Schweiz

Nach dem SBB-Kahlschlag: 9 Fakten zu unseren Bundesbahnen

Publiziert: 22.09.16, 15:29 Aktualisiert: 23.09.16, 14:42

1400 Stellen will die Bahn bis 2020 streichen. Mit dem Sparprogramm sollen jährlich 1,2 Milliarden Franken eingespart werden – so wollen die SBB ihre Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen. 

Monster-Sparprogramm bei den SBB: 1400 Stellen gestrichen 

Derzeit befinden sich die SBB mit 33'000 Vollzeitstellen (2015) noch unter den grössten zehn Arbeitgebern in der Schweiz. Weitere Zahlen und Fakten zu den Schweizerischen Bundesbahnen in 9 Kapiteln : 

Personal

Grafik: sbb.ch

In den Sechzigerjahren beschäftigten die SBB noch über 40'000 Mitarbeiter. Seither hat der Personalbestand stark abgenommen. In den letzten zehn Jahren gab es allerdings einen Zuwachs zu verzeichnen: Von 2005 bis 2015 stieg die Zahl der Vollzeitstellen um 4670 auf 33'000. Auch der Anteil der Frauen stieg: von 12,5 Prozent (2005) auf – immer noch bescheidene – 16,9 Prozent (2015). 

Ein Mitarbeiter der SBB.  Bild: KEYSTONE

Anteil am Verkehr

Vom gesamten Personenverkehr auf Schiene und Strasse (ohne Langsamverkehr wie Fussgänger oder Velofahrer) entfielen 2005 15,8 Prozent auf die Eisenbahn. 2014 waren es mit 16,7 Prozent etwas mehr. 

38% des Güterverkehrs wird über die Schiene transportiert. Bild: KEYSTONE

Beim Güterverkehr ist der Anteil höher: 2005 wurden 39,2 Prozent des gesamten Güterverkehrs über die Schiene abgewickelt, 2014 waren es noch 38,0 Prozent

Reisende

Durchschnittlicher täglicher Verkehr (in Personenkilometern).  Grafik: sbb.ch

2005 lag die Verkehrsleistung von Bahn und Bus bei 13,83 Milliarden Personenkilometern (Pkm). 2015 waren es bereits 18,56 Milliarden Pkm; mehr als 50 Millionen Pkm/Tag (siehe Grafik oben). Die durchschnittliche Anzahl der Reisenden pro Tag stieg im gleichen Zeitraum von 0,8 Millionen Personenfahrten (PF) auf 1,21 Millionen PF

Pro Tag bewältigen die SBB durchschnittlich 1,21 Millionen Personenfahrten. Bild: KEYSTONE

Züge

Unter der Woche (Montag bis Freitag) verkehren pro Tag 10'478 Züge auf dem Streckennetz. 8625 davon dienen dem Reiseverkehr, 1853 dem Güterverkehr. Im Fernverkehr stehen pro Zug im Schnitt 626 Sitzplätze zur Verfügung; im Regionalverkehr sind es 297

Reiseverkehr: 8625 Züge pro Tag.  Bild: KEYSTONE

An Rollmaterial können die SBB 504 Triebzüge, 688 Streckenlokomotiven und 239 Rangierlokomotiven einsetzen. Dazu kommen 6458 Güterwagen

Schienennetz

Karte: Wikimedia/Pechristener

Das Schweizer Schienennetz umfasst insgesamt 3172 Kilometer, davon der weit überwiegende Anteil (3075 km) Normalspur. Nur die Zentralbahn verkehrt auf Meterspur (98 km). Damit liegt die Schweiz im europäischen Vergleich weit vorn: Hinter Luxemburg belegt sie den zweiten Platz, wenn es um die Anzahl Meter Eisenbahnstrecke pro Quadratkilometer Landesfläche geht (siehe Diagramm unten). 

Streckennetzdichte der SBB im internationalen Vergleich. Grafik: sbb.ch

Billettverkauf

Nur noch knapp jedes fünfte Ticket wird am Schalter verkauft. Bild: KEYSTONE

2015 verkauften die SBB 87,6 Millionen Billette. Mehr als drei Viertel davon besorgten sich die Kunden selber: Die Selbstbedienungsquote lag bei 76,8 Prozent. Kein Wunder: Nur noch 19,8 Prozent der Tickets wurden an einem Schalter verkauft, während fast die Hälfte (47,9 %) an einem Automaten erstanden wurde. Über Onlinekanäle gelangten 18,1 Prozent der Billette zu den Kunden. 

Grafik: sbb.ch

Im Vergleich zu 2005 wurden auch mehr der beliebten General- und Halbtaxabonnemente abgesetzt: 2005 waren es 292'000 GAs und 2'000'000 Halbtax-Abos, 2015 schon 460'000 GAs und 2'332'000 Halbtax-Abos.

Beliebt: Generalabonnement.  Bild: KEYSTONE

Bahnhöfe

Bahnhöfe nach Passagierfrequenzen.  Grafik: sbb.ch

Insgesamt 794 Bahnhöfe und Haltestellen standen den Reisenden 2015 zur Verfügung, 445 davon hatten einen behindertengerechten Bahnzugang. Die mittlere Distanz zwischen den Haltestellen beträgt 4,0 Kilometer. Mit Abstand am meisten Passagiere und Besucher verzeichnet der Hauptbahnhof Zürich; darauf folgt der Bahnhof Bern

Bahnhöfe nach Anzahl der gesamten Bahnhofbenutzer. Grafik: sbb.ch

Konzernergebnis

Konzernergebnis in Mio. Fr. Grafik: sbb.ch

2005 war das Konzernergebnis mit minus 166 Millionen Franken letztmals negativ. Seither schreiben die SBB schwarze Zahlen. 2015 belief sich der Konzerngewinn auf 246 Millionen Franken

SBB-Schafe

Fressen im Auftrag der SBB: Schafe als «Rasenmäher». Video: YouTube/SBB CFF FFS

Böschungen von Bahndämmen und sonstige Brachen nehmen eine Gesamtfläche von 2700 Hektaren ein – das entspricht rund 3800 Fussballfeldern. Um diese Grasflächen zu mähen, setzen die SBB auf umweltfreundliche «Rasenmäher»: Schafe. Ein Schaf mäht ungefähr 10 bis 20 Quadratmeter pro Tag, das ist etwa die Fläche eines grossen Schlafzimmers. 

(dhr)

Quelle: «Die SBB in Zahlen und Fakten» (Download)

24 Bilder aus der guten alten SBB-Zeit

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43 Kommentare anzeigen
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600
  • thestruggleisreal 23.09.2016 14:14
    Highlight Ich frage mich ernsthaft warum Billettpreise immer steigen und Stellen gestrichen werden müssen - irgendwas läuft schief hier - als würden wir irgendwohin rasen - ohne bremsen.
    5 6 Melden
    • goschi 23.09.2016 22:02
      Highlight Weil wir alle immer dictere Fahrpläne, schnellere Verbindungen, usw. fordern.
      Alleine was eine Durchmesserlinie Zürich (als Beispiel) an andauernden Infrastrukturkosten verursacht ist immens.
      8 2 Melden
    600
  • baumax 23.09.2016 09:18
    Highlight Das mit der Meterspur solltet ihr nochmals recherchieren;)
    10 0 Melden
    • Daniel Huber 23.09.2016 16:27
      Highlight Es ist etwas verwirrlich: Hier geht es eigentlich nur um die SBB. Die Zentralbahn wird aber erwähnt, weil sie zu zwei Dritteln im Besitz der SBB ist. Dies gilt nicht für die Rhätische Bahn und andere selbständige Gesellschaften, die nicht auf Normalspur verkehren.
      3 0 Melden
    600
  • Alnothur 22.09.2016 23:13
    Highlight Die RhB ist auch meterspurig unterwegs!
    10 0 Melden
    • Sabrinii 23.09.2016 00:32
      Highlight Ich glaube auch die MGB?!
      4 0 Melden
    • Daniel Huber 23.09.2016 16:28
      Highlight Das stimmt. Diese Gesellschaften werden aber nicht erwähnt, weil sie nicht im Besitz der SBB sind.
      3 0 Melden
    600
  • AL:BM 22.09.2016 19:00
    Highlight Die entwickeln sich langsam zu einer richtig unsympatischen Saubande.

    34 27 Melden
    • Purple Banana 22.09.2016 21:12
      Highlight Langsam?
      8 13 Melden
    • AL:BM 22.09.2016 21:24
      Highlight Ich schrieb langsam, weil ich selten von Problemen betroffen war, wie sie häufig geschildert werden. Aber solches 'Grosskonzerngehabe' nervt mich einfach.
      13 7 Melden
    • goschi 23.09.2016 22:03
      Highlight Wieso?
      2 1 Melden
    600
  • Erbinho 22.09.2016 18:23
    Highlight Tolle Nachricht: Dann werden in Zukunft die Ticketpreise sinken... *Ironie off*
    34 8 Melden
    600
  • Kstyle 22.09.2016 18:21
    Highlight Sollen die stellen weiter besetzt werden auch wen sie nicht mehr gebraucht werden? Die SBB ist kein caritativer betrieb. Wen die billettpreise wieder steigen sagen alle. Was soll denn das. Wen sie leute entlassen sagen alle was soll den das. Entscheidet euch.
    57 19 Melden
    • ottonormalverbraucher 22.09.2016 18:52
      Highlight Wer behauptet denn dass nur Stellen gestrichen werden, die es nicht mehr braucht?
      21 9 Melden
    • h0nd 23.09.2016 12:35
      Highlight Die SBB sagt, dass Qualität und Service nicht beeinträchtigt wird.
      0 4 Melden
    • Kstyle 23.09.2016 15:43
      Highlight @ Ottonormalverbraucher
      1. Wenn es tatsächlich keon leistungsabbau gibt hat es die stellen nicht gebraucht.
      2. Wen sie die Leistung abbauen geb ich dir recht ist es scheisse. Denn die leistung ist bis jetzt auch nicht berauschend.
      3. Es bräuchte vieleicht konkurenz aber postaitos dürfen ja keine Zugstrecken fahren. Steht so im gesetz. Der Car darf nicht zürich hb - basel bahnhof anfahren. Er muss Carparkplatz zürich bis basel flughafen fahren oder die gäste in der nähe aussteigen lassen aber er darf keine direkte konkurenz darstellen.
      0 2 Melden
    • ottonormalverbraucher 23.09.2016 18:37
      Highlight Kstyle, da gibt es noch die 4. Variante. Stellen werden abgebaut und bestehende mehr belastet. So macht man auch mehr Gewinn und die Leute kaputt.
      4 1 Melden
    • goschi 23.09.2016 22:04
      Highlight " Denn die leistung ist bis jetzt auch nicht berauschend"

      So?
      Was genau kann die SBB denn markant besse machen?
      Bitte konkret aufzeigen, nicht irgendwelche vagen "einfach alles doof" Pamphlete.
      5 1 Melden
    • Kstyle 24.09.2016 01:44
      Highlight 1. War das ticketlösen im zug praktisch. Wurde gestrichen.
      2. Die kleinen miniwägen wurden gestrichen.
      3. VBZ gut ist nicht sbb aber auch netzverbund hat die abfalleimer gestrichen.
      Gegenfrage was wurde besser am service?
      Die andere frage stellt sich was soll die bahn sonst noch machen? Eine Märchentante für kinder? Ein Railmigros? Das fände ich zwar cool. Sinnlos aber cool
      1 0 Melden
    • goschi 24.09.2016 09:06
      Highlight 1. Das Tocket lösen im Zug wurde einerseits von Schwarzfahrern schamlos ausgenutzt, andererseits mit dem Kauf per handy obsolet
      2. Angebot und nachfrage, die Nachfrage war schlicht nicht mehr rentabel
      3. Weil die kunden den Mülleimer jedesmal überfüllten, dann noch Müll oben drauf packten und dann überall Müll rumlag.
      Ausserdem wurde wirklich ekliges Zeugs entsorgt und zT der Privatmüll der SBB "übergeben".

      Die SBB bietet eine enorm hohe Pünktlichkeit, ein dichtes Netz, eine hohe Sicherheit, guten Komfort, sowohl im Bahnhof als auch im Zug, etc.
      unberauschende Leistung sieht anders aus.
      6 0 Melden
    • Kstyle 28.09.2016 17:35
      Highlight Also 1. die abfalleimer wurden aus geldgründen gestrichen. Sie wollten reinigungzeit sparen.
      2. auch beim online lösen wird beschissen. Und im fernverkehr ist sowieso immer ein kontrolleur.
      Trotzdem die frage was wurde besser komfort hatte ich auch früher, sicherheit auch, rauchen konnte ich auch.
      0 1 Melden
    600
  • pamayer 22.09.2016 17:56
    Highlight Was soll denn das jetzt, liebe sbb??
    14 18 Melden
    • Aliyah 22.09.2016 23:16
      Highlight SBB=Schweizerische-Bonzen-Bahn
      4 15 Melden
    600
  • Maragia 22.09.2016 17:09
    Highlight Entweder stimmt die erste Grafik nicht, oder ihr habt diese falsch interpretiert. Da steht Tsd. FTE. Das heisst Full time equivalent und nicht Mitarbeiter. Ihr spricht dann im Text unten aber von der Anzahl Mitarbeiter.
    34 2 Melden
    600
  • Kaakwurst 22.09.2016 17:00
    Highlight Und nach Jahren bei der SBB sollen die Entlassenen in der realen Wirtschaft einen Job finden? Aber das scheint dir Chef-Etage und externen Berater nicht zu kümmern
    34 33 Melden
    • Pisti 22.09.2016 17:40
      Highlight Es gibt keine Entlassungen! Es werden in Zukunft gewisse Stellen einfach nicht mehr besetzt oder es kommt zu Umschulungen.
      Im Unterhalt wrrden gar neue Stellen geschaffen. Naja Meyer hat die Verwaltung aufgebläht, jetzt baut er wieder ab. Dazu brauchte er McKinsey, für mich auch so ein Manager der sein Geld nicht Wert ist.
      66 10 Melden
    • Hoppla! 22.09.2016 20:05
      Highlight Haben SBB-Mitarbeiter auf dem Stellenmarkt schlächtere Karten als andere Arbeitnehmer? Verstehe ich nicht.
      14 5 Melden
    • Danyboy 22.09.2016 21:00
      Highlight @Hoppla: Tendenziell, ja. Wie bei einigen anderen staatsnahen (ehemals staatlichen) Firmen auch. Man hat zwar bei all diesen Firmen (Post, SBB und einige mehr) die Grundausbildungen etwas dem Markt angepasst (HF Titel etc), aber die Berufe sind nach wie vor massiv monopolistisch geprägt. Entsprechend die Arbeitsmarktchancen.
      7 9 Melden
    600
  • C0BR4.cH 22.09.2016 16:53
    Highlight Die Grafik zum Schienennetz ist sehr interessant. In dem Fall, öh, flieg ich bis Thun? : D
    26 7 Melden
    • bobi 22.09.2016 17:09
      Highlight Thun😍😜
      7 1 Melden
    • birdybird 22.09.2016 17:34
      Highlight Das ist BLS...die Karte beinhaltet nur SBB Strecken. sonst könnten die Menschen im Graubünden nur noch rumfliegen :D
      45 1 Melden
    • C0BR4.cH 22.09.2016 17:44
      Highlight Ach! Danke @birdybird
      Stimmt, NEAT gehört ja zum BLS-Netz : )
      10 1 Melden
    • Fabio74 22.09.2016 17:52
      Highlight musste auch 2x hinschauen. Aber ab Thun gehört das Netz der BLS dementsprechend siehts vieleorts leer aus.
      9 0 Melden
    600
  • Str ant (Darkling) 22.09.2016 16:35
    Highlight Ich vermisse noch die Zahl wieviele der Stellen "gerettet" werden können wenn der Lohn des SBB Kaders halbiert wird
    32 10 Melden
    • Kaakwurst 22.09.2016 16:59
      Highlight Sicher nicht alle, aber einige der 60 - 70k pro jahr Stellen erhalten wäre sicher möglich
      12 7 Melden
    • JJ17 22.09.2016 17:15
      Highlight Das wären rund 100 Stellen.
      11 0 Melden
    • vl0w 22.09.2016 18:07
      Highlight @Kaakwurst
      Ein MA wird wohl kaum mit 60-70k (wahrscheinlich ist das Dein geschätzter Jahreslohn?) budgetiert sondern eher ein bisschen mehr.
      15 1 Melden
    600
  • TheBean 22.09.2016 16:25
    Highlight Oh, die staatlich betriebenen Monopolbahnen wollen also wettbewerbsfähig bleiben? Was für Konkurrenz haben die denn?🤔
    28 53 Melden
    • Sebastian Josef Fuchs 22.09.2016 16:43
      Highlight Flixbus, Uber... Kensch?

      Und ein Monopol hat sie nicht. Es ist eher ein Oligopol. Die BLS, SOB und die RhB machen auch einen guten Teil des Schienenverkehrs aus (Etwa 60% SBB zu 40% die anderen).

      Und was vielen auch nicht klar ist, die SBB macht nicht die Billettpreise, dies macht der Verein öffentlicher Verkehr. Er ist im übrigen auch für den SwissPass verantwortlich, die SBB hat nur den Vertrieb übernommen (hätte aber auch die BLS oder sonst wer machen können).
      60 4 Melden
    • RalpH_himself 22.09.2016 18:14
      Highlight Jein - im fernverkehr bestimmen die sbb die preise weitgehend selber.
      Aber wettbewerb gibt es durchaus: der fernverkehr ist konzessioniert genau wie die radiosender, und der nahverkehr wird von den kantonen ausgeschrieben und bestellt.
      13 2 Melden
    • Sebastian Josef Fuchs 22.09.2016 19:09
      Highlight Und in der Fernverkehrskonzession steht nichts davon, dass der Inhaber der Konzession die Züge um Fernverkehr zu fahren besitzen muss. Wenn man also den Gedanken weiterspinnt, bedenkt das sich jeder um diese Konzession bewerben kann und der Bund diese Konzession nach dem öffentlichen Beschaffungsrecht vergeben muss, dann haben wir einen sehr grossen Wettbewerb. Und 250 Millionen Gewinn sind ein schönes Sümmchen, da gibt es sicher Unternehmen die den Betrieb billiger fahren könnten.
      3 11 Melden
    600
  • Charlie Brown 22.09.2016 15:52
    Highlight 1'400 Stellen klingt nach viel. Aber im Vergleich zum Zuwachs der letzten Jahre ist das relativiert zu sehen.

    Spannend sind ja die Details zum Personal. Bei den Konzernbereichen ("Wasserkopf") hat sich der Personalbestand vervielfacht, ohne dass er in anderen Bereichen abgenommen hätte. Zentralisierung ohne genutze Synergien?
    55 2 Melden
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Die Liebesheirat der 16-jährigen Fitim und Zylfije erhitzt im Kosovo die Gemüter

In Kosovo heiraten zwei Kinder, offenbar im gegenseitigen Einverständnis. Nun löst das Ereignis eine Debatte über die Rechtmässigkeit der Hochzeit aus. Übrigens: Auch in der Schweiz dürfen Minderjährige in bestimmten Fällen heiraten.

Sie heissen Fitim und Zylfije, leben in Kosovo und sie haben geheiratet. Das wäre eigentlich keine Geschichte, wenn die beiden nicht minderjährig wären. Der Fall wurde zum Politikum.

Den Stein ins Rollen brachte kürzlich ein Video von der Hochzeit, das sich über die Sozialen Medien rasch verbreitet hat, von den Medien in Kosovo aufgegriffen wurde und eine Kontroverse ausgelöst hat. Auch der staatliche Sender RTK berichtete darüber.

Erst hiess es, die beiden Kinder seien 13 und …

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