der aktuelle Bericht von Glass Lewis liegt dem Wirtschaftsmagazin ECO vor. Der Bericht kommt zum Schluss, dass die Aktionäre die Vergütungen der CS «trotz der angekündigten freiwilligen Reduktion von 40 Prozent» an der Generalversammlung am 28. April nicht gutheissen sollen.

ISS empfiehlt gemäss Reuters trotz Kürzung nach wie vor die Ablehnung der Boni. Ethos wird im Verlaufe des Tages eine Stellungnahme zu den am Dienstag bekannt gewordenen konkreten Zahlen veröffentlichen, wie eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur ankündigte.

14 Prozent weniger für Thiam

Der Chef der Credit Suisse (CS), Tidjane Thiam, soll nach der freiwilligen Reduktion des Bonus noch 10.24 Millionen Franken verdienen.

Dies geht aus dem am Dienstag detaillierten aktualisierten Vergütungsbericht der CS hervor. Geplant gewesen wären 11.9 Millionen Franken. Die Reduktion von knapp 14 Prozent ist eine Folge der Proteste von Aktionärsvertreter.

CS-Führung unter Druck

Die drei Stimmrechtsberater ISS, Glass Lewis und Ethos, die schätzungsweise ein Viertel bis ein Drittel des Aktienkapitals der Grossbank vertreten, haben den Aktionären die Ablehnung sämtlicher Vergütungsanträge an der Generalversammlung vom 28. April empfohlen.

Daraufhin hat das CS-Management in der vergangenen Woche dem Verwaltungsrat einen Verzicht von 40 Prozent sowohl der kurzfristigen Boni für das Jahr 2016 wie auch der langfristigen Boni für das laufende Jahr angeboten. Insgesamt verzichtet die Geschäftsleitung gemäss des aktualisierten Vergütungsberichts auf 29,8 Millionen Franken. Für das Geschäftsjahr 2016 reduziert sich die Vergütung um 9,0 Millionen Franken. (whr/sda)

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User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
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  • Spooky 20.04.2017 00:04
    Highlight Mafia! Aber hoch zwei!
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  • acove 19.04.2017 10:16
    Highlight Rohner und seine Getreuen sind doch für diese Bank schlicht und einfach nicht mehr tragbar und halten sich nur des Geldes an ihrem Sessel fest. Von "Geschäfte führen und Verantwortung übernehmen" sind diese Leute doch meilenweit entfernt und offenbar auch nicht mehr fähig dazu.
    4 0 Melden
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  • pistolpete 18.04.2017 19:14
    Highlight Meine aufrichtige Hoffnung: Rohner & Konsorten werden mit mind. 50,0000001% der Stimmen abgewählt. "Hopp Schwiz". 🤑
    7 0 Melden
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  • Denk nach 18.04.2017 13:59
    Highlight Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken... Kann mir mal jemand erklären wieso total 40% eingespart wird, der CEO mit dem mit Abstand grössten Bonus nur 14% abgibt?

    Mit gutem Beispiel voran sieht definitiv anders aus! Das S in CS ist offenbar noch das einzige, was bei dieser Bank an die Schweiz bzw. die sozialen Werte der hiesigen kmu oder Familienbetriebe erinnert. Dieser Mann ist eine Heuschrecke die weiter ziehen wird, wenn alles kahl gefressen ist!
    24 0 Melden
    • acove 19.04.2017 10:34
      Highlight Nicht zu vergessen ist, dass der Verwaltungsrat unter der Leitung von Rohner nicht gewillt ist, ihre Bezüge zu reduzieren. Diese Leute klammern sich an ihre _Tantiemen, welche doch auch mehrere Millionen ausmachen. Solche Abzocker sind doch einfach nicht mehr tragbar und müssen dringendst abgesetzt und ohne irgendwelche Entschädigungen vor die Tür gesetzt werden.
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  • Gelöschter Benutzer 18.04.2017 11:46
    Highlight Hoffentlich schliessen sich die anderen Aktionäre den Berater ISS, Glass Lewis und Ethos an - und lehnen sämtliche Vergütungsanträge an der GV ab.
    Was sich diese CS-Spitze erlaubt ist einfach widerlich!
    38 0 Melden
    • Hosch 18.04.2017 13:53
      Highlight Nicht nur die CS-Spitze sondern leider die Führungen vieler Konzerne. Das beste/schlimmste Beispiel, die vormalige Chefin von Yahoo. Gekommen um Yahoo zu retten, Antrittsgage, Boni und Abschiedsgage in absurden Höhen bekommen und Yahoo gibt es in dieser Form nicht mehr.....
      23 1 Melden
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Boni-Deckel für SBB-Meyer und Co. – wer nun am stärksten bluten muss

Der Bundesrat macht ernst: Künftig kann er bei zu hohen Kaderlöhnen in staatsnahen Betrieben sein Veto einlegen. Zudem dürfen die Boni nur noch halb so hoch sein wie der Fixlohn. Das bekommen die Chefs von SBB, Post und Ruag zu spüren.

Die Klagen über die «Lohnexzesse» in staatsnahen Unternehmen sind seit Jahren allgegenwärtig. Nun macht der Bundesrat Nägel mit Köpfen: Wie bereits im November angekündigt, zieht er bei SBB, Post, Ruag, Skyguide sowie zwei kleineren bundesnahen Betrieben die Lohnbremse an.

Ab nächstem Jahr können die Generalversammlungen der jeweiligen Betriebe eine Lohn-Obergrenze für Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte festlegen. Konkret ist es also der Bund, der als Allein- oder Mehrheitsaktionär …

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