Schweiz

Er hat es nicht so gemeint, natürlich gibt er dir Rabatt. Zillionen Rabatt.  bildbearbeitung watson/shutterstock

Hotels vs. Booking.com – mit diesen 7 Tricks kommst du billiger an ein Zimmer

Der Streit zwischen Hotels und dem Buchungsportal booking.com um angebliche Knebelverträge macht einmal mehr deutlich: Geht es um Hotelpreise, ist die Schweiz ein teures Pflaster. Mit diesen 7 Tricks kommst du trotzdem an einigermassen günstige Angebote.

Publiziert: 07.10.16, 09:18 Aktualisiert: 08.10.16, 16:25

Schweizer Hotels sind gerade nicht gut auf Buchungsplattformen wie Booking.com & Co. zu sprechen. Mit Knebelverträgen und hohen Kommissionen schröpften die Internetportale Hotels, so der Tenor. Verzichten könne man trotzdem nicht auf sie: Zu wichtig seien sie für das Tourismusgeschäft.

Politiker aller Couleur reichten deshalb zu Beginn dieses Monats eine Motion ein, mit der die marktbeherrschende Stellung der Buchungsplattformen geschwächt werden soll. Konkret soll die Paritätsklausel untersagt werden, die es Hotels verbietet, auf ihrer eigenen Website günstigere Preise anzubieten.

Welchen Verlauf der Streit auf politischer Ebene nimmt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass auch bei einer Gesetzesänderung die Hotelpreise im internationalen Vergleich hoch bleiben.

Wir zeigen dir sieben Tipps, wie du als Hotelgast günstiger buchen kannst.

Telefonisch buchen

In der Diskussion um die faktische Monopolstellung des Hotelbuchungsportals Booking.com fiel im Tages-Anzeiger ein interessanter Nebensatz: Wer sich auf Buchungsportalen über die Zimmerauslastung informiere und danach per Telefon oder Mail über das Hotel ein Zimmer reserviere, der könne möglicherweise einen Rabatt herausschlagen, so der hinter vorgehaltener Hand geäusserte Tipp von Hoteliers. Dies, weil sich das Hotel so die Kommission spare. 

Eine kurze Recherche zeigt: Tatsächlich gewähren von zehn angefragten Hotels – Doppelzimmer für zwei Personen, Preisklasse zwischen 120 und 250 Franken –  in der ganzen Schweiz immerhin acht einen Rabatt an. Dieser reicht von 10 bis zu 80 Franken. Eines bot statt des tieferen Preises immerhin einen Coupon für die hoteleigene Bar an und nur ein einziges angefragtes Hotel verweigerte einen Preisnachlass – mit dem Hinweis auf den ohnehin schon tiefen Zimmerpreis.

Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, um bei den Übernachtungen das Portemonnaie zu schonen – ohne dass man auf den Hotel-Komfort verzichten müsste. 

Längerer Aufenthalt

Verfügt man über den Luxus Zeit, kann man beim Preis sparen. Viele Hotels bieten einen Rabatt an, wenn statt zwei oder drei Nächte eine ganze Woche gebucht wird. Eine Faustregel ist das allerdings nicht. Der Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden, Ernst Wyrsch, weist darauf hin, dass der Tourismusmarkt durch das Kartellgesetz extrem individualisiert sei. «Jedes Hotel handhabt das etwas anders», sagt er. 

Die abgelegensten Hotels der Welt

Schulferien meiden

Wenn die Schüler aus dem Klassenzimmer in die Ferien entlassen werden, wird es eng in den Tourismus-Epizentren – und die Hotelpreise steigen dementsprechend. Es kann sich also lohnen, seine Ferien in die Nebensaison zu verlegen, vorausgesetzt, der Arbeitgeber macht mit. «Wenn man dem Mainstream ausweicht, wird es preislich schnell interessant», sagt Wyrsch. 

Weg vom Zentrum

Üblicherweise sind die Preise in den Zentren höher als in der Umgebung. Sucht man sich ein Hotelzimmer ausserhalb des Kerngebiets, fährt man oft besser. «Sobald man die Hotspots verlässt, kann man preislich profitieren.» Dafür müsse man dann halt auch einmal einen kleinen kreativen Umweg in Kauf nehmen, sagt Wyrsch.

Das sind die 25 besten Hotels der Welt

Sich im Voraus über Events informieren

Wer gerne spontan Ferien bucht, profitiert nicht selten von Last-Minute-Angeboten. Umgekehrt hat das spontane Buchen on the Road aber auch seine Nachteile: Dann etwa, wenn an der Zieldestination gerade ein Volksfest steigt und so die Preise in die Höhe getrieben werden. Wer sich also im Voraus schlau macht über den Veranstaltungskalender, kann böse Überraschungen bei den Hotelpreisen vermeiden. 

Hier kannst du was erleben! Das sind die spektakulärsten Hotels der Welt

Nicht alleine reisen

Das Single-Reisen erlebt derzeit gerade eine Renaissance. Unbezahlbare Erfahrungen erlebe man so, schwärmen Solo-Backpacker landauf, landab. Unbezahlbar ist dabei fast wörtlich zu nehmen: Verglichen mit Paarreisenden bezahlen Single-Reisende deutlich mehr – insbesondere, wenn die Zimmer in der Zieldestination rar sind. Dann ist man unter Umständen gezwungen, als Alleinreisender ein Doppelzimmer zu buchen – notabene zum Standardpreis.

Allerdings zeigten sich hier viele Hotels kulant, ist Wyrsch überzeugt. «Im direkten Kontakt lassen sich solche Probleme oftmals aus der Welt schaffen». 

Persönliche Beziehungen zum Hotel

«Im Gegensatz zur Nachkriegsgeneration und den Babyboomern ist die Generation Y viel flexibler in ihrem Buchungsverhalten», sagt Tourismusexperte Wyrsch. «Die Jungen warten mit der Hotelbuchung nicht selten bis eine Woche vor Ferienbeginn zu.» Das habe Vorteile – wenn es etwa um die Wetterplanung gehe – dafür gehe oftmals die persönliche Bindung zum Hotel verloren – und damit für den Hotelgast eine Chance. «Viele Hotels behandeln ihre Gäste nach dem Anciennitätsprinzip. Wer regelmässig am gleichen Ort übernachtet, hat zwar nicht automatisch Anspruch auf eine Preisreduktion, dafür kann er mit zusätzlichen Leistungen rechnen.»

Und jetzt du: Welche Tipps und Tricks hast du, um bei der Hotelsuche zu sparen?

Null Sterne, aber ganz viel frische Luft: Willkommen im ersten Open-Air-Hotel der Schweiz

Hast du Ferien nötig? Finde es heraus in unserem Quiz!

1.Welche Farbe hat der Himmel gerade?
2.Im Büro ...
... grüsst du alle mit einem fröhlichen «Hallo!».
... wachst du nur langsam auf.
... bist du fokussiert und gibst dein Bestes.
... geht das verdammte Internet schon wieder nicht! WAS MACHT DIE «IT» EIGENTLICH DEN GANZEN TAG? COMPUTERSPIELE SPIELEN?! NEIN, ICH BIN NICHT GESTRESST!!!!
... versuchst du das Nötigste zu erledigen und dich dann eine halbe Stunde im WC einzuschliessen, um den Tag herumzubringen.
3.Wovon träumst du des Nachts?
4.Wenn du aufwachst, brauchst du erstmal ...
... einen Kaffee.
... einen Hammer, um den Wecker kaputt zu schlagen.
... ein Update, was in der Nacht so los war.
... einen Kuss von deinem/deiner Partner/in.
... ein Arztzeugnis.
5.Woran denkst du, wenn du «Ferien» hörst?
6.Machst du genug Pausen?
Ja, ich hab extra mit dem Rauchen angefangen.
Ja, ich glaub schon, wie viele sind denn genug?
Haha, Pausen?! HAHA! *schluchz*
Ja, ich versuch sie wenn möglich einzubauen.
Definitiv zu wenig.
7.Wie fühlst du dich, wenn du an «Arbeit» denkst?
8.Wie lang sind deine letzten Ferien her?
Wann wurde Jesus geboren? Kurz davor war ich mal eine Woche in Rom ... geschäftlich ... das zählt, oder?
Ich bin noch immer da! Haha! Arbeitet weiter, ihr Loser!
Gerade wieder gelandet, mal schauen, ob ich den Job noch habe.
ICH KANN MICH NICHT ERINNERN!!! WAS WOLLT IHR VON MIR?!
Vor kurzem, da war ich einen Tag wandern im Wallis.
9.Wie siehst du deinen Boss momentan?
Resultat

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User-Review:
Gina226 - 6.4.2016
Watson, du bist super. Ich möchte dich nicht mehr missen. ❤️
21 Kommentare anzeigen
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  • TheCloud 08.10.2016 16:25
    Highlight Schau dir die Investor Relations Seite der Hotelkette an. Z.B. accor und kaufe ein paar Aktien. Als Aktionär bist du ein platinmember und bekommst z.B bei Sofitel gratis eine Suite mit Lounge für Essen/trinken fast rund um die Uhr und ein Sitzungszimmer, somit kannst du dir Halbpension sparen.
    Die Aktien zahlen zudem schöne Dividende.
    Dann im Internet das billigste Angebot suchen, wird automatisch upgraded.
    4 0 Melden
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  • superzonk 07.10.2016 17:05
    Highlight Sich vor der Flugbuchung unabhängig auf Hotel Plattformen informieren und dann (wenn möglich) auf der Flugplattform auch nach denselben Hotels suchen und im Kombi abschliessen. Teilweise fantastisch günstigere Angebote als bei Einzelbuchung auf einer Hotel Plattform.
    3 0 Melden
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  • Imfall 07.10.2016 12:50
    Highlight diese geiz ist geil kultur wird uns noch in den abgrund ziehen...
    36 8 Melden
    • Karl33 07.10.2016 14:04
      Highlight Diese Kultur geht Hand in Hand mit der the-winner-takes-it-all-Kultur. Wer den Hotels mehr bezahlt, ermöglicht nicht den Angestellten bessere Löhne, sondern den Aktionären oder Besitzern höhere Renditen.
      28 7 Melden
    • Imfall 07.10.2016 16:39
      Highlight also wenn wir tiefere preise zahlen gibts höhere löhne?

      das ist kein argument, sondern eine ausrede!
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    • TheCloud 08.10.2016 16:16
      Highlight Imfall. Die Angestellten werden eh ausgebeutet. Wenn du mehr zahlst, gibt es nur mehr Boni für die oberste Etage.
      4 1 Melden
    • gummibaum 09.10.2016 13:52
      Highlight aha interessant, und du unterstützt das offenbar auch noch, schwärmst hier von schöner Dividende und kostenlosen Upgrades als Aktionär... ts ts ts
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    • TheCloud 10.10.2016 17:07
      Highlight Dividende ist o.k. weil das eine Entschädigung für das geliehene Geld und das Risiko ist.
      Boni sind eine Abzocke der geldgierigen CEOs, die einen zusätzlichen Ertrag bekommen, obwohl ihre Arbeit schon entlohnt wurde.
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  • Hoppla! 07.10.2016 12:04
    Highlight Und regelmässig die Preise checken. Teilweise varieren diese von Tag zu Tag für die gleiche Leistung erheblich.

    Allgemein muss man sich aber Fragen welcher Aufwand für ein paar Franken akzeptabel ist. Teilweise stimmt für mich das Verhältnis nicht.
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  • Señor V 07.10.2016 11:03
    Highlight Ich arbeite für eine Privatunternehmung in der Hotelerie mit 16 Häusern in Europa:
    - Wir bieten günstigere Raten auf der eigenen Homepage und bei Direktbuchungen an, welche via Booking etc. nicht buchbar sind
    - Auf nicht stornierbare Raten bieten wir bis zu 25% Rabatt gegenüber dem Tagespreis
    - Vorsicht bei Schnäppchen: Wer grunsätzlich mehr zahlt, wird auch ein besseres Zimmer erhalten

    Wenn ein Hotel euch nicht die gleiche oder günstigere Rate direkt anbietet wie auf Booking: Bucht Booking - selbst Schuld!
    36 5 Melden
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  • töbeler 07.10.2016 10:41
    Highlight Graruliere.... 20min gelesen??!

    (Anmerkung der Redaktion: Ist Zufall. Die Geschichte wurde schon gestern geschrieben.)
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  • Jaing 07.10.2016 10:36
    Highlight Super Tipps, wäre ich nie drauf gekommen.
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  • Looney 07.10.2016 10:02
    Highlight Diese "Tricks" (ausser der 1.) haben ja nicht wirklich etwas mit Booking Plattformen zu tun, oder hab ich etwas falsch verstanden? Man konnte diese schon anwenden bevor es solche Plattformen überhaupt gab.

    Trick wäre z.B. keine Buchungen (gilt auch für Flüge) auf dem gleichen Gerät zu machen mit dem man vorher bereits intensiv über die Reise rechechiert hat. Bei asiatischen Plattformen reicht es z.T. schon die Sprache zu wechseln um einen besseren Preis zu bekommen. Es soll sogar Algorithmen geben die den Preis abghängig vom verwendeten Gerät (teures smartphone vs. günstiges) machen.
    59 3 Melden
    • 7immi 07.10.2016 10:37
      Highlight Kann ich bestätigen. Flugpreise waren mit dem mac teurer als mit windows geräten. Der beste zeitpunkt, flüge zu buchen ist montags nach mitternacht. Hatte da mit kollegen ein experiment gemacht, was natürlich nicht aussagekräftig ist. ;)

      Ich nehme an, dass es sich auch mit hotelpreisen so verhält...
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    • Fumo 07.10.2016 11:12
      Highlight Montags nach Mitternacht ist aber schon Dienstag :)

      Aber ja solch Algorithmen gibt es leider.
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    • 7immi 07.10.2016 11:30
      Highlight Montags nach 00:00, besser? ;)
      6 8 Melden
    • Ton 07.10.2016 12:16
      Highlight Neeein. Ich zweifle langsam an der Qualität deiner Studie. :D
      11 1 Melden
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  • Okabe Rintarou 07.10.2016 09:57
    Highlight Frage 8: ich wohne da XDDDD
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  • hiob 07.10.2016 09:31
    Highlight 8: trivago ;)
    5 9 Melden
    • chandler 07.10.2016 10:08
      Highlight 9: airbnb
      9 6 Melden
    • Alpendruide 07.10.2016 10:10
      Highlight kajak, tripadvisor....
      aber direktbuchen kommt doch noch immer am besten!
      10 2 Melden
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