Schweiz

Analysten pessimistisch

+++ Schweizer Börse schliesst 6 Prozent im Minus +++ SBB verstärkt Züge nach Konstanz +++ Eurokurs fällt erneut unter einen Franken +++ 

16.01.15, 06:44 16.01.15, 18:11

Ticker: Einen Tag nach dem Mindestkurs-Aus

Die Grossbank UBS erwartet, dass die Wirtschaft in der Schweiz nach der Aufgabe des Mindestkurs durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) deutlich langsamer wächst. Die Analysten senkten die Wachstumsprognosen für 2015 von 1.8 auf 0.5 Prozent, wie die Bank am Freitag mitteilte. 

Eine Rezession erwarteten sie aber nicht, schreiben die UBS-Experten. 2016 werde sich das Wachstum des Bruttoinlandproduktes wieder auf 1,1 Prozent erhöhen. Bislang war das so genannte Chief Investment Office WM der UBS von einem Plus von 1,7 Prozent ausgegangen. 

Präsident Thomas Jordan erklärt am Donnerstag vor den Medien den SNB-Entscheid. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Negative Effekte

Unter der Annahme, dass der Euro/Franken-Wechselkurs ungefähr auf dem aktuellen Niveau bleibe, schätzen die Analysten den direkten, negativen Effekt auf die Schweizer Warenexporte in die Eurozone im laufenden Jahr auf knapp 5 Mrd. Franken. 

Zusätzlich zum hier gemessenen, unmittelbaren Effekt auf die Schweizer Warenexporte seien negative Auswirkungen auf Schweizer Dienstleistungsexporte und inländische Zulieferer zu erwarten. 

Umgekehrt dürfte eine Wachstumsbeschleunigung in der Eurozone vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2015 die Exporte deutlich unterstützen, hiess es weiter. Unter dem Strich werde ein Rückgang der Schweizer Exporte von -1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. 

Infolge extrem tiefer Zinsen und hohem Bevölkerungswachstum erwartet die UBS-Vermögensverwaltung, dass der Privatkonsum auch in den kommenden Jahren die wichtigste Wachstumsstütze bleiben werde. Jedoch wird das Wachstum nicht mehr an die Dynamik der Jahre 2012 und 2013 herankommen. (sda/meg) 

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Zeit_Genosse 17.01.2015 08:57
    Highlight Wer ennet der Grenzen jetzt panisch einkaufen geht, kauft sich womöglich Dinge die er nicht wirklich braucht nur weil sie günstig sind. Und bei kleineren Beträgen macht der Preisunterschied wenig aus. Bei grossen Beträgen, Reisen, Möbel, Autos, sieht das anders aus. Wer profitieren will muss cool bleiben. Der Franken fällt nicht so rasch und tief.
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  • Gelöschter Benutzer 16.01.2015 18:29
    Highlight nimmt mich ja schon wunder wie viele svp'ler nun über die grenze günstig einkaufen gehen.
    4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.01.2015 06:57
      Highlight Für Familien mit eher tiefem Lohn ist dies eine allzu grosse Verlockung. Ein Stück weit auch gerecht, denn warum sollen diese nicht auch einmal profitieren... Für mich ist das keine Option, da mir 3 Stunden Freizeit wesentlich wichtiger ist als 300 gesparte Franken. Aber nicht jedem geht es so gut wie mir.

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  • Gelöschter Benutzer 16.01.2015 18:19
    Highlight Dieses Erdbeben kommt der Teppichetage in den Banken wieder sehr gelegen: Perfekte Erklärung gegenüber den kleinen Mitarbeitern (ja, die gibt's auch, essen nicht alle Banker von goldenen Löffeln!) bei den Lohn/Boni-Gesprächen warum es eine erneute Nullrunde gibt! Jedes Jahr die alte Leier, einfach ein anderes schwarzes Schaf! Auf die Mio.-Boni der Führungsriege hat das selbstverständlich keinen Einfluss! Bin aus dieser Branche, weiss nur zu genau, von was ich rede! Pervers!
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  • Nico Rharennon 16.01.2015 15:59
    Highlight Da werden noch mehr Zocker über den Jordan gehen (diese Wortklauberei gefällt mir wirklich sehr :-))... Wird den abgehobenen Herren nur gut tun, wenn sie merken das man mit Realwirtschaft zwar nicht so viel dafür aber auch in Krisenzeiten Geld verdienen kann. Schön wäre aber mal eine Einschätzung eines oder mehreren Industrievorstände zu dem Thema... Die Wirtschaftler drücken mir im Allgemeinem zu sehr auf die polemische Tränendrüse! (Ausser der Herr Jakobsen vom der Saxo Bank!)
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  • Gelöschter Benutzer 16.01.2015 15:49
    Highlight Den Banken geht der Euro aus? Fragt mal die SNB, die sollte noch 400 Milliarden Euro haben ;-)
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    • Gelöschter Benutzer 16.01.2015 17:07
      Highlight Aber kein Papiergeld du schlauer....
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    • Gelöschter Benutzer 16.01.2015 18:16
      Highlight Mein Augenzwinker-Smiley ist auch als solches zu verstehen ;-)
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  • christianlaurin 16.01.2015 15:40
    Highlight ich finde die Ökonomen die sagen lieber ein Ende der schrecke usw super. Müssen sie überhaupt etwas leisten ausse bläh bläh? Sind ihrer Jobs Weg? Antwort nein, und wie Mann sagt im trading, they have no skin in the game. Kurz gesagt bei denen ist es sowieso egal so warum nicht so, wie das ego driftet. Und wir Otto Normal Bürger müssen die Zeche bezahlen. Danke!! Und weil ich den market sehr gut kenne jetzt geht es recht rund, und ich denke bei 0.65 wird es vielleicht aufhören. Aber nach ja wie Herr Blocker gesagt hat wenn die Firma gut aufgestanden ist solle doch kein Problem sein, gell?
    3 10 Melden
    • EvilBetty 16.01.2015 18:11
      Highlight U wot m8?
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  • Der Tom 16.01.2015 15:31
    Highlight Nächste Woche geht es wieder aufwärts mit der Börse! Der Euro wird wieder stärker und vielleicht kaufen die Chinesen den Thurgau.
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  • Gelöschter Benutzer 16.01.2015 14:38
    Highlight Schätzungen der Grossbanken sind in der Vergangenheit meist nicht eingetroffen - dies gilt im übrigen auch auf die Voraussagen über Währungen.
    Die Exportindustrie in der Schweiz wird diese Situation verkraften können (Stärken: Innovation, Qualität, Disziplin, Pünktlichkeit) und die Industrien ausserhalb werden wachsen (USA: +4%, Europa +2%) und nach wie vor Aufträge in der Schweiz plazieren. Für ein Top-Produkt ist man auch bereit ein bisschen mehr zu bezahlen und der Service nach Verkauf hier ist auch top. Ein starker und unabhängiger Franken zieht auch Investitionen an.
    Also die Wachstumsprognose von 1,8% auf 0,5% zu reduzieren - einen Tag nach der Aufgabe des Mindestkurses - ist einfach nur unseriös und peinlich für die UBS.
    20 6 Melden
    • christianlaurin 16.01.2015 15:42
      Highlight Die Industrie kann viel aber weil der Konkurrenz auch nicht schläft wird es Probleme geben. Ein Beispiel wie solle der Tourismus anpassen?
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    • Lowend 16.01.2015 16:27
      Highlight Da spricht ein echt eidgenössischer Fachmann, der "Ich weiss so wie so alles besser als alle Experten"-Universität und ich muss ihnen sagen, dass ich heute morgen im Kaffeesatz etwas ganz ähnliches gelesen habe, aber der Kaffee war leider schon kalt.
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    • tom99 16.01.2015 18:28
      Highlight genau das wird dann passieren, wenn nun alle nicht einfach rumjammern, sonder wir uns auf unsere werte besinnen und gas geben...
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  • Gelöschter Benutzer 16.01.2015 13:05
    Highlight +++ grauenhaft +++
    +++ entsetzlich ++++
    +++ wo wird das noch enden +++
    +++ ubs händler in panik verlieren bonus +++ (weil sie vom abbruch einer temporaeren massnahme ueberrascht wurden)

    koenigsdisziplin der schweizer in voller bandbreite
    jammern auf deibel komm raus.

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  • Adonis 16.01.2015 09:43
    Highlight Macht nicht so einen Aufstand....! Jesus lief über den Jordan und so wirds Jordan Thomas sicher auch schaffen:-)
    15 5 Melden

Dein Arzt hat eine eigene Apotheke? Dann pass auf, wie viele Medis er dir verschreibt …

Ärzte mit eigener Apotheke verschreiben mehr Medikamente. Eine neue Studie belegt nun, dass zwar besonders Spezialisten, aber auch Hausärzte damit die Gesundheitskosten in die Höhe treiben.

Wer hätte das gedacht: Die Selbstdispensation erhöht die Medikamentenkosten bei Hausärzten um 51 Prozent und bei Spezialärzten um 32 Prozent, wie eine Studie der Ökonomen Daniel Burkhard, Christian Schmid und Kaspar Wüthrich von Ende September zeigt, die der «Tages-Anzeiger» am Freitag zitiert.

Die Studie sei noch nicht veröffentlicht, aber verfügbar, sagte Schmid, der an der Universität Bern lehrt, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Mehrkosten gingen vor allem darauf zurück, dass …

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